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DE1002735B - Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Loesungen

Info

Publication number
DE1002735B
DE1002735B DEP9048A DEP0009048A DE1002735B DE 1002735 B DE1002735 B DE 1002735B DE P9048 A DEP9048 A DE P9048A DE P0009048 A DEP0009048 A DE P0009048A DE 1002735 B DE1002735 B DE 1002735B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrolyte
cells
solution
solutions
cell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP9048A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Herbert Corte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PERMUTIT AG
Original Assignee
PERMUTIT AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PERMUTIT AG filed Critical PERMUTIT AG
Priority to DEP9048A priority Critical patent/DE1002735B/de
Publication of DE1002735B publication Critical patent/DE1002735B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J47/00Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor
    • B01J47/12Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor characterised by the use of ion-exchange material in the form of ribbons, filaments, fibres or sheets, e.g. membranes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Lösungen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Lösungen mit Hilfe von Elektrolytlösungen.
  • Zur Durchführung des Verfahrens (vgl. Abb. 1) wird die Lösung, deren Elektrolytgehalt vermindert werden soll, z. B. IV, auf zwei Wegen, und zwar einmal über eine Anionenmembran 3, eine leitende Flüssigkeit II und eine Kationenmembran 1 zum anderen über eine Kationenmembran 4, eine leitende Flüssigkeit III und eine Anionenmembran 2 mit einer Elektrolytlösung I in Verbindung gebracht, deren Zusammensetzung so zu wählen ist, daß sich an den Membranen 1 und 2 Membranpotentiale in der Richtung ausbilden, daß II gegenüber III ein positives Potential annimmt.
  • Werden die vier durch die Membranen gebildeten RäumeI bis IV mit der gleichen Elektrolytlösung, z. B. Meerwasser, gefüllt, so ändert sich die Zusammensetzung der Lösungen in den vier Räumen nicht, d. h., die Lösungen in allen vier Räumen, in diesem Falle das Meerwasser, behalten die gleiche Zusammensetzung. Wird aber in einem der vier Räume, z. B. 1, beispielsweise die Elektrolytkonzentration erhöht, z. B. durch Zusatz fester Salze, Säuren oder Laugen, so wandern in die benachbarten Räume II und III durch die Kationenmembran 1 Kationen oder H-Ionen und durch die Anionenmembran 2 Anionen oder 0 H-Ionen unter Ausbildung von Membranpotentialen.
  • Diese Membranpotentiale bewirken ein Abwandern der Ionen aus dem gegenüberliegenden Raum IV durch die entsprechenden Membranen in die Räume II und III. Hierdurch tritt in den Räumen II und III eine Zunahme und im Raum IV eine Abnahme des Elektrolytgehaltes ein.
  • Dieses Verfahren eignet sich für diskontinuierlichen Betrieb, indem die Apparatur, nachdem die gewünschte Abnahme des Elektrolytgehaltes im Raum IV eingetreten ist, entleert und anschließend neu beschickt wird. Darüber hinaus kann das Verfahren auch kontinuierlich betrieben werden (s. Abb. 2), indem z. B. die Flüssigkeiten in den Räumen II und III im Gegenstrom zu der des Raumes IV geführt werden, während die Elektrolytkonzentration im Raum 1 durch Zusatz von z. B. festen Salzen auf etwa ursprünglicher Höhe gehalten wird. Anstatt der Lösung im Raum I feste Elektrolyte zuzusetzen, kann deren Konzentration auch durch Zusatz konzentrierter Elektrolytlösungen oder durch Umpumpen durch einen Elektrolytlösebehälter wieder aufgefrischt werden.
  • Andererseits kann auch so verfahren werden, daß die Elektrolytlösung im Raum I entweder im Gleichstrom zu den Lösungen der Räume II und III oder im Gegenstrom zu diesen geführt wird. Dieses Vorgehen ist besonders dann angebracht, wenn weder feste Elektrolyte noch konzentrierte Elektrolytlösungen zum Auffrischen der Lösung im Raum I zur Verfügung stehen.
  • Bedingungen dafür, daß eine Verminderung des Elektrolytgehaltes gemäß der Erfindung eintritt, ist in allen Fällen, daß die Lösung II gegenüber der Lösung III ein positives Potential besitzt. Diese Bedingung kann durch entsprechende Konzentrations-bzw. Aktivitätserhöhung in der Lösung IV und/oder durch Wahl von solchen Elektrolyten, deren Ionen eine höhere Beweglichkeit als die Ionen der anderen Lösungen besitzen, erreicht werden.
  • Bei Anwendung des Verfahrens auf die Entsalzung von Meerwasser, z. B. zur Herstellung von Trinkwasser, ist es vorteilhaft, als Ausgangsflüssigkeit das Meerwasser selbst zur Füllung aller vier Räume zu verwenden und durch kontinuierlichen Zusatz von z. B. festem Kochsalz nur zu Raum I dessen Elektrolytkonzentration auf gleicher Höhe zu halten und in den Räumen II und III Meerwasser zu führen.
  • Soll andererseits eine praktisch restlose Entsalzung von Meerwasser, z. B. zur Herstellung von Kesselspeisewasser, erfolgen, so ist es unter Umständen erforderlich, einen Teil des im Raum IV entsalzten Wassers in die Räume II und III zu bringen, um somit das Konzentrationsgefälle zwischen dem Raum I und den Räumen II und III zu erhöhen und andererseits ein höheres Konzentrationsgefälle zwischen dem Raum IV und den Räumen II und III zu erzeugen.
  • Sollen andererseits Lösungen, wie biologische Flüssigkeiten, Zuckerdünnsaft, Melasse, Molke usw., nach dem Verfahren der Erfindung von ihrem Elektrolytgehalt befreit werden, so ist es bei kontinuierlichem Arbeiten zweckmäßig, in dem Raum I beispiels- weise eine Kochsalzlösung zu verwenden und durch die Räume II und III beispielsweise normales Brunnenwasser zu führen. Die Lösung, deren Elektrolytgehalt herabgesetzt werden soll, wird dann in dem Raum IV im Gegenstrom zu dem Brunnenwasser in den Räumen II und III geführt. Selbstverständlich kann an Stelle von Brunnenwasser auch destilliertes Wasser, an Stelle der Kochsalzlösung eine verdünnte Säure oder Lauge Verwendung finden. Handelt es sich des weiteren um die Verminderung der Acidität bzw. Alkalität saurer bzw. alkalischer Lösungen, so kann auch hier eine Salzlösung geeigneter Konzentration Anwendung finden.
  • Finden als leitende Flüssigkeiten in den Räumen II und III solche Anwendung, deren elektrisches Leitvermögen sehr gering ist, so kann es zweckmäßig sein, in diesen Räumen körnige Ionenaustauscher bzw.
  • Ionenaustauschergemische einzufüllen.
  • Das gleiche kann ferner auch Anwendung finden für den Raum IV, wenn die Elektrolytherabsetzung so weit getrieben werden soll, daß sie zu einer Lösung führt, die nur sehr geringe elektrische Leitfähigkeit besitzt.
  • Darüber hinaus kann in weiterer Ausbildung des Verfahrens zur Erzielung eines schnellen Ablaufes der Elektrolytverminderung eine Anordnung gemäß z. B.
  • Abb. 3 angewendet werden. Auch hier ist IV die Elektrolytlösung, deren Elektrolytgehalt vermindert werden soll. III, 112 und IIIt, III2 sind leitende Flüssigkeiten und 11, 12, I3 Elektrolytlösungen höheren Elektrolytgehaltes bzw. Elektrolytlösungen mit Ionen höhererBeweglichkeit. 1 sind Kationen- und 2 Anionenmembranen. Bedingung für das Eintreten der Elektrolytverminderung in IV ist auch hier, daß in den vier benachbarten Flüssigkeiten II, gegenüber III1 ein positives Potential besitzt.
  • Gegenüber der Anordnung nach Abb. 1 bzw. 2 bietet die Anordnung nach Abb. 3 den Vorteil, daß bei Verwendung gleicher Lösungen zwischen II1 und III1 eine größere Potentialdifferenz besteht als zwischen II und III.
  • Die Ausführung des Verfahrens nach Abb 3 ist auch dann am Platze, wenn als I nur Elektrolytlösungen zur Verfügung stehen, die bei einer Anordnung nach Abb. 1 keine oder nur eine geringe Potentialdifferenz zwischen II und III ergeben, z. B. bei der Entsalzung von Brackwasser mit Hilfe von Meerwasser, sowie ferner dann, wenn Membranen geringer Festionenkonzentration benutzt werden, die nur bei geringen Elektrolytkonzentrationen eine hinreichende Selektivität besitzen.
  • In Umkehrung der Anordnung nach Abb. 3 kann erfindungsgemäß auch eine Anordnung nach Abb. 4 verwendet werden. Hierin enthält nur ein Raum die Lösung höheren Elektrolytgehaltes, während in drei Räumen die Verminderung des Elektrolytgehaltes der Lösung IV (IV1, IV2, IV3) erfolgt. Diese Anordnung gestattet eine weitgehende Ausnutzung des Konzentrationsgefälles des Elektrolyts I zur Entsalzung der Elektrolytlösung IV.
  • Bei kontinuierlicher Durchführung des Verfahrens in der Anordnung nach Abb. 3 und 4 können die Lösungen in ähnlicher Weise, wie dies für die Anordnung nach Abb. 1 durch die Abb. 2 wiedergegeben ist, geführt werden. Darüber hinaus bietet sich jedoch die Möglichkeit, die Lösungen, z. B. I, nacheinander durch die Räume Ii, 12, I3 oder umgekehrt zu führen.
  • Entsprechendes gilt für die Lösungen II, III und IV.
  • Des weiteren besteht die Möglichkeit, zunächst in einer Anordnung nach Abb. 4 eine Teilentsalzung des Elektrolyts IV durchzuführen und daran anschließend den teilentsalzten Elektrolyt eine Apparatur nach Abb. 3 durchlaufen zu lassen, um eine weitergehende Entsalzung zu erreichen.
  • Die Anzahl der zu verwendenden Membranen ist nicht auf die in den Abb. 1 bis 4 angegebenen beschränkt. Zur Durchführung des Verfahrens sind mindestens vier Membranen erforderlich, doch kann eine beliebige Anzahl weiterer Membranen verwendet werden.
  • Beispiel Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nachstehend am Beispiel der Entsalzung von Meerwasser näher erläutert. Die vier Kammern eines nach Abb. 2 aufgebauten Apparates, der je zwei Kationen-, 1 und 4, und zwei Anionenmembranen, 2 und 3, von 200 cm2 Größe enthielt, wurden von Meerwasser durchflossen, und zwar so lange, bis durch entsprechende Formierung der Membranen Zu-und Ablauf die gleiche Zusammensetzung aufwiesen.
  • Diese Formierung war nach längstens 12 Stunden beendet. Von dieser Zeit an zeigten sämtliche Abläufe die gleiche Zusammensetzung wie das eingesetzte Meerwasser. Eine Veränderung des Salzgehaltes in irgendeiner Kammer trat hierbei nicht ein. Nunmehr wurde durch die Kammer I an Stelle des Meerwassers eine 150/oige Kochsalzlösung geleitet, während durch die anderen Kammern weiterhin Meerwasser geführt wurde. Bei einem Abstand der Membranen von 3 mm und einer Durchflußgeschwindigkeit von 100 cm3 je Stunde durch die Entsalzungskammer IV sank der Salzgehalt des Meerwassers von 3,5 auf 3 O/o.
  • Durch Verringerung der Durchfluß geschwindigkeit auf 10 cmS je Stunde ließ sich eine Verminderung des Salzgehaltes auf 2°/o erreichen. Um den Salzgehalt noch weiter zu senken, wurde daraufhin so verfahren, daß der Ablauf aus der Entsalzungskammer IV durch die Kammern II und III an Stelle von Meerwasser geleitet wurde. Bei einem Durchfluß von 100 cm3 je Stunde durch Kammer IV und je 50 cmS durch die Kammern II und III ließ sich im Verlauf eines Tages ein Salzgehalt von 1,50/0 erreichen, sofern durch intensive Rührung in den Kammern I und IV für eine gute Durchmischung Sorge getragen wurde. Anstatt durch die Kammer I 150/oige Kochsalzlösung zu leiten, kann erfindungsgemäß auch so verfahren werden, daß die Kammer I mit festem Kochsalz gefüllt und anschließend mit Kochsalz gesättigtes Meerwasser durch die Kammer geführt wird. Im Verlauf des Versuches geht dann allmählich der feste Elektrolyt (das feste Kochsalz) in Lösung, und zwar in etwas stärkerem Maße, als dem erreichten Entsalzungseffekt entspricht, da infolge der nicht ausreichenden Selektivität der verwendeten Membranen eine Diffusion durch diese stattfindet, was einen höheren Verbrauch an Kochsalz gegenüber der Theorie bedingt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜcHE: 1. Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Lösungen unter Verwendung von aus abwechselnd aufeinanderfolgenden Anionen- und Kationenaustauschmembranen gebildeten Zellen, dadurch gekennzeichnet, daß eine gerade Anzahl von Zellen ringförmig zusammengeschlossen werden, deren eine mit der in ihrem Elektrolytgehalt zu vermindernden Lösung beschickt wird, und die übrigen Zellen derart mit Elektrolytlösung beschickt werden, daß in der der ersteren Zelle benachbarten, von ihr durch eine Anionenaustauschmembran getrennten Zelle gegenüber der anderen benachbarten, von ihr durch eine Kationenaustauschmembran getrennte Zelle ein positives Potential auftritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gel;ennzeichnet, daß bei Anwendung von acht oder entsprechend mehr Zellen mehrere nicht aneinandergrenzende Zellen mit der in ihrem Elektrolytgehalt zu vermindernden Lösung beschickt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die sich an die benachbarte Zelle anschließende Zelle ein fester, löslicher Elektrolyt zugegeben wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in eine oder in alle Zellen ein körniger Ionenaustauscher bzw. Gemische von körnigen Ionenaustauschern gegeben werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 496 550; Zeitschr. phys. Chemie, 201 (1952), S. 1 bis 15.
DEP9048A 1953-01-19 1953-01-19 Verfahren zur Verminderung des Elektrolytgehaltes von Loesungen Pending DE1002735B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257741B (de) * 1962-12-14 1968-01-04 Heiner Roeskenbleck Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von geloesten Stoffen durch Gegenstromdialyse

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE496550A (de) * 1949-07-09

Patent Citations (1)

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DE1257741B (de) * 1962-12-14 1968-01-04 Heiner Roeskenbleck Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von geloesten Stoffen durch Gegenstromdialyse

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