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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Abtastvorrichtung
zur Durchführung
des Verfahrens.
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Aus
dem Stand der Technik, beispielsweise aus der
DE 196 50 223 A1 , sind
ein Verfahren und eine Abtastvorrichtung bekannt. Dabei werden die Sensormittel
der Abtastvorrichtung zyklisch sequentiell angesteuert und führen somit
zyklisch ablaufende Abtastvorgänge
aus. Unbefriedigend bei diesem Stand der Technik ist, daß die Verfahren
nur für „offline”-Meßzwecke
einsetzbar sind.
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Die
DE 31 48 076 C2 offenbart
ein Verfahren zum Betreiben einer Abtastvorrichtung sowie eine entsprechende
Vorrichtung, wobei durch einen Synchrongeber, der mit einer Synchronmarkierung
zusammenwirkt, ein Signal zur Ansteuerung eines Messkopfes erzeugt
wird.
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Es
besteht demgemäß die Aufgabe,
ein Verfahren zum Betreiben einer Abtastvorrichtung und eine der
Durchführung
dieses Verfahrens dienende Abtastvorrichtung zu schaffen, wodurch
auch „online”-Messungen
durchführbar
sind.
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Die
Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht dadurch gelöst, daß nach Maßgabe und
in Abhängigkeit
von der Detektierung eines auf dem Druckmedium in einem in Transportrichtung
des Druckmediums vorbestimmten Abstand zum Meßobjekt angeordneten Referenzobjektes
we nigstens ein Triggersignal generiert wird und daß aufgrund
des Triggersignals ein das Meßobjekt
erfassender Abtastvorgang ausgelöst
wird.
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Charakteristisch
für das
erfindungsgemäße Verfahren
ist einerseits die Detektierung des Referenzobjekts und andererseits
die von der auf einen Lagesensor bezogenen absoluten Lage des Meßobjektes
zeitlich entkoppelte und durch ein Triggersignal ausgelöste Abtastung
des Meßobjektes.
Dadurch ist das erfindungsgemäße Verfahren
auch für „online”- oder „inline”-Meßzwecke
einsetzbar.
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Im
Regelbetrieb des Druckprozesses, d. h. wenn die Transportgeschwindigkeit
des Druckmediums annähernd
konstant ist, kann eine alternative Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
darin bestehen, daß nach
Maßgabe
der laufend ermittelten Geschwindigkeit des Druckmediums und des
in Transportrichtung des Druckmediums vorbestimmt verlaufenden Abstands
zwischen dem Referenzobjekt und dem Meßobjekt ein gegenüber dem
Zeitpunkt der Detektion des Referenzobjekts zeitlich verzögertes Triggersignal
ausgelöst
wird. In diesem Fall ist ein in Druckrichtung zeitliches Bezugssystem
vorhanden.
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Um
ein Referenzobjekt sicher detektieren bzw. von anderen Druckobjekten
separieren zu können,
kann zur Detektierung des auf dem Druckmedium angeordneten Referenzobjekts
ein in Abhängigkeit
von der Positionierung des Referenzobjekts auf dem Druckmedium gesetztes
Suchfenster für
die zugeordneten Sensormittel definiert und gespeichert werden.
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In
vorrichtungstechnischer Hinsicht ist die oben angegebene Aufgabe
bei einer Abtastvorrichtung mit wenigstens einem auf einem Druckmedium angeordneten
Meßobjekt
und mit Sensormitteln zum Abtasten des Meßobjekts dadurch gelöst, daß die Sensormittel
eine Anzahl von Meßköpfen umfassen und
daß in
Abhängigkeit
von der mittels eines ausgewählten
Meßkopfes
vorgenommenen Detektierung eines auf dem Druck medium in einem in
Transportrichtung des Druckmediums vorbestimmten Abstand zum Meßobjekt
angeordneten Referenzobjektes die daraufhin aktivierten Meßköpfe das
Meßobjekt
detektieren und abtasten. Indem mindestens ein einzelner Meßkopf der
Abtastvorrichtung zum Detektieren mindestens eines Referenzobjektes
eingesetzt wird und somit die übrigen
Meßköpfe einen
dadurch ereignisgesteuerten Abtastvorgang ausführen, läßt sich die Messung an einem
vorausbestimmten Ort auslösen.
Die Abtastvorrichtung ist somit insbesondere für sog. „inline”-Messungen, d. h. Messungen
der optischen Dichte im laufenden Druckprozeß, einsetzbar.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung kann darin bestehen, daß das Meßobjekt
als sich in seiner Längserstreckung
annähernd
entlang einer quer zur Transportrichtung des Druckmediums verlaufenden
Koordinatenrichtung erstreckender Meßstreifen ausgebildet ist,
welcher eine linear angeordnete Kette von Meßfeldern bestimmter Farbdichtewerte
aufweist, wobei jedem der Meßköpfe wenigstens
ein Meßabschnitt
zur Detektion und Abtastung zugeordnet ist, so daß sich dadurch
eine präzise
und kalibrierbare optische Messung durchführen läßt. Dazu läßt sich derselbe oder ein weiterer
Meßstreifen zur
Referenzmessung einsetzen, indem als Referenzobjekt wenigstens ein
Meßfeld
des Meßstreifens vorgesehen
ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung
sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
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Anhand
der beigefügten
Zeichnung sollen nachstehend Ausführungsformen der Erfindung
näher erläutert werden.
In schematischen Ansichten zeigen:
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1 eine
vereinfachte im wesentlichen stirnseitige Ansicht einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung,
die über
einer ein Druckmedium umlenkenden Meßwalze einer Druckmaschine quer
zur Transportrichtung des Druckmediums translatorisch bewegbar angeordnet
ist, wobei die Abtastvorrichtung eine Anzahl von Meßköpfen zum
Detektieren mindestens eines auf dem Druckmedium aufgebrachten Referenz-
und Meßobjektes aufweist,
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2 eine
Teildraufsicht einer Ausführungsform
eines quer zur Transportrichtung des Druckmediums angeordneten Meßobjektes
zur optischen Dichtemessung, wobei das Meßobjekt als Meßstreifen
mit darin sequentiell angeordneten Meßfeldern bestimmter Farbdichtewerte
ausgebildet ist,
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3 eine
Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der in der Druckmaschine
aufgenommenen Abtastvorrichtung mit einer zur Verarbeitung der von
der Abtastvorrichtung erfaßten
Meßwerte und
zur Steuerung der Abtastvorrichtung vorgesehenen Steuerelektronikeinrichtung
sowie
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4 eine
Prinzipskizze der zur erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung gehörenden und
zum Anschluß an
eine Datenverarbeitungsanlage vorgesehenen Steuerelektronikeinrichtung,
welche mehrere Eingabe/Ausgabe-Schnittstellen zur Meßwertaufnahme
und Steuersignalausgeabe sowie Triggersignalübermittlung aufweist.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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1 veranschaulicht
die erfindungsgemäße Abtastvorrichtung 10 in
einer ersten Ausführungsform,
welche während
eines laufenden Druckprozesses zum densitometrischen Ausmessen eines über eine
in einer Druckmaschine 11 aufgenommenen Walze 12 transportierten
Druckmediums 13, wie beispielsweise Druck- bzw. Papierbahnen
oder Druckbögen,
dient. Dazu umfaßt
die Abtastvorrichtung 10 eine Anordnung von im Ausführungsbeispiel
im wesentlichen äquidistant
voneinander beabstandet angeordneten Meßköpfen 14, wobei diese
Anordnung von Meßköpfen 14 auf einer
Schlitteneinrichtung 15, die auf einer Führungsschiene 16 verschieblich
gelagert ist, montiert ist. Die Führungsschiene 16 erstreckt
sich zusammen mit der Schlitteneinrichtung 15 quer zur
Transportrichtung des Druckmediums 13 und ist über der
als Meßwalze
dienenden Walze 12 der Druckmaschine 11 und zwar
parallel zu deren Zylinderachse montiert, so daß die Abtastvorrichtung 10 mittels
der Schlitteneinrichtung 15 quer zur Transportrichtung
und somit entlang der Breite der über die Walze 12 geführten Papierbahn 13 verschieblich
ist. Dabei ist im Ausführungsbeispiel
auf dem Druckmedium 13, also den Druckbögen oder Druckbahnen, ein als
Meßstreifen
ausgebildetes Meßobjekt 17 zur optischen
Dichtemessung aufgebracht, wobei der Meßstreifen 17 eine
linear angeordnete Reihe von Meßfeldern 19 umfaßt und sich
quer zur Transportrichtung, d. h. in Richtung der Breite des Druckmediums 13,
erstreckt. Jedes der Meßfelder 19 weist
jeweils einen bestimmten Farbdichtewert auf. Zur Initialisierung
der erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung 10 ist
auf dem Druckmedium 13 in einem in Transportrichtung vorbestimmten
Abstand zum Meßstreifen 17 eine
Positionsmarke als Referenzobjekt 20 vorgeordnet, wobei
zur Erfassung des Referenzobjekts 20 im Ausführungsbeispiel
ein weiterer Meßkopf 14' vorgesehen
ist, der bezüglich
der durch die Transportrichtung definierten Koordinatenachse gegenüber den übrigen Meßköpfen 14 nachgeordnet
ist. Durch das Erfassen einer derartigen Positionsmarke 20 mittels
des zugeordneten Meßkopfes 14' erfolgt ein
Triggersignal einer in der Abtastvorrichtung 10 aufgenommenen
und benachbart zum für
die Referenzmessung vorgesehenen Meßkopf 14 angeordneten Triggereinheit 22; über eine
elektrische Zuleitung 23 wird das Triggersignal einer Steuerelektronikeinrichtung 24 zugeführt und
verarbeitet, wonach das verarbeitete Signal über eine weitere elektrische
Zuleitung 23' einer
Datenverarbeitungsanlage 25 übermittelt wird. Im Zusammenwirken
mit einem in der Datenverarbeitungsanlage 25 implementierten
Steuerprogramm wird eine mit der Datenverarbeitungsanlage 25 elektrisch
wirkverbundene Positionscontrollereinrichtung 26 angesteuert,
welche die Abtastvorrichtung 10 quer zur Druckrichtung
verschiebt und in Abhängigkeit
des Referenzobjektes 20 diese mittels eines Meßkopfes 14' bezüglich der
optischen Dichte vermißt.
Mit der parallel dazu, mittels eines in der Abtastvorrichtung 10 angebrachten
Wegmeßgebers 27, gemessenen
relativen Position der Schlitteneinrichtung 15 orthogonal
zur Transportrichtung des Druckmediums 13 sowie dem gemessenen
Dichteverlauf wird die Lage des Referenzobjektes 20 und
damit die Lage der Meßobjekte 17 orthogonal
zur Transportrichtung ermittelt.
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Die
translatorische Auslenkung der Abtastvorrichtung 10 mittels
der Schlitteneinrichtung 15 erfolgt anhand der Lage der
gedruckten Meßobjekte sowie
der Lage der Referenzobjekte derart, daß koinzidierend mit dem am
Ort der Meßwalze 12 einlaufenden
Meßstreifen 17 die
Schlitteneinrichtung 15 der Abtastvorrichtung 10 in
Richtung der Breite auf die gewünschte
Position gebracht wurde. Der auf dem durchlaufenden Druckmedium 13 mitgeführte Meßstreifen 17 ist
somit von der Abtastvorrichtung 10 an den vorausbestimmten
Positionen erfaßbar.
Jeder der zur Dichtemessung vorgesehenen Meßköpfe 14 mißt jeweils
zugeordnete Meßabschnitte 19' auf dem Meßstreifen 17,
d. h. jeder der zur Dichtemessung vorgesehenen Meßköpfe 14 wird
von der Schlitteneinrichtung 15 über den ihm jeweils zugeordneten Meßabschnitt 19' geführt. Im
Ausführungsbeispiel umfaßt ein in
einem Meßstreifen 17 aufgenommener Meßabschnitt 19' zwei Meßzonen 19'', wobei jede einzelne Meßzone 19'' Meßfelder 19 unterschiedlicher
Farbdichtewerte umfaßt.
Zur Verbesserung der Meßgenauigkeit
weist die Abtastvorrichtung 10 eine Blitzbelichtungseinheit 30 auf,
die eine Lichtquelle und entsprechend der Anzahl der Meßköpfe mehrere Lichtleiterfasern 30' umfaßt, wobei
das von der Lichtquelle emittierte Meßlicht über jeweils eine Lichtleitfaser 30' einem dazu
korrespondierenden Meßkopf 14, 14' optisch zugeführt wird.
Jeder über
die jeweilige Lichtleitfaser 30' mit der Blitzbelichtungseinheit 30 optisch
wirkverbundene Meßkopf 14 erhält einen Meßlichtimpuls
für die
Zeitdauer des Abtastvorgangs, so daß die jeweils abzutastenden
Meßfelder 19 ausreichend
und definiert ausgeleuchtet sind.
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2 zeigt
in einer Teilansicht ein Ausführungsbeispiel
des Meßstreifens 17,
welcher auf dem Druckmedium 13 etwa quer zur Transportrichtung des
Druckmediums 13 aufgebracht ist. Entsprechend der Anzahl
der von der erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung 10 umfaßten Meßköpfe 14 weist
der Meßstreifen 17 eine
Vielzahl von hintereinander angeordneten Meßzonen 19'' auf, die identisch ausgebildet
sind. Dazu umfaßt
jede Meßzone 19'' im Ausführungsbeispiel jeweils vier
Meßfelder 19,
wobei jedes Meßfeld 19 einen
bestimmten Farbdichtewert aufweist. Jedem Meßkopf 14 sind jeweils
zwei benachbarte Meßzonen 19'' zugeordnet, wobei diese beiden
Meßzonen 19'' durch eine mittig zwischengeordnete
schmale Spur 19''' voneinander getrennt sind. In
einem Meßzyklus
werden sowohl die definierten Meßfelder 19 als auch
die Dichte der Spur 19''' gemessen. Damit wird eine Lageänderung
des Meßstreifens
als auch eine mögliche
Kontraktion detektiert und in die Positionierung der Meßköpfe quer
zur Transportrichtung des Druckmediums berücksichtigt.
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3 zeigt
in einer schematischen Darstellung eine weitere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung 10.
Dabei wird das Druckmedium 13, wie z. B. eine Papierbahn,
durch ein Druckwerk 32 der Druckmaschine 11 geführt und über eine
Meßwalze 12 umgelenkt.
Wie bei der ersten Ausführungsform
umfaßt
diese Ausführungsform der
ebenfalls über
der Meßwalze 12 angeordneten Abtastvorrichtung 10 eine
Anzahl von äquidistant
angeordneten Meßköpfen 14 zur
Detektion des Meßstreifens 17,
wobei die Abtastvorrichtung 10 mittels der Schlitteneinrichtung 15 entlang
der Zylinderachse der Meßwalze 12 verschieblich
ist. Wie bei der ersten Ausführungsform
ist in Umlaufrichtung der Meßwalze 12 relativ
zur Abtastvorrichtung 10 ein gesonderter Meßkopf 14' zum Detektieren
einer als Referenzobjekt 20 vorgesehenen Positionsmarke
ortsfest angeordnet. Alle Meßköpfe 14, 14' sind mit einer Steuerelektronikeinrichtung 24 elektrisch
wirkverbunden. Über
einen an einer der vom Druckwerk 32 umfaßten Druckwalzen 32' vorgesehenen
und die aktuelle Winkellage φ der
Druckwalze 32' erfassenden Meßwertgeber
nimmt diese Steuerelektroni keinrichtung 24 ferner laufend
den aktuellen Winkellage-Meßwert φ auf und
verarbeitet diesen. Einerseits wird durch das Erfassen des Referenzobjektes
bzw. der Positionsmarke 20 mittels des zugeordneten Meßkopfes 14' die Lage des
Referenzobjektes 20 in Bezug zur Winkellage φ der maßgebenden
Druckwalze ermittelt, andererseits wird anhand der Lage des Referenzobjektes 20 und
der aktuellen Winkellage φ von
der Steuerelektronik 24 die Abtastung der Meßfelder 19 getriggert
sowie das Suchfenster zur Erfassung des Referenzobjektes 20 selbst
vorgegeben. Die Meßköpfe 14,
die Blitzbelichtungseinheit 30 sowie die Schlitteneinrichtung 15 erhalten
von der Steuerelektronikeinrichtung 24 Trigger- und Stellsignale
zum Abtasten der Meßfelder 19 sowie
zur Ausführung
der sich quer zur Transportrichtung erstreckenden Bewegung. Über einen
mit der Steuerelektronikeinrichtung 24 elektrisch wirkverbundenen
Prozeßleitstand 34 sind
einerseits in der Steuerelektronikeinrichtung 24 anfallende
Meßdaten
abrufbar und gleichzeitig visualisierbar und andererseits Daten
in den dort ablaufenden Steuerungsprozeß einspeisbar.
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Mithin
ergibt sich für
die in 1 und 3 veranschaulichten Ausführungsformen
folgendes Funktionsprinzip für
die erfindungsgemäße Triggerung:
Die Triggerung erfolgt in Abhängigkeit
von dem an der Druckwalze 32' vorgesehenen
als Drehgeber oder Winkelgeber ausgebildeten Meßwertgeber, der aufgrund des
vorbestimmten Abstands zwischen Meßobjekt 17 und Referenzobjekt 20 mit
dem in Transportrichtung des Druckmediums 13 liegenden Ort
des Referenzobjekts 20 und des Meßobjekts 17 präzise synchronisierbar
ist, so daß der über den Meßwertgeber
ermittelte Wert des Winkels φ der Druckwalze 32' ein Maß für die relativ
zum Ort des Referenzobjektes 20 bezogene Lage des Meßobjektes 17 ist.
Der zur Detektion des Referenzobjekts 20 vorgesehene Meßkopf 14' erhält von der
Steuerelektronikeinrichtung 24 ein vom Winkelgeber und
der möglichen
Winkellage des Referenzobjektes definiertes Ortsfenster, innerhalb
dessen der Meßkopf 14' nach dem Referenzobjekt 20 sucht.
Bei einem detektierten Referenzobjekt 20 übermittelt
der Meßkopf 14' der Steuerelektronikeinrichtung 24 ein
entsprechendes Signal, wobei die Steuerelektronikeinrichtung 24 den
zeitlich dazu korrespondierenden Wert des Winkels φ abfragt,
abspeichert und über
einen Filteralgorithmus die aktuelle, für die weiteren Aktionen maßgebende
Winkellage φ des
Referenzobjektes 20 ermittelt. Parallel dazu bzw. zeitlich
entkoppelt wird bei Erreichen des unter Berücksichtigung des Druckwalzenradius
berechneten Triggerwinkels φT, welcher in einer funktionalen Beziehung
zur Winkellage φ des
Referenzobjektes 20 und zum Abstand Referenzobjekt 20 – Meßobjekt 17 steht
und somit als Fenster zum Erfassen des zur Dichtemessung vorgesehenen
Meßobjektes 17 dient,
von der Steuerelektronikeinrichtung 24 ein Triggersignal
an die Blitzbelichtungseinheit 30 und die Meßköpfe ausgelöst, wonach
die Blitzbelichtungseinheit zusammen mit den Meßköpfen die Dichte der jeweiligen
Meßobjekte
mißt.
Während
des Abtastvorganges erfaßt
jeder Meßkopf 14 innerhalb
der ihm jeweils zugeordneten Meßzonen 19'' eine gemäß 2 zwischengeordnete
Spur 19'''. Das Vermessen der jeweiligen Spuren 19''' erlaubt
eine Kalibrierung der Meßkopfpositionen
quer zur Transportrichtung. Dieses Triggerungsprinzip ist somit
vorteilhaft bereits während
des Hochfahrens der Druckmaschine 11 einsetzbar, wenn die
Transportgeschwindigkeit noch nicht konstant ist. Außerdem ist
dieses Triggerungsverfahren dann vorteilhaft beim Hochfahren einzusetzen,
wenn das Referenzobjekt 20 noch nicht detektiert werden kann,
die Lage der Meßobjekte
jedoch bekannt ist.
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Eine
dazu alternative Triggerungsvariante weist folgendes Funktionsprinzip
auf: Die Triggerung erfolgt in Abhängigkeit von der Detektion
eines Referenzobjekts 20 durch den dafür vorgesehenen Meßkopf 14'; da der Abstand
zwischen Referenzobjekt 20 und Meßobjekt 17 in Transportrichtung
vorbestimmt und in der Steuerelektronikeinrichtung 24 gespeichert
ist, löst
die Steuerelektronikeinrichtung 24 bei einem detektierten
Referenzobjekt 20 ein gegenüber diesem Ereignis zeitlich
verzögertes
Triggersignal an die Abtastvorrichtung 10 aus, wonach die
Abtastvorrichtung 10 ihre translatorische Auslenkbewegung ausführt und
das am Meßort,
d. h. am Ort der Meßwalze 12,
einlaufende Meßobjekt 17 abtastet.
Dabei steht die zeitliche Verzögerung
des Triggersignals in funktionaler Abhängigkeit von dem vorbestimmten Abstand
zwischen Referenzobjekt 20 und Meßobjekt 17 und der
laufend ermittelten Transportgeschwindigkeit des Druckmediums 13 in
der Druckmaschine 11. Diese Triggerungsvariante ist vorzugsweise
während
des Regelbetriebs bzw. der Fortdruckphase der Druckmaschine 11 einsetzbar,
wenn die Transportgeschwindigkeit einen annähernd konstanten Geschwindigkeitswert
einnimmt.
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Bei
beiden Triggerungsvarianten kann vorgesehen sein, daß das Triggersignal
entsprechend der Papierdehnung zwischen dem Ort des Winkellage-Meßwertgebers
und dem Dichtemeßort
fortlaufend korrigiert wird, indem ein Referenzobjekt 20 bzw.
eine Positionsmarke auf der Papierbahn 13 in der Nähe des Meßortes abgetastet
wird. Um auch ein Referenzobjekt, das mit geringer optischer Dichte
auf dem Druckmedium 13 aufgedruckt ist, sicher detektieren
zu können,
kann die Korrektur des Triggersignals durch analoges oder digitales
Filtern erfolgen. Um zu vermeiden, daß Referenzobjekt-ähnliche
Elemente auf dem Druckmedium 13 als Referenzobjekte 20 ungewollt
detektiert werden, kann ein Such- bzw. Ortsfenster für das Referenzobjekt 20 definiert
werden, dessen Lage relativ zum Triggersignal bestimmt wird. Das
Suchfenster wird vor dem erwarteten Durchlauf des Referenzobjekts 20 geöffnet und
nach der Detektion des Referenzobjekts 20 geschlossen. Es
kann ferner als Referenzobjekt 20 beispielsweise auch ein
einzelnes Meßfeld 19 eines
zur Dichtemessung vorgesehenen Meßstreifens 17 verwendet
werden. Schließlich
sind auch Passermarken als Referenzobjekte 20 verwendbar.
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4 zeigt
eine konkrete Ausgestaltung der Steuerelektronikeinrichtung 24,
die als PC-Einsteckplatine mit einem Steckverbinder 24 für eine entsprechende
Schnittstelle eines Personalcomputers als Prozeßleitstand 34 ausgebildet
ist. Die Steuerelektronikeinrichtung 24 weist mehrere Eingabe/Ausgabe-Schnittstellen 36, 37, 38, 39 auf,
von denen eine erste Schnittstelle 36 mit dem der Positionscontrollereinrichtung 26 der
Ab tastvorrichtung 10 zugeordneten Wegmeßgeber 27 zur Bestimmung
der relativen Position der Schlitteneinrichtung 15 bezüglich der quer
zur Transportrichtung des Druckmediums 13 orientierten
Koordinatenachse elektrisch wirkverbunden ist, wobei der Wegmeßgeber 27 vorzugsweise als
Inkrementalgeber mit Nullindex ausgebildet ist. Eine zweite Schnittstelle 37 ist
zur translatorischen Bewegungsbetätigung der Abtastvorrichtung 10 vorgesehen
und im Ausführungsbeispiel
als serielle RS422-Schnittstelle ausgebildet, während eine dritte Schnittstelle 38 der
densitometrischen Meßwerterfassung
durch die Meßköpfe 14 dient
und wegen der mithin erforderlichen höheren Datenübertragungsrate als serielle
RS422-Schnittstelle ausgebildet ist und ferner eine vierte Schnittstelle 39 einerseits
der Meßwerterfassung
sowohl des an der Druckwalze 32' zur Aufnahme der Winkellage angeordneten
Meßwertaufnehmers 40 als
auch des zur Referenzobjekterfassung vorgesehenen Meßkopfes 14' dient und andererseits
zur Übermittlung
von Triggersignalen an die Meßköpfe 14, 14' vorgesehen
ist.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist zur Justage bzw. Kalibrierung der Meßköpfe 14 einsetzbar,
wobei zur exakten Positionierung der Meßköpfe 14 relativ zu
den Meßfeldern 19 bzw.
Meßzonen 19'' ein Meßfeld 19 quer zur
Transportrichtung des Druckmediums 13 dadurch erkannt wird,
indem ein zugeordneter Meßkopf 14 schrittweise
verfahren und ein Dichtemaximum bzw. Dichteminimum gesucht wird.
Da die Meßwalze 12,
die im übrigen
auch beispielsweise zusätzlich
die Funktion einer Kühlwalze erfüllen kann,
einer Trocknereinrichtung der Druckmaschine 11 nachgeordnet
ist, kann über
die meßtechnisch
ermittelte Lage bzw. Abstände
der einzelnen Spuren 19''' durch eine Justierung der Meßkopfabstände ein
möglicher
Schrumpf des Papiers kompensiert werde. Der Meßstreifen 17 kann
als Druckbild auf dem Druckmedium 13 aufdruckt sein.
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Um
bereits während
des Hochfahrens des Druckprozesses, d. h. wenn das Referenzobjekt 20 noch
nicht erkennbar ist, Dichtemessungen vornehmen zu können, sieht
eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, daß bei
geeigneter Größe der Meßobjekte 17 auf
bekannte, abgespeicherte Lagen von Referenzobjekten 20 zurückgegriffen
wird.
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Das
Verfahren und die Vorrichtung sind auch zur Farb- bzw. spektralen
Messung anwendbar.