DE10034586A1 - Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-Synthese - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-SyntheseInfo
- Publication number
- DE10034586A1 DE10034586A1 DE10034586A DE10034586A DE10034586A1 DE 10034586 A1 DE10034586 A1 DE 10034586A1 DE 10034586 A DE10034586 A DE 10034586A DE 10034586 A DE10034586 A DE 10034586A DE 10034586 A1 DE10034586 A1 DE 10034586A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- synthase
- acetylneuraminic acid
- acid
- structural gene
- derivatives
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12P—FERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
- C12P19/00—Preparation of compounds containing saccharide radicals
- C12P19/26—Preparation of nitrogen-containing carbohydrates
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
- C12N9/00—Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
- C12N9/88—Lyases (4.)
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Zoology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Enzymes And Modification Thereof (AREA)
- Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Proteinen mit N-Acetylneuraminsäure-Synthase-Aktivität, insbesondere eines Enzyms der Klassifizierung EC 4.1.3.19 mit N-Acetylneuraminsäure-Synthase-Aktivität aus Neisseria meningitidis der Serogruppe B, sowie seine Verwendung zur Herstellung von modifizierten Sialinsäuren und deren Strukturanaloga.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Proteinen mit N-
Acetylneuraminsäure-Synthase-Aktivität, insbesondere eines Enzyms der
Klassifizierung EC 4.1.3.19 mit N-Acetylneuraminsäure-Synthase-Aktivität aus
Neisseria meningitidis der Serogruppe B, sowie seine Verwendung zur
Herstellung von modifizierten Sialinsäuren und deren Strukturanaloga.
Sialinsäuren wie z. B. die N-Acetylneuraminsäure (Neu5Ac) spielen als Bestand
teile von Glycoproteinen und Glycolipiden auf Zelloberflächen eine wichtige
Rolle bei physiologisch und pathologisch relevanten Erkennungsprozessen, wie
u. a. bei Entzündungsvorgängen, bei der Regulation des Zellwachstums und der
Zelldifferenzierung, bei maligner Zellentartung und Metastasierung oder auch
als Erkennungsdomäne pathogener Viren und Bakterien, die damit das
Immunsystem des Wirtsorganismus unterlaufen (Rosenberg: Biology of the
Sialic Acids, Plenum Press: New York 1995; Holzer et al., Glycoconjugate J. 1993,
10, 40-44; Paulson et al., Pure Appl. Chem. 1984, 56, 797-805). Zwei in Bakterien
vorkommende Enzymtypen sind bekannt, welche N-Acetylneuraminsäure
(Neu5Ac) als wichtigste Sialinsäure aus N-Acetylmannosamin (ManNAc)
synthetisieren können: die N-Acetylneuraminsäure-Aldolase (NeuA, EC 4.1.3.3)
und die N-Acetylneuraminsäure-Synthase (NeuS, EC 4.1.3.19).
Die NeuA, die in vivo für den abbauenden Neu5Ac-Stoffwechsel verantwortlich
ist, äquilibriert Neu5Ac mit ManNAc und Pyruvat. NeuA-Enzympräparationen
aus Clostridium perfringens und Escherichia coli sind kommerziell erhältlich.
Das Enzym wird zur Synthese von Neu5Ac als Vorstufe für antivirale
Therapeutika, und von nicht-natürlichen Sialinsäuren verwendet. Um hohen
Umsatz zum Produkt zu erzielen, wird in der Regel ein bis zu zehnfacher
Überschuß an Pyruvat eingesetzt, der dann allerdings die Produktisolierung
mittels Ionenaustauscher erschwert. Die Substratspezifität der Aldolase ist gut
untersucht worden, wonach zwar nur Pyruvat als Donor akzeptiert wird,
hinsichtlich der Akzeptorsubstrate ist das Enzym allerdings wesentlich flexibler
für abweichende Substitution, Konfiguration oder Kettenlänge (zum SdT: Gijsen
et al., Chem. Rev. 1996, 96, 443-473; Fessner et al., Top. Curr. Chem. 1996, 184, 97-
194).
Die NeuS verwendet dagegen Phosphoenolpyruvat (PEP) als Methylenkompo
nente für die Synthesereaktion, weshalb diese Addition durch Freisetzung von
anorganischem Phosphat praktisch irreversibel wird und zu vollständigem
Umsatz getrieben werden kann. Wegen dieser im Vergleich zur einfachen
Aldoladdition mit der NeuA thermodynamisch und kinetisch begünstigten
Reaktion ist man an der Gewinnung der N-Acetylneuraminsäure-Synthase stark
interessiert. Der Zugang zu größeren Mengen dieses Enzyms verspricht große
Vorteile bei der Synthese von N-Acetylneuraminsäure, da sich deren
Abtrennung von den nicht verbrauchten Ausgangsstoffen als weitaus einfacher
erweisen sollte als bei der Aldolase-Reaktion. Die N-Acetylneuraminsäure-
Synthase, die in den humanpathogenen Bakterien E. coli K1 und Neisseria
meningitidis vorkommt, ist im Vergleich zur NeuA weitaus weniger gut
untersucht. Obwohl ein Enzym bereits 1962 aus Neisserien der Serogruppe C
isoliert und zum Teil charakterisiert wurde (Blacklow et al., J. Biol. Chem. 1962,
237, 3520-3526), ist es bis heute nicht gelungen, die Synthase in so großen Mengen
zu produzieren, daß sie für präparative Zwecke genutzt werden könnte.
Versuche, das Enzym aus E. coli K1 oder dasjenige aus Neisseria meningitidis
Serogruppe B auf rekombinantem Weg zu erhalten, lieferten letztlich keine
signifikant höheren Expressionsraten als die natürlichen Bakterienstämme
(Vann et al., Glycobiology 1997, 7, 697-701; Frosch et al., Polysialic Acid, Birkhäuser
Verlag: Basel 1993, 49-57; Edwards et al., Mol. Microbiol. 1994, 14, 141-149; Edwards,
Dissertation: Universität Hannover 1993). Eine Übersicht über die verschiedenen
Enzymquellen und Expressionssysteme zusammen mit den Werten für die
spezifische Aktivität des Rohextrakts und die Aktivität pro Liter Kultur gibt
Tabelle 1.
Untersuchungen zur Substratspezifität der Synthase mit bisherigen Enzympräpa
rationen ergaben, daß außer ManNAc und PEP keine anderen Komponenten als
Substrate umgesetzt werden können. Der Austausch von N-Acetyl-D-mannos
amin gegen N-Acetyl-D-glucosamin, N-Acetyl-D-galactosamin, N-Acetyl-D-man
nosamin-6-phosphat, D-Mannosamin, D-Glucosamin, D-Mannose, D-Galactose
oder D-Glucose, D-Glucose-6-phosphat, D-Ribose, D-Ribose-5-phosphat, D-Erythro
se, D-Rhamnose, D-Arabinose sowie der von Phosphoenolpyruvat gegen Analoga
wie Lactat, 3-Brompyruvat, Oxalacetat, Phosphoglycolat oder Phosphoglycerat
führten sowohl bei dem Enzym aus E. coli- als auch bei dem Neisserien-Enzym
der Serogruppe C zu negativen Resultaten im Assay (Blacklow et al., J. Biol.
Chem. 1962, 237, 3520-3526; Vann et al., Glycobiology 1997, 7, 697-701; Komaki et
al., Biosci. Biotechnol. Biochem. 1997, 61, 2046-2050). Lediglich von N-Acetyl-6-
azido-D-mannosamin ist bekannt, daß es von einer aus Neisseria meningitidis
Strain 60E (Serogruppe C) isolierten Synthase sowie dem rekombinanten E. coli-
Enzym zu der entsprechenden, an C9 Azid-modifizierten Neuraminsäure
umgesetzt wird (Brossmer et al., Biochem. Biophys. Res. Commun. 1980, 96, 1282-
1289; Vann et al., Glycobiology 1997, 7, 697-701).
Ziel der Erfindung ist daher ein Produktionsverfahren für eine N-Acetyl
neuraminsäure-Synthase mit im Vergleich zu den bisher bekannten Enzymen
erheblich verbesserter Zugänglichkeit, sowie im Hinblick auf enzymkatalysierte
Synthesereaktionen einer signifikant höheren spezifischen Aktivität, deutlich
breiteren Substrattoleranz und befriedigender Stabilität.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß mit Hilfe des erfindungsgemäßen
rekombinanten Expressionsvektors die N-Acetylneuraminsäure-Synthase effizi
ent produziert werden kann. So ist insbesondere der Expressionsvektor
pKKNeuAc_3 nachstehender Sequenz zur Herstellung der N-Acetylneuramin
säure-Synthase aus Neisseria meningitidis Serogruppe B geeignet.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit
- 1. ein Verfahren zur Herstellung von Proteinen mit N-Acetylneuraminsäure- Synthase-(nachfolgend "Synthase" genannt)Aktivität umfassend das Kultivieren eines prokaryotischen Wirtsorganismus, der mit einem Expressionsvektor, der ein die Synthase codierendes Strukturgen enthält, transformiert ist, wobei in dem Expressionsvektor sich das Startcodon des die Synthase codierenden Strukturgens 6 bis 10 Basen stromabwärts einer ribosomalen Bindungsstelle befindet;
- 2. den in (1) definierten Vektor zur Expression eines Proteins mit Synthase- Aktivität;
- 3. Verwendung der durch das Verfahren gemäß (1) erhältlichen Synthase zur Herstellung von strukturanalogen Derivaten der N-Acetylneuraminsäure, wobei strukturanaloge Derivate von N-Acetylmannosamin in Gegenwart der Synthase und Phosphoenolpyruvat zur Reaktion gebracht werden; und
- 4. Derivate der N-Acetylneuraminsäure der Formeln (I)-(IV) wie nachfolgend definiert.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren (1) ist der rekombinante Expressions
vektor und das für die Synthase kodierende DNA-Fragment so mit der Ribo
somenbindungssequenz bzw. mit der Promotor- und Ribosomenbindungs
sequenz kombiniert, daß in einem geeigneten Wirtsorganismus hohe Ausbeuten
an Synthase-Aktivität im Zellextrakt (z. B. 3100 U/L Kultur; 520 U/g Zellen)
erreicht werden. Die so erzeugte Synthase kann für Anwendungszwecke leicht
aufgereinigt werden durch ein zweistufiges Reinigungsverfahren, welches das
Enzym in hohr Ausbeute, frei von störenden Nebenaktivitäten und mit hoher
spezifischer Aktivität liefert (z. B. 20 U/mg Protein).
In dem erfindungsgemäßen Vektor beträgt der Abstand zwischen der ribosoma
len Bindungsstelle und dem Startcodon vorzugsweise 8 Basen. Die bevorzugte
Sequenz dieser 8 Basen ist vorzugsweise die in SEQ ID NO: 5 gezeigte Sequenz 5'-
GTCAATAA, jedoch auch in 1- bis 3-Positionen modifizierte Analoga dieser
Sequenz sind einsetzbar.
Der erfindungsgemäße Vektor kann weiterhin andere funktionelle Sequenzab
schnitte wie z. B. Promotorsequenzen, Terminatorsequenzen, Resistenzgene und
für Sekretionsproteine codierende Sequenzen umfassen. Ein bevorzugter
Promotor ist der tac-Promotor.
Das die Synthase kodierende Strukturgen stammt vorzugsweise aus Neisseria
meningitidis der Serogruppe B und codiert besonders bevorzugt das in SEQ ID
NO: 4 gezeigte Enzym der Klassifizierung EC 4.1.3.19 mit Synthase-Aktivität bzw.
ein Mutein dieses Enzyms. Als "Mutein" im Sinne der vorliegenden Erfindung
sind dabei Enzyme zu verstehen, die vergleichbare Aktivität wie der in SEQ ID
NO: 4 gezeigte Wildtyp aufweisen, insbesondere Muteine in denen ausgehend
vom Wildtyp homologe Aminosäurenaustausche vorgenommen wurden.
Besonders bevorzugt ist, daß der Vektor die in SEQ ID NO: 3 gezeigte Sequenz
aufweist.
Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Vektor, der
durch
- - Modifizieren des kodierenden Strukturgens siaC mit der SEQ ID NO: 3 aus Neisseria meningitidis der Serogruppe B mittels PCR-Primern entsprechend der SEQ ID NO: 1 und SEQ ID NO: 2,
- - XmaI- und PstI-Restriktionsverdau des modifizierten Strukturgens und
- - Einfügen des verdauten Strukturgens in die XmaI- und PstI-Schnittstellen des kommerziellen cyclischen Vektors pKK223-3
erhältlich ist. Hierdurch entsteht der besonders bevorzugte Expressionsvektor
pKKNeuAc 3 (
Abb.
1). Als Wirtsorganismen im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind Prokaryoten, insbesondere E. coli besonders bevorzugt.
Der Aspekt (3) der Erfindung betrifft die Verwendung der Synthase für die
Herstellung von Neu5Ac aus ManAc und PEP, sowie für die Herstellung von
entsprechenden strukturell breit modifizierten Derivaten und Analoga der
Neu5Ac. Besonders vorteilhaft kann dieses Verfahren für die Synthese von
Sialinsäure-haltigen Glycokonjugaten genutzt werden durch Herstellung der
entsprechenden Sialinsäuren, ihre anschließende enzymatische CMP-Aktivie
rung mit einer CMP-Sialat-Synthetase (EC 2.7.7.43) und ihre Übertragung auf eine
geeignete Sialyl-Akzeptorverbindung in Gegenwart einer Sialyltransferase.
Daraus resultierende Oligosaccharide und Glycokonjugate, die nicht-natürliche
Derivate und Analoga der Sialinsäure enthalten, sind von therapeutischem
Interesse wegen ihrer metabolischen Stabilität gegen den Abbau durch Sialidasen,
sowie beim Einsatz von fluoreszenzmarkierten Vorstufen für analytisch-
diagnostische Zwecke.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Synthase zur
Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) verwendet:
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, worin
R1 für Alkenyl, Alkinyl, Arylmethyl, Arylalkenyl, Halogenmethyl, Alkenyloxy, oder Alkenylamino stehen.
R1 für Alkenyl, Alkinyl, Arylmethyl, Arylalkenyl, Halogenmethyl, Alkenyloxy, oder Alkenylamino stehen.
Die Verbindungen der Formel (I) enthalten mehrere Stereozentren. Sie können
daher in stereoisomeren Formen existieren, die sich wie Diastereomere verhal
ten. Die Erfindung betrifft sowohl die reinen Diastereomere als auch deren
jeweilige Mischungen.
Verfahrenstechnisch akzeptable Salze sind solche, die als Gegenion einwertige
Kationen wie Alkali- oder Tetraalkylammoniumionen, oder protonierte Stick
stoffbasen enthalten.
"Alkenyl" als eigener Substituent oder als Teil anderer Reste wie Arylalkenyl,
Alkenyloxy oder Alkenylamino bedeutet einen geradkettigen oder
verzweigtkettigen Alken- oder Alkadienrest mit bis zu 8, bevorzugt bis zu 4 und
besonders bevorzugt bis zu 2 Kohlenstoffatomen, bei Alkenyloxy oder
Alkenylamino besonders bevorzugt bis zu 3 Kohlenstoffatomen.
"Alkinyl" steht für einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkinrest mit bis
zu 8, bevorzugt bis zu 6 und besonders bevorzugt bis zu 4 Kohlenstoffatomen.
"Aryl" als Teil anderer Reste wie Arylmethyl oder Arylalkenyl steht für einen
Arylrest mit bis zu 10, bevorzugt bis zu 6 Kohlenstoffatomen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die
Synthase zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (II)
verwendet:
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, worin
R1 bis R3 gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff, Hydroxy, Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, Alkanoyloxy, Alkenoyloxy, für ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy(Cbz)-, tert-Butyloxy carbonyl(Boc)- oder Allyloxycarbonyl(Alloc)-modifiziertes Amin, oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest stehen.
R1 bis R3 gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff, Hydroxy, Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, Alkanoyloxy, Alkenoyloxy, für ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy(Cbz)-, tert-Butyloxy carbonyl(Boc)- oder Allyloxycarbonyl(Alloc)-modifiziertes Amin, oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest stehen.
Die Verbindungen der Formel (II) enthalten mehrere Stereozentren. Sie können
daher in stereoisomeren Formen existieren, die sich wie Diastereomere verhal
ten. Die Erfindung betrifft sowohl die reinen Diastereomere als auch deren
jeweilige Mischungen.
Verfahrenstechnisch akzeptable Salze sind solche, die als Gegenion einwertige
Kationen wie Alkali- oder Tetraalkylammoniumionen, oder protonierte Stick
stoffbasen enthalten.
Bevorzugt sind Verbindungen der Formel (II), worin
R1 und R2 für Wasserstoff oder ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbo benzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl-modifiziertes Amin stehen, und
R3 für Wasserstoff, Hydroxymethyl, Alkenyl oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest steht;
sowie Verbindungen der Formel (II), worin
R3 für Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl modifiziertes Amin steht und
R1 und R2 für Wasserstoff oder Hydroxy steht.
R1 und R2 für Wasserstoff oder ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbo benzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl-modifiziertes Amin stehen, und
R3 für Wasserstoff, Hydroxymethyl, Alkenyl oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest steht;
sowie Verbindungen der Formel (II), worin
R3 für Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl modifiziertes Amin steht und
R1 und R2 für Wasserstoff oder Hydroxy steht.
"Alkyl" als Teil anderer Reste wie Alkanoyl bedeutet einen geradkettigen oder
verzweigtkettigen Alkanrest mit bis zu 8, bevorzugt bis zu 4 und besonders
bevorzugt bis zu 2 Kohlenstoffatomen, als Teil von R1 mit mindestens 3
Kohlenstoffatomen.
"Alkenyl" als eigener Substituent oder als Teil anderer Reste wie
Alkenyloxymethyl oder Alkenoyl bedeutet einen geradkettigen oder
verzweigtkettigen Alken- oder Alkadienrest mit bis zu 8, bevorzugt bis zu 5 und
besonders bevorzugt bis zu 3 Kohlenstoffatomen.
"Glycosyl" als eigener Substituent oder als Teil anderer Reste wie
Glycosyloxymethyl steht für einen fünfgliedrigen oder sechsgliedrigen Zuckerrest
mit bis zu 9 und besonders bevorzugt bis zu 6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise
für Glucopyranosyl, Mannopyranosyl, Galactopyranosyl. Einzelne oder mehrere
Hydroxygruppen in den Glycosylresten können ausgetauscht sein gegen
Wasserstoff, Carboxy oder Alkanoylamino, wie in Rhamnopyranosyl,
Fucopyranosyl, 2-Acetylamino-2-desoxyglucopyranosyl, 2-Acetylamino-2-
desoxygalactopyranosyl oder Glucuronopyranosyl.
Weiterhin wird die erfindungsgemäße Synthase zur Herstellung von
Verbindungen der allgemeinen Formeln (III) oder (IV) verwendet:
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, worin
R1 für eine fluoreszierende Gruppe steht,
R2 für Alkanoylamino, Hydroxy oder Wasserstoff steht,
X für einen Sauerstoff oder eine NH-Gruppe steht und
Sp für eine Valenz oder einen divalenten Rest wie Alkyl, Alkylcarbonyl, Carbamoylalkyl, Carbamoylalkylcarbonyl, (Alkyloxy)n-alkyl oder (Alkyloxy)n- alkylcarbonyl steht, wobei n Zahlenwerte von 0 bis 5 annehmen kann.
R1 für eine fluoreszierende Gruppe steht,
R2 für Alkanoylamino, Hydroxy oder Wasserstoff steht,
X für einen Sauerstoff oder eine NH-Gruppe steht und
Sp für eine Valenz oder einen divalenten Rest wie Alkyl, Alkylcarbonyl, Carbamoylalkyl, Carbamoylalkylcarbonyl, (Alkyloxy)n-alkyl oder (Alkyloxy)n- alkylcarbonyl steht, wobei n Zahlenwerte von 0 bis 5 annehmen kann.
Bevorzugt sind Verbindungen der Formeln (III) oder (IV), worin
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für eine NH-Gruppe steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkylcarbonyl, Carbamoylalkylcarbonyl oder (Alkyloxy)n-alkylcarbonyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht,
sowie Verbindungen der Formeln (III) oder (IV), worin
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für ein Sauerstoffatom steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkyl, Carbamoylalkyl oder (Alkyloxy)n-alkyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für eine NH-Gruppe steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkylcarbonyl, Carbamoylalkylcarbonyl oder (Alkyloxy)n-alkylcarbonyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht,
sowie Verbindungen der Formeln (III) oder (IV), worin
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für ein Sauerstoffatom steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkyl, Carbamoylalkyl oder (Alkyloxy)n-alkyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
Die fluoreszierenden Gruppen Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino und
Fluoresceinylcarboxamido weisen die folgenden Strukturen (A) bis (D) auf:
Abb. 1. Zusammenfassung der Klonierungsstrategie
Abb. 2. Schematische Darstellung der Konstruktion des Expressionsvektors
zur Produktion der Synthase durch gerichtete Insertion des mit den Primern
NeuAc5/NeuAc3 vervielfältigten DNA-Fragments siaC (Kasten, ATG Startsignal
bis TAA Stopcodon; SEQ ID NO: 3) in den Vektor pKK223-3 durch Ligation
zwischen die Restriktionsschnittstellen XmaI und PstI stromabwärts vom tac-
Promotor (ptac) und der ribosomalen Bindungsstelle (SD, unterstrichen).
Die Klonierung der N-Acetylneuraminsäure-Synthase erfolgt nach molekular-
biologischen Standardverfahren, die in der Fachliteratur gut dokumentiert sind
(Sambrook et al., Molecular Cloning: A Laboratory Manual, 2nd edn., Cold Spring
Harbor Laboratory Press: New York 1989; Gassen et al., PCR: Grundlagen und
Anwendungen der Polymerase-Kettenreaktion, Gustav Fischer Verlag: Stuttgart,
Jena, New York 1994; Mullis et al., U. S. Patent 4 683 202, 1987) und problemlos
von einschlägig ausgebildeten Fachleuten nachgearbeitet werden können.
Mit Kenntnis der Sequenz (GenBank Accession Number NMM95053; SEQ ID
NO: 3) kann das für die erfindungsgemäße N-Acetylneuraminsäure-Synthase
kodierende Gen siaC direkt aus der genomischen DNA von Neisseria
meningitidis Serogruppe B oder aus einem das siaC-Gen enthaltenden Plasmid
(z. B. pMF32.35, Frosch et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 1989, 86, 1669-1673)
vervielfältigt und gezielt in einen geeigneten Expressionsvektor eingebracht
werden. Der kommerziell erhältliche Vektor pKK223-3 (Pharmacia Biotech,
Freiburg; GenBank Accession Number M77749) erlaubt die Regelung der
Proteinexpression über den tac-Promotor (Brosius et al., Proc. Natl. Acad. Sci.
USA 1984, 81, 6929-6933). Dieser Promotor wird über den wirtszelleignen lac-
Repressor reguliert und kann durch externe Zugabe von 0.1-5 mM Isopropyl-β-D
thiogalactopyranosid (IPTG) zum Medium induziert werden. Die Transkription
der Fremd-DNA wird durch den starken ribosomalen Terminator rrnB beendet.
Darüber hinaus enthält der pKK223-3 ein Ampicillin-Resistenzgen als
Selektionsmarker zugunsten plasmidhaltiger Zellen, die auf einem Ampicillin
haltigen Nährmedium wachsen können. Als Wirtsstämme sind vorzugsweise E.
coli-Stämme mit der lac Iq-Mutation wie z. B. E. coli JM105 (Pharmacia Biotech,
Freiburg) oder E. coli Sure (Stratagene GmbH, Heidelberg) geeignet, da diese den
lac-Repressor im Übermaß produzieren. Zur Expression wird das entsprechende
Gen in die unmittelbar dem tac-Promotor und der Ribosomenbindungsstelle
benachbarten "multiple cloning site" (MCS) eingebaut, die zuvor mit Hilfe von
ortsspezifischen Restriktionsendonucleasen aufgeschnitten wird. Der Abstand des
Startcodons des zu exprimierenden Bakterien-Gens von der ribosomalen
Bindungsstelle und die Sequenz der Basen sind dabei besonders kritisch (Kozak et
al., Microbiol. Rev. 1983, 47, 1; Gold et al., Ann. Rev. Biochem. 1988, 57, 199). Im
Falle des erfindungsgemäßen Expressionsvektors pKKNeu5Ac_3 wurden zur
Genamplifikation die PCR-Primer NeuAc5 (SEQ ID NO: 1) und NeuAc3 (SEQ ID
NO: 2) nachstehender Basensequenz verwendet (Tabelle 2), mit deren Hilfe das
siaC-Gen (SEQ ID NO: 3) durch ortsspezifische Mutagenese an den Enden mit
einer künstlichen Basensequenz so ergänzt wird, daß in gezielter Position neue
Schnittstellen für zwei verschiedene Restriktionsendonucleasen eingeführt
werden. Nach PCR-Vervielfältigung der Zielsequenz und enzymatischer
Verkürzung der Enden durch XmaI- und PstI-Verdau wird das modifizierte Gen
gerichtet zwischen die XmaI und PstI-Schnittstellen der Vektor-MCS eingesetzt
(Abb. 1 und 2).
Nach Einbringen des Expressionsvektors in eine geeignete Wirtszelle und deren
Vermehrung muß die im Zellinnern befindliche N-Acetylneuraminsäure-
Synthase durch Zellaufschluß freigesetzt werden. Die Zerstörung der Zellwand
kann mit unterschiedlichen Methoden erfolgen, wobei für größere Zellmengen
mechanische Methoden wie z. B. Ultraschall, Druckentspannung oder die
Naßvermahlung in einer Kugelmühle mit Glasperlen bevorzugt sind. Die
resultierenden Enzymmengen bzw. -aktivitäten werden in Unit pro mg Protein
angegeben. Ein Unit an N-Acetylneuraminsäure-Synthase-Aktivität katalysiert
die Bildung von 1 µmol Neu5Ac aus Phosphoenolpyruvat (PEP) und ManNAc
pro Minute bei einer Temperatur von 37°C und einem pH-Wert von 8.0. Die
Abtrennung unerwünschter Begleitproteine zur Reinigung des gewünschten
Proteins kann nach den verschiedenen physikalischen Eigenschaften wie Ladung,
Größe, Hydrophobizität etc. mittels Standardverfahren (Scopes: Protein
Purification - Principles and Practice, Springer-Verlag: New York 1994) erfolgen.
Mit dem Expressionsvektor pKKNeuAc_3 transformierte Zellen des Wirts
stamms E. coli JM105 produzieren bei Anwesenheit von 0.5 mM IPTG im Nähr
medium die erfindungsgemäße N-Acetylneuraminsäure-Synthase in Mengen
von ca. 3100 U/L Kultur (520 U/g Zellen).
Nach Zellaufschluß durch Naßvermahlung enthält der Rohextrakt ca. 2.3 U/mg
Protein, das durch Anionenaustauschchromatographie an DEAE-Sepharose
(Pharmacia Biotech, Freiburg) und selektive Fällung mit Ammoniumsulfat (50-
80% Sättigung) mit einer Gesamtausbeute von 29% leicht auf eine spezifische
Aktivität von 20 U/mg Protein gereinigt werden kann.
N-Acetylneuraminsäure-Synthasen katalysieren die Umsetzung von N-Acetyl
mannosamin und PEP zu N-Acetylneuraminsäure (5-Acetamido-3,5-didesoxy-β-
D-glycero-D-galacto-2-nonulosonsäure) unter Freisetzung von anorganischem
Phosphat. Gemäß der Erfindung können bei Verwendung der hier beschriebenen
rekombinanten N-Acetylneuraminsäure-Synthase als Substrate ManNAc (N-
Acetylmannosamin) und davon abgeleitete Strukturanaloga mit gleicher,
größerer oder kleinerer Kettenlänge und mit unterschiedlichen Substituenten an
den Kohlenstoffatomen C-2, C-4, C-5 und C-6 eingesetzt werden. Entsprechend
dem erfindungsgemäßen Verfahren können hierzu wahlweise einzelne oder
mehrere Positionen durch gleichartige oder verschiedene Substituenten wie
beispielsweise OH, Halogen, Azid, OR (R gleich Acyl-, niederkettige Alkyl-,
Alkenyl- oder Arylreste), NHR oder NRR' (R gleich Acyl-, niederkettige Alkyl-,
Alkenyl- oder Arylreste) ersetzt sein uns sowohl in der natürlichen als auch einer
epimeren, nicht der ManNAc entsprechenden natürlichen Konfiguration
auftreten. Besonders vorteilhaft sind solche Verbindungen, bei denen an C-2 oder
C-4 über O- oder N-Atome kovalent Reste mit Fluoreszenz-Chromophoren oder
mit selektiv reaktiven funktionellen Gruppen wie beispielsweise C=C-
Doppelbindungen oder Carbonylgruppen angeknüpft sind.
Die Reaktionstemperatur kann zwischen 10°C und 45°C variiert werden. Um
hohe Umsatzgeschwindigkeiten bei hinreichender Enzym- und Substratstabilität
zu gewährleisten, wird im allgemeinen bei 20°C bis 35°C gearbeitet, besonders
vorteilhaft bei 25°C. Der pH-Wert der Reaktionslösung sollte für eine optimale
Enzymaktivität bei pH 7.0 bis 9.0, vorzugsweise bei pH 8.0 liegen. Durch Zusatz
eines Puffers (z. B. Tris-HCl) kann der gewählte pH-Wert für die Dauer der
Reaktion annähernd konstant gehalten werden.
Für die Enzymaktivität der Synthase ist der Zusatz von zweiwertigen Metall
salzen wie Mn2+ oder Mg2+ entscheidend. Vorzugsweise wird Manganchlorid in
einer Konzentration von 5 bis 10 mM verwendet. Um der Enzyminaktivierung
durch Oxidation vorzubeugen, wird unter Zusatz von Thiolen gearbeitet (z. B.
Mercaptoethanol, Cystein, Glutathion; vorzugsweise 2.5 mM Dithiothreitol).
Neu5Ac und entsprechende strukturanaloge Reaktionsprodukte können vorteil
haft durch Chromatographie an Formiat-Anionentauscher (AG 1-X8; Bio-Rad
Laboratories GmbH, München) aufgereinigt und beispielsweise als freie Säuren
oder als Lithiumsalze in fester Form isoliert werden.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Experimente und Beispiele näher
erläutert.
Zur
Expressions-Klonierung der N-Acetylneuraminsäure-Synthase wurde das siaC-
Gen von Neisseria meningitidis Serogruppe B (B1940) aus dem Plasmid pMF32.35
(Frosch et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 1989, 86, 1669-1673) als Templat-DNA mit
Hilfe der mutagenen PCR-Primer NeuAc3 und NeuAc5 (Tabelle 2) vom Start- bis
zum Stopcodon amplifiziert. Für die PCR-Reaktion wurden folgende
Reaktionsbedingungen gewählt: 120 sec 95°C, dann Zugabe der Taq-DNA-
Polymerase (Boehringer Mannheim GmbH, Mannheim); Denaturierung 60 sec
bei 94°C, Annealing 120 sec bei 60°C, Extension 120 sec bei 72°C (+3 sec pro
weiterem Zyklus). Nach insgesamt 25 Zyklen wurde noch 5 min bei 72°C
inkubiert. Das PCR-Produkt hatte laut Analyse durch DNA-Elektrophorese die
erwartete Länge von ca. 1100 bp. Zur Übersicht der Klonierungsstrategie siehe
Abb. 1.
Gleichzeitig wurden damit die für den Restriktionsverdau und die anschließende
Ligation mit dem Expressionsvektor notwendigen Restriktionsschnittstellen
eingeführt. Nach Behandlung mit Proteinase K (Sigma, Deisenhofen; Boehringer
Mannheim GmbH, Mannheim) zur Zerstörung restlicher Polymerase wurden
zur Erzeugung überlappender Enden für die Ligation sowohl das PCR-Produkt als
auch der Vektor pKK223-3 (Pharmacia Biotech, Freiburg) mit den Restriktions
endonucleasen XmaI und PstI (Sigma, Deisenhofen; Promega Corp., USA;
Boehringer Mannheim GmbH, Mannheim) während einer Inkubationszeit von
2-3 h geschnitten. Für die Ligation wurde der geschnittene Vektor pKK223-3
zuerst mit alkalischer Phosphatase (Promega Corp., USA; Boehringer Mannheim
GmbH, Mannheim) am 5'-Ende dephosphoryliert und ein molares Verhältnis
von Vektor zu Insert von ~1 : 3 gewählt. Die Transformation des Ligations
produkts in den E. coli-Stamm JM105 (Pharmacia Biotech, Freiburg) wurde nach
gängigen Standardprotokollen durchgeführt (Sambrook et al., Molecular Cloning:
A Laboratory Manual, 2nd Edn., Cold Spring Harbor Laboratory Press: New York
1989). Um eine Selektion zugunsten Plasmid-transformierter Zellen, die das
Antibiotikumresistenzgen tragen, zu erreichen, wurden die Zellen zunächst in
Vollmedium vorkultiviert und anschließend auf Ampicillinhaltigen LB-Agar
platten ausgestrichen. Nach etwa 12-16 h wurden 4 zufällig gewählte Einzelklone
(∅ = 2-3 mm) isoliert, jeweils in 200 mL LBA-Schüttelkulturen hochgezogen und
nach Induktion mit IPTG auf die gewünschte Enzymaktivität hin untersucht. Im
Rohextrakt eines der Klone war Synthase-Aktivität im Assay nachweisbar, dieser
positive Klon zeigte in der SDS-Polyacrylamidgelelektrophorese auch die
erwartete Bande bei ca. 38 kDa. Als Blindprobe wurde der gentechnisch
unveränderte Wirtsstamm JM105 herangezogen.
Die Anzucht des Expressionsstammes E. coli JM105/pKKNeuAc_3
erfolgte in 1-L-Erlenmeyerkolben mit 200 mL Medium bei 110 rpm. Das Kultur
medium hatte folgende Zusammensetzung:
LBA (1 Liter):
10 g Pepton
5 g Hefeextrakt
5 g Natriumchlorid
100 mg Ampicillin
LBA (1 Liter):
10 g Pepton
5 g Hefeextrakt
5 g Natriumchlorid
100 mg Ampicillin
Bei Erreichen einer optischen Dichte OD600 von 0.8 wurden die heranwachsenden
Zellen durch Zugabe von IPTG (Endkonzentration 0.5 mM) induziert.
Sofern nicht anders angegeben, wurden während der Fermentation folgende
Parameter eingehalten:
Drehzahl: 110 rpm
Temperatur: 37°C
Kulturdauer: 8-12 h
Drehzahl: 110 rpm
Temperatur: 37°C
Kulturdauer: 8-12 h
Die Zellen wurden am Ende der logarithmischen Wachstumsphase durch 10 min
Zentrifugieren bei 8,000 rpm geerntet. Das Feuchtgewicht der Biomasse aus 800 mL
Fermentationsvolumen betrug 4.8 g. Der Zellaufschluß erfolgte in einem
Zentrifugengefäß durch Ultraschall (Sonopuls GM 70; Fa. Bandelin; 3 × 2 min bei
maximaler Geräteleistung).
Die nachfolgend angegebenen Reinigungsschritte wurden bei 4°C mit einem
Präparationspuffer folgender Zusammensetzung durchgeführt:
Tris-HCl (pH 7.8): 20 mM
Manganchlorid: 2 mM
Dithiothreitol: 0.02 mM
Tris-HCl (pH 7.8): 20 mM
Manganchlorid: 2 mM
Dithiothreitol: 0.02 mM
Zur Aufreinigung des Enzyms wurden eine Ionenaustauschchromatographie
und eine fraktionierende Ammoniumsulfatfällung vorgenommen.
Der zellfreie Rohextrakt (40 mL) wurde ohne
weitere Reinigung direkt mittels einer peristaltischen Pumpe auf eine Säule (14 ×
2.5 cm) gepackt mit DEAE-Sepharose Cl-6-B (Pharmacia Biotech, Freiburg)
aufgebracht, die zuvor mit Präparationspuffer äquilibriert worden war. Nachdem
ein Teil des Fremdproteins durch Spülen mit 0.05 M NaCl-haltigem Präpara
tionspuffer abgetrennt war, wurde die N-Acetylneuraminsäure-Synthase durch
einen linearen NaCl-Salzgradienten von 0.05-0.3 M in Präparationspuffer bei
einer Flußrate von 15-20 mL/h eluiert. Die aktiven Fraktionen wurden vereinigt
und direkt für die Ammoniumsulfatfällung eingesetzt.
54 mL der vorgereinigten Enzym
lösung wurden bei 4°C unter Rühren mit 16.9 g festem, feingemahlenem
Ammoniumsulfat bis zu einer Sättigung der Lösung von 50% versetzt. Nachdem
sich alles Salz gelöst hatte, wurde weitere 15 Minuten bei 4°C vorsichtig gerührt,
der entstandene Niederschlag 30 Minuten bei 20,000 g und 4°C abzentrifugiert
und der Überstand (65 ml) durch Zugabe weiterer 14 g Ammoniumsulfat auf eine
Sättigung von 80% eingestellt. Nach erneutem Rühren und Abzentrifugieren
wurde der Überstand verworfen und das Proteinpellet in 5 mL Präparationspuffer
resuspendiert. Tabelle 3 zeigt eine Übersicht über die Ergebnisse der
Aufreinigung.
Eine GPC-Säule (2.5 × 90 cm) wurde mit
Sephadex G-150 (Pharmacia Biotech, Freiburg) in 0.1 M NaCl enthaltendem
Präparationspuffer gepackt und durch Elution von Dextranblau (2 MDa), Aldolase
(161 kDa), BSA (66 kDa) und ATP (605 Da) geeicht. Die Größe der N-Acetyl
neuraminsäure-Synthase wurde durch einen separaten Elutionslauf einer
annähernd homogenen Enzymfraktion bestimmt. Das auf diesem Weg ermittelte
Molekulargewicht beträgt ca. 74 kDa und belegt eindeutig, daß das im SDS-Gel mit
einer Bande von ca. 38 kDa erscheinende Enzym in aktiver Form als Dimer
vorliegt. Der im SDS-Gel bestimmte Wert wiederum entspricht dem Erwar
tungswert von 38,353 Da, der sich aus der Aminosäuresequenz der Synthase
errechnen läßt.
Die Aktivität der N-Acetyl
neuraminsäure-Synthase wurde anhand des stöchiometrisch entstehenden
Äquivalents an N-Acetylneuraminsäure bestimmt, die sich über den Thiobar
bitursäure-Assay quantifizieren läßt (Warren, J. Biol. Chem. 1959, 234, 1971-1975;
Aminoff, Biochem. J. 1961, 81, 384-392). Identische Aktivitätswerte wurden über
das bei der Reaktion äquimolar entstehende Phosphat mit Hilfe von
Malachitgrün nach der Methode von Lanzetta bestimmt (Lanzetta et al, Anal.
Biochem. 1979, 100, 95-97). In diesem Fall wurde durch Kontrollversuche
sichergestellt, daß das gemessene Phosphat ausschließlich durch die Synthase-
katalysierte Reaktion und nicht durch unspezifische, enzymatische Hydrolyse
von Phosphoenolpyruvat gebildet oder durch Phosphathaltige Chemikalien
eingeschleppt wurde. Solche systematischen Fehler lassen sich durch Vermessen
einer Blindprobe, bei der entweder ManNAc-Lösung durch ein entsprechendes
Puffervolumen oder aber die Enzymlösung durch den Rohextrakt des Wirts
stammes JM105 ersetzt werden, kompensieren. Bei zu hohem Phosphat
aufkommen ist der TBA-Assay vorzuziehen, um reproduzierbare Werte zu
erhalten.
Die kinetischen Konstanten wurden über die Enzymaktivitäten bei verschie
denen Substratkonzentrationen bestimmt. Die Km-Werte für die natürlichen
Substrate wurden für ManNAc zu 5.5 mM und für PEP zu 0.03 mM ermittelt.
Zur Ermittlung des pH-Optimums wurde die
Enzymaktivität der Synthase bei 37°C zwischen pH 6.0 und pH 9.5 gemessen. Der
präparativ nutzbare pH-Bereich mit einer Restaktivität von ca. 50% umfaßt den
Bereich von 7.0-9.0 mit einem Maximum bei pH 8.0.
Die Lagerstabilität der Synthase wurde an einer aufgereinigten Probe über einen
Zeitraum von mehreren Wochen stichprobenartig mit dem Standardassay
überprüft. Danach hatte die Synthase nach Aufbewahrung bei 4°C während 2
Monaten eine Restaktivität von 70%.
Zur Ermittlung des Substratspektrums wurden exemplarisch
eine Anzahl von strukturanalogen Derivaten des natürlichen Substrats N-
Acetylmannosamin getestet. Dazu wurden 50 µl einer aufgereinigten Synthase-
Fraktion mit 5 mM PEP und 250-500 mM Substratanalogon in einem Mn2+-
haltigen Puffer in einem Gesamtvolumen von 200 µl bei 37°C inkubiert. Nach 1-
2 h wurden jeweils 30 µl des Ansatzes dem von Lanzetta beschriebenen
Phosphat-Assay unterzogen. Um die Anwesenheit von Phosphatasen auszu
schließen, wurde parallel zu den Ansätzen eine 5 mM konzentrierte PEP-Lösung
mit der gleichen Menge an aufgereinigter Synthase inkubiert und über mehrere
Stunden auf ihren Phosphatgehalt hin untersucht. Der Reaktionsverlauf wurde
zudem dünnschichtchromatografisch auf Produktbildung kontrolliert. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengefaßt.
Eine Anzahl dieser Strukturanaloga wurde zusätzlich im präparativen Maßstab
bei 25°C umgesetzt und die isolierten Reaktionsprodukte charakterisiert.
Alle enzymatischen Synthesen mit der Synthase wurden in 50 mM Tris-Puffer
(pH 8.0) durchgeführt, dem 5 mM MnCl2 und 2.5 mM Dithiothreitol zugesetzt
wurden. Zu dem Puffer wurden PEP und eine äquimolare Menge des
entsprechenden Substratanalogons gegeben. Der pH-Wert wurde nochmals
überprüft und bei Bedarf erneut auf pH 8.0 eingestellt. Anschließend wurde die
Synthase zugesetzt und der Ansatz für mehrere Stunden bzw. Tage auf einem
Schüttler bei Raumtemperatur inkubiert. Bei langsamer reagierenden Substraten
wurde die Gesamtmenge an PEP in 2-3 Portionen über einen längeren Zeitraum
zugegeben.
Der pH-Wert der Reaktionslösung wurde bei Bedarf durch Zugabe von 2 M
NaOH auf pH 8.0 gehalten und der Verlauf der Reaktion dünnschichtchroma
tographisch verfolgt. Mn2+-Ionen, die durch entstehendes Phosphat gefällt und
somit dem Reaktionsgemisch entzogen wurden, wurden mehrmals nachdosiert
(1.7 M MnCl2 Stammlösung), um die Enzymaktivität aufrecht zu erhalten. War
auch durch die Zugabe weiteren Enzyms kein vollständiger Umsatz zu erreichen,
wurde die Reaktion spätestens nach einer Woche abgebrochen.
Zur Aufarbeitung des Ansatzes wurden Enzym und ausgefallenes Phosphat
durch Membranfiltration (Porengröße: 0.2 µm) abgetrennt, die Neuraminsäure
an Anionentauscher (AG 1-X8, Formiat-Form) gebunden, Puffersalze und nicht
umgesetzter Zucker durch Spülen mit Wasser entfernt und anschließend die
Neuraminsäure mit 1-2 M Ameisensäure eluiert. Die Produktfraktionen wurden
dünnschichtchromatographisch detektiert, vereinigt und durch mehrmaliges
Einengen im Vakuum und Wiederaufnehmen in Wasser von überschüssiger
Ameisensäure befreit.
Ansatz (5.0 mL):
412 mg (2 mmol) PEP, K1
412 mg (2 mmol) PEP, K1
-Salz
478 mg (2 mmol) ManNAc (1 mol H2
478 mg (2 mmol) ManNAc (1 mol H2
O/mol)
50 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 551 mg (89% d. Th.)
Rf
50 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 551 mg (89% d. Th.)
Rf
-Wert: 0.76 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.06 (ddd, 1H, H-4), 4.05 (dd, 1H, H-6), 3.92 (dd, 1H, J
= 10.2, 10.2 Hz, H-5), 3.83 (dd, 1H, J = 11.7, 2.5 Hz, H-9a), 3.74 (ddd, 1H, J = 9.2, 6.3,
2.5 Hz, H-8), 3.61 (dd, 1H, J = 11.7, 6.3 Hz, H-9b), 3.55 (dd, 1H, J = 9.2, 0.8 Hz, H-7),
2.70 (dd, 0.05H, J = 13.1, 4.7 Hz, H-3eq α), 2.31 (dd, 0.95H, J = 13.1, 4.7 Hz, H-3eq β),
2.04/2.03 (25, 3H, CH3
), 1.88 (dd, 0.95H, J = 13.1, 11.5 Hz, H-3ax β), 1.70 (dd, 0.05H,
J = 13.1, 11.5 Hz, H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 177.68 (N-C=O), 176.11 (C-1), 98.09 (C-2), 73.22, 72.94,
71.04 (C-8, C-6, C-7), 69.51 (C-4), 65.98 (C-9), 54.86 (C-5), 41.62 (C-3), 24.86 (CH3
)
C11
C11
H19
O9
N1
(freie Säure): 309.27 g/mol
Ansatz (6.0 mL):
371 mg (1.8 mmol) PEP, K1
371 mg (1.8 mmol) PEP, K1
-Salz
504 mg (1.8 mmol) 84% ManNProp
50 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 406 mg (70% d. Th.)
Kf
504 mg (1.8 mmol) 84% ManNProp
50 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 406 mg (70% d. Th.)
Kf
-Wert: 0.69 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.15-4.00 (2H, H-4, H-6), 3.93 (dd, 1H, J = 10.1, 10.1 Hz,
H-5), 3.84 (dd, 1H, J = 11.7, 2.4 Hz, H-9a), 3.75 (ddd, 1H, J = 9.1, 6.2, 2.4 Hz, H-8),
3.62 (dd, 1H, J = 11.7, 6.2 Hz, H-9b), 3.54 (dd, 1H, J = 9.1 Hz, H-7), 2.74 (dd, 0.05H, J
= 12.3, 4.4 Hz, H-3eq α), 2.32 (q, 2H, J = 7.7 Hz, H-11 Prop), 2.30 (dd, 0.95H, J = 12.3,
4.4 Hz, H-3eq β), 1.88 (dd, 0.95H, J = 12.3, 11.8 Hz, H-3ax β), 1.72 (dd, 0.05H, J = 12.3,
11.8 Hz, H-3ax α), 1.12 (t, 3H, J = 7.7 Hz, H-12 Prop)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 181.71 (N-C=O), 175.94 (C-1), 98.10 (C-2), 73.33, 72.99,
71.12 (C-8, C-6, C-7), 69.42 (C-4), 66.04 (C-9), 54.79 (C-5), 41.75 (C-3), 32.17 (C-11 Prop),
12.47 (C-12 Prop)
C12
C12
H21
O9
N1
(freie Säure): 323.30 g/mol
Ansatz (4.0 mL):
103 mg (0.5 mmol) PEP, K1
103 mg (0.5 mmol) PEP, K1
-Salz
117 mg (0.5 mmol) ManNAcryl
25 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 126 mg (78% d. Th.)
Rf
117 mg (0.5 mmol) ManNAcryl
25 U Synthase
Reaktionszeit: 3 h
isolierte Ausbeute: 126 mg (78% d. Th.)
Rf
-Werte:
0.74 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.2 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
0.74 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.2 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 6.32 (dd, 1H, J = 17.0, 9.3 Hz, H-11 Acryl), 6.23 (dd, 1
H, J = 17.0, 2.2 Hz, H-12a Acryl), 5.81 (dd, 1H, J = 9.3, 2.2 Hz, H-12b Acryl), 4.14-3.96
(3H, H-4, H-6, H-5), 3.84 (dd, 1H, J = 11.5, 2.8 Hz, H-9a), 3.76 (ddd, 1H, J = 9.3, 6.3,
2.2 Hz, H-8), 3.60 (dd, 1H, J = 11.5, 6.3 Hz, H-9b), 3.50 (dd, 1H, J = 9.1 Hz, H-7), 2.76
(dd, 0.05H, J = 12.8, 4.1 Hz, H-3eq α), 2.24 (dd, 0.95H, J = 12.8, 4.1 Hz, H-3eq β), 1.85
(dd, 0.95H, J = 12.8, 10.7 Hz, H-3ax β), 1.66 (dd ,0.05H, J = 12.8, 10.7 Hz, H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 179.56 (C-1), 172.04 (N-C=O), 132.67 (C-11 Acryl),
130.75 (C-12 Acryl), 99.26 (C-2), 73.18, 73.05, 71.44 (C-8, C-6, C-7), 70.08 (C-4), 66.15 (C-
9), 55.21 (
C-5), 42.21 (C-3)
C12
C12
H19
O9
N1
(freie Säure): 321.28 g/mol
Ansatz (3.0 mL):
103 mg (0.5 mmol) PEP, K1
103 mg (0.5 mmol) PEP, K1
-Salz
157 mg (0.5 mmol) ManNCbz
100 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 128 mg (64% d. Th.)
Rf
157 mg (0.5 mmol) ManNCbz
100 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 128 mg (64% d. Th.)
Rf
-Wert: 0.58 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 7.48-7.39 (m, 5H, Har
Cbz), 5.16 (d, 1H, J = 12.4 Hz, H-
11a Cbz), 5.09 (d, 1H, J = 12.4 Hz, H-11b Cbz), 4.08-3.95 (2H, H-4, H-6), 3.83 (dd, 1H,
J = 11.8, 2.4 Hz, H-9a), 3.76 (ddd, 1H, J = 9.1, 6.4, 2.4 Hz, H-8), 3.67 (dd, 1H, J = 10.1,
10.1 Hz, H-5), 3.58 (dd, 1H, J = 11.8, 6.4 Hz, H-9b), 3.55 (dd, 1H, H-7), 2.74 (dd, 0.05
H, J = 12.9, 4.7 Hz, H-3eq α), 2.23 (dd, 0.95H, J = 12.9, 4.7 Hz, H-3eq β), 1.84 (dd, 0.95
H, J = 12.9, 12.0 Hz, H-3ax β), 1.65 (dd, 0.05H, J = 12.9, 12.0 Hz, H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 179.60 (C-1), 161.18 (N-C=O), 139.30 (C-1ar
Cbz), 131.62
/130.48 (2C-2ar
, 2C-3ar
Cbz), 131.19 (C-4ar
Cbz), 99.18 (C-2), 73.32, 73.23, 71.37 (C-8, C-
6, C-7), 70.14 (C-4), 69.81 (C-11Cbz), 66.20 (C-9), 56.50 (C-5), 42.25 (C-3)
C17
C17
H23
O10
N1
(freie Säure): 401.37 g/mol
Ansatz (3.0 mL):
206 mg (1 mmol) PEP, K1
206 mg (1 mmol) PEP, K1
-Salz
263 mg (1 mmol) ManNAlloc
100 U Synthase
Reaktionszeit: 3 d
isolierte Ausbeute: 230 mg (65% d. Th.)
Rf
263 mg (1 mmol) ManNAlloc
100 U Synthase
Reaktionszeit: 3 d
isolierte Ausbeute: 230 mg (65% d. Th.)
Rf
-Wert: 0.43 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 5.99 (dddd, 1H, J = 17.5, 10.7, 5.4, 1.3 Hz, H-12 Alloc),
5.35 (dd, 1H, J = 17.5, 1.3 Hz, H-13a Alloc), 5.27 (dd, 1H, J = 10.7, 1.3 Hz, H-13b
Alloc), 4.68-4.52 (2H, H-11 Alloc), 4.06-3.96 (2H, H-4, H-6), 3.86 (dd, 1H, J = 11.8, 2.4 Hz,
H-9a), 3.77 (ddd, 1H, J = 9.1, 6.4, 2.4 Hz, H-8), 3.70-3.50 (3H, H-5, H-9b, H-7), 2.73
(dd, 0.05H, J = 12.1, 4.4 Hz, H-3eq α), 2.23 (dd, 0.95H, J = 12.1, 4.4 Hz, H-3eq β), 1.84
(dd, 0.95H, J = 12.1, 11.8 Hz, H-3ax β)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 179.50 (C-1), 161.06 (N-C=O), 135.54 (C-12 Alloc),
120.09 (C-13 Alloc), 99.07 (C-2), 73.22, 73.13, 71.20 (C-8, C-6, C-7), 70.00 (C-4), 68.63 (C-
11 Alloc), 66.05 (C-9), 56.36 (C-5), 41.80 (C-3)
C13
C13
H21
O10
N1
(freie Säure): 351.31 g/mol
Ansatz (3.0 mL):
206 mg (1 mmol) PEP, K1
206 mg (1 mmol) PEP, K1
-Salz
279 mg (1 mmol) ManNBoc
100 U Synthase
Reaktionszeit: 6 d
isolierte Ausbeute: 65 mg (18% d. Th.)
Rf
279 mg (1 mmol) ManNBoc
100 U Synthase
Reaktionszeit: 6 d
isolierte Ausbeute: 65 mg (18% d. Th.)
Rf
-Wert: 0.53 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1H-NMR (300 MHz; D2
1H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.06-3.96 (2H, H-4, H-6), 3.86 (dd, 1H, J = 11.8, 2.4 Hz,
H-9a), 3.77 (ddd, 1H, J = 9.1, 6.4, 2.4 Hz, H-8), 3.70-3.50 (3H, H-5, H-9b, H-7), 2.73
(dd, 0.05H, J = 12.1, 4.4 Hz, H-3eq α), 2.21 (dd, 0.95H, J = 12.1, 4.4 Hz, H-3eq β), 1.82
(dd, 0.95H, J = 12.1, 12.1 Hz, H-3ax β), 1.63 (dd, 0.05H, H-3ax α), 145 (s, 9H, CH3
Boc)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 179.70 (C-1), 160.83 (N-C=O), 99.18 (C-2), 83.85 (Cq
Boc),
73.34, 71.37 (C-8, C-6, C-7), 70.14 (C-4), 66.13 (C-9), 56.01 (C-5), 42.25 (C-3), 30.49 (CH3
Boc)
C14
C14
H25
O10
N1
(freie Säure) 367.35 g/mol
Ansatz (5.0 mL):
412 mg (2 mmol) PEP, K1
412 mg (2 mmol) PEP, K1
-Salz
360 mg (2 mmol) D-Mannose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 5 h
isolierte Ausbeute: 330 mg (62% d. Th.)
Kf
360 mg (2 mmol) D-Mannose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 5 h
isolierte Ausbeute: 330 mg (62% d. Th.)
Kf
-Wert: 0.65 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 3.99 (m, 1H, H-4), 3.98 (dd, 1H, J = 9.6, 1.1 Hz, H-6),
3.87 (dd, 1H, J = 9.1 Hz, H-7), 3.87 (dd, 1H, J = 11.5, 2.5 Hz, H-9a), 3.75 (ddd, 1H, J =
9.1, 6.3, 2.5 Hz, H-8), 3.66 (dd, 1H, J = 11.5, 6.3 Hz, H-9b), 3.59 (dd, 1H, J = 9.6, 9.6 Hz,
H-5), 2.66 (dd, 0.05H, J = 13.1, 4.9 Hz, H-3eq α), 2.25 (dd, 0.95H, J = 13.1, 4.9 Hz, H-
3eq β), 1.82 (dd, 0.95H, J = 13.1, 11.5 Hz, H-3ax β), 1.66 (dd, 0.05H, J = 13.1, 11.5 Hz,
H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): 8 = 176.73 (C-1), 98.36 (C-2), 74.60, 73.40, 73.02, 71.63 (C-8,
C-6, C-5, C-7), 70.87 (C-4), 66.20 (C-9), 41.57 (C-3)
C9
C9
H16
O9
(freie Säure): 268.22 g/mol
Ansatz (5.0 mL):
412 mg (2 mmol) PEP, K1
412 mg (2 mmol) PEP, K1
-Salz
300 mg (2 mmol) D-Lyxose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 8 h
isolierte Ausbeute: 230 mg (48% d. Th.)
Rf
300 mg (2 mmol) D-Lyxose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 8 h
isolierte Ausbeute: 230 mg (48% d. Th.)
Rf
-Werte:
0.67 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.31 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
0.67 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.31 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.08-3.91 (2H, H-4, H-7), 3.76 (dd, 1H, J = 10.1, 1.1 Hz,
H-6), 3.70-3.62 (2H, H-8a, H-8b), 3.58 (dd, 1H, J = 9.5, 9.5 Hz, H-5), 2.64 (dd, 0.05H, J
= 13.1, 5.0 Hz, H-3eq α), 2.24 (dd, 0.95H, J = 13.1, 5.0 Hz, H-3eq β), 1.82 (dd, 0.95H, J
= 13.1, 11.8 Hz, H-3ax β), 1.65 (dd, 0.05H, J = 13.1, 11.8 Hz, H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 176.44 (C-1), 97.97 (C-2), 76.16, 73.75, 72.13, 70.28, 65.56,
42.95
C8
C8
H14
O8
(freie Säure): 238.19 g/mol
Ansatz (5.0 mL):
412 mg (2 mmol) PEP, K1
412 mg (2 mmol) PEP, K1
-Salz
328 mg (2 mmol) 2-Desoxy-D-glucose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 322 mg (64% d. Th.)
Rf
328 mg (2 mmol) 2-Desoxy-D-glucose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 322 mg (64% d. Th.)
Rf
-Werte:
0.54 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.26 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
0.54 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
0.26 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.35-4.15 (2H, H-4, H-6), 3.89-3.72 (2H, H-8, H-9a),
3.64 (dd, 1H, J = 11.4, 6.0 Hz, H-9b), 3.52 (dd, 1H, J = 8.4 Hz, H-7), 2.63 (dd, 0.05H, J
= 12.6, 4.4 Hz, H-3eq α), 2.20 (dd, 0.95H, J = 12.6, 4.4 Hz, H-3eq β), 1.92 (m, 1H, H-
5eq), 1.65 (m, 1H, H-5ax), 1.61 (dd, 0.95H, J = 12.6, 11.8 Hz, H-3ax β), 1.43 (dd, 0.05
H, J = 12.6, 11.8 Hz, H-3ax α)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 176.37 (C-1), 98.50 (C-2), 75.10, 73.39, 71.53 (C-8, C-6, C-
7), 66.30 (C-4), 65.74 (C-9), 41.93 (C-3), 37.77 (C-5)
C9
C9
H16
O8
(freie Säure): 252.22 g/mol
Ansatz (5.0 mL):
412 mg (2 mmol) PEP, K1
412 mg (2 mmol) PEP, K1
-Salz
328 mg (2 mmol) 2-Desoxy-D-galactose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 234 mg (46% d. Th.)
Rf
328 mg (2 mmol) 2-Desoxy-D-galactose
50 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
isolierte Ausbeute: 234 mg (46% d. Th.)
Rf
-Wert: 0.55 [konz. Ammoniak-Ethanol 1 : 1 (v/v)]
1
1
H-NMR (300 MHz; D2
O): δ = 4.23-4.10 (1 H), 4.10-3.99 (1 H), 3.92-3.83 (1 H), 3.72-
3.58 (3 H), 2.65 (m, H-3eq α), 2.20 (m, 2H, H-Seq, H-3eq β), 1.65 (dd, 1H, J = 11.4 Hz,
H-3ax β), 1.38 (q, 1H, J = 11.1 Hz, H-5ax)
13
13
C-NMR (75 MHz; D2
O): δ = 176.23 (C-1), 98.36 (C-2), 74.87, 72.96, 72.36 (C-8, C-6, C-
7), 66.08 (C-4), 65.44 (C-9), 41.93 (C-3), 37.57 (C-5)
C9
C9
H16
O8
(freie Säure): 252.22 g/mol
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM ManNPhAc
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM ManNPhAc
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.52 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM ManNAcrid
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM ManNAcrid
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.75 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM ManNAlur
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM ManNAlur
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.24 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM ManNCin
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM ManNCin
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.55 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 3,4-Dihydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 3,4-Dihydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.36 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-Allyloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-Allyloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.45 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-Acetoxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-Acetoxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.40 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-Acryloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-Acryloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.33 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-β-Glucopyranosyloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-β-Glucopyranosyloxy-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.17 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 3-Hydroxyhex-5-enal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 3-Hydroxyhex-5-enal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.47 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 2-Acrid-L-erythrose
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 2-Acrid-L-erythrose
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.33 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-Acrid-L-erythrose
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-Acrid-L-erythrose
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.33 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Ansatz (0.2 mL):
5 mM PEP
250 mM 4-Dans-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
5 mM PEP
250 mM 4-Dans-3-hydroxybutanal
1 U Synthase
Reaktionszeit: 2 d
Rf
-Wert: 0.33 [1-Butanol-Aceton-Eisessig-Wasser 35 : 35 : 7 : 23 (v/v/v/v)]
Claims (17)
1. Verfahren zur Herstellung von Proteinen mit N-Acetylneuraminsäure-
Synthase-("Synthase")Aktivität, umfassend das Kultivieren eines
prokaryotischen Wirtsorganismus, der mit einem Expressionsvektor, der ein die
Synthase codierendes Strukturgen enthält, transformiert ist, wobei in dem
Expressionsvektor sich das Startcodon des die Synthase codierenden Strukturgens
6 bis 10 Basen stromabwärts einer ribosomalen Bindungsstelle befindet.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen der ribosomalen
Bindungsstelle und dem Startcodon 8 Basen beträgt, wobei die 8 Basen
insbesondere die Sequenz 5'-GTCAATAA aufweisen.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Vektor weiterhin eine
Promotorsequenz, insbesondere eine tac-Promotorsequenz enthält.
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, wobei das
Strukturgen aus Neisseria meningitidis der Serogruppe B stammt und
insbesondere die in der SEQ ID NO: 4 gezeigte Proteinsequenz oder ein Mutein
derselben kodiert.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, wobei der
Vektor erhältlich ist durch
- - Modifizieren des kodierenden Strukturgens siaC mit der SEQ ID NO: 3 aus Neisseria meningitidis der Serogruppe B mittels PCR-Primern entsprechend der SEQ ID NO: 1 und SEQ ID NO: 2,
- - XmaI- und PstI-Restriktionsverdau des modifizierten Strukturgens und
- - Einfügen des verdauten Strukturgens in die XmaI- und PstI-Schnittstellen des kommerziellen cyclischen Vektors pKK223-3.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, wobei der
Wirtsorganismus in einem Fermenter in Gegenwart eines geeigneten Induktors
angezüchtet, die Zellmasse von der Kulturflüssigkeit abgetrennt und das Enzym
nach Zellaufschluß gewonnen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Enzym nach Zellaufschluß durch
Chromatografie an DEAE-Ionenaustauscher und fraktionierende Ammonium
sulfatfällung isoliert wird.
8. Vektor zur Expression eines Proteins mit Synthaseaktivität, wie in Ansprüchen
1 bis 5 definiert.
9. Verwendung der durch das Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 8 erhältlichen
Synthase zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure und strukturanalogen
Derivaten der N-Acetylneuraminsäure, wobei N-Acetylmannosamin oder
strukturanaloge Derivate von N-Acetylmannosamin in Gegenwart der Synthase
und Phosphoenolpyruvat zur Reaktion gebracht werden.
10. Verwendung gemäß Anspruch 9, wobei die Derivate der N-Acetyl
neuraminsäure die allgemeine Formel (I) aufweisen
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon,
in welcher R1 für Alkenyl, Alkinyl, Arylmethyl, Arylalkenyl, Halogenmethyl, Alkenyloxy, oder Alkenylamino stehen.
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon,
in welcher R1 für Alkenyl, Alkinyl, Arylmethyl, Arylalkenyl, Halogenmethyl, Alkenyloxy, oder Alkenylamino stehen.
11. Verwendung gemäß Anspruch 9, wobei die Derivate der N-Acetyl
neuraminsäure die allgemeine Formel (II) aufweisen
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, in welcher R1 bis R3 gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff, Hydroxy, Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, Alkanoyloxy, Alkenoyl oxy, für ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy(Cbz)-, tert- Butyloxycarbonyl(Boc)- oder Allyloxycarbonyl(Alloc)-modifiziertes Amin, oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest stehen.
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, in welcher R1 bis R3 gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff, Hydroxy, Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, Alkanoyloxy, Alkenoyl oxy, für ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy(Cbz)-, tert- Butyloxycarbonyl(Boc)- oder Allyloxycarbonyl(Alloc)-modifiziertes Amin, oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest stehen.
12. Verwendung gemäß Anspruch 11, wobei in der Verbindung gemäß Formel
(II)
R1 und R2 für Wasserstoff oder ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbo benzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl-modifiziertes Amin stehen, und
R3 für Wasserstoff, Hydroxymethyl, Alkenyl oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest steht.
R1 und R2 für Wasserstoff oder ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbo benzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl-modifiziertes Amin stehen, und
R3 für Wasserstoff, Hydroxymethyl, Alkenyl oder für einen Glycosyloxy- oder Glycosyloxymethylrest steht.
13. Verwendung gemäß Anspruch 11, wobei in der Verbindung gemäß Formel
(II)
R3 für Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl modifiziertes Amin steht und
R1 und R2 für Wasserstoff oder Hydroxy steht.
R3 für Hydroxymethyl, Alkenyloxymethyl, Alkenyl, ein Alkanoyl-, Alkenoyl-, Benzylcarbonyl-, Carbobenzoxy-, tert-Butyloxycarbonyl- oder Allyloxycarbonyl modifiziertes Amin steht und
R1 und R2 für Wasserstoff oder Hydroxy steht.
14. Verwendung gemäß Anspruch 9, wobei die Derivate der N-
Acetylneuraminsäure die allgemeinen Formeln (III) oder (IV) aufweisen
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, worin
R1 für eine fluoreszierende Gruppe steht,
R2 für Alkanoylamino, Hydroxy oder Wasserstoff steht,
X für einen Sauerstoff oder eine NH-Gruppe steht und
Sp für eine Valenz oder einen divalenten Rest wie Alkyl, Alkylcarbonyl, Carbamoylalkyl, Carbamoylalkylcarbonyl, (Alkyloxy)n-alkyl oder (Alkyloxy)n- alkylcarbonyl steht, wobei n Zahlenwerte von 0 bis 5 annehmen kann.
sowie verfahrenstechnisch akzeptable Salze davon, worin
R1 für eine fluoreszierende Gruppe steht,
R2 für Alkanoylamino, Hydroxy oder Wasserstoff steht,
X für einen Sauerstoff oder eine NH-Gruppe steht und
Sp für eine Valenz oder einen divalenten Rest wie Alkyl, Alkylcarbonyl, Carbamoylalkyl, Carbamoylalkylcarbonyl, (Alkyloxy)n-alkyl oder (Alkyloxy)n- alkylcarbonyl steht, wobei n Zahlenwerte von 0 bis 5 annehmen kann.
15. Verwendung gemäß Anspruch 14, wobei in den Verbindungen der
allgemeinen Formeln (III) oder (IV)
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für eine NH-Gruppe steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkylcarbonyl, Carbamoylalkylcarbonyl oder (Alkyloxy)n-alkylcarbonyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox amido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für eine NH-Gruppe steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkylcarbonyl, Carbamoylalkylcarbonyl oder (Alkyloxy)n-alkylcarbonyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
16. Verwendung gemäß Anspruch 14, wobei in den Verbindungen der
allgemeinen Formeln (III) oder (IV)
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox arnido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für ein Sauerstoffatom steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkyl, Carbamoylalkyl oder (Alkyloxy)n-alkyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
R1 für Acridonyl, Dansylamino, Fluoresceinylamino oder Fluoresceinylcarbox arnido steht,
R2 für Wasserstoff, Hydroxy oder Alkanoylamino steht,
X für ein Sauerstoffatom steht und
Sp für einen divalenten Rest wie Alkyl, Carbamoylalkyl oder (Alkyloxy)n-alkyl steht, wobei n für Zahlenwerte von 1 oder 2 steht.
17. Strukturanaloge Derivate der N-Acetylneuraminsäure der Formeln (I) bis
(IV), wie in den Ansprüchen 10 bis 16 definiert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10034586A DE10034586A1 (de) | 2000-07-14 | 2000-07-14 | Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-Synthese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10034586A DE10034586A1 (de) | 2000-07-14 | 2000-07-14 | Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-Synthese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10034586A1 true DE10034586A1 (de) | 2002-02-07 |
Family
ID=7649130
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10034586A Ceased DE10034586A1 (de) | 2000-07-14 | 2000-07-14 | Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-Synthese |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10034586A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1484406A4 (de) * | 2002-02-28 | 2005-07-27 | Kyowa Hakko Kogyo Kk | Verfahren zur herstellung von n-acetylneuraminsäure |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0870841A1 (de) * | 1996-09-17 | 1998-10-14 | Kyowa Hakko Kogyo Co., Ltd. | Prozesse für die produktion von zucker-nukleotiden und komplexen kohlehydraten |
-
2000
- 2000-07-14 DE DE10034586A patent/DE10034586A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0870841A1 (de) * | 1996-09-17 | 1998-10-14 | Kyowa Hakko Kogyo Co., Ltd. | Prozesse für die produktion von zucker-nukleotiden und komplexen kohlehydraten |
Non-Patent Citations (3)
| Title |
|---|
| Maquis,D.M. et al., Gene 42 (2), 1986, 175-83 (Abstract) * |
| Shepard,H.M. et al., DNA 1 (2), 1982, 125-31 (Abstract) * |
| Wang,G. et al., Protein Expr. Purif.6 (3), 1995, 284-90 (Abstract) * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1484406A4 (de) * | 2002-02-28 | 2005-07-27 | Kyowa Hakko Kogyo Kk | Verfahren zur herstellung von n-acetylneuraminsäure |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| KR870001815B1 (ko) | 발효법에 의한 히알우론산의 제조방법 | |
| DE69129118T2 (de) | Produktion von hyaluronsäure | |
| EP0008031B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 6-Amino-6-desoxy-L-sorbose | |
| EP0575908B1 (de) | Pseudomonas aeruginosa und seine Verwendung zur Herstellung von L-Rhamnose | |
| DE1944043B2 (de) | Biotechnisches verfahren zur herstellung von l-asparaginase mit antitumor-aktivitaet | |
| DE3048612C2 (de) | "Verfahren zur enzymatischen Trennung von L-2-Ami no-4-methylphosphinobuttersäure" | |
| EP0001099B1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Isomerisierung von Saccharose zu Isomaltulose mit Hilfe von Mikroorganismen | |
| DE2651200A1 (de) | Neuraminidase und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3851022T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von verzweigten Fructo-Oligosacchariden. | |
| DE10034586A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von N-Acetylneuraminsäure-Synthese | |
| US2885433A (en) | O-carbamyl-d-serine | |
| CH576487A5 (en) | Validamycin a - from the hydrolysis ofvalidamycin c, e, and f | |
| DE60319529T2 (de) | Chondroitinsynthetase und das enzym codierende nukleinsäure | |
| DE2811303B2 (de) | Enzymatisch* Komplexe, die zur Umwandlung racemischer Hydantoine in optisch aktive Aminosäuren geeignet sind, sowie deren Anwendung | |
| DE3785021T2 (de) | Verfahren zur herstellung von neuraminidase. | |
| DE19913206A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von CMP-Sialat-Synthetase | |
| DE4111971C1 (de) | ||
| DE2365894C2 (de) | Biotechnisches Verfahren zur Herstellung von Polynucleotiden | |
| EP0721511B1 (de) | Verfahren zur herstellung von arabinonukleotiden | |
| DE69403688T2 (de) | Fermentations-Ausgangsmaterial | |
| DE2107148B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polynucleotide!! durch enzymatische Polymerisation von Nucleosiddiphosphaten | |
| KR20150063057A (ko) | 히알루로난-리아제 효소, 이의 생산 방법, 이의 용도, 및 저분자량의 히알루로난의 제조 방법 | |
| DE2510327C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Purinnukleosid-5'-phosphat-(mono-, di- oder tri-)-3'-(2')-diphosphaten | |
| DE2616673C2 (de) | Mikrobiologisches Verfahren zur Herstellung von L(+)-Weinsäure und deren Salzen | |
| DE2319242A1 (de) | Verfahren zur herstellung von dextranase |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8122 | Nonbinding interest in granting licences declared | ||
| 8131 | Rejection |