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DE10040402A1 - Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure (MHA) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure (MHA)

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DE10040402A1
DE10040402A1 DE10040402A DE10040402A DE10040402A1 DE 10040402 A1 DE10040402 A1 DE 10040402A1 DE 10040402 A DE10040402 A DE 10040402A DE 10040402 A DE10040402 A DE 10040402A DE 10040402 A1 DE10040402 A1 DE 10040402A1
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mha
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mmp
carboxylation
hydroxy
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Rolf Schneider
Christph Weckbecker
Elisabet Dunach
Sandra Olivero
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/20Processes
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure (MHA) durch elektrochemische Carboxylierung von 3-Methylmercaptopropionaldehyd in einer ungeteilten, eine Opferanode enthaltenden Elektrolysezelle in einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Leitsalzes. Bevorzugte Anode/Kathode-Kombinationen sind Mg/Mg und Mg/Kohlenstoff. MHA ist in hoher Ausbeute erhältlich.

Description

Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure, nachfolgend als Methioninhydroxyanaloges oder kurz MHA bezeichnet, aus 3-Methylmercaptopropionaldehyd.
2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure findet in ähnlicher Weise Anwendung als Futtermitteladditiv wie Methionin und wird aufgrund der Strukturähnlichkeit daher als Methioninhydroxyanaloges bezeichnet. Bisher wird MHA üblicherweise aus 3-Methylmercaptopropionaldehyd, das seinerseits durch Anlagerung von Methylmercaptan an Acrolein erhältlich ist, durch Umsetzung mit Cyanwasserstoff und nachfolgende Hydrolyse des gebildeten 4-Methylmercapto-2-hydroxybutyronitrils gewonnen.
Nachteilig an diesem Verfahren ist das Erfordernis, Cyanwasserstoff einsetzen zu müssen. Aufgrund der hohen Toxizität von Cyanwasserstoff muss bei der Umsetzung ein hoher Sicherheitsaufwand betrieben werden. Ein weiterer sehr großer Nachteil ist das durch das Einbringen von Stickstoff und dessen spätere hydrolytische Abspaltung entstehende Ammoniumsalz, das stöchiometrisch anfällt und eine entsprechend große Abwasserbelastung verursacht. Es besteht somit ein Bedarf nach einem HCN-freien Verfahren zur Herstellung von MHA.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist demgemäß, die Bereitstellung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von MHA, bei welchem einerseits Methylmercaptopropionaldehyd als Ausgangskomponente zum Einsatz gelangt, andererseits anstelle von HCN ein anderer C1-Baustein mit Methylmercaptopropionaldehyd (MMP) zur Reaktion gebracht werden soll.
Es ist bekannt - siehe EP-A 0 189 120 und G. Silvestri et al., Tetrahedron Letters 1986, 27, 3429-3430 -, Kohlendioxid als C1-Baustein elektrochemisch mit Ketonen und Aldehyden umzusetzen, wobei α-Hydroxycarbonsäuren gebildet werden. Während die elektrochemische Carboxylierung aromatischer Ketone im allgemeinen zu mittleren bis guten Ausbeuten führt, werden bei der elektrochemischen Carboxylierung aromatischer Aldehyde nur mäßige Ausbeuten und bei der Carboxylierung aliphatischer Aldehyde sogar nur geringe Ausbeuten erzielt. Im Verfahren der zuvor gewürdigten Dokumente erfolgt die Elektrocarboxylierung in einer ungeteilten Elektrolysezelle, welche eine Opferanode enthält, in einem aprotischen Lösungsmittel, welches zusätzlich ein Leitsalz enthält. Die bisher bekannt gewordenen niedrigen Ausbeuten und niedrigen Selektivitäten der elektrochemischen Carboxylierung von Aldehyden und insbesondere aliphatischen Aldehyden haben bisher einen Fachmann davon abgehalten, dieses Verfahren für einen technischen Prozess, wie die Elektrocarboxylierung von 3-Methylmercaptopropionaldehyd mit CO2 ernsthaft in Betracht zu ziehen.
Entgegen aller Erwartungen wurde nun gefunden, dass sich MMP in hoher Ausbeute elektrochemisch carboxylieren lässt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4- methylmercaptobuttersäure (MHA), das dadurch gekennzeichnet ist, dass man 3-Methylmercaptopropionaldehyd (MMP) in einer ungeteilten, eine Opferanode enthaltenden Elektrolysezelle in einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Leitsalzes bei wirksamer Zellspannung mit Kohlendioxid elektrochemisch carboxyliert und MHA aus dem im Elektrolyt gelösten und/oder suspendierten gebildeten MHA-Salz, dessen Kation aus der Anode stammt, gewinnt. Die Unteransprüche richten sich auf bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in einer einfachen Elektrolysezelle, welche nur einen einzigen Elektrolytraum besitzt, dies wird unter dem Term "ungeteilt" verstanden, durchgeführt.
Die Figur zeigt ein Schema einer Elektrolysezelle zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Elektrolysezelle 1 umfasst eine zentral angeordnete Opferanode 2 und eine in einem Abstand angeordnete Kathode 3. Die Elektrolysezelle enthält einen Stutzen 4 zur Einleitung von Kohlendioxid und bei Bedarf eine Vorrichtung 7 zum Rühren des Elektrolyts 8. Anode und Kathode sind über eine Spannungsquelle 5 über die Stromleitungen 6 miteinander verbunden.
Bei der erfindungsgemäßen Elektrocarboxylierung von MMP mit CO2 dient ein unter Elektrolysebedingungen lösliches Metall als Anode. Anodenmaterialien sind insbesondere Aluminium, Magnesium, Zink, Kupfer und eines oder mehrere dieser Metalle enthaltende Legierungen. Obgleich im Verfahren gemäß EP-A 0 189 120 Magnesium als Anodenmaterial genannt wurde, wurde gleichzeitig von seiner Verwendung abgeraten, und zwar aufgrund von Elektropassivierungsphänomenen, welche nach kurzem Stromfluss auftreten.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass entgegen dieser Lehre Magnesium als Elektrodenmaterial bei der Elektrocarboxylierung von MMP eine besonders hohe Wirksamkeit zeigt und zu wesentlich höheren Ausbeuten führt als der Einsatz einer Aluminiumanode.
Als Kathode eignen sich übliche gute Leiter. Gut geeignet sind unterschiedliche leitfähige Kohlenstoffmaterialien, wie insbesondere Graphit und Kohlefaservliese, ferner Nickel und insbesondere Magnesium. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsformen handelt es sich bei der Anode/Kathode-Kombination um Mg/Mg und Mg/Kohlenstoff, wie insbesondere Graphitvlies.
Die elektrochemische Carboxylierung erfolgt in einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Leitsalzes. Geeignete Lösungsmittel sind flüssige Amide, Nitrile und offenkettige und cyclische Ether. Besonders bevorzugt wird N,N-Dimethylformamid.
Als Leitsalze eignen sich Alkali- und Erdalkalihalogenide, Ammoniumhalogenide, vorzugsweise aber Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aryl-ammoniumsalze, insbesondere quaternäre Ammoniumsalze, wobei die am Stickstoff gebundenen Reste gleich oder verschieden und aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Natur sein können. Bei den Anionen der quaternären Ammoniumsalze handelt es sich insbesondere um Chlorid, Bromid, Jodid, Tetrafluoroborat, Hexafluorophosphat, para-Toluolsulfonat, Perchlorat und Bis(trifluoromethylsulfonimid). Besonders geeignete Leitsalze sind Tetra(C1 bis C4)alkylammonium­ tetrafluoroborat oder -hexafluorophosphat.
Das Formelschema zeigt die bei der Elektrolyse von MMP in Gegenwart von CO2 entstehenden Produkte:
Bei der elektrochemischen Carboxylierung von MMP laufen die nachfolgenden Reaktionen ab:
an der Anode:
2 M → 2 Mn + 2 n e-,
wobei M das Anodenmetall und n die Wertigkeit bedeuten;
an der Kathode:
n RCHO + n CO2 + 2 n e- → n R-CH(O-)-CO2 -
in der Lösung:
2 Mn® + n R-CH(O-)-CO2 - → M2(R-CH(O)-CO2)n
wobei R für CH3-S-CH2-CH2- steht.
Die Bildung des Komplexsalzes verhindert in größerem Ausmaß die Bildung von Nebenprodukten. Insbesondere wird bei Verwendung von Magnesium als Anodenmaterial die unerwünschte Pinakolbildung zurückgedrängt, so dass die Selektivität der elektrochemischen Carboxylierung von MMP sehr hoch ist. Gleichzeitig sind bei Verwendung einer Magnesiumanode bereits ohne Optimierung des Verfahrens Produktausbeuten im Bereich um/über 80% erhältlich.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird MMP in dem ein Leitsalz enthaltenden Lösungsmittel gelöst und anschließend wird eine wirksame Spannung an die Anode und Kathode angelegt. Eine Spannung im Bereich von etwa 3 bis 30 V, insbesondere etwa 10 bis 30 V, hat sich als günstig erwiesen; eine höhere oder niedrigere Spannung sind jedoch nicht ausgeschlossen. Obgleich eine potentiostatische Fahrweise möglich ist, wird eine galvanostatische Fahrweise bevorzugt, weil sie technisch besser zu realisieren ist. Die Elektrolyse wird daher bevorzugt galvanostatisch bei einer Stromdichte im Bereich von 0,1 bis 10 A/dm2, insbesondere 0,2 bis 2 A/dm2, betrieben.
Die Carboxylierung wird zweckmäßigerweise bei einer Temperatur im Bereich von 10 bis 50°C, insbesondere 10 bis 30°C, durchgeführt. Kohlendioxid kann entweder mit einem Partialdruck unterhalb von 1 bar im Gemisch mit einem anderen Gas, das gleichzeitig der besseren Durchmischung dienen kann, in die Elektrolysezelle eingebracht werden. Alternativ hierzu wird Kohlendioxid bei Normaldruck durch die Elektrolysezelle geleitet. Gemäß einer weiteren Alternative wird innerhalb des Elektrolysegefäßes ein CO2- Druck im Bereich von 1 bis 5 bar aufrechterhalten.
Zur Gewinnung von MHA aus dem im Elektrolyt gelösten MHA- Salz wird dieses zweckmäßigerweise durch Zugabe eines wenig polaren Lösungsmittel ausgefällt und abfiltriert.
Anschließend wird das Salz in an sich bekannter Weise mit wässriger Mineralsäure behandelt und das MHA aus der wässrigen Phase mittels eines organischen, im allgemeinen wenig polaren Lösungsmittels extrahiert. Die das aprotische Lösungsmittel und das Leitsalz enthaltende Phase wird nach dem Abtrennen des zur Ausfällung des MHA-Salzes eingesetzten Lösungsmittels in die Elektrolysestufe rezykliert.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann diskontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt werden; bei kontinuierlicher Fahrweise wird eine Durchfluss-Elektrolysezelle verwendet. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen darin, dass es möglich ist, unter Einsatz von MMP aber Vermeidung eines Einsatzes von Cyanwasserstoff MHA in hoher Ausbeute und guter Selektivität zu erhalten. Bei der derzeit besten Ausführungsform unter Einsatz einer Magnesiumanode und einer Magnesium- oder Kohlenstoff- Kathode, Tetra-n-butylammonium-tetrafluorborat als Leitsalz und Dimethylformamid als Lösungsmittel ist das Methioninhydroxyanaloge (MHA) in einer Ausbeute von 80 bis 85% bei einer Stromausbeute von 45 bis 60% erhältlich.
Es wurde überraschenderweise, weil entgegen der Lehre des eingangs gewürdigten Standes der Technik, festgestellt, dass ausser MMP auch andere Aldehyde, darunter insbesondere aliphatische Aldehyde, wie z. B. Phenylpropionaldehyd analog dem beanspruchten Verfahren zur Herstellung von MHA mit zum Teil hoher Selektivität elektrochemisch carboxyliert werden können, wenn als Anode Magnesium verwendet wird. Eine Anode/Kathode-Kombination Mg/C ist dabei besonders bevorzugt. Als Leitsalz eignen sich ausser quaternären Ammoniumsalzen in besonderer Weise auch KCl und KBr. Der Einfluss unterschiedlicher Leitsalze bei der Elektrodenpaarung Mg/C bei der elektrochemischen Carboxylierung von Phenylpropionaldehyd zu 4-Phenyl-2- hydroxybuttersäure (PHBS) folgt aus der Tabelle 1; das Pinakolnebenprodukt ist das 1,6-Diphenyl-3,4- dihydroxyhexan. Die gewählte Elektrodenpaarung und das Leitsalz können auch bei der Carboxylierung von MMP einen starken Einfluss auf die Ausbeute haben.
Tabelle 1
Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung und zeigen den Einfluss verschiedener Parameter auf die Ausbeute, Selektivität und Stromausbeute.
Beispiele
2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure (MHA) wurde durch elektrochemische Carboxylierung aus 3- Methylmercaptopropionaldehyd (MMP) hergestellt.
Allgemeine Vorschrift
Der Elektrolyt wird durch Lösungen des Leitsalzes (0,025 bis 0,1 Mol/l) im Elektrolyt (N,N-Dimethylformamid) hergestellt. Frisch destilliertes Methylmercaptopropionaldehyd wird bis zur gewünschten Konzentration hinzudosiert. Es wird in einer ungeteilten Elektrolysezelle gemäß Figur mit einer stabförmigen Anode und einer blechförmigen Kathode bei Raumtemperatur galvanostatisch elektrolysiert. Nachdem eine bestimmte Ladungsmenge verbraucht worden ist, wird der Strom abgeschaltet und die lösung aufgearbeitet. Zur analytischen Bestimmung der Produkte wird in der Elektrolytlösung mit Methanol/H2SO4 verestert und eine Probe der GC-Analyse zugeführt. Eine weitere Verfahrensweise besteht darin, die 2-Hydroxy-4-methylmercaptobuttersäure aus ihrem Salz durch Säurezugabe freizusetzen und dann mittels HPLC analytisch zu bestimmen.
Beispiel 1
200 µl frisch destilliertes Methylthiopropionaldehyd (= 2 mmol MMP) werden in eine Lösung aus 50 ml frisch destilliertem DMF (N,N-Dimethylformamid) und 50 mg (C4H9)4N (BF4) (Tetrabutylammoniumtetrafluoroborat), d. h. 0,15 mmol, als Leitsalz gegeben. Es wird in einer ungeteilten Zelle mit Mg-Opferanode (Mg-Stab) A = 20 cm2 und Mg-Kathode unter ~1 bara CO2-Druck (atmosphärischer Druck) bei Raumtemperatur elektrolysiert. Der angelegte Strom beträgt 120 mA, d. h. 0,6 A/dm2. Die Zellspannung variiert zwischen 3 bis 20 V. Nach einer geflossenen Ladungsmenge von 960 C, d. h. 5 F/mol, wird der Strom abgeschaltet und die Lösung aufgearbeitet. Zur analytischen Bestimmung der Produkte wird in der Elektrolytlösung mit MeOH/H2SO4 verestert und der GC-Analyse zugeführt.
Ergebnis: Nach 90% Umsatz erhält man MHA mit einer Selektivität von 75% und mit 25% das entsprechende Pinakol (PD). Eine Reduktion von MMP zu Methylmercaptopropanol (MMPol) wurde hier nicht beobachtet. Zur Aufarbeitung des Reaktionsansatzes wird das Gemisch nach Ansäuerung mit wässriger Hei mit Ether extrahiert und nach Abdampfen des letzteren des freie MHA erhalten.
Beispiele 2 bis 11
Die Reaktion wurde bezüglich verschiedener Parameter variiert. Die Tabelle 2 zeigt die Parameter und die erzielten Ergebnisse.
Die Beispiele zeigen, dass mit einer Mg-Anode meistens eine höhere Carboxylierungsausbeute erzielt werden kann als mit einer Al-Anode.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4- methylmercaptobuttersäure (MHA), dadurch gekennzeichnet, dass man 3-Methylmercaptopropionaldehyd (MMP) in einer ungeteilten, eine Opferanode enthaltenden Elektrolysezelle in einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Leitsalzes bei wirksamer Zellspannung mit Kohlendioxid elektrochemisch carboxyliert und MHA aus dem im Elektrolyt gelösten und/oder suspendierten gebildeten MHA-Salz, dessen Kation aus der Anode stammt, gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die elektrochemische Carboxylierung von MMP in einer Elektrolysezelle mit einer Anode/Kathode- Kombination aus der Reihe Mg/Mg und Mg/Kohlenstoff durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die elektrochemische Carboxylierung von MMP in Dimethylformamid als Lösungsmittel in Gegenwart eines Leitsalzes aus der Reihe Tetraalkylammonium-bromid, -tetrafluoroborat oder -hexafluorophosphat durchführt, wobei die Alkylgruppen im Tetraalkylammoniumkation gleich oder verschieden sein können und insbesondere 1 bis 4 C-Atome enthalten.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Carboxylierung bei einer Stromdichte im Bereich von 0,1 A/dm2 bis 10 A/dm2 durchführt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Carboxylierung bei einem CO2-Druck im Bereich von 1 bis 5 bar durchführt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Carboxylierung unter Verwendung einer Durchflusselektrolysezelle kontinuierlich durchführt.
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