DE10033201A1 - Hydraulisches System - Google Patents
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Abstract
Das Hydraulikschema für ein stufenloses Automatikgetriebe eines Kraftfahrzeuges, mit einem Variator, der über ein hydraulisches Steuergerät angesteuert wird, weist einen im Schmier-/Kühlkreislauf angeordneten Kühler (11) für das Öl auf, von dem eine Leitung (14) zum Ölsumpf (1) führt. In Strömungsrichtung gesehen, nach dem Kühler (11) liegend, ist eine Blende (13) in der Leitung (14) angeordnet, deren Durchlaßquerschnitt als Funktion der Drehzahl des Antriebsmotors des Fahrzeugs und/oder dessen Fahrzeuggeschwindigkeit steuerbar ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches
System für ein stufenloses Getriebe eines Kraftfahrzeuges,
mit einem Variator, der ein antriebsseitig angeordnetes
erstes Kegelscheibenpaar und ein abtriebsseitig angeordne
tes zweites Kegelscheibenpaar aufweist, zwischen denen ein
Umschlingungsorgan umläuft, wobei das erste Kegelscheiben
paar eine in Axialrichtung gesteuert verschiebbare Primär
scheibe und das zweite Kegelscheibenpaar eine in Axialrich
tung gesteuert verschiebbare Sekundärscheibe aufweist und
Primärscheibe und Sekundärscheibe über ein hydraulisches
Steuergerät angesteuert werden, das elektromagnetische
Stellglieder und hydraulische Ventile aufweist, deren Funk
tionen durch ein elektronisches Steuergerät bestimmt wer
den, und mit einem im Schmier-/Kühlkreislauf des hydrauli
schen Systems angeordneten Kühler für das Öl, von dem eine
Leitung zum Ölsumpf führt.
Derartige stufenlose Automatgetriebe, auch CVT ge
nannt, weisen daneben noch eine Anfahreinheit in Form eines
hydrodynamischen Wandlers auf, eine Vorwärts-/Rückwärts
fahreinheit, eine Zwischenwelle und ein Differential. Sie
werden üblicherweise vom Antriebsmotor des Kraftfahrzeuges
über eine Antriebswelle angetrieben; die Vorwärts-/Rück
wärtsfahreinheit besteht meistens aus einem Planetenwende
getriebe mit mindestens einem Sonnenrad, mehreren Planeten,
einem Hohlrad, einer Bremse und einer naßlaufenden Lamel
lenkupplung.
Der Variator besteht aus zwei Kegelscheibenpaaren und
einem Umschlingungsorgan, wobei jedes Kegelscheibenpaar aus
einer in Axialrichtung feststehenden ersten Kegelscheibe
und einer in Axialrichtung verschiebbaren zweiten Kegel
scheibe besteht. Die antriebsseitig angeordnete gesteuert
verschiebbare zweite Kegelscheibe wird als Primärscheibe
bezeichnet und die abtriebsseitig angeordnete gesteuert
verschiebbare zweite Kegelscheibe als Sekundärscheibe. Das
zwischen diesen Kegelscheibenpaaren umlaufende Umschlin
gungsorgan ist meistens ein Schubgliederband. Über die Ver
stellung der zweiten Kegelscheibe ändert sich der Laufradi
us des Umschlingungsorgans und damit die Übersetzung des
stufenlosen Getriebes. Das zweite Kegelscheibenpaar ist
dabei drehfest mit einer Abtriebswelle verbunden, die das
Moment über ein Zahnradpaar auf eine Zwischenwelle über
trägt, die der Drehrichtungsumkehr und der Moment- und
Drehzahlanpassung dient. Das Moment der Zwischenwelle wird
über ein weiteres Zahnradpaar auf das Differential übertra
gen.
Die Steuerung des stufenlosen Automatgetriebes wird
durch das elektronische Steuergerät über das hydraulische
Steuergerät ausgeführt, wobei letzteres die elektromagneti
schen Stellglieder und die hydraulischen Ventile beinhal
tet. Eine Pumpe fördert hierbei das Öl vom Ölsumpf zum hy
draulischen Steuergerät und zu den Schmierstellen des Ge
triebes.
Aus der EP A 634 590 ist ein hydraulisches System zur
Verstellung der Primärscheibe bzw. Sekundärscheibe über
jeweils ein hydraulisches Ventil bekannt. Das erste Ventil
steuert dabei die Primärscheibe und das zweite Ventil die
Sekundärscheibe. Sowohl das erste als auch das zweite Ven
til werden durch einen elektromagnetischen Druckregler vor
gesteuert. Das zweite Ventil wird von der Pumpe mit Druck
medium versorgt, während die Druckversorgung des ersten
Ventils über eine Steuerkante des zweiten Ventils einge
stellt wird. Das Druckniveau der Versorgungsleitung für das
erste Ventil ist somit identisch mit dem von der Pumpe ge
lieferten Druckniveau.
Aus der DE A 195 33 976 ist ein Hydrauliksystem zur
Steuerung eines stufenlosen Automatgetriebes bekannt, mit
einer Pumpe, einem zentralen ersten Hydraulikzweig, der die
Primärscheibe, die Sekundärscheibe, den hydrodynamischen
Wandler, Schmierstellen sowie die Kupplung bzw. Bremse für
Vorwärts-/Rückwärtsfahrt versorgt. Ein zweiter Hydrau
likzweig ist über ein Druckreduzierventil am ersten Hydrau
likzweig angeschlossen und versorgt eine Reihe elektroma
gnetischer Druckregler.
Um die während des Betriebes eines derartigen stufen
losen Automatgetriebes sich erwärmende Ölmenge zu kühlen,
ist bei manchen Getrieben ein Kühlkreislauf in dem hydrau
lischen System vorgesehen, mit einem Kühler, der vom Öl
durchströmt wird. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn
das stufenlose Getriebe zu seiner Versorgung mit einer
sauggedrosselten Radialkolbenpumpe versehen ist, deren Vo
lumenstrom auf einen bestimmten Wert begrenzt ist. In die
sem Fall ist die Ölmenge, die den Kühler durchströmt, im
wesentlichen abhängig von der Volumenstrombilanz im Ge
samtgetriebe und insbesondere vom Ölverbrauch des Variators
beim Verstellen der Primär- und der Sekundärscheibe und der
steuerungsinternen Leckage.
Bei derartigen Getrieben wurde nun festgestellt, daß
bei Vollastbetrieb die verfügbare Ölmenge, die den Kühler
durchströmt und die durch Festblenden bestimmt ist, nicht
ausreicht, um die anfallende Wärme vollständig über den
Kühler abzuführen. Die den Kühler durchströmende Ölmenge
ist ferner dadurch begrenzt, daß unter Berücksichtigung des
kühlungsbedingten Abflusses von Öl aus dem Bereich der
Wandlerkupplung deren Übertragungsfähigkeit für die übli
chen Fahrmanöver noch ausreichen muß unter Berücksichtigung
des maximalen Volumenbedarfs für die Verstellung der Pri
märscheibe und der Sekundärscheibe des Variators.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein hydraulisches System
vorzuschlagen, das auch bei derartigen mit sauggedrosselten
Radialkolbenpumpen versehenen stufenlosen Automatgetrieben
eine ausreichende Kühlung des Öles unter Gewährleistung der
Übertragungsfähigkeit der Wandlerkupplung gewährleistet.
Ausgehend von einem hydraulischen System der eingangs
näher genannten Art erfolgt die Lösung dieser Aufgabe mit
dem im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenem
Merkmal; ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel ist im Un
teranspruch beschrieben.
Die Erfindung geht aus von der Erkenntnis, daß bei
Vollastbetrieb und bei Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs
der Variator in einem einzigen Betriebspunkt der sogenann
ten TOP-Übersetzung, betrieben wird. Dies heißt, daß in
diesem Punkt keine hochdynamische Verstellung des Variators
mehr erfolgt. Für die Volumenstrombilanz hat dies zur Fol
ge, daß mehr Öl für die Kühlerdurchströmung genutzt werden
kann.
Durch das erfindungsgemäße Vorsehen einer im Kühl
kreislauf liegenden Blende in einer den Kühler mit dem Öl
sumpf verbindenden Leitung, deren Durchlaßquerschnitt als
Funktion der Drehzahl des Antriebsmotors des Fahrzeugs
und/oder der Fahrzeuggeschwindigkeit zwischen einer ersten
Stellung, in der sie zumindest annähernd geschlossen ist
und einer zweiten Stellung, in der sie geöffnet ist, steu
erbar ist, kann nun diese überschüssige Ölmenge in Abhän
gigkeit von der Fahrgeschwindigkeit dem Kühler und danach
dem Ölsumpf zugeleitet werden.
Der Einbau der drehzahlabhängigen Blende im Schmier-/
Kühlölkreislauf erfolgt also in Strömungsrichtung gesehen
nach dem Kühler, wobei diese Blende auf der Niederdrucksei
te des den Variator versorgenden Drucksystems liegt. Wird
die Blende über die Drehzahl der Antriebsmaschine des Fahr
zeugs gesteuert, so muß diese dabei repräsentativ für die
Fahrgeschwindigkeit sein. Ferner ist es vorteilhaft, die
Blende derart auszugestalten, daß der Abfluß durch die
Blende erst ab einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit beginnt
und im weiteren Verlauf hinsichtlich der durchgelassenen
Ölmenge als Funktion der Drehzahl einstellbar ist. Die Va
riatordruckversorgung kann in bekannter Weise mit einem den
Systemdruck einstellenden Hauptdruckventil ausgebildet
sein, wobei der Variator mit der Hochdruckseite und der
Schmier-/Kühlkreislauf mit einer Niederdruckseite des
Hauptdruckventils verbunden ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert, in der der für das Verständnis der Erfin
dung notwendige Teil eines hydraulischen System dargestellt
ist.
Mit 1 ist der Ölsumpf bezeichnet, aus dem über ein
Filter 2 eine Radialkolbenpumpe 3 Öl ansaugt, das über eine
Leitung 4 den Verstellräumen von Primärscheibe und Sekun
därscheibe bzw. deren Ansteuerventilen zugeführt wird, wo
bei von der Leitung 4 eine weitere Leitung 5 zu Verbrau
chern wie einem Druckreduzierventil abzweigt. Mit 6 ist das
Hauptdruckventil des hydraulischen Systems bezeichnet, das
über eine Leitung 10 mit einem Wandlersicherheitsventil 7
verbunden ist. Von der Leitung 10 zweigt eine Leitung 9 zur
Versorgung des hydrodynamischen Wandlers ab, dem üblicher
weise ein nicht dargestelltes Wandlerdruckventil und ein
nicht dargestelltes Wandlerkupplungsventil zugeordnet ist.
Mit 8 ist ein übliches Schmierventil bezeichnet, mit 11 ein
Kühler, mit 12 ein diesem nachgeordnetes Filter und mit 14
eine den Kühler mit dem Ölsumpf 1 verbindende Leitung, in
die nun erfindungsgemäß eine steuerbare Blende 13 einge
setzt ist.
Wird nun bei Vollastbetrieb und Höchstgeschwindigkeit
des Fahrzeugs der (nicht dargestellte) Variator in einem
einzigen Betriebspunkt, nämlich der TOP-Übersetzung, be
trieben, so erfolgt keine hochdynamische Verstellung des
Variators mehr und die den Kühler 11 durchströmende Ölmenge
wird nun dadurch erhöht, daß ab einer bestimmten Fahrzeug
geschwindigkeit die Blende 13 den Abfluß von Öl in den Öl
sumpf 1 ermöglicht. Die Blende 13 ist also derart ausge
staltet, daß ihr Durchlaßquerschnitt als Funktion der Dreh
zahl des Antriebsmotors des Fahrzeugs und der Fahrzeugge
schwindigkeit zwischen einer ersten Stellung, in der sie
geschlossen ist und einer zweiten Stellung, in der sie völ
lig geöffnet ist, steuerbar ist, wobei die Blende 13 erst
bei Erreichen einer vorgegebenen Fahrzeuggeschwindigkeit
beginnt, den Durchlaß zu öffnen und ab dieser bestimmten
Fahrzeuggeschwindigkeit in Richtung höherer Fahrzeugge
schwindigkeiten als Funktion der zunehmenden Drehzahl bis
zu ihrer völlig geöffneten Stellung angesteuert wird.
1
Ölsumpf
2
Filter
3
Radialkolbenpumpe
4
Leitung
5
Leitung
6
Hauptdruckventil
7
Wandlersicherheitsventil
8
Schmierventil
9
Leitung
10
Leitung
11
Kühler
12
Filter
13
Blende
14
Leitung
Claims (3)
1. Hydraulisches System für ein stufenloses Automatge
triebe eines von einem Antriebsmotor angetriebenen Kraft
fahrzeuges, mit einem Variator, der ein antriebsseitig an
geordnetes erstes Kegelscheibenpaar und ein abtriebsseitig
angeordnetes zweites Kegelscheibenpaar aufweist, zwischen
denen ein Umschlingungsorgan umläuft, wobei das erste Ke
gelscheibenpaar eine in Axialrichtung gesteuert verschieb
bare Primärscheibe und das zweite Kegelscheibenpaar eine in
Axialrichtung gesteuert verschiebbare Sekundärscheibe auf
weist und Primärscheibe sowie Sekundärscheibe über ein hy
draulisches Steuergerät angesteuert werden, das elektroma
gnetische Stellglieder und hydraulische Ventile aufweist,
deren Funktionen durch ein elektronisches Steuergerät be
stimmt werden, und mit einem in einem Schmier-/Kühlkreis
lauf des hydraulischen Systems angeordneten Kühler (11) für
das Öl, von dem eine Leitung (14) zu einem Ölsumpf (1)
führt, dadurch gekennzeichnet, daß in
Strömungsrichtung gesehen nach dem Kühler (11) liegend eine
Blende (13) in der Leitung (14) zwischen Kühler (11) und
Ölsumpf (1) angeordnet ist, deren Durchlaßquerschnitt als
Funktion einer Drehzahl des Antriebsmotors des Fahrzeugs
und/oder einer Fahrzeuggeschwindigkeit zwischen einer er
sten Stellung, in der sie zumindest annähernd geschlossen
und einer zweiten Stellung, in der sie vollständig geöffnet
ist, steuerbar ist.
2. Hydraulisches System nach dem Oberbegriff von An
spruch 1, wobei das hydraulische Steuergerät ein Haupt
druckventil (6) zur Einstellung eines Systemdruckes auf
weist, der Variator über Leitungen (4, 5) mit einer Hoch
druckseite des Hauptdruckventils (8) und der Schmier-/
Kühlkreislauf über eine Leitung (10) mit einer Niederdruck
seite des Hauptdruckventils (8) verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung
gesehen nach dem Kühler (11) und auf der Niederdruckseite
des Hauptdruckventils (8) liegend eine Blende (13) in der
Leitung (14) zwischen Kühler (11) und Ölsumpf (1) angeord
net ist, deren Durchlaßquerschnitt als Funktion einer Dreh
zahl des Antriebsmotors des Fahrzeugs und/oder einer Fahr
zeuggeschwindigkeit steuerbar ist, zwischen einer ersten
Stellung, in der die Blende (13) zumindest annähernd ge
schlossen und einer zweiten Stellung, in der sie vollstän
dig geöffnet ist.
3. Hydraulisches System nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Blende (13)
derart ausgestaltet ist, daß sie erst bei Erreichen einer
vorgegebenen Fahrzeuggeschwindigkeit beginnt den Durchlaß
zu öffnen.
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ID=7648222
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