DE10035154A1 - Armband für ein elektronisches Gerät - Google Patents
Armband für ein elektronisches GerätInfo
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Abstract
Armband (110) für ein elektronsiches Gerät (100), das eine Mehrzahl von verteilt angeordneten und über elektrische Leitungen miteinander zu verbindenden Komponenten (103 bis 109) aufweist, mit einer Mehrzahl von integrierten elektrischen Leitungen (113 bis 117), mit einer Bus-Leiterstruktur (111) mit einer Mehrzahl vorgefertigter Steckanschlüsse.
Description
Die Erfindung betrifft ein Armband für ein elektronisches
Gerät, insbesondere ein Mobilfunk-Endgerät.
Die Hersteller elektronischer Geräte, besonders auch die Mo
biltelefon-Hersteller, sind ständig bemüht, immer kleinere
und komfortabler zu tragende und zu bedienende Geräte auf den
Markt zu bringen, die den wachsenden Ansprüchen der Verbrau
cher nach hohem Gebrauchswert und Benutzungskomfort Rechnung
tragen.
In diesem Kontext steht unter anderem die Entwicklung der so
genannten "Handy-Uhr", d. h. eines am Handgelenk zu tragenden
Mobilfunk-Endgerätes.
Ein solches Mobilfunk-Endgerät ist aus der US 4 847 818 be
kannt. Hier ist das Sende-/Empfangsteil in einem "Uhrenge
häuse" angeordnet, welches außerdem das Telefondisplay und
die Eingabetastatur trägt. An dem Gehäuse ist ein Armband be
festigt, an dessen einem Ende eine über feste Leitungen mit
dem Sende-/Empfangsteil verbundene Sprechkapsel und an dessen
anderem Ende ein ebenfalls über eine feste Zuleitung ange
schlossener Miniaturlautsprecher (Hörkapsel) angeordnet ist.
Die Anschlußleitungen für Sprech- und Hörkapsel dienen zu
gleich als Dipolantenne.
Ein weiteres Mobilfunk-Endgerät, das aus der US 5 008 864 be
kannt ist, weist ein Gehäuse auf, welches integral mit einem
Armband ausgeführt ist. Das Gehäuse ist um eine Schwenkachse
aufklappbar und nimmt die elektronischen Komponenten sowie
einen Akku auf. Ein Miniaturlautsprecher ist zur Kapsel in
dem Gehäuse angeordnet. Von Nachteil bei diesem bekannten Mo
bilfunk-Endgerät ist, daß das Armband vom Handgelenk abgenom
men werden muß, um ein Gespräch führen zu können. Bei einer
weiteren Ausführungsform wird daher, um dem Benutzer das
ständige Öffnen und Schließen des Armbandes zum Telefonieren
zu ersparen, ein separates Lautsprecherteil vorgeschlagen.
Dieses kann aber nicht am Armband oder am Gehäuse angeordnet
werden, so daß der Benutzer es ständig separat mit sich füh
ren muß.
Aus der DE 198 03 602 C1 ist ein Mobiltelefon bekannt, das
lösbar an einem auf einem Armband befestigten Sockel ange
bracht ist. Das Telefon wird zum Führen eines Gespräches vom
Sockel gelöst und wie ein herkömmliches Mobiltelefon benutzt.
Das Gerät, das in einem Gehäuse sämtliche Funktionselemente
vereinigt, ist sehr voluminös. In seiner Ausführung als am
Arm tragbare Einheit ist es daher weder von der ästhetischen
Wirkung noch vom Tragekomfort her überzeugend.
In dieser Hinsicht ist auch die in der US 5 381 387 beschrie
bene Anordnung, die eine erleichterte Benutzung des an einem
Armband getragenen Mobiltelefons ermöglichen soll, noch unbe
friedigend. Hier ist die Sprechkapsel in einem vom eigentli
chen Telefongehäuse getrennten Gehäuse untergebracht und an
einem federelastischen Fortsatz des Armbandes fixiert, der
über einen Drehpunkt über dem eigentlichen Armband verbunden
ist. Zum Telefonieren wird die Sprechkapsel vom Gehäuse ge
löst und um den Drehpunkt am Armband so gedreht, daß sie in
die Handinnenfläche des Benutzers zu liegen kommt. Hierdurch
wird eine gewissermaßen in der Hand liegende Hör-/Sprech-Gar
nitur gebildet, und das Mobiltelefon kann benutzt werden,
ohne es vom Arm abzunehmen. In einer speziellen Ausführung
sind in das Armband Antennen-Leiterbündel integriert.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen weitgehend
universellen Träger zur Fixierung eines portablen elektroni
schen Gerätes am Handgelenk eines Benutzers zu schaffen, wel
cher die Realisierung verschiedener Gerätekonfigurationen mit
geringem Aufwand ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch ein Armband mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung schließt den wesentlichen Gedanken ein, einen
Träger für ein am Arm tragbares elektronisches Gerät zu
schaffen, dessen wesentliche Bauteile, wie Geräteelektronik,
Batterie(n) bzw. Akku(s), Antenne(n), Mikrofon/Sprechkapsel
und/oder Lautsprecher/Hörkapsel, Chipkarten-Lesehalterung
etc., weitgehend als einzelne Module um das Handgelenk ver
teilt werden. Sie schließt weiterhin den Gedanken ein, diesen
Träger mit einem variabel an verschiedenartige Gerätefunktio
nen anpaßbaren Leitungssystem zu versehen. Letztlich schließt
die Erfindung auch den Gedanken ein, dieses Leitungssystem
mit einer Mehrzahl von Anschlußpunkten zu versehen, die eine
variable Positionierung verschiedener Gerätekomponenten über
die Länge des Trägers ermöglichen.
Die mit dem vorgeschlagenen Armband mögliche Verteilung der
Funktionskomponenten des Gerätes auf die Länge des Armbandes
ermöglicht die Realisierung eines unauffälligen, infolge der
geringen Abmessungen bequem am Unterarm zu tragenden und den
ständig wachsenden ästhetischen Ansprüchen der Benutzer an
portable elektronische Geräte gerecht werdenden Gerätes.
Der Leitungs-Kern des Armbandes besteht bevorzugt aus einem
Flachbandkabel oder einer flexiblen Leiterbahnfolie, die zur
Kontaktierung der Funktionsmodule mit einer Mehrzahl von
Steckverbindungen besetzt ist. Dieser Leitungs-Kern ist -
unter Aussparung der Steckanschlüsse - bevorzugt von einer
wasserdichten Schutzfolie umgeben, die in einer weiter bevor
zugten Ausgestaltung mechanischer Rastelemente zum Einrasten
der Funktionsmodule aufweist. Vorteilhaft ist weiterhin das
Vorsehen einer hautsympathischen und ein bequemes Tragen er
möglichenden textilen Umhüllung, die insbesondere eine Pol
sterung aufweist.
Der Leitungs-Kern umfaßt zweckmäßigerweise zwei Stromversor
gungsleitungen mit hinreichendem Querschnitt, Leitungen für
Audiosignale zum Anschluß von Lautsprecher/Hörkapsel bzw.
Mikrofon/Sprechkapsel sowie Daten- und Steuerleitungen sowie
Leitungen für HF-Signale von einer Empfangsantenne bzw. zur
Zuführung an eine Sendeantenne.
Das elektronische Gerät hat vorzugsweise einen sogenannten
Elektronik-Kern mit einem Gehäuse, in dessen Innerem sich die
Hauptplatine mit den wesentlichen elektronischen Baugruppen
befinden. Dieses Gehäuse ist mit seiner Unterseite auf das
Armband aufgesteckt. Auf seiner Oberseite ist insbesondere
eine Anzeigeeinheit angeordnet, und ebenfalls auf der Ober
seite und/oder auf einer Seitenfläche oder mehreren Seiten
flächen sind Eingabeelemente (Funktionstasten) angeordnet.
Mit dem vorgeschlagenen Armband ist aber auch eine verteilte
Ausführung der Geräteelektronik in mehreren einzelnen Modulen
möglich.
Speziell eine auf dem Armband verteilte, von der Geräteelek
tronik getrennte oder jedenfalls gegenüber einem die Geräte
elektronik aufnehmenden Gehäuse gelenkig verschwenkbare An
ordnung eines oder mehrerer Elemente (Batterien oder Akkus)
zur Stromversorgung bzw. einer optional zum Gerät gehörenden
Chipkarten-Lesehalterung (speziell SIM-Karten-Lesehalterung
bei einem Mobilfunk-Endgerät) ermöglicht eine insgesamt rela
tiv flache und mechanisch flexible Ausführung des Gerätes.
Auch beim heutigen Stand der Elektronikentwicklung einerseits
und der Batterieentwicklung andererseits benötigen die zum
Betrieb eines leistungsfähigen portablen Gerätes erforderli
chen Batterien bzw. Akkus - wie auch Chipkartenleser - be
kanntlich noch erheblichen Platz, und ihre Eingliederung in
ein die Geräteelektronik aufnehmendes Gehäuse würde dieses
relativ voluminös machen.
Bevorzugt sind ein Lautsprecher bzw. eine Hörkapsel und op
tional auch ein Mikrofon bzw. eine Sprechkapsel in einer -
ebenfalls aufgesteckten - Halterung am Armband angeordnet.
Für bestimmte Anwendungen, beispielsweise bei einem Mobil
funk-Endgerät ist eine Anordnung in der Nähe der Enden des
Armbandes zweckmäßig, so daß sich beim Umlegen des Armbandes
um das Handgelenk die Sprech- und die Hörkapsel auf der In
nenseite des Handgelenkes befinden. Wenn dann bei einem Mo
bilfunk-Endgerät die Mobilfunkantenne auf der Oberseite des
Elektronik-Kerns angeordnet ist, der sich auf der Außenseite
des Handgelenkes befindet, ergibt sich eine ergonomisch und
physiologisch vorteilhafte Positionierung dieser Elemente zum
Kopf des Benutzers. Die Hörkapsel ist dabei vorzugsweise
leicht aus der Halterung ausziehbar und kann zum Ohr geführt
werden, was ein bequemes und unauffälliges Telefonieren er
möglicht.
Mit den Audiosignalleitungen ist in einer anderen vorteilhaf
ten Ausführungsform eine auf das Armband aufsteckbare Head
setbuchse verbunden, die ihrerseits zum Einstecken eines Ohr
hörers bzw. einer Mikrofon-Kopfhörer-Einheit (Headset) mit
einem genormten Anschlußstecker dient. Eine solche Ausführung
ist besonders vorteilhaft für bestimmte professionelle Anwen
dungen, aber auch für die private Nutzung im Haushalt, im
Kraftfahrzeug, bei bestimmten Sportarten o. ä.
Unabhängig von diesen konkreten Anwendungsaspekten, ermög
licht das vorgeschlagene "Bussystem-Armband" die Realisierung
verschiedenartigster portabler Gerätekonfigurationen mit un
terschiedlicher Anzahl und Größe
der Funktionskomponenten. Dies bietet sowohl den Herstellern
als auch dem Benutzer eine hohe Flexibilität bei der Herstel
lung und Umkonfiguration von "Wunschgeräten".
So kann mit dem vorgeschlagenen Armband neben dem bereits er
wähnten Mobilfunk-Endgerät in vorteilhafter Weise auch ein am
Handgelenk zu tragender GPS-Empfänger realisiert werden. In
einer weiteren zweckmäßigen Ausführung wird auf dem Armband
ein Radioempfänger und/oder ein miniaturisiertes Musikab
spielgerät, insbesondere ein MP3-Player, realisiert. Es kön
nen also insgesamt flexible und weitgehend universelle Kommu
nikations- und Informationseinrichtungen geschaffen werden,
die höchsten Ansprüchen der Benutzer gerecht werden. Durch
die auf dem Armband verteilte Anordnung wird auch bei hoch
komplexen Gerätekonfigurationen ein hoher Tragekomfort und
ein ästhetisch befriedigendes Erscheinungsbild erreicht.
Eine weitere vorteilhafte Ausführung sieht die Anbringung
einer Bluetooth-Sende-/-Empfangseinheit oder einer IrDa-
Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation mit externen Gerä
ten, wie einem PC bzw. Laptop, vor.
Weiterhin können mit dem vorgeschlagenen Armband miniaturi
sierte Geräte (bzw. Zusatz-Funktions-Elemente zu anderen Ge
rätekonfigurationen) zur Überwachung von Körperfunktionen
realisiert werden, etwa Blutdruck- und/oder Pulsmesser. Der
artige Geräte sind attraktiv für Sportler, z. B. Radsportler,
Jogger oder Skater, die laufend ihre physische Verfassung
überwachen wollen.
In der Kombination mit dem bereits erwähnten GPS-Empfangsteil
ermöglicht ein solches Gerät zusätzlich die laufende Positi
onsüberwachung. Eine solche Einrichtung kann vorteilhaft auch
von Personen mit gesundheitlichen Schäden benutzt werden, die
lebensbedrohlich werden können. In der Funktionskombination
des Gerätes zur Körperzustandsüberwachung mit dem GPS-Empfän
ger zur Positionsermittlung und einem Mobilfunkgerät kann ein
unter Umständen lebensrettendes Notrufsystem realisiert wer
den. Der vorgeschlagene Träger ermöglicht eine für Außenste
hende weitgehend verborgene und diskrete Realisierung eines
solchen Gerätes. Die modulare Kombinierbarkeit verschiedenar
tiger Sensoren und elektronischer Komponenten ermöglicht die
Anpassung für Benutzer mit differierenden Bedürfnissen hin
sichtlich der Körperzustandsüberwachung und der Kommunikati
onsmöglichkeiten.
Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im
übrigen aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Be
schreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Figu
ren. Von diesen zeigen:
Fig. 1A eine schematische Darstellung eines unter Nutzung
eines erfindungsgemäßen Armbandes realisierten kombinierten
Mobiltelefons/Rundfunkempfängers,
Fig. 1B eine erste schematische Darstellung zum Aufbau des
Armbandes (Draufsicht auf die Leiteranordnung) gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 1C eine zweite schematische Darstellung (Querschnitt)
eines Armbandes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung und
die Fig. 2A und 2B schematische Darstellungen eines weite
ren elektronischen Gerätes mit Mobilfunk-Endgerätfunktion ge
mäß einer Ausführungsform der Erfindung in Art einer Drauf
sicht bzw. einer Seitenansicht.
In Fig. 1A bis 1C ist in Prinzipskizzen der Aufbau eines am
Arm tragbaren kombinierten Mobiltelefons/Rundfunkempfängers
100 an einem Armband 110 gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Das Armband 110 umfaßt eine Bus-
Leiterstruktur, deren Aufbau genauer - wenngleich noch immer
schematisch - in Fig. 1B gezeigt ist.
Über eine Mehrzahl von im wesentlichen übereinstimmenden
Steckhalterungen 101 ist eine Mehrzahl von Funktionseinhei
ten, die jeweils nur symbolisch als Blöcke dargestellt sind,
an das Armband 110 und somit an die darin vorgesehene Leiter
struktur angeschlossen. Im skizzierten Beispiel handelt es
sich um einen Akku 103 zur Stromversorgung des Gerätes 100,
ein AM/FM-Radioteil 105, einen SIM-Kartenleser 107 und einen
als "Handy-Kern" zu bezeichnenden Elektronikblock 109, der
die wesentliche Funktionskomponenten eines Mobiltelefons ent
hält. Durch den zeichnerischen Abbruch des Armbandes 110 auf
der rechten Seite von Fig. 1A ist symbolisiert, daß auf wei
teren Längenabschnitten des Armbandes zusätzliche Komponenten
vorgesehen sein können, etwa Lautsprecher-/Hörkapsel- oder
Mikrofon-/Sprechkapsel-Komponenten o. ä.
Fig. 1A verdeutlicht zugleich (je nach Betrachtungsweise)
verschiedene Möglichkeiten der räumlichen Anordnung der Funk
tionseinheiten des Gerätes 100 am Armband 110: zum einen kön
nen diese - wenn man die Figur als Seitenansicht auffassen
will - als auf die Oberfläche des Armbandes aufgesteckte Kom
ponenten ausgeführt sein, zum anderen - wenn man die Figur
als Draufsicht versteht - können sie als über die Steckhalte
rungen 101 seitlich an das Armband angesteckte Komponenten
ausgebildet sein.
In Fig. 1B ist (wiederum skizzenartig) eine Bus-Leiterstruk
tur 111 des Armbandes 110 dargestellt, die ein Stromversor
gungs-Leitungspaar 113, eine erste Sub-Leiterstruktur 115 zur
Übertragung von Daten und Steuersignalen (digitalen Signalen)
und eine zweite Sub-Leiterstruktur 117 zur Übertragung analo
ger Signale, beispielsweise von HF-Sende- und -Empfangssigna
len und/oder Audiosignalen, aufweist. Nicht dargestellt sind
vorgefertigte Steckanschlüsse ("Anschlußbuchsen"), in die
korrespondierende Anschlußelemente in den Steckhalterungen
101 eingreifen und über die eine elektrische Verbindung zwi
schen internen Leiterstrukturen der Funktionskomponenten und
der Bus-Leiterstruktur 111 hergestellt werden.
Fig. 1C zeigt - ebenfalls nur grob schematisch - den mehr
schichtigen Aufbau des Armbandes 110. Die Bus-Leiterstruktur
111 bildet einen Leitungs-Kern, der von einer inneren, was
serdichten Schutzhülle 118, einer Polsterung 119 und einer
textilen Außenhülle 120 umgeben ist. Es versteht sich, daß an
den Orten der Steckanschlüsse geeignete Durchführungen durch
die äußeren Schichten des Armbandes zum Leitungs-Kern vorge
sehen sind. Deren Ausführung liegt im Rahmen fachmännischen
Handelns und wird daher hier nicht weiter erläutert.
Die Fig. 2A und 2B zeigen in einer Prinzipskizze den modu
laren Aufbau eines Mobiltelefons 200 unter Verwendung eines
Armbandes 210 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Auf
(hier nicht dargestellten) Steckhalterungen sind die Funk
tionskomponenten des Mobiltelefons als einzelne Module ver
teilt über die Länge des Armbandes angeordnet. Deren Verbin
dung miteinander wird über eine Bus-Leiterstruktur 211 und
elektrische Steckverbindungen 212 hergestellt. Diese sind im
Beispiel äquidistant über die Länge der Leiterbahnstruktur
211 verteilt. Wie in Fig. 2B zu erkennen ist, sind bei der
dargestellten Anordnung von Funktionsmodulen nicht alle
Steckverbindungen belegt.
Zentrale Funktionskomponente ist ein Handy-Kern 209, der im
wesentlichen die Mobiltelefonelektronik 209a, die Anzeigeein
heit 209b, Funktionstasten (Soft-Keys) 209c und zudem die
Sende-/Empfangsantenne 209d umfaßt. Der Handy-Kern 209 ist
annähernd in der Mitte zwischen den Enden 210a, 210b des Arm
bandes angeordnet, in deren Bereich dieses keine Leiterstruk
tur, aber Klettverschlußelemente 210c, 210d aufweist. Nahe
dem ersten (in der Figur oberen) Ende 210a des Armbandes 210
sind eine Hörkapsel 202 und eine Sprechkapsel 204 in einer
gemeinsamen Steckhalterung 206 auf dem Armband untergebracht.
Die Hörkapsel 202 ist über ein (nicht dargestelltes) aufroll
bares Kabel herausziehbar in der Halterung 206 angeordnet, so
daß sie zum Telefonieren aus der Halterung herausgezogen und
mit der Hand an das Ohr gehalten werden kann.
Zwischen der Steckhalterung 206 und dem Handy-Kern 209 sind
zwei Akkus 203.1, 203.2 auf das Armband aufgesteckt, und zwi
schen dem anderen (unteren) Ende 210b des Armbandes und dem
Handy-Kern 209 ist ein dritter Akku 203.3 angeordnet. Im
Interesse der Realisierung eines sich an das Handgelenk gut
anschmiegenden Armbandes ist also bei diesem Mobiltelefon 200
anstelle eines einzelnen (relativ voluminösen) Akkus eine
Mehrzahl kleinerer Akkus vorgesehen, die über eine entspre
chende (nicht dargestellte) Stromversorgungs-Steuerschaltung
gemeinsam die Stromversorgung des Mobiltelefons bestreiten.
Benachbart zum Handy-Kern 209 ist eine SIM-Karten-Lesehalte
rung 207 auf das Armband aufgesteckt, und nahe dem unteren
Ende des Armbandes ist noch eine Headsetbuchse 208 zum An
schluß einer Mikrofon-Kopfhörer-Kombination vorgesehen.
Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf diese Beispiele
beschränkt, sondern ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen
möglich, die im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen.
Insbesondere ist ein ähnlicher modularer Aufbau wie der des
Mobiltelefons 200 nach Fig. 2A und 2B auch für andere porta
ble elektronische Geräte, insbesondere einen MP3-Player,
einen GPS-Empfänger, einen Rundfunkempfänger, ein medizi
nisches Gerät zur Überwachung von Körperfunktionen oder einen
Miniaturcomputer realisierbar. Besonders vorteilhaft sind
auch Kombinationen aus derartigen Geräten mittels des vorge
schlagenen Armbandes ausführbar - ähnlich dem in Fig. 1A
skizzierten Kombinationsgerät aus einem Mobiltelefon und
einem Rundfunkempfänger.
Claims (14)
1. Armband (110; 210) für ein elektronisches Gerät (100;
200), das eine Mehrzahl von verteilt angeordneten und über
elektrische Leitungen miteinander zu verbindenden Komponenten
(103 bis 109; 202 bis 209) aufweist, mit einer Mehrzahl von
integrierten elektrischen Leitungen (113 bis 117),
gekennzeichnet durch
eine Bus-Leiterstruktur (111; 211) mit einer Mehrzahl vorge
fertigter Steckanschlüsse.
2. Armband nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bus-Leiterstruktur als mechanisch zusammenhängender Lei
tungs-Kern (111; 211) ausgebildet ist.
3. Armband nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leitungs-Kern ein Flachbandkabel aufweist.
4. Armband nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leitungs-Kern eine flexible Leiterbahnfolie aufweist.
5. Armband nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bus-Leiterstruktur Stromversorgungsleitungen (113), eine
erste Leitergruppe (115) zur Übertragung digitaler Signale
und/oder eine zweite Leitergruppe (117) zur Übertragung ana
loger Signale, insbesondere von HF- und/oder Audiosignalen,
aufweist.
6. Armband nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steckanschlüsse in einem regulären Raster, insbesondere
in Längsrichtung des Armbandes (110; 210) äquidistant, ange
ordnet sind.
7. Armband nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine wasserdichte Umhüllung (118) der Bus-Leiterstruktur
(111).
8. Armband nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine gepolsterte hautsympathische, insbesondere textile,
Außenhülle (119, 120).
9. Tragbares elektronisches Gerät, insbesondere Mobilfunk-
Endgerät (100; 200), mit einem Armband (110; 210) nach einem
der vorangehenden Ansprüche und einer Mehrzahl von verteilt
auf dem Armband angeordneten Komponenten,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Komponenten (103 bis 109; 202 bis 209) über Steckhalte
rungen (101) auf das Armband aufgesteckt sind.
10. Gerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steckhalterungen (101) für die Komponenten (103 bis 109;
202 bis 209) mindestens in ihrer Anschlußkonfiguration bezüg
lich der Steckanschlüsse des Armbandes im wesentlichen zuein
ander identisch sind.
11. Gerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Anschluß der Komponenten baugleiche Steckhalterungen
(101) vorgesehen sind.
12. Gerät nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
gekennzeichnet durch
die Ausführung als Mobilfunk-Endgerät mit einem Zusatzgerät,
insbesondere einem Radioempfänger (105) und/oder einem Musik
abspielgerät und/oder einem GPS-Empfänger und/oder einem Ge
rät zur Erfassung von Körperfunktionsdaten.
13. Gerät nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
gekennzeichnet durch
die Ausbildung als Kombinationsgerät aus zwei Einheiten mit
unterschiedlichen Kommunikations- bzw. Informationsfunktio
nen, insbesondere einem Radioempfänger und/oder einem Musik
abspielgerät und/oder einem GPS-Empfänger und/oder einem
Gerät zur Erfassung von Körperfunktionsdaten.
14. Gerät nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
gekennzeichnet durch
die verteilte Anordnung mindestens eines Elektronikblockes
(109; 209) und eines Stromversorgungsbausteines (103; 203.1
bis 203.3).
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| DE (1) | DE10035154A1 (de) |
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