DE10036145A1 - Möbelelement - Google Patents
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Abstract
Würfel- oder quaderförmiges Möbelelement, wobei wenigstens zwei jeweils Seitenflächen bildende Wandelemente derart verschiebbar sind, daß sie unter Öffnung der ihr jeweils zugeordneten Seitenflächen in parallele Anordnung zu wenigstens einem anderen, insbesondere benachbarten Wandelement, bringbar sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein würfel- oder quader
förmiges Möbelelement sowie ein aus derartigen Möbelelemen
ten zusammengesetztes Möbel.
Aus Möbelelementen zusammengesetzte Möbel sind in Form von
Schränken, Anrichten, Regalen oder dergleichen bekannt. Be
kannte Möbelelemente weisen jedoch nur eine einzige Ge
brauchslage, d. h. eine eindeutige räumliche Orientierung
ihrer Seitenwände auf. Sie sind auch nicht in gleiche Ein
zelelemente zerlegbar bzw. zu alternativen neuen Möbel
anordnungen wieder zusammenstellbar. Auch ist die Gestal
tung des Innenraumes derartiger Möbel weitgehend vom Her
steller vorgegeben, beispielsweise durch Trennwände, Schub
laden oder Einlegeböden.
Aus der DE OS 23 38 493 ist ein quaderförmiges Möbelelement
bekannt, welches sowohl eine horizontale als auch eine ver
tikale Gebrauchslage hat, in der eine beliebige Gehäusewand
die Bodenfläche bildet, wobei die jeweilige Bodenfläche mit
lösbaren bzw. auswechselbaren Mitteln für eine gleitende
oder rollende Fortbewegung des Möbelelements versehen ist.
Aus der DE 23 24 904 C2 ist ein Wandschrank mit einer Wandbe
festigungsvorrichtung bekannt, welche eine handkofferförmi
ge Kastengestalt mit mindestens einer aufklappbaren Kasten
wandung aufweist und mit einem herausziehbaren und ein
schiebbaren Griff ausgebildet ist.
Als nachteilig bei derartigen Möbelelementen erweist sich,
daß sie in der praktischen Funktionalität sehr einge
schränkt sind, da eine feste Anzahl von Seitenwänden vorge
geben ist. So weist ein als Bücherregal verwendbares Möbe
lelement üblicherweise eine offene Vorderseite, eine ge
schlossene Rückseite und geschlossene Seiten auf. Zwar ist
beispielsweise ein zweites Möbelelement zur Vergrößerung
der zur Verfügung stehenden Regalfläche neben oder auf ein
derartiges Element plazierbar, weitergehende Variationsmög
lichkeiten in der Verwendung des Möbelelements bestehen je
doch nicht, weder in der Funktion der Einzelelemente noch
durch Kombination von Einzelelementen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines flexibel ein
setzbaren würfel- oder quaderförmigen Möbelelements, wel
ches insbesondere zusammen mit gleichartigen Elementen eine
flexible Möbelgestaltung gestattet.
Insbesondere wird angestrebt, eine als Einzelelement ausge
bildete (von einer Person) tragbare kofferähnliche Einheit
zur Verfügung zu stellen, und das zu diesem Zweck fest ver
schließbar und wahlweise öffnenbar ist. Als weiteres im
Rahmen der vorliegenden Erfindung verwirklichbares Ziel ist
eine variable Gestaltung des Innenraumes eines flexiblen
Möbelelements bzw. einer kofferähnlichen Einheit anzugeben.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Möbelelement mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1, sowie ein entsprechendes
Möbel mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9.
Erfindungsgemäß ist nun ein Möbelelement zur Verfügung ge
stellt, welches gegenüber herkömmlichen Möbelelementen bzw.
Möbeln eine wesentlich flexiblere Einsetzbarkeit aufweist.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Möglichkeit, wenig
stens zwei Seitenwände des Möbels in wenigstens teilweise
parallele Anordnung, insbesondere zu benachbarten Seiten
wänden zu bringen, ist das Möbel wenigstens an zwei Seiten
wenigstens teilweise öffnenbar bzw. wieder verschließbar.
Im Falle einer derartigen Öffnung zweier einander gegen
überliegender Flächen ist es so beispielsweise bei einer
Aneinanderreihung mehrerer entsprechend geöffneter Möbele
lemente möglich, lange Gegenstände, beispielsweise Rohre,
aufgerollte Landkarten oder Skier in einfacher Weise zu la
gern. Wird zu einem späteren Zeitpunkt eine derartige Lage
rung von langen Gegenständen nicht mehr benötigt, ist es
beispielsweise in einfacher Weise möglich, die zwei oder
mehr Möbelelemente jeweils nur auf einer Seite zu öffnen
und beispielsweise nebeneinander oder übereinander gesta
pelt als herkömmliches Regal oder Raumteiler zu verwenden,
welcher von beiden Seiten aus zu bedienen ist, d. h. vor-
und rückwärtig. In gleicher Weise kann ein derartiger Raum
teiler auch vollständig verschlossen werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Möbelelements sind Gegen
stand der Unteransprüche.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens
zwei insbesondere aneinanderliegende oder einander gegen
überliegende Wandelemente in anderen Wandelementen, insbe
sondere benachbarten Wandelementen, versenkbar. Diese Maß
nahme erweist sich insofern als Vorteilhaft, da hierbei
keine Behinderungen von Innenausstattungen der erfindungs
gemäßen Möbelelemente auftreten.
Zweckmäßigerweise weist das Möbelelement Befestigungsmittel
auf, die eine einfache Befestigung bzw. Fixierung an einem
gleichartigen Möbelelement gestatten. Derartige Befesti
gungsmittel können beispielsweise als Vorsprünge bzw. hier
zu komplementäre Ausnehmungen ausgebildet sein, welche, auf
aneinander zu befestigenden Möbelelementen vorgesehen, in
einfacher Weise ineinander einführbar bzw. zusammenfügbar
sind. Es seien in diesem Zusammenhang beispielhaft Schie
nen, Nuten, Stiftverbindungen, Lappen usw. angegeben.
Vorteilhafterweise weist das Möbelelement wenigstens an ei
ner Seitenwand einen insbesondere in die Seitenwand ver
senkbaren Griff auf. Der Begriff "Griff" umfasst hierbei
alle möglichen Formen von Griffen sowie Griffmulden. Mit
tels eines derartigen Griffs ist das Möbelelement in einfa
cher Weise greifbar bzw. handhabbar. Insbesondere ist das
Möbelelement im Falle der geschlossenen Stellung sämtlicher
Seitenwände als Kofferelement einsetzbar. Bei Fertigung aus
geeignetem Material ist das Möbelelement wie ein herkömmli
cher Koffer einsetzbar und ermöglicht sehr bequem den
Transport der aufbewahrten Gegenstände.
Es ist hierbei bevorzugt, daß Mittel zum Verriegeln der
Seitenwände in ihrer geöffneten und/oder geschlossenen
Stellung vorgesehen sind. Hierdurch ist z. B. die Transport
sicherheit gewährleistet.
Zweckmäßigerweise weist das Möbelelement auf den jeweiligen
Innenseiten der Seitenwände Rillen und/oder Nuten und/oder
Ösen auf, welche eine Befestigung von Innenelementen inner
halb der Möbelelemente gestatten. So sind beispielsweise in
einem Möbelelement weitere Regalböden, Schubkästen, Auszü
ge, Wannen und insbesondere vertikale und/oder horizontale
Unterteile einsetzbar.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des er
findungsgemäßen Möbelelements weist dieses einen Rahmen
auf, an welchem die Seitenwände befestigbar und/oder ver
schiebbar sind. Ein derartiger Rahmen kann beispielsweise
mit Führungen ausgebildet sein, welche eine Verschiebung
bzw. Verschwenkung der einzelnen Seitenwände gestatten.
Zweckmäßigerweise ist der Rahmen wenigstens teilweise aus
lösbar zusammenfügbaren Elementen (bzw. Teilen oder Einhei
ten) zusammengesetzt. Durch diese Maßnahme ist es bei
spielsweise möglich, bei einem Möbelelement sowohl Seiten
wände zu öffnen als auch entsprechende Rahmenelemente zu
entfernen, wodurch eine weitere Erweiterung der Einsatzmög
lichkeiten des erfindungsgemäßen Möbelelements zur Verfü
gung gestellt ist. Ein Beispiel hierfür ist weiter unten in
der Figurenbeschreibung angegeben.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung
weiter beschrieben. In dieser zeigt bzw. zeigen
Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfin
dungsgemäßen Möbelelements in geschlossenem Zustand,
Fig. 2 das Möbelelement der Fig. 1 in einem teilweise ge
öffneten Zustand, wobei hier schematisch Ausnehmungen in
drei Seitenwänden dargestellt sind, in welche weitere Sei
tenwände wenigstens teilweise einführbar bzw. versenkbar
sind,
Fig. 3 eine erste Möglichkeit zur Stapelung der Möbelele
mente gemäß Fig. 1 zu einer Kommode oder einem Schubladen
schrank,
Fig. 4 das Möbelelement gemäß Fig. 1 bzw. 2, welches
durch Einsatz von Schubladen als Schubladenelement ausge
bildet ist,
Fig. 5a-5e schematisch weitere Zusammensetzungsmög
lichkeiten erfindungsgemäßer Möbelelemente zum Erhalt un
terschiedlicher Möbel,
Fig. 6 eine Ausführungsform aufeinandergestapelter Möbele
lemente als Rollcontainer,
Fig. 7a-7c schematische Darstellungen einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Möbelele
ments, bei welcher ein aus lösbar aneinander befestigten
Rahmenelementen gebildeter Rahmen vorgesehen ist, an dem
die Seitenwände fixierbar sind bzw. verschoben werden kön
nen,
Fig. 8 und 9 weitere bevorzugte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Möbelelements,
Fig. 10 weitere Ausführungsbeispiele zur Innengestaltung
der erfindungsgemäßen Möbelelemente, und
Fig. 11 eine bevorzugte Ausgestaltung eines Mechanismus
zur Festlegung von Trennwänden in den erfindungsgemäßen Mö
belelementen.
In Fig. 1 ist eine erste bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Möbelelements insgesamt mit 1 bezeichnet.
Das Möbelelement 1 ist quaderförmig ausgebildet, wobei in
der Darstellung der Fig. 1 jeweilige Seitenflächen des
Quaders bildende Wandelemente 2, 3 und 6 erkennbar sind.
Die Wandelemente 2, 3, 6 sind in der Darstellung der Fig.
1 jeweils unterschiedlich ausgebildet, wobei jedoch festzu
stellen ist, daß diese Darstellung rein beispielhaft er
folgt, so daß die Wandelemente auch im wesentlich identisch
oder in beliebiger anderer Weise ausgebildet sein können.
Das Wandelement 2 zeichnet sich beispielsweise durch einen
als Öffnung ausgebildeten Griff 2a aus. Das Wandelement 3
weist zwei voneinander lösbare Teile 3a, 3b auf, während
das Wandelement 6 im wesentlich einstückig ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß wenigstens zwei der
Wandelemente unter Öffnung der ihr jeweils zugeordneten
Seitenflächen in parallele Anordnung zu anderen, insbeson
dere benachbarten Wandelementen bringbar sind. Zur Erläute
rung dieser Maßgabe wird auf Fig. 2 verwiesen. Man er
kennt, daß hier das Wandelement 2 sowie das Wandelement 3
bzw. dessen Teile 3a, 3b aus ihrer ursprünglichen Position
gemäß Fig. 1 entfernt sind. Man erkennt ferner in der Sei
tenwand 6 bzw. der dieser gegenüberliegenden Seitenwand 4
Schlitze 4a bzw. 6a. Ein in analoger Weise ausgebildeter
Schlitz 8a ist in dem gemäß Fig. 2 erkennbaren Wandelement
8 ausgebildet. Die Schlitze 4a, 6a und 8a sind so dimensio
niert, daß die aus ihren ursprünglichen Positionen entfern
ten Wandelemente bzw. deren Teile in sie einführbar sind.
Beispielhaft sei davon ausgegangen, daß der Teil 3a des
Wandelements 3 in den Schlitz 4a, der Teil 3b des Wandele
ments 3 in den Schlitz 6a und das Wandelement 2 in den
Schlitz 8a eingeführt sind, wobei auf eine Darstellung der
Wandelemente in ihrer jeweils in die Schlitze eingeführten
bzw. versenkten Position verzichtet ist.
Es sei betont, daß auch auf eine Darstellung konkreter Me
chanismen zum verschränken bzw. Einführen der jeweiligen
Wandelemente in die Schlitze verzichtet ist, da eine Viel
zahl geeigneter Mechanismen an sich bekannt sind und zu an
gegebenem Zweck einsetzbar wären. Als einfachste Möglich
keit ist vorstellbar, daß die jeweiligen Wandelemente bzw.
deren Teile einfach aus ihren ursprünglichen Positionen ab
nehmbar sind, und ohne weitere mechanische Hilfsmittel rein
manuell in die jeweiligen Schlitze einzuführen sind. Ande
rerseits ist es denkbar, geeignete Klapp-Senk-Mechanismen
zu verwenden.
In der Fig. 2 ist beispielhaft dargestellt, daß in das Mö
belelement 1 Aktenordner 10 eingeführt sind. Die Aktenord
ner entsprechen in ihrer Tiefe im wesentlichen der in Fig.
2 eingezeichneten Tiefe t des Möbelelements.
Sollen nun längere Gegenstände (bzw. Gegenstände größerer
Tiefe) in das Möbelelement eingeführt werden, ist es erfin
dungsgemäß möglich, beispielsweise das in Fig. 2 mit 12
bezeichnete rückwärtige Wandelement ebenfalls zu entfernen,
und in einer benachbarten Seitenwand zu versenken. Auf eine
Darstellung der konkreten Versenkungsmöglichkeiten für das
Wandelement 12 ist der Einfachheit halber verzichtet. Es
ist beispielsweise denkbar, einen weiteren Schlitz parallel
zu dem Schlitz 8a in dem unteren Wandelement 8 vorzusehen,
andererseits wäre es auch möglich, das Wandelement 12 in
die ursprüngliche Position des Wandelements 3 zu bringen.
Es erweist sich als zweckmäßig, für die Tiefe t als auch
die Höhe h des Möbelelements ein Maß von ca. 36 cm zu wäh
len, welches der DIN A 4 Norm plus einer Toleranz ent
spricht. Als besonders zweckmäßiges Format erweist sich ei
ne Länge, welche dem 1,5-fachen der Tiefe bzw. der Höhe
entspricht, das heißt im vorliegenden Beispiel eine Länge
von 54 cm.
In Fig. 3 erkennt man eine Anzahl von Möbelelementen 1 ge
mäß Fig. 1, welche zu einem Möbel, im dargestellten Fall
ein Fächerschrank, zusammengesetzt sind. Es erweist sich
als zweckmäßig, die einzelnen Möbelelemente mit einfach be
dienbaren Befestigungsmitteln auszubilden. Beispielsweise
ist es möglich, auf der Oberseite des Möbelelements Vertie
fungen 5 auszubilden, welche mit auf der Unterseite eines
Elements ausgebildeten komplementär geformten Noppen (nicht
dargestellt) zusammenwirken können.
In Fig. 4 ist eine weitere Variationsmöglichkeit des er
findungsgemäßen Möbelelements dargestellt. Man erkennt, daß
nur das Wandelement 2 geöffnet bzw. in den Schlitz 8a des
Wandelements 8 eingeführt ist, während die übrigen Wandele
mente geschlossen sind. In die nun offene Seitenfläche sind
drei Schubladen eingeführt, wodurch das Möbelelement als
Schubladenelement einsetzbar ist. Auf eine Darstellung von
Schubladenführungen oder anderer geeigneter Mittel ist in
Fig. 4 aus Gründen der Einfachheit der Darstellung ver
zichtet.
In den Fig. 5a bis e sind in stark vereinfachter Form
weitere Möbel dargestellt, welche sich durch Zusammenfügung
der erfindungsgemäßen Möbelelemente bilden lassen.
Fig. 5a zeigt einen aus zwei erfindungsgemäßen Möbelele
menten zusammengesetzten Quader 20, welcher beispielsweise
als Schreibtischcontainer einsetzbar ist.
Fig. 5b zeigt zehn Möbelelemente, welche in ähnlicher Wei
se wie die Ausführungsform der Fig. 3 zu einem Schrankele
ment zusammengesetzt sind. Man erkennt, dass durch entspre
chendes Weglassen der in der Mitte verlaufenden senkrechten
Wände benachbarter Möbelelemente, hier der Einfachheit hal
ber als 100, 101 bezeichnet, ein Möbelelement größerer Tie
fe verglichen mit demjenigen der Fig. 3 zur Verfügung
stellbar ist.
Fig. 5c zeigt zehn Möbelelemente, welche zu einem Kleider
schrank bzw. einer Schrankwand zusammengesetzt sind. Man
erkennt hierbei eine Kleiderstange 31 für Kleiderbügel,
welche an nicht im einzelnen dargestellten Befestigungsmit
teln zweier Möbelelemente befestigt ist. In diesem Zusam
menhang ist es beispielsweise möglich, die Kleiderstange 31
zur Befestigung in die in Fig. 1 gezeigten Griffe 2a ein
zuführen.
Die Fig. 5d und 5e zeigen weitere Kombinationsmöglich
keiten für die erfindungsgemäßen Möbelelemente, wobei die
Ausführungsform gemäß Fig. 5d beispielsweise als Bettge
stell, und die Ausführungsform gemäß Fig. 5e beispielswei
se als Schreibtisch verwendbar ist, wobei auf den jeweili
gen Möbelelementen eine Schreibtischplatte 2 in einfacher
Weise fixierbar ist.
In Fig. 6 ist eine weitere Kombinationsmöglichkeit für er
findungsgemäße Möbelelemente dargestellt. Man erkennt drei
aufeinandergestapelte Möbelelemente 1, welche insgesamt ei
nen Rollcontainer 40 bilden, wobei das untere Möbelelement
mit Rollen 41 ausgebildet ist. Diese Rollen sind beispiels
weise in einfacher Weise in die Ausnehmungen 5 einbringbar,
wie sie unter Bezugnahme auf Fig. 1 bzw. Fig. 3 erwähnt
wurden.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsge
mäßen Möbelelements wird nun unter Bezugnahme auf Fig.
7a-7d beschrieben. Es sei davon ausgegangen, daß das Möbel
element einen aus lösbar zusammenfügbaren Rahmenelementen
51 zusammengesetzten Rahmen 50 aufweist. Die Rahmenelemente
51 sowie der aus diesen zusammengesetzte Rahmen 50 sind
schematisch in Fig. 7a links bzw. rechts dargestellt. Die
Mechanismen bzw. Elemente zur Verbindung der Rahmenelemente
51 sind nicht konkret, sondern lediglich schematisch mit
tels Punkten 52 symbolisch dargestellt. Der Rahmen sei ge
mäß dieser Ausführungsform insgesamt würfelförmig. Die Sei
tenflächen des Würfels sind mit Wandelementen verschließ
bar, wobei man in Fig. 4b, links erkennt, daß zunächst
sämtliche Seitenflächen durch Wandelemente verschlossen
sind. Durch entsprechende Verschiebung bzw. Versenkung der
Wandelelemente 2 und 4, wie sie oben beschrieben wurde, er
hält man offene Seitenflächen 4' und 2', wie sie in Fig.
7b, rechts dargestellt sind. Gemäß dieser Ausführungsform
ist es nun möglich, daß Rahmenelement 51' zu entfernen, so
daß man insgesamt eine Konfiguration des Möbelelements er
hält, wie sie in Fig. 7c dargestellt ist. Durch die Ent
fernung des Rahmenelements ergibt sich eine weitere Erwei
terung der Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise in
Fig. 7d dargestellt ist, in der zwei entsprechend modifi
zierte Möbelelemente (noch nicht zusammengefügt) darge
stellt sind. Man erkennt, daß ein aus diesen zwei Möbelele
menten 1 zusammengesetztes Möbel eine offene Vorderfläche
aufweist, deren Zugänglichkeit nicht durch ein Rahmenele
ment beeinträchtigt wird.
Das erfindungsgemäße Möbelelement ist, wie bereits erwähnt,
vollständig verschließbar und in einfacher Weise als Koffer
verwendbar. Hierzu kann der in Fig. 1 dargestellte Griff
2a verwendet werden, es können jedoch auch andere beliebige
geeignete Griffe, insbesondere in den Wandelementen ver
senkbare Griffe, verwendet werden. Zweckmäßigerweise be
steht das erfindungsgemäße Möbelelement, welches mit glei
cher Berechtigung auch als kofferähnliches Möbelelement
oder Koffer bezeichnet werden kann, aus Kunststoff, kunst
stoffähnlichem Werkstoff oder Holzwerkstoff. Es ist eben
falls möglich, das Möbelelement aus einem geeigneten metal
lischen Werkstoff, beispielsweise Stahl- oder Aluminium
blech auszubilden. Derartige Werkstoffe zeichnen sich durch
einfache Verarbeitbarkeit und Robustheit aus. Erfindungsge
mäß ist durch die Kombination von einzelnen, gleichen Grun
delementen bzw. Möbelelementen eine große Gestaltungsmög
lichkeit im Möbelbereich sowie als Transportmittel, d. h.
als Koffer oder Transportverpackung zur Verfügung gestellt.
Als ein besonders vorteilhaftes Einsatzgebiet sei beispiel
haft auf den Messebau hingewiesen.
Zweckmäßigerweise ist das Möbelelement an mindestens fünf
Seiten mit anderen Möbelelementen kombinierbar, und ferner
an mindestens zwei Seiten, insbesondere der Front- und
Rückwand, zu öffnen. Es ist erfindungsgemäß ebenfalls vor
gesehen, daß mehr als zwei, insbesondere drei bis fünf Sei
tenwände öffnenbar sind.
Es sei angemerkt, daß die Verbindung von Möbelelementen
nicht notwendigerweise mittels der beschriebenen Nu
ten/Vorsprungslösung erfolgen muß. Es ist ebenfalls denk
bar, Klammern, Stiftverbindungen, Steckbolzen, Schubriegel,
Schienen usw. zu verwenden, welche die Verbindung von Möbe
lelementen in einfacher Weise ermöglichen.
In den Fig. 8 und 9 sind weitere bevorzugte Ausführungs
formen des erfindungsgemäßen Möbelelements dargestellt, bei
welchem die Wandelemente in Rolloform, d. h. bestehend aus
flexibel zueinander gelagerten Lamellen, ausgebildet sind.
In Fig. 8 erkennt man, in explodierter Ansicht, zwei Sei
tenwände 81, 82 sowie einen Oberboden 83 und einen Unterbo
den 84 des erfindungsgemäßen Möbelelements. Dem Oberboden
83 ist eine Innenwand 85, und dem Unterboden 84 eine Innen
wand 86 zugeordnet. Bei der Innenwand 86 erkennt man Nuten,
welche in Zusammenhang mit der Gestaltung bzw. Aufhängung
des Innenlebens des erfindungsgemäßen Möbelelements ein
setzbar sind. Derartige Nuten sind auch auf der Innenwand
der Seitenwand 81 zu erkennen.
Die verschiebbaren Wandelemente sind gemäß dieser Ausfüh
rungsform als versenkbare Jalousien 87, 88 ausgebildet,
welche zwischen Unterboden 84 und Innenwand 86 bzw. Oberbo
den 83 und Innenwand 85 verschiebbar sind. Man erkennt,
dass die gemäß der Ausführungsform der Fig. 8 vorgesehenen
Jalousien 87, 88 die Möglichkeit zur Schaffung zweier ein
ander gegenüberliegender Öffnungen zur Verfügung stellen.
Die Jalousien sind zweckmäßigerweise mit Führungsnoppen 89
ausgebildet, welche mit in den Seitenwänden ausgebildeten
Führungsnuten 89' zur Gewährleistung einer einfachen Ver
schiebbarkeit zusammenwirken.
Die Ausführungsform der Fig. 9 unterscheidet sich von der
jenigen der Fig. 8 dadurch, dass die mittels der Jalousi
en, hier als 97, 98 bezeichnet, realisierbaren Öffnungen
aneinanderliegen. Analog zu Fig. 1 sind daher die Seiten
wände mit Bezugszeichen 91 bzw. 92, die Böden mit 93 bzw.
94 und die Innenwände mit Bezugszeichen 95, 96 bezeichnet.
Zweckmäßigerweise ist bei der Ausführung des Möbelelements
mit zwei aneinanderliegenden Öffnungen ein Zusatzelement 90
zur Stabilisierung des Möbelelements vorsehbar.
In Fig. 10 sind weitere Ausführungsbeispiele der Innenge
staltung der erfindungsgemäßen Möbelelemente dargestellt.
Im einzelnen sind hier, links oben beginnend, ein Bücherre
galelement, ein Schubladenelement, ein Regalelement, ein
kombiniertes Schubladen-Regalelement, ein Flaschenhal
terelement, ein Rollcontainer, ein Einschubelement, zwei
Leerelemente sowie ein Element zur Lagerung länglicher Ge
genstände wie beispielsweise Skiern, dargestellt.
In Fig. 11 ist schließlich ein bevorzugter Festlegungsme
chanismus für Innenwände zur Gestaltung des Innenraums der
erfindungsgemäßen Möbelelemente in verschiedenen Ansichten
dargestellt. Man erkennt hier, dass auf den Innenseiten der
Wandelemente Ausnehmungen bzw. Ösen 152 ausgebildet sind,
in welche rund oder flach ausgebildete Federstahlelemente
151 unter Spannung einbringbar sind. Über diese Federstah
lelemente 151 sind Trennwände 150, welche mit entsprechen
den Nuten 150a ausgebildet sind, aufschiebbar, so dass die
Trennwände fest innerhalb des Möbelelements 1 fixierbar
sind. Die Federstahlelemente 151 sind in beliebiger Anzahl
bzw. Orientierung entsprechend den jeweils vorgesehenen
Ösen 152 einsetzbar.
Claims (10)
1. Würfel- oder quaderförmiges, insbesondere tragbares
Möbelelement, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei
jeweils Seitenflächen bildende Wandelemente (2, 3, 4, 6, 8)
derart verschiebbar sind, daß sie wenigstens teilweise un
ter Öffnung der ihr jeweils zugeordneten Seitenflächen in
wenigstens teilweise parallele Anordnung zu wenigstens ei
nem anderen, insbesondere benachbarten Wandelement bringbar
sind.
2. Möbelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei insbesondere aneinanderliegende oder
einander gegenüberliegende Wandelemente (2, 3, 4, 6, 8) in
anderen Wandelementen (3, 4, 6, 8, 2), insbesondere benach
barten Wandelementen, versenkbar sind.
3. Möbelelement nach Ansprüchen 1 oder 2, gekennzeichnet
durch Befestigungsmittel (5), die eine Befestigung an einem
gleichartigen Möbelelement gestatten.
4. Möbelelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens an einer Seitenwand
ein Griff (2a) oder eine Griffmulde oder ein Hebel oder ein
Tragriemen vorgesehen ist.
5. Möbelelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Mittel zum Verriegeln der Seitenwände
(2, 3, 4, 6, 8) in ihrer geöffneten und/oder geschlossenen
Stellung.
6. Möbelelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch auf den Innenseiten wenigstens eines
Teils der Wandelemente vorgesehene Rillen und/oder Nuten
und/oder Führungen und/oder Ösen, welche eine Befestigung
von Innenelementen mit oder ohne Hilfsmittel, insbesondere
elastische Bügel 151, usw. innerhalb der Möbelelemente ge
statten.
7. Möbelelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Rahmen (50), an welchem die Sei
tenwände (2, 3, 4, 6, 8) befestigbar und/oder verschiebbar
sind.
8. Möbelelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (50) wenigstens teilweise aus lösbar zusam
menfügbaren Rahmenelementen (51) zusammengesetzt ist.
9. Möbel und/oder Koffer, dadurch gekennzeichnet, daß es
bzw. er aus wenigstens einem der Möbelelemente nach einem
der vorstehenden Ansprüche zusammengesetzt ist bzw. be
steht.
10. Möbelelement und/oder Koffer, dadurch gekennzeichnet,
dass es bzw. er durch die Befestigung bzw. Anbringung von
Rollen oder Rädern oder geeigneten Walzen oder Kugeln fahr
bar ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
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