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DE10025832B4 - Selektiver Leitungsschutzschalter mit Sperrelement - Google Patents

Selektiver Leitungsschutzschalter mit Sperrelement Download PDF

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DE10025832B4
DE10025832B4 DE2000125832 DE10025832A DE10025832B4 DE 10025832 B4 DE10025832 B4 DE 10025832B4 DE 2000125832 DE2000125832 DE 2000125832 DE 10025832 A DE10025832 A DE 10025832A DE 10025832 B4 DE10025832 B4 DE 10025832B4
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circuit breaker
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blocking element
path
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DE2000125832
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Uwe Olbrich
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GE Consumer and Industrial GmbH
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AEG Niederspannungstechnik GmbH and Co KG
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    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/14Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting
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    • HELECTRICITY
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    • H01H71/50Manual reset mechanisms which may be also used for manual release
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    • HELECTRICITY
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    • H01H71/10Operating or release mechanisms
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Abstract

Selektiver Leitungsschutzschalter mit einem Gehäuse (800), einem Hauptstromkreis und einem Parallelstromkreis mit jeweils trennbaren Kontaktpaaren (100, 200), die durch Betätigung eines Knebels (9) geschlossen oder getrennt werden können, gekennzeichnet durch ein mit einem bewegbaren Hauptstromkreiskontakt (101) wirkverbundenes, in Führungen (805, 807, 809) am Gehäuse mindestens abschnittsweise geführtes und linear verlagerbares Sperrelement (7), das mit dem Überführen des Hauptstromkreiskontaktpaars in die Schließlage in einen Bewegungspfad des Knebels (9) gelangt und bei Blockieren des Hauptstromkreiskontaktpaars (100) in der Schließlage in dem Bewegungspfad des Knebels (9) verharrt und die Bewegung des Knebels (9) beschränkt.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen selektiven Leitungsschutzschalter gemäß Oberbegriff von Anspruch 1.
  • Ein weiterer Leitungsschutzschalter ist aus der DE 195 26 592 A1 bekannt. Wenn dieser selektive Leitungsschutzschalter wegen eines in einem nachgeordneten Stromkreis aufgetretenen Fehlers (z.B. Kurzschluss) ausgelöst hat, kann es vorkommen, dass die Hauptstrombahnkontakte in der Schließlage blockiert sind, während der als Betätigungselement und Anzeigeelement wirkende Knebel eine Offenstellung der Kontakte anzeigt.
  • Ein weiterer selektiver Leitungsschutzschalter hat, um selektiv schalten zu können, eine Hauptstrombahn, eine Parallelstrombahn mit einem Strombegrenzungswiderstand und einen Messstromkreis mit einem Magnetantrieb zum Schließen des Hauptkontaktpaars. Wird ein solcher Leitungsschutzschalter über einen Knebel eingeschaltet, werden zunächst die Kontakte der Parallelstrombahn geschlossen und gleichzeitig wird der Messstromkreis beaufschlagt. Erst dann wird das Hauptkontaktpaar geschlossen und der zu schaltende Strom fließt über die Hauptstrombahn. Wegen des höheren Innenwiderstandes der Parallelstrombahn fließt dort nach Schließen des Hauptkontaktpaars kein nennenswerter Strom mehr. Beim Auftreten eines Kurzschlusses werden die Kontakte des Hauptstrombahnkontaktpaars geöffnet und der Strom wird abgeschaltet. Durch Messen des Stroms mit dem Messstromkreis, der die Spannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter misst, wird das erneute Schließen der Hauptstrombahnkontakte verhindert, wenn der Kurzschluss hinter dem Leitungsschutzschalter fortbesteht.
  • Es kann jedoch vorkommen, dass die Hauptstrombahnkontakte blockieren, d.h. sie bleiben trotz Auslösen des Schalters oder trotz des Versuchs, einen Betätigungshebel manuell in die "AUS"-Stellung zu verlagern, geschlossen. Folglich kann der Leitungsschutzschalter seine ordnungsgemäße Funktion nicht mehr ausführen.
  • Ferner ist aus der EP 0 047 220 A2 bekannt, einen Niederspannungs-Schutzschalter mit einem Trennhebel auszurüsten, der zusammen mit einem Betätigungshebel verschwenkt. Der Trennhebel erstreckt sich parallel zu dem Betätigungshebel und entlang eines Großteils der Flanke des Schalters. Der Trennhebel hat ferner einen Fortsatz, der einen Kontaktträger der Strombahn im Abstand untergreift, so dass mittels des Fortsatzes verschweißte Kontakte unter Krafteinwirkung auf das Betätigungselement gewissermaßen gewaltsam voneinander getrennt werden können.
  • Demgegenüber ist es wünschenswert, einen selektiven Leitungsschutzschalter mit einer Einrichtung zu versehen, die den blockierten Zustand der Hauptstrombahnkontakte mit einfachen Mitteln zuverlässig anzeigt.
  • Dieses Ziel wird mit einem selektiven Leitungsschutzschalter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 Teile des Betätigungsmechanismus einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen selektiven Leitungsschutzschalters in der Öffnungsstellung für das Hauptstromkreiskontaktpaar;
  • 2 eine zu 1 gleichartige Ansicht in der Schließstellung für das Hauptstromkreiskontaktpaar;
  • 3 den Gegenstand gemäß 1 von der anderen Seite gesehen;
  • 4 den Gegenstand gemäß 2 von der anderen Seite gesehen; und
  • 5 ein Ausführungsbeispiel eines Gehäuses zur Aufnahme des in 1 bis 4 gezeigten Betätigungsmechanismus.
  • Bevor der erfindungsgemäß weitergebildete Betätigungsmechanismus näher erläutert wird, wird allgemein die Funktion des selektiven Leitungsschutzschalters erläutert. Der selektive Leitungsschutzschalter kann als ein Leitungsschutzschalter verwendet werden, der als ein übergeordnetes Schutzorgan in Reihe mit herkömmlichen Leitungsschutzschaltern eingesetzt wird, d.h. er ist vor herkömmliche Leitungsschutzschalter geschaltet. In diesem Ausführungsbeispiel hat der selektive Leitungsschutzschalter neben dem Hauptstromkreis oder der Hauptstrombahn zusätzlich eine Parallelstrombahn oder Nebenstrombahn mit einem Strombegrenzungswiderstand und er hat einen Messstromkreis mit einem Magnetantrieb zum Schließen des Hauptstrombahnkontaktpaars.
  • Nachfolgend werden einige Funktionen des vorliegenden Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen selektiven Leitungsschutzschalters erläutert. Wird für die Handeinschaltung der selektive Leitungsschutzschalter über einen Knebel eingeschaltet, schließt zunächst ein Nebenkontakt oder Nebenstrombahnkontakt und der Betriebsstrom fließt über die Nebenstrombahn. Gleichzeitig mit der Betätigung des Knebels wird ein Messkontakt des Messstromkreises geschlossen. Erst dann wird über den Magnetantrieb des Messstromkreises das Hauptstrombahnkontaktpaar geschlossen und der Betriebsstrom fließt nun über die Hauptstrombahn. Weil die Nebenstrombahn wegen des Strombegrenzungswiderstandes hochohmiger ist als die Hauptstrombahn, fließt dort kein nennenswerter Strom mehr. Beim Schließen der Hauptstrombahnkontakte wird der Messstromkontakt im Messstromkreis geöffnet.
  • Wenn der selektive Leitungsschutzschalter eingeschaltet ist, d.h. das Kontaktpaar der Hauptstrombahn ist geschlossen, und hinter einem nachgeordneten Lei tungsschalter ein Kurzschluss auftritt, so wird der Kurzschlussstrom entweder durch den nachgeordneten Leitungsschalter allein oder unter Mithilfe des sich öffnenden Hauptstrombahnkontaktpaars des selektiven Leitungsschutzschalters abgeschaltet. Der Nebenstrombahnkontakt bleibt geschlossen und über die Nebenstrombahn kann auch dann noch Strom fließen, wenn die Hauptstrombahnkontakte vollständig geöffnet sind und ein Lichtbogen dazwischen verloschen ist. Hat der nachgeordnete Leitungsschalter die Kurzschlussstelle dann vom Netz getrennt, werden die Hauptstrombahnkontakte des selektiven Leitungsschutzschalters wieder geschlossen. Parallel zu dem kurzschlussbehafteten Stromkreis angeschlossene Verbraucher werden sofort wieder mit Strom versorgt, zunächst über die Nebenstrombahn und kurz danach, nach dem Schließen der Hauptstrombahnkontakte, wieder über die Hauptstrombahn.
  • Tritt der Kurzschluss zwischen dem selektiven Leitungsschutzschalter und den nachgeordneten Leitungsschaltern auf oder versagt aus irgendeinem Grund ein nachgeordneter Leitungsschalter, so fließt nach dem Verlöschen des Lichtbogens zwischen den sich öffnenden Hauptstrombahnkontakten weiterhin ein durch den Strombegrenzungswiderstand begrenzter Strom durch die Nebenstrombahn. Die Nebenstrombahn ist mit einem Bimetallelement ausgerüstet, das sich durch den in der Nebenstrombahn fließenden Strom erwärmt und auch die Nebenstrombahnkontakte trennt, so dass dann der Strom hinter dem selektiven Leitungsschutzschalter vollständig abgeschaltet ist.
  • Der selektive Leitungsschutzschalter hat ferner eine Kurzschlusseinschaltsperre, die verhindert, dass bei einem hinter dem selektiven Leitungsschutzschalter weiter bestehenden Kurzschluss der selektive Leitungsschutzschalter erneut eingeschaltet werden kann. Durch den Messstromkreis, der die Spannung zwischen dem Außenleiter und dem Neutralleiter am Ausgang des selektiven Leitungsschutzschalters misst, wird verhindert, dass die Hauptstrombahnkontakte geschlossen werden, weil der Messstromkreis bei Vorliegen einer Spannung den Magnetantrieb nicht betätigt. Analog den obigen Ausführungen zum Kurzschluss hinter dem selektiven Leitungsschutzschalter fließt der durch den Strombegrenzungswiderstand begrenzte Strom in der Nebenstrombahn und das in der Nebenstrombahn angeordnete Bimetallauslöseelement trennt dann den Nebenkontakt und auch den Messstromkreis, indem die entsprechenden Kontakte geöffnet werden. Zusätzlich ist die Hauptstrombahn mit einem weiteren Bimetallauslöser versehen, der bei einer Überlast der Hauptstrombahn auslöst und die Hauptstrombahnkontakte trennt. Bei einer Handabschaltung werden die Kontakte sowohl in der Hauptstrombahn als auch in der Nebenstrombahn durch Betätigung eines Knebels getrennt.
  • Die nachfolgend beschriebenen 1 bis 4 zeigen verschiedene Ansichten von Teilen eines Betätigungsmechanismus, wobei die einzelnen Auslösemechanismen sowie der Magnetantrieb zum Schließen der Hauptstrombahnkontakte nicht gezeigt sind. Für die nachfolgende Erläuterung genügt, dass beim Einschalten des selektiven Leitungsschutzschalters ein Nebenkontakt geschlossen wird, woraufhin die Hauptstrombahnkontakte über einen Magnetantrieb (eine Spule) geschlossen werden.
  • 1 zeigt den Betätigungsmechanismus in einer schematisierten Perspektivansicht, aus der die einzelnen Teile gut zu erkennen sind, wobei die Hauptstrombahnkontakte und die Nebenstrombahnkontakte nachfolgend jeweils als Haupt- bzw. als Nebenkontakt bezeichnet sind. In 1 bezeichnet Bezugszeichen 1 eine Hauptstrombahn, die schlaufenförmig geformt ist und einen Fortsatz 105 hat, an dem ein Nebenkontakt (nicht gezeigt) ausgebildet ist. Am tiefsten Punkt der schlaufenförmig gebogenen Hauptstrombahn 1 in 1 sind Aufnahmen 103 zur Aufnahme von mindestens einem Hauptkontakt oder auch von zwei einzelnen Hauptkontakten ausgebildet. Gegenüber der Hauptstrombahn 1 ist unten in 1 ein gabelförmiger Kontakthebel 3 ausgebildet, der Aufnahmen 101 ausgebildet hat, die mit einem oder mit zwei einzelnen Hauptkontakten bestückbar sind. Zusammen bilden diese Kontakte ein Hauptkontaktpaar 100. Auf der rechten Seite des Fortsatzes 105 der Hauptstrombahn 1 ist ein Nebenkontakt 23 gezeigt, der an einem Hilfshebel 21 befestigt ist. In der in 1 gezeigten geöffneten Stellung sind sowohl die Nebenkontakte als auch die Hauptkontakte voneinander getrennt. 1 zeigt weiter einen ortsfest und drehbar gelagerten Knebel 9, der ein Betätigungselement für den Betätigungsmechanismus bildet. Der Knebel 9 ist von der in 1 gezeigten Stellung nach links und schräg aus der Zeichenebene heraus verschwenkbar. Eine Drahtbrücke 13 ist bezüglich des Drehpunkts des Knebels 9 exzentrisch und drehbar an dem Knebel 9 befestigt. Das an dere Ende der Drahtbrücke 13 ist mit einem Spannhebel 15 verbunden, der mit dem der Drahtbrücke 13 abgewandten Ende mit dem Hilfshebel 21 in Eingriff ist. Der Spannhebel 15 liegt mit seinem drahtbrückenseitigen Ende an einem Auslösehebel 19 an, dessen Funktion später erläutert wird. Des weiteren sind der Hilfshebel 21 bzw. der Spannhebel 15 mit einem Schwenkhebel 17 verbunden, der ein nicht näher erläutertes Betätigungsglied hat, das den Spulen- oder Magnetantrieb zum Schließen der Hauptkontakte 100 auslöst. Dies kann ein einfacher vom Schwenkhebel 17 betätigter Schalter sein, der auf entsprechend Abfrage der Öffnungs- bzw. Schließstellung der Kontakte den Magnetantrieb für die Hauptkontakte 100 ein- bzw. ausschaltet. Auf diese Steuerung wird hier nicht näher eingegangen.
  • Ferner zeigt 1 einen schwenkbar gelagerten Kniehebel 5, der über ein Kniehebelgelenk 51 mit dem Kontakthebel 3 wirkverbunden ist. Der Bewegungsablauf der verschiedenen Hebel und die Wirkungen davon werden später anhand 1 und 2 erläutert, die jeweils eine offene bzw. geschlossene Stellung der Kontakte zeigen.
  • 1 zeigt ein Sperrelement 7, das sich stabförmig zwischen dem Kniehebelgelenk 51 und einer Bewegungsbahn des Knebels 9 erstrecken kann. Genauer gesagt, das Sperrelement 7 ist an seinem in 1 unteren Ende mit einer Aufnahme zur Verbindung mit einer Achse des Kniehebelgelenks 51 versehen und auf diese aufgesteckt, während das in 1 obere Ende des Sperrelements 7 eine Anschlagaufnahme 71 aufweist. Die Anschlagaufnahme 71 ist in 1 in der zurück gezogenen Stellung gezeigt, so dass ein an dem Knebel 9 vorgesehener Anschlag 11 die Anschlagaufnahme 71 passieren kann ohne mit dieser in Eingriff zu gelangen.
  • 2 zeigt nun die geschlossene Stellung der Kontakte, d.h. eine geschlossene Stellung des nicht näher gezeigten Nebenstromkontaktpaars 200 sowie des nicht näher gezeigten, allgemein mit 100 bezeichneten Hauptkontaktpaars. Wie aus dem Vergleich der beiden 1 und 2 gut zu erkennen ist, ist der Knebel 9 um seine Drehachse verschwenkt. Die Drahtbrücke 13 hat dabei den Spannhebel 15 gleitend entlang des Auslösehebels 19 verschoben und dabei den Hilfshebel 21 aus der in 1 gezeigten Stellung nach links in die in 2 gezeigte Stellung verschwenkt, wodurch das Nebenkontaktpaar 200 geschlossen ist. Gleichzeitig wurde über den Schwenkhebel 17 der Magnetantrieb für den Kniehebelmechanismus des Hauptkontaktpaars 100 betätigt, wobei der Kniehebel 5 nach rechts verschwenkt wurde, und sich das Kniehebelgelenk 51 zusammen mit dem Kontakthebel 3 aufwärts bewegt hat, wodurch das Hauptkontaktpaar 100 geschlossen ist. Das mit dem Kniehebelgelenk 51 verbundene Sperrelement 7 ist durch die Aufwärtsbewegung des Kniehebelgelenks linear in 1 aufwärts verschoben worden, um die in 2 gezeigte Stellung einzunehmen. Es ist anzumerken, dass das Sperrelement 7 auch mit dem Kniehebel 5 oder dem Kontakthebel 3 gekoppelt sein kann. Wie in 2 gut zu erkennen ist, ragt nun die Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements 7 in die Bewegungsbahn des Knebels 9. Mit anderen Worten, der an dem Knebel 9 ausgebildete Anschlag 11 beschreibt eine Kreisbahn beim Verschwenken des Knebels 9 und die Anschlagaufnahme 71 ist bei geschlossenen Hauptkontakten so verschoben, dass sie in den Bewegungspfad des Anschlags 11 hineinragt.
  • Im Normalbetrieb wird beim Auslösen des selektiven Leitungsschutzschalters der Auslösehebel 19 in 2 nach rechts verschwenkt, wodurch die in die Öffnungslage der Kontakte vorgespannten Hebel 17, 21, 15 sowie die Drahtbrücke 13 und der Knebel 9 der Vorspannung folgend in die Öffnungsstellung (1) verschwenken. Angetrieben durch die Drahtbrücke 13 dreht der Knebel 9 beim Auslösen im Uhrzeigersinn in 2. Gleichzeitig mit der Auslösung wird der Magnetantrieb des Hauptkontaktpaars 100 abgeschaltet und der Kniehebel 5 verschwenkt in 2 nach links in die in 1 gezeigte Stellung, wodurch sich das Kniehebelgelenk 51 abwärts bewegt. Dabei wird das starre, stabförmige Sperrelement 7 ebenfalls der Bewegung des Kniehebelgelenks 51 folgend abwärts bewegt. Dadurch wird der Bewegungspfad des Anschlags 11 freigegeben, so dass bei normaler Trennung des Hauptkontaktpaars der Knebel 9 in die in 1 gezeigte Ausgangslage zurückschwenken kann.
  • Im Fall eines Blockierens des Hauptkontaktpaars 100 bleibt der Kontakthebel 3 durch die Blockierung trotz Auslösen, d.h. Ausschalten des Magnetantriebs, in seiner in 2 gezeigten Stellung. Folglich ändert sich auch die Lage des Kniehebelgelenks 51 sowie die des Sperrelements 7 nicht, und die Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements bleibt in dem Bewegungspfad des sich in Richtung auf die Ausgangsstellung bewegenden Knebels 9 stehen. Folglich ist der bei der Auslösung in Richtung auf die Ausgangslage zurückschwenkende Knebel 9 mit seinem Anschlag 11 an der Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements 7 gehalten. Die Abmessungen sind vorzugsweise so gewählt, dass der Knebel 9 beispielsweise in einer Mittelstellung zwischen den beiden Endlagen gehalten ist, wenn die Kontakte blockiert sind, d.h. wenn das Sperrelement 7 trotz Auslösung in der Sperrlage verharrt. Dadurch ist ein Blockieren des Hauptkontaktpaars 100 leicht an der Knebelstellung zu erkennen.
  • 3 und 4 zeigen den offenen (3) und den geschlossenen (4) Zustand des Hauptkontaktpaars 100 und des Nebenkontaktpaars 200 von der bezüglich der 1 und 2 jeweils gegenüberliegenden Seite aus gesehen. In 3 sind die getrennten Nebenkontakte 23, 25 sowie die getrennten Hauptkontaktaufnahmen 101 und 103 deutlich zu erkennen. Zur Verdeutlichung wird noch einmal auf den Knebel 9 verwiesen, der den Anschlag 11 ausgebildet hat, der bezüglich des Knebelumfangs radial auswärts vorsteht. Wie in 3 deutlich zu erkennen ist, ist die Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements 7 bezüglich des Anschlags 11 des Knebels zurückgezogen, so dass der Knebel 9 in die in 3 gezeigte Endlage verschwenkt ist. Ferner ist in 3 die Achse 53 des Kniehebelgelenks zwischen Kontakthebel 3 und Kniehebel 5 gezeigt, auf deren in 3 abgewandtes Ende das Sperrelement 7 mit einer geeigneten Aufnahme (nicht gezeigt) aufgesteckt ist.
  • Analog 3 zeigt 4 die geschlossene Stellung des Hauptkontaktpaars 100 und des Nebenkontaktpaars 200. In dieser Figur ist deutlich zu erkennen, dass die Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements 7 in den Bewegungspfad des Anschlags 11 des Knebels 9 vorsteht. Bei blockierten Kontakten bleibt das Sperrelement 7 bzw. die Anschlagaufnahme 71 in dieser Stellung, so dass der in 4 beim Auslösen nach links verschwenkende Knebel 9 mit seinem Anschlag 11 in Eingriff mit der Anschlagaufnahme 71 gelangt und dieser Stellung gehalten wird. Wie zuvor erwähnt ist, zeigt diese Knebelstellung zwischen zwei möglichen Endlagen zuverlässig ein Blockieren der Hauptkontakte an, weil ein einfach aufgebautes mechanisches Element mit geringen Toleranzanforderungen verwendet werden kann, um den Knebel 9 in der vorgenannten Zwischenstellung zu arretieren.
  • Nachfolgend wird noch ergänzend auf die 5 eingegangen, die ein Ausführungsbeispiel eines Gehäuses für den selektiven Leitungsschutzschalter zeigt, welches zur Aufnahme des zuvor erläuterten Betätigungsmechanismus ausgelegt ist. Wie in 5 zu erkennen ist, hat das Gehäuse eine Vielzahl von Anlenkpunkten ausgebildet, an denen die verschiedenen in den vorhergehenden Figuren gezeigten Wellen und Hebel gelagert sind. Die Zuordnung der verschiedenen Lagerpunkte sowie die Ausbildung des Gehäuses zur Aufnahme der vorgenannten Auslösemechanismen, des Magnetantriebs etc. ergibt sich aus der Gestaltung des gezeigten Betätigungsmechanismus, so dass hier nicht weiter auf diese Einzelheiten eingegangen werden soll, um den Rahmen dieser Beschreibung nicht zu sprengen. In 5 ist das Gehäuse 800 aus zwei klappbaren Gehäusehälften 801 bzw. 802 aufgebaut. Am oberen Ende der rechten Gehäusehälfte 802 ist ein Knebel 9 dargestellt, der drehbar an dem Gehäuse gelagert ist. Fer ner zeigt 5 das in der rechten Gehäusehälfte 802 aufgenommene Sperrelement 7, das an seinem oberen, dem Knebel 9 zugewandten Ende die Anschlagaufnahme 71 aufweist. Am unteren Ende des Sperrelements 7 ist die Aufnahme zur Verbindung mit dem Kniehebelgelenk mit 73 bezeichnet. Ferner ist der an dem Knebel 9 ausgebildete Anschlag 11 angedeutet, der in der in 5 gezeigten Stellung die Anschlagaufnahme 71 des Sperrelements 7 passiert hat, d.h. das Sperrelement 7 befindet sich in der zurückgezogenen Stellung.
  • An der in 5 auf der linken Seite gezeigten Gehäusehälfte 801 sind Führungen 805, 807, 809 für das Sperrelement 7 ausgebildet. Die Führung umfasst eine Führungsnase 805, die an der Gehäusewandung einstückig ausgebildet ist. Die Führung für das Sperrelement 7 umfasst ferner eine in der linken Gehäusehälfte 801 ausgebildete Ausnehmung oder Vertiefung 807, in der das Sperrelement 7 verschiebbar angeordnet ist, wenn der selektive Leitungsschutzschalter zusammengebaut ist. Wie in 5 zu erkennen ist, ist am unteren Ende der Vertiefung 807 ein verbreiterter Abschnitt 809 ausgebildet, der so bemessen ist, dass sich das Sperrelement 7 mit seiner Aufnahme 73 zur Verbindung mit dem Kniehebelgelenk zwischen den beiden möglichen Endlagen bewegen kann. Die Führung des Sperrelements 7 in einer Vertiefung der Gehäusehälfte 801 dient nicht nur der Funktionssicherheit beim Betätigen des Sperrelements, d.h. bei der Verschiebung zwischen den beiden Endlagen, sondern sie dient auch der Versteifung des langen schlanken stabförmigen Sperrelements. Wenn das Sperrelement mit seiner Anschlagaufnahme 71 den Knebel 9 blockiert oder anhält, wenn die Hauptkontakte 100 blockiert sind, so können durch die Auslösebewegung des Hebels bzw. durch Manipulation durch einen Benutzer erhebliche Kräfte in Längsrichtung des Sperrelements 7 durch den Eingriff zwischen Anschlag 11 und Anschlagaufnahme 71 aufgebracht werden. Durch die lange schlanke Bauform des Sperrelements kann ein solches Bauteil vergleichsweise leicht knicken.
  • Diesem Ausknicken kann durch die Führung in einer Vertiefung 807, wie sie in 5 gezeigt ist, wirkungsvoll begegnet werden. Darüber hinaus wird noch einmal auf 2 verwiesen, in welcher eine Verdickung 75 an dem Sperrelement gezeigt ist. Diese Verdickung dient der Verstärkung gegen Ausknicken des Sperrelements 7. Diese Verstärkung 75 kann materialeinheitlich mit dem Sperrelement 7 ausgebildet sein; es kann aber auch ein nachträglich aufgebrachtes Verstärkungselement sein. Die Anordnung der Verstärkung wird entsprechend den Belastungsverhältnissen gewählt; da das Ausknicken jedoch etwa in der Mitte eines beidseitig eingespannten schlanken Stabs bei Aufbringen einer Axialkraft auftritt, ist die Verstärkung vorzugsweise im Bereich der Mitte des Sperrelements 7 angeordnet. Wenn das Sperrelement jedoch in anderen Bereichen geführt ist, so wird die Verstärkung vorzugsweise in der Mitte zwischen den Endpunkten der Führung angeordnet, d.h. in der Mitte der ungeführten freien Länge des Sperrelements 7.
  • Die vorliegende Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in Form eines selektiven Leitungsschutzschalters verkörpert ist. Es ist anzumerken, dass die Anzeige von blockierten trennba ren Kontakten auch in anderen automatischen Schaltern nützlich und sinnvoll sein kann, so dass ein solches Sperrelement, welches von den bewegten Kontakten angelenkt und in den Bewegungspfad eines Betätigungselements einführbar ist, ebenfalls von Bedeutung sein kann.
  • Es ist ein selektiver Leitungsschutzschalter offenbart, der ein trennbares Hauptstrombahnkontaktpaar 100 hat. Ein stabförmiges Sperrelement 7 ist mit dem bewegbaren Hauptkontakt 101 des Hauptstrombahnkontaktpaars wirkverbunden. Ein schwenkbarer Knebel 9 dient zum Schließen und Öffnen des Leitungsschutzschalters und bewegt sich beim Auslösen des Schalters zurück in seine Ausgangsstellung. Das Sperrelement 7 folgt der Bewegung des bewegbaren Hauptkontakts 101 und verharrt bei in der Schließlage blockierten Hauptkontakten in dem Bewegungspfad eines an dem Knebel 9 ausgebildeten Anschlags 11. Im Fall der Auslösung des Leitungsschutzschalters bei blockierten Hauptkontakten wird die Rückkehrbewegung des Knebels 9 in die Ausgangsstellung durch den Eingriff zwischen dem Anschlag 11 und dem Sperrelement 7 blockiert. Der Knebel 9 bleibt in einer Zwischenstellung stehen. Dadurch wird das Blockieren der Hauptkontakte zuverlässig angezeigt.

Claims (9)

  1. Selektiver Leitungsschutzschalter mit einem Gehäuse (800), einem Hauptstromkreis und einem Parallelstromkreis mit jeweils trennbaren Kontaktpaaren (100, 200), die durch Betätigung eines Knebels (9) geschlossen oder getrennt werden können, gekennzeichnet durch ein mit einem bewegbaren Hauptstromkreiskontakt (101) wirkverbundenes, in Führungen (805, 807, 809) am Gehäuse mindestens abschnittsweise geführtes und linear verlagerbares Sperrelement (7), das mit dem Überführen des Hauptstromkreiskontaktpaars in die Schließlage in einen Bewegungspfad des Knebels (9) gelangt und bei Blockieren des Hauptstromkreiskontaktpaars (100) in der Schließlage in dem Bewegungspfad des Knebels (9) verharrt und die Bewegung des Knebels (9) beschränkt.
  2. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) an seinem dem Bewegungspfad des Knebels (9) zugewandten Ende eine mit einem an dem Knebel (9) ausgebildeten Anschlag (11) in Eingriff bringbare Anschlagaufnahme (71) hat, die den Knebel (9) in einer Zwischenstellung zwischen zwei Endlagen hält.
  3. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) stabförmig ist und an seinem dem Hauptstromkreiskontaktpaar (100) zuge wandten Ende mit einer Steckaufnahme (73) versehen ist und auf ein sich mit dem bewegbaren Hauptstromkreiskontakt (101) bewegendes Bauteil (53) aufgesteckt ist.
  4. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Sperrelement (7) einstückig von dem bewegbaren Hauptstromkreiskontakt (101) bis in den Bewegungspfad des Knebels (9) durch das Gehäuse (800) erstreckt.
  5. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (805, 807, 809) einstückig am Gehäuse (800) ausgeformt sind.
  6. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das stabförmige Sperrelement (7) abschnittsweise mit einer Verstärkung (75) versehen ist, um die Knickfestigkeit des Sperrelements (7) zu erhöhen.
  7. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung eine materialeinheitliche Verdickung (75) des Sperrelements (7) ist, die im Bereich der Mitte des Sperrelements (7) ausgebildet ist.
  8. Leitungsschutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Knebel (9) schwenkbar an dem Gehäuse (800) gehalten ist und der Bewegungspfad des Knebels (9) ein Kreisbahnabschnitt ist.
  9. Leitungsschutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Auslöseeinrichtung, die den Leistungsschalter im Ansprechen auf einen Kurz schluss auslöst, um das Hauptstromkreiskontaktpaar (100) unter gleichzeitiger Bewegung des Knebels (9) von der einen Endlage in die andere Endlage und unter gleichzeitiger Bewegung des Sperrelements (7) aus dem Bewegungspfad des Knebels (9) zu trennen.
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