DE10027375A1 - Zahnräder-Wechselgetriebe - Google Patents
Zahnräder-WechselgetriebeInfo
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Abstract
Das erfindungsgemäße Zahnräder-Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit einem Gehäuse, in dem mehrere Getriebewellen angeordnet sind, insbesondere eine Eingangswelle und eine in axialer Verlängerung zur Eingangswelle angeordnete Ausgangswelle sowie mindestens eine parallel zur Eingangswelle und zur Ausgangswelle angeordnete Getriebewelle, weist zur Begrenzung der Durchbiegung der Wellen eine zusätzliche Stützstelle (5) an der Innenwand des Gehäuses (1) auf.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zahnräder-
Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge, mit einem Gehäuse, in
dem mehrere Getriebewellen angeordnet sind, insbesondere
eine Eingangswelle und eine in axialer Verlängerung zur
Eingangswelle angeordnete Ausgangswelle und mit mindestens
einer parallel zur Eingangswelle und zur Ausgangswelle an
geordneten Welle, insbesondere einer Vorgelegewelle, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Manuell schaltbare Zahnräder-Wechselgetriebe sind
vielfältig bekannt. Diese weisen überwiegend in einem Ge
triebegehäuse eine erste Welle als Eingangswelle und eine
zweite Welle als Zentralwelle oder Hauptwelle auf, die auch
die Abgangswelle sein kann, sowie eine oder mehrere Vorge
legewellen. Die Eingangswelle und die Hauptwelle liegen
dabei konzentrisch zueinander. Bei derartigen Zahnräder-
Wechselgetrieben tritt häufig das Problem auf, dass die
beiden Wellen, die durch eine Schalteinrichtung miteinander
verbunden sind, durch Effekte unterschiedlicher Wärmeaus
dehnung im Getriebe ihre Position zueinander verändern. Das
Getriebegehäuse besteht in den meisten Anwendungsfällen aus
einer Aluminiumlegierung, während Lager und Wellen aus
Stahl bestehen. Bei einer Aufwärmung des Getriebes im Be
trieb dehnen sich die beiden Materialien unterschiedlich
stark aus, wodurch es zu einem unerwünschten Spiel zwischen
den einzelnen Bauteilen kommen kann.
Wird in einem derartigen Getriebe durch Wärmeausdeh
nung die Zuordnung der beiden Wellen zueinander beeinträch
tigt und ist in dem Bereich des Zusammentreffens der beiden
Wellen eine Schalteinrichtung angeordnet, so sind die Bau
teile der die beiden Wellen miteinander verbindenden
Schalteinrichtung nicht mehr sicher zueinander angeordnet,
wodurch starke Beeinträchtigungen des Schaltvorganges auf
treten können.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurde in der deut
schen Patentanmeldung P 196 33 281 der Anmelderin ein Zahn
räder-Wechselgetriebe mit einer ersten Welle und einer im
wesentlichen dazu koaxialen zweiten Welle vorgeschlagen und
mit einer Anordnung, die gleichzeitig eine Rotationsbewe
gung der Wellen zueinander zuläßt zur axialen Bindung der
beiden zu verbindenden Wellen aneinander, um Längendehnun
gen der beiden Wellen zueinander zu vermeiden.
Dadurch bleibt die Rotationsfähigkeit der Wellen rela
tiv zueinander im getrennten Zustand erhalten und Lastwech
selschläge treten nicht auf, wenn eine feste Zuordnung der
Wellen zueinander gegeben ist, da das axiale Spiel zwischen
den Wellen minimiert bzw. beseitigt wird. Wenigstens eine
der beiden Wellen muß dabei sowohl axial als auch radial im
Getriebegehäuse fest gelagert werden.
Die EP 683 873 der Anmelderin beschreibt ein Zahnrä
der-Wechselgetriebe mit Leistungsteilung auf mehrere Vorge
legewellen, mit einer koaxialen Antriebswelle, die radial
und axial gelagert ist und mit einer Abtriebswelle, die
schwimmend gelagert ist, wobei mindestens ein auf der An
triebswelle vorgesehenes Antriebszahnrad das Drehmoment auf
mit diesem kämmende und fest mit den Vorgelegewellen ver
bundene Zahnräder weiterleitet und wobei die Losräder auf
der Antriebs- und Abtriebswelle axial fixiert, radial je
doch frei sind. Bei zwei oder mehr Konstanten tritt dabei
das Problem auf, dass bei mehreren Antriebsrädern das nicht
geschaltete Antriebsrad durch Fertigungstoleranzen Radial
spiel benötigt. Bei Abnahme eines Drehmomentes an einer
Vorgelegewelle entstehen an einem schräg verzahnten Zah
neingriff an der Antriebswelle radiale und axiale Kräfte.
Um diese aufnehmen zu können, muß das im Kraftfluß befind
liche Zahnrad zur Antriebswelle geführt werden. Um einen
asymmetrischen Kraftangriff zu erlauben, insbesondere bei
dem auch ein Nebenabtrieb über nur eine Vorgelegewelle er
folgt, wird bei diesem bekannten Zahnräder-Wechselgetriebe
mit Leistungsverteilung auf mehrere Vorgelegewellen vorge
schlagen, dass mindestens ein auf der Antriebswelle vorge
sehenes Antriebszahnrad das Drehmoment auf mit diesem käm
mende und fest mit den Vorgelegewellen verbundene Zahnräder
weiterleitet, von denen das Drehmoment auf der Abtriebswel
le axial fixiert und radial frei beweglich angeordnete Los
räder und von dort mittels einer jeweils zugeordneten Kupp
lungseinrichtung auf die Abtriebswelle weitergeleitet wird,
wobei mindestens ein auf der Antriebswelle vorgesehenes
Antriebszahnrad ein axial fixiertes und radial frei beweg
liches Losrad ist, das zur Drehmomentübertragung über eine
Schalteinrichtung mit der Antriebswelle gekuppelt und über
eine verschiebbare Fixiereinrichtung radial festgelegt
wird.
Soll bei einem derartigen mehrgängigen Zahnräder-
Wechselgetriebe die Gangstufenzahl vergrößert werden, so
ist es üblich, ein weiteres Zahnradpaar hinzuzufügen. Dies
führt jedoch zu einer erhöhten Durchbiegung der Wellen
durch das zusätzliche Radpaar. Soll dabei das Getriebeein
gangsmoment erhöht und die Übersetzung des ersten Ganges
angehoben werden, führt dies zwangsläufig zu einer Vergrö
ßerung des Achsabstandes. Dies zieht wiederum eine Vergrö
ßerung der Durchmesser der Zahnräder nach sich, verbunden
mit einer Erhöhung ihrer Massenträgheitsmomente. Daraus
resultiert eine Vergrößerung der zu synchronisierenden Mas
sen, was sich als Einbuße in der Bedienbarkeit der Schal
tung bemerkbar macht. Eine Vergrößerung des Achsabstandes
führt außerdem zu einer zunehmenden Geräuschbelastung in
Form von Getrieberasseln.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurde bereits in der
DE 44 29 546 der Anmelderin vorgeschlagen, das Zahnräder-
Wechselgetriebe, das eine Eingangswelle und eine in axialer
Verlängerung der Eingangswelle angeordnete Hauptwelle auf
weist, die die Ausgangswelle des Getriebes darstellt, sowie
eine parallel zur Eingangswelle und zur Hauptwelle angeord
nete Vorgelegewelle aufweist, dahingehend auszugestalten,
dass die Vorgelegewelle geteilt ist und dass Mittel zur
wahlweisen Verbindung der beiden Teile der Vorgelegewelle
vorgesehen sind. Der erste Teil der Vorgelegewelle weist
dabei die Zahnräder für die Vorwärtsgangstufen auf, während
der zweite Teile der Vorgelegewelle die Zahnräder für die
Rückwärtsgangübersetzung und eine Kriechgangübersetzung
aufweist. Beim Betrieb der Vorwärtsgangstufen steht der
zweite Teil der Vorgelegewelle still und muß auch nicht
mitsynchronisiert werden.
Die Hauptwelle ist in ihrem Mittenbereich durch ein
weiteres Lager in einer Zwischenwand des Getriebegehäuses
gelagert, wodurch sich die Durchbiegung der Hauptwelle ge
ring halten läßt. Ebenfalls ist in einem zweiten Lager in
der Zwischenwand der erste Teil der Vorgelegewelle gela
gert. Zur Schaltung von Rückwärtsgangübersetzung und
Kriechgangübersetzung werden die beiden Teile der Vorgele
gewelle miteinander verbunden. Dies kann während der Wähl
bewegung mit dem Schalthebel erfolgen, bei der der Fahrer
durch Verschieben des Schalthebels in der Wählgasse die
gewünschte Schaltgasse auswählt; bewegt der Fahrer den
Schalthebel aus der Schaltgasse für den ersten und den
zweiten Vorwärtsgang z. B. nach links in die Schaltgasse
für Rückwärtsgang und Kriechgang, so wird über eine geeig
nete Anordnung während des Gassensprunges die Verbindung
zwischen den beiden Teilen der Vorgelegewelle hergestellt.
Der zweite Teil der Vorgelegewelle ist einerseits in
nerhalb des ersten Teils der Vorgelegewelle gelagert und
andererseits über ein Lager in der Wand des Gehäuses gela
gert.
Bei diesen bekannten Getriebewellenlagerungen mit zwei
oder mehr Wälzlagern in der Gehäusewand sind also die Lager
mit einem Umschlingungswinkel von 360° im Gehäuse fixiert.
Die Lagerungen können statisch bestimmt oder statisch über
bestimmt ausgeführt sein. Dieses Lagerungsprinzip hat zur
Folge, dass sich die Wellendurchbiegung mit steigendem Ge
triebeeingangsmoment vergrößert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein mehr
gängiges Zahnräder-Wechselgetriebe dahingehend auszugestal
ten, dass die Wellendurchbiegung bei steigendem Getriebee
ingangsmoment nur bis zu einem vorgegebenen maximal zuläs
sigen Wert ansteigt und zwar auf besonders einfache und
kostengünstige Weise.
Ausgehend von einem Zahnräder-Wechselgetriebe der ein
gangs näher genannten Art erfolgt die Lösung dieser Aufgabe
mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen; vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Un
teransprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, dass zwischen den
Lagern der einzelnen Wellen in der Getriebewand eine zu
sätzliche die Durchbiegung der Wellen bei hoher Last be
grenzende Stützstelle an der Innenwand des Gehäuses vorge
sehen ist, wobei diese Stützstelle vorzugsweise in Verlän
gerung der Hauptbelastungsrichtung der entsprechenden Welle
angeordnet ist.
Bei einem vorteilhafte Ausführungsbeispiel weist die
der Welle zugewandte Oberfläche der Stützstelle ein vorge
gebenes Spiel zur Wellenoberfläche auf; eine besonders ge
ringe Reibung wird erzielt, wenn die zusätzliche Stützstel
le mit einem Gleitlager oder einem Wälzlager versehen ist.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, dass auf
eine besonders einfache und kostengünstige Weise eine Wel
lendurchbiegung bei steigendem Getriebeeingangsmoment nur
bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Wert ansteigen
kann und dass darüber hinaus die weitere Vergrößerung der
Durchbiegung durch die Stützstelle verhindert wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemäß
ausgestaltetes Zahnräder-Wechselgetriebe und
Fig. 2 einen Radialschnitt durch dieses Getriebe.
Da mehrgängige Zahnräder-Wechselgetriebe dem Fachmann
gut bekannt sind, sind in der Zeichnung nur die für das
Verständnis der Erfindung notwendigen Teile mit Bezugszei
chen versehen.
In herkömmlicher Weise ist das mehrgängige Zahnräder-
Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit einem Gehäuse 1 ver
sehen, in dem mehrere Getriebewellen angeordnet sind, ins
besondere eine Eingangswelle und eine in axialer Verlänge
rung zur Eingangswelle angeordnete Ausgangswelle sowie min
destens eine parallel zur Eingangswelle und zur Ausgangs
welle angeordnete weitere Getriebewelle 2, die insbesondere
eine Vorgelegewelle ist, wobei die Eingangswelle, die Aus
gangswelle und die Getriebewelle Zahnräder aufweisen, die
miteinander in Eingriff stehen und Übersetzungsstufen des
Getriebes bilden und wobei die einzelnen Wellen an ihren
Enden in Lagern geführt sind. Die beiden Lager für die Ge
triebewelle 2 sind mit 3 und 4 bezeichnet, wobei diese La
ger in das Gehäuse 1 des Getriebes eingesetzt sind.
Um eine Durchbiegung der Wellen auf ein vorgegebenes
Maß zu begrenzen bei steigendem Getriebeeingangsmoment ist
mindestens eine zusätzliche Stützstelle 5 an einer oder
mehreren Wellen vorgesehen, die als Abstützung in der in
Fig. 2 mit 7 bezeichneten Hauptbelastungsrichtung dient.
Im lastfreien Zustand und bei durchschnittlichem Getriebe
eingangsmoment besteht zwischen der entsprechenden Getrie
bewelle und der Stützstelle ein vorgegebenes definiertes
Spiel, das sich bei zunehmender Last stetig verringert.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die der Getriebe
welle zugewandte Oberseite der Stützstelle 5 mit einem
Gleitlager 6 oder einem Wälzlager versehen ist.
Diese zusätzliche Stützlagerung verhindert sicher ein
Überschreiten der maximal zulässigen Durchbiegung der zuge
ordneten Getriebewelle bei hoher Last und gewährleistet
gleichzeitig einen akzeptablen Zahneingriff und Belastungs
zustand. Zugleich wird das Geräuschniveau des Getriebes
erheblich verbessert.
Das erfindungsgemäße Lagerprinzip gewährleistet die
statisch bestimmte bzw. statisch überbestimmte Lagerung in
den in der Getriebegehäusewand aufgenommenen Lagern bei
geringer bzw. durchschnittlicher Belastung. Bei darüber
hinaus gehenden Getriebeeingangsmoment wirkt die zusätzli
che Stützstelle stabilisierend.
1
Gehäuse
2
Getriebewelle
3
Lager
4
Lager
5
Stützstelle
6
Gleit- oder Wälzlager
Claims (5)
1. Zahnräder-Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit
einem Gehäuse, in dem mehrere Getriebewellen angeordnet
sind, insbesondere eine Eingangswelle und eine in axialer
Verlängerung zur Eingangswelle angeordnete Ausgangswelle
und mit mindestens einer parallel zur Eingangswelle und zur
Ausgangswelle angeordneten weiteren Welle, insbesondere
einer Vorgelegewelle, wobei Eingangswelle, Ausgangswelle
und Vorgelegewelle Zahnräder aufweisen, die miteinander in
Eingriff stehen und Übersetzungsstufen des Getriebes bilden
und wobei die einzelnen Wellen in Lagern geführt sind, die
im Getriebegehäuse eingesetzt sind, dadurch gekenn
zeichnet, dass zwischen den Lagern (3, 4) der
einzelnen Wellen (2) eine zusätzliche die Durchbiegung der
Wellen bei hoher Last begrenzende Stützstelle (5) an der
Innenwand des Gehäuses (1) vorgesehen ist.
2. Zahnräder-Wechselgetriebe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stützstelle (5) in
Verlängerung der Hauptbelastungsrichtung (7) der zugeordne
ten Welle (2) angeordnet ist.
3. Zahnräder-Wechselgetriebe nach Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die der Wel
le zugewandte Oberfläche der Stützstelle (5) ein vorgegebe
nes Spiel zur Wellenoberfläche aufweist.
4. Zahnräder-Wechselgetriebe nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzliche Stützstelle (5) mit einem Gleitla
ger (6) versehen ist.
5. Zahnräder-Wechselgetriebe nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzliche Stützstelle (5) mit einem Wälzla
ger (6) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000127375 DE10027375A1 (de) | 2000-06-02 | 2000-06-02 | Zahnräder-Wechselgetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000127375 DE10027375A1 (de) | 2000-06-02 | 2000-06-02 | Zahnräder-Wechselgetriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10027375A1 true DE10027375A1 (de) | 2001-12-06 |
Family
ID=7644460
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000127375 Withdrawn DE10027375A1 (de) | 2000-06-02 | 2000-06-02 | Zahnräder-Wechselgetriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10027375A1 (de) |
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