DE10030676A1 - Flexible Sohle für ein Schuhwerk - Google Patents
Flexible Sohle für ein SchuhwerkInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine flexible Sohle für ein Schuhwerk, die insbesondere als Decksohle oder Einlegesohle in einem Schuhwerk einsetzbar ist. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Sohle zu schaffen, die eine gute Schweißabführung gestattet und die Bruchgefahr an einer Sollbruchstelle reduziert. DOLLAR A Gelöst wird das dadurch, indem zumindest im Bereich der Sollbruchstelle 4 eine Mehrzahl von einzelnen Holzblättchen 1 an einer einem Fuß zugeordneten Oberseite frei liegend angeordnet sind und dass unter den Holzblättchen 1 ein Substrat aus einem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 angeordnet ist, welches haftfest mit der Unterseite der Holzblättchen 1 verbunden ist und die Holzblättchen 1 an den Seitenkanten haftfest umschließt.
Description
Die Erfindung betrifft eine flexible Sohle für ein Schuhwerk nach dem
Oberbegriff des Hauptanspruches. Die Sohle besteht u. a. aus einem
Holzwerkstoff und ist als Decksohle oder Einlegesohle einsetzbar.
Es sind Decksohlen in verschiedenen Ausführungen für Schuhwerk
bekannt. Beispielsweise sind Decksohlen mit einem einschichtigen oder
einem mehrschichtigen Aufbau bekannt. Dabei ist die dem Fuß
zugeordnete Oberseite der Decksohle beispielsweise in Leder oder aus
einem textilem Material ausgeführt.
Weiterhin ist eine flexible Einlegesohle aus DE 43 23 399 A1 bekannt.
Diese Einlegesohle ist aus mehreren miteinander verbundenen Lagen aus
einem Holzwerkstoff und Textilmaterial gebildet, wobei die dem Fuß
zugeordnete Oberseite als Decklage über die gesamte Sohle aus einem
dünnen Holzblatt besteht. Dabei verläuft die Faserrichtung der Decklage
in Längsrichtung der Einlegesohle und eine Zwischenlage sowie eine
untere Lage bestehen jeweils aus einem textilen Werkstoff.
Bei nicht aus einem Holzwerkstoff bestehenden Sohlen ist es von
Nachteil, dass diese dem im Schuhwerk anfallenden Schweiß und
gegebenenfalls entstehenden Fußpilz zu wenig entgegenwirken.
Weiterhin sind Sohlen aus künstlichen Materialien weniger atmungsaktiv
und zeigen eine geringe Isolationsfähigkeit gegen Kälte (beispielsweise
bei einem Einsatz im Winter) auf.
Bei aus einem Holzwerkstoff bestehenden Sohlen besteht die Gefahr,
dass zumindest die obere Decklage im Bereich des Fußballens durch die
Biegebelastung beim Laufen eine Sollbruchstelle bildet. Eine derartige
Bruchstelle stellt eine akute Verletzungsgefahr durch gerissenes bzw.
gesplittertes bzw. ausgefasertes Holz dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine flexible Sohle für ein
Schuhwerk der eingangs genannten Art zu schaffen, die die genannten
Nachteile vermeidet, die insbesondere eine gute Schweißabführung
gestattet und die Bruchgefahr an einer Sollbruchstelle spürbar reduziert.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausbildungsmerkmale von
Haupt- und Nebenanspruch gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Ein erster Vorteil der erfindungsgemäßen Sohle ist darin begründet, dass
diese zumindest eine Decklage aufweist, die an der dem Fuß
zugeordneten Oberseite überwiegend aus einem dünnen Holzwerkstoff
besteht. Dabei liegt der Holzwerkstoff an der Oberseite frei (dem Fuß
direkt zugewandt) und erfüllt die Funktion der Schweißabführung und je
nach ausgewählter Holzart wird ebenso eine sonst mögliche
Geruchsbelästigung reduziert.
Zumindest im Bereich einer Sollbruchstelle ist eine Mehrzahl von dünnen
Holzblättchen an der Oberseite dem Fuß zugeordnet und die Ebene der
Decklage bildend frei angeordnet, so dass die verbleibenden Flächen der
Holzblättchen in einer ersten Ausführung von einem biegeelastischem
Kunststoffmaterial haftfest umschlossen sind, das gleichzeitig die untere
Lage als Substrat bildet.
Der Sollbruchstelle schließen sich in Richtung Fußspitze ein vorderer
Teilsohlenbereich und in Richtung Ferse ein hinterer Teilsohlenbereich an.
Diese Teilsohlenbereiche sind in einer Ausbildung jeweils aus einem
bevorzugt dünnen Holzblatt gebildet, wobei die Holzblätter zumindest an
der Unterseite mit dem biegeelastischen Kunststoffmaterial haftfest
verbunden ist. Das Kunststoffmaterial gemäß erster Ausführung unter den
Holzblättchen und den Holzblättern erstreckt sich somit als untere Lage
(Substrat) über die gesamte Sohle.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist der vordere und/oder der
hintere Teilsohlenbereich durch eine Mehrzahl von dünnen Holzblättchen
gebildet, wobei der entsprechend ohne Holzblättchen versehene
Teilsohlenbereich jeweils bevorzugt ein dünnes Holzblatt aufweist. Hierbei
sind wiederum die Holzblättchen an der Oberseite (zum Fuß) frei liegend,
gemäß erster Ausführung von dem biegeelastischen Kunststoffmaterial
haftfest umschlossen und das entsprechende Holzblatt ist zumindest an
der Unterseite haftfest mit dem die untere Lage bildenden
biegeelastischem Kunststoffmaterial verbunden.
Bei Anordnung der Holzblättchen zumindest im Bereich einer durch eine
Biegebelastung bedingten Sollbruchstelle, insbesondere im Bereich des
Fußballens, sowie in erster Ausführung des biegeelastischen
Kunststoffmaterials als Substrat (Trägermaterial) ist die Flexibilität der
erfindungsgemäßen Sohle trotz der Anordnung von Holzwerkstoff relativ
hoch, so dass die Bruchgefahr und damit die Verletzungsgefahr deutlich
reduziert bzw. ausgeschlossen ist.
In vorteilhafter Weise ist die Flexibilität zusätzlich erhöhbar, indem
wenigstens einer der Teilsohlenbereiche durch eine Anordnung von
Holzblättchen auf dem Substrat gebildet ist.
Von Vorteil ist ferner, dass die Holzblättchen bzw. Holzblätter sich bis zum
Rand der Sohle erstrecken. In einer weiteren Ausführung ist zumindest in
am Rand verlaufenden Teilbereichen oder am Rand umlaufend die Sohle
mit dem biegeelastischen Kunststoffmaterial gemäß erster Ausführung
ausgebildet. Hierbei ist dieses Kunststoffmaterial die Holzblättchen und
Holzblätter umschließend und an der Oberseite der Sohle mit den
Holzblättchen bzw. den Holzblättern in einer Ebene liegend angeordnet.
Dabei überwiegt der Flächenanteil der Holzblättchen sowie der Holzblätter
gegenüber dem Kunststoffmaterial gemäß erster Ausführung.
Weiterhin ist vorteilhaft, dass die derart flexibel ausgebildete Sohle der
Innenkontur eines Schuhwerkes, beispielsweise eines orthopädischen
Schuhwerkes, konturengerecht anpassbar ist.
Vorteilhaft ist ebenso, dass diese Sohle fest oder lösbar (auswechselbar)
mit einer weiteren Schicht des Schuhwerkes verbindbar ist.
Schließlich ist die Sohle, insbesondere in der Ausbildung als Einlegesohle,
an der Unterseite der unteren Lage (Substrat) aus dem Kunststoffmaterial
(gemäß erster Ausführung) zusätzlich haftfest mit einer Lage eines
Textilmaterials, beispielsweise einem Gitterstoff oder einem Vliesmaterial,
verbunden. Damit ist eine weitere Erhöhung der Stabilität und der
Lebensdauer der Sohle erzielbar.
In einer zweiten Ausführung ist die flexible Sohle analog zur ersten
Ausführung mit Holzblättchen bzw. Holzblättern an der dem Fuß
zugeordneten Oberseite ausgebildet, jedoch besteht das Substrat aus
einer unteren Lage eines flexiblen Trägermaterials. Dieses Trägermaterial
ist bevorzugt ein Textilmaterial, wobei auch ein gummiertes Textilmaterial
einsetzbar ist. Das Substrat (Trägermaterial) bildet die untere Lage und
erstreckt sich über die gesamte Sohle.
Zumindest im Bereich der Sollbruchstelle ist eine Mehrzahl von
Holzblättchen haftfest mit der Lage des flexiblen Trägermaterials,
vorzugsweise Textilmaterial, verbunden.
Die haftfeste Verbindung bezieht sich auf die Unterseite der
Holzblättchen, eine Einbettung wie in der ersten Ausführung erfolgt nicht.
Der Sollbruchstelle schließt sich analog zur ersten Ausführung ein
vorderer und ein hinterer Teilsohlenbereich an.
Die erfindungsgemäße Sohle ist universell als Decksohle oder
Einlegesohle einsetzbar und eignet sich beispielsweise für Pantoletten,
Pantoffeln, Sandalen, Sandaletten, Pumps, Slipper, Halbschuhe, Stiefel,
Sportschuhe, Arbeits- sowie Kinderschuhe.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Dabei zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Sohle mit Holzblättchen in Draufsicht,
Fig. 2 eine Sohle mit Holzblättchen im vorderen
Teilsohlenbereich (Draufsicht),
Fig. 3 eine Sohle mit Holzblättchen im Bereich einer
Sollbruchstelle (Draufsicht) mit Schnitt A-A,
Fig. 4 eine Sohle mit Holzblättchen im Bereich einer
Sollbruchstelle mit den Schnitten A-A und B-B,
Fig. 5 eine Sohle mit Holzblättchen gem. Fig. 1 mit
unterschiedlichen Ausbildungen des
Trägermaterials.
Eine flexible Sohle für ein Schuhwerk weist eine Decklage aus einem
Holzwerkstoff auf. Die Decklage weist dabei eine Oberseite 9 auf, welche
einem Fuß zugeordnet ist. Bekanntlich befindet sich zumindest im Bereich
des Fußballens eine Sollbruchstelle 4, die in Folge der Biegebelastung
beim Abrollen der Fußsohle beim Laufen entsteht. Dabei erstreckt sich die
Sollbruchstelle 4 in der Regel über die volle Breite der Sohle.
Erfindungsgemäß ist zumindest im Bereich einer Sollbruchstelle 4 eine
Mehrzahl von einzelnen, dünnen Holzblättchen 1 an der Oberseite 9 der
Decklage frei liegend angeordnet.
In einer ersten Ausführung ist an der Unterseite der Holzblättchen 1 ein
Substrat (Trägermaterial 10) aus einem biegeelastischen Kunststoff
material 2 angeordnet, welches als untere Lage zumindest haftfest mit
den Holzblättchen 1 verbunden ist und die Holzblättchen 1 an den
Seitenkanten haftfest umschließt. Die Holzblättchen 1 sind somit
"schwimmend" auf dem Substrat aus dem biegeelastischen
Kunststoffmaterial 2 fixiert angeordnet.
Bevorzugt weist die Sohle in einem vorderen Teilsohlenbereich 5 (den
Fußzehen zugeordnet) eine Teilholzsohle 3 aus einem dünnen Holzblatt
auf, welche auf dem die untere Lage bildenden Substrat (Trägermaterial
10) aus biegeelastischem Kunststoffmaterial 2 haftfest angeordnet ist. Die
Teilholzsohle 3 liegt an der Oberseite 9 analog zu den Holzblättchen 1
frei. Bevorzugt weist die Sohle weiterhin in einem hinteren
Teilsohlenbereich 6 (der Ferse zugeordnet) eine weitere Teilholzsohle 3
aus einem dünnen Holzblatt auf, welche auf dem die untere Lage
bildenden Substrat (Trägermaterial 10) aus biegeelastischem
Kunststoffmaterial 2 haftfest angeordnet ist. Diese Teilholzsohle 3 liegt
ebenfalls an der Oberseite 9 frei.
In einer bevorzugten Weiterbildung sind in den vorderen und hinteren
Teilsohlenbereichen 5, 6 je eine Teilholzsohle 3 aus einem dünnen
Holzblatt auf dem die untere Lage bildenden Substrat (Trägermaterial 10)
aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 haftfest angeordnet.
In einer weiteren bevorzugten Ausbildung ist somit gemäß Fig. 3 eine
flexible Sohle erzielbar, die im Bereich der Sollbruchstelle 4 eine Mehrzahl
von einzelnen Holzblättchen 1 aufweist und in den sich anschließenden
Teilsohlenbereichen 5, 6 jeweils eine Teilholzsohle 3 als Holzblatt aus
einem Stück aufweist. Dabei sind die Übergänge von dem Bereich der
Sollbruchstelle 4 zu den Teilsohlenbereichen 5, 6 mit dem
biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 des Substrates ausgefüllt. Die dem
Fuß zugewandte Oberseite 9 stellt eine ebene Decklage dar. Es besteht
somit keine Verletzungsgefahr für einen Fuß durch möglicherweise aus
der Ebene hervorstehende Holzblättchen 1 und/oder Teilholzsohlen 3.
In einer weiteren Ausbildung gemäß Fig. 2 ist auch im vorderen
Teilsohlenbereich 5 eine Mehrzahl von einzelnen Holzblättchen 1 an einer
einem Fuß zugeordneten Oberseite 9 der Decklage frei liegend
angeordnet. An der Unterseite der Holzblättchen 1 ist wiederum das
Substrat aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 angeordnet,
welches als untere Lage haftfest mit den Holzblättchen 1 verbunden ist
und die Holzblättchen 1 an den Seitenkanten haftfest umschließt.
Der hintere Teilsohlenbereich 6 weist dabei eine auf dem Substrat aus
dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 haftfest verbundene, an der
Oberseite 9 freiliegende Teilholzsohle 3 auf.
In einer weiteren Ausbildung ist in dem hinteren Teilsohlenbereich 6 eine
Mehrzahl von einzelnen Holzblättchen 1 an einer dem Fuß zugeordneten
Oberseite 9 der Decklage frei liegend angeordnet.
Die Holzplättchen 1 sind wiederum an der Unterseite auf dem Substrat
aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 angeordnet, welches als
untere Lage haftfest mit den Holzblättchen 1 verbunden ist und die
Holzblättchen 1 an den Seitenkanten haftfest umschließt.
In einer weiteren bevorzugten Ausbildung ist gemäß Fig. 1 eine Sohle
erzielbar, die im Bereich der Sollbruchstelle 4 als auch in den vorderen
und hinteren Teilsohlenbereichen 5, 6 eine Mehrzahl von einzelnen
Holzblättchen 1 aufweist, die mit dem die untere Lage bildenden Substrat
aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 haftfest verbunden sind
und an den Seitenkanten umschlossen sind.
In einer weiteren Ausbildung ist zumindest im Bereich der Sollbruchstelle
4 ein Rand 7 aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 des
Substrates angeordnet. Damit sind im Randbereich der Sohle die
Holzblättchen 1 "eingebettet", so dass ein mögliches Ausfasern an den
Kanten der Holzblättchen 1 vermeidbar ist.
In bevorzugter Weiterbildung, beispielsweise gemäß Fig. 4, ist der Rand
7 aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 teilweise oder
vollständig umlaufend angeordnet und schließt die vorderen und/oder
hinteren Teilsohlenbereiche 5, 6 ein.
In den o. g. Ausbildungen ist die Oberseite 9 stets eben ausgebildet und
der Flächenanteil aus dem Holzwerkstoff (Holzblättchen 1 und/oder
Teilholzsohle 3 überwiegt innerhalb der Decksohle.
Die Ausbildung der Holzblättchen 1 ist in beliebiger Form und Anordnung
in der Ebene der Decklage realisierbar. Beispielsweise sind die
Holzblättchen 1 in rechteckiger, runder und/oder elliptischer Form
ausgebildet. Bevorzugt ist ferner als Holzwerkstoff ein Material,
beispielsweise Buche, Zedernholz, einsetzbar, welches eine gute
Abführung von Fußschweiß gewährleistet und gleichzeitig gute
Isolationseigenschaften aufweist.
In Ausbildung der Sohle als Decksohle in einem Schuhwerk ist die
erfindungsgemäß ausgebildete Sohle fest, bevorzugt mittels
Klebeverbindung, oder lösbar (auswechselbar) mit dem Schuhwerk
verbunden.
In einer weiteren Ausbildung, insbesondere als Einlegesohle, weist die
erfindungsgemäß ausgebildete Sohle an der Unterseite des Substrates
(Trägermaterial 10) aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial 2 eine
haftfest, bevorzugt mittels Klebeverbindung, angeordnete weitere Lage
aus einem biegbaren Textilmaterial auf. Als Textilmaterial ist bevorzugt ein
Gitterstoff oder ein Vliesmaterial einsetzbar. Als Materialien sind
bevorzugt Baumwollstoff und/oder Leinenstoff und/oder Kunstfasern oder
Gemische verwendbar.
Als biegeelastisches Kunststoffmaterial 2 ist bevorzugt ein
hautverträgliches Elastomermaterial, beispielsweise Kautschuk, PU-
Material, einsetzbar, welches an die Unterseite und bevorzugt an die
Seitenkanten der Holzblättchen 1 bzw. der Teilholzsohlen 3 angießbar
oder anspritzbar oder anschäumbar ist. Alternativ sind auch Mischungen,
z. B. Kork enthaltende Mischungen, einsetzbar, die in dem
Kunststoffmaterial 2 enthalten sind.
Zur Erzielung einer ebenen Oberseite 9 der Decklage kann die
erfindungsgemäß ausgebildete Sohle, bevorzugt im letzten Arbeitsgang,
überschliffen werden.
Durch die Kombination von zumindest Holzblättchen 1 (und mit
Teilholzsole 3) und dem Kunststoffmaterial 2 als Trägermaterial 10 ist eine
sehr flexible Sohle erzielbar, die die Bruchgefahr spürbar reduziert und die
guten schweißabführenden Eigenschaften des Holzwerkstoffes beibehält.
In dieser Ausbildung ist eine gute Anpassung als Decksohle oder
Einlegesohle an die in einem Schuhwerk vorhandene Kontur erzielbar. Je
nach Dicke der Teilholzsohlen 3 sind orthopädische Maßnahmen
insgesamt bzw. einzeln, beispielsweise ein Fußbett bzw. Zehengreifer,
auch in den Teilholzsohlen 3, vorzusehen.
In einer bevorzugten Ausbildung sind im Bereich der einzelnen
Holzblättchen 1 und/oder im Bereich wenigstens einer Teilholzsohle 3 im
unterhalb angeordneten Substrat aus biegeelastischem Kunststoffmaterial
2 das Kunststoffmaterial 2 durchgehend durchdringende Öffnungen
angeordnet. Diese Öffnungen sind lediglich an einzelnen oder sämtlichen
Holzblättchen 1 und/oder in bestimmten Abständen im Bereich des
Kunststoffmaterials 2 angeordnet. Die Öffnungen sind bevorzugt als
Schlitze oder Bohrungen ausgeführt und dienen der verbesserten
Schweißabführung in unterhalb des Substrates (Trägermaterial 10)
angeordnete Schichten des Schuhwerkes. Weist die flexible Sohle
zusätzlich an der Unterseite ein Textilmaterial 8 auf, so können bevorzugt
die Öffnungen auch das Textilmaterial durchdringen.
In einer zweiten Ausführung weist die flexible Sohle für ein Schuhwerk,
deren Decklage einen Holzwerkstoff aufweist, zumindest im Bereich der
Sollbruchstelle 4 eine Mehrzahl von einzelnen Holzblättchen 1 an der dem
Fuß zugeordneten Oberseite 9 der Decklage frei liegend angeordnet auf.
Unter den Holzblättchen 1 ist ein Substrat als biegeelastisches
Trägermaterial 10 angeordnet, welches als untere Lage mittels einer
Verbindung 11 haftfest mit den Holzblättchen 1 verbunden ist.
Das biegeelastische Trägermaterial 10 besteht bevorzugt aus einem
Textilmaterial, beispielsweise einem Gitterstoff, Vlies oder einem
gummierten Textilmaterial. Bevorzugt ist das Trägermaterial 10
undehnbar, aber flexibel.
Analog zur ersten Ausführung ist beispielsweise im vorderen
Teilsohlenbereich 5 eine Teilholzsohle 3 aus einem dünnen Holzblatt auf
dem die untere Lage bildenden Substrat als biegeelastisches
Trägermaterial 10 haftfest angeordnet.
Alternativ ist im hinteren Teilsohlenbereich 6 eine Teilholzsohle 3 aus
einem dünnen Holzblatt auf dem die untere Lage bildenden Substrat als
biegeelastisches Trägermaterial 10 haftfest angeordnet.
Ebenso ist im vorderen und hinteren Teilsohlenbereich 5, 6 je eine
Teilholzsohle 3 aus einem dünnen Holzblatt auf dem die untere Lage
bildenden Substrat als biegeelastisches Trägermaterial 10 haftfest
angeordnet.
In der zweiten Ausführung sind die Zwischenräume an den Seitenwänden
der Holzblättchen 1 frei liegend ausgebildet. Die Holzblättchen 1 sind nur
an der Unterseite mit dem Trägermaterial 10 mittels Verbindung 11
verbunden. Die Verbindung 11 ist bevorzugt durchgängig als
Klebeverbindung ausgeführt.
In einer weiteren Ausbildung der zweiten Ausführung ist unterhalb des
Trägermaterials 10 das biegeelastische Kunststoffmaterial 2 fixiert
angeordnet. (Fig. 5b).
In einer Weiterführung ist zusätzlich unterhalb des Kunststoffmaterials 2
ein Trägermaterial 10 bzw. ein Textilmaterial 8 fixiert angeordnet.
1
Holzblättchen
2
Kunststoffmaterial
3
Teilholzsohle
4
Sollbruchstelle
5
vorderer Teilsohlenbereich
6
hinterer Teilsohlenbereich
7
Rand
8
Textilmaterial
9
Oberseite
10
Trägermaterial
11
Verbindung (haftfest)
Claims (11)
1. Flexible Sohle für ein Schuhwerk, deren Decklage einen
Holzwerkstoff aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Bereich einer Sollbruchstelle (4) eine Mehrzahl
von einzelnen Holzblättchen (1) an einer einem Fuß zugeordneten
Oberseite (9) der Decklage frei liegend angeordnet sind,
dass unter den Holzblättchen (1) ein Substrat als Trägermaterial
(10) aus einem biegeelastischen Kunststoffmaterial (2)
angeordnet ist, welches als untere Lage zumindest haftfest mit
den Holzblättchen (1) verbunden ist und die Holzblättchen (1) an
den Seitenkanten haftfest umschließt.
2. Flexible Sohle für ein Schuhwerk, deren Decklage einen
Holzwerkstoff aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Bereich einer Sollbruchstelle (4) eine Mehrzahl
von einzelnen Holzblättchen (1) an einer einem Fuß zugeordneten
Oberseite (9) der Decklage frei liegend angeordnet sind,
dass unter den Holzblättchen (1) ein Substrat als biegeelastisches
Trägermaterial (10) angeordnet ist, welches als untere Lage
mittels Verbindung (9) haftfest mit den Holzblättchen (1)
verbunden ist.
3. Flexible Sohle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem vorderen Teilsohlenbereich (5) eine Teilholzsohle
(3) aus einem dünnen Holzblatt auf dem die untere Lage
bildenden Substrat als biegeelastisches Trägermaterial (10)
haftfest angeordnet ist.
4. Flexible Sohle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem hinteren Teilsohlenbereich (6) eine Teilholzsohle
(3) aus einem dünnen Holzblatt auf dem die untere Lage
bildenden Substrat als biegeelastisches Trägermaterial (10)
haftfest angeordnet ist.
5. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem vorderen und dem hinteren Teilsohlenbereich (5, 6)
je eine Teilholzsohle (3) aus einem dünnen Holzblatt auf dem die
untere Lage bildenden Substrat als biegeelastisches
Trägermaterial (10) haftfest angeordnet sind.
6. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem vorderen Teilsohlenbereich (5) eine Mehrzahl von
einzelnen Holzblättchen (1) an einer einem Fuß zugeordneten
Oberseite (9) der Decklage frei liegend angeordnet sind und dass
unter den Holzblättchen (1) das Substrat aus dem
biegeelastischen Kunststoffmaterial (2) angeordnet ist, welches
als untere Lage haftfest mit den Holzblättchen (1) verbunden ist
und die Holzblättchen (1) an den Seitenkanten haftfest
umschließt.
7. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem hinteren Teilsohlenbereich (6) eine Mehrzahl von
einzelnen Holzblättchen (1) an einer einem Fuß zugeordneten
Oberseite (9) der Decklage frei liegend angeordnet sind und dass
unter den Holzblättchen (1) das Substrat aus dem
biegeelastischen Kunststoffmaterial (2) angeordnet ist, welches
als untere Lage haftfest mit den Holzblättchen (1) verbunden ist
und die Holzblättchen (1) an den Seitenkanten haftfest
umschließt.
8. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem vorderen und dem hinteren Teilsohlenbereich (5, 6)
eine Mehrzahl von einzelnen Holzblättchen (1) auf dem die untere
Lage bildenden Substrat aus dem biegeelastischen
Kunststoffmaterial (2) haftfest verbunden sind.
9. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Bereich der Sollbruchstelle (4) ein Rand (7)
aus dem biegeelastischen Kunststoffmaterial (2) angeordnet ist.
10. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sohle als Decksohle fest oder lösbar mit dem Schuhwerk
verbunden ist.
11. Flexible Sohle nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb des Substrates aus dem Kunststoffmaterial (2)
ein biegbares Textilmaterial haftfest angeordnet ist.
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|---|---|---|---|---|
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2000
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
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| ES2364581A1 (es) * | 2010-02-26 | 2011-09-07 | Tadas Scerbauskas | Elemento multicapa. |
| IT201900013101A1 (it) * | 2019-07-26 | 2021-01-26 | Gianfranco Novelli | Soletto per calzature |
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