DE1002695B - Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen Richtung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen RichtungInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/06—Measuring temperature or pressure
-
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/02—Determining slope or direction
- E21B47/022—Determining slope or direction of the borehole, e.g. using geomagnetism
-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Wassergewinnungsanlagen u. dgl. mit sternförmig von einem lotrechten
Schacht oder Brunnen ausgehenden Rohrsträngen, insbesondere Filterrohrsträngen. Beim Vortreiben der
Rohrstränge läßt es sich nicht vermeiden, daß Abweichungen des Rohrkopfes von der vorgegebenen
Richtung eintreten. Es ist deshalb notwendig, diese Abweichungen meßtechnisch zu erfassen und sie für
den Bedienungsmann sichtbar zu machen, damit er sein Bohrgerät entsprechend korrigieren kann.
Es ist bereits bekannt, die Abweichung von Horizontal- und Geneigtbohrlöchern von der Horizontalen
in der Weise zu ermitteln, daß das Bohrloch über das Bohrgestänge mit Flüssigkeit entweder ganz oder zum
Teil gefüllt wird, wobei das an der Bohrkrone angeordnete Manometer den hydrostatischen Druck mißt
und damit die Abweichung des Bohrloches von der vorgeschriebenen Richtung angibt. Bei zum Schacht
geneigten Löchern sitzt das Manometer am Eingang des Bohrloches, und nur das Bohrgestänge ist mit
Wasser gefüllt. Diese bekannte Einrichtung mißt nur den statischen Druck innerhalb des Bohrloches. Hierzu
muß bei jeder Messung in dieses oder in das Bohrgestänge Wasser eingebracht werden, wobei es unvermeidbar
ist, daß sich ein Luftpolster bildet und dadurch die Messung ungenau wird. Die Einrichtung ist
umständlich in der Handhabung, und eine kontinuierliche Messung ist mit ihr nicht möglich.
Bei einem ähnlichen Gerät wird eine Skala benutzt, längs welcher ein Gefäß verschiebbar ist, das mit einem
in den Rohrstrang vorgeschobenen Schlauch oder Rohr kommuniziert. Dieses im Aufbau und in der
Handhabung sehr einfache Gerät gestattet ebenfalls nur diskontinuierliche Messungen. Das Meßgerät muß
jeweils für jede Messung von Hand verschoben und eingestellt werden.
Durch die Erfindung werden die Mangel der oben angeführten Einrichtungen vermieden und die Messungen
bzw. Kontrolle von Abweichungen des Bohrkopfes während des Vortreibens der Rohrstränge ohne
Arbeitsunterbrechung bei großer Zuverlässigkeit und leichter Handhabung laufend ausgeführt. Sie besteht
darin, daß unter Zuhilfenahme eines an sich bekannten Differenzdruckmeßgerätes die Höhe der über dem
Bohrkopf stehenden Flüssigkeit kontinuierlich festgestellt, mit einer bekannten, feststehenden Druckhöhe
verglichen und damit eine Abweichung des Bohrkopfes gegenüber einer Bezugsebene angezeigt wird. Eine
solche Ausführung hat den Vorteil, daß das vorgesehene Differentialmanometer jedes Abweichen des
vorzutreibenden Rohrstranges sofort unmittelbar anzeigt. Es können also unverzüglich Gegenmaßnahmen
getroffen werden. Vorteilhaft ist im Inneren des Rohrstranges bis in den an ihn anschließenden Bohrkopf
Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges
von Wassergewinnungsanlagen u. dgl.
von der horizontalen Lage
oder vorgegebenen Richtung
Anmelder:
Reuther Tiefbau G. m. b. H.f
Mannheim-Waldhof, Sandtorferstr. 1
Mannheim-Waldhof, Sandtorferstr. 1
Dipl.-Ing. Rudolf Schad, Mannheim,
und Dipl.-Ing. Rolf Koch, Heidelberg,
sind als Erfinder genannt worden
reichend eine Meßleitung angeordnet, die mit dem Meßgerät verbunden ist. Diese in einer Ausführungsmöglichkeit als biegsamer, dünner Schlauch ausgebildete
Leitung läßt sich ohne weiteres in dem Rohrstrang neben dem Entsandungsrohr anordnen.
Einzelheiten der Erfindung sind der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen. In der letzteren ist
schematisch ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
In dem mit einer senkrechten Wand 1 umgebenen, lotrecht in das Erdreich eingebrachten Schacht werden
in den wasserführenden Schichten 2 sternförmig die Rohrstränge 3 vorgetrieben. Es wird nun angenommen,
daß der Bohrkopf 4 des vordersten Rohres 5 eines Rohrstranges aus seiner waagerechten Richtung
schräg nach oben abgewichen ist. Der für die Abweichung wesentliche Meßpunkt A bildet gleichzeitig
das Ende des in dem Rohrstrang verlegten, biegsamen Meßschlauches 6. Der Meßschlauch 6 ist aus dem
gegen den Schacht dicht abgeschlossenen Rohrstrang herausgeführt und mündet in das Endstück einer
Preßluftleitung 7 ein. In die Preßluftleitung 7 ist im Schacht in Höhe des Vortriebsrohres ein an sich bekanntes
Differenzdruckmanometer od. dgl. eingebaut. Obwohl ein solches Meßgerät bekannt und nicht
Gegenstand der Erfindung ist, soll zum besseren Verständnis hier sein Aufbau und Anschluß sowie die
Wirkungsweise kurz geschildert werden. Von der Preßluftleitung 7 geht eine Abzweigleitung 8 in den
einen Schenkel 9 des U-Rohr-Manometers über. Der andere Schenkel 10 des U-Rohr-Manometers ist mit
einer Leitung 11 an einen konstanten Druckgeber,
" ■· ' 609 770/118
ζ. B. an das unter Druck stehende Grund- oder Infiltrationswasser,
angeschlossen. Die Lei tong-11 ist in die wasserführende Schicht 2 eingeschoben. Ihr Durchgang
durch die Schachtwand 1 ist abgedichtet.
Von der Preßluftleitung 7 führt vor einem Absperrventil 14 ein mit einem Regelventil 13 versehener
Rohrstrang ab, der zur Regelung der in das Perlgefäß 12 eintretenden Luft dient. Hinter dem Perlgefäß
mündet die letztgenannte Abzweigleitung in die Abzweigleitung 8. Das Absperrventil 14 dient dazu, die
Preßluft vor Beginn der Messung unter Umgehung des Differentialmanometers in den Meßschlauch eintreten
zu lassen und das dort befindliche Wasser auszutreiben.
Wenn das Wasser aus dem Meßschlauch 6 entfernt ist, wird das Ventil 14 geschlossen. Die im Perlgefäß
12 durch das Regelventil eingestellte Luftmenge strömt nun durch die Abzweigleitung 8 einerseits in
den Meßschlauch 6 und bildet das Gegengewicht gegen die im Bohrkopf auf die Mündung des Meßschlauches
einwirkende Flüssigkeit. Gleichzeitig drückt die eingeperlteLuft
auf die Meßflüssigkeit des U-Rohr-Manometers,
beispielsweise Quecksilber im Schenkel 9, und gibt dadurch den Druck der über dem abgewichenen
Bohrkopf stehenden Flüssigkeit HL vom Flüssigkeitsspiegel
16 aus an. Die durch die Leitung 11 zugeführte Flüssigkeit drückt auf das Quecksilber im anderen
Schenkel 10 und gibt damit den Druck der Säule Ηψ
an. Der Unterschied der Quecksilberspiegel in den beiden Schenkeln 9 und 10 zeigt dann die Differenz H
zwischen Hw und HL an. Die Abweichung des Bohrkopfes
ergibt sich dann aus der Summe des Maßes K (Mitte des Rohrstranges 3 bis Quecksilberspiegel im
Schenkel 10) und der Höhendifferenz zwischen den beiden Quecksilberspiegeln. 17 und 18 sind Entlüftungsventile
am Meßgerät.
Claims (5)
1. Verfahren zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen
u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen Richtung beim Vortreiben in die wasserführenden
Schichten von einem lotrechten Schacht aus, dadurch gekennzeichnet, daß unter Zuhilfenahme
eines an sich bekannten Differenzdruckmanometers die Höhe der über dem Bohrkopf stehenden Flüssigkeit
kontinuierlich festgestellt, mit einer bekannten feststehenden Druckhöhe verglichen und
damit eine Abweichung des Bohrkopfes gegenüber einer Bezugsebene angezeigt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
das im Inneren des Rohrstranges (3) bis in den an ihn anschließenden Bohrkopf (4) reichend eine
Meßleitung (6), z.B. ein dünner Schlauch, angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß statt eines Meß Schlauches (6)
dünne Meßrohre angeordnet sind, die mit den Filtern (3) fest verbunden, z. B. auf die Außen- bzw.
Innenwand der Filterrohre aufgeschweißt sind, oder ein röhrenförmiger Kanal angeordnet ist, der
in die Wandstärke der Filter selbst eingebaut, z. B. eingewalzt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als konstanter Druckgeber
der statische Druck des Grund- bzw. Infiltrationswassers unmittelbar oder mittelbar dient.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der konstante Druckgeber
durch ein im Schacht selbst angeordnetes Standgefäß gebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 48 807, 202 788,
111, 310 802, 524136, 564 467;
Deutsche Patentschriften Nr. 48 807, 202 788,
111, 310 802, 524136, 564 467;
Franz X. Eder, »Moderne Meßmethoden der Physik«,
Teil I, 1952, S.133, 134;
F. Kohlrausch, »PraktischePhysik«, Bd. 1,1943,
S. 179ff. und S. 195 ff.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DER12728A DE1002695B (de) | 1953-10-13 | 1953-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen Richtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DER12728A DE1002695B (de) | 1953-10-13 | 1953-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen Richtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1002695B true DE1002695B (de) | 1957-02-14 |
Family
ID=7398878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER12728A Pending DE1002695B (de) | 1953-10-13 | 1953-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Abweichens eines Rohrstranges von Wassergewinnungsanlagen u. dgl. von der horizontalen Lage oder vorgegebenen Richtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1002695B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1173034B (de) * | 1958-06-28 | 1964-06-25 | Ruhrgas Ag | Vortreibkopf zum Einpressen einer Rohrleitung in das Erdreich |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE260111C (de) * | ||||
| DE48807C (de) * | Dr. A. KÖNIG in Griesheim, Main | Differentialmanometer | ||
| DE310802C (de) * | ||||
| DE202788C (de) * | ||||
| DE524136C (de) * | 1931-05-02 | Hartmann & Braun Akt Ges | Einrichtung bei Differenzdruckmessern | |
| DE564467C (de) * | 1930-06-19 | 1932-11-19 | Hartmann & Braun Akt Ges | Druck-, Differenzdruck- oder Mengenmesser mit magnetischem Mitnehmer |
-
1953
- 1953-10-13 DE DER12728A patent/DE1002695B/de active Pending
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE260111C (de) * | ||||
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| DE1173034B (de) * | 1958-06-28 | 1964-06-25 | Ruhrgas Ag | Vortreibkopf zum Einpressen einer Rohrleitung in das Erdreich |
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