DE10029096A1 - Abriss- und Beschädigungsschutz für flexible Versorgungsleitungen - Google Patents
Abriss- und Beschädigungsschutz für flexible VersorgungsleitungenInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die bei Steckverbindungen von flexiblen Versorgungsleitungen, die durch Verschlüsse gegen Lösen gesichert sind, auftretende Zugkräfte anstelle der Leitungen aufnimmt, die Verschlüsse zum Lösen selbständig die erforderlichen Bewegungen ausführen lässt, dadurch die Steckverbindungen ordnungsgemäß trennt und somit die Leitungen gegen Beschädigungen/Abriss/Überdehnungen schützt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schutz vor
Abriss/Beschädigung von flexiblen Verbindungen/Versorgungsleitungen,
die durch einen Arretierungs-Mechanismus gegen ein selbständiges
Lösen geschützt sind, wenn auf diese Leitungen Zugkräfte einwirken.
Die Steckverbindungen der Versorgungs-/Betriebsleitungen,
vorzugsweise am Anwendungsbeispiel zwischen Lkw und Anhänger
dargestellt, müssen flexibel sein, um einerseits die Schwenkfähigkeit der
Zuggabel zu gewährleisten und andererseits die notwendige Versorgung
des Hängers mit der erforderlichen Betriebsversorgung, wie Spannung/
Druckluft/elektronischen Einheiten stets aufrecht zu erhalten. Oftmals
werden Steckverbindungen nach dem Abkuppeln von Hängern
beschädigt, wenn der Lkw anfährt und - wie es häufig aus Unachtsamkeit
vorkommt - nicht alle Steckverbindungen gelöst waren. Die Stecker selbst
sind arretiert. Durch die entstehende Spannung des anfahrenden Lkw
reißen die Kabel ab. Dadurch entstehen erhebliche Kosten für den
Betreiber des Lkw. Insbesondere am Beispiel der ABS-Steckverbindung
(Anti-Blockier-System) wird die Erfindung näher erläutert.
Es sind hier keine ähnliche Vorrichtungen bekannt, die selbständig die
Steckverbindungen lösen, wenn bei abgekuppeltem Hänger die
Zugmaschine anfährt und den Abriss der Leitungen verhindert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung derart
auszubilden, dass sich die Verbindung selbständig löst, wenn Zugkräfte
entstehen (z. B. die Zugmaschine entfernt sich vom stehenden Hänger bei
noch bestehender Steckverbindung) um den Abriss/Überdehnung oder
Beschädigung das der Leitung zu verhüten.
Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass ein
Zug(-Seil) die kürzer als die Zuleitung ist, zum Stecker geführt wird. Das
eine Ende des Zuges weist eine Montageeinrichtung auf, die an der
Zuggabel oder Rahmen des Hängers fluchtgerecht in der Höhe des
Steckers und parallel der Längsachse des Lkw und Hängers, in der
gedachten Geraden vom Stecker in Richtung Hänger, befestigt wird. Von
diesem Punkt aus wird das Seil geführt. Am Stecker befindet sich ein
Klappbügel zum Arretieren in der Steckbuchse. Der Klappbügel wird
gewöhnlich zum Lösen hochgeklappt. Daran wird das andere Ende des
Zuges (z. B. geschlauft und mittels Schäkel fixiert) befestigt. Der Zug
selbst ist kürzer als die Verbindungsleitung, jedoch lang genug, um die
erforderliche Bewegungsfreiheit bei üblichem Betrieb in angekuppeltem
Zustand zu gewährleisten.
Fährt das gelöste Zugfahrzeug an, spannt sich das Seil und überträgt die
Zugkräfte darauf, während die Leitung die Bewegung zwar mit ausführt,
jedoch entlastet bleibt. Bei anschwellen der Spannung wird so viel
Zugkraft auf den Zug ausgeübt, dass dieser den Arretierungsbügel in der
zum Lösen erforderlichen Bewegungsrichtung betätigt und den Stecker
aus der Steckbuchse zieht.
Vorteilhaft bei Anwendung dieser Erfindung ist der Umstand, dass weder
Stecker noch Zuleitung beschädigt wird. Betriebsstoffe können nicht
freigesetzt werden, weil die Leitung unbeschädigt bleibt. Die hohen
Reparaturkosten werden vermieden. Gleichzeitig entfallen die Kosten der
Ausfallzeiten eines Hängers während der Instandsetzung eines Steckers
mitsamt Leitung, weil die Betriebsbereitschaft dadurch gesichert ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 Fig. 1 zeigt eine Zuggabel in der Seitenansicht mit
Zuleitung, ABS-Stecker-Einheit, Montagesatz und Zug;
Fig. 2 Fig. 2 zeigt eine Zuggabel in der Draufsicht mit Zuleitung,
ABS-Stecker-Einheit, Montagesatz und Zug;
Fig. 3 Fig. 3 zeigt eine Zuggabel perspektivisch mit Zuleitung,
ABS-Stecker-Einheit, Montagesatz und Zug;
Fig. 4 Fig. 4 zeigt das Anwendungsbeispiel einer Halterung, von
der Seite gesehen;
Fig. 5 Fig. 5 zeigt das Anwendungsbeispiel einer Halterung,
perspektivisch gesehen.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist der Abrissschutz dargestellt, der im
wesentlichen in drei Teile, einer Montageeinrichtung 3, einem Zug 4 und
einer Befestigung am Arretierungsbügel 6 des Steckers 5 gegliedert ist.
Die Befestigung am Arretierungsbügel erfolgt beispielsweise durch ein
Durchbohren der vorderen Zunge, Durchschlaufen des Zuges und
Fixierung des Zuges mittels Schäkel. Setzt sich die Zugmaschine in
Bewegung und entfernt sich von der Zuggabel 1, spannt sich der Zug 4,
während die Zuleitung 2 die Bewegung in Richtung Zugmaschine mitgeht.
Die Zuleitung selbst erfährt keine schädliche Spannung.
Bei Anschwellen der Spannung auf dem Zug 4, klappt der
Arretierungsbügel, der mittels einem Rollen-/Krallen-Verschluß arretiert
ist, mit dessen zu einer Zunge ausgebildetem Hebel hoch. Die Feder in
der Dose wirft den Stecker selbständig aus seinem Sitz in Richtung
Hänger zurück und löst gleichzeitig die Steckverbindung. Der Stecker
bleibt anschließend lose mit der Spitze in der Steckdose eingeführt. Der
Stecker zieht sich mittels Zug 4 widerstandslos aus der ABS-Dose
heraus.
In den Fig. 4 und 5 ist als Beispiel einer Halterung 3 eine Schraub-/
Klemmvorrichtung gewählt, weil es nach den Richtlinien über die
Beschaffenheit und Verwendung der Zuggabeln unzulässig ist, Bohrungen
daran vorzunehmen. Verschweißungen sind zwar geduldet, jedoch nicht
erwünscht. Die Zuggabeln sind regelmäßig aus U-Profil hergestellt. Die
Halterung 4 besteht aus einem U-Profil 8, welches über den äußeren
Querschnitt des Schenkels von der offenen Seite des Profils her,
geschoben wird. Dabei wird die Position so gewählt, daß diese Halterung
in der parallelen Flucht zur Längsachse des Lkw zur Steckdose und in
gleicher Höhe angebracht wird. Dies hat den Vorteil, daß bei
entstehenden Zugkräften der Stecker nicht verkantet. Sobald das U-
Profil 8 der Halterung 3 übergeschoben ist, wird die Bolzenschraube 9
durch die Bohrungen an den äußeren Enden der Schenkel des U-Profils
8 eingesetzt. Mittels weiterer Bolzenschraube 10 und der daran
befestigten Platte, wird die Halterung verschraubt und klemmt sich gegen
das U-Profil der Zuggabel. An einem der Schenkel des U-Profils 8 ist
eine Öse 12 angebracht, wodurch der Zug 4 geschlauft und befestigt ist.
Zur besseren Kenntlichmachung wurden Zug 4 und Zuleitung 2 in den
Figuren nicht durch beispielsweise Clips/Leerrohr als geführte Einheit
dargestellt.
1
Zuggabel
2
Zuleitung (ABS-Stecker)
3
Montage-Einheit
4
Zug(-Seil)
5
ABS-Stecker
6
Arretierungs-Bügel
7
Montage-Platte für ABS-Steckdose (am Lkw)
8
U-Profil
9
Bolzenschraube
10
Bolzenschraube
11
Anlege-/Klemmplatte
12
Öse
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Schutz vor Beschädigungen bei auftretenden
Zugkräften von flexiblen Steckverbindungen, die durch einen Arretierungs-
Mechanismus gegen Lösen geschützt sind, dadurch gekennzeichnet,
dass sie die Zugkräfte anstelle der Versorgungsleitungen aufnimmt und
die Arretierung der Steckverbindung selbständig löst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass
sie zur Aufnahme der Zugkräfte mit einem flexiblen Zug ausgestattet ist,
der kürzer als die Versorgungsleitung ist und fest am Stecker, sowie am
Abnehmer der Versorgung befestigt ist.
3. Vorrichtung nach vorgenannten Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass sie die Verschluss-Einrichtung der Stecker
selbständig in die Richtung bewegt, die zum Lösen der Steckverbindung
erforderlich ist und sich danach der Stecker bewegen lässt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000129096 DE10029096A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-06-14 | Abriss- und Beschädigungsschutz für flexible Versorgungsleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000129096 DE10029096A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-06-14 | Abriss- und Beschädigungsschutz für flexible Versorgungsleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10029096A1 true DE10029096A1 (de) | 2001-12-20 |
Family
ID=7645570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000129096 Withdrawn DE10029096A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-06-14 | Abriss- und Beschädigungsschutz für flexible Versorgungsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10029096A1 (de) |
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2000
- 2000-06-14 DE DE2000129096 patent/DE10029096A1/de not_active Withdrawn
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