DE10028721C2 - Belagelementanordnung - Google Patents
BelagelementanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Belagelementanordnung einer be
geh- oder befahrbaren Abdeckung von Baumscheiben nach dem O
berbegriff des Anspruchs 1.
Bei Baumscheiben wird häufig nur ein kleiner Umkreis um den
Baumstamm freigehalten, während der Rest mit Belag bedeckt
wird, der unmittelbar auf einem Kiesbett oder auf dem Erd
reich aufliegt. Die betreffenden Bäume leiden unter Wasser-
und Sauerstoffmangel sowie unter starker Bodenverdichtung und
oft unter starken Salzeinflüssen in den Wintermonaten.
Zur Vermeidung dieser Folgen ist aus der EP 0 206 990 B1 be
kannt, Baumscheiben-Wurzelbrücken zu verwenden, um den Wur
zeln einen größeren unverdichteten Bereich zu bieten. Hierzu
werden seitlich neben dem Wurzelbereich Fundamente im Boden
gegossen, in die Fundamente L-förmige Stellriemen eingebracht
und auf die Stellriemen Belagelemente mit U-förmigem Querschnitt
aufgelegt. Zwischen den Stellriemen sind die Belag
elemente nicht auf dem Boden abgestützt. Statt eines U-
förmigen Querschnitts kann auch ein E-förmiger Querschnitt
verwendet werden.
Die bekannten Baumscheiben-Wurzelbrücken sind für hohe Belas
tung ausgelegt. Dementsprechend sind auch die Stellriemen und
die Fundamente durchgehend entlang der Länge oder Breite der
Belagelementanordnung ausgelegt. Darüber hinaus ist auch die
Bauhöhe bis zur Oberkante der Belagelemente betrachtet rela
tiv groß. Dies hat den Effekt, dass der Boden über eine große
Strecke in der Nähe des Baumes sehr tief ausgehoben werden
muss und die Gefahr besteht, bei den Baumaßnahmen die Wurzeln
des zu schützenden Baumes zu schädigen.
Aus der DE 38 21 607 A1 ist eine Belagelementanordnung be
kannt, die ein einteiliges oder zweiteiliges Belagelement um
faßt und an seinen Ecken auf einzelnen Fundamentblöcken gela
gert ist. Für den Fall, daß die Belagelementanordnung zum
Schutz eines bereits vorhandenen Baumes installiert werden
soll, wird diese zweiteilig ausgeführt und an den Stoßstellen
werden die Belagelemente durch zwei zusätzliche Fundamente
abgestützt.
Bei einer aus der WO 95/16077 bekannten Belagelementanordnung
werden zwar Gewindespindeln verwendet, um eine Höhenverstell
barkeit des oberen Teils gegenüber dem Basisteil zu ermögli
chen, es handelt sich aber um ein einziges Basisteil. Die
Segmente der Belagelementanordnung werden zu einem gemeinsa
men Element durch entsprechende Führungen und Eingriffe zu
sammengefügt, so daß es hier nicht auf eine Anpassung der
einzelnen Belagelemente ankommt, sondern nur auf eine Höhen
verstellbarkeit des gemeinsam zusammengesetzten Elements. Das
Basiselement läßt sich nur bei einer Neubepflanzung vorher in
den Boden einbauen. Eine nachträgliche Installation bei be
reits bestehenden Bepflanzungen ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Belagelement
anordnung für Baumscheiben-Wurzelbrücken zu schaffen, welches
bei geringem Gewicht eine hohe Stabilität aufweist und einen
geringeren Eingriff in das Erdreich einer Baumscheibe ermög
licht.
Diese Aufgabe wird bei einer Belagelementanordnung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im Kennzeichen angege
benen Merkmale gelöst.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch den wellenförmigen Verlauf an der Unterseite des Belag
elementes ergeben sich stetige, harmonische Übergänge zwi
schen den weniger und den mehr nach unten vorstehenden Berei
chen des Belagelementes. Dabei lässt sich ein von der Breite
des Belagelementes unabhängiger gegenseitiger Abstand der
nach unten weisenden Wellenkämme erzielen. Die Last kann so
gleichmäßig auf mehrere Wellenkämme verteilt werden. Gegen
über einer geringeren Anzahl von Wellenkämmen kann dadurch
die Bauhöhe des Belagelementes verringert werden.
Für den Fall das ein Belagelement absackt und auf Wurzeln der
Baumscheibe trifft, werden durch den wellenförmigen Verlauf
punktuelle Kräfte auf die Wurzeln und daraus resultierende
Schäden vermieden, sofern als bald eine Wiederherstellung des
Belagelementes erfolgt.
Ferner liegen die Belagelemente nicht mehr mit ihren Quersei
ten vollflächig auf Stellriemen, sondern werden nur noch par
tiell abgestützt. Dadurch liegen zwar benachbarte Belagele
mente nicht mehr zwangsläufig auf demselben Höhenniveu, dies
kann aber durch Gewindespindeln ausgeglichen werden, so daß
alle Belagelemente individuell in der Höhe angepaßt werden
können. Durch die partielle Abstützung der Belagelemente wird
nur noch ein partieller Eingriff in den Wurzelbereich der
Baumscheibe nötig.
Bei einer ersten Ausführung sind die Gewindespindeln in Hül
sen des Belagelementes nahe dessen Ecken gelagert und liegen
mit den Stützplatten direkt auf dem Erdreich auf.
Zwar ermöglicht diese Ausführung nur eine relativ geringe Be
lastung durch Fußgänger oder Radfahrer, dafür sind aber keine
tiefliegenden Fundamente nötig und somit bleiben auch ober
flächennahe Wurzeln unbeschädigt.
Bei einer anderen Alternative sind die Gewindespindeln in
Hülsen von Fundamentblöcken angeordnet. Diese sind ihrerseits
im Erdreich eingelassen und die Gewindespindeln tragen auf
ihren Stützplatten das Belagelement nahe seinen Ecken. Der
für die Fundamentblöcke im Erdreich benötigte Raum kann wur
zelschonend mittels Druckluft oder Wasser freigelegt werden.
Bei dieser Lösung ist eine stärkere Belastung als bei der
vorgenannten Alternative möglich, da sich die Last hier auf
Fundamenten im Erdreich abstützen kann. Zwar ist hierzu ein
Eingriff in den Wurzelbereich nötig, es bleiben aber zwischen
den einzelnen Fundamentblöcken genügend Zwischenräume für die
Wurzeln, sich frei im Untergrund entfalten zu können. Durch
die Anordnung der Hülsen für die Gewindespindeln in den Fun
damentblöcken ist auch eine größere Höhenverstellbarkeit ge
geben, als bei einer Anordnung der Hülsen im Belagelement.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spieles erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. In
dieser zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Belag
elementes mit Gewindespindeln und
Fig. 2 ein Fundamentblock mit Gewindespindeln.
Das in Fig. 1 dargestellte Belagelement 10 besitzt eine in
der Projektion rechteckförmige Gestalt und kann mit weiteren
Belagelementen zu einer Abdeckung von Baumscheiben zusammen
gefügt werden.
Nahe den vier Ecken des Belagelementes 10 sind Gewindehülsen
in das Belagelement integriert, in denen Gewindespindeln 12
drehbar und höhenverstellbar angeordnet sind. Diese Gewinde
spindeln 12 tragen am freien Ende Stützplatten 14. Mit diesen
Stützplatten 14 kann sich das Belagelement 10 direkt auf dem
Erdreich oder anderen Fundamentteilen abstützen. Es lässt
sich dabei sowohl eine Höhenverstellung des gesamten Belag
elementes als auch eine Ausrichtung bezüglich der Waagerech
ten erzielen. Eine Justierung der Gewindespindeln 12 kann von
oben über eine Öffnung 26 vorgenommen werden.
Fig. 2 zeigt ein Fundamentelement 16 in Form eines Quaders,
das ins Erdreich eingelassen wird. Hierbei kann es sich um
einen vorgefertigten Fundamentblock handeln oder um einen am
Ort gegossenen Fundamentblock. In den Fundamentblock ist eine
Gewindehülse integriert, in der eine Gewindespindel 18 dreh
bar und damit höhenverstellbar gelagert ist. Diese Gewinde
spindel 18 trägt am oberen freien Ende eine Stützplatte 20.
Bei Verwendung derartiger Fundamentblöcke 16 in Verbindung
mit Belagelementen 10 müssen in den Belagelementen keine Ge
windehülsen vorhanden sein. Vielmehr können sich die Belagelemente
10 dann direkt auf den Stützplatten 20 der Funda
mentblöcke 16 abstützen. Für eine Belagelementanordnung aus
mehreren nebeneinander liegenden Belagelementen 10 können für
jedes Belagelement vier eigene Fundamentblöcke 16 vorgesehen
sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, benachbarte an
einander grenzende Belagelemente 10 dort jeweils über gemein
same Fundamentblöcke 16 und gemeinsame Stützplatten 20 abzu
stützen.
Die Belagelemente können für andere örtliche Gegebenheiten
auch von der rechteckigförmigen Gestalt abweichen. Während
die Oberseite 22 glatt oder zur Erzielung rutschfester Eigen
schaften aufgeraut ist, weist die Unterseite 24 einen wellen
förmigen Verlauf auf. Innerhalb des Betonkörpers des Belag
elementes befindet sich eine Stahlarmierung, bei der sich das
Stabwerk, das eine Aussteifung gegen Durchbiegung gewährleis
ten soll, in die nach unten weisenden Wellenkämme hineinragt.
Claims (3)
1. Belagelementanordnung einer begeh- oder befahrbaren Ab
deckung von Baumscheiben, bestehend aus mehreren Belagelemen
ten (10) aus einem stahlarmierten Betonkörper und Stützele
menten, die das Belagelement gegenüber dem Erdreich abstüt
zen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Belagelement (10) an
der Unterseite (24) einen wellenförmigen Verlauf aufweist, an
seiner Querseite im Wurzelbereich der Baumscheibe nur par
tiell abgestützt ist und gegenüber dem abstützenden Erdreich
durch Gewindespindeln (12; 18) mit Stützplatten (14; 20) hö
henverstellbar ist.
2. Belagelementanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Gewindespindeln (12) in Hülsen des Belag
elementes (10) nahe dessen Ecken gelagert sind und mit den
Stützplatten (14) direkt auf dem Erdreich aufliegen.
3. Belagelementanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gewindespindeln (18) in Hülsen von
Fundamentblöcken (16) angeordnet sind, die ihrerseits ins
Erdreich eingelassen sind und dass die Gewindespindeln (18)
auf ihren Stützplatten (20) das Belagelement (10) nahe seinen
Ecken tragen.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE10028721A1 DE10028721A1 (de) | 2002-01-03 |
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ID=7645321
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Families Citing this family (1)
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-
2000
- 2000-06-09 DE DE2000128721 patent/DE10028721C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE10028721A1 (de) | 2002-01-03 |
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