DE10036730A1 - Verwahrung für aufgehende Bauteile - Google Patents
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Abstract
Um die Spalte zwischen Dachflächen und aufgehenden Wandflächen, z. B. an Dachgauben oder Kaminen, abzudichten, ist es allgemein gebräulich, die Spalte mit einer Verwahrung in Form einer rollbaren Dünnschicht aus plastisch verformbarem Material abzudecken. Auf der Rückseite der Dünnschicht ist eine Klebeschicht zum Befestigen der Verwahrung an der Oberfläche des Bauteils angebracht. Zur Verbesserung der Haftung an der Oberfläche des aufgehenden Bauteils wird vorgeschlagen, an einer nicht-gewellten ersten Dünnschicht (10) im Bereich ihres einen Längsrandes eine zweite Dünnschicht (20) anzubringen. Die erste Dünnschicht (10) und die zweite Dünnschicht (20) bestehen vorzugsweise aus Metall und sind miteinander verklebt, verschweißt oder verfalzt (Fig. 1).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verwahrung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Eine derartige Verwahrung ist aus der DE 199 21 339 A1
bekannt.
Um die Spalte zwischen Dachflächen und aufgehenden Wandflächen, z. B. an
Dachgauben oder Kaminen, abzudichten, ist es allgemein gebräuchlich, die Spalte
mit einer Verwahrung aus leicht verformbarem Metall, beispielsweise aus
Kupfer, Aluminium oder Blei, abzudecken. Im Falle von gewellten Dachflächen,
beispielsweise bei Pfanneneindeckung, wird der daraufliegende Schenkel der
Verwahrung an die Wellenform der Dachfläche von Hand angeformt, wofür sich
vor allem Anschlußstreifen aus Blei eignen. Der an der aufgehenden, glatten
Wandfläche anliegende Schenkel des Anschlußstreifens wird an die Wandfläche
angeklebt oder angeheftet und an seiner Oberkante mit Kitt oder elastischer
Spritzmasse abgedichtet.
Diese herkömmliche Art der Abdichtung erfordert jedoch eine zeitintensive
Montage von Hand, was teuer ist und viel Erfahrung und Sorgfalt erfordert, um
Nässeschäden durch undichte Abdeckstellen zu vermeiden.
Zur Abhilfe dieser Nachteile ist es aus der DE 199 21 339 A1 bekannt,
vorgefertigte Verwahrungen aus dünnem gewelltem Aluminium zu verwenden,
deren Unterseite vollflächig mit Butyl- oder Bitumen-Kautschuk ausgefüllt und
bedeckt ist. Um die bekannte Verwahrung zu montieren, wird sie in
Längsrichtung unter Bildung zweier Schenkel geknickt, um den einen Schenkel
an die gewellte Dachfläche anzuformen und unter Druck daran festzukleben,
wobei durch die Wellung des Aluminiummaterials genügend Längenreserve zur
Anformung an die Wellenform der Dachfläche zur Verfügung steht. Der andere
Schenkel wird ohne Veränderung der Wellenform des Aluminiummaterials an die
glatte Wandfläche angepreßt und mittels seiner Butyl- oder Bitumen-
Kautschukschicht angeklebt.
Die Befestigung des gewellten zweiten Schenkels an der ebenen Oberfläche des
aufgehenden Bauteils ist indessen problematisch, da nur die Wellentäler der
Wellungen auf der ebenen Oberfläche des aufgehenden Bauelementes aufliegen
und eine punktförmige Verklebung gestatten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Haftung der bekannten Verwahrung
an der Oberfläche des aufgehenden Bauteils zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Verwahrung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung beruht auf der Überlegung, die Verwahrung zweiteilig
auszubilden, und zwar aus einer ersten, nicht gewellten Dünnschicht, die an dem
aufgehenden Bauteil befestigt wird, und aus einer zweiten, gewellten
Dünnschicht, die an die Oberfläche von gewellten Dacheindeckungsplatten
angepaßt wird. Die beiden Dünnschichten bestehen aus plastisch verformbaren
Material, vorzugsweise Metall, und sind an ihren Verbindungsbereichen
miteinander verschweißt, verklebt oder verfalzt. An ihrer Verbindungslinie lassen
sich die beiden Dünnschichten leicht gegeneinander abknicken. Die nicht-
gewellte Dünnschicht wird an der ebenen Oberfläche des aufgehenden Bauteils
angebracht, wodurch sich eine zuverlässige Verbindung ergibt. Zur einfachen
Verbindung und der Oberfläche des Bauteils ist auf der Rückseite der ersten,
nicht gewellten Dünnschicht eine Selbstklebeschicht aus z. B. Butyl- oder
Bitumenkautschuk angebracht, die mit einer Abziehfolie abgedeckt ist. Die zweite
gewellte Dünnschicht kann ebenfalls auf ihrer Rückseite mit einer
Selbstklebeschicht versehen sein (entweder vollflächig oder nur im Bereich ihres
äußeren Längsrandes versehen sein), um nach dem Anformen der zweiten
Dünnschicht an die Form und den Verlauf der Dacheindeckungsplatten eine
klebende Verbindung und Abdichtung gegenüber den Dacheindeckungsplatten zu
erzielen. Alternativ kann im Bereich des freien Längsrandes der zweiten,
gewellten Dünnschicht ein gewellter Metallstreifen aus vorzugsweise Blei
befestigt sein, welcher eine zuverlässige, dichtende Auflage der angeformten
zweiten Dünnschicht auf den gewellten Dacheindeckungsplatten auch ohne
Selbstklebeschicht gewährleistet. Der gewellte Metallstreifen kann mit der
Unterseite der Randzone der zweiten, gewellten Dünnschicht verklebt sein.
Alternativ oder zusätzlich kann der Längsrand der zweiten Dünnschicht über den
gewellten Metallstreifen umgefalzt sein, wodurch das Auflagegewicht der
Randzone der zweiten Dünnschicht auf den Dacheindeckungsplatten zusätzlich
vergrößert wird. Die nach dem Verlegen sichtbare Oberfläche der ersten, nicht-
gewellten Dünnschicht kann strukturiert sein, beispielsweise durch ein Raster aus
Längs- und Quersicken, welche den zusätzlichen Vorteil besitzen, daß sich die
erste Dünnschicht besonders leicht an die Oberfläche des aufgehenden Bauteils
durch Knicken längs einer Quer- oder Längssicke anpassen läßt.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Verwahrung;
Fig. 2 eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht einer ersten
Anfangsform für den Verbindungsbereich zwischen einer ersten,
nicht gewellten Dünnschicht und einer zweiten, gewellten
Dünnschicht der Verwahrung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht einer
weiteren Ausführungsform für den Verbindungsbereich zwischen
der ersten und zweiten Dünnschicht der Verwahrung nach Fig.
1;
Fig. 4 eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht einer ersten
Ausführungsform für den Randbereich der zweiten gewellten
Dünnschicht;
Fig. 5 einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform für den
Randbereich der zweiten, gewellten Dünnschicht.
Die in Fig. 1 als Ausschnitt aus einer bandförmigen, rollbaren Ware dargestellte
Verwahrung 1 umfaßt im wesentlichen aus zwei Dünnschichten 10, 20, die aus
plastische verformbarem Material, beispielsweise Aluminium, Kupfer oder Blei.
Die beiden Dünnschichten 10, 20 sind im Bereich ihrer benachbarten
Längsränder miteinander verbunden, beispielsweise durch Verkleben,
Verschweißen oder durch Falzen. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist eine
Klebeschicht 30 zwischen den Randbereichen der Dünnschichten 10, 20
vorgesehen. Im Falle Dünnschichten 10, 20 aus Aluminiumfolien kommt
vorzugsweise ein Kleber auf Polyurethan- oder Epoxidharz-Basis in Betracht. Bei
der Ausführungsform nach Fig. 3 sind die Endabschnitte der Dünnschichten 10,
20 miteinander verfalzt. Erfindungsgemäß ist die erste Folie 10 ungewellt
ausgebildet, um glattflächig an der ebenen Oberfläche eines aufgehenden
Bauteils, insbesondere Kamin oder Dachgaube anzuliegen. Vorzugsweise wird
die erste Dünnschicht 10 an dem aufgehenden Bauteil angeklebt. Hierzu ist die
erste Dünnschicht 10 an ihrer Rückseite mit einer Klebeschicht 11 aus
vorzugsweise Butyl- oder Bitumen-Kautschuk versehen, die mit einer Abziehfolie
12 aus vorzugsweise silikonisiertem, reißfestem Papier oder silikonisierter
Polyäthylen-Folie abgedeckt ist. Die Abziehfolie 12 wird unmittelbar vor der
Verlegung der Verwahrung am Dach abgezogen.
Wie Fig. 6 zeigt, kann die Oberfläche der ersten Dünnschicht 10 strukturiert
sein, beispielsweise durch ein Raster aus vertikalen und horizontalen Biegelinien
in Form von Sicken 13, 14, welche ein müheloses Anformen an der Oberfläche
des aufgehenden Bauteils einschließlich eines Umknickens um Kanten
ermöglicht.
Die Dünnschicht 20 ist erfindungsgemäß gewellt ausgebildet um eine Anpassung
der Dünnschicht 20 an die Oberfläche von gewellten Dacheindeckungsplatten
(nicht dargestellt) zu ermöglichen. Die zweite Dünnschicht 20 kann ebenfalls -
wie die erste Dünnschicht 10 - an ihrer Rückseite vollflächig mit einer
Klebeschicht 21 versehen sein. Alternativ ist die Klebeschicht 11 nur im Bereich
des Außenrandes der zweiten Dünnschicht 20 ausgebildet (Fig. 4). Die zweite
Dünnschicht 20 wird mit der Klebeschicht 21 nach Entfernen einer Abziehfolie
22 auf die Dacheindeckungsplatten angedrückt. Für die Klebeschicht 21 und die
Abziehfolie 22 kommen die gleichen Werkstoffe in Betracht wie für die
Klebeschicht 11 und die Abziehfolie 12.
Es ist auch möglich, (Fig. 5), zusätzlich oder anstelle der Klebeschicht 21 im
Bereich des Außenrandes der zweiten Dünnschicht 20 einen Metallstreifen 24
aus Blei, vorzugsweise aus beschichtetem Blei, zu befestigen, wodurch der
Außenrand der zweiten Dünnschicht 20 durch das Gewicht des Metallstreifens 24
gegen die Oberfläche der Dacheindeckungsplatten gedrückt wird.
Zum Befestigen des Metallstreifens 24 kann, wie Fig. 5 zeigt, der Metallstreifen
24 durch eine Klebeschicht 25 mit der Unterseite der zweiten Dünnschicht 20
verklebt werden. Zusätzlich oder alternativ kann die zweite Dünnschicht 20 mit
ihrem Außenrand um den Metallstreifen 24 umgefalzt werden.
Beim Verlegen der Verwahrung 1 auf dem Dach werden die beiden
Dünnschichten 10, 20 längs ihrer gemeinsamen Verbindungslinie geknickt. Es ist
aber auch möglich, längs einer horizontalen Sicke 13 der ersten Dünnschicht 10
die Verwahrung 1 abzuknicken.
Claims (15)
1. Verwahrung für aufgehende Bauteile, bestehend aus einer rollbaren Dünnschicht
aus plastisch verformbaren Material, auf deren Rückseite eine Klebeschicht zum
Befestigen der Verwahrung an der Oberfläche des Bauteils angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, daß an einer nicht gewellten ersten Dünnschicht (10)
im Bereich ihres einen Längsrandes eine zweite, gewellte Dünnschicht (20)
angebracht ist.
2. Verwahrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Dünnschicht (10) und die zweite Dünnschicht (20) aus Metall bestehen.
3. Verwahrung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite
Dünnschicht (10, 20) miteinander verklebt, verschweißt oder verfalzt sind.
4. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche der ersten, nicht gewellten Dünnschicht (10) strukturiert ist.
5. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche der ersten Metallfolie (10) mit einem Raster aus horizontalen und
vertikalen Biegelinien in Form von Längssicken (14) und Quersicken (13)
versehen ist.
6. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die oberen und unteren Längsränder der Dünnschichten (10, 20) umgefalzt sind.
7. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klebeschicht (11) auf der Rückseite der ersten, nicht gewellten Dünnschicht (10)
und auf der Rückseite der zweiten, gewellten Dünnschicht (20) vollflächig
angebracht ist.
8. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klebeschicht (11) auf der Rückseite der ersten, nicht-gewellten Dünnschicht
(10) und zumindest im Bereich des unteren Längsrandes der zweiten, gewellten
Dünnschicht (20) vorgesehen ist.
9. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klebeschicht (11) nur auf der Rückseite der ersten, nicht gewellten
Dünnschicht (10) vorgesehen ist und daß im Bereich des freien Längsrandes der
zweiten, gewellten Dünnschicht (20) ein gewellter Metallstreifen (24) angebracht
ist.
10. Verwahrung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite, gewellte
Dünnschicht (20) an ihrem freien Längsrand um den gewellten Metallstreifen (24)
umgefalzt ist.
11. Verwahrung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der gewellte Metallstreifen (24) mit der zweiten, gewellten Folie (20) verklebt ist.
12. Verwahrung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der gewellte Metallstreifen (24) aus Blei besteht.
13. Verwahrung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der gewellte Metallstreifen (24) aus kunststoffbeschichtetem Blei besteht.
14. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klebeschicht (11) aus Butyl- oder Bitumenkautschuk besteht.
15. Verwahrung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klebeschicht (11) mit einer Abziehfolie (12) aus silikonisiertem Papier oder
silikonisiertem Polyäthylen besteht.
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Owner name: BOSIG GMBH, 73333 GINGEN, DE |
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