DE10028493A1 - Getränkebehälter für eine Getränkeentnahme unter Luftabschluß - Google Patents
Getränkebehälter für eine Getränkeentnahme unter LuftabschlußInfo
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Abstract
Die Erfindung befaßt sich mit einem Getränkebehälter zur Aufnahme, Speicherung und zur dosierten Abgabe eines Getränks, das ein fertig gemischtes Getränk sein kann. Der Getränkebehälter ist dazu mit einem ersten Kammerabschnitt (10) und einem zweiten, tieferliegenden Kammerabschnitt (20) zur Aufnahme des Getränks ausgestattet, wobei dem tieferliegenden zweiten Kammerabschnitt (20) der Auslaß (8; 8a) zugeordnet ist, zur dosierten Entnahme eines in den zweiten Kammerabschnitt (20) eingefüllten Getränks (G). Der obere Kammerabschnitt (10) ist in seinem Volumen (V10; V10a; V10b) veränderbar, entsprechend der dosierten Abgabe des Getränks (G) über den Auslaß (8; 8a) bzw. einem Absinken des Pegelstandes (h1; h2; DELTAh) des Getränks im zweiten Kammerabschnitt (20). Die Dichtung zwischen den Wandungen der Kammerabschnitte erfolgt durch einen mit einem Fluid gefüllten Kanal, in den der Behälterdeckel eingreift.
Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Getränkebehälter zur
Aufnahme, Speicherung und zur dosierten Abgabe eines Getränks,
das ein fertig gemischtes Getränk sein kann. Ebenfalls von der
Erfindung betroffen ist ein Betriebs- oder Arbeitsverfahren zum
Betreiben eines Getränkebehälters, um Verunreinigungen des
fertig gemischten und dosiert abgegebenen Getränkes zu
vermeiden. Diese Erfindung bezweckt die Verbesserung oder
weitere Ausbildung einer anderen Erfindung, die in der
EP 00 10 5575.5 vom 16. März 2000 für DE angemeldet (aber noch
nicht durch ein mit Wirkung für Deutschland erteiltes Patent
geschützt) ist.
Getränkebehälter bestehen in der Regel aus einer unteren und
einer oberen Kammer, wobei die untere Kammer das Getränk
speichert. Dem das Getränk speichernden, tiefer liegenden
Kammerabschnitt ist ein Auslaß zugeordnet, zur dosierten
Entnahme des gespeicherten Getränks. Der zweite Kammerabschnitt
oder das in ihm gespeicherte Getränk können gekühlt sein. Solche
Premix-Dispenser finden sich an Standorten bzw. Stellplätzen zur
Gemeinschaftsverpflegung, z. B. Kantinen oder Restaurants in
Betrieben, Krankenhäusern und Altenheimen, aber auch in der
Systemgastronomie, wie Fast-Food-Restaurants, Kiosken oder
Imbißbetrieben, Sport-Studios sowie allgemein im Hotel- und
Gaststättenbereich.
Um das Getränk jeweils nachfüllen zu können, existiert ein
zumeist lose auf dem oberen Kammerabschnitt aufliegender
Behälterdeckel, der nicht vermeiden kann, das das Getränk in
ständigem Kontakt mit der Umgebungsluft steht, die an einigen
Standorten durchaus belastet sein kann, aber auch die Gefahr mit
sich bringt, fahrlässigen oder vorsätzlichen Verunreinigungen
des Getränks, insbesondere in den Zeiträumen, welche außerhalb
der Betriebszeiten und damit der zugehörigen Überwachungen
liegen, eine Basis zu bieten. Geht man den Weg, die
Behälterdeckel abzudichten und absichtlich luftundurchlässig zu
machen, fehlt ein Erfordernis bei der Getränkeabgabe, namentlich
der erforderliche Druckausgleich beim langsamen und dosierten
Abgeben des Getränks. Selbst ein nur teilweise abdichtender
Deckel, der in den Betriebszeiten geöffnet wird und außerhalb
der Betriebszeiten luftdicht verschlossen ist, kann die Gefahr
der Verunreinigung durch ständigen Kontakt mit erneuerter
Umgebungsluft - zumindest während der Betriebszeiten - nicht
verhindern. Der lose auf dem unteren Kammerabschnitt aufliegende
Behälterdeckel ist zumeist so angeordnet, daß er auf einer
umlaufenden Dichtung liegt, die selbst am oberen Ende des
Behälterunterteils angeordnet ist. So können der obere
Kammerabschnitt (innerhalb des Behälterdeckels) und der untere
Kammerabschnitt (innerhalb des Behälterunterteils) in Verbindung
kommen, bei einer umlaufenden Abdichtung. Für solche
Abdichtungen werden üblicherweise Gummi- oder
Kunststoffdichtungen eingesetzt, die aber schwer zu reinigen
sind und damit hygienisch bedenklich sind. Gerade bei solchen
Gummi- oder Kunststoffdichtungen ist der Dichtungssitz schwer
einzustellen und es besteht die hinreichende Möglichkeit, daß
ein nicht geübtes Bedienpersonal den Behälterdeckel nicht exakt
auf die Dichtung so plaziert, daß ein guter Luftabschluß erzielt
wird; fehlt es an einem guten Luftabschluß, steht der Inhalt des
zweiten Kammerabschnitts in ständigem Kontakt mit belasteter
Umgebungsluft.
Die Erfindung hat sich deshalb zur Aufgabe gestellt, die
Qualität des dosiert abgegebenen Getränks zu verbessern,
insbesondere seine Qualität nicht dadurch herabzusetzen, daß
dieses Getränk ggf. über einen längeren Zeitraum in dem Premix-
Ausschankgerät gespeichert bleibt.
Gemäß der Verbesserung oder weiteren Ausbildung des in der
Hauptanmeldung beanspruchten Getränkebehälters weist die
Zusatzerfindung eine verbesserte Dichtung auf, die dafür Sorge
trägt, daß von außen in den ersten und zweiten Kammerabschnitt
keine belastete Außenluft gelangt und eine hygienisch
unbedenkliche Dichtung ebenso bereitgestellt wird, wie ein
sichere Luftabdichtung an der Nahtstelle zwischen Behälterdeckel
und Getränkebehälter. Die umlaufende Dichtung ist keine
elastisch nachgiebige Kunststoff- oder Gummidichtung, sondern
besteht aus einem Flüssigkeit aufnehmendem Kanal (Anspruch 1),
in den der untere Abschnitt des Behälterdeckels eingreift. Durch
das Eintauchen der unteren Enden in die im Kanal vorgesehene
Flüssigkeit wird Luftabschluß ebenso erreicht, wie verbesserte
Hygiene und leichte Austauschbarkeit des Dichtungsmediums. Die
Reinigungsmöglichkeiten werden erleichtert, und es wird dem
ungeübten Benutzer ein leichteres Aufsetzen des Deckels in die
seitlich mit Spiel behaftete Dichtungsrinne ermöglicht
(Anspruch 19). Die umlaufende Rinne kann mehrere räumliche Lagen
gegenüber dem oberen Ende des Getränkebehälters besitzen
(Anspruch 3). Als abdichtendes Medium kann Wasser verwendet
werden (Anspruch 20), wobei ein Hereinlaufen des Wassers aus dem
Kanal in die Füllung des zweiten Kammerabschnitts dann sicher
vermieden wird, wenn der innere Rand etwas höher ist, als der
äußere Rand des umlaufenden Kanals (Anspruch 21).
Zur Lösung derselben Aufgabe schlägt die Erfindung auch vor, den
oberen Kammerabschnitt in seinem Volumen veränderbar zu
gestalten (Anspruch 17). Damit ist eine Möglichkeit gegeben, das
Getränk auch insoweit dauernd unter Luftabschluß zu halten,
sowohl in den Betriebszeiten, wie auch außerhalb der
Betriebszeiten. Es wird dennoch erreicht, daß bei der Abgabe des
Getränkes eine Volumenveränderung stattfindet, unter
Beibehaltung des Luftabschlusses, entsprechend dem Absinken des
Pegelstandes und ohne notwendige Einflußnahme durch den
Benutzer.
Die Veränderung des Volumens geschieht quasi von selbst, allein
durch das Absinken des Pegelstandes.
Nachdem auch die Dichtung zwischen beiden Kammerabschnitten
dafür sorgt, daß der Luftabschluß erhalten bleibt und das
Absinken des Pegelstandes zwingend eine Volumenveränderung
gesteuert veranlaßt, ohne daß Leckagen von belasteter
Umgebungsluft durch schlechte Gummi- oder Kunststoffdichtungen
zu befürchten sind, wirken die beschriebenen Lösungen auch sich
ergänzend und unterstützend zusammen. Es kann so keine Fremdluft
in den ersten oder zweiten Kammerabschnitt eindringen, während
der Pegelstand stetig oder stückweise sinkt, um das Nachführen
einer Membran oder des elastisch ausgebildeten Deckels selbst
sicher auszugestalten. Andererseits muß nicht befürchtet werden,
daß Luft aus einer nicht ordnungsgemäßen Dichtung ausströmt und
eine Membran oder ein elastisch ausgebildeter Deckelabschnitt
sich ohne Getränkeentnahme absenken (wenn Luft ausströmen kann).
Solcherart Leckagen führen dazu, daß eine Volumenveränderung
durch Nachgeben der Membran oder des elastischen
Deckelabschnitts früher an einen Anschlag gerät, bevor die
Getränkefüllung im unteren Kammerabschnitt entleert ist. Dann
kann die Getränkefüllung nicht vollständig unter Luftabschluß
entnommen werden.
Es versteht sich, daß die Veränderbarkeit des Volumens in
verschiedenen Arten realisiert werden kann. Ausgehend davon, daß
sich das Volumen der oberen Kammer gegenläufig zur Abnahme des
tiefer liegenden Getränkevolumens bei der dosierten Abgabe
entwickelt, kann ein weiteres oberes Volumen hinzutreten, das
gegenläufig zur Abnahme des ersten oberen Volumens arbeitet und
mit der Umgebungsluft in Verbindung steht (Anspruch 2).
Das obere Volumen und das untere Volumen (letzteres mit dem
eingefüllten Getränk) stehen in einer freien Strömungsverbindung
(Anspruch 15) und können deshalb ohne weiteres gegenläufig ihr
Volumen verändern, ohne mit Umgebungsluft in Verbindung zu
kommen. Statt dessen schützt eine Membran (Anspruch 4) vor einem
Luftzutritt zu dem eingefüllten Getränk, welche Membran auf der
einen Seite mit der Umgebungsluft in Verbindung steht und auf
der anderen Seite die erste Kammer begrenzt, die ihrerseits eine
freie Strömungsverbindung zum eingefüllten Getränk besitzt.
Die Anordnung der Membran kann randseitig in einem starren
Deckelteil erfolgen (Anspruch 5). Die Anordnung kann sowohl in
halber Höhe, wie auch im oberen oder unteren Bereich des Deckels
erfolgen. Zumindest ein Abschnitt der Membran sollte flexibel
und/oder elastisch ausgebildet sein (Anspruch 6).
Zur Veränderung des ersten (oberen) Kammervolumens kann auch
eine Veränderung des Deckelteils selbst vorgesehen werden, indem
es luftdicht gegenüber der Außenluft abgeschlossen ist und mit
Absinken des Pegelstandes seine Form (sein Volumen) verändert.
Der an dem Deckel angreifende Unterdruck sorgt für ein Nachgeben
des Deckels und für eine Reduzierung des oberen Volumens,
entsprechend dem Absinken des Pegelstandes des eingefüllten
Getränks (Anspruch 16). Für eine solche Verformung bietet sich
ein elastisch verformbarer Deckel an, der insbesondere in seinen
Seitenwandabschnitten eine Nachgiebigkeit aufweist. Ist dagegen
eine flexible, elastische oder nachgiebige Membran vorgesehen,
so kann der Deckel als solches starr sein (Anspruch 10, 14).
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
erläutert.
Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des
Getränkebehälters mit zwei Lagen einer verformbaren
Membran 4, die den vollständig befüllten Behälter
(Strichlinie) oder den entleerten Behälter
(durchgezogene Linie) veranschaulicht.
Fig. 2a,
Fig. 2b veranschaulichen die beiden in Fig. 1 zusammen
eingezeichneten Zustände jeweils individuell, verbunden
mit dem jeweils zugehörigen Pegelstand h1 bzw. h2.
Fig. 3 veranschaulicht ein elastisches Deckelteil, ohne eine
zusätzliche Membran.
Fig. 4 veranschaulicht eine alternative Deckelgestaltung mit
ebenfalls elastisch nachgiebigen Abschnitten.
Fig. 5,
Fig. 6,
Fig. 7 veranschaulichen alternative Ausführungsformen mit
starrem Deckel und einer zusätzlich darin angeordneten
Membran, die entweder flexibel, elastisch oder
nachgiebig gestaltet ist.
Fig. 8,
Fig. 9 veranschaulichen Dichtungssysteme mit Fluidfüllung.
Anhand von Fig. 1 soll ein Getränke-Ausschankgerät schematisch
erläutert werden. Im Schnitt sind folgende Elemente gezeigt, ein
Unterteil 1 eines Behälters und ein auf das Unterteil über eine
Dichtung 3 aufgesetztes Oberteil 2. Im Unterteil sind zwei
Füllhöhen h1 und h2 eingezeichnet, jeweils repräsentativ für eine
Füllhöhe des eingefüllten Getränkes G, das hier durch zwei
alternativ angegebene Auslässe 8, 8a entnommen werden kann.
Entweder durch die Bodenwand des Behälterunterteils 1 oder durch
einen seitlichen Zapfhahn 8a.
Das Oberteil 2, das auf der Dichtung 3 so aufsitzt, daß
Luftabschluß gewährleistet ist, ist über eine schematisch
dargestellte Verriegelung 3a im geschlossenen Zustand gesichert.
Das Oberteil besteht aus einem starren unteren Wandabschnitt 2a
und einem starren oberen Wandabschnitt 2b, die zusammen die
Vertikalerstreckung des Oberteils 2 definieren. Der obere
Wandabschnitt ist mit einem horizontalen Abschnitt 2c
verschlossen, in dem eine Öffnung 6a vorgesehen ist, in die ein
Dichtungsstopfen (Ventildichtung) 6 lösbar so eingesetzt ist,
daß sie zum luftdichten Abschließen eingesetzt und zum Zuführen
von Umgebungsluft und zum Schaffen einer freien
Strömungsverbindung entnommen werden kann. Diese im folgenden
als Ventil bezeichneten Elemente erlaubten die Steuerung einer
weiter unten erläuterten Membran 4, die im Oberteil 2 randseitig
an einer umlaufenden Befestigungsstelle 4a luftdicht angeordnet
ist.
Die einzelnen Volumina der unterschiedlichen Kammern oder
Abteilungen sollen erläutert werden, wenn die Funktion der
Membran beschrieben wurde, die auch anhand der Fig. 2a und 2b
gezeigt werden kann, die dieselben Elemente zeigt wie die
Fig. 1.
- a) Ausgehend von einem gefüllten unteren Behälterrumpf 1 mit
einem Getränk der Füllhöhe h1 in Fig. 2a, liegt die
Membran 4 in ihrer oberen Endlage, hier eingezeichnet so, daß
sie an dem oberen Wandabschnitt 2b und dem horizontalen
Abschluß 2c des Deckels 2 nahezu bündig anliegt. Wird
entweder der Getränkeauslaß 8a oder 8 geöffnet, sinkt der
Pegelstand h1 und die Füllhöhe verändert sich um Δh. Ein
Absinken der Füllhöhe sorgt bei einer durchgehenden
Strömungsverbindung von der unteren, das Getränk aufnehmenden
Kammer 20 zu der oberen ungefüllten Kammer 10 für eine
Kraftübertragung auf die Membran 4, wenn und soweit das
Ventil entsprechend der Pfeilrichtung P geöffnet ist.
Einerseits sorgt das Luftpolster dafür, daß die Membran 4 nicht augenblicklich herabfällt, auf der anderen Seite sorgt ein langsames Absinken des Pegelstandes für ein ebenso langsames Absinken der Membran, wobei die durch die Ventilöffnung 6a nachgeführte neue und ggf. belastete Luft nicht in Berührung mit der Oberfläche des Getränkes kommt.
Um nachgeführt werden zu können, kann der Beutel 4 flexibel, elastisch oder nachgiebig gestaltet sein. Für die Ausführung von Fig. 2a reicht eine Flexibilität oder Elastizität in zumindest Abschnitten der Membran 4 aus. - b) Fig. 2b zeigt den Zustand, nachdem das Getränk praktisch vollständig ausgeschenkt worden ist und nur noch eine Rest- Füllhöhe h2 aufweist, wobei h1-h2 = Δh. Entsprechend dem Volumenverlust ist das Volumen in dem oberen Kammerraum 11, der in Strömungsverbindung zur Umgebungsluft steht, gestiegen. Die Membran 4 ist in invertierter Stellung dargestellt und schützt die Oberfläche des Getränks G noch immer vor neu zugeführter und ggf. mit Schadstoffen oder Verunreinigungen versehener Umgebungsluft.
Die in den Fig. 2a, 2b sowie 1 eingezeichneten Volumina
entsprechen drei besonders in Fig. 2b zu erkennenden
Kammerbereichen. Diese Kammerbereiche sind der oberste
Kammerbereich 11, der zur Umgebungsluft bei geöffnetem Ventil
Verbindung hat. Der ebenfalls im Deckel 2 angeordnete zweite
obere Kammerbereich 10 endet am oberen Ende des unteren
Kammerbereiches 20, der das Volumen des Getränkes symbolisiert.
Entsprechend den Kammerbereichen sind Volumina zugeordnet. Für
den obersten Kammerbereich das Volumen V11, für den im Deckel
noch vorgesehenen weiteren oberen Kammerbereich 10 das
Volumen V10 und für das Getränk das Volumen V20.
Die Veränderungen der unterschiedlichen Volumen gehen aus einem
Vergleich der Fig. 2a und 2b hervor. Obwohl die beiden
Volumina V10, V11 dem Deckel zugeordnet sind und das untere
Volumen V20 dem Rumpf 1 des Gesamtbehälters, sollen die Volumina
in ihrer vertikalen Reihenfolge mit erstes, zweites und drittes
Volumen bezeichnet werden. Das erste Volumen ist in der Fig. 2a
praktisch Null, das zweite Volumen V10 hat seinen Maximalwert
und das dritte Volumen V20 entspricht dem eingefüllten
Getränkevolumen.
Bei geöffnetem Ventil senkt sich durch Reduzierung der
Füllhöhe Δh die Membran 4 ab, durch Reduzierung der
Membranhöhe Δb. Entsprechend verändert sich das Volumen V11 und
wird größer, bis zu dem Maximalvolumen der Fig. 2b. Das
Volumen V10 verändert sich gegenläufig und reduziert sich,
entsprechend der Zunahme des Volumens V11, wenn angenommen wird,
daß das Einfüllvolumen V20 weiterhin gleich bleibt, bei
Beibehaltung einer Trennebene auf der ursprünglichen
Füllhöhe h1. Nimmt man ein Absinken des Volumens V20
entsprechend dem verbleibenden Getränkerest an, so bleibt das
Volumen V10 unverändert, und es verändern sich die Volumina V11
und V20 gegenläufig. Das erste Volumen des oberen
Kammerabschnitts ist also entsprechend der dosierten Abgabe des
Getränks über den Auslaß veränderbar. Alternativ entspricht die
Veränderung des ersten oder zweiten Volumens V11, V10 dem
Absinken des Pegelstandes im zweiten Kammerabschnitt 20.
Das Volumen V11 wirkt als Druckausgleichs-Volumen, welches für
die vollständige Entleerung des Behälters größer oder gleich dem
Volumen V20 des eingefüllten Getränkes ist. Gemäß Fig. 2b kann
die bilaterale Auslenkung der Membran 4, orientiert an einer
Horizontalebene entlang der umlaufenden Randanbringung 4a, ein
hälftiges Volumen der in der oberen Endlage ausgelenkten Membran
dazu verwenden, das doppelte Volumen zur Verfügung zu stellen,
entsprechend zumindest dem eingefüllten Getränkevolumen.
Ist das Getränk entnommen und die Membran 4 in der unteren
Endposition gemäß Fig. 2b, kann die Arretierung 3a geöffnet
werden und der Deckel 2 wird von dem Rumpf 1 abgenommen. Ein
neues Getränk kann bis zur Füllhöhe h1 eingefüllt werden, und
bevor der Deckel 2 erneut aufgesetzt wird, wird die Membran 4 in
ihre obere Ausgangslage zurückversetzt und das Ventilstopfen 6
zunächst geschlossen. Ist das Ventil geschlossen, bei praktisch
vernachlässigbaren Volumen V11, kann der Deckel 2 frei
gehandhabt werden, ohne die Gefahr, daß die Membran zu früh aus
ihrer oberen Endlage herausfällt. Erst dann, wenn der Deckel 2
auf die Dichtungen 3 aufgesetzt ist, insbesondere auch dann,
wenn die Verriegelung 3a geschlossen ist, kann der
Ventilstopfen 6 aus dem Ventilsitz 6a herausgenommen werden,
wobei die Membran dann noch immer in ihrer praktisch
unveränderten oberen Endlage verbleibt. Sie folgt jetzt (erst)
dem Pegelstand des dosiert entnommenen Getränkes.
Alternative Ausführungsformen des anhand der Fig. 1, 2a, 2b
beschriebenen Konzeptes finden sich in den folgenden Figuren.
Eine nicht vollständig starre Ausbildung des Deckels ist in
Fig. 3 dargestellt. Der dortige Deckel 2* gibt unter
entstehendem Unterdruck im Wandabschnitt 2w nach, und die beiden
Kammerabschnitte, der obere Kammerabschnitt und der untere
Kammerabschnitt bilden eine gemeinsame Kammer. Die verformten
Stellen des Deckels sind hier die Wände, bei im wesentlichen
horizontal verbleibendem oberen Ende 2c des im oberen
ursprünglichen Zustand d1 topfförmigen oder quadratischen
Deckels. Im abgesenkten, mit elastisch verformten Wänden
versehenen Zustand bei der Höhe d2 ist der Füllpegel des
Getränkes entsprechend dem Differenzmaß Δd gesunken, was in
Fig. 3 nicht gesondert eingezeichnet ist. Eingezeichnet sind
die beiden Volumina V10a und V10b in der oberen und unteren
Endlage des horizontalen Abschnitts des in der Wand verformbaren
Deckels 2*. Das Differenzvolumen entspricht dem Differenzmaß Δd
mal der Grundfläche des Deckels, zumindest im wesentlichen.
Das eingezeichnete Ventil ist für die Ausführung der Fig. 3
nicht zwingend erforderlich, es kann aber bei der Rückführung
des Deckels aus seinem elastisch komprimierten Zustand hilfreich
sein, um Unterdruck zu vermeiden. Während der gesamten
Getränkeabgabe bleibt das Ventil aber geschlossen, um der
Umgebungsluft den Zutritt zu der ersten (oberen) Kammer V10 zu
verwehren und die Oberfläche des Getränkes vor (neuen)
schädlichen Einflüssen zu bewahren.
Soweit andere Konstruktionselemente des Dispensers von Fig. 3
nicht gesondert erläutert worden sind, sind sie identisch mit
denjenigen der Fig. 2.
Eine entsprechend der Fig. 3 ausgestaltete, aber in der
Behälterhöhe reduzierte Ausführung eines elastisch verformbaren
Deckels ist in Fig. 4 veranschaulicht. Der horizontale
Abschnitt 2c des in den Wandbereichen 2w elastisch verformbaren
Deckels liegt vor Beginn der Ausgabe im wesentlichen auf der
Füllhöhe des Getränks im unteren Kammerabschnitt 20 auf. Sinkt
der Pegelstand, folgt die horizontale Fläche des Deckels 2*
nach, unter Längung der Wandabschnitte 2w. Diese können entweder
elastisch ausgebildet sein, oder aber mäander- oder
ziehharmonikaartig, um ein Nachgeben zu erlauben und am Ende des
Entnahmevorgangs praktisch der inneren Form der zweiten
Kammer 20 zu entsprechen. Die elastische Ausformung geschieht
gegenüber der Fig. 3 invertiert, es wird der Deckel nicht
komprimiert, sondern entkomprimiert, bezogen auf den
verformbaren Abschnitt. Auch in Fig. 4 ist ein Ventil nicht
zwingend erforderlich, möglicherweise aber hilfreich zur
Rückführung des Deckels 2* in seine Ausgangslage.
Fig. 5 veranschaulicht eine beutelförmig ausgebildete
Membran 4, die sowohl in der oberen Ausgangslage, bei gefülltem
Getränk im Kammervolumen 20, wie auch - strichliniert - in der
unteren Endlage 4' dargestellt ist, wenn das Getränk abgegeben
ist und der Druckausgleich im unteren Kammervolumen durch
Nachgeben des Beutels in Richtung auf den Pegelstand erfolgt
ist. Gegenüber der Fig. 2b ist eine Anordnung des Randes 4a des
Beutels 4 am unteren Rand, nahe der Dichtung 3 vorgesehen. Das
Volumen des Beutels ist demnach doppelt so groß, bezogen auf die
Ebene in der Höhe der Dichtung. Das ebenfalls eingezeichnete
Ventil dient - wie schon bei Fig. 2b - zum Rückführen des
Beutels aus seiner unteren Endlage in seine obere Ausgangslage.
Das Ventil wird erst geöffnet, vor Beginn der Getränkeausgabe
und erlaubt die Zufuhr neuer Umgebungsluft in das oberste
Kammervolumen V11. Auch hier hilft das Ventil bei der temporären
Fixierung des größeren Beutels 4 in der oberen Ausgangslage, bis
zum Aufsetzen auf die Dichtung.
Der Deckel kann außer einem topf- oder haubenförmigen Oberteil
ein zusätzliches plattenförmiges Verbindungsteil besitzen, das
in der Höhe der Dichtung 3 angeordnet ist und in
Strömungsverbindung mit dem unteren Kammervolumen 20 steht. Die
horizontale Verbindungsplatte 2d kann gemeinsam mit der
Dichtung 3 und dem Deckeloberteil 2a, 2b als ein gemeinsames
Aufsetzteil ausgebildet sein.
Ebenso wie bei allen vorhergehenden und nachfolgenden
Ausführungsformen ist der Deckel dazu da, den Druckluftausgleich
zu schaffen, er nimmt selbst kein Getränk auf, ist aber im
Volumen an das Kammervolumen des Getränkes angepaßt.
Fig. 6 veranschaulicht eine weitere Gestaltung des starren
Deckelteils 2, bei unverändertem Rumpf 1. Ein in ähnlicher Weise
flexibel gestalteter Beutel 4 ist in oberer Ruhestellung und in
unterer ausgelenkter Stellung 4' gezeigt, wobei die untere
Stellung strichliniert ist. Zu der ausgelenkten Stellung 4'
gehört die Füllhöhe h2 des durch den Auslaß 8 dosiert abgegebenen
Getränks in dem zweiten Kammervolumen 20. Die Randbefestigung 4a
des beutelförmigen Behälters 4 ist zwar erneut umlaufend, hier
aber am oberen Ende des starren Deckels 2 vorgesehen, im
wesentlichen entgegengesetzt zu dem vorhergehenden
Anbringungsort der Fig. 5, wo die Membran nahe der Dichtung 3
am Deckel 2 bzw. direkt an der Dichtung 3 oder sogar einstückig
mit der Dichtung 3 ausgebildet ist.
Die Volumina sind im gefüllten Zustand ungestrichen (V11) und im
entleerten Zustand gestrichen (V11') verdeutlicht. Das Ventil 6
ist bei der Entnahme des Getränks zu öffnen, so daß sich das
ursprünglich kleine Volumen V11 zu einem größeren Volumen V11'
entwickeln kann, bei entsprechender Reduzierung des zunächst
größeren Volumens V10, bei einem angenommenen gleichbleibenden
Volumen V20. Wird das Volumen V20 als sich entsprechend dem
Vergrößern des Volumens V11 reduzierend angenommen, so bleibt
das Zwischenvolumen V10 konstant. Das Zurückführen des Beutels 4
von Fig. 6 nach der Entnahme und das Halten dieses Beutels in
der komprimierten Position am oberen Deckelende 2c geschieht
durch Schließen des Ventils 6 und im übrigen ebenso, wie zu den
Fig. 2 erläutert. Die Membran 4 kann flexibel mit sich
überlappenden Abschnitten im komprimierten Zustand ebenso
ausgebildet werden, wie elastisch ohne solche überlappende
Abschnitte.
Beide Realisierungen der Fig. 5 und 6 können so modifiziert
werden, daß vor Beginn der Getränkeausgabe der Beutel in der
Höhe der Getränkeoberfläche liegt und ihr bei der dosierten
Abgabe eng benachbart folgt. Auch hier ist eine durch Faltung
vorbereitete Längung ebenso möglich wie eine durch Elastizität
ermöglichte Vergrößerung. In Fig. 5 würde dazu die
Zwischenwand 2d des Deckels 2 fortfallen, um ein Nachführen der
Membran 4 zu ermöglichen, wobei das Volumen V10 sehr klein wäre,
dagegen das Volumen V11 sich mit senkender Füllhöhe h1 vergrößern
würde. Es würde dann die Notwendigkeit entfallen, den Deckel 2
haubenförmig auszugestalten. Er könnte eine reduzierte Bauhöhe
aufweisen.
Eine ballonartige Gestaltung der Membran 4 ist in Fig. 7
veranschaulicht. Während der Getränkeausgabe füllt sich der im
oberen Horizontalabschnitt 2c angeordnete elastische Beutel in
seinem Volumen an, wobei die obere Kammer 11 eine innere Kammer
mit einem Anfangsvolumen V11a und einem Endvolumen V11b ist.
Hinsichtlich des Volumens V10 der weiteren oberen Kammer 10 gilt
das zuvor Gesagte, entweder sinkt dieses Volumen bei konstantem
Volumen V20, oder aber es bleibt gleich, wenn sich das
Volumen V20 entsprechend dem Absinken der Füllhöhe h1 mit ändert.
Die ballonartige Gestaltung der Membran 4 kann durch Elastizität
wie auch durch von Falten ermöglichter Längung oder
Volumenerweiterung vorbereitet sein. Ein in seinem Volumen
reduzierter Ballon ist in der Ausgangslage 4 so gezeigt, daß er
mit seinem Randabschnitt 4b auf einer Öffnung 6a eines
horizontalen Abschnitts 2c des Deckels angeordnet ist. Das
Ventil ist geöffnet, und ein Absinken des Pegelstandes h1 erlaubt
ein Aufweiten des Volumens V11a zu dem Volumen V11b im
gestrichelt dargestellten Zustand 4' der Membran 4.
Die Anordnung 4b als Einlaßbereich kann auch außermittig
erfolgen. Der Deckel 2 ist unflexibel ausgebildet.
Fig. 8 und Fig. 9 veranschaulichen - orientiert an der
Darstellung von Fig. 1 - alternative Dichtungssysteme 3c, 3b,
zum Ersatz einer elastisch nachgiebigen Dichtung 3 von Fig. 1
mit einer dort dargestellten Verriegelung. Die in den Fig. 8
und 9 beschriebenen Dichtungssysteme sollen spezifisch und
eigenständig beschrieben werden, nachdem die übrigen Elemente
des Getränkebehälters mit oberem Deckel und seinen Wandungen 2b
und unterem Behälter mit seinen Wandungen 1 gleich ausgebildet
sind.
In Fig. 8 ist eine umlaufende Rinne vorgesehen, die im
Querschnitt etwa U-förmige Gestalt hat. Sie schließt sich an den
oberen Rand 1a des Getränkebehälters an, bzw. ist am oberen Ende
der umgebenden unteren Wandung 1 angeordnet. Ein erster innerer
Schenkel 1b, ein unterer gekrümmter Übergangsbereich 1c und ein
äußerer, aufwärts ragender zweiter Schenkel 1d bilden die
Rinnengestalt. Das Ende des äußeren Schenkels 1d ist mit Bezug
auf eine horizontale Ebene durch den umlaufenden oberen Rand 1a
der unteren Wandung 1 herabgesetzt, so daß eine in die Rinne
eingefüllt Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser, nicht in das
Getränk im unteren Kammerabschnitt 20 hineinlaufen kann.
Eingezeichnet ist die Kanalstruktur mit K und eine
Flüssigkeitsbefüllung 13. Die Füllung 13 kann zunächst
eingebracht werden, bis zu einer ausreichenden Füllhöhe, die
5 mm überschreiten sollte, nicht aber zwingend überschreiten
muß. Die Kanaltiefe ist entsprechend größer ausgebildet. Ist
Flüssigkeit eingefüllt, kann der Deckel aufgesetzt werden, wie
bei einer normalen Dichtung, nur unter vollständigem
Luftabschluß. Ein Unterdruck entsteht im Innenraum des ersten
und zweiten Kammervolumens V20, V10 nicht, nachdem die Membran 4
mit dem Auslaufen des Getränks G nachgibt und für einen
Ausgleich sorgt.
Eine alternative Abdichtung ergibt sich durch ein unmittelbares
Einstellen des Deckels 2b, 2c in den Kanal K und anschließendes
Einfüllen einer Flüssigkeit 13 von außen in den Zwischenraum
zwischen äußerem Schenkel 1d und unterem Endabschnitt der oberen
Wandungen 2b.
In Fig. 9 ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel gezeigt,
bei dem die Kanalstruktur K aus einer nach oben offenen Nut
gebildet wird, die oberhalb des oberen Endes des unteren
Behälters 1 angeordnet ist. Es kann hierfür ein Profilstück
verwendet werden. Wird ein Profilstück für die Dichtung 3c
dieses Ausführungsbeispiels verwendet, kann ein unteres
Sockelstück 3c' vorgesehen sein, das genau an den oberen Rand
des unteren Behälters angepaßt ist. Der obere Rand begrenzt die
Kanaltiefe. Auch hier kann der innere Schenkel der
Kanalbegrenzung höher ausgebildet sein, als der äußere Schenkel,
wie bereits beim Schenkel 1d zu Fig. 8 erläutert.
In beiden Ausführungsbeispielen ist für den Deckel ein Spiel in
horizontaler Richtung gegeben, wobei die Ausführung nach Fig. 9
durch die horizontale Bodengestaltung eine größere
Spielmöglichkeit bietet, als ein im Boden gekrümmt verlaufender,
umlaufender Kanal. Nachdem das jeweilige untere Ende des oberen
Behälters in das Fluid eintaucht, ist mit diesem Eintauchen die
Dichtung bewirkt, relativ unabhängig davon, ob der Deckel einen
genauen Paßsitz hat oder leicht verschoben ist. Die mit
Flüssigkeit arbeitende Dichtung ist lageflexibel und für
Benutzer einfach zu handhaben. Sie ist darüber hinaus
hygienisch, weil sie leicht gesäubert werden kann.
Eine Leckströmung von Umgebungsluft zu den Kammervolumen oder
aus den Kammervolumen nach außerhalb kann mit dieser Dichtung
zuverlässig vermieden werden. Die Kopplung des Absinkens des
Füllvolumens und des Veränderns der Membran (Fig. 2a, 2b) oder
des Veränderns eines elastischen Abschnitts des Behälterdeckels
(Fig. 3, 4) kann sichergestellt werden.
Claims (23)
1. Getränkebehälter zur Aufnahme, Speicherung und dosierten
Abgabe eines - insbesondere fertig gemischten - Getränks über
einen Auslaß (8a; 8),
mit einem ersten Kammerabschnitt (10) und einem zweiten, tieferliegenden Kammerabschnitt (20) zur Aufnahme des Getränks, wobei dem tieferliegenden zweiten Kammerabschnitt (20) der Auslaß (8; 8a) zugeordnet ist, zur dosierten Entnahme eines in den zweiten Kammerabschnitt (20) eingefüllten Getränks (G);
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kammerabschnitt (10) mit dem unteren Kammerabschnitt (20) über eine umlaufende Dichtung (3c, 3d) gekoppelt ist, welche einen umlaufenden, nach oben offenen Aufnahmekanal (K) aufweist, der mit einer Flüssigkeit füllbar ist, und der geeignet ist, die unteren Endabschnitte von Wandungen (2b) aufzunehmen, die den oberen Kammerabschnitt (10) umgeben.
mit einem ersten Kammerabschnitt (10) und einem zweiten, tieferliegenden Kammerabschnitt (20) zur Aufnahme des Getränks, wobei dem tieferliegenden zweiten Kammerabschnitt (20) der Auslaß (8; 8a) zugeordnet ist, zur dosierten Entnahme eines in den zweiten Kammerabschnitt (20) eingefüllten Getränks (G);
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kammerabschnitt (10) mit dem unteren Kammerabschnitt (20) über eine umlaufende Dichtung (3c, 3d) gekoppelt ist, welche einen umlaufenden, nach oben offenen Aufnahmekanal (K) aufweist, der mit einer Flüssigkeit füllbar ist, und der geeignet ist, die unteren Endabschnitte von Wandungen (2b) aufzunehmen, die den oberen Kammerabschnitt (10) umgeben.
2. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei eine weitere, obere
Kammer (11) mit einem weiteren Volumen (V11) vorgesehen ist,
das gegenläufig zur Abnahme des ersten veränderbaren
Volumens (V10) des ersten (oberen) Kammerabschnitts (10)
vergrößerbar ausgebildet ist (Δb).
3. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei der Aufnahmekanal (K)
- a) als umlaufende Rinne (1b, 1c, 1d) ausgebildet ist, die tiefer liegt, als ein oberes Ende von weiteren Wandungen (1), die den unteren Kammerabschnitt (20) umgeben, wobei die Rinne (1b, 1c, 1d) innerhalb oder außerhalb der weiteren Wandungen angeordnet ist; oder
- b) als umlaufende Nut oberhalb eines oberen Endes von weiteren Wandungen (1) ausgebildet ist, wobei ein Sockelteil (3c') der Dichtung (3c) an dem oberen Ende der weiteren Wandungen (1) angeordnet ist.
4. Getränkebehälter nach Anspruch 2, wobei zwischen der weiteren
oberen Kammer (21) und dem ersten (oberen)
Kammerabschnitt (10) eine Membran (4, 4a) angeordnet ist, die
so ausgebildet ist, ihre Form zwischen der Kammer und dem
oberen Kammerabschnitt zu ändern, entsprechend und infolge
der Änderung des Pegelstandes (h1, h2) des Getränks (G) im
zweiten Kammerabschnitt.
5. Getränkebehälter nach Anspruch 4, wobei die Membran (4)
randseitig (4a) an einer Innenseite eines starren Deckels (1)
angeordnet ist, insbesondere auf einer im wesentlichen halben
Höhe des starren Deckels (1), wobei die Befestigung eine
Befestigungsebene definiert, um zwei zur Befestigungsebene im
wesentlichen spiegelbildlich ausgebildete Endstellungen zu
haben.
6. Getränkebehälter nach Anspruch 4 oder 5, wobei die
Membran (4) zumindest abschnittsweise flexibel und/oder
elastisch ausgebildet ist.
7. Getränkebehälter nach Anspruch 2, wobei die weitere (obere)
Kammer (11) von Wandungen (2b, 2c, 4) umgeben ist, die einen
Luftabschluß ermöglichen und eine Ventilöffnung (6a)
vorgesehen ist, welche
öffnungsbar ist, um das Volumen (V11) der oberen
Kammer (11) gemäß Anspruch 2 - im Betrieb des
Getränkebehälters - in Strömungsverbindung mit der
Außenluft zu bringen.
8. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei der obere
Kammerabschnitt (11) von einem bei Unterdruck verformbaren
oder nachgebenden Deckel (2*) begrenzt wird, die beiden
Kammerabschnitte (10, 20) eine gemeinsame Kammer bilden und
der Deckel (2*) entsprechend dem Absinken des
Pegelstandes (h1, h2) verformt wird, insbesondere in seiner
Höhe reduziert wird (Δd).
9. Getränkebehälter nach Anspruch 8, wobei der Deckel (2*)
elastisch verformbar ist.
10. Getränkebehälter nach Anspruch 2, wobei die weitere obere
Kammer von zumindest einem Teilbereich (2c, 2b) eines starren
Deckels (2) umfaßt wird.
11. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei das Volumen (V10) des
ersten Kammerabschnitts (10) zumindest gleich groß demjenigen
Volumen (V20) des zweiten Kammerabschnitts (20) bzw. dem
Volumen des darin eingefüllten Getränks (G) ist.
12. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei der von der ersten
und zweiten Kammer eingenommene Volumenraum (V10, V11) von
Wandungen (1, 2, 4) so umgeben ist, daß - im Betrieb des
Getränkebehälters - keine Strömungsverbindung zur Außenluft
außerhalb des Getränkebehälters besteht, so daß eine
Oberfläche des Getränks (G) unter Luftabschluß so steht, daß
keine neue oder frische Umgebungsluft beim dosierten
Entnehmen des Getränks zuführbar ist.
13. Getränkebehälter nach Anspruch 4, wobei die Membran (4)
ballon- oder beutelförmig ausgebildet ist und einen
Einlaßbereich (4b) aufweist, der in der unmittelbaren Nähe
einer Ventilöffnung (6a) angeordnet ist.
14. Getränkebehälter nach Anspruch 4, wobei ein starrer
Deckel (2) vorgesehen ist, der abnehmbar auf einem
Behälterrumpf (1) strömungsdicht (3) angeordnet ist und die
Membran (4) an der Innenseite des Deckels (2) so angeordnet
ist, daß bei geöffnetem Ventil (6, 6a) die Membran eng an die
Innenform des Deckels anlegbar ist, wenn das Ventil geöffnet
ist.
15. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei zwischen dem ersten
und dem zweiten Kammerabschnitt (10, 20) eine freie
Strömungsverbindung für Gas oder Luft besteht, insbesondere
diese beiden Kammerabschnitte eine gemeinsame Kammer (10, 20)
bilden.
16. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei der obere
Kammerabschnitt (10) von Wandungen (2b, 2c) umgeben ist, die
einen Luftabschluß ermöglichen und eine Ventilöffnung (6a)
vorgesehen ist, welche
schließbar ist (6), um das Volumen (V10) des ersten
oberen Kammerabschnitts (10) - im Betrieb des
Getränkebehälters - gegenüber der Außenluft zu sperren,
so daß keine Strömungsverbindung zur Oberfläche des
Getränkes besteht, und der obere Kammerabschnitt (10) von
einem zumindest abschnittsweise unter Druck nachgebenden
Deckel umgeben ist.
17. Getränkebehälter zur Aufnahme, Speicherung und dosierten
Abgabe eines - insbesondere fertig gemischten - Getränks über
einen Auslaß (8a; 8),
mit einem ersten Kammerabschnitt (10) und einem zweiten, tieferliegenden Kammerabschnitt (20) zur Aufnahme des Getränks, wobei dem tieferliegenden zweiten Kammerabschnitt (20) der Auslaß (8; 8a) zugeordnet ist, zur dosierten Entnahme eines in den zweiten Kammerabschnitt (20) eingefüllten Getränks (G);
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kammerabschnitt (10) in seinem Volumen (V10; V10a; V10b) veränderbar ist, entsprechend der dosierten Abgabe des Getränks (G) über den Auslaß (8; 8a), bzw. einem Absinken des Pegelstandes (h1; h2; Δh) des Getränks im zweiten Kammerabschnitt (20).
mit einem ersten Kammerabschnitt (10) und einem zweiten, tieferliegenden Kammerabschnitt (20) zur Aufnahme des Getränks, wobei dem tieferliegenden zweiten Kammerabschnitt (20) der Auslaß (8; 8a) zugeordnet ist, zur dosierten Entnahme eines in den zweiten Kammerabschnitt (20) eingefüllten Getränks (G);
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kammerabschnitt (10) in seinem Volumen (V10; V10a; V10b) veränderbar ist, entsprechend der dosierten Abgabe des Getränks (G) über den Auslaß (8; 8a), bzw. einem Absinken des Pegelstandes (h1; h2; Δh) des Getränks im zweiten Kammerabschnitt (20).
18. Getränkebehälter nach Anspruch 17, wobei er so ausgebildet
ist, wie einer der Ansprüche 1 bis 16.
19. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei eine Breite des
Aufnahmekanals (K) deutlich größer als die Stärke des unteren
Endes der oberen Wandungen (2b) ausgebildet ist, um diese mit
einem seitlichen Spiel aufzunehmen.
20. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei die Flüssigkeit
Wasser ist, das in den Aufnahmekanal (K) vor dem Einsetzen
der unteren Endabschnitte der oberen Wandungen (2b)
eingefüllt wird.
21. Getränkebehälter nach Anspruch 3, Alternative (a), wobei die
umlaufende Rinne einen äußeren Rand (1d) und einen inneren
Rand (1a) aufweist und der äußere Rand tiefer liegt als der
innere Rand.
22. Getränkebehälter nach Anspruch 1, wobei die Dichtung (3b, 3c)
keine Gummi- oder Kunststoffdichtung ist.
23. Getränkebehälter nach Anspruch 1, bei dem die Flüssigkeit in
den Aufnahmekanal (K) eingefüllt ist und eine Füllhöhe
besitzt, die so bemessen ist, daß die in die Flüssigkeit
eingetauchten unteren Endabschnitte der oberen Wandungen (2b)
eine luftdichte, umlaufende Dichtung bewirken, insbesondere
die Absenkung in die Flüssigkeit größer als 5 mm ist, bzw.
die Tiefe des Kanals größer als 6 mm ist.
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