DE10032301A1 - Fahrdatengewinnungs-, übermittlungs- und ausgabesystem - Google Patents
Fahrdatengewinnungs-, übermittlungs- und ausgabesystemInfo
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Abstract
Ein Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und -ausgabesystem zum Einsatz in einem öffentlichen Nah- oder Fernverkehrsnetz, in dem wenigstens ein Triebfahrzeug ggf. mit Förderfahrzeugen zur Fahrgastbeförderung zwischen Haltestellen verkehrt, an denen Fahrgäste aus- oder einsteigen können, mit einem Fahrdatengenerator, der einem Triebfahrzeug oder einem Förderfahrzeug zugeordnet ist, und der eine individuelle Kennung des Triebfahrzeuges bzw. des Förderfahrzeuges, dessen momentanen Ort, dessen Zustand, die Geschwindigkeit und/oder weitere Daten des jeweiligen Fahrzeuges automatisch erfaßt und codiert, einem Fahrdatensender, der die von dem Fahrdatengenerator erfaßten und codierten Fahrdaten aussendet, wenigstens einem Fahrdatenempfänger, der in dem Verkehrsnetz so positioniert ist, daß er von einem Fahrdatensender ausgesendete Fahrdaten empfangen und zur Darstellung weiterleiten kann.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrdatengewinnungs-,
-übermittlungs- und -ausgabesystem zum Einsatz in öffentlichen
Nah- oder Fernverkehrsnetzen, in denen Triebfahrzeuge ggf. mit
Förderfahrzeugen auf vorbestimmten Routen zur Fahrgastbeförde
rung zwischen Haltestellen verkehren, an denen Fahrgäste aus-
oder einsteigen können. Unter Fahrdaten sind in diesem Zusam
menhang eine individelle Kennung des Triebfahrzeuges bzw. des
Förderfahrzeuges der momentane Ort, der Zustand, die Geschwin
digkeit oder dergl. zu verstehen.
In derzeit im Betrieb befindlichen Nah- oder Fernverkehrsnet
zen besteht insbesondere für Fahrgäste, aber auch für die Be
triebsleitungen und die Triebwagenführer ein erhebliches In
formationsdefizit. So wird zum Beispiel bei Verspätungen im
Fahrbetrieb den an den Haltestellen wartenden Fahrgästen in
der Regel keinerlei oder nur eine sehr ungenaue Information
über die voraussichtliche Dauer oder den Grund der Verspätung
mitgeteilt. Dies führt zu Verärgerung bei den Fahrgästen.
Aber auch bei den Betriebsleitungen führt der Mangel an In
formation über den Fahrbetrieb im Verkehrsnetz dazu, daß den
jeweiligen Mißstand behebende Maßnahmen nicht oder erst zu
spät ergriffen werden können, was zu nennenswerten Verlusten
im Betriebsergebnis führen kann. Schließlich kann die man
gelnde Information der Triebwagenführer über die Situation im
Verkehrsnetz dazu führen, daß diese für ihre Route relevante
Daten nicht oder nur spät vorliegen haben, so daß ein optima
les Befahren der Route oder die mögliche Wahl einer Ausweich
route unterbleibt.
Nicht zuletzt aufgrund von Sicherheitsbestimmungen werden
derzeit Fahrdaten zwischen einem Triebwagenführer und der Be
triebsleitung per Fernsprecher übermittelt. Diese Fahrdaten
sind damit jedoch nicht ohne weiteres in weiterverarbeitba
rer, insbesondere darstellbarer Form vorhanden. Außerdem ste
hen auf diesem Weg Fahrdaten nur in sehr geringem Umfang zur
Verfügung.
Ausgehend von der vorstehend geschilderten Situation liegt
der Erfindung das Problem zugrunde, die Gewinnung, Übermitt
lung und Ausgabe von Fahrdaten so zu verbessern, daß die obi
gen Nachteile behoben oder ganz beseitigt sind.
Zur Lösung dieses Problems wird ein Fahrdatengewinnungs
übermittlungs- und Ausgabesystem vorgeschlagen zum Einsatz in
einem öffentlichen Nah- oder Fernverkehrsnetz, in dem wenig
stens ein Triebfahrzeug ggf. mit Förderfahrzeugen zur Fahr
gastbeförderung zwischen Haltestellen verkehrt, an denen
Fahrgäste aus- oder einsteigen können. Dabei ist zumindest in
dem Triebfahrzeug, ggf. aber auch in einigen oder allen För
derfahrzeugen ein Fahrdatengenerator vorgesehen, der eine in
dividuelle Kennung des Triebfahrzeuges bzw. des Förderfahr
zeuges, dessen momentanen Ort, dessen Zustand, die Geschwin
digkeit und/oder weitere (Fahr-)Daten des jeweiligen Fahrzeu
ges automatisch erfaßt und codiert. Dazu kann ein Teil dieser
Daten (zum Beispiel Geschwindigkeit, Zeit) aus der Steue
rungsanlage des Triebfahrzeuges gewonnen werden oder mittels
separater Sensoren an den Rädern erfaßt werden bzw. von einer
dafür vorgesehenen Echtzeit-Uhr geliefert werden. Die jewei
lige individuelle Kennung wird in einen Speicher des Fahrda
tengenerators entweder zu Beginn jeder Fahrt oder bei der In
betriebnahme des Systems einmalig eingeschrieben und dient
zur Identifizierung des jeweiligen Fahrzeuges im Betrieb. Für
die Ermittlung des momentanen Ortes wird weiter unten eine
mögliche Lösung im Detail erläutert. Der Zustand des jeweili
gen Fahrzeuges ergibt sich ebenfalls aus in der Steuerungsan
lage des Triebfahrzeuges vorhandenen Signalen (Stromversor
gung, Warnsignale etc. ). In welchem Umfang den Zustand des
Fahrzeuges betreffende Daten erfaßt und zur Weitergabe aufbe
reitet werden, ist von der jeweiligen Situation und auch vom
Bedarf an derartiger Information abhängig. Die Art der zu
verwendenden Codierung ist abhängig von der zu übertragenden
Datenmenge und der (weiter unten beschriebenen) Art der ver
wendeten Übertragungsstrecke. Die verwendete Codierung ist
auch abhängig davon, in welchem Umfang Fehler bei der Über
tragung ausgeschlossen werden sollen. Je nach spezifischer
Anforderung ist mehr Aufwand bei der Codierung zu treiben. Im
einfachsten Fall kann eine Sicherung der Daten auf Byte-Ebene
erfolgen, bei der lediglich ein Prüfbit an jedes Zeichen an
gefügt wird, so daß bei einem Übertragungsfehler eine erneute
Übertragung notwendig ist. In Systemen mit höherer Anforde
rung kann eine Verschlüsselung verwendet werden, die eine Da
tenrückgewinnung bei Einfach- oder auch bei Mehrfachfehlern
erlaubt.
Weiterhin ist erfindungsgemäß ein Fahrdatensender vorgesehen,
der die von dem Fahrdatengenerator erfaßten und codierten
Fahrdaten aussendet. Dabei kann das Aussenden der momentan
gültigen Fahrdaten kontinuierlich, oder in Intervallen von
zum Beispiel wenigen Sekunden oder auf eine von außen einge
gangene Aufforderung hin erfolgen. In jedem Fall wird dabei
vorzugsweise der komplette, derzeit vorhandene Satz an Fahr
daten ausgesendet. Die Art der Übermittlung richtet sich nach
den Gegebenheiten des Verkehrsnetzes. Eine bevorzugte Form
ist zum Beispiel das Aussenden mittels eines entsprechend mo
dulierten Laserstrahls. Allerdings kann diese Form der Über
tragung in besonders nebligen oder niederschlagsreichen Ge
genden nicht zu allen Zeiten die erforderliche Übertragungs
sicherheit haben, so daß auch andere drahtlose Übertragungs
strecken möglich sind (Funk, Infrarot, sichtbares Streulicht,
Induktionsschleifen, kapazitive Koppelstellen, magnetische
Übertragung).
Schließlich ist vorzugsweise wenigstens ein Fahrdatenempfän
ger in dem Verkehrsnetz so positioniert, daß er von einem
Fahrdatensender ausgesendete Fahrdaten empfangen und zur Dar
stellung weiterleiten kann. Die Anzahl der notwendigen Fahr
datenempfänger in dem Verkehrsnetz ist dabei in erster Linie
von der Reichweite der Fahrdatenempfänger und der Fahrdaten
sender sowie der verwendeten Art der Übertragungsstrecke ab
hängig. Eine auf Funkübertragung basierende Übertragungs
strecke erfordert eine dafür geeignete Funkfrequenz mit einer
ausreichenden Bandbreite. Derartige Funkfrequenzen sind nur
schwierig zu bekommen. Weniger Aufwand stellen Licht- oder
Laserstrahl-Übertragungsstrecken dar, wobei vorzugsweise der
Fahrdatenempfänger eine über eine derartige Übertragungs
strecke empfangenes Fahrdatensignal zum Beispiel über eine
Datenfernleitung oder ein Datennetz (zum Beispiel ein Intra
net) zur weiteren Verarbeitung, insbesondere zur Anzeige für
die Betriebsleitung oder Fahrgäste weiterleitet.
Außerdem ist in dem erfindungsgemäßen System wenigstens ein
Festpunktdatengenerator einem vorbestimmten Ort in dem Ver
kehrsnetz zugeordnet, der eine individelle Kennung des vorbe
stimmten Ortes, dessen Zustand, und/oder weitere Daten auto
matisch erfaßt und codiert. Mit diesem Festpunktdatengenera
tor, der an einem vorbestimmten Ort in dem Verkehrsnetz posi
tioniert ist, kann für einen in dessen Reichweite gelangenden
Fahrdatengenerator (bzw. dessen Fahrzeug) dessen momentaner
Ort innerhalb des Verkehrsnetzes bestimmt werden, da dieser
Festpunktdatengenerator mit einem Festpunktdatensender ver
bunden ist, der die von dem Festpunktdatengenerator stammen
den Daten aussendet. Ein derartiger Festpunktdatengenerator
kann an einem neuralgischen Punkt in dem Verkehrsnetz (zum
Beispiel ein Streckensignal, eine Verkehrsknoten, ein für die
Streckenführung relevanter Punkt oder dergl.) oder in (un-
)regelmäßigen Abständen entlang einer Fahrstrecke vorgesehen
sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist wenig
stens ein Datenempfänger vorgesehen, der einem Triebfahrzeug
oder einem Förderfahrzeug zugeordnet ist und an dem Fahrzeug
so angeordnet ist, daß er von einem Fahrdatensender eines an
deren Fahrzeuges oder einem Festpunktdatensender ausgesendete
Daten empfangen und zur Darstellung weiterleiten kann. Damit
ist es möglich, dem Triebwagenführer auf einem Anzeigenfeld
darzustellen, zu welchem Zeitpunkt er einen bestimmten Ort
auf der Strecke erreicht hat (Ist-Wert) und wann er ihn hätte
erreichen müssen (Soll-Wert). Weiterhin ist es möglich, mit
tels einer Rechnereinheit, der ebenfalls der momentane Ist-
Wert eingespeist wird, und in der auch den aktuelle Strecken
plan vorgehalten ist, in dem auch maximale zulässige Ge
schwindigkeiten enthalten sind, dem Triebwagenführer nach
entsprechenden Berechnungen anzuzeigen, auf welchen Strecken
abschnitten er welche Geschwindigkeit zu fahren hätte, um
ggf. eine Verspätung wieder aufzuholen.
Weiterhin ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin
dung wenigstens ein Haltestellen-Sende/Empfänger vorgesehen,
der einer Haltestelle zugeordnet ist und dazu eingerichtet
ist, an einen Datenempfänger, der einem Triebfahrzeug oder
einem Förderfahrzeug zugeordnet ist, Daten zu übermitteln,
damit diese für den Fahrdatensender bzw. den Fahrdatengenera
tor des jeweiligen Fahrzeuges während der Fahrt zwischen zwei
Haltestellen zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine In
itialisierung und einen Abgleich der Daten in dem Fahrdaten
generator mit den Daten in einer Rechnereinheit der Betriebs
leitung (Uhrzeit, Soll-Zeiten, bei denen Festpunktdatensender
oder Haltestellen zu erreichen sind, etc. ) bevor ein Trieb
fahrzeug ggf. mit Förderfahrzeugen die Fahrt antritt.
In gleicher Weise erlaubt ein solcher Haltestellen-
Sende/Empfänger die Daten von einem eingetroffenen Triebfahrzeug
aufzunehmen, der Rechnereinheit der Betriebsleitung zu
zuleiten und auf Anzeigetafeln darzustellen. In einer bevor
zugten Ausführungsform der Erfindung ist ein solcher Halte
stellen-Sende/Empfänger durch ein Funkstrecke gebildet, bei
der die Daten mit einer Datenrate von einigen Kilobit/Sekunde
übermittelt werden. Es ist jedoch auch möglich, die oben be
schrieben Übertragungsstrecke zwischen einem Fahrdatenempfän
ger und einem Fahrdatensender verwendet wird.
Weitere Eigenschaften, Merkmale und Abwandlungsmöglichkeiten
der Erfindung werden bei der nachstehenden ausführlichen Be
schreibung der Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen verdeutlicht.
Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung ein Ver
kehrsnetz, in dem das erfindungsgemäße Fahrdatengewinnungs-,
-übermittlungs- und -ausgabesystem in einer einfachen Ausge
staltung implementiert ist.
In der Fig. Ist ein Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und
-ausgabesystem veranschaulicht, das in einem öffentlichen
(Schienen-)Nah- oder Fernverkehrsnetz 10 eingesetzt ist. In
dem Verkehrsnetz ist ein Triebfahrzeug 12 mit einem Förder
fahrzeug 14 zur Fahrgastbeförderung zwischen zwei Haltestellen
16, 16, an denen Fahrgäste aus- oder einsteigen können einge
setzt.
In dem Triebfahrzeug 12 ist ein Fahrdatengenerator 20a ange
ordnet, der eine individelle Kennung des Triebfahrzeuges aus
einem Kennungsspeicher ausliest, ein Signal aus einer (nicht
gezeigten) Echtzeit-Uhr fortlaufend übernimmt, sowie weitere
relevante Fahrdaten automatisch erfaßt und codiert. Der Fahr
datengenerator 20a ist mit einem Fahrdatensender 20b verbun
den, der die von dem Fahrdatengenerator gelieferten, codier
ten Fahrdaten aussendet. Entlang der Strecke des Triebfahrzeuges
12 sind Fahrdatenempfänger 26 angeordnet, die über Da
tenfernleitungen mit einer Rechnereinheit 40 der Betriebs
leitstelle verbunden sind. Dabei sind die Fahrdatenempfänger
26 in dem Verkehrsnetz so positioniert, daß sie von einem
Fahrdatensender 20 per moduliertem Laserstrahl ausgesendete
Fahrdaten empfangen und an die Rechnereinheit 40 weiterleiten
können. In der Rechnereinheit 40 werden die Daten mittels
entsprechender Softwareprogramme so aufbereitet, daß sie auf
einer Anzeigetafel für die Fahrgäste an den relevanten Halte
stellen angezeigt werden können. Die fest positionierten
Fahrdatenempfänger 26 entlang der Strecke sind mit Fahrdaten
empfängern identisch, die an den Fahrzeugen angeordnet sind
und dort empfangene Fahrdaten für den Triebfahrzeugführer zu
einer im dem Triebfahrzeug vorhandenen Rechnereinheit mit
enstprechender Anzeige weiterleiten.
Bei bestimmten Orten im Verkehrsnetz ist jeweils ein Fest
punktdatengenerator 30 angeordnet, der eine individelle Ken
nung des vorbestimmten Ortes codiert. Sofern dies, - wie im
vorliegenden Beispiel, - ein Streckensignal 5 ist, kann auch
die Stellung oder der Zustand des Signals, erfaßt und codiert
werden. Diese Daten werden dann von einem Festpunktdatensen
der ausgesendet. Ggf. kann auch noch die Zeit oder sonstige
relevanten Fahrdaten mitübertragen werden.
Sowohl bei den Fahrdatensendern als auch bei den Festpunktda
tensendern sind jeweils Datenempfänger 30 vorgesehen, die von
einem Fahrdatensender eines anderen Fahrzeuges oder einem
Festpunktdatensender ausgesendete Daten empfangen und zur
Darstellung weiterleiten kann.
Jeweils an den Haltestellen 16 sind sog. Haltestellen-
Sende/Empfänger 28 angeordnet, welche mittels Funkübertragung
arbeiten und an ein entsprechendes Gegenstück in einem Trieb
fahrzeug Daten zu übermitteln, damit diese für den Fahrdaten
sender bzw. den Fahrdatengenerator des jeweiligen Fahrzeuges
während der Fahrt zwischen zwei Haltestellen zur Verfügung
stehen.
Im Betrieb ergeben sich damit folgende Möglichkeiten:
Ein an der ersten Haltestelle 16 stehendes Triebfahrzeug 12
mit einem Förderfahrzeug 14 erhält über einen (in der Zeich
nung nicht gezeigten) Haltestellen-Sende/Empfänger 28 von der
dortigen Leitstelle bzw. deren Rechnereinheit Daten für den
Fahrplan mit einer Sollzeit, wann die Signalanlage 5 zu er
reichen ist.
Der Zug verläßt die Haltestelle und bewegt sich auf das Si
gnal S zu. Kontinuierlich werden die eigenen Fahrdaten per
Laserstrahl von dem Fahrdatensender ausgesendet, bis der Zug
in die Reichweite des Festpunktdatensenders 30 und dessen Da
tenempfänger gelangt. Sobald der Laserstrahl des Fahrdaten
senders auf den Datenempfänger des Festpunktdatensenders
trifft, wird dies der Rechnereinheit 40 der Leitstelle des
Zielbahnhofes weitergeleitet.
Damit ist für die Leitstelle ein Ist-Soll-Datenvergleich und
eine entsprechende Anzeige für die Fahrgäste möglich. Des
weiteren erhält der Triebfahrzeugführer über den Datenempfän
ger seines Fahrdatensenders die gleichen Informationen wie
die Rechnereinheit 40 der Leitstelle des Zielbahnhofes. Mit
hin ist er auf sehr einfache Weise im Bilde über mögliche
Verspätungen etc.
Falls der Festpunktdatensender 30 keinen Datenempfänger hat,
der Daten zu der Rechnereinheit 40 der Leitstelle des Ziel
bahnhofes weiterleitet, erhält nur der Triebfahrzeugführer
über den Datenempfänger seines Fahrdatensenders die Informa
tionen über den erreichten Ort, die Uhrzeit und etwaige Fahr
planabweichungen können in der Rechnereinheit in dem Trieb
fahrzeug basierend auf den im Ausgangsbahnhofeingespeicher
ten Fahrplandaten errechnet und dem Triebfahrzeugführer ange
zeigt werden.
Sobald der Zug sich dem Zielbahnhof nähert, gelangt er erneut
in die Reichweite eines Datenempfängers, so daß die aktuellen
Fahrdaten (Kennung, Zeit, etc. ) durch diesen empfangen und zu
der Rechnereinheit 40 der Leitstelle des Zielbahnhofes weiter
geleitet werden können. In gleicher Weise wie oben beschrieben
kann dann eine Auswertung und Darstellung dieser Daten sowohl
für die Leitstelle als auch für die Fahrgäste erfolgen.
Sofern die Datenübertragung durch einen gebündelten Lichtstrahl
oder Laserstrahl erfolgt, kann bei entsprechend langer Sichtli
nien-Verbindung auf eine freie Strecke zwischen dem Triebfahr
zeug und dem Streckensignal bzw. dem Festpunktdatensender ge
schlossen werden. Dieser Umstand kann nach entsprechender Rech
ner-Auswertung dem Zugführer und der Leitstelle ebenfalls ange
zeigt werden.
Aus dem oben angegebenen Zusammenhang wird deutlich, dass mit
tels dieser Erfindung und deren strukturierten Umsetzung über
Pflichtmeldepunkte sowohl das fahrende Personal, die Zentrale
als auch die Fahrgäste fortlaufend informiert sind über den Au
fenthalt der Züge, die von den Datenempfängern entlang ihrer
Strecke registriert werden.
Außerdem sind folgende Weiterverarbeitungen der gewonnenen
Daten sowohl in der Rechnereinheit der jeweiligen Leitstellen,
als auch in den Rechnereinheiten in den Zügen möglich:
- - Automatische Berechnung von Fahrplanabweichungen.
- - Streckensignalkontrolle
- - Kollisionsmeldung durch die Auswertung des Begegnungsverkehrs
- - Optimierung (Online) der Streckenführung mit daraus re sultierendem Zeitgewinn
- - Fahrplanoptimierung
Außerdem ist es möglich, an allen Fahrzeugen jeweils an den En
den miteinander verbundenen Sender/Empfänger vorzusehen. An der
Mitte der Vorder- und Rückseite der Fahrzeuge ist jeweils ein
Sender/Empfänger angeordnet, die jeweils mit dem Gegenüber
eines davor oder dahinter befindlichen Fahrzeuges in Verbindung
treten. Damit ist das Aneinanderkoppeln der Fahrzeuge daten
technischem Weg dokumentiert. Die Koppeldaten werden vom Ende
des Zugs bis zur Lok an den Fahrdatensender durchgemeldet.
Damit verfügt der Lokführer automatisch über die Koppeldaten
des Zuges, die an der Haltestelle der Leitstelle weiter ge
meldet werden.
Claims (5)
1. Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und -ausgabesystem
zum Einsatz in einem öffentlichen Nah- oder Fernverkehrsnetz
(10), in dem wenigstens ein Triebfahrzeug (12) ggf. mit För
derfahrzeugen (14) zur Fahrgastbeförderung zwischen Halte
stellen (16) verkehrt, an denen Fahrgäste aus- oder einstei
gen können, mit
einem Fahrdatengenerator (20a), der einem Triebfahrzeug (12) oder einem Förderfahrzeug (14) zugeordnet ist, und der eine individelle Kennung des Triebfahrzeuges bzw. des Förder fahrzeuges, dessen momentanen Ort, dessen Zustand, die Ge schwindigkeit und/oder weitere Daten des jeweiligen Fahrzeu ges automatisch erfaßt und codiert
einem Fahrdatensender (20b), der die von dem Fahrdatengene rator (20a) erfaßten und codierten Fahrdaten aussendet,
wenigstens einem Fahrdatenempfänger (26), der in dem Ver kehrsnetz so positioniert ist, daß er von einem Fahrdatensen der (20b) ausgesendete Fahrdaten empfangen und zur Darstel lung weiterleiten kann.
einem Fahrdatengenerator (20a), der einem Triebfahrzeug (12) oder einem Förderfahrzeug (14) zugeordnet ist, und der eine individelle Kennung des Triebfahrzeuges bzw. des Förder fahrzeuges, dessen momentanen Ort, dessen Zustand, die Ge schwindigkeit und/oder weitere Daten des jeweiligen Fahrzeu ges automatisch erfaßt und codiert
einem Fahrdatensender (20b), der die von dem Fahrdatengene rator (20a) erfaßten und codierten Fahrdaten aussendet,
wenigstens einem Fahrdatenempfänger (26), der in dem Ver kehrsnetz so positioniert ist, daß er von einem Fahrdatensen der (20b) ausgesendete Fahrdaten empfangen und zur Darstel lung weiterleiten kann.
2. Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und -ausgabesystem
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein Festpunktdatengenerator (30a) einem vorbe stimmten Ort in dem Verkehrsnetz (10) zugeordnet ist, der ei ne individelle Kennung des vorbestimmten Ortes, dessen Zu stand, und/oder weitere Daten automatisch erfaßt und codiert,
einem Festpunktdatensender (30b), der die von dem Fest punktdatengenerator (30a) erfaßten und codierten Daten aus sendet.
wenigstens ein Festpunktdatengenerator (30a) einem vorbe stimmten Ort in dem Verkehrsnetz (10) zugeordnet ist, der ei ne individelle Kennung des vorbestimmten Ortes, dessen Zu stand, und/oder weitere Daten automatisch erfaßt und codiert,
einem Festpunktdatensender (30b), der die von dem Fest punktdatengenerator (30a) erfaßten und codierten Daten aus sendet.
3. Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und Ausgabesystem
nach Anspruch 2, mit
wenigstens einem Datenempfänger (26), der einem Triebfahr
zeug (12) oder einem Förderfahrzeug (14) zugeordnet ist und
an dem Fahrzeug so angeordnet ist, daß er von einem Fahrdatensender
(20b) eines anderen Fahrzeuges oder einem Fest
punktdatensender (30b) ausgesendete Daten empfangen und zur
Darstellung weiterleiten kann.
4. Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und -ausgabesystem
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
wenigstens einem Haltestellen-Sende/Empfänger (28), der ei
ner Haltestelle zugeordnet ist und dazu eingerichtet ist, an
den Datenempfänger, der einem Triebfahrzeug (12) oder einem
Förderfahrzeug (14) zugeordnet ist, Daten zu übermitteln, da
mit diese für den Fahrdatensender bzw. den Fahrdatengenerator
des jeweiligen Fahrzeuges während der Fahrt zwischen zwei
Haltestellen (16) zur Verfügung stehen.
5. Fahrdatengewinnungs-, -übermittlungs- und -ausgabesystem
nach Anspruch 4, wobei
der wenigstens eine Haltestellen-Sende/Empfänger dazu ein
gerichtet ist, an eine Rechnereinheit von einem Triebfahrzeug
(12) oder einem Förderfahrzeug (14) ausgesendete Daten zu
übermitteln, damit diese für eine Darstellung und/oder Wei
terverarbeitung in der Rechnereinheit aufbereitet werden.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE2000132301 DE10032301A1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Fahrdatengewinnungs-, übermittlungs- und ausgabesystem |
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| WO (1) | WO2002002385A1 (de) |
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