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DE10028509A1 - Schaleinheit zur Randabschalung - Google Patents

Schaleinheit zur Randabschalung

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DE10028509A1
DE10028509A1 DE2000128509 DE10028509A DE10028509A1 DE 10028509 A1 DE10028509 A1 DE 10028509A1 DE 2000128509 DE2000128509 DE 2000128509 DE 10028509 A DE10028509 A DE 10028509A DE 10028509 A1 DE10028509 A1 DE 10028509A1
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DE
Germany
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formwork
unit
reinforcement
formwork unit
shell unit
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Withdrawn
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DE2000128509
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Manfred Distler
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    • E04BUILDING
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    • E04C5/16Auxiliary parts for reinforcements, e.g. connectors, spacers, stirrups
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    • E04B5/00Floors; Floor construction with regard to insulation; Connections specially adapted therefor
    • E04B5/16Load-carrying floor structures wholly or partly cast or similarly formed in situ
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    • E04B2005/324Floor structures wholly cast in situ with or without form units or reinforcements with peripheral anchors or supports

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  • Structural Engineering (AREA)
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Abstract

Es wird eine Schaleinheit (1) zur Randabschalung mit einem Schalungselement (2) und einer Bewehrung (4), wobei die Bewehrung (4) beiderseits des Schalungselementes (2) ausgebildet ist, insbesondere zum Betonieren ausragender Bauteile wie Brückendecken, Balkonplatten oder dergleichen, an die eine Kappe, eine Aufkantung, eine Brüstung oder dergleichen anzubringen ist, vorgeschlagen, die gegenüber dem Stand der Technik dazu in der Lage ist, wesentlich größere Schubkräfte aufzunehmen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass das Schalungselement (2) wenigstens eine längsseitig der Bewehrung (4) aus dem Schalungselement (2) hervorstehende Erhebung und/oder Vertiefung (3) umfasst.

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaleinheit zur Randabschalung mit einem Schalungselement und einer Bewehrung, wobei die Bewehrung beiderseits der Schalung ausgebildet ist, insbesondere zum Betonieren auskragender Bauteile wie Brückendecken, Balkonplatten oder dergleichen, an die eine Kappe, eine Aufkantung, eine Brüstung oder dergleichen anzubringen ist.
Stand der Technik
Im Allgemeinen wird eine Brücke in mehreren Bauabschnitten gefertigt. Nach den Stützen und Pfeilern wird die Brückendeckenplatte und an deren Seiten anschließend die Brückenkappe, Brückenaufkantung bzw. Brückenbrüstung betoniert.
Hierbei liegt die Brückendeckenplatte beim Betonieren auf der Deckenschalung auf, wobei diese wesentlich breiter als die Brückendeckenplatte ausgelegt werden muss, um einerseits die seitliche Schalung für die Brückendeckenplatte und andererseits die Schalung für die nachfolgenden Brückenteile, beispielsweise die Brückenbrüstung aufnehmen und seitlich abstützen zu können.
Auf der Deckenschalung werden zum Betonieren der Deckenplatte Seitenschalungen angebracht, die die Breite der Deckenplatte festlegt. Bei einer Ausführungsform umfasst die Randabstellung eine Faserplatte, die senkrecht von u-bügelförmigen parallel nebeneinander liegenden Bewehrungsstählen durchdrungen ist. Das geschlossene "u" bildet dabei die Anschlussbewehrung für das Anbetonieren der Brückenkappe. Die Faserplatte ist als einfache Abstellbohle ausgeführt, die die Funktion einer verlorenen Seitenschalung übernimmt. Die Faserplatte wird mittels eines Drängbrettes ausgerichtet, das auf der Deckenschalung fixiert ist. Die Bewehrung der Randabstellung wird mittels Draht an Bewehrungsmatten gesichert, so dass ein Verkippen der Randabstellung verhindert wird. Diese Randabstellung lässt sich vorfertigen, was eine erhebliche Zeitersparnis für den Aufbau der Verschalung mit sich bringt.
Nachteilig bei dieser Randabschalung ist jedoch, dass durch die Faserplatte eine Trennschicht zwischen dem Ortbeton der Brückendeckenplatte ausgebildet wird, worunter die Anbindung der Brückendeckenplatte an beispielsweise eine Brückenkappe leidet.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaleinheit zur Randabschalung vorzuschlagen, die gegenüber dem Stand der Technik eine verbesserte Anbindung an weitere Betonelemente, z. B. eine Brückenkappe, gewährleistet.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Schaleinheit der einleitend genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Schaleinheit dadurch aus, dass das Schalungselement wenigstens eine längsseits der Bewehrung aus dem Schalungselement hervortretende Erhebung und/oder Vertiefung umfasst.
Die Erfindung nutzt auf elegante Art die Erkenntnis, dass Randabstellungen nach dem Stand der Technik nur in unzureichender Weise Schubkräfte zwischen nacheinander betonierten Betonelementen übertragen.
Mit Hilfe einer Erhebung und/oder Vertiefung im Schalelement wird ermöglicht, dass das mit einer erfindungsgemäßen Schaleinheit zur Randabschalung ausbetonierte Bauteil eine lastübertragende Auflagefläche für ein daran anzubringendes Bauteil bildet. In Abhängigkeit der Ausgestaltung der Auflagefläche kann ein erheblicher Anteil von Schubkräften des angegliederten Bauteils, ohne die Bewehrung unmittelbar zu belasten, auf das zuerst zu betonierende Bauteil, beispielsweise eine Brückendeckenplatte, abgeleitet werden. Dies ist besonders bei auskragenden Bauteilen, wie Brückendecken, Balkonplatten oder dergleichen, an die eine Kappe, eine Aufkantung, eine Brüstung oder dergleichen anzubringen ist, vorteilhaft.
Vorzugsweise ist die Erhebung und/oder Vertiefung im Wesentlichen in das Schalungselement eingeformt. Hierdurch wird eine besonders einfache Fertigung des Schalungselementes ermöglicht. Das Schalungselement ist z. B. aus einem Teil realisierbar. Entsprechende Elemente werden z. B. aus Stahl, Kunststoff oder Verbundstoffen gefertigt. Beispielsweise wird in einem Gieß- oder Ausstanzschritt das Schalelement mit der Erhebung und/oder Vertiefung in einem Arbeitsgang hergestellt.
Weiterhin gewährleistet beispielsweise eine zusätzliche Profilierung beziehungsweise Aufrauung der Oberfläche des Schalungselementes, dass die Verbindung zwischen dem Schalungselement und den beiden Bauteilen verbessert wird. Entsprechend wird die Aufnahme großer Schubkräfte zusätzlich verbessert.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Erhebung und/oder Vertiefung größtenteils längs über das Schalungselement. Dies gewährleistet eine große lastübertragende Lagerfläche für das anzubringende zweite Bauteil. In einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung verläuft die Erhebung durchgehend entlang des Schalelements. Beispielsweise besteht das Schalelement aus Blechmaterial, in welchem durch mehrfaches Umkanten eine durchgehende Schubtasche ausgebildet ist. Hierdurch wird überdies die Fertigung entsprechender Schalungseinheiten vereinfacht.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist die Erhebung und/oder Vertiefung einen eckigen und/oder runden Querschnitt auf. Hierdurch kann die Bewehrung vorteilhaft angebracht werden. Umfasst die Bewehrung beispielsweise u- förmige Bewehrungsbügel, wobei die beiden Bewehrungsschenkel das Schalungselement in der Weise durchdringen, dass diese die Erhebung und/oder Vertiefung nach oben und/oder unten stützen, so wird eine Kraftübertragung verbessert.
Insbesondere mit parallel angeordneten, das Schalelement im Wesentlichen senkrecht durchdringenden Bügel wird eine leicht zu fertigende Schaleinheit bereitgestellt. Zur Bildung einer fest verbundenen Einheit ist das Schalungselement im Bereich der Durchdringungsstelle an den u-förmigen Bügel beispielsweise mittels Schweißen oder dergleichen fixiert. Hierdurch wird eine statisch feste Schaleinheit gebildet.
Vorteilhafterweise ist das Schalungselement als streifenartiges Element ausgebildet, so dass besonders für langgestreckte Bauwerke, wie beispielsweise Brücken, die Anzahl der Schaleinheiten vergleichsweise gering ist und somit eine schnelle und effektive Seitenverschalung entsprechender Bauteile gewährleistbar ist. Vorzugsweise ist das Schalungselement an den seitlichen Endstellen so ausgebildet, dass sich mehrere Schaleinheiten aneinander schließen, z. B. ineinander stecken lassen. Gleichzeitig ist das Transportieren und/oder Handling erfindungsgemäßer Schaleinheiten vergleichsweise einfach realisierbar.
Vorzugsweise umfasst das Schalungselement im Wesentlichen eine gitterartige Struktur. Durch diese Maßnahme wird zusätzlich die Verbindung zwischen den vom Schalelement getrennten Betonteilen verbessert. Beispielsweise wird das Schalungselement aus Streckmetall, Streckgitter, Stahlgewebe, Stahlblech oder dergleichen hergestellt.
Insbesondere bei der Verwendung von Stahl wird gewährleistet, dass sich der Stahl mit dem Ortbeton chemisch verbindet und somit eine gute Verbindung zwischen den Bauteilen hergestellt wird. Gegenüber dem Stand der Technik bildet sich zwischen den einzelnen Bauteilen keine Trennfuge, sondern lediglich eine Arbeitsfuge. Hierdurch wird die Aufnahme großer Schubkräfte mittels der Schaleinheit zusätzlich verbessert.
In vorteilhafter Weise umfasst das Schalungselement bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wenigstens einen im einzuhaltenden Betondeckunsbereich bis zur Bewehrung (Mindestabstand) nicht oxidierenden Randabschnitt. Hierdurch wird gewährleistet, dass ein vorgeschriebener Mindestabstand dieses Randabschnitts in einem Betonbauteil zur Betonoberfläche nicht eingehalten werden muss. Diesen Mindestabstand legen entsprechende Vorschriften fest, die unter anderem vorschreiben, dass röstender Baustahl im Außenbereich an z. B. Brücken zur Zeit mehr als 50 mm unter der Betonoberfläche beabstandet sein muss.
Mittels dem nicht oxidierenden Randabschnitt wird eine vorteilhafte Fertigung von entsprechenden Betonbauteilen ermöglicht, wie beispielsweise einer Brückendeckenplatte. Vorzugsweise wird das Bauteil bis zur Oberkante der Schaleinheit mit Beton gefüllt, der Beton verdichtet und beispielsweise die Brückendeckenplatte entlang der Oberkante der Schaleinheit glattgestrichen. Mittels der Schaleinheit ist somit eine gleichmäßige Wanddicke des Bauteils definierbar.
Durch diese Vorgehensweise kann außerdem auf weitere Schalungselemente verzichtet werden, einschließlich einer seitlichen Abstützung der Seitenschalung. Insgesamt ist somit eine deutliche Reduzierung sowohl des Aufwands und somit der Fertigungszeit als auch der Kosten entsprechend gefertigter Bauteile, wie beispielsweise Brücken, realisierbar.
Vorzugsweise umfasst das Schalungselement wenigstens zwei gegenüberliegende nicht oxidierende Randabschnitte. Hierdurch muss im Bereich beider nicht oxidierender Randabschnitte, insbesondere auch unterhalb der Bewehrung, die Betondeckung nicht berücksichtigt werden.
Für entsprechende Randabschnitte ist beispielsweise Edelstahl, Kunststoff, Verbundstoff oder dergleichen einsetzbar. Spezielle Schaleinheiten mit mindestens einer nicht oxidierenden Endstelle können gegebenenfalls für bestimmte Anwendungsfälle, wie der Anfang und das Ende einer Brückendeckenplatte, Balkone oder dergleichen, vorteilhaft sein, da diese neben den oberen und unteren Mindestabstände entsprechender Elemente in Betonbauteilen, auch seitlich die vorgegebenen Mindestabstände in einfacher Weise gewährleisten können.
Vorteilhafterweise umfasst das Schalungselement wenigstens eine Haltevorrichtung. Diese ermöglicht, dass z. B. ein Stab an der Schaleinheit fixierbar ist. An einen entsprechenden Stab ist beispielsweise die Schalung des zweiten, anzuschließenden Bauteils, wie eine Brückenkappe, Brückenaufkantung, Brückenbrüstung oder dergleichen, montierbar. Die Verspannung der Schalung ist mittels eines zusätzlichen Rohres oder dergleichen umsetzbar, wobei das Rohr beispielsweise über den Stab gestülpt wird und wenigstens an einem Ende einen Flansch aufweist, an den die Schalung mittels eines außerhalb der Schalung am Stab angebrachten Druckelementes verspannbar ist. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise die Schalung für das anzuschließende Bauteil mit dem ersten, bereits verfestigten Bauteil verbunden. Weiterhin kann eine entsprechende Verbreiterung der Deckenschalung entfallen. Diese Möglichkeit der Fixierung der Schalung des zweiten Bauteils reduziert zusätzlich den Aufwand, die Fertigungszeit und somit die Kosten entsprechend gefertigter Brücken.
Vorzugsweise umfasst die Haltevorrichtung eine Haltemuffe, insbesondere mit Innengewinde, oder eine Halteschraube, so dass bereits bekannte Haltemuffen bzw. Schrauben, einschließlich der darin zu fixierenden Stäbe, verwendbar sind, was eine besonders wirtschaftliche Realisierung der Schaleinheit und entsprechender Betonbauwerke ermöglicht.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Haltevorrichtung wenigstens eine Verankerung an der Bewehrung. Hierdurch wird eine besonders stabile Positionierung der Haltevorrichtung realisiert und die Gefahr bei großer Krafteinwirkung, die Haltevorrichtung herauszureißen, ausgeschlossen.
Vorteilhafterweise umfasst die Bewehrung mehrere, im Abstand zueinander angeordnete, u-förmige Bewehrungsbügel, die das Schalungselement senkrecht durchdringen. Hierdurch wird ein Kastenprofil realisiert, das zum einen durch das Schalungselement und zum anderen durch die u-förmigen Bügel umrandet ist. Dieses Kastenprofil gewährleistet eine statisch besonders stabile Anordnung und eine besonders einfache Fertigung der Schaleinheit. Beispielsweise werden die u- förmigen Bewehrungsbügel an den Bewehrungsschenkeln in entsprechender Anordnung angeschweißt, anschließend als einheitlicher Bewehrungskasten in dafür vorgesehene Öffnungen im Schalungselement geschoben und im Folgenden punktuell befestigt.
Vorzugsweise umfasst die Schaleinheit ein Abstellelement, so dass eine besonders einfache Montage vor Ort ermöglicht wird, indem die Schaleinheit mittels eines entsprechenden Abstellelementes in vorteilhafter Weise an einer Deckenplattenverschalung fixiert wird.
Zeichnungen
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Einzelheiten näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung einer Schaleinheit,
Fig. 2 ein schematischer Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Schaleinheit,
Fig. 3 ein schematischer Querschnitt einer dritten Ausführungsform einer Schaleinheit und
Fig. 4 ein schematischer Querschnitt durch eine vierte Schaleinheit mit einem Teil einer Bewehrungsmatte, einer Deckenschalung und einem Abstellelement.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Das Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Schaleinheit 1, die eine längs über das Schalungselement 2 erstreckende Vertiefung 3 umfasst. Hierbei weist die Vertiefung 3 einen rechteckigen Querschnitt auf. Weiterhin umfasst die Schaleinheit 1 beispielhaft acht u-förmige Bewehrungsbügel 4. Zur einfacheren Montage der Schaleinheit 1 werden die Bewehrungsbügel 4 in entsprechender Anordnung an zwei Querstäbe 5 angeschweißt. Dieses kastenartige Gebilde wird durch entsprechende Öffnungen des Schalungselementes 2 hindurchgeführt, wobei anschließend die beiden Querstäbe 5 punktuell an das Schalungselement 2 angeschweißt werden.
Sowohl die Bewehrungsbügel 4 als auch die Querstäbe 5 werden z. B. aus geripptem Baurundstahl gefertigt. Das Schalungselement 2 wird aus einem Stahlblech mit gitterartiger Struktur hergestellt, so dass eine gute Verbindung zum Ortbeton gewährleistet wird. Hierbei sind jedoch ein oberer Randbereich 6a sowie ein unterer Randbereich 6b aus, z. B. Edelstahl gefertigt und an die horizontalen Schenkel der Vertiefung 3 angeschweißt. Hierdurch wird gewährleistet, dass oxidierende Elemente der Schaleinheit 1 im eingebauten Zustand zur Oberfläche entsprechender Betonbauteile einen vorgegebenen Abstand aufweisen.
Aus Fig. 1 wird weiterhin die Anordnung zweier Öffnungen 7 deutlich. Die Öffnungen 7 können Haltemuffen 8 aufnehmen, die zur Fixierung von Stäben, z. B. Stäbe der Firma Diwidag, für die Anbringung einer nachfolgenden Schalung dienen können.
Fig. 2 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Schaleinheit 1 im Querschnitt, die ein Schalungselement 2 sowie u-förmige Bewehrungsbügel 4 umfasst. Hierbei weist das Schalungselement 2 eine Vertiefung 3 auf, die einen Querschnitt aufweist, der nur unten einen horizontal verlaufenden Absatz aufweist.
Fig. 3 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Schaleinheit 1 im Querschnitt, die wiederum ein Schalungselement 2 und u-förmige Bewehrungsbügel 4 umfasst. Jedoch hat das Schalungselement 2 im Querschnitt eine s-förmige Ausbildung.
Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführung einer Schaleinheit 1 im schematischen Querschnitt. Hierbei weist das Schalungselement 2 wiederum eine Vertiefung 3 mit rechteckigem Querschnitt auf. Entsprechend der Schaleinheit 1 der Fig. 1 ist der obere Randbereich 6a sowie der untere Randbereich 6b aus nicht rostendem Stahl gefertigt und an die Vertiefung 3 angeschweißt, die aus gewöhnlichem Baustahl gefertigt ist. Im Bereich der Vertiefung 3 ist die Haltemuffe 8 angeordnet. Diese ist mittels einer Verankerung 10 an den u-förmigen Bewehrungsbügeln 4 verankert.
Beide Schenkel der Bewehrungsbügel 4 sind mit einer Bewehrungsmatte 11 mittels nicht dargestelltem Draht verbunden. Beispielsweise handelt es sich hierbei um eine Bewehrung einer Brückendeckenplatte, die auf einer Deckenschalung 12 zu betonieren ist. Die seitliche Randabschalung mittels der Schaleinheit 1 definiert hierbei sowohl die Höhe als auch die Breite der Brückendeckenplatte. So definiert die Höhe h die Betondeckung der Bewehrungsbügel 4 und somit die Oberkante der zu betonierenden Brückendeckenplatte. Die Gesamthöhe der Brückendeckenplatte kann lediglich durch eine Schaleinheit 1 festgelegt werden, die die entsprechende Brückendecken­ plattenhöhe aufweist. Jedoch kann die Brückendeckenplatten­ höhe auch mittels einer schmaleren Schaleinheit 1 festgelegt werden, wenn beispielsweise ein Abstellelement 13, entsprechend der Fig. 4, unterhalb der Bewehrungsbügel 4 angebracht ist.
Das Abstellelement 13 definiert hierbei sowohl die Höhe H der unteren Betondeckung als auch die Gesamthöhe der Brückendeckenplatte in Verbindung mit der Schaleinheit 1. Schließt das Abstellelement 13 an den unteren Randabschnitt 6b unmittelbar an und wird es mit der Deckenschalung 12 fest verbunden, bildet das Abstellelement 13 einen festen Anschlag für die Schaleinheit 1 beim Ausbetonieren der Brückendeckenplatte.
Beispielsweise kann das Abstellelement 13 als gewöhnliches Kantholz realisiert werden, wobei die Länge des Kantholzes mehrere Schaleinheiten 1 überstreichen kann. Hierdurch wird eine besonders einfache Ausrichtung mehrerer Schaleinheiten 1 längs einer Brückendeckenplatte realisiert. Das Abstellelement 13 kann jedoch auch beispielsweise als Kunststoffwinkel realisiert werden, der gegebenenfalls bereits vorgefertigt am einzelnen Schalungselement 2 angebracht ist.
Mittels der Haltemuffe 8 kann ein nicht dargestellter Verbindungsstab, beispielsweise ein sogenannter Diwidag-Stab, fixiert werden. Mit Hilfe entsprechender Stäbe wird eine nachfolgende Schalung befestigt, beispielsweise für eine Brückenkappe, Brückenaufkantung oder Brückenbrüstung. So kann eine Verbreiterung der Deckenschalung 12 entfallen, die bisher, einschließlich deren Abstützung, zur Herstellung entsprechender Bauteile, wie Brückenkappe oder dergleichen, nötig gewesen ist.
Im Allgemeinen wird die Schaleinheit 1 projektbezogen gemäß den Statikplänen entsprechender Bauteile gefertigt, wobei gleichzeitig die seitliche Betonhöhe der Bauteile festgelegt wird. Es können jedoch auch Standardelemente entwickelt und entsprechend eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
1
Schaleinheit
2
Schalungselement
3
Vertiefung
4
Bewehrungsbügel
5
Querstab
6
Randbereich
7
Öffnung
8
Haltemuffe
9
Erhebung
10
Verankerung
11
Bewehrungsmatte
12
Deckenschalung
13
Abstellelement

Claims (14)

1. Schaleinheit (1) zur Randabschalung mit einem Schalungselement (2) und einer Bewehrung (4), wobei die Bewehrung (4) beiderseits der Schalung (2) ausgebildet ist, insbesondere zum Betonieren auskragender Bauteile wie Brückendecken, Balkonplatten oder dergleichen, an die ein weiteres Element anzubringen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) wenigstens eine längsseits der Bewehrung (4) aus dem Schalungselement (2) hervorstehende Erhebung (9) und/oder Vertiefung (3) umfasst.
2. Schaleinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (9) und/oder Vertiefung (3) im Wesentlichen in das Schalungselement (2) eingeformt ist.
3. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Erhebung (9) und/oder Vertiefung (3) größtenteils längs über das Schalungselement (2) erstreckt.
4. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (9) und/oder Vertiefung (3) einen eckigen und/oder runden Querschnitt aufweist.
5. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) als streifenartiges Element (2) ausgebildet ist.
6. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) im Wesentlichen eine gitterartige Struktur umfasst.
7. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) wenigstens einen nichtrostenden Randabschnitt (6) umfasst.
8. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) wenigstens zwei gegenüberliegende nichtrostende Randabschnitte (6) aufweist.
9. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (2) wenigstens eine Haltevorrichtung (8) besitzt.
10. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (8) eine Haltemuffe (8), insbesondere mit Innengewinde, oder eine Halteschraube beinhaltet.
11. Schaleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (8) zur Anbringung einer nachfolgenden Schalung ausgestaltet ist.
12. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (8) wenigstens eine Verankerung (10) an der Bewehrung (4) umfasst.
13. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung (4) mehrere, im Abstand zueinander angeordnete, u-förmige Bewehrungsbügel (4) umfasst, die das Schalungselement (2) senkrecht durchdringen.
14. Schaleinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaleinheit (1) ein Abstellelement (13) umfasst.
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