DE10027225A1 - Verfahren zur automatischen Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf einen wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschluss eines Telekommunikationsnetzes und hierfür verwendbares Netzabschlussgerät - Google Patents
Verfahren zur automatischen Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf einen wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschluss eines Telekommunikationsnetzes und hierfür verwendbares NetzabschlussgerätInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf die Konfiguration des Netzanschlusses eines Telekommunikationsnetzes, welcher wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfiguriert ist. Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung ein zur Durchführung des Verfahrens verwendbares Netzabschlussgerät. DOLLAR A Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Netzabschlussgerät zu schaffen und ein entsprechendes Verfahren anzugeben, welche die automatische Anpassung an die Konfiguration des Netzanschlusses ohne Eingriffe in die Systeme des Netzbetreibers ermöglichen. DOLLAR A Die Aufgabe wird gelöst, indem am Netzanschluss ständig die Spannung auf der Netzanschlussleitung gemessen, ein dabei erhaltenes Ergebnissignal einer Steuerschaltung zugeführt und durch diese Steuerschaltung eine geräteinterne Umschaltung des Signalwegs in der Weise vorgenommen wird, dass im Falle der Konfiguration des Netzanschlusses als Zugang zum ISDN-Netz in den Signalweg zwischen dem Netzanschluss und den Anschlüssen für Telekommunikationsendgeräte innerhalb des Netzabschlussgerätes eine NT-Schaltung eingeschleift wird, welche eine S¶0¶-Schnittstelle bereitstellt, während andernfalls die Netzanschlussleitung direkt auf die Anschlüsse für die Endgeräte durchgeschaltet wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Einstellung einer Netzabschluss
einrichtung auf die Konfiguration des Netzanschlusses eines Telekommunikationsnetzes,
welcher wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfiguriert ist.
Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung ein zur Durchführung des Verfahrens ver
wendbares Netzabschlussgerät.
Das Fernsprechnetz ist heute in Deutschland vollständig digitalisiert. Landesweit ist
jedoch noch eine Vielzahl analoger Kommunikationsendgeräte im Einsatz. Daher sind die
Netzanschlüsse des Fernsprechnetzes je nach Kundenwunsch wahlweise als digitale
ISDN-Anschlüsse oder als analoge Anschlüsse konfiguriert. Die Konfiguration des
jeweiligen Anschlusses, hinsichtlich seiner Leistungsmerkmale und
Anschlusscharakteristik, wird in den Vermittlungsstellen vom Netzbetreiber durch
entsprechende Einstellungen vorgenommen. Um Standard-ISDN-Geräte an einem als
Zugang zum ISDN-Netz konfigurierten Netzanschluss nutzen zu können, ist es erfor
derlich, an dem Anschluss eine sogenannte Netzabschlusseinheit (NTBA) vorzusehen.
Durch diese Netzabschlusseinheit wird die zum Betrieb der ISDN-Geräte erforderliche
S0-Schnittstelle zur Verfügung gestellt. Bisher ist es allgemein üblich, dass nach der in
einer Vermittlungsstelle durchgeführten Konfiguration eines Netzanschlusses für eine
ISDN-Übertragung ein Techniker vor Ort beim Kunden die Netzabschlusseinheit instal
liert. Soll ein ursprünglich für die Nutzung des ISDN-Netzes konfigurierter Anschluss aus
irgendwelchen Gründen wieder als analoger Anschluss betrieben werden; nimmt eben
falls im allgemeinen ein Techniker die entsprechende Rückschaltung des Anschlusses
beim Kunden vor.
Durch die DE 198 10 560 A1 ist eine Netzabschlusseinrichtung bekannt geworden,
welche sich automatisch auf die Konfiguration des Netzanschlusses als ISDN-Zugang
oder als analoger Zugang einstellt. Die in der Schrift dargestellte Einrichtung verfügt dazu
über eine Schaltungseinheit, in welcher eine spezielle Prüfroutine abläuft. Zum Zweck der
Erkennung der jeweiligen Konfiguration des Netzanschlusses wird dabei von der
genannten Schaltungseinheit eine Aktivierungsanforderung an das Netz ausgesandt und
eine gegebenenfalls erfolgende Rückantwort aus dem Netz bzw. deren Unterbleiben
ausgewertet oder eine vom Netz selbst eingehende Aktivierungsanforderung unmittelbar
zur Auswertung der Konfiguration des Anschlusses genutzt. Als nachteilig bei der durch
die Schrift offenbarten Lösung ist es anzusehen, dass die Netzabschlusseinrichtung einen
verhältnismäßig komplizierten Aufbau aufweist und das außerdem im Hinblick auf die
Beantwortung einer Aktivierungsanforderung oder das eigenständige Aussenden einer
solchen Aktivierungsanforderung vom Netz entsprechende Veränderungen in den
Systemen des Netzbetreibers vorgenommen werden müssen. Dies ist mit nicht
unbeträchtlichen Kosten verbunden, bringt aber auch die Schwierigkeit mit sich, dass
einige dieser Systeme technisch nicht ohne weiteres auf dieses Erfordernis umgerüstet
werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mittels welchem
eine automatische Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf einen wahlweise als
Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschluss mittels
eines einfach aufgebauten Gerätes und ohne Eingriffe in die Systeme des Netzbetreibers
realisiert werden kann. Weiterhin besteht die Aufgabe darin, ein zur Durchführung des
Verfahrens verwendbares Netzabschlussgerät zu schaffen.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Ein zur Durch
führung des Verfahrens verwendbares Netzabschlussgerät ist durch die Merkmale des
Patentanspruchs 4 charakterisiert: Vorteilhafte Weiterbildungen bzw. Ausgestaltungen der
Erfindung sind die durch die jeweiligen Unteransprüche gegeben. Gemäß der Erfindung
erfolgt die automatische Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf einen wahlweise
als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschluss nach
folgenden Verfahrensschritten:
- a) An dem Netzanschluss wird ständig die Spannung auf der Netzanschlussleitung gemessen.
- b) Ein aus der Spannungsmessung nach Schritt a) resultierendes Ergebnissignal wird einer Steuerschaltung zugeführt.
- c) Durch die Steuerschaltung wird in Abhängigkeit des Ergebnissignals eine Um schaltung der Signalwege in der Netzabschlusseinrichtung veranlasst. Die Umschaltung geschieht in der Weise, dass im Falle der Konfiguration des Netz anschlusses als Zugang zum ISDN-Netz in den Signalweg zwischen dem Netzanschluss und den Anschlüssen für den Anschluss von Telekommunikationsend geräten innerhalb des Netzabschlussgerätes eine NT-Schaltung eingeschleift wird, welche eine S0-Schnittstelle bereitstellt. Für den Fall, dass der Netzanschluss als analoger Zugang konfiguriert ist, wird die Netzanschlussleitung direkt auf die Anschlüsse für die Endgeräte (Ausgänge der Netzabschlusseinrichtung) durch geschaltet.
Im Sinne der Erfindung meint die Formulierung des wahlweise als Zugang zum ISDN-
Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschlusses dessen Einrichtung bzw.
Merkmale aus der Sicht des Endteilnehmers. Dabei ist es ohne Belang, ob sich der Netz
anschluss als ISDN-Zugang oder analoger Zugang darstellt, weil entsprechende
elektronische Komponenten in der Vermittlungsstelle auf elektronischem Wege tat
sächlich wahlweise und frei zur Bereitstellung eines ISDN- oder analogen Anschlusses
einstellbar sind oder ob hierfür auf der Seite des Netzanbieters umfangreiche Schalt- oder
gar Umklemmvorgänge erforderlich sind. Die Erfindung bleibt hiervon unberührt, da es
insoweit nur auf die, die eine oder die andere Anschlussart charakterisierenden
Spannungsverhältnisse auf der Netzanschlussleitung beim Endteilnehmer ankommt.
Vorteilhafterweise ist das Verfahren zudem so ausgestaltet, dass die Netzabschluss
einrichtung in dem Fall, dass die Netzanschlussleitung spannungsfrei, also offen ist, sich
ebenso verhält wie beim Anschluss an einen als Zugang zum analogen Netz konfi
gurierten Netzanschluss, also die Netzanschlussleitung unmittelbar auf die Ausgänge der
Netzabschlusseinrichtung durchgeschaltet wird.
Das Verfahren ist zweckmäßigerweise und unter Berücksichtigung der technischen
Gegebenheiten des Fernsprechnetzes so ausgestaltet, dass bei einer an der
Netzanschlussleitung gemessenen Spannung zwischen 60 bis 70 V die Netzanschluss
leitung direkt auf die Anschlüsse für die Endgeräte durchgeschaltet wird, während bei
einer Spannung von 90 V oder mehr die NT-Schaltung mit der S0-Schnittstelle zum
Anschluss von ISDN-Geräten in den internen Signalweg der Netzabschlusseinrichtung
eingeschleift wird.
Das erfindungsgemäße Netzabschlussgerät stellt im Zuge der Ausführung des erfindungs
gemäßen Verfahrens, abhängig von der Art des Netzzugangs, automatisch einen
S0/ISDN- bzw. I 430-Anschluss für ISDN-Endgeräte oder einen analogen a/b-Anschluss
zum Anschluss analoger Telekommunikationsendgeräte an das Kommunikationsnetz
bereit. Zur Umsetzung des Verfahrens umfasst das Netzabschlussgerät im Wesentlichen
eine Leitungsprüfeinheit zur Messung der Spannung auf der Netzanschlussleitung, eine
Steuereinheit, von der Steuereinheit gesteuerte Schaltmittel und eine NT-Schaltung zur
Bereitstellung der S0-Schnittstelle. Die genannten Einheiten sind in der Weise mit
einander verschaltet, dass die Spannung auf der Netzanschlussleitung durch die
Leitungsprüfeinheit ständig und unmittelbar am Netzanschluss gemessen wird, das
hieraus in der Leitungsprüfeinheit gebildete Ergebnissignal der Steuereinheit zugeführt
und die Schaltmittel von der Steuereinheit in Abhängigkeit der Spannung auf der Netz
anschlussleitung so betätigt werden, dass entweder die Netzanschlussleitung unmittelbar
auf die Ausgänge des Netzabschlussgerätes durchgeschaltet ist oder die Ausgänge des
Gerätes über die NT-Schaltung mit der Netzanschlussleitung verbunden sind. Bei der NT-
Schaltung selbst handelt es sich um eine in bekannter Weise aufgebaute Net-Termination-
Einheit, also üblicherweise um eine Einheit, welche eine Anpassung zwischen den
Spezifikationen des uk0-Übertragungsverfahrens und der S0-Schnittstelle vornimmt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Netzabschlussgerätes ist parallel
zu der bei einer entsprechenden Spannung auf der Netzanschlussleitung von den Schalt
mitteln hergestellten unmittelbaren zweiadrigen Verbindung zwischen der
Netzanschlussleitung und den Ausgängen des Netzabschlussgerätes ein passiver Prüf
abschluss angeordnet. Die Schaltmittel, welche zum Umschalten des Signalweges
verwendet werden, können in unterschiedlichster Weise ausgebildet sein. Gemäß einer
vorteilhaften, weil einfachen Variante, handelt es sich bei den Schaltmitteln um die
Kontakte eines in der Steuereinheit angeordneten Relais. Dabei ist die Ruhestellung der
Kontakte des Relais vorzugsweise so festgelegt, dass sie derjenigen Schaltstellung
entspricht, welche die Kontakte einnehmen, wenn von der Leitungsprüfeinheit des
Netzabschlussgerätes ein als analoger Zugang konfigurierter Netzanschluss detektiert
wird. Denkbar ist es aber auch, im Hinblick auf eine mögliche Verringerung des Strom
verbrauchs, als Schaltmittel bistabile Relais oder Halbleiterschalter einzusetzen.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des Netzabschlussgerätes sind außerdem Mittel zur
Signalisierung seines jeweiligen Schaltzustandes und damit zur Kenntlichmachung der
jeweils bestehenden Konfiguration eines intakten Netzanschlusses vorgesehen. Im
praktischen Einsatzfall handelt es sich bei den Signalisierungsmitteln vorzugsweise um
LEDs. Dabei kann der jeweilige Schaltzustand des Netzabschlussgerätes, je nach dessen
Ausführung, durch nur eine, den jeweiligen Schaltzustand durch Leuchten oder Nicht
leuchten signalisierende LED angegeben werden oder durch eine mehrfarbige bzw.
mehrere vorzugsweise verschiedenfarbige LEDs gekennzeichnet werden. Der einfache
Aufbau des erfindungsgemäßen Gerätes macht es möglich, die Spannungsversorgung der
Einheiten des Gerätes durch die auf der Netzanschlussleitung liegende Spannung zu
gewährleisten. Hierzu ist in das Netzabschlussgerät eine Stromversorgungseinheit
integriert, welche die für die Versorgung der Geräteeinheiten erforderlichen Spannungs
werte aus der Netzspannung des Kommunikationsnetzes gewinnt.
In Weiterbildung und unter Beibehaltung des grundsätzlichen Prinzips des erfindungs
gemäßen Netzabschlussgerätes kann dessen Steuerschaltung einen Speicher zur
Hinterlegung von Konfigurationsdaten umfassen. Hierdurch wird es möglich; die
Bedingungen, nach welchen das Gerät die internen Signalwege umschaltet, sofern
erforderlich, an andere Spannungswerte auf der Netzanschlussleitung anzupassen.
Das erfindungsgemäße Netzabschlussgerät zeichnet sich durch einen sehr einfachen Auf
bau aus. Durch die permanente Auswertung der Spannung auf der Netzanschlussleitung
wird gewährleistet, dass sich das Gerät hinsichtlich der Beschaltung seiner Ausgänge
zuverlässig und unmittelbar an die jeweilige Konfiguration des Netzanschlusses anpasst.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Gerät die geforderte Funktion ohne Veränderungen
an Systemen des Netzbetreibers zur Verfügung stellt. Durch die weiterhin vorgeschlagene
Integration eines passiven Prüfabschlusses wird zudem die Möglichkeit einer Fernüber
prüfling insbesondere der NT-Schaltung des Netzabschlussgerätes eröffnet, was im
Zusammenhang mit der Erläuterung des Ausführungsbeispiels noch genauer dargestellt
werden soll.
Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden.
In der hierzu dienenden Fig. 1 ist ein grundsätzliches Blockschaltbild des erfindungs
gemäßen Netzabschlussgerätes dargestellt, anhand welchem auch noch einmal auf das
Verfahren eingegangen wird.
Das Netzabschlussgerät umfasst, wie aus der Figur ersichtlich, eine NT-Schaltung 1, eine
Leitungsprüfeinheit 3, eine Steuerschaltung 9 und Schaltmittel 7, 8, durch welche die
Signalwege geräteintern in Abhängigkeit von der Spannung auf der Netzanschluss
leitung 2 geschaltet werden. Hierzu bestehen zwischen der Leitungsprüfeinheit 3, der
Steuereinheit 9 und den Schaltmitteln entsprechende, gestrichelt dargestellte Steuer
verbindungen. Mittels der Leitungsprüfeinheit 3, welche parallel an der
Netzanschlussleitung 2 liegt, wird ständig der Spannungspegel der Netzanschlussleitung 2
gemessen. Aus dem gemessenen Spannungswert wird ein Signal (Ergebnissignal)
abgeleitet und der Steuereinheit 9 zugeführt. In Abhängigkeit dieses Signals und damit in
Abhängigkeit von der Spannung auf der Netzanschlussleitung 2 werden die Schaltmit
tel 7; 8 durch die Steuereinheit 9 betätigt. Sofern die Spannung auf der
Netzanschlussleitung 2 zwischen 60 und 70 V liegt, ist der Netzanschluss als analoger
Zugang konfiguriert. Durch die Steuereinheit 9 werden die Schaltmittel 7; 8 in diesem
Falle in die in der Figur dargestellte Schaltposition gebracht bzw. verbleiben in dieser
Schaltposition, welche gleichzeitig der Ruheposition der in dem Beispiel als Relais
kontakte ausgebildeten Schaltmittel 7; 8 entspricht. Das Zugehörige Relais ist, für den
Fachmann, obwohl nicht dargestellt, sofort erkennbar, Bestandteil der Steuerein
richtung 9. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass bei der angegebenen Schaltposition der
Schaltmittel 7; 8 die Netzanschlussleitung 2 unmittelbar auf die Ausgänge a, b; a1, b1 des
Netzabschlussgerätes durchgeschaltet ist.
Für den Fall, dass der Netzanschluss als ISDN-Anschluss konfiguriert ist, wird mittels der
Leitungsprüfeinheit 3 eine Spannung von 90 V und höher (u. U. auch impulsweise) auf der
Netzanschlussleitung 2 gemessen. Veranlasst durch ein entsprechendes, in diesem Falle
von der Leitungsprüfeinheit 2 ausgegebenes Ergebnissignal schaltet die Steuereinheit 9
die Schaltmittel 7; 8 in eine von der dargestellten Figur abweichende Schaltstellung.
Dadurch wird in die Verbindung zwischen der Netzanschlussleitung 2 und den
Ausgängen a1, b1; a2, b2 des Netzabschlussgerätes automatisch die NT-Schaltung 1
eingeschleift und die entsprechenden Ausgänge a1, b1; a2, b2 des Netzabschlussgerätes
wirken als S0-Schnittstelle. Bei der NT-Schaltung 1 handelt es sich um eine in bekannter
Weise ausgeführte Schaltung, durch welche im Wesentlichen eine Anpassung der
S0-Schnittstelle an die Spezifikationen des uk0-Übertragungsverfahrens im ISDN-Netz
erfolgt.
In dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 ist zusätzlich ein passiver Prüfabschluss 4
vorgesehen. Dieser passive Prüfabschluss 4 liegt parallel zu der im Falle einer Konfigu
ration des Netzanschlusses als Analogzugang bzw. bei offener Netzanschlussleitung 2
gebildeten Direktverbindung zwischen der Netzanschlussleitung 2 und den Aus
gängen a, b; a1, b1 des Netzabschlussgerätes. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine
Fernprüfung des Gerätes ermöglicht. Dazu kann bei Störungen die Leitung zwischen der
Vermittlungsstelle und dem Netzanschluss des Kunden aufgetrennt und ein geeignetes
Messsystem in die Übertragungsstrecke einbezogen werden. In Folge der Ruhestellung
der Kontakte 7; 8 des in die Steuerschaltung 9 integrierten Relais ist der passive Prüf
abschluss 4, wie bei einer TAE üblich, mit der Netzanschlussleitung 2 verbunden. Im
Falle dessen, dass für den Prüfabschluss die vorgegebenen Werte an dem Messsystem
festgestellt werden, ergibt sich hieraus unmittelbar die Information, dass ein Fehler in der
NT-Schaltung 1 vorliegt, wenn die fernsteuerbare NT-Schleife nicht vorliegt.
Das im Beispiel dargestellte Netzabschlussgerät ist, gemäß seinem prinzipiellen Aufbau,
ohne den Anschluss an eine externe Fremdspannungsquelle funktionsfähig. Alle
Schaltungsteile werden durch eine Stromversorgungseinheit 10 versorgt, welche die im
Gerät benötigten Spannungen aus der Netzspannung des Kommunikationsnetzes gewinnt.
Es liegt dabei durchaus im Bereich technischer Möglichkeiten, die Stromversorgungs
einheit 10 so auszulegen, dass sie die entsprechenden Spannungswerte unabhängig davon
bereitstellt, ob der Netzanschluss (Anschluss des Kommunikationsnetzes) als analoger
Zugang bzw. als Zugang zum digitalen ISDN-Netz konfiguriert ist, also die Spannung auf
der Netzanschlussleitung 2 60 V-70 V bzw. über 90 V beträgt.
Die Steuereinheit 9 kann gemäß einer Weiterbildung des dargestellten Gerätes einen in
der Figur nicht dargestellten Speicher zur Hinterlegung von Konfigurierungsdaten um
fassen. Hierdurch wird es möglich, das Netzabschlussgerät gegebenenfalls an andere bzw.
künftige Netzspezifikationen anzupassen.
1
NT-Schaltung
2
Netzanschlussleitung
3
Leitungsprüfeinheit
4
passiver Prüfabschluss
5
analoger a/b-Anschluss
6
S0
/ISDN-Anschluss
7
;
8
Schaltmittel; (Schalt-)Kontakte
9
Steuereinheit
10
Stromversorgungseinheit
Claims (11)
1. Verfahren zur automatischen Einstellung einer Netzabschlusseinrichtung auf einen
wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz oder zum analogen Netz konfigurierten Netz
anschluss eines Telekommunikationsnetzes, indem
- a) ständig die Spannung auf der Netzanschlussleitung gemessen wird,
- b) ein aus der Spannungsmessung nach Schritt a) resultierendes Ergebnissignal einer Steuerschaltung zugeführt wird,
- c) durch die Steuerschaltung in Abhängigkeit des Ergebnissignals eine Umschaltung des Signalweges in der Netzabschlusseinrichtung in der Weise veranlasst wird, dass im Falle der Konfiguration des Netzanschlusses als Zugang zum ISDN-Netz in den Signalweg zwischen dem Netzanschluss und den Anschlüssen für den Anschluss von Endgeräten an die Netzabschlusseinrichtung eine eine S0-Schnitt stelle bereitstellende NT-Schaltung eingeschleift wird, während für den Fall, dass der Netzanschluss für den Zugang zum analogen Netz konfiguriert ist, die Netz anschlussleitung direkt auf die Anschlüsse für die Telekommunikationsendgeräte durchgeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass die Netz
anschlussleitung spannungslos, das heißt, offen ist, ebenso wie bei einer
Konfiguration des Netzanschlusses für den Zugang zum analogen Netz die Netzan
schlussleitung direkt auf die Anschlüsse für die Telekommunikationsendgeräte
durchgeschaltet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer an der
Netzänschlussleitung gemessenen Spannung zwischen 60 V und 70 V die Netz
anschlussleitung direkt auf die Anschlüsse für die Endgeräte durchgeschaltet wird,
während bei einer Spannung von 90 V oder mehr die NT-Schaltung mit der
S0-Schnittstelle zum Anschluss von ISDN-Endgeräten eingeschleift wird.
4. Netzabschlussgerät zum Anschluss an einen wahlweise als Zugang zum ISDN-Netz
oder zum analogen Netz konfigurierten Netzanschluss eines Kommunikationsnetzes,
welches abhängig von der Art des Netzzugangs automatisch gesteuert einen
S0/ISDN-Anschluss (6) zum Anschluss von ISDN-Endgeräten oder einen analogen
a/b-Anschluss (5) zum Anschluss analoger Endgeräte an das Kommunikationsnetz
bereitstellt, im Wesentlichen umfassend eine Leitungsprüfeinheit (3) zur Messung der
Spannung auf der Netzanschlussleitung (2), eine Steuereinheit (9), von der Steuer
einheit (9) gesteuerte Schaltmittel (7; 8) und eine NT-Schaltung (1) zur Bereitstellung
einer S0-Schnittstelle zum Anschluss von ISDN-Endgeräten, wobei die vorgenannten
Einheiten in der Weise miteinander verschaltet sind, dass die Spannung auf der Netz
anschlussleitung (2) durch die Leitungsprüfeinheit (3) ständig und unmittelbar am
Netzanschluss gemessen, ein hieraus in der Leitungsprüfeinheit (3) gebildetes Ergeb
nissignal der Steuereinheit (9) zugeführt und die Schaltmittel (7, 8) von der
Steuereinheit (9) betätigt, in Abhängigkeit der Spannung auf der Netzanschluss
leitung (2), die Netzanschlussleitung (2) unmittelbar auf die Ausgänge (a, b; a1, b1)
des Netzabschlussgerätes durchschalten oder die Ausgänge (a1, b1; a2, b2) des Netz
abschlussgerätes über die NT-Schaltung (1) mit der Netzanschlussleitung (2)
verbinden.
5. Netzabschlussgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der bei
einer entsprechenden Spannung auf der Netzanschlussleitung (2) von den Schalt
mitteln (7; 8) hergestellten unmittelbaren zweiadrigen Verbindung zwischen der
Netzanschlussleitung (2) und den Ausgängen (a, b; a1, b1) des Netzabschlussgerätes
ein passiver Prüfabschluss (4) angeordnet ist.
6. Netzabschlussgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei
den Schaltmitteln (7; 8) um die Kontakte eines in der Steuereinheit (9) angeordneten
Relais handelt, wobei in der Ruhestellung der Kontakte die Netzanschlussleitung (2)
unmittelbar auf die Ausgänge (a, b; a1, b1) des Netzabschlussgerätes durchgeschaltet
ist, also derjenigen Schaltstellung entspricht, welche die Kontakte einnehmen, wenn
von der Leitungsprüfeinheit (9) des Netzabschlussgerätes ein als analoger Zugang
konfigurierter Netzanschluss detektiert wird.
7. Netzabschlussgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Netzabschlussgerät Mittel zur Signalisierung seines jeweiligen Schaltzustandes
und damit zur Kenntlichmachung der jeweils bestehenden Konfiguration eines
intakten Netzanschlusses aufweist.
8. Netzabschlussgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Signali
sierungsmittel durch mindestens eine, den Schaltzustand durch Leuchten oder
Nichtleuchten signalisierende LED, um eine Mehrfarb-LED oder um mehrere,
vorzugsweise verschiedenfarbige LEDs handelt.
9. Netzabschlussgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Steuerschaltung (9) ein Speicher zur Hinterlegung von Konfigurierungsdaten
für das Netzabschlussgerät vorgesehen ist.
10. Netzabschlussgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
in das Gerät eine Stromversorgungseinheit (10) integriert ist, welche die Versorgungs
spannung für die Geräteeinheiten aus der Spannung auf der Netzanschlussleitung (2)
gewinnt.
11. Netzabschlussgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auch die
Spannungsversorgung der NT-Schaltung durch die Stromversorgungseinheit (10)
erfolgt.
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Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9320563U1 (de) * | 1993-07-29 | 1994-09-15 | Grundig E.M.V. Elektro-Mechanische Versuchsanstalt Max Grundig holländ. Stiftung & Co KG, 90762 Fürth | Steuereinrichtung zur automatischen Nachrichtenweiterleitung an eines der angeschlossenen Endgeräte |
| US5627827A (en) * | 1994-02-04 | 1997-05-06 | Omnilink Corporation | Automatic service cutover for ISDN private exchange |
| US5956385A (en) * | 1997-03-12 | 1999-09-21 | Harris Corporation | Test set interface for automatically detecting line type |
| DE19843601A1 (de) * | 1998-09-23 | 2000-03-30 | Alcatel Sa | Netzabschlußeinrichtung eines Telekommunikationsnetzes |
-
2000
- 2000-05-31 DE DE2000127225 patent/DE10027225A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (4)
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