DE10033245A1 - Verwendungen des Hitzeschockproteins gp96 - Google Patents
Verwendungen des Hitzeschockproteins gp96Info
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Abstract
gp96-Moleküle werden zum Markieren und/oder Aktivieren von Antigen-präsentierenden Zellen (APCs) verwendet. Ferner wird ein Verfahren zum aktivieren von APCs in vitro und in vivo beschrieben
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Verwendungen des Hitze
schockproteins gp96.
Es ist seit längerem bekannt, daß das Hitzeschockprotein gp96 eine
tumorspezifische Immunantwort vermitteln kann, sofern es aus dem
Tumor isoliert wurde, gegen den die Antwort gerichtet werden soll.
Beispielsweise wird in einer Maus ein bekannter Tumor induziert,
dieser Tumor entnommen und gp96 aus dem Tumor isoliert. Wird die
ses gp96 nun im Rahmen einer Immuntherapie einer Maus, die eben
falls vom gleichen Tumor befallen ist, gespritzt, so zeigt sich,
daß der Tumor abgestoßen wird. Im Rahmen einer Immunisierung dage
gen wird der Maus gp96 gespritzt und daraufhin der Tumor implan
tiert bzw. induziert. Es zeigt sich daß der Tumor nicht wachsen
kann. gp96 aus Nicht-Tumorgewebe kann diese Immunantwort nicht
vermitteln.
Die Tumorspezifität beruht demnach nicht auf gp96 selbst, sondern
auf kleinen Peptiden (Antigenen), die an gp96 assoziiert sind.
Diese Peptide stellen für das Immunsystem die Informationen dar,
die es braucht, um den Tumor zu erkennen. In der heutigen Modell
vorstellung wird gp96 von sog. antigenpräsentierenden Zellen
(APCs) aufgenommen, innerhalb der APC wird das an gp96-gebundene
Peptid auf sog. MHC Klasse I-Moleküle übertragen und diese auf der
Oberfläche im Kontext dieser MHC Klasse I-Moleküle präsentiert.
Diese Präsentation ermöglicht die spezifische Erkennung des Pep
tids von T-Zellen, die aktiviert werden und darauf hin im Ideal
fall in der Lage sind, den Tumor zu erkennen und zu vernichten.
gp96 dient demnach als Antigen-Carrier. Mittlerweile ist eine ähn
liche Funktion auch für andere Hitzeschockproteine wie hsp70,
hsp90, hsp110 und grp170 gezeigt. Da die Immunisierung mit gp96
auch bei Einsatz extrem geringer Mengen erfolgreich funktioniert,
ist in der Literatur bereits spekuliert worden, daß APCs spezifi
sche Rezeptoren besitzen, die gp96 und andere Hitzeschockproteine
auf der Oberfläche binden und endozytieren.
In diesem Zusammenhang konnten Singh-Jasuja et al., J. Exp. Med.,
2000, 191: 1965-1974 zeigen, daß gp96 auf der Oberfläche von APCs
an einen oder mehrere noch unbekannte Rezeptoren bindet und diese
rezeptorvermittelte Aufnahme essentiell für die Präsentation von
gp96-assozierten Peptiden auf MHC Klasse I-Molekülen und damit für
die Aktivierung von T-Zellen ist.
Aus dieser Veröffentlichung ist es bekannt, daß gp96 an einen oder
mehrere noch unbekannte Rezeptoren auf menschlichen und Maus-APCs
bindet. Wichtig ist hier insbesondere, daß sog. dendritische Zel
len (DCs), denen die größten Fähigkeiten als APC nachgesagt wer
den, gp96 gut binden. Die Bindung von gp96 an Zellen kann nur gemessen
werden, wenn das Protein in irgendeiner Form markiert ist,
z. B. radioaktiv, enzymatisch oder mit einem fluoreszierenden Farb
stoff. Im letzteren Fall kann gp96-FITC verwendet werden, also
gp96, das mit dem Fluoreszenzfarbstoff FITC
(Fluoresceinisothiocyanat) markiert wurde.
Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufga
be zu Grunde, zumindest eine neue Verwendung für gp96 bereitzu
stellen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß von einer von den
Erfindern der vorliegenden Anmeldung neu entdeckten Funktion von
gp96 Gebrauch gemacht. gp96 kann nach Erkenntnis der Erfinder näm
lich nicht nur als Antigen-Carrier fungieren, es ist überraschen
der Weise auch in der Lage, APCs, insbesondere dendritische Zellen
(DCs) zu aktivieren, so daß diese ihrerseits noch besser in der
Lage sind, T-Zellen zu aktivieren. Bei der Aufnahme von gp96 durch
DCs laufen nach Erkenntnis der Erfinder nämlich zwei Vorgänge si
multan ab: zum einen wird auf diese Weise effektiv gp96-
assoziertes Antigen für die Präsentation aufgenommen, zum anderen
wird die DC aber auch selbst aktiviert, worauf sie noch besser
präsentieren kann.
Man unterscheidet zwischen der ruhenden, unreifen DC, die in der
Antigenaufnahme spezialisiert ist und der aktivierten, reifen DC,
die in der Antigenpräsentierung spezialisiert ist. DCs können
durch verschiedene Reagenzien aktiviert werden, z. B. durch bakte
rielle Bestandteile wie Lipopolysaccharid (LPS). Solche Bestand
teile verursachen in Säugern Fieber, weshalb sie auch als Pyrogene
bezeichnet werden. Andere Aktivatoren sind z. B. Cytokine wie TNF-
alpha, das im allgemeinen heute in der Forschung zur Aktivierung
von DCs verwendet wird. Vor kurzem ist gezeigt worden, daß die
Hitzeschockproteine hsp60 und hsp70 ebenfalls die Aktivierung von
DCs vermitteln.
Nach Erkenntnis der Erfinder aktiviert gp96 humane und Maus-DCs.
Dies zeigt sich anhand von Markermolekülen, die bei Aktivierung
von DCs auf der Oberfläche hochreguliert werden: CD86 (B7.2), MHC
Klasse II und (nur bei humanen DCs) CD83. Außerdem sekretieren DCs
nach Aktivierung mit gp96 Cytokine (Fig. 2b), die wichtige immun
regulatorische Funktionen haben. Besonders das Cytokin IL-12 nimmt
eine immer wichtigere Bedeutung ein. Von Bedeutung ist auch der
Beweis, daß die Aktivierung nicht auf Kontamination von Pyrogenen
beruht, z. B. LPS. Die Aktivierung erfolgt nicht bei Denaturierung
des gp96 durch Kochen, während LPS sich durch Kochen nicht denatu
rieren läßt.
Die Konsequenz der Aktivierung von DCs mit gp96 besteht darin, daß
aktivierte DCs als einzige Zellen des Immunsystems in der Lage
sind, T-Zellen zu aktivieren.
Eine entscheidende Erkenntnis ist darin zu sehen, daß ruhende DCs
gp96 hervorragend binden, nicht aber entweder durch gp96 selbst
oder LPS aktivierte DCs, was darauf hindeutet, daß der Rezeptor
für gp96 auf DCs nach ihrer Aktivierung herrunterreguliert wird.
Die Messung der Bindung erfolgt z. B. durch fluoreszenzmarkiertes
gp96, also gp96-FITC. Somit kann gp96-FITC als Detektionsreagenz
verwendet werden. Die Bindung bzw. Nichtbindung zeigt den Aktivie
rungsstatus der DCs an.
Erfindungsgemäß werden gp96-Moleküle zum Markieren und/oder Akti
vieren von Antigen-präsentierenden Zellen (APCs) verwendet, wobei
die APC vorzugsweise ausgewählt sind aus der Gruppe: Dendritische
Zellen (DC), Monozyten, Makrophagen, B-Zellen und peritoneale Ex
sudat-Zellen.
Dabei können die gp96-Moleküle als Marker für die Aktivierung
und/oder die Reifung und/oder den Differenzierungsstatus der APC,
insbesondere von DC, und/oder für unreife DC verwendet werden.
Es ist ferner bevorzugt, wenn die gp96-Moleküle markiert, vorzugs
weise fluoreszenzmarkiert, weiter vorzugsweise FITC-markiert sind.
Weiter ist es bevorzugt, wenn die gp96-Moleküle aus primären
nicht-menschlichen Säugerzellen, vorzugsweise aus Mauszellen, oder
aus humanen bzw. murinen Zellinien gewonnen werden.
Hier ist von Vorteil, daß gp96-Moleküle zum einen in beliebiger
Menge und zum anderen so hergestellt werden können, daß sie nicht
oder mit ganz speziellen Antigenen assoziiert sind, die z. B. in
genetisch veränderten Mäusen oder anderen Säugetieren exprimiert
werden.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die gp96-Moleküle zum Aktivieren der
Reifung von APCs, insbesondere DCs verwendet werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum in vivo oder in
vitro Aktivieren von APCs, insbesondere DCs, bei dem gp96-
Moleküle, vorzugsweise so wie oben beschrieben verwendet werden.
Die gp96-Moleküle können dabei z. B. subkutan oder intradermal in
jiziert werden.
In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn die APCs ex-vivo mit
Antigenen geladen werden, die vorzugsweise ausgewählt sind aus der
Gruppe: Tumor-assoziierte, Tumor-spezifische, autoimmunassoziier
te, virale und bakterielle Antigene.
Dabei ist es weiter bevorzugt, wenn die APCs in vitro mit gp96-
Molekülen alleine oder zusammen mit anderen Faktoren wie TNF-alpha
behandelt werden.
Die Erfindung betrifft ferner nach dem neuen Verfahren hergestell
te APCs sowie deren Verwendung zur Induzierung einer Immunantwort
gegen die Antigene, mit denen sie ex vivo beladen wurden.
Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung von gp96-
Molekülen zur Induzierung einer Toleranz und/oder einer TH2-Typ-
Antwort und/oder einer TH1-Typ-Antwort gegen Antigene, vorzugswei
se gegen Antigene, die ausgewählt sind aus der Gruppe: Tumor
assoziierte, Tumor-spezifische, autoimmunassoziierte, virale und
bakterielle Antigene.
Es ist bevorzugt, wenn nicht aktivierte APCs mit stark exprimier
ten gp96-Rezeptor verwendet werden, der vorzugsweise über markier
te, vorzugsweise fluoreszenzmarkierte gp96-Moleküle detektiert
wird, und derartige APCs in diesem nicht aktivierten Zustand durch
Substanzen wie bspw. Cytocahlsin D arretiert werden.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der neuen APCs im
Rahmen einer Tumortherapie und/oder -prävention, eine therapeuti
sche Zusammensetzung mit diesen APCs und einem therapeutisch ak
zeptierbaren Träger, sowie ein Kit mit erfindungsgemäß zu verwen
denden gp96-Molekülen und den erforderlichen Reagenzien.
In dieser Weiterbildung wird gp96 also nicht als Antigen-Carrier
benutzt, sondern lediglich als Aktivator von APCs, insbesondere
DCs. Die APCs können dann mit dem gewünschten Antigen ex vivo be
laden und dem Patienten zur Therapie wieder gespritzt werden.
Wird gp96-FITC als Detektionsmittel eingesetzt, um den Aktivie
rungs- bzw. Differenzierungszustand von antigenpräsentierenden
Zellen zu ermitteln, lassen diese APCs sich entsprechend ihrer
Bindung von gp96-FITC und damit entsprechend ihres Expressions
levels des gp96-Rezeptors in verschiedene Kategorien unterteilen,
die bei der Tumortherapie relevant sind.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur in vitro Präpara
tion von DCs aus aus dem Blut isolierten Monozyten und/oder aus
dem Knochenmark präparierten Stammzellen, bei dem die Monozyten
und/oder Stammzellen mit gp96-Molekülen allein oder in Kombination
mit Wachstumsfaktoren wie bspw. GM-CSF behandelt werden.
Die Erfinder haben nämlich erkannt, daß gp96-Moleküle in der Lage
sind, derartige Vorläuferzellen zu DCs zu differenzieren.
Zusammenfassend induzieren Peptide, die mit dem Hitzeschockprotein
gp96 assoziiert sind, eine spezifische T-Zellantwort gegen die
Zellen, aus welchen gp96 isoliert wird. Es ist bereits bekannt,
daß gp96 an einen noch unbekannten Rezeptor bindet, welcher auf
dendritischen Zellen (DCs) vorhanden ist, und daß eine rezeptor
vermittelte Aufnahme für eine Kreuzpräsentation gp96-assoziierter
Peptide durch DCs notwendig ist. Die gegenwärtigen Erfinder haben
nun gezeigt, daß gp96 die Reifung der DCs vermittelt, wie durch
eine Hochregulierung von MHC Klasse II- und CD86-Molekülen, Sekre
tion der Cytokine IL-12 und TNF-alpha und eine erhöhte T-
Zellstimulationsfähigkeit bestimmt wurde. Erhitztes und daher de
naturiertes gp96 ist nicht in der Lage, eine DC-Reifung und Cyto
kinsekretion zu induzieren. Weiterhin sind reife DCs nicht mehr in
der Lage, gp96-Moleküle zu binden. Daher wird der gp96-Rezeptor
auf reifen DCs herrunterreguliert, was nahelegt, daß sich dieser
Rezeptor ähnlich verhält wie andere Rezeptoren, die an der Anti
genaufnahme beteiligt sind, wie der Scavenger-Rezeptor CD36, der
Mannose-Rezeptor oder die Integrine αv β3 und αv β5.
Insgesamt ist gp96 ein überkreuz primender Antigen-Carrier und
überraschenderweise ein direkter Aktivator dendritischer Zellen.
Dendritische Zellen sind sehr effektive Aktivatoren der T-Zellen.
Unreife DCs sind Experten für die Antigenaufnahme, wogegen reife
DCs auf die T-Zellaktivierung spezialisiert sind, die höchstwahr
scheinlich durch eine erhöhte Expression von MHC- und co
stimulatorischen Molekülen wie CD86 verursacht wird. Die DC-
Reifung kann durch mehrere Stimuli einschließlich LPS, Bakterien
und Viren, CpG-Oligonukleotide und Signalmoleküle wie CD40L indu
ziert werden.
Insbesondere die Fähigkeit, exogene Antigene durch einen Prozeß zu
präsentieren, welcher "Kreuzpräsentation" genannt wird, ist ein
Schlüsselmerkmal der DCs. Diese exogenen Antigene umfassen Protei
ne, Bakterien und apoptotische Zellen. Zusätzlich wurde vor kurzem
gezeigt, daß auch Peptide, die von Hitzeschockproteinen (HSPs) be
gleitet werden, wie gp96, durch APCs in Verbindung mit MHC Klasse
I-Molekülen für CTLs präsentiert werden können. Die Präsentation
erfordert die Aufnahme von gp96 über einen oder mehrere bisher
nicht identifizierte Rezeptoren, die von DCs exprimiert werden.
Hitzeschockproteine wie HSP60 und HSP70 induzieren ebenfalls die
Aktivierung von Monozyten und die Sekretion der entzündungsför
dernden Cytokine TNF-alpha und IL-12 über eine Wechselwirkung mit
CD14-Molekülen. So können HSPs nicht nur als ein Vehikel für antigene
Peptide, welche durch T-Zellen erkannt werden, sondern eben
falls wie postuliert als ein Gefahrensignal für das angeborene Im
munsystem dienen, wenn sie von gestreßten Zellen freigesetzt wer
den. In Übereinstimmung hiermit steht der Befund, daß eine erhöhte
HSP70-Expression in Tumorzellen, welche durch einen nicht apopto
tischen Zelltod oder durch Transfektion induziert wurde, zu einer
erhöhten Tumorimmunogenität über einen T-Zell-vermittelten Weg
führte.
Unter allen analysierten HSPs hat das ER-interne Hitzeschockpro
tein gp96 die am besten dokumentierte Geschichte in Bezug auf die
Induktion spezifischer CTL-Antworten und Tumore. Diese Merkmale
wurden der Tatsache zugeschrieben, daß gp96 mit Peptiden assozi
iert ist, die von intrazellulären Proteinen abgeleitet sind, wel
che nach einer rezeptorvermittelten Endozytose von gp96 effizient
auf MHC Klasse I-Molekülen auf DCs präsentiert werden. Eine
nichtspezifische Phagozytose führte nicht zu einer CTL-
Aktivierung. Jedoch wurde vor kurzem gezeigt, daß zur Aktivierung
von CTLs aus ihren nativen Vorläufern immunogene Peptide durch DCs
präsentiert werden müssen, welche ihr volles Potential co
stimmulatorischer Moleküle zeigen.
In Anbetracht des Obigen haben die gegenwärtigen Erfinder die Wir
kung von gp96 auf die DC-Reifung und die T-Zellaktivierung gete
stet und konnten überraschend zeigen, daß mit gp96 behandelte un
reife DCs TNF-alpha und IL-12 sekretieren und sich in den reifen
Phänotyp umwandeln, wobei sie in dem Fall von humanen DCs erhöhte
Spiegel von CD86-, MHC Klasse II- und CD83-Molekülen exprimieren.
Diese Änderung beim Phänotyp hat funktionale Konsequenzen, welche
durch die Zunahme bei der Aktivierung von allogenen T-Zellen
sichtbar gemacht werden. Interessanterweise verlieren die DCs nach
der Reifung ihre Fähigkeit, exogenes gp96 zu binden. Diese Beobachtung
ist in guter Übereinstimmung mit den verringerten Fähig
keiten von reifen DCs, Antigen aufzunehmen.
Beispiele von Ergebnissen sind wie folgt in den Figuren gezeigt:
Fig. 1: gp96 aktiviert humane dendritische Zellen.
Humane dendritische Zellen wurden in vitro aus CD14+-pBMCs nach 7
Tagen mit GM-CSF und IL-4 präpariert und für 24 h mit gp96, hitze
behandeltem gp96, LPS oder hitzebehandeltem LPS inkubiert. A:
CD86-Expressionslevels von DCs, die mit gp96/LPS behandelt wurden
(ausgefülltes Histogramm), oder von nicht behandelten DCs (in
grau; die schwarze Linie stellt einen isotypen Kontrollantikörper
dar, welcher für alle Behandlungen dieselbe Fluoreszenzintensität
zeigte). B zeigt den Prozentsatz von hoch CD86- (wie in A durch
den Markierungsbalken angegeben) und von Aktivierungsmarker CD83-
exprimierenden DCs nach Behandlung mit den verschiedenen Effektor
molekülen. Fehlerbalken geben die Standardabweichung an. Die Er
gebnisse repräsentieren drei unabhängige Experimente.
Fig. 2: gp96 aktiviert dendritische Mauszellen.
Dendritische Mauszellen wurden aus Knochenmark von C57BL/6- oder
BALB/c-Mäusen nach 7 Tagen mit GM-CSF präpariert. A: Die Behand
lung mit 30 und 100 µg/ml gp96 und 2 µg/ml LPS und hitzebehandel
tem LPS führte nach 24 h zu einer Hochregulierung von CD86
(gemessen durch FACS-Doppelfärbung mit CD11c- und CD86-
Antikörpern), während hitzebehandeltes gp96 die DCs nicht akti
vierte. B: Überstände aus dem obigen Experiment wurden durch ELISA
auf den Gehalt der Cytokine IL-12 und TNF-alpha hin analysiert
(was ähnliche Ergebnisse wie in A zeigte). Die Fehlerbalken zeigen
die Standardabweichung von jeweils drei Versuchen. Die Ergebnisse
repräsentieren wenigstens drei unabhängige Experimente.
Fig. 3: Dendritische humane und Mauszellen, die durch gp96 akti
viert wurden, sind in der Lage, eine starke Vermehrung von allore
aktiven T-Zellen zu induzieren.
Humane DCs wurden präpariert und für 24 h wie oben beschrieben mit
30 µg/ml gp96, hitzebehandeltem gp96 oder 2 µg/ml LPS behandelt.
Nach einem gründlichen Waschen wurden diese vorbehandelten DCs mit
1 × 10E5 PBMCs eines anderen Spenders für 4 Tage in anderen Stiu
mulator/Responder-Verhältnissen inkubiert (gezeigt ist das Ver
hältnis 1 : 30). Die Vermehrung der T-Zellen wurde durch Zugabe von
1 µCi 3H-Thymidin für 16 h getestet. Fehlerbalken geben die Stan
dardabweichung von jeweils drei Versuchen an. Die Ergebnisse re
präsentieren zwei unabhängige Experimente. Ähnliche Ergebnisse
wurden für BALB/c-Maus-DCs erhalten, die eine Vermehrung von
C57BL/6 T-Zellen induzierten (Daten nicht gezeigt).
Fig. 4: Aktivierte DCs regulieren den gp96-Rezeptor herunter.
Aus Knochenmark stammende DCs aus C57BL/6-Mäusen zeigen eine hete
rogene Population aktivierter (hoch CD86-positiv auf FL-2) und
nicht aktivierter (gering CD86-positiv) CD11c-positiver DCs. OVA-
FITC als Kontrollprotein band überhaupt nicht, während gp96-FITC
nur an nicht aktivierte DCs band (untere Felder). Die oberen Fel
der zeigen die CD11c-Expression der DC-Präparation und die Bindung
von gp96-FITC. Die Werte geben Prozentsätze der gesamten Zellen in
dem bestimmten Quadranten an. Die Ergebnisse repräsentieren drei
verschiedene Experimente.
Das Medium, welches durchgehend verwendet wurde, war Iscove's Mo
difiziertes Dulbecco-Medium (IMDM, BioWhittaker, Verviers, Belgi
en), das mit 2 mM L-Glutamin (GibcoBRL Life Technologies, Paisley,
UK), 100 IU/ml Penicillin/Streptomycin (Gibco), 10% FCS (PAA,
Linz, Österreich) und Cytokinen wie unten angegeben ergänzt war.
Unreife Maus-DCs wurden aus Knochenmark von C57BL/6- oder BALB/c-
Mäusen gemäß Inaba et al., J. Exp. Med. 1992, 176: 1693-1702 er
zeugt. Kurz gesagt wurden Knochenmarkzellen mit 150 U/ml GM-CSF
(PeproTech, London, UK) für 6-8 Tage inkubiert, wobei das Medium
alle zwei Tage erneuert wurde. Ungefähr 90-100% aller Zellen in
dem FACS(r)-Fenster, das für Monozyten verwendet wird, waren DCs,
wie durch Durchflußzytometrie mit Antikörpern bestimmt wurde (die
von Pharmingen, San Diego, CA, erhalten wurden): diese waren
CD11c-, CD86- und MHC Klasse II-positiv und CD14-negativ. Humane
unreife dendritische Zellen wurden gemäß Bender et al., J. Immu
nol. Methods 1996, 196: 121-135 aus PBMCs präpariert.
Kurz gesagt wurden CD14+-Monozyten durch ein Anhaften für 1 h an
Kulturschalen und gründliches Waschen gereinigt; die Monozyten
wurden für 6-8 Tage mit 1000 IU/ml IL-4 und 800 IU/ml GM-CSF inku
biert, wobei die Cytokine alle drei Tage erneuert wurden. Die Zel
len, welche auf diese Weise erzeugt wurden, zeigten bis zum Tag 12
eine große Anzahl von Dendriten und waren nur leicht adhärent. Sie
exprimierten CD1a, wenig CD14, CD86, HLA-DR und sehr wenig CD83
auf ihrer Oberfläche, wie durch Antikörper (Pharmingen) bestimmt
wurde.
Maus- und humane DCs wurden durch Zugabe von 30 bis 100 µg/ml gp96
oder 2 µg/ml LPS (aus Salmonella typhimurium, Sigma Chemicals, St.
Louis, MO) für 24 h stimuliert. In einigen Fällen wurden gp96 oder
LPS bei 95°C für wenigstens 20 min vorbehandelt. Gp96
(freundlicherweise von Immatics Biotechnologies, Tübingen, zur
Verfügung gestellt) wurde aus einer Mycoplasma-freien IGELa2-
Mauszellinie wie in Arnold et al., J. Exp. Med. 1995, 182: 885-889
beschrieben gereinigt. FPLC-Fraktionen, welche den Fraktionen, die
gemäß Western-Blot kein gp96 enthielten, vorausgingen und folgten,
werden als "flankierende Fraktionen" bezeichnet (zur Verfügung ge
stellt von Immatics Biotechnologies, Tübingen). Endotoxin, das in
den gp96-Präparationen vorliegen könnte, wurde durch ein Limulus-
Amöbozytenlysat-Kit (QCL-1000, BioWhittaker) gemäß den Richtlinien
getestet, die von der US Food and Drug Administration (FDA) veröf
fentlicht wurden. Der Endotoxingehalt, der in allen Fällen be
stimmt wurde, lag bei oder unterhalb von 0,05 EU/µg gp96. Zum
Nachweis von möglichen Mycoplasma-Verunreinigungen der IGELa2-
Zellinie und der gp96-FPLC-Fraktionen wurde das "Mycoplasma Plus"-
Kit von Stratagene, La Jolla, CA, verwendet.
Maus IL-12 (p40) und TNF-alpha wurden in Kulturüberständen unter
Verwendung von Standard-Sandwich-ELISA-Protokollen gemessen. Anti
körper und rekombinante Standards beider Cytokine wurden von Phar
mingen erhalten. Der Einfang-Antikörper wurde an die ELISA-Platte
(MaxiSorb™ Nunc, Roskilde, Dänemark) gebunden, der biotinylierte
Nachweisantikörper wurde von Streptavidin-konjugierter Meerret
tichperoxidase erkannt und durch ein ABTS-Substrat (Sigma), das
bei 415 nm emittierte, nachgewiesen.
Humane oder BALB/c-DCs wurden in einer Platte mit 96 Vertiefungen
wie oben beschrieben stimuliert, gründlich gewaschen und mit PBL
aus einem anderen Spender bzw. C57BL/6-Milzzellen für 4 Tage bei
verschiedenen Responder/Stimulator-Verhältnissen inkubiert. Am Tag
4 wurde 1 µCi 3H-Thymidin pro Vertiefung zugegeben, die Zellen
wurden nach weiteren 16 h geerntet und das eingebaute 3H-Thymidin
wurde nachgewiesen, indem ein Wallac 1450-MicroBetacounter verwen
det wurde.
Eine Anfärbung der Zelloberfläche wurde durchgeführt, indem Anti
körper wie oben beschrieben, Ovalbumin-FITC oder gp96-FITC
(freundlicherweise von Immatics Biotechnologies, Tübingen, zur
Verfügung gestellt) verwendet wurden, welche mit den Zellen für 30 min
auf Eis in IMDM, das 10% FCS enthielt, inkubiert wurden. Tote
Zellen wurden durch PI-Färbung ausgeschlossen. Alle FACS(r)-
Analysen wurden auf einem FACSCalibur(r) (Becton Dickinson, Moun
tain View, CA) durchgeführt, wobei eine Cell Quest Software ver
wendet wurde.
Um die Wirkung von gp96 auf phänotypische Veränderungen der DCs zu
untersuchen, wurden unreife DCs durch Inkubation humaner PBMCs für
7 Tage mit GM-CSF und IL-4 erzeugt. Für weitere 24 h wurden gp96
oder LPS als eine positive Kontrolle zu den Kulturen zugegeben.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, induzierte gp96 wie auch LPS eine Rei
fung der DCs, welche nun erhöhte Levels an CD83 und CD86 auf ihrer
Oberfläche zeigten. Eine Denaturierung von gp96 durch Wärme zerstörte
dessen Fähigkeit, DCs zu aktivieren, wogegen LPS durch die
se Behandlung nicht betroffen wurde. Diese letzteren Beobachtungen
sind ein starkes Argument für eine gp96-vermittelte DC-
Aktivierung, die keine Folge einer Endotoxinkontamination, sondern
das Ergebnis der Bindung von nativem gp96 an seinen Rezeptor ist.
Dieses wurde weiterhin durch den Befund gestützt, daß die gp96-
flankierenden Fraktionen aus der FPLG-Reinigung (denen gp96 fehl
te) keine DC-Reifung induzierten und daß sich normales Medium und
gp96 in ihrem Endotoxingehalt nicht unterschieden, wie durch den
Limulus-Amöbozyten-Testkit gemessen wurde (Daten nicht gezeigt).
Zusätzlich wurde gp96 aus einer Zelline gereinigt, die nicht mit
Mycoplasma infiziert war. Es ist wichtig, dieses festzustellen, da
vor kurzem gezeigt wurde, daß der Überstand von Mycoplasma-
infizierten Zellen in der Lage ist, eine DC-Reifung zu induzieren.
BSA und Concanavalin A, welche als Kontrollproteine in ähnlichen
Mengen wie gp96 zugegeben wurden, aktivierten die DCs nicht (Daten
nicht gezeigt).
Eine vergleichbare gp96-vermittelte Aktivierung wurde ebenfalls
erhalten, indem aus Knochenmark von Mäusen stammende DCs verwendet
wurden. Eine Inkubation unreifer DCs mit gp96 bei verschiedenen
Konzentrationen induzierte eine hitzelabile Reifung von DCs, wie
durch eine erhöhte Expression von CD86-Molekülen (Fig. 2A) und
MHC Klasse II-Molekülen (Daten nicht gezeigt) sichtbar gemacht
wurde. Zusätzlich zu der Expression von Reifungsmarkern auf der
Zelloberfläche induziert gp96 ebenfalls die Sekretion der entzün
dungsfördernden Cytokine IL-12 und TNF-alpha (Fig. 2B). Wiederum
ist die Wirkung wärmeempfindlich und beruht nicht auf Endotoxin
verunreinigungen, die in unseren gp96-Präparationen möglicherweise
vorhanden sind.
Um zu erforschen, ob die gp96-vermittelte DC-Reifung funktionale
Konsequenzen hat, wurden DCs, die durch gp96 oder LPS reifen ge
lassen wurden, für 4 Tage mit allogenen PBMCs inkubiert, und die
Zellvermehrung wurde durch Inkubation mit 3H-Thymidin bestimmt.
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, induzierten DCs, die entweder nach
LPS- oder gp96-Aktivierung für 24 h einen reifen Phänotyp zeigten,
3fach besser die T-Zellvermehrung als unreife DCs, die nur mit Me
dium inkubiert wurden. Wie schon vorher beobachtet wurde, ist die
gp96-vermittelte Wirkung wärmeempfindlich, da DCs, die mit erhitz
tem gp96 inkubiert wurden, keine erhöhte T-
Zellstimulationsfähigkeit zeigten. Eine vergleichbare T-
Zellvermehrung wurde beobachtet, indem Maus-DCs und allogene Milz
zellen verwendet wurden (Daten nicht gezeigt).
Die Reifung von DCs induziert eine Hochregulierung von MHC Klasse
II-, CD83- und CD86-Molekülen, was zu einer erhöhten T-Zellvermeh
rung führt. Zusätzlich sind die DCs, wenn sie einmal aktiviert
sind, nicht in der Lage, weiterhin gp96-vermittelte Stimuli zu
empfangen. Wie in Fig. 4 gezeigt ist, binden alle CD11c-positiven
Maus-DCs gp96, nicht aber Ovalbumin. Jedoch sind nur unreife DCs,
die niedrige Levels an CD86 exprimieren, in der Lage, gp96 zu bin
den. Da gp96 mit Peptiden aus der Zelle, aus welcher es isoliert
wurde, komplexiert ist, und DCs in der Lage sind, diese Peptide
auf MHC Klasse I-Molekülen überkreuz zu präsentieren, kann nicht
mehr erwartet werden, daß reife DCs in der Lage sind, gp96-
assoziierte Peptide für T-Zellen zu präsentieren.
Die obigen Experimente zeigen, daß das ER-interne Hitzeschockpro
tein gp96 in der Lage ist, die Reifung von Maus- und humanen DCs
zu induzieren. Diese Beobachtung ist besonders bemerkenswert im
Lichte der früheren Befunde, wo für gp96 gezeigt wurde, daß es
spezifisch an DCs bindet, was zu einer auf die MHC Klasse I be
schränkten Kreuzpräsentation gp96-assoziierter Peptide führte. Der
Befund des Herunterregulierens des gp96-Rezeptors auf der Oberflä
che reifer DCs erlaubt außerdem die ersten Spekulationen über die
Natur des gp96-Rezeptors, der auf DCs exprimiert wird. Mögliche
Kandidaten sind endozytische Rezeptoren wie der Scavenger-Rezeptor
CD36 oder die Integrine αvβ3 und αvβ5, von welchen allesamt ge
zeigt wurde, daß diese bei der DC-Reifung herrunterreguliert wer
den.
Die Erfindung liefert den ersten Beweis, daß gp96 nicht nur ein
Peptid-Carrier ist, welcher die assoziierten Peptide zu professio
nellen APCs dirigiert, sondern ebenfalls ein direkter Aktivator
der DCs, welche bei der T-Zellaktivierung eine Umwandlung zu dem
reifen Phänotyp hocheffizient induziert. Gp96 könnte daher als ein
Gefahrensignal wirken, wenn es aus nekrotischen oder gestreßten
Zellen freigesetzt wird, welche sowohl unspezifische als auch spe
zifische Stimuli an das Immunsystem abgeben.
Wenn sie einmal aktiviert sind, verlieren die DCs die Fähigkeit,
neue gp96-assoziierte Peptide aufzunehmen, und gewinnen die Fähig
keit, effizient mit T-Zellen zu kommunizieren, welche für die prä
sentierten MHC/Peptid-Komplexe spezifisch sind. Diese Situation
ähnelt stark derjenigen, die anfangs für die Präsentation von lös
lichen Antigenen auf MHC Klasse II-Molekülen beobachtet wurde, wo
beschrieben wurde, daß DCs in einem Zustand der Antigenpräsentation
"arretiert" sind und bei der Aktivierung der T-Zellen hocheffi
zient sind.
Dieses neue Merkmal von gp96 liefert eine zusätzliche, bisher un
bekannte Erklärung für dessen hohe Immunogenität und wird es er
lauben, seine Anwendung bei der Induktion spezifischer Immunant
worten in vivo zu verbessern.
Claims (20)
1. Verwendung von gp96-Molekülen zum Markieren und/oder Aktivie
ren von Antigen-präsentierenden Zellen (APCs).
2. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
APC ausgewählt sind aus der Gruppe: Dendritische Zellen (DC),
Monozyten, Makrophagen, B-Zellen und peritoneale Exsudat-
Zellen.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die gp96-Moleküle als Marker für die Aktivierung und/oder
die Reifung und/oder den Differenzierungsstatus der APC, ins
besondere von DC, und/oder für unreife DC verwendet werden.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gp96-Moleküle markiert, vorzugsweise fluo
reszenzmarkiert, weiter vorzugsweise FITC-markiert sind.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gp96-Moleküle aus humanen und anderen Säu
gerzellinien sowie aus Insekten-Zellinien sowie aus primären,
nicht-menschlichen Säugerzellen, vorzugsweise aus Mauszellen
gewonnen werden.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gp96-Moleküle zum Aktivieren der Reifung
von APCs, insbesondere DCs verwendet werden.
7. Verfahren zum Aktivieren von APCs in vitro, insbesondere DCs,
bei dem gp96-Moleküle, vorzugsweise wie in einem der Ansprü
che 1 bis 6 verwendet werden.
8. Verfahren zum Aktivieren von APCs in vivo, z. B. durch subku
tane oder intradermale Injektion von gp96-Molekülen.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die APCs ex-vivo mit Antigenen beladen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antigene ausgewählt sind aus der Gruppe: Tumor-assoziierte,
Tumor-spezifische, autoimmunassoziierte, virale und bakteri
elle Antigene.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die APCs in vitro mit gp96-Molekülen allein
oder zusammen mit anderen Faktoren wie beispielsweise TMF-
alpha behandelt werden.
12. APCs, hergestellt nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche
7 bis 11.
13. Verwendung der APCs aus Anspruch 12 zur Induzierung einer Im
munantwort gegen die Antigene.
14. Verwendung von gp96-Molekülen zur Induzierung einer Toleranz
und/oder einer TH2-Typ-Antwort und/oder einer TH1-Typ-Antwort
gegen Antigene, vorzugsweise gegen Antigene, die ausgewählt
sind aus der Gruppe: Tumor-assoziierte, Tumor-spezifische,
autoimmunassoziierte, virale und bakterielle Antigene.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
nicht aktivierte APCs mit stark exprimiertem gp96-Rezeptor
verwendet und anschließend mit Hilfe fixierender Substanzen
wie bspw. Cytocahlasin D in diesem nicht aktivierten Zustand
arretiert werden.
16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
gp96-Rezeptor über markierte, vorzugsweise fluoreszenzmar
kierte gp96-Moleküle detektiert wird.
17. Verwendung der APCs aus Anspruch 11 im Rahmen einer Tumorthe
rapie und/oder -prävention.
18. Therapeutische Zusammensetzung mit APCs nach Anspruch 11 und
einem therapeutisch verträglichen Träger.
19. Kit mit wie in den Ansprüchen 1 bis 6 zu verwendenden gp96-
Molekülen und den erforderlichen Reagenzien.
20. Verfahren zur in vitro Präparation von DCs aus aus dem Blut
isolierten Monozyten und/oder aus dem Knochenmark präparier
ten Stammzellen, bei dem die Monozyten und/oder Stammzellen
mit gp96-Molekülen allein oder in Kombination mit Wachstums
faktoren wie bspw. GM-CSF behandelt werden.
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