DE10026099A1 - Verschluss für ein Behältnis - Google Patents
Verschluss für ein BehältnisInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen im Kunststoffspritzverfahren hergestellten Verschluss (V) für ein Behältnis (4) wie eine Flasche, mit einem Verschlussunterteil (1) und einstückig klappgelenkig (7) angebundener Verschlusskappe (2), wobei im Zuge des Verschließens eine Feder zu überwinden ist, welche Feder aus einer in dem Verschlussunterteil (1) freistehenden Zunge (16) besteht, die durch einen Auslenkfinger (21), der an der Verschlusskappe (2) ausgebildet ist, baufschlagt wird, und schlägt zur Erzielung einer verbesserten Schnäpperwirkung sowie geschützten Unterbringung der sie erbringenden Mittel vor, dass die Federzunge (16) in einer Tasche (17) des Verschlusssunterteils (1) ausgeformt ist, welche zur Rückseite (18) des Verschlusses (V) hin durch eine Abschlusswand (19) verschlossen ist und wobei zwischen der Abschlusswand (19) und der Federzunge (16) ein Aufnahmeraum (24) für den Auslenkfinger (21) in Verschlussstellung ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen im Kunststoff
spritzverfahren hergestellten Verschluss für ein Behält
nis wie eine Flasche, mit einem Verschlussunterteil und
einstückig klappgelenkig angebundener Verschlusskappe,
wobei im Zuge des Verschließens der Verschlusskappe
eine Feder zu überwinden ist, welche Feder aus einer in
dem Verschlussunterteil freistehenden Federzunge be
steht, die durch einen Auslenkfinger, der an der
Verschlusskappe ausgebildet ist, beaufschlagt wird.
Ein Verschluss dieser Art ist beispielsweise durch das
DE-GM 76 31 199 bekannt. Nach Verlassen einer Totpunkt
stellung wird die Verschlusskappe unter Nutzung der
Federkraft der Federzunge schließ- bzw. Öffnungsbeauf
schlagt. Es besteht eine Art Schnäpperwirkung. Beim ge
nannten Vorläufer befindet sich die freistehende Feder
zunge in einer nach außen hin offenen Nische. Das kann
sichtoffene Schmutznester bedeuten. Wird andererseits
ein Reinigen versucht, sind die die Schnappwirkung
bringenden Teile ungeschützt. Sie können ungünstig
stensfalls abbrechen. Andererseits beeinträchtigt die
Freilage dieser Mittel das ästhetische Äußere entspre
chender Verschlüsse.
Durch die GB-2 076 378 A existiert der Vorschlag, die
Federzunge an der Verschlusskappe auszubilden. Die
Federzunge überläuft wälzend einen Nocken des
Verschlussunterteils. Bezüglich des Nockens handelt es
sich um eine vertikale Verlängerung der Wandung des
Unterteils.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen
Verschluss bezüglich er Schnappwirkung und der Ausge
staltung der Mittel zu verbessern.
Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei
einem Verschluss mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass die Federzun
ge in einer Tasche des Verschlussunterteils ausgeformt
ist, welche zur Rückseite des Verschlusses hin durch
eine Abschlusswand verschlossen ist und wobei zwischen
der Abschlusswand und der Federzunge ein Aufnahmeraum
für den Auslenkfinger in der Verschlussstellung ausge
bildet ist.
Zufolge solcher Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer
Verschluss erhöhten Gebrauchs- und Sicherheitswerts
erzielt: Die die Schnäpperwirkung erzeugende Mechanik
ist geschützt untergebracht. Sie steht quasi freira
gend in einem Schacht und gegenüber abbiegenden Kräften
und der damit zusammenhängenden Querneigung ausreichend
freistehend. Durch Schließen der Rückseite ist auch die
Sicht versperrt. Es liegt ein ansprechendes Äußeres
vor. Dabei ist die Tasche so bemessen, dass auch ein
Aufnahmeraum für den Auslenkfinger verbleibt. Der
taucht in der Verschlussstellung in die Tasche ein. An
einem Verschluss gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruches 1 wird sodann ein kraftvolles Steuern
des Klappdeckels d. h. Verschlusskappe in die Öffnungs
stellung wie auch in die Schließstellung dadurch er
reicht, dass die Federzunge quer zur Verschwenkebene
der Verschlusskappe gekrümmt ausgebildet ist. Das er
höht den Widerstand gegenüber abbiegenden Kräften durch
den Auslenkfinger, und zwar bei relativ dünnwandiger
Gestalt einer solchen Federzunge. Der Krümmungsverlauf
kann auch zur Erhöhung der Gleitfreudigkeit zwischen
Federzunge und Auslenkfinger genutzt werden. Demgemäß
ist es vorteilhaft, wenn die Federzunge aus Sicht des
Auslenkfingers konvex gekrümmt ist. Sodann ist weiter
vorgesehen, dass auch der Auslenkfinger quer zur Vers
chwenkebene der Verschlusskappe gekrümmt ist. Das ver
körpert sich konkret darin, dass der Auslenkfinger aus
Sicht der Federzunge konkav gekrümmt ist. Die Krümmung
bildet so auch hier ein Mittel der Stabilisierung dünn
wandiger Elemente. Über den Grad der Krümmung und auch
ob diese gleichsinnig oder gegensinnig ist, können
Parameter erzielt werden, die dem jeweiligen Verwen
dungszweck dienlich sind, beispielsweise ob man größere
Verschlüsse oder in geringeren Dimensionen ausgebildete
Verschlüsse herstellt. Jedenfalls erweist sich eine
Ausbildung nach einer Formel dahingehend als günstig,
dass der Krümmungsradius einem viertel bis einem halben
Maß der Breite des Verschlusses entspricht. Als breiten
bestimmend wird richtungsmäßig die Erstreckung senk
recht zur Scharnierebene angesehen. Als Gleitfördernd
erweist sich überdies noch die Maßnahme, dass das freie
Ende des Auslenkfingers dachprofiliert ist. Bevorzugt
verlaufen die Dachflanken symmetrisch, und zwar in
Bodenrichtung der Tasche abfallend. Der First kann
entschärft sein, indem dieser beispielweise verrundet
ist. Das kann bis hin zu einer semi-sphärischen Gestalt
gehen. Hobelnde Wirkung ist so vermieden. Vielmehr
erzielt man hierüber sogar eine eher glättende Wirkung,
erhöhend die Gleitfähigkeit. Eine bauliche einfache wie
stabile Lösung ergibt sich dadurch, dass das Verschluss
unterteil eine Verschlussdecke aufweist, in welche die
Taschenwandung übergeht, und dass die Federzunge in
ihrer vertikalen Erstreckung über die Verschlussdecke
hinausragt. Die über die Bildung er Tasche erreichte
wandungsmäßige Polydirektionalität der Scharnier- bzw.
Gelenkzone des Verschlusses ergibt sich eine lokale
hohe Stabilisierung trotz ermöglichter geringer Wan
dungsdicke. Sodann erweist es sich noch als vorteil
haft, dass die Federzunge im Zuge eines Verschließens
der Verschlussklappe im Bereich einer gebildeten Rand
kante zwischen der verschlussdeckenseitigen Wand der
Tasche und der Decke des Verschlusses zur Anlage kommt.
Die Randkante stellt gleichsam ein Widerlager für die
weggedrängte Federzunge, so dass die Federzunge auch
noch in einer anderen Richtung in Krümmung versetzt
wird, dies gegen die Rückstellkraft des versteifend
wirkenden Krümmungsprofils.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand
eines zeichnerisch veranschaulichen Ausführungsbeispie
les näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 den Verschluss in perspektivischer Darstel
lung, einem Behältnis zugeordnet sowie bei in
Entformungs- bzw. in etwa Öffnungsstellung
befindlicher Verschlusskappe, in etwa natürli
cher Größe,
Fig. 2 eine Draufsicht hierzu, vergrößert, die
Entformungsstellung wiedergebend,
Fig. 3 den Schnitt gemäß Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch die Gelenkstelle
bei aufgeklappter Verschlusskappe, vergrößert,
Fig. 5 einen gleichen Schnitt, bei Laden der gleich
sam einen Kraftspeicher bildenden Federzunge
zur Erzielung der Schnäpperwirkung,
Fig. 6 einen gleichen Schnitt, bei in den Aufnahme
raum eingetretenem Auslenkfinger, die Schließ
stellung des Verschlusses bildend,
Fig. 7 einen Schnitt wie Fig. 4, eine Variante der
Schnäppermechanik zeigend.
Der in der Zeichnung dargestellte Verschluss V ist
einstückig im Kunststoffspritzverfahren hergestellt. Er
besteht aus PP. Die Entformungsstellung ergibt sich aus
den Fig. 1 und 2.
Haupt-Funktionsbestandteile des Verschlusses V sind ein
Verschlussunterteil 1 und eine klapptechnisch angebunde
ne Verschlusskappe 2, ferner eine Schnäppermechanik 3.
Das Verschlussunterteil 1 weist Mittel zum Befestigen
desselben an einem Behältnis 4 auf. Bezüglich des Be
hältnisses 4 handelt es sich um eine Flasche. Deren
Inhalt lässt sich über eine stopfenkontrollierte Durch
trittsöffnung 5 im Verschluss V ausgeben. Das geschieht
unter stürzender Ausrichtung des Gebindes.
Der Stopfen 6 befindet sich an der Innenseite der
Verschlusskappe 2, und zwar klappidentisch. Das ist
definiert durch eine Gelenkachse 7, die stellt die
Verbindungsbrücke zwischen den spritztechnisch aneinan
der angebundenen Teilen 1 und 2. Die Gelenkachse 7 hat
die Funktion eines Filmscharniers. Die gegebene Gelen
kigkeit beruht auf einer linearen Materialdickenreduzie
rung.
Im Zuge des Schließens gerät die Verschlusskappe 2 in
eine imrissangeapasste, horizontale Bucht 8 auf der
Kopfseite des Verschlussunterteils 1. Beiderseits der
Horizontalen geht die Kopfseite in je ein Plateau 9
über. Bucht 8 und Plateaus 9 geben dem Verschlussunter
teil 1 querschnittsmäßig eine im Wesentlichen langrecht
eckige Gestalt mit schwach ausgewölbten Breitseiten
des Verschlussunterteils 1. In Schließstellung schließt
die Oberseite der Verschlusskappe 2 bündig mit der
Oberseite der Plateaus 9 ab.
Die verschließbare Durchtrittsöffnung 5 ist an einem
erhabenen, kurzen Stutzen 10 ausgebildet. Der steht
freiragend in den Bereich der Bucht 8 vor.
Das Verschlussunterteil 1 ist - wie schon angedeutet -
im Hinblick auf eine Verbindung mit dem Behälter 4 hin
ausgebildet. Es sei auf Fig. 3 verwiesen. Dort geht
von der Unterseite des kappenartig gestalteten
Verschlussunterteils 1 innenseitig eine Halterung 11
aus. Die ist in Form eines im Kappeninneren gleichsam
"schwebend" positionierten Ringes 12 gestaltet. Dessen
Ringband ist radial ausweichfähig. Der Ring 12 schnäp
pert zufolge elastischer Rückstellung, nutzend einen
entsprechenden Längenvorrat des Bandes, unter eine
horizontale Flanke eines im Querschnitt nasenförmigen
Vorsprunges eines Halses des Behältnisses 4 (Einzelhei
ten nicht dargestellt).
Der Ring 12 ist über vertikale Arme 13, die von der
Unterseite einer horizontalen Decke 14 des Verschluss
unterteils 1 ausgehen, befestigt. Weitere Details die
ser Andockvorichtung sind der DE 198 24 714 A1 entnehm
bar. Der Offenbarungsinhalt dieser Anmeldung wird hier
voll inhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck,
Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen.
Der Stirnrand der Mantelwand des im Grundriss unrunden
Verschlussteils 1 kann im Hinblick auf eine Drehsiche
rung des Verschlusses V gegenüber dem Behältnis 4 ge
nutzt werden. Das stellt den drehsichernden Gegenpart.
Weiter geht von der Innenseite der Decke 14 ein Zen
triervorsprung 15 aus. Sein Rand ist verrundet. So
kommt es zu einem einfühlenden, lagekorrigierenden
Eintritt dieses Zentriervorsprunges 15 in die Halsöff
nung des Behältnisses 4. Im Umrissbereich dieses kreis
runden Zentriervorsprungs 15 liegt die oben erläuterte
Durchtrittsöffnung 5. Das Zentrum der Durchtritts
öffnung 5 fällt mit dem des Zentriervorsprunges 15
sogar zusammen. Beide Zentren liegen in einer gemeinsa
men Längsmittelachse x-x der Verpackung.
Die Längsmittelachse x-x, ist, wie aus Fig. 2 erkenn
bar, aus der die Schnittebene II-II darstellenden Symme
trieebene leicht versetzt, und zwar in der Gelenkachse
7 abgewandter Richtung.
Herzstück der im Bereich der Gelenkachse 7 liegenden
Schnäppermechanik 3 ist eine Feder, konkret eine Feder
zunge 16. Die ist am Verschlussunterteil 1 freistehend
ausgebildet. Sie erstreckt sich raumparallel zur Längs
mittelachse x-x und steht in einer Tasche 17 des
Verschlussunterteils 1. Eine integrale Zuordnung lässt
sich formtechnisch leicht mitberücksichtigen.
Die Tasche 17 ist zur Rückseite 18 des Verschlusses V
hin verschlossen. Dies ergibt sich durch eine mit ange
formte Abschlusswand 19. Der Taschenrand schließt Öff
nungsmäßig mit der Oberseite der Decke 14 des
Verschlussunterteils 1 ebenengleich ab. Der Öffnungs
rand trägt das Bezugszeichen 20.
Die Decke 14 des Verschlussunterteils 1 geht in die
schachtbildende Taschenwandung über. Das führt zu einem
hochversteiften Bereich, gerade in der mechanisch stär
ker beanspruchten Zone der Gelenkachse 7.
Aus den zeichnerischen Darstellungen wird deutlich,
dass die Federzunge 16 in ihrer vertikalen Erstreck
ung ,d. h. senkrecht zur horizontalen Ebene der Decke 14
über diese Verschlussdecke 14 etwas hinausragt. Der den
Öffnungsrand 20 der Tasche 17 überragende Abschnitt der
Federzunge 16 entspricht gut einem Drittel der Gesamt
länge derselben.
Die Federzunge 16 wirkt mit einem Auslenkfinger 21
zusammen. Der ist der Verschlusskappe 2 angeformt. Er
liegt in Öffnungsstellung des Verschlusses V, beispiels
weise in der Entformungsstellung, etwas außerhalb der
Peripherie des Verschlussunterteils 1, und zwar jen
seits der Gelenkachse 7. In besagter Stellung erstreckt
er (21) sich parallel zur Federzunge 16 und überragt
deren freies Stirnende 16' noch deutlich. Der Auslenk
finger 21 wurzelt auf Höhe der Gelenkachse 7, ebenenmä
ßig also auf der gemeinsamen Höhe es Randes 22 der
Verschlusskappe 2 und der Oberseite der Decke 14. Der
Rand 22 besteht aufgrund der schalenförmigen Gestalt
der Verschlusskappe 2, an deren Innenseite der Stopfen
6 sitzt. Es ist ein Hohlstopfen.
Der Überstand des freien Endes 2 V des Auslenkfingers
21 über die Ebene des Stirnendes 1 V liegt gut bei
einem Drittel der Gesamtlänge des Auslenkfingers 21.
Auslenkfinger 21 und Federzunge 16 stehen überdies
unterschiedlich beabstandet zur dazwischenliegenden
Gelenkachse 7. Der auslenkfingerseitige Abstand ist
kürzer. Er entspricht etwa einem Drittel des direkten
Abstandes zwischen Auslenkfinger 21 und Federzunge 16.
Maßbezug bilden die einander zugewandten Breitflächen.
Im Zuge des Verschließens des Verschlusses V läuft das
freie Ende 21' des Auslenkfingers 21 in einer Kreisbo
genbahn B. Den Radiuspunkt hierbei stellt die Gelenkach
se 7. Die Kreisbogenbahn B schneidet die im Wege stehen
de Federzunge 16. Es sei auf Fig. 4 verwiesen. Die
Federzunge 16 wird demgemäß aus dem Radiusbereich ge
drängt, d. h. um die Wurzel 23 gehend in Richtung des
Pfeiles y verdrängt, d. h. der Gelenkachse 7 abgewandt,
umgebogen. Dies geschieht entgegen der zunehmenden
Rückstellkraft der freistehenden Federzunge 16.
Gemäß Fig. 5 kommt es dabei zu einer Totpunktlage T-T.
Ab dieser indifferenten Lage bewirkt ein weiteres
Schließen der Verschlusskappe 2 kraftunterstützend eine
aktive Schließbewegung und ein Öffnen desselben eine
aktive Unterstützung der Öffnungsbewegung, eben unter
Nutzung des durch die Federzunge 16 gebildeten Kraft
speichers. Letztere Situation hat auch den Vorteil,
dass sie die Verschlusskappe 2 in Öffnungsstellung
hält, so dass ein sichtfreies Ausgießen des Mediums
gewährleistet ist, auch ohne dass die Kappe 2 in den
Weg des Gießstrahls fällt.
Fig. 6 gibt die Schließstellung des Verschlusses V wie
der. In dieser Stellung kommt der Auslenkfinger 21
schützend und geschützt sowie der Sicht entzogen hinter
der Abschlusswand 19 in der Tasche 17 unter. Der ent
sprechende Aufnahmeraum trägt das Bezugszeichen 24. Er
liegt zwischen der Abschlusswand 19, an der oberseitig
die außenliegende Gelenkachse 7 realisiert ist und der
Federzunge 16. Diese Eintaschung des Auslenkfingers 21
ist weitestgehend stressfrei, so dass auch keine feder
erlahmenden Kräfte wirken. Die geometrische Achse der
Gelenkachse 7 ist mit z-z bezeichnet.
Bezüglich der Federzunge 16 ist eine die Rückstellfähig
keit erhöhende Struktur im Sinne einer gewissen Verstei
fung angewandt. Die verkörpert sich darin, dass die
Federzunge 16 quer zur Schwenkebene E-E der
Verschlusskappe 2 gekrümmt ausgebildet ist (vergl. z. B.
Fig. 2). Die entsprechende Krümmung (ähnlich einem
Stahlbandmaß) ist auf ganzer Länge der Federzunge 19
realisiert. Aus der Sicht des Auslenkfingers 21 ist sie
konvex. Die konkave Seite ist demzufolge dem Bereich
der Durchtrittsöffnung 5 zugewandt. Die mit E-E bezeich
nete Verschwenkebene erstreckt sich senkrecht zur Ge
lenkachse 7 des Verschlusses V. Die Verschwenkebene E-E
schneidet zudem die Längsmittelachse x-x und verläuft
demgemäß symmetrisch in der Bucht 8.
Erkennbar ist auch der Auslenkfinger 21 quer zur
Verschwenkebene E-E der Verschlusskappe 2 gekrümmt. Aus
der Sicht der Federzunge 16 ist sie konkav. Ein Blick
auf Fig. 2 verdeutlicht, dass in der Öffnungsstellung
bzw. Entformungsstellung des Verschlusses V die Krüm
mungsbögen beider Elemente 16, 21 ihren Radius in der
Längsmittelachse x-x haben. Die Krümmungsverläufe sind
somit konzentrisch. Hierbei ist zugleich ein Konstrukti
onsfreiraum gegeben, um unterschiedliche Wirkungen,
beispielsweise unterschiedliche Rückstellkraft und
unterschiedlich große Berührungsgleitflächen der Elemen
te 16,21 zu erzielen. Ein brauchbarer Rahmen liegt vor,
wenn der Krümmungsradius einem Viertel bis einer Hälfte
des Maßes der Breite des Verschlusses V beträgt. Die
Breite definiert sich richtungsmäßig senkrecht zur
Gelenkachse 7, also in Richtung der querseitigen Öffnun
gen der Bucht 8.
Die Buchtränder bieten Einklappführungen für die
korrespondierenden Ränder der schalenförmigen
Verschlusskappe 2.
Das freie Ende 21 des Auslenkfingers 21 ist gleichsam
zugespitzt. Es weist eine dachförmige Profilierung auf.
Die entsprechenden Dachflanken liegen symmetrisch und
fallen in Bogenrichtung gehend ab. Die entsprechende
Schrägung liegt bei ca. 30°. Der Dachfirst weist dabei
eine konvexe Verrundung auf, und zwar sowohl im Bogen
verlaufsrichtung als auch quer dazu. Insgesamt ergibt
sich dadurch eine gleichsam semi-sphärische Verrundung,
die ein hobelndes Überlaufen der gratartigen Erhebung
des quergekrümmten Rückens der Federzunge 16 vermeidet,
vielmehr mit der Zeit gleitglättend darüber läuft. Das
ergibt eine willkommene Leichtgängigkeit der Schnäpper
mechanik 3. Die Reibung ist wirksam herabgesetzt.
Während gemäß Grundversion (vergl. Fig. 4 bis 6) durch
die abbiegend wirkende Kraft des Auslenkfingers 21 die
Federzunge 16 in eine mehr gleichförmige bogenförmige
Lage überführt wird, sieht die Variante gemäß Fig. 7
eine Zwischenabstützung vor. Erkennbar kommt die Feder
zunge 16 im Zuge eines Verschließens der
Verschlusskappe 2 im Bereich einer in der Tasche 17
gebildeten Randkante 25, gestellt vom Öffnungsrand 20,
zwischen der verschlussdeckenseitigen Wand der Tasche
17 und der Decke des Verschlusses V zur Anlage. Die der
Rückseite abgewandte, der Durchtrittsöffnung 5 näherlie
gende Wand 26 verläuft hier parallel zur Abschlusswand
19 der Tasche 17. Bei der Grundversion ist die Sache an
ders. Dort bildet die entsprechende Wand 26 einen
Schräghang von ca. 70° zur Horizontalen. Im Falle der
Fig. 7 wird nicht nur das Ausbiegen der Federzunge 16
bewirkt, sondern zugleich auch durch Anschlag an der
Randkante 25 der Tasche 17 das Überführen der bogenför
migen Querschnittsgestalt in Richtung einer Strecklage,
wenn auch nur partiell. Das erhöht die Rückstellfähig
keit. Der Wurzelbereich wird überdies in eine taschen
grundnahe Ausbiegung 27 gezwungen. Deren Krümmungsver
lauf ist gegenläufig und enger als die gelenkachsenabge
wandte Hauptkrümmung der Federzunge 16.
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswe
sentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit
auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) voll
inhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale
dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung
mit aufzunehmen.
Claims (9)
1. Im Kunststoffspritzverfahren hergestellter
Verschluss (V) für ein Behältnis (4) wie eine Flasche,
mit einem Verschlussunterteil (1) und einstückig klapp
gelenkig (7) angebundener Verschlusskappe (2), wobei im
Zuge des Verschließens eine Feder zu überwinden ist,
welche Feder aus einer in dem Verschlussunterteil (1)
freistehen Zunge (16) besteht, die durch einen Auslenk
finger (21), der an der Verschlusskappe (2) ausgebildet
ist, beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
die Federzunge (16) in einer Tasche (17) des Verschluss
unterteils (1) ausgeformt ist, welche zur Rückseite
(18) des Verschlusses (V) hin durch eine Abschlussw
and (19) verschlossen ist und wobei zwischen der Absch
lusswand (19) und der Federzunge (16) ein Aufnahmeraum
(24) für den Auslenkfinger (21) in Verschlussstellung
ausgebildet ist.
2. Verschluss nach den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federzun
ge (16) quer zur Verschwenkebene (E-E) der
Verschlusskappe (2) gekrümmt ausgebildet ist.
3. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Federzunge (16) aus Sicht des Aus
lenkfingers (21) konvex gekrümmt ist.
4. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Auslenkfinger (21) quer zur
Verschwenkebene (E-E) der Verschlussklappe (2) gekrümmt
ist.
5. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Auslenkfinger (21) aus Sicht der
Federzunge (16) konkav gekrümmt ist.
6. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Krümmungsradius einem viertel bis
einem halben Maß der Breite des Verschlusses (V) ent
spricht.
7. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass das freie Ende (21') des Auslenkfingers
(21) dachprofiliert ist.
8. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Verschlussunterteil (1) eine
Verschlussdecke (14) aufweist, in welche die Taschenwan
dung übergeht, und dass die Federzunge (16) in ihrer
Vertikalen Erstreckung über die Verschlussdecke (14)
hinausragt.
9. Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, dass das die Federzunge (16) im Zuge eines
Verschließens der Verschlusskappe (2) in Bereiche einer
gebildeten Randkante (25) zwischen der verschlussdecken
seitigen Wand der Tasche (17) und der Decke (14) des
verschlusses (V) zur Anlage kommt.
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|---|---|---|---|
| DE2000126099 DE10026099A1 (de) | 2000-05-26 | 2000-05-26 | Verschluss für ein Behältnis |
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| PCT/EP2001/003160 WO2001092125A1 (de) | 2000-05-26 | 2001-03-20 | Verschluss für ein behältnis |
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| DE2000126099 DE10026099A1 (de) | 2000-05-26 | 2000-05-26 | Verschluss für ein Behältnis |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000126099 Withdrawn DE10026099A1 (de) | 2000-05-26 | 2000-05-26 | Verschluss für ein Behältnis |
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