DE19805317C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Wasseraufbereitung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur WasseraufbereitungInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D61/025—Reverse osmosis; Hyperfiltration
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor
richtung zur Wasseraufbereitung
durch ein Umkehrosmoseverfahren.
In verschiedenen Bereichen der Prozesstechnik, wie
beispielsweise für die Speisung von Druckkesseln für Turbi
nenbetrieb, bei der Chip-Herstellung in der Elektronikindu
strie und in der pharmazeutischen Industrie, wird Reinwas
ser höchster Qualität benötigt.
Das benötigte Reinstwasser wird üblicherweise durch
Ionenaustauschverfahren mittels Kationenaustauscherharzen,
Anionenaustauscherharzen und/oder Mischbettharzen oder
durch Kombination eines Umkehrosmoseverfahrens mit den
genannten Ionenaustauschverfahren hergestellt. Mit Umkehr
osmoseverfahren allein wird die verlangte Reinheit nicht
erreicht; die Salzkonzentrationen liegen im besten Fall
noch etwa 1-2 Zehnerpotenzen über den geforderten Werten.
Ionenaustauschverfahren haben allerdings den Nach
teil, dass die Ionenaustauscherharze regelmässig mit gros
sen Mengen an Säuren und Laugen regeneriert werden müssen
und diese Regenerierchemikalien in Überschüssen von 140-
300% der theoretisch erforderlichen Mengen eingesetzt wer
den müssen. Die Lagerung der Chemikalien und die Entsorgung
der bei der Regeneration anfallenden Überschüsse ist aufwendig
und in den meisten Ländern an weitgehende und re
striktive Vorschriften gebunden.
Im Gegensatz dazu ist das Umkehrosmoseverfahren als
weitgehend physikalischer Prozess einfacher zu handhaben,
umweltfreundlicher und unterliegt weniger restriktiven Vor
schriften. Die schnell fortschreitende Entwicklung verbes
serter Umkehrosmosemembranen hat daher der Kombination von
Umkehrosmoseverfahren und Ionenaustauschverfahren zu brei
ter Anwendung verholfen.
Um den Chemikalieneinsatz weiter zu verringern und
die Reinwasserqualität zu verbessern, bietet sich im Prin
zip die Hintereinanderschaltung zweier Umkehrosmoseeinhei
ten an.
In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass die
Reinwasserqualität durch einfache Hintereinanderschaltung
alleine nicht im erhofften und benötigten Ausmass verbes
sert werden kann, was hauptsächlich darauf zurückzuführen
ist, dass Kohlendioxid von den semipermeablen Membranen
nicht zurückgehalten wird. Kohlendioxid ist aber in jedem
natürlichen Wasser, das zur Speisung solcher Anlagen ver
wendet wird in Mengen von etwa 5-50 mg/l enthalten, und im
Reinwasser noch vorhandenes Kohlendioxid würde bei vielen
Anwendungen stören oder nachgeschaltete Ionenaustauscher
harze massiv belasten.
Zudem bewirkt die Anwesenheit des Kohlendioxids, das
im Permeat der ersten Umkehrosmosestufe in praktisch unver
änderter Konzentration vorliegt, dass der pH-Wert im Zulauf
zur zweiten Umkehrosmosestufe deutlich absinkt. Dies wiede
rum führt zu einer schlechten Salzrückhaltung in der zweiten
Umkehrosmoseeinheit, da einerseits alle Umkehrosmose
membranen im sauren (in geringerem Masse aber auch im alka
lischen) pH-Bereich schlechtere Rückhalteeigenschaften auf
weisen und andererseits schwache anorganische und organi
sche Säuren in undissoziierter Form vorliegen und hierdurch
schlecht zurückgehalten werden.
Die Effizienz der Hintereinanderschaltung zweier Um
kehrosmoseeinheiten wird ferner auch dadurch beeinträch
tigt, dass das Permeat aus der ersten Umkehrosmosestufe
bereits vergleichsweise niedrige Salzkonzentrationen auf
weist und, andererseits, Umkehrosmosemembranen eine Ober
flächenladung aufweisen, die bei Beaufschlagung mit nied
rigen Salzkonzentrationen zu unerwünschten Nebeneffekten,
etwa vergleichbar mit Ionenaustausch, führen kann.
Um eine gute Reinwasserqualität zu erhalten, ist es
daher unabdingbar nötig, dass das Kohlendioxid vor oder
nach der ersten Umkehrosmosestufe entfernt und der pH-Wert
angehoben wird. Eine Entfernung vor der ersten Stufe ist
möglich und wird auch angewendet, bedingt allerdings eine
komplexere Verfahrenstechnik und/oder birgt die Gefahr von
Kalkausfällungen in der ersten Umkehrosmosestufe.
Zur Entfernung von Kohlendioxid stehen grundsätzlich
zwei Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich eine physikali
sche Methode durch Entgasung (Riesel-Entgasung mit Luft im
Gegenstrom oder Vakuumentgasung mit Dampf und Vakuumpumpen)
und eine chemische Methode durch Zugabe eines alkalischen
Mittels, wodurch das Kohlendioxid in Bicarbonat und/oder
Carbonat-Ionen übergeführt wird.
Eine einfache und wirksame chemische Methode scheint
die Zugabe eines alkalischen Mittels nach der ersten Um
kehrosmosestufe zu bieten, da dort keine Gefahr von Kalk
ausfällungen besteht und auch kaum Ionen vorhanden sind,
die als Puffer wirken könnten.
Ein solches Verfahren ist bereits aus DE 35 20 006 C2
bekannt. Gemäss dem dort beschriebenen Verfahren wird das
zu behandelnde Wasser einer ersten Umkehrosmosestufe zuge
führt, das in dieser Stufe als Permeat anfallende vorgerei
nigte Wasser einer zweiten Umkehrosmosestufe zugeführt und
Reinwasser als Permeat dieser zweiten Stufe gewonnen, wobei
dem vorgereinigten Wasser aus der ersten Umkehrosmosestufe
zur Verringerung der Kohlendioxidkonzentration vor Eintritt
in die zweite Umkehrosmosestufe eine alkalische Lösung,
z. B. Natronlauge, kontinuierlich zudosiert wird. Die alka
lische Lösung wird gemäss der Offenbarung der DE 35 20 006 C2
vorzugsweise in einer Menge zudosiert, dass der pH-Wert des
der zweiten Umkehrosmosestufe zugeführten Wassers auf einen
Wert über 9 eingestellt wird.
Das vorbekannte Verfahren bringt jedoch in der Praxis
in vielen Fällen nicht das gewünschte Resultat. Um einen
optimalen Effekt zu erzielen, muss nämlich die Menge der zu
dosierenden alkalischen Lösung genau auf den Kohlendioxid
gehalt abgestimmt werden. Da der Kohlendioxidgehalt eines
natürlichen Wassers in der Regel Schwankungen unterliegt
und durch die Rückführung des Konzentrats der zweiten Stufe
vor die erste Stufe pH-Schwankungen ganz anderer Frequenz
überlagert werden, ist die eigentlich erforderliche Ge
nauigkeit der Dosierung kaum oder nur unbefriedigend zu
bewerkstelligen und die Ergebnisse sind in der Regel nicht
reproduzierbar. Bei Über- oder Unterdosierung reagiert die
zweite Umkehrosmosestufe sofort mit einer massiven Quali
tätsverschlechterung. Der optimale pH-Bereich ist sehr eng
und liegt tatsächlich bei etwa 7,3 bis 7,8; bei diesen op
timalen pH-Werten liegt aber noch ein relativ grosser An
teil als Kohlendioxid vor. Bei dem in DE 35 20 006 C2 als be
vorzugt genannten pH-Wert von über 9 verursacht anderer
seits der hohe pH-Wert insbesondere bei den meist einge
setzten negativ geladenen Membranen eine drastische Erhö
hung der Leitfähigkeit, die sogar den Wert des Permeats
nach der ersten Stufe übersteigen kann.
Die genannten Schwierigkeiten und die Tatsache, dass
die erzielbaren Leitfähigkeitswerte für das Permeat der
zweiten Umkehrosmosestufe nur etwa um die Hälfte bis ein
Viertel unter jenen des Permeats der ersten Stufe liegen
und selbst in günstigen Fällen noch mindestens etwa 1 µS/cm
betragen, haben einer erfolgreichen Verbreitung dieser Me
thode im Wege gestanden.
Die Japanische Patentanmeldung JP 07-108269 A offenbart eine 2-stufige Umkehr
osmoseanlage, wobei zur Verringerung der Kohlendioxidkonzentration zwischen der
ersten und der zweiten Stufe ein schwach basischer Anionenaustauscher angeord
net ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfah
ren und eine Vorrichtung bereitzustellen, die die Nachteile
des vorbekannten Verfahrens vermeiden und die insbesondere
eine effiziente Entfernung des Kohlendioxids gestatten,
eine aufwendige Regelung vermeiden, gegen Schwankungen der
Kohlendioxidkonzentration unempfindlich sind und eine opti
male Arbeitsweise der zweiten Umkehrosmoseeinheit bei mini
malem Einsatz von Chemikalien gestatten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch das in
Anspruch 1 definierte Verfahren und die in Anspruch 14 de
finierte Vorrichtung.
Es wurde nämlich gefunden, dass das Kohlendioxid
vollständig aus dem Permeat der ersten Umkehrosmosestufe
entfernt und in Bicarbonat und Carbonat umgewandelt wird,
wenn das Permeat durch ein Harzbett eines beladenen schwach
sauren Kationenaustauscherharzes geleitet wird, dass be
reits eine Harzschicht von beispielsweise etwa 600 mm aus
reicht, um eine quantitative Umwandlung zu erzielen, und
dass das Perkolat einen pH-Wert aufweist, der eine optimale
Arbeitsweise der zweiten Umkehrosmoseeinheit gewährleistet.
Eine genaue Dosierung einer alkalischen Lösung und eine pH-
Überwachung erübrigen sich; Schwankungen in der Rohwasser
zusammensetzung und in der Kohlendioxidkonzentration des
Permeats werden selbsttätig ausgeglichen, und der optimale
pH-Wert stellt sich von selbst ein. Aufgrund dieser Eigen
schaften und Vorteile kann nach dem erfindungsgemässen Ver
fahren Reinwasser mit einer Leitfähigkeit von etwa 0,1 µS/cm,
entsprechend nahezu dem theoretisch möglichen Wert,
erhalten werden, und es können Wässer mit pH-Werten bis zu
11,5 eingespeist werden, ohne dass sich die Reinwasserqua
lität wesentlich verschlechtert.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Umkehrosmoseeinhei
ten können grundsätzlich beliebige übliche Umkehrosmosemo
dule sein, vorzugsweise Wickelmodule. Als Kationenaustau
scherharze eignen sich ebenfalls grundsätzlich beliebige,
im Handel erhältliche schwach saure Kationenaustauscher
harze, beispielsweise schwach saure Kationenaustauscher
harze der Marke Amberlite (Rohm & Haas), z. B. Typ IRC-76,
und das Harzbett kann in üblicher Weise in einer Säule un
tergebracht sein.
Das beladene schwach saure Kationenaustauscherharz
kann vorzugsweise mit Alkalimetallionen oder Ammoniumionen,
insbesondere mit Natriumionen, beladen sein.
Beim Durchfluss des kohlendioxidhaltigen Permeats aus
der ersten Umkehrosmoseeinheit durch das Kationenaustau
scherharz gibt dieses Kationen an das Wasser ab und Kohlen
dioxid wird in Bicarbonat und Carbonat umgewandelt. Dadurch
geht das Kationenaustauscherharz allmählich in die H+-Form
über und muss deshalb durch Zugabe der entsprechenden Lauge
(vorzugsweise Alkalimetallhydroxidlösung oder Ammoniaklö
sung, insbesondere Natronlauge) neu mit Kationen beladen
werden, sobald die Beladung für eine vollständige Entfer
nung des Kohlendioxids nicht mehr ausreichen würde.
Da die vom Kationenaustauscherharz abgegebenen Katio
nen praktisch vollständig durch die semipermeable Membran
der zweiten Umkehrosmoseeinheit zurückgehalten werden und
über die an den Konzentratauslass angeschlossene Konzen
tratabflussleitung abfliessen, kann in der Konzentratab
flussleitung vorzugsweise ein zweites Harzbett eines
schwach sauren Kationenaustauscherharzes angeordnet werden,
welches durch das durchströmende Konzentrat allmählich mit
Kationen beladen wird, womit die Kationen im System ver
bleiben.
Eine Zugabe von Lauge zur Beladung eines erschöpften
Harzes kann daher weitgehend vermieden werden, wenn die
beiden Harzbette periodisch ausgetauscht bzw. in Zeitinter
vallen alternierend so betrieben werden, dass das aus der
ersten Umkehrosmoseeinheit austretende Permeat dem ersten
bzw. zweiten Harzbett zugeführt, das aus dem ersten bzw.
zweiten Harzbett anfallende Perkolat in die zweite Umkehrosmoseeinheit
eingespeist und das aus der zweiten Umkehros
moseeinheit austretende Konzentrat dem zweiten bzw. ersten
Harzbett zugeführt wird.
Zu diesem Zweck können vorzugsweise neben einer er
sten Verbindungsleitung, die den Permeatauslass der ersten
Umkehrosmoseeinheit mit dem Speisewassereinlass der zweiten
Umkehrosmoseeinheit verbindet und in der ein erstes Harz
bett eines schwach sauren Kationenaustauscherharzes ange
ordnet ist, und einer ersten Konzentratabflussleitung, die
an den Konzentratauslass der zweiten Umkehrosmoseeinheit
angeschlossen ist und in der ein zweites Harzbett eines
schwach sauren Kationenaustauscherharzes angeordnet ist,
eine zweite Verbindungsleitung, die den Permeatauslass der
ersten Umkehrosmoseeinheit mit dem Speisewassereinlass der
zweiten Umkehrosmoseeinheit verbindet und in der das zweite
Harzbett angeordnet ist, und eine zweite Konzentratabfluss
leitung, die an den Konzentratauslass der zweiten Umkehros
moseeinheit angeschlossen ist und in der das erste Harzbett
angeordnet ist, vorgesehen werden und in den Verbindungs
leitungen und in den Konzentratabflussleitungen vor und
nach den Harzbetten Sperrventile eingebaut werden, die so
schaltbar sind, dass entweder die Sperrventile in der er
sten Verbindungleitung und in der ersten Konzentratabfluss
leitung geöffnet und die Sperrventile in der zweiten Ver
bindungsleitung und in der zweiten Konzentratabflussleitung
geschlosssen sind oder die Sperrventile in der ersten Ver
bindungsleitung und in der ersten Konzentratabflussleitung
geschlossen und die Sperrventile in der zweiten Verbin
dungsleitung und in der zweiten Konzentratabflussleitung
geöffnet sind. Vorzugsweise können die genannten Leitungen
als Abzweigungsleitungen so ausgebildet sein, dass jeweils
nur eine Leitung an den Permeatauslass, Speisewassereinlass
und Konzentratauslass angeschlossen ist und gewünschten
falls können jeweils zwei oder mehrere Ventilfunktionen in
eine Ventileinheit zusammengefasst werden.
Vorzugsweise können die Konzentratabflussleitungen
mit dem Speisewassereinlass der ersten Umkehrosmoseeinheit
oder mit einer an diesen Speisewassereinlass angeschlosse
nen Speisewasserleitung verbunden werden, womit das Konzen
trat nach dem Durchgang durch das Harzbett dem Speisewasser
der ersten Umkehrosmoseeinheit zugeführt wird.
Dem Konzentrat aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit
kann vorzugsweise vor dem Eintritt in das Harzbett mittels
einer entsprechenden Einrichtung periodisch etwas Lauge
(zweckmässigerweise das Hydroxid des zur Beladung verwende
ten Kations) zudosiert werden, um allfällige Kationenverlu
ste auszugleichen. Eine genaue Dosierung ist nicht erfor
derlich, da die Laugenzugabe vorzugsweise jeweils zu Beginn
eines Zyklus erfolgt, wenn das Austauscherharz noch weitge
hend in der H+-Form vorliegt. Ein allfälliger späterer
Überschuss, der über die Konzentratabflussleitung der er
sten Umkehrosmoseeinheit eingespeist wird, wird dort ohne
weiteres abgeschieden. Aus dem gleichen Grund können zu Be
ginn des Verfahren vorzugsweise beide Harzbette beladen
sein, da überschüssige Kationen im ersten Zyklus ausge
schieden werden und sich so von selbst der richtige Bela
dungszustand einstellt.
Erfindungsgemäss können übliche, in Umkehrosmosever
fahren gebräuchliche semipermeable Membranen verwendet wer
den. Je nach Art des Überschusses an ionischen Gruppen kön
nen die Membranen per Saldo eine positive (z. B. durch Ami
no Gruppen) oder negative (z. B. Carboxylgruppen) Oberflächenladung
aufweisen und werden entsprechend als positiv
geladene bzw. negativ geladene Membranen bezeichnet. Posi
tiv geladene Membranen haben ein besseres Rückhaltevermögen
für Kationen, während Anionen durch negativ geladene Mem
branen besser zurückgehalten werden.
In der ersten Umkehrosmoseeinheit kann erfindungsge
mäss eine positiv geladene oder eine negativ geladene semi
permeable Membran verwendet werden; die Art der Membran ist
nicht kritisch, in der Regel ist aber eine negativ geladene
Membran bevorzugt.
In der zweiten Umkehrosmoseeinheit kann grundsätzlich
ebenfalls eine positiv geladene oder eine negativ geladene
semipermeable Membran verwendet werden. Wird Reinwasser
aber als Permeat aus der zweiten Umkehrosmosestufe gewon
nen, so ist im allgemeinen die Verwendung einer positiv ge
ladenen Membran bevorzugt, um eine möglichst vollständige
Abtrennung einwertiger Kationen zu erzielen. Wird hingegen
- wie nachfolgend beschrieben - das Permeat aus der zweiten
Umkehrosmosestufe an einem Ionenaustauscher oder einer wei
teren Umkehrosmoseeinheit weiter gereinigt, so wird in der
zweiten Umkehrosmoseeinheit vorzugsweise eine negativ gela
dene Membran verwendet.
Vorzugsweise kann das aus der zweiten Umkehrosmose
einheit austretende Permeat zur weiteren Reinigung einem
Harzbett eines schwach sauren Kationenaustauscherharzes in
der H+-Form zugeführt und zu diesem Zweck an den Permeat
auslass eine Permeatabflussleitung angeschlossen werden, in
der das Harzbett angeordnet ist, wobei Reinwasser als Per
kolat aus dem Harzbett anfällt.
Vorzugsweise kann ferner das aus der zweiten Umkehr
osmoseeinheit austretende Permeat zur weiteren Reinigung
einer dritten Umkehrosmoseeinheit als Speisewasser zuge
führt und zu diesem Zweck der Permeatauslass der zweiten
Umkehrosmoseeinheit über eine Zuleitung mit dem Speisewas
sereinlass der dritten Umkehrosmoseeinheit verbunden wer
den. Die semipermeable Membran der dritten Umkehrosmose
einheit kann vorzugsweise eine positiv geladene Membran
sein. Vorzugsweise kann das aus dem Konzentratauslass der
dritten Umkehrosmoseeinheit austretende Konzentrat dem aus
der zweiten Umkehrosmoseeinheit austretenden Konzentrat vor
dessen Eintritt in das Harzbett zugeführt werden und zu
diesem Zweck eine Rückleitung vorgesehen werden, die den
Konzentratauslass der dritten Umkehrosmoseeinheit mit der
Konzentratabflussleitung bzw. den Konzentratabflussleitun
gen der zweiten Umkehrosmoseeinheit an einer Stelle zwi
schen dem Konzentratauslass der zweiten Umkehrosmoseeinheit
und dem Harzbett, vorzugsweise zwischen dem Konzentrataus
lass und der Einrichtung zum Zudosieren von Lauge, verbin
det.
Gewünschtenfalls kann der erfindungsgemässen Vorrich
tung stromaufwärts vor der ersten Umkehrosmoseeinheit ein
Wasserenthärter, Kohlefilter etc. vorgeschaltet und/oder
stromabwärts ein Mischbettfilter nachgeschaltet werden.
Ferner können den Umkehrosmoseeinheiten vorzugsweise strom
aufwärts vor dem Speisewassereinlass Pumpen vorgeschaltet
sein, um einen ausreichenden Wasserdruck zu erzeugen.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der folgenden Be
schreibung der in den Abbildungen gezeigten Ausführungsbei
spiele.
In schematischer Darstellung zeigen
Fig. 1 zwei hintereinander geschaltete Umkehrosmoseeinhei
ten mit einem zwischengeschalteten, beladenen
schwach sauren Kationenaustauscher und einem nach
geschalteten schwach sauren Kationenaustauscherharz
in der H+-Form,
Fig. 2 drei hintereinander geschaltete Umkehrosmoseeinhei
ten mit einem zwischen der ersten und zweiten Ein
heit zwischengeschalteten, beladenen schwach sauren
Kationenaustauscher,
Fig. 3 drei hintereinander geschaltete Umkehrosmoseeinhei
ten mit zwei zwischen der ersten und zweiten Ein
heit zwischengeschalteten, schwach sauren Kationen
austauschern, durch die im Gleichstrom alternierend
Permeat bzw. Konzentrat fliesst, und
Fig. 4 drei hintereinander geschaltete Umkehrosmoseeinhei
ten mit zwei zwischen der ersten und zweiten Ein
heit zwischengeschalteten, schwach sauren Kationen
austauschern, durch die im Gegenstrom alternierend
Permeat bzw. Konzentrat fliesst.
Fig. 1 bis 4 zeigen jeweils eine erste Umkehrosmo
seeinheit 1 mit einer semipermeablen Membran 2, beispiels
weise einer negativ geladenen Membran, einer an den Speise
wassereinlass 3 angeschlossenen Speisewasserleitung, in der
vorzugsweise eine Pumpe angeordnet sein kann, einem Per
meatauslass 4 und einem Konzentratauslass 5 und eine zweite
Umkehrosmoseeinheit 9, die ebenfalls eine semipermeable
Membran 10, vorzugsweise eine negativ geladene Membran,
einen Speisewassereinlass 11, einen Permeatauslass 12 und
einen Konzentratauslass 13 aufweist. Vom Permeatauslass 4
der ersten Umkehrosmoseeinheit führt eine Verbindungslei
tung 6, in der ein Harzbett 14 eines beladenen schwach sau
ren Kationenaustauscherharzes angeordnet ist und in der
stromabwärts nach dem Harzbett 14 vorzugsweise eine Pumpe
angeordnet sein kann, zum Speisewassereinlass 11 der zwei
ten Umkehrosmoseeinheit 9. Das kohlendioxidhaltige Permeat
aus der ersten Umkehrosmoseeinheit 1 wird im Harzbett 14 in
ein carbonat- und bicarbonathaltiges Permeat umgewandelt
und nimmt gleichzeitig Kationen auf und wird dann in der
zweiten Umkehrosmoseeinheit 9 erneut aufgeteilt, wobei ge
reinigtes Permeat, das für die meisten Zwecke bereits eine
ausreichende Reinheit aufweist, aus dem Permeatauslass aus
tritt und aus dem Konzentratauslass 13 austretendes Konzen
trat über eine Konzentratabflussleitung 7 an einer Stelle
8, die zweckmässigerweise stromaufwärts vor einer allfälli
gen Pumpe liegt, dem Speisewasser der ersten Umkehrosmose
einheit 1 zugeführt wird.
In der in Fig. 1 gezeigten Wasseraufbereitungsvor
richtung ist am Permeatauslass 12 der zweiten Umkehrosmose
einheit 9 ferner eine Permeatleitung vorgesehen, in der zur
Entfernung letzter Spuren von Kationen ein Harzbett 23 ei
nes schwach sauren Kationenaustauscherharzes in der H+-Form
angeordnet ist.
In den in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Wasseraufbe
reitungsvorrichtungen ist zur Entfernung letzter Spuren von
Ionen, insbesondere von Kationen, hingegen eine dritte Um
kehrosmoseeinheit 16 mit einer semipermeablen Membran 17,
vorzugsweise einer positiv geladenen Membran, einem Speise
wassereinlass 18, einem Permeatauslass 19 und einem Konzentratauslass
20 vorgesehen. Über eine Zuleitung die vom Per
meatauslass 12 zum Speisewassereinlass 18 führt und in der
vorzugsweise eine Pumpe angeordnet sein kann, wird das Per
meat aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit 9 in die dritte
Umkehrosmoseeinheit 16 eingespeist und Reinwasser tritt aus
dem Permeatauslass 19 aus.
In der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung ist ferner
eine Rückleitung 21 vorgesehen, die den Konzentratauslass
20 mit einer zwischen dem Harzbett 14 und dem Speisewasser
einlass 11 bzw. zwischen dem Harzbett 14 und einer allen
falls in der Verbindungsleitung angeordneten Pumpe liegen
den Stelle 22 der Verbindungsleitung 6 verbindet und über
die das Konzentrat aus der dritten Umkehrosmoseeinheit 16
dem Speisewasser der zweiten Umkehrosmoseeinheit 9 zuge
führt wird.
In den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Wasseraufbe
reitungsvorrichtungen ist ferner neben dem Harzbett 14 in
der Verbindungsleitung 6 ein zweites Harzbett 15 eines
schwach sauren Kationenaustauscherharzes in der Konzentrat
abflussleitung 7 angeordnet, welches durch das durchströ
mende Konzentrat allmählich mit Kationen beladen wird. Da
neben sind zusätzliche Verbindungsleitungen derart vorgese
hen, dass eine weitere Verbindungsleitung 6' vom Permeat
auslass 4 über das zweite Harzbett 15 zum Speisewasserein
lass 11 und eine weitere Konzentratabflussleitung 7' vom
Konzentratauslass 13 über das erste Harzbett 14 zu Stelle 8
in der Speisewasserzuleitung zur ersten Umkehrosmoseeinheit
1 führt. In beiden Verbindungsleitungen 6, 6' und in beiden
Konzentratabflussleitungen 7, 7' sind jeweils vor und nach
dem Harzbett 14, 15 Sperrventile angeordnet, die so schalt
bar sind, dass entweder die Ventile in den Leitungen 6 und
7 offen und die Ventile in den Leitungen 6' und 7' ge
schlossen sind oder die Ventile in den Leitungen 6 und 7
geschlossen und die Ventile in den Leitungen 6' und 7'
offen sind. Auf diese Weise wird erreicht, dass in Zeitin
tervallen alternierend jeweils das Harzbett in der offenen
Verbindungsleitung zur Entfernung von Kohlendioxid zur Ver
fügung steht, während das andere in der offenen Konzentrat
abflussleitung angeordnet ist und die vom anderen Harzbett
abgegebenen Kationen abfängt und dadurch regeneriert wird.
In den Fig. 3 und 4 sind die Verbindungsleitungen so
angeordnet, dass die Regeneration mittels Konzentrat in
Fig. 3 im Gleichstrom-, in Fig. 4 im Gegenstromverfahren
erfolgt. Ferner ist in der Konzentratabflussleitung 7, 7'
zwischen dem Konzentratauslass 13 und dem Harzbett 14, 15
eine Einrichtung 25 zum Zudosieren von Lauge vorgesehen, um
allfällige Kationenverluste auszugleichen, und das Konzen
trat aus der dritten Umkehrosmoseeinheit 16 wird über eine
Rückleitung 21, die den Konzentratauslass 20 mit der Kon
zentratabflussleitung 7, 7' an einer Stelle 24 zwischen dem
Konzentratauslass 13 und der Dosiereinrichtung 25 verbin
det, dem Konzentrat der zweiten Umkehrosmoseeinheit 9 zuge
führt.
Claims (25)
1. Wasseraufbereitungsverfahren, bei dem das zu behandelnde Wasser einer
ersten Umkehrosmoseeinheit (1) und das als Permeat aus dieser ersten
Umkehrosmoseeinheit (1) austretende vorgereinigte Wasser einer zweiten
Umkehrosmoseeinheit (9) zugeführt wird, wobei das aus der ersten Umkehr
osmoseeinheit (1) austretende vorgereinigte Wasser zur Verringerung der
Kohlendioxidkonzentration vor dem Eintritt in die zweite Umkehrosmoseein
heit (9) durch ein Harzbett (14) eines Ionenaustauschers geleitet wird, da
durch gekennzeichnet, dass als Ionenaustauscherharz ein beladenes
schwach saures Kationenaustauscherharz eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Alkali
metallionen oder Ammoniumionen beladenes schwach saures Kationen
austauscherharz verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Natrium
ionen beladenes schwach saures Kationenaustauscherharz verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
neben einem ersten Harzbett (14) eines schwach sauren Kationenaustau
scherharzes, dem das aus der ersten Umkehrosmoseeinheit (1) austretende
Permeat zugeführt und dessen Perkolat in die zweite Umkehrosmoseeinheit
(9) eingespeist wird, ein zweites Harzbett (15) eines schwach sauren Katio
nenaustauscherharzes eingesetzt wird, dem aus dem Konzentratauslass
(13) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) austretendes Konzentrat zuge
führt wird und aus dem ein zweites Perkolat anfällt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das zweite
Perkolat dem Speisewasser der ersten Umkehrosmoseeinheit (1) zuführt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die bei
den Harzbette (14, 15) in Zeitintervallen alternierend so betrieben werden,
dass das aus der ersten Umkehrosmoseeinheit (1) austretende Permeat
dem ersten (14) bzw. zweiten (15) Harzbett zugeführt, das aus dem ersten
(14) bzw. zweiten (15) Harzbett anfallende Perkolat in die zweite Umkehros
moseeinheit (9) eingespeist und das aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit
(9) austretende Konzentrat dem zweiten (15) bzw. ersten (14) Harzbett zu
geführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass man dem
Konzentrat aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) vor dem Eintritt in das
Harzbett (14, 15) Lauge zudosiert, um Kationenverluste auszugleichen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
als semipermeable Membran (10) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) ei
ne positiv geladene Membran verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) austretende Permeat einem
Harzbett (23) eines schwach sauren Kationenaustauschers in der H+-Form
zugeführt und Reinwasser als Perkolat aus dem Harzbett (23) gewonnen
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das aus der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) austretende Permeat einer
dritten Umkehrosmoseeinheit (16) zugeführt wird und Reinwasser als Per
meat aus der dritten Umkehrosmoseeinheit (16) gewonnen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als semiper
meable Membran (17) der dritten Umkehrosmoseeinheit (16) eine positiv
geladene Membran verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das
Konzentrat aus der dritten Umkehrosmoseeinheit (16) dem Konzentrat aus
der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) vor dessen Eintritt in das Harzbett (14,
15) zugeführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass als semipermeable Membran (10) der zweiten Umkehrosmoseeinheit
(9) eine negativ geladene Membran verwendet wird.
14. Wasseraufbereitungsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An
spruch 1, umfassend eine erste Umkehrosmoseeinheit (1), die mindestens
eine semipermeable Membran (2), welche die Umkehrosmoseeinheit (1) in
eine Speisewasserseite und eine Permeatseite unterteilt, einen Speisewas
sereinlass (3) zur Zufuhr von zu behandelndem Wasser, einen Permeataus
lass (4) und einen speisewasserseitigen Konzentratauslass (5) aufweist, ein
Harzbett (14) eines beladenen schwach sauren Kationenaustauscherharzes,
eine zweite Umkehrosmoseeinheit (9), die mindestens eine semipermeable
Membran (10), welche die Umkehrosmoseeinheit (9) in eine Speisewasser
seite und eine Permeatseite unterteilt, einen Speisewassereinlass (11), ei
nen Permeatauslass (12) für austretendes Reinwasser und einen speise
wasserseitigen Konzentratauslass (13) aufweist, und eine Verbindungslei
tung (6), die den Permeatauslass (4) der ersten Umkehrosmoseeinheit (1)
mit dem Speisewassereinlass (11) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9)
verbindet, wobei das Harzbett (14) in der Verbindungsleitung (6) angeordnet
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, das das schwach
saure Kationenaustauscherharz mit Alkalimetallionen oder Ammoniumionen,
vorzugsweise mit Natriumionen, beladen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass an
den Konzentratauslass (13) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) eine Kon
zentratabflussleitung (7) angeschlossen ist, in der ein zweites Harzbett (15)
eines schwach sauren Kationenaustauscherharzes angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass neben einer
ersten Verbindungleitung (6), die den Permeatauslass (4) der ersten Umkeh
rosmoseeinheit (1) mit dem Speisewassereinlass (11) der zweiten Umkehr
osmoseeinheit (9) verbindet und in der ein erstes Harzbett (14) eines
schwach sauren Kationenaustauscherharzes angeordnet ist, und einer er
sten Konzentratabflussleitung (7), die an den Konzentratauslass (13) der
zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) angeschlossen ist und in der ein zweites
Harzbett (15) eines schwach sauren Kationenaustauscherharzes angeordnet
ist, eine zweite Verbindungsleitung (6'), die den Permeatauslass (4) der er
sten Umkehrosmoseeinheit (1) mit dem Speisewassereinlass (11) der zwei
ten Umkehrosmoseeinheit (9) verbindet und in der das zweite Harzbett (15)
angeordnet ist, und eine zweite Konzentratabflussleitung (7'), die an den
Konzentratauslass (13) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) angeschlos
sen ist und in der das erste Harzbett (14) angeordnet ist, vorgesehen sind
und in den Verbindungsleitungen (6, 6') und in den Konzentratabflussleitun
gen (7, 7') vor und nach den Harzbetten (14, 15) Sperrventile eingebaut
sind, die so schaltbar sind, dass entweder die Sperrventile in der ersten Ver
bindungsleitung (6) und in der ersten Konzentratabflussleitung (7) geöffnet
und die Sperrventile in der zweiten Verbindungsleitung (6') und in der zwei
ten Konzentratabflussleitung (7') geschlossen sind oder die Sperrventile in
der ersten Verbindungsleitung (6) und in der ersten Konzentratabflussleitung
(7) geschlossen und die Sperrventile in der zweiten Verbindungleitung (6')
und in der zweiten Konzentratabflussleitung (7') geöffnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die
Konzentratabflussleitung (7) bzw. Konzentratabflussleitungen (7, 7') mit dem
Speisewassereinlass (3) der ersten Umkehrosmoseeinheit (1) verbunden
sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Konzentratabflussleitung (7) bzw. den Konzentratabflussleitun
gen (7, 7') zwischen dem Konzentratauslass (13) und dem Harzbett (14, 15)
eine Einrichtung (25) zum Zudosieren von Lauge vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass die semipermeable Membran (10) der zweiten Umkehrosmoseeinheit
(9) eine positiv geladene Membran ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass an den Permeatauslass (12) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) ei
ne Permeatabflussleitung angeschlossen ist, in der ein Harzbett (23) eines
schwach sauren Kationenaustauscherharzes in der H+-Form angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, gekennzeichnet durch ei
ne dritte Umkehrosmoseeinheit (16), die mindestens eine semipermeable
Membran (17), welche die Umkehrosmoseeinheit (16) in eine Speisewas
serseite und eine Permeatseite unterteilt, einen Speisewassereinlass (18),
einen Permeatauslass (19) für austretendes Reinwasser und einen speise
wasserseitigen Konzentratauslass (20) aufweist, und eine Zuleitung, die den
Permeatauslass (12) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) mit dem Spei
sewassereinlass (18) der dritten Umkehrosmoseeinheit (16) verbindet.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22 dadurch gekennzeichnet, dass die semiper
meable Membran (17) der dritten Umkehrosmoseeinheit (16) eine positiv
geladene Membran ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Rückleitung (21) den Konzentratauslass (20) der dritten Umkehrosmoseein
heit (16) mit der Konzentratabflussleitung bzw. den Konzentratabflussleitun
gen (7, 7') der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) an einer Stelle zwischen
dem Konzentratauslass (13) der zweiten Umkehrosmoseeinheit (9) und dem
Harzbett (14, 15) verbindet.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
dass die semipermeable Membran (10) der zweiten Umkehrosmoseeinheit
(9) eine negativ geladene Membran ist.
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|---|---|---|---|
| DE19805317A DE19805317C2 (de) | 1998-02-10 | 1998-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zur Wasseraufbereitung |
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