DE10031938A1 - Werkzeughalter für eine Bohr- und/oder Schlagwerkzeugmaschine - Google Patents
Werkzeughalter für eine Bohr- und/oder SchlagwerkzeugmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung geht aus von einem Werkzeughalter für eine Bohr- und/oder Schlagwerkzeugmaschine, mit einem Grundkörper (10, 12), der eine Aufnahmeöffnung (14) zum Einsetzen eines Werkzeugschafts (16) aufweist, mit wenigstens einem Verriegelungselement (18), das zur Verriegelung des Werkzeugschafts (16) mit einem inneren Ende (20) durch einen Durchbruch (22) im Grundkörper (10, 12) in die Aufnahmeöffnung (14) radial eingreift und mittels einem Betätigungselement (24, 26) aus einer Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung und umgekehrt verstellbar ist, und mit einer Spannvorrichtung (28, 30), die zumindest ein betätigbares Spannelement (32, 34) und zumindest ein Abstützelement (36) aufweist, an die zur Verspannung und Fixierung des Verriegelungselements (18) Verbindungsmittel (38, 40, 42, 44) angebracht sind. DOLLAR A Es wird vorgeschlagen, daß das Spannelement (32, 34) als vom Betätigungselement (24, 26) getrenntes Bauteil ausgeführt ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Werkzeughalter für eine
Bohr- und/oder Schlagwerkzeugmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Aus der EP 0 765 707 B1 ist ein gattungsbildender Werkzeug
halter bekannt. Der Werkzeughalter besitzt eine Aufnahmehülse
bzw. einen Grundkörper, einen von einer Druckfeder beauf
schlagten Ring, der mit mehreren, in eine kegelförmige Auf
nahmeöffnung einrückbaren Verriegelungselementen zusammen
wirkt. Ferner besitzt der Werkzeughalter eine gegenüber der
Aufnahmehülse axial versetzbare Betätigungsmanschette. Die
Aufnahmehülse besitzt seitliche Durchtrittsöffnungen im Be
reich der Aufnahmeöffnungen, in denen die Verriegelungsele
mente im wesentlichen radial versetzbar gelagert sind.
Um eine Zentrierung des Bohr- oder Meißelwerkzeugs zu verbes
sern, eine Spannkraft der Verriegelungselemente zu erhöhen
und einen einwandfreien Rundlauf zu gewährleisten, sind an
der Aufnahmehülse und an der Betätigungsmanschette als Gewin
de ausgebildete Verbindungsmittel vorgesehen, über die die
Verriegelungselemente verspannt und axial fixiert werden kön
nen. Zum Verspannen und Fixieren wird die Betätigungsman
schette mit einem Innengewinde auf ein Außengewinde der Auf
nahmehülse geschraubt. Die Betätigungsmanschette verschiebt
dabei über einen an ihrer Innenkontur von einem Federring ge
bildeten Anschlag, über einen Stützring und über ein Dämp
fungselement eine Lagerhülse gegen das Verriegelungselement.
Ferner wird die Druckfeder durch die axiale Verschiebung der
Betätigungsmanschette weiter vorgespannt, die sich an einem
dem Verriegelungselement abgewandten Ende über das Dämpfungs
element, den Stützring und dem Anschlag an der Betätigungs
manschette abstützt. Die Verriegelungselemente werden durch
die Lagerhülse und die Druckfeder in axialer Richtung gegen
eine Schrägfläche gedrückt, wodurch die Axialkraft in eine
radial nach innen weisende Kraft umgelenkt wird, und die Ver
riegelungselemente radial nach innen in eine Nut eines Ein
spannschafts des Bohr- oder Meißelwerkzeugs gedrückt werden.
Zum Entriegeln bzw. zur Entnahme des Bohr- oder Meißelwerk
zeugs wird die Betätigungsmanschette mit ihrem Innengewinde
aus dem Außengewinde der Aufnahmehülse geschraubt. Anschlie
ßend wird die Betätigungsmanschette mit einem angeformten An
schlag gegen die Verriegelungselemente axial verschoben, wo
durch diese radial nach außen in ihre Freigabestellungen ver
schwenkt werden.
Die Erfindung geht aus von einem Werkzeughalter für eine
Bohr- und/oder Schlagwerkzeugmaschine mit einem Grundkörper,
der eine Aufnahmeöffnung zum Einsetzen eines Werkzeugschafts
aufweist, mit wenigstens einem Verriegelungselement, das zur
Verriegelung des Werkzeugschafts mit einem inneren Ende durch
einen Durchbruch im Grundkörper in die Aufnahmeöffnung radial
eingreift und mittels einem Betätigungselement aus einer Ver
riegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung und umge
kehrt verstellbar ist, und mit einer Spannvorrichtung, die
zumindest ein betätigbares Spannelement und zumindest ein Ab
stützelement aufweist, an die zur Verspannung und Fixierung
des Verriegelungselements Verbindungsmittel angebracht sind.
Es wird vorgeschlagen, daß das Spannelement als vom Betäti
gungselement getrenntes Bauteil ausgeführt ist. Es können
vorteilhafte Gestaltungsfreiräume geschaffen und insbesondere
können die Verbindungsmittel stets geschützt vor äußeren Ein
flüssen, wie beispielsweise vor Staub usw., vollständig in
nenliegend bzw. radial innerhalb dem Betätigungselement ange
ordnet werden. Die Verbindungsmittel können während einer
Entriegelung durch das Betätigungselement in Eingriff gehal
ten werden, wodurch eine bessere Handhabung erreicht und der
Verschleiß der Verbindungsmittel reduziert werden können. Ein
stets erneutes in Eingriff bringen der Verbindungsmittel ist
vermeidbar. Eine Belastung des Betätigungselements durch di
rekte Spannkräfte kann vermieden und die Betätigungshülse
kann aus einem leichten und kostengünstigen Material herge
stellt werden, wie insbesondere aus einem Kunststoff, der
vorteilhaft z. B. als Berührungsschutz bei erhöhten Temperaturen
und/oder gegen elektrische Spannung dienen kann. Ferner
kann eine Relativbewegung zwischen dem Spannelement und der
Betätigungshülse vorteilhaft zur Auslösung eines Signals ge
nutzt werden, beispielsweise zur Auslösung eines elektrischen
Signals, so daß nur bei verspannten und fixierten Verriege
lungselementen die Bohr- und/oder Schlagwerkzeugmaschine be
trieben werden kann, und/oder zur Auslösung eines visuellen
Signals für einen Bediener, über das dem Bediener angezeigt
wird, ob die Verriegelungselemente verspannt und fixiert
sind.
Das Spannelement kann grundsätzlich von einem zusätzlichen
Betätigungselement oder vorteilhaft von dem bereits vorhande
nen Betätigungselement betätigt werden, wodurch zusätzliche
Bauteile, Bauraum, Gewicht und Montageaufwand eingespart wer
den können.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorge
schlagen, daß die Verbindungsmittel als Gewinde ausgebildet
sind, die konstruktiv einfach hergestellt und über die Tole
ranzen einfach ausgeglichen werden können.
Um zusätzliche Bauteile, Bauraum und Montageaufwand einzuspa
ren, ist das Spannelement vorteilhaft von einem Bauteil ge
bildet, das eine Federauflage für eine das Verriegelungsele
ment belastende Druckfeder bildet, und/oder das Spannelement
wirkt im verriegelten Zustand über ein Bauteil auf das Ver
riegelungselement, das eine Federauflage für eine das Verrie
gelungselement belastende Druckfeder bildet. Wird das Spann
element von einem eine Federauflage bildenden Bauteil gebildet,
kann ferner eine durch den Spannvorgang sich erhöhende
Spannkraft der Druckfeder vorteilhaft genutzt werden.
Das Spannelement kann besonders konstruktiv einfach zur Aus
lösung eines Signals, insbesondere zur Auslösung eines visu
ellen Signals für einen Bediener, genutzt werden, indem das
Spannelement im verriegelten Zustand verdeckt unter dem Betä
tigungselement angeordnet ist und im entriegelten Zustand in
axialer Richtung mit zumindest einem Teil über eine Stirnsei
te des Betätigungselements ragt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorge
schlagen, daß das Verbindungsmittel des Spannelements von ei
ner axialen Fläche gebildet ist, die zum Verspannen und Fi
xieren über eine korrespondierende axiale Abstützfläche des
Abstützelements bewegbar ist, und zumindest eine der Flächen
in Umfangsrichtung eine Neigung zur Übersetzung einer Drehbe
wegung in eine axiale Bewegung aufweist. Derartige Verbin
dungsmittel können besonders kostengünstig hergestellt wer
den, und zwar insbesondere durch sich radial erstreckende
Vorsprünge. Ist das Spannelement von zumindest einem Blech
teil gebildet, kann dieses innerhalb eines geringen radialen
Bauraums von einer Einwirkstelle radial außerhalb dem Grund
körper und möglicherweise anderen Bauteilen in axialer Rich
tung zum Abstützelement geführt werden, wodurch Gestaltungs
freiräume entstehen und insgesamt radialer Bauraum eingespart
werden kann.
Ferner können zusätzliche Bauteile, Bauraum und Montageauf
wand eingespart werden, indem das Blechteil mit einem Bauteil
fest verbunden ist, das eine Federauflage für eine das Verriegelungselement
belastende Druckfeder bildet und/oder das
Abstützelement von einem Drehmitnahmering gebildet ist. Mög
lich ist auch, daß das Spannelement bzw. das Blechteil ein
stückig mit einem eine Federauflage bildenden Bauteil ausge
führt ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbe
schreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und
die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln
betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammen
fassen.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemä
ßen Werkzeughalter,
Fig. 2 ein Betätigungselement und ein Spannelement
aus Fig. 1 schräg von oben,
Fig. 3 eine Variante zu Fig. 1 und
Fig. 4 einen Ausschnitt einer Explosionsdarstellung
der Variante aus Fig. 3.
Fig. 1 zeigt einen Werkzeughalter, der für eine Bohr-
und/oder Schlagwerkzeugmaschine insbesondere zum Bohren mit
Diamantwerkzeugen bzw. mit Diamantbohrkronen vorgesehen ist.
Der Werkzeughalter kann entweder fest oder abnehmbar mit der
Werkzeugmaschine verbunden sein, die entweder handgeführt
oder auch in einem Bohrständer eingespannt werden kann.
Der Werkzeughalter weist einen um eine Längsachse drehend an
treibbaren Grundkörper 10 auf. Der Grundkörper 10 besitzt
werkzeugseitig eine Aufnahmeöffnung 14, in die ein Werkzeug
78 mit einem Werkzeugschaft 16 einsetzbar ist. Die Aufnahme
öffnung 14 ist über einen Aufnahmebereich 66 konusförmig aus
geführt. An den Aufnahmebereich 66 schließt sich maschinen
seitig ein zylindrischer Bereich 68 an, der stufenförmig in
einen hohlzylindrischen Kernbereich 70 des Grundkörpers 10
übergeht. An der Übergangsstelle zwischen dem zylindrischen
Bereich 68 und dem Kernbereich 70 ist ein elastischer Ring 72
angeordnet, der als stirnseitiger Anschlag und Dichtkörper
für das eingesetzte Werkzeug 78 dient.
Im Grundkörper 10 sind im konischen Aufnahmebereich 66 drei
Durchbrüche 22 ausgebildet, von denen in Fig. 1 einer ge
schnitten und ein anderer in Draufsicht dargestellt ist. Die
Durchbrüche 22 verlaufen in axialer Richtung 74 zum Werkzeug
78 geneigt zur Drehachse radial nach innen und fluchten je
weils innen mit einer Ringnut 76 im Werkzeugschaft 16. Die
Durchbrüche 22 münden jeweils radial nach außen in eine nach
außen hin offene Tasche 80 im Grundkörper 10.
In den Durchbrüchen 22 ist jeweils ein Verriegelungselement
18 angeordnet, das zwei, über einen Steg 82 mit verjüngtem
Querschnitt verbundene wulstige Enden 20, 84 aufweist. Ein
inneres, etwa kugelförmiges Ende 20 ragt durch den Durchbruch
22 in die Aufnahmeöffnung 14 und somit in die Ringnut 76 im
Werkzeugschaft 16. Ein äußeres, etwa zitronenförmiges Ende 84
des Verriegelungselements 18 ragt durch die Tasche 80 über
den Grundkörper 10 radial hinaus.
Das Verriegelungselement 18 wird radial von einer Betäti
gungshülse 24 aus Kunststoff überdeckt, die den Grundkörper
10 konzentrisch umgibt und auf diesem axial verschiebbar ge
führt ist. In die dem Werkzeug 78 zugewandte Richtung 74 ist
die Betätigungshülse 24 durch einen Sicherungsring 88 am
Grundkörper 10 gesichert. Innerhalb der Betätigungshülse 24
ist ein Absatz 90 vorgesehen, der zur Mitnahme eines An
schlagrings 92 bei einer Verschiebung der Betätigungshülse 24
in die vom Werkzeug 78 abgewandte axiale Richtung 54 dient.
Der Anschlagring 92 bildet auf seiner dem Verriegelungsele
ment 18 zugewandten Seite in axialer Richtung 74 zum Werkzeug
78 eine schräg nach innen geneigte Anschlagfläche 94, an der
das äußere Ende 84 des Verriegelungselements 18 anliegt. Auf
der gegenüberliegenden axialen Seite des äußeren Endes 84
stützt sich ein Stützring 50 mit einer Stützfläche 96 ab, der
maschinenseitig eine Federauflage 52 für eine Druckfeder 48
bildet und einen hohlzylindrischen Fortsatz 98 aufweist, der
wiederum maschinenseitig einen radial nach innen weisenden
Bund 100 besitzt. Auf dem Fortsatz 98 ist ein Ende der Druck
feder 48 geführt. Die Druckfeder 48 stützt sich mit einem ma
schinenseitigen Ende an einer Federauflage 46 ab, die an ei
nem Spannelement 32 einer Spannvorrichtung 28 ausgebildet
ist. Die Druckfeder 48 wirkt in die dem Werkzeug 78 zugewandte
Richtung 74 über den Stützring 50 auf das Verriegelungs
element 18.
Das Spannelement 32 ist über ein Innengewinde 40 mit einem
Außengewinde 38 des Grundkörpers 10 verbunden, der ein Ab
stützelement der Spannvorrichtung 28 bildet. Das Spannelement
32 besitzt an seinem maschinenseitigen Ende vorteilhaft drei
gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete radial nach
außen und sich in axialer Richtung 54 über eine maschinensei
tige Stirnseite 102 des Spannelements 32 erstreckende Mitnah
meflügel 104, 106, 108 (Fig. 2). Das Spannelement 32 ist zwar
als von der Betätigungshülse 24 getrenntes Bauteil ausge
führt, ist jedoch über die Betätigungshülse 24 betätigbar,
und zwar indem die Mitnahmeflügel 104, 106, 108 radial nach
außen in drei an die Betätigungshülse 24 angeformte Taschen
110, 112, 114 in Drehrichtung formschlüssig eingreifen.
Beim Einsetzen des Werkzeugs 78 in den Werkzeughalter wird
der Werkzeugschaft 16 in die Aufnahmeöffnung 14 eingeschoben.
Die Verriegelungselemente 18 werden radial nach außen ge
drängt und drängen dabei den Stützring 50 entgegen der Kraft
der Druckfeder 48 axial nach hinten in Richtung 54. Die äuße
ren Enden 84 der Verriegelungselemente 18 gleiten dabei an
der Anschlagfläche 94 des Anschlagrings 92 entlang, der in
seiner Lage unverändert bleibt.
Sobald der Werkzeugschaft 16 ausreichend tief in die Aufnah
meöffnung 14 eingesteckt wurde, schnappen die Verriegelungs
elemente 18, belastet durch die Druckfeder 48, mit ihrem in
neren Ende 20 in die Ringnut 76 des Werkzeugschafts 16 ein.
Die Werkzeugmaschine ist grundsätzlich funktionsfähig. Zur
Drehmitnahme des Werkzeugs 78 dient ein Drehmitnahmering 118,
der mit drei radial nach innen weisenden Mitnahmefingern 122
mit dem Werkzeugschaft 16 drehfest verbunden ist und mit drei
radial nach außen weisenden Mitnahmefingern 120 durch nach
außen hin offene Durchbrüche 132 des Grundkörpers 10 greift
und über die Mitnahmefinger 120 in den Durchbrüchen 132 mit
dem Grundkörper 10 in Drehrichtung formschlüssig verbunden
ist.
Um jedoch den Werkzeugschaft 16 stärker zu verspannen, so daß
dieser insbesondere auch stets bei auf ihn wirkende Zugkräfte
in Richtung 74 spielfrei im Werkzeughalter fixiert ist, wer
den die Verriegelungselemente 18 durch die Spannvorrichtung
28 weiter verspannt und fixiert. Dabei wird über die Betäti
gungshülse 24 das Spannelement 32 relativ zum Grundkörper 10
entgegen der Drehrichtung des Werkzeugs 78 gedreht, und zwar
in axialer Richtung 74 zum Werkzeug 78 betrachtet entgegen
dem Uhrzeigersinn. Das Spannelement 32 bewegt sich dadurch
über die Gewinde 38, 40, die als Linksgewinde ausgeführt
sind, in axialer Richtung 74 zum Werkzeug 78, spannt die
Druckfeder 48 weiter vor und kommt mit einer Anschlagfläche
116 am Bund 100 des Stützrings 50 zur Anlage. Ein weiteres
Drehen des Spannelements 32 entgegen dem Uhrzeigersinn be
wirkt durch die Gewinde 38, 40 eine Axialkraft in Richtung 74
zum Werkzeug 78 auf den Stützring 50, der mit seiner Stütz
fläche 96 auf eine konische Fläche des äußeren Endes 84 des
Verriegelungselements 18 wirkt und dieses radial nach innen
in die Ringnut 76 des Werkzeugschafts 16 verstärkt drückt.
Ein Bediener der Werkzeugmaschine bzw. des Werkzeughalters
kann durch ein an der Betätigungshülse 24 aufgebrachtes
Drehmoment eine Verspannung des Werkzeugschafts 16 einem Gewicht
des Werkzeugs 78 anpassen, d. h. er kann ein Werkzeug
78 mit einem großen Gewicht stärker und ein Werkzeug mit ei
nem kleinen Gewicht weniger stark im Werkzeughalter verspan
nen.
Soll das Werkzeug 78 aus dem Werkzeughalter entnommen werden,
wird zuerst über die Betätigungshülse 24 das Spannelement 32
in Drehrichtung des Werkzeugs 78 auf dem Grundkörper 10 ge
dreht und dabei in die dem Werkzeug 78 abgewandte axiale
Richtung 54 geschraubt, und zwar bis dieses mit seiner ma
schinenseitigen Stirnseite 102 mit einer Anschlagscheibe 124
in Anlage kommt. Das Spannelement 32 bewegt sich beim Drehen
auf dem Grundkörper 10 in axialer Richtung 54 relativ zur Be
tätigungshülse 24 und schiebt sich mit seinen maschinenseiti
gen Enden 56, 58, 126 der Mitnahmeflügel 104, 106, 108 in die
dem Werkzeug 78 abgewandte axiale Richtung 54 über eine ma
schinenseitige Stirnseite 60 der Betätigungshülse 24. Liegt
das Spannelement 32 mit seiner Stirnseite 102 an der An
schlagscheibe 124 an, signalisieren die farblich gekennzeich
neten Enden 56, 58, 126 dem Bediener eine Entriegelungsstel
lung des Spannelements 32.
Anschließend wird die Betätigungshülse 24 in die dem Werkzeug
78 abgewandte axiale Richtung 54 auf dem Grundkörper 10 ver
schoben. Die Betätigungshülse 24 verschiebt dabei über den
Absatz 90 den Anschlagring 92 gegen das Verriegelungselement
18. Das Verriegelungselement 18 wird vom Anschlagring 92 in
der Tasche 80 zunächst gekippt, bis das äußere Ende 84 an ei
ner Bodenfläche der Tasche 80 zur Anlage kommt. Sobald das
äußere Ende an der Bodenfläche anliegt, ist die Kippbewegung
beendet und der Anschlagring 92 nimmt das Verriegelungselement
18 entgegen der Federkraft der Druckfeder 48 axial mit.
Das Verriegelungselement 18 wird aus dem Durchbruch 22 radial
nach außen bewegt, und die Ringnut 76 des Werkzeugschafts 16
wird freigegeben.
In Fig. 3 und 4 ist zu Fig. 1 und 2 ein alternativer Werk
zeughalter dargestellt. Im wesentlichen gleichbleibende Bau
teile sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen be
ziffert. Ferner kann bezüglich gleichbleibender Merkmale und
Funktionen auf die Beschreibung zum Ausführungsbeispiel in
Fig. 1 und 2 verwiesen werden.
Der Werkzeughalter besitzt eine Spannvorrichtung 30 mit einem
von drei Blechschalen gebildeten Spannelement 34 (Fig. 4).
Die Blechschalen greifen jeweils mit einem sich radial er
streckenden Vorsprung 128 in eine Ringnut 138 eines Stütz
rings 62, der eine Federauflage 64 für eine ein Verriege
lungselement 18 belastende Druckfeder 48 bildet. Die Druckfe
der 48 ist maschinenseitig an einem Anschlagteller 140 abge
stützt, der über einen Spannring 142 in die von einem Werk
zeug 78 abgewandte axiale Richtung 54 an einem Grundkörper 12
des Werkzeughalters gesichert ist.
Die Blechschalen sind in Drehrichtung formschlüssig in am In
nenumfang einer Betätigungshülse 26 aus Kunststoff über den
Umfang gleichmäßig verteilte Längstaschen 130 angeordnet und
erstrecken sich in axialer Richtung 54 zum Werkzeug 78 radial
außerhalb des Grundkörpers 12.
An einem werkzeugseitigen Ende besitzen die Blechschalen Ver
bindungsmittel 44, die von sich radial nach innen erstreckenden
Vorsprüngen gebildet sind und maschinenseitig Flächen
bilden, die in Umfangsrichtung eine Neigung zur Übersetzung
einer Drehbewegung in eine axiale Bewegung aufweisen. Ein Ab
stützelement 36 der Spannvorrichtung 30 wird von einem Dreh
mitnahmering gebildet, der drei radial nach innen weisende,
über den Umfang gleichmäßig verteilte Mitnahmefinger 122 zur
Drehmitnahme des Werkzeugs 78 und drei radial nach außen wei
sende, über den Umfang gleichmäßig verteilte Mitnahmefinger
42 aufweist, die durch nach außen hin offene Durchbrüche 132
des Grundkörpers 12 greifen und in den Durchbrüchen 132 mit
dem Grundkörper 12 in Drehrichtung formschlüssig verbunden
sind. Die radial nach außen weisenden Mitnahmefinger 42 ragen
radial über den Grundkörper 12 und bilden Verbindungsmittel
der Spannvorrichtung 30 mit werkzeugseitigen axialen Abstütz
flächen. Der Drehmitnahmering ist maschinenseitig an einem
vom Grundkörper 12 gebildeten Anschlag 134 abgestützt und ist
werkzeugseitig über einen Spannring 136 auf dem Grundkörper
12 gesichert.
In einem entriegelten Zustand der Spannvorrichtung 30 liegen
die Verbindungsmittel 44 der Blechschalen in die vom Werkzeug
78 abgewandte axiale Richtung 54 vor Zwischenräumen der Mit
nahmefinger 42 des Drehmitnahmerings bzw. des Abstützelements
36. Die Verbindungsmittel 44 können beim Entriegeln der Ver
riegelungselemente 18 über die Betätigungshülse 26 in die vom
Werkzeug 78 abgewandte axiale Richtung 54 zwischen den Mit
nahmefingern 42 durchgeführt werden. Die Betätigungshülse 26
ist mit einem Anschlag 146 an ihrem Innenumfang über einen
Sicherungsring 86 in axialer Richtung 74 zum Werkzeug 78 am
Grundkörper 12 abgestützt und ist unverlierbar auf dem Grund
körper 12 gehalten.
Zum Verspannen und Fixieren der Verriegelungselemente 18 wer
den die Verbindungsmittel 44 mit ihren maschinenseitigen Flä
chen über die werkzeugseitigen Abstützflächen der Mitnahme
finger 42 gedreht, und zwar entgegen der Drehrichtung des
Werkzeugs 78. Durch die Neigung in Umfangsrichtung der Flä
chen der Verbindungsmittel 44 wird ein über die Betätigungs
hülse 26 eingebrachtes Drehmoment in eine Axialkraft in Rich
tung 74 zum Werkzeug 78 auf den Stützring 62 umgewandelt, der
mit seiner Stützfläche 96 auf eine konische Fläche eines äu
ßeren Endes 84 des Verriegelungselements 18 wirkt und dieses
radial nach innen in eine Ringnut 76 des Werkzeugschafts 16
verstärkt drückt. Ein Bediener der Werkzeugmaschine bzw. des
Werkzeughalters kann durch ein an der Betätigungshülse 26
aufgebrachtes Drehmoment eine Verspannung des Werkzeugschafts
16 einem Gewicht des Werkzeugs 78 anpassen.
Bevor das Werkzeug 78 in bekannter Weise entriegelt werden
kann, muß die Verspannung der Verriegelungselement 18 durch
die Spannvorrichtung 30 aufgehoben werden. Mit der Betäti
gungshülse 26 werden die Blechschalen auf dem Grundkörper 12
gedreht, und zwar bis die Verbindungsmittel 44 in die vom
Werkzeug 78 abgewandte axiale Richtung 54 vor den Zwischen
räumen der Mitnahmefinger 42 zum Liegen kommen. Ein Bediener
erkennt dies daran, daß Schlitze 144 über den Mitnahmefingern
42 zum Liegen kommen.
10
Grundkörper
12
Grundkörper
14
Aufnahmeöffnung
16
Werkzeugschaft
18
Verriegelungselement
20
Ende
22
Durchbruch
24
Betätigungselement
26
Betätigungselement
28
Spannvorrichtung
30
Spannvorrichtung
32
Spannelement
34
Spannelement
36
Abstützelement
38
Verbindungsmittel
40
Verbindungsmittel
42
Verbindungsmittel
44
Verbindungsmittel
46
Federauflage
48
Druckfeder
50
Bauteil
52
Federauflage
54
Richtung
56
Teil
58
Teil
60
Stirnseite
62
Bauteil
64
Federauflage
66
Aufnahmebereich
68
Bereich
70
Kernbereich
72
Ring
74
Richtung
76
Ringnut
78
Werkzeug
80
Tasche
82
Steg
84
Ende
86
Sicherungsring
88
Sicherungsring
90
Absatz
92
Anschlagring
94
Anschlagfläche
96
Stützfläche
98
Fortsatz
100
Bund
102
Stirnseite
104
Mitnahmeflügel
106
Mitnahmeflügel
108
Mitnahmeflügel
110
Tasche
112
Tasche
114
Tasche
116
Anschlagfläche
118
Drehmitnahmering
120
Mitnahmefinger
122
Mitnahmefinger
124
Anschlagscheibe
126
Teil
128
Vorsprung
130
Längstasche
132
Durchbruch
134
Anschlag
136
Spannring
138
Ringnut
140
Anschlagteller
142
Spannring
144
Schlitz
146
Anschlag
Claims (12)
1. Werkzeughalter für eine Bohr- und/oder Schlagwerkzeugma
schine, mit einem Grundkörper (10, 12), der eine Aufnahmeöff
nung (14) zum Einsetzen eines Werkzeugschafts (16) aufweist,
mit wenigstens einem Verriegelungselement (18), das zur Ver
riegelung des Werkzeugschafts (16) mit einem inneren Ende
(20) durch einen Durchbruch (22) im Grundkörper (10, 12) in
die Aufnahmeöffnung (14) radial eingreift und mittels einem
Betätigungselement (24, 26) aus einer Verriegelungsstellung
in eine Entriegelungsstellung und umgekehrt verstellbar ist,
und mit einer Spannvorrichtung (28, 30), die zumindest ein
betätigbares Spannelement (32, 34) und zumindest ein Abstütz
element (36) aufweist, an die zur Verspannung und Fixierung
des Verriegelungselements (18) Verbindungsmittel (38, 40, 42,
44) angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Spann
element (32, 34) als vom Betätigungselement (24, 26) getrenn
tes Bauteil ausgeführt ist.
2. Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungselement (24, 26) aus Kunststoff ist.
3. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (32, 34) über
das Betätigungselement (24, 26) betätigbar ist.
4. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Relativbewegung zwischen dem
Spannelement (32) und dem Betätigungselement (24) zur Auslö
sung eines Signals genutzt ist.
5. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel (38, 40)
als Gewinde ausgebildet sind.
6. Werkzeughalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannelement (32) von einem Bauteil gebildet ist, das
eine Federauflage (46) für eine das Verriegelungselement (18)
belastende Druckfeder (48) bildet.
7. Werkzeughalter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Spannelement (32) im verriegelten Zustand
über ein Bauteil (50) auf das Verriegelungselement (18)
wirkt, das eine Federauflage (52) für eine das Verriegelungs
element (18) belastende Druckfeder (48) bildet.
8. Werkzeughalter nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (32) im
verriegelten Zustand verdeckt unter dem Betätigungselement
(24) angeordnet ist und im entriegelten Zustand in axialer
Richtung (54) mit zumindest einem Teil (56, 58) über eine
Stirnseite (60) des Betätigungselements (24) ragt.
9. Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel (42, 44) des Spann
elements (34) von einer axialen Fläche gebildet ist, die zum
Verspannen und Fixieren über eine korrespondierende axiale
Abstützfläche des Abstützelements (36) bewegbar ist, und zu
mindest eine der Flächen in Umfangsrichtung eine Neigung zur
Übersetzung einer Drehbewegung in eine axiale Bewegung auf
weist.
10. Werkzeughalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannelement (34) von zumindest einem Blechteil ge
bildet ist.
11. Werkzeughalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blechteil mit einem Bauteil (62) fest verbunden ist,
das eine Federauflage (64) für eine das Verriegelungselement
(18) belastende Druckfeder (48) bildet.
12. Werkzeughalter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Abstützelement (36) von einem Drehmitnahme
ring gebildet ist.
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