-
"Vorrichtung zum Erfassen und Aussortieren von Makulatur Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen und Aussortieren von Makulatur beim Bedrucken
eines Bedruckstoffes, der nach Durchlaufen mehrerer Druckwerke in Form einzelner
Drucke über einen Auslegeförderer abgeführt wird, an dem ein Makulaturaussortierer
vorgesehen ist, durch den aus dem Strom der Drucke diejenigen- aussortiert werden,
die durch Messeinrichtungen mit entlang des Bedruckstoflweges angeordneten Messorten
als Makulatur erfasst worden sind.
-
Aus der DT-OS 2 058 424 ist bereits eine Vorrichtung der vorgenannten
Art bekannt, bei der zur Erfassung der nicht registerhaltigen Drucke eine Messeinrichtung
vorgesehen ist, welche die
jedem Druck zugeordneten Passermarken
erfasst und ein dem Abstand der Passermarken entsprechendes Ausgangssignal an eine
nachgeschaltete Grenzwertstufe liefert, die bei Überschreiten eines vorgegebenen
Registerfehlers ein Markierwerk ansteuert, das daraufhin eine Markierung auf den
nicht registerhaltigen Druck aufbringt. Die über den Auslegeförderer abgeführten
Drucke durchlaufen eine Abtasteinrichtung für die Markierungen, die die mit Markierungen
versehenen Drucke erfasst und eine Weiche zum Aussortieren der mit Markierungen
versehenen Drucke ansteuert. Bei der bekannten Vorrichtung wird jeder fehlerhafte
Druck mindestens zweimal erfasst, nämlich zunächst von der Messeinrichtung und dann
von der Abtasteinrichtung. Die Erfassung von mit Markierungen versehenen Drucke
durch die Abtasteinrichtung bereitet jedoch insbesondere bei mit hoher Geschwindigkeit
arbeitenden Druckmaschinen Schwierigkeiten, da die Drucke Uber den Auslegeförderer
normalerweise schuppiert abgeführt werden, beispielsweise in einer Schuppierung
bis zu 90 %, so dass kaum noch alle markierten Drucke sicher erfasst und aussortiert
werden können.
-
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die durch Messeinrichtungen als Makulatur
erfassten Drucke selbst bei höchsten Arbeitsgeschwindigkeiten sowie hoher Schuppierung
noch einwandfrei automatisch aussortiert werden.
-
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art, die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass zur Steuerung des Makulaturaussortierers
ein Schieberegister vorgesehen ist, die Anzahl der Schieberegisterstufen entsprechend
der Anzahl der Drucke gewählt ist, die sich zwischen dem Makulaturaussortierer
und
dem Messort der vom Makulaturaussortierer am weitesten entfernten Messeinri chtung
befinden, die Schieberegisterstufen, die an den Messorten der Messeinrichtungen
entsprechenden Stellen liegen, jeweils einen Paralleleingang aufweisen, über den
ein von der zugeordneten Messeinrichtung beim Erfassen eines fehlerhaften Druckes
erzeugtes Makulatursignal in das Schieberegister einspeicherbar ist, zur Erzeugung
von Schiebeimpulsen für das Schieberegister ein Schiebeimpulsgenerator vorhanden
ist, der pro Druck einen Schiebeimpuls an das Schieberegister liefert, und der Makulaturaussortierer
in Abhängigkeit von den am Ausgang des Schieberegisters auftretenden Makulatursignalen
betätigt wird.
-
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird also der Weg des normalerweise
in Form von Papier vorliegenden Bedruckstoffes durch ein Schieberegister nachgebildet,
wobei die Markierung der als Makulatur erfassten Drucke sozusagen elektronisch durch
Makulatursignale erfolgt, die in das Schieberegister eingespeichert werden und im
Takt mit der Laufgeschwindigkeit der Drucke in der Druckmaschine durch das Schieberegister
geschoben werden, so dass das einem fehlerhaften Druck zugeordnete Makulatursignal
am Ausgang des Schieberegisters jeweils dann erscheint, wenn der betreffende Druck
zur Aussortierung durch den Makulaturaussortierer bereitsteht. Der Makulaturaussortierer
wird durch die am Ausgang des Schieberegi sters auftretenden Makulatursignale gesteuert,
wodurch alle von den Messeinrichtungen als Makulatur erfassten Drucke durch den
Makulaturaussortierer vom Auslegeförderer abgezweigt werden.
-
Da moderne Druckmaschinen häufig mit verschiedenen Druckprogrammen
gefahren werden können, bei denen die von den Drucken zu durchlaufende Wegstrecke
eine unterschiedliche Länge aufweist, wird die Vorrichtung nach der Erfindung vorzugsweise
so ausgestaltet, dass die Anzahl der Stufen des Schiebereglsters zum Zwecke der
Anpassung des Schieberegisters an die jeweilige Länge der von den Drucken zu durchlaufenden
Wegstrecke einstellbar ist.
-
Zweckmässigerweise erfolgt das Zu- bzw. Abschalten von Schieberegisterstufen
mittels eines Kreuzschlenenverteil ers, der vorzugsweise am Bedienungsstand der
Druckmaschine angeordnet ist.
-
Zur Erzeugung der Schiebeimpulse fUr das Schieberegister tst zweckmässigerweise
ein Schiebeimpul sgenerator vorgesehen, der bei Durchlauf eines Druckes jeweils
einen Schiebeimpuls liefert.
-
Der Schlebeimpulsgenerator enthält vorzugsweise einen Tastschalter,
der bei jeder Umdrehung des Formzylinders eines Druckwerkes kurzzeitig betätigt
wird.
-
Neben Messeinrichtungen zum Erfassen von nicht registerhaltigen Drucken
sind zweckmässigerweise weitere Messeinrichtungen zum Erfassen von im Bedruckstoff
vorgesehenen Klebestellen sowie zum Erfassen von Rakelstreifen aufweisenden Drucken
vorgesehen.
-
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen
in Verbindung mit einer Tiefdruck-Rotations-Maschine näher erläutert. Die Vorrichtung
nach der Erfindung kann jedoch auch beim Hochdruck und Offsetdruck sowohl in Bogen-
als auch Papierrollen-Rotations-Maschinen eingesetzt werden, sofern bei diesen Maschinen
eine Aussortierung von Makulatur erforderlich
ist. In jedem Anwendungsfall
wird die von den Drucken zu durchlaufende Wegstrecke durch ein Schieberegister nachgebildet
und der Makulaturaussortierer in Abhängigkeit von den am Ausgang des Schieberegisters
auftretenden Makulatursignalen gesteuert.
-
In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung in einer Rollen-Rotationsmaschine, Fig. 2 ein SchaLtbild zur Erläuterung
der Zu- bzw. Abschaltung von Schieberegisterstufen mittels eines Kreuzschienenverteil
ers, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Messeinrichtung zum Erfassen von
Rakelstreifen, Fig. 3a eine Seitenansicht der Messeinrichtung nach Fig. 3, Fig.
4 ein Schaltbild der Messeinrichtung nach Fig. 3.
-
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Druckmaschine weist einen Papierrollenträger
1 auf, der für die Aufnahme von zwei Papierrollen 2 und 3 eingerichtet ist. Die
beispielsweise von der Papierrolle 2 ablaufende Papierbahn 4 durchläuft mehrere
hintereinander angeordnete Druckwerke 51 X von denen jedes zum Aufdruck einer Farbe
auf eine Papierseite dient und deren Zahl daher von der Anzahl der zu druckenden
Farben abhängt. In Fig. 1 sind lediglich die beiden ersten Druckwerke 51 und 52
sowie das letzte Druckwerk 5 dargestellt. In Fig. 1 sind von jedem Druckwerk jeweils
nur
der Formzylinder 6 und der Gegendruckzylinder 7 sowie nicht näher bezeichnete Papierleitwalzen
dargestellt. Bei jeder Umdrehung des Formzylinders eines Druckwerkes wird ein Druck
auf die Papierbahn aufgebracht. Zur Kontrolle der Registerhaltigkeit (Deckungsgleichheit)
der Drucke werden durch die Druckwerke auf die Papierbahn auch noch Passermarken
aufgedruckt, die auf Deckungsgl ei chheit abgetastet werden. Bei nicht übereinanderstimmenden
Passermarken bewirkt der Registerregler eine entsprechende Korrektur durch eine
entsprechende Verschiebung der Papierbahn zum Formzylinder. Zur Erfassung der vom
ersten Druckwerk 51 und vom zweiten Druckwerk 52 aufgedruckten Passermarken ist
dem zweiten Druckwerk 52 eine Messeinrichtung 82 zugeordnet, die bei Durchlauf jedes
bereits aus zwei übereinandergedruckten Farben bestehenden Druckes jeweils die beiden
Passermarken photoelektrisch abtastet und dementsprechend zwei Messimpulse liefert,
deren zeitlicher Abstand vom Längenabstand der Passermarken und von der Paplergeschwindigkeit
abhängt. Zur Erzielung eines dem Längenabstand der beiden Passermarken proportionalen
Messwertsignals ist der Messeinrichtung ein Messumformer 9 nachgeschaltet, dem das
Ausgangssignal eines Tachodynamos 10 zugeführt wird, der vom Formzylinder 6 des
ersten Druckwerkes 51 angetrieben wird und daher ein der Papiergeschwindigkeit proportionales
Ausgangssignal liefert. Der Messumformer erzeugt ein dem tatsächlichen Längenabstand
der Passermarken entsprechendes Messwertsignal, beispielsweise durch Integration
des Ausgangssignals des Tachodvnamos über das von den Messimpulsen der Messeinrichtung
festgelegte Zeitintervall. Der Messumformer 92 wird zur Auswertung der Lage der
Passermarken nur dann wirksam gemacht, wenn sich am Messort der Messeinrichtung
82
der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drucken vorgesehene Papierstreifen mit den
aufgedruckten Passermarken befindet. Zu diesem Zweck ist beispielsweise zwischen
dem Ausgang der Messeinrichtung 82 und dem Eingang des Messumformers ein Torschaltkreis
112 vorgesehen, der den Ausgang der Messeinrichtung mit dem Eingang des Messumformers
nur bei Vorliegen eines Tastimpulses verbindet, der von einem vom Form-12 ylinder
6 des Druckwerkes 51 angetriebenen Zylindertaster/geliefert wird, wenn der Messort
von den druckfreien Papierstreifen mit den Passermarken durchlaufen wird.
-
Das vom Messumformer 92 erzeugte Messwertsignal, dessen Grösse ein
Maß für die Registerhaltigkeit der Drucke ist und das daher im Registerregler zur
Korrektur des Registerfehlers dient, wird einer Schwellwertstufe 132 zugeführt,
die ein Makulatursignal erzeugt, wenn das Messwertsignal einen vorgegebenen Schwellwert
übersteigt. Die Ansprechschwelle der Schwellwertstufe ist zweckmässigerweise einstellbar,
beispielsweise mittels eines Potentiometers, so dass der Schwellwert von Fall zu
Fall entsprechend dem noch tolerierbaren Registerfehler eingestellt werden kann.
-
Neben der zur Erfassung des Umfangregisterfehlers dienenden Messeinrichtung
82 kann gegebenenfalls dem Druckwerk 52 auch noch eine Messeinrichtung zur Erfassung
des Seitenregisterfehlers zugeordnet sein, wobei dieser Messeinrichtung in entsprechender
Weise ein Messumformer sowie eine Schwellwertstufe nachgeschaltet ist, die ein Makulatursignal
liefert, falls der Seitenregisterfehler einen eingestellten Grenzwert übersteigt.
-
An dem auf das zweite Druckwerk 52 folgenden Druckwerk, das beim AusFührungsbeispiel
nach Fig. 1 mit der Bezugszahl 5 n bezeichnet ist, ist in entsprechender Weise eine
Messeinrichtung 8 zur Erfassung der durch das Druckwerk 52 und 5 auf die n 2 n Papierbahn
aufgebrachten Passermarken vorgesehen. Der Ausgang der Messeinrichtung 8 ist wiederum
Uber einen Torschaltn kreis 11 mit dem nachgeschalteten Messumformer 9n verbunden,
n dessen Ausgangssignal der Schwellwertstufe r3 zugeführt wird, die ein Makulatursignal
liefert, falls der Registerfehler einen eingestellten Grenzwert übersteigt.
-
Nachdem die Papierbahn 4 sämtliche Druckwerke 51...n durchlaufen hat,
wird sie einem Falzapparat 14 zugeführt und dort gefalzt und in einzelne Drucke
geschnitten, die über einen Auslegeförderer 15 abgeführt werden. Am Auslegeförderer
15 ist ein Makulaturaussortierer 16 vorgesehen, mittels dem aus dem Strom der vom
Auslegeförderer abgeführten Drucke die Makulaturexemplare aussortiert werden. Der
Makulaturaussortierer 16 weist vorzugsweise eine Welche 17 auf, die mittels des
Antriebes 18 in den Strom der Drucke zum Aussortieren von Makulatur einrückbar ist.
Die über die Weiche 17 abgeführten Makulaturexemplare gelangen in einen Makulaturbehälter
19, während die einwandfreien Drucke einem Paketausleger 20 zugeführt werden.
-
Neben der durch Registerfehler verursachten Makulatur, bei der eine
unzureichende Deckungsgleichheit der nacheinander aufgebrachten Druckbilder vorliegt,
kann auch Makulatur durch Rakelstreifen verursacht werden. Zum Erfassen von Rakelstreifenmakulatur
ist beim AusfUhrungsbelspiel nach Fig. 1 zwischen dem letzten Druckwerk 5n und dem
Falzapparat 14 eine Messeinrichtung
21 vorgesehen, mit der die
vorbeilaufenden Drucke im Reflexverfahren photoelektrisch auf Rakelstreifen abgetastet
werden. Die in Fig. 3 und 3a näher dargestellte Messeinrichtung 21 weist eine mit
einer Lichtquelle 22 bestückte Beleuchtungsoptik 23 auf, die ein Lichtstrahlenbündel
mit spaltförmigem Querschnitt erzeugt, mit dem ein quer zur Laufrichtung der Papierbahn
4 verlaufender schmaler Streifen 24 bestrahlt wird. Der reflektierte Anteil des
Lichtstrahlenbündels wird durch einen photoelektrischen Wandler 25 erfasst, der
quer über die Breite der Papierbahn 4 nebeneinander angeordnete photoelektronische
Bauelemente 26 enthält. Als photoelektronische Bauelemente 26 werden vorzugsweise
Siliciumphotoel emente verwendet.
-
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind die photoelektrischen Bauelemente
in zwei Gruppen 27 und 28 unterteilt, wobei die eine Gruppe 27 die eine Hälfte x/2
und die andere Gruppe 28 die andere Hälfte x/2 der Breite x der Papierbahn abtastet.
Die Ausgangssignale der photoelektronischen Bauelemente 26 werden, gegebenenfalls
nach Verstärkung im Vorverstärker 29, über Torschaltkreise 30 an die Eingänge eines
Differenzverstärkers 31 angelegt. Die Ausgangssignale der photoelektrischen Bauelemente
der einen Gruppe 27 werden dabei an den einen Eingang und die Ausgangssignale der
photoelektrischen Bauelemente 26 der anderen Gruppe 28 an den anderen Eingang des
Differenzverstärkers angelegt. Die Torschaltkreise 30 werden mit Hilfe eines vom
Zylindertaster 12 gelieferten Tastimpulses jeweils dann in den Durchlasszustand
gesteuert, wenn an der Messeinrichtung 21 der zwischen zwei benachbarten Drucken
vorhandene druckfreie Bereich der Papierbahn hindurchläuft. Befindet sich auf der
Papierbahn ein Rakel-streifen, dann erhält das den Rakelstreifen abtastende photoelektrische
Bauelement 26 weniger
Licht als das als Vergleichsnormal zugeordnete
photoelektrische Bauelement der anderen Gruppe, so dass an den beiden Eingängen
des Differenzverstärkers 31 Signale unterschiedlicher Stärke anliegen und am Ausgang
des Differenzverstärkers daher ein entsprechendes Differenzsignal vorliegt, das
als Makulatursignal für durch Rakelstreifen verursachte Makulatur angesehen werden
kann.
-
Zusätzlich zu der durch Registerfehler und Rakelstreifen verursachten
Makulatur kann Makulatur auch noch durch Klebestellen verursacht werden, die beim
Papierrolenwechsel entstehen oder aber bereits bei der Herstellung einer Papierrolle
erforderlich sind. Zur Erfassung von beim Papierrollenwechsel entstehender Klebemakulatur
ist dem Papierrollenträger 1 eine Messeinrichtung 32 zugeordnet, die beim Rollenwechsel
während der Durchf;;hrung des Klebevorganges anspricht und ein Makulatursignal liefert.
Die Messeinrichtung 32 kann beispielsweise einen Kontakt 33 aufweisen, der bei der
Durchführung eines Klebevorganges betätigt wird, so dass ein Makulatursignal erzeugt
wird.
-
Zur Erfassung von herstellungsbedi ngten Klebestellen ist zwischen
dem Papierrollenträger 1 und dem ersten Druckwerk 51 eine Messeinrichtung 34 vorgesehen,
mittels der die durch die Messeinrichtung 34 hindurchlaufende Papierbahn 4 im Durchstrahlungsverfahren
photoelektrisch abgetastet wird. Beim Durchlaufen einer Klebestelle erhält der in
der Messeinrichtung vorgesehene photoelektrische Wandler weniger Licht und die dadurch
bedingte Änderung des Ausgangssignals wird zur Erzeugung eines Makulatursignals
herangezogen. Zu diesem Zweck kann der Messeinrichtung 34 ein Impulsformer 35 nachgeschaltet
werden, der bei einer durch eine Klebestelle bedingten Änderung des Ausgangssignals
der Messeinrichtung 24 ein Makulatursignal liefert.
-
Zur Steuerung des Makulaturaussortierers 16 ist ein Schieberegister
36 vorgesehen, das aus einer linearen Anordnung von nachstehend als Schieberegisterstufen
37 bezeichneten Speicherzellen besteht, welche jeweils einen Binärwert (1 " oder
"0") speichern können. Die einzelnen Schieberegisterstufen 37 sind so miteinander
verbunden, dass bei Anlegen eines Schiebeimpulses eine Übertragung des in den einzelnen
Schieberegisterstufen gespeicherten Binärwertes in die nächsffolgenden Schieberegisterstufen
erfolgt.
-
Zur Nachbildung der Strecke, die von jeder einem späteren Druck entsprechenden
Papierbahnlänge ausgehend vom Papierrollenträger 1 bis zum Makulaturaussortierer
16 zü durchlaufen ist, weist das Schieberegister 36 soviele Stufen 37 auf wie noch
nicht bedruckte, bedruckte sowie bedruckte und gefalzte Papierbahnlängen auf dieser
Strecke während des Betriebes der Druckmaschine vorhanden sind. Jeder Papierbahnlänge,
die in der Druckmaschine bedruckt, geschnitten und gefalzt wird und daher nachstehend
als Druck bezeichnet wird, ist zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Wegstrecke
zwischen Papierrollenträger- 1 und Makulaturaussortierer 16 zugeordnet, wobei dieser
Wegstrecke wiederum eine Schieberegisterstufe 37 zugeordnet ist. Die Anzahl der
Schieberegisterstufen ist also entsprechend der Anzahl der Drucke gewählt, die sich
zwischen dem Makulaturaussortierer 16 und der Messeinrichtung 32 am Papierrollenträger
1 d. h. der vom Makulaturaussortierer am weitesten entfernten Messeinrichtung, beffnden.
-
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass der Ausgang der'am Papierrollenträger
1 vorgesehenen Messeinrichtung 32 zur Erfassung von beim Papierrollenwechsel entstehender
Klebemakulatur mit dem Setzeingang
der ersten Stufe des Schieberegisters
36 verbunden ist.
-
Ein von der Messeinrichtung 32 geliefertes Makulatursignal wird also
in Form des Binärwertes "1" in die erste Stufe des Schieberegisters eingespeichert.
Der ein Makulatursignal reprAsentierende Binärwert 1" wird dann in weiter unten
näher erläuterter Weise im Takt mit der Laufgeschwindigkeit der Drucke In der Druckmaschine
durch die einzelnen Stufen des Schieberegisters geschoben und erscheint am Setzausgang
der letzten Stufe des Schieberegisters, wenn der betreffende durch die Messeinrichtung
32 als Klebemakulatur erfasste Druck zur Aussortierung durch den Makulaturaussortierer
16 beim Auslegeförderer 15 bereitsteht.
-
Ein am Setzausgang der letzten Stufe des Schieberegisters in Form
des Binärwertes 111 auftretendes Makulatursignal steuert eine Steuerschaltung 38
an, die daraufhin den Antrieb 18 erregt, wodurch die Weiche 17 des Makulaturaussortierers
16 in den auf dem Auslegeförderer 15 vorliegenden Strom der Drucke zum Aussortieren
des als Klebemakulatur erfassten Druckes kurzzeitig eingerückt wird.
-
In Fig. 1 sind lediglich einige der Schieberegisterstufen 37 des Schieberegisters
36 dargestellt. Zweckmässigerweise ist zur Anpassung des Schieberegisters 36 an
die jeweilige Länge der von den Drucken zu durchlaufenden Wegstrecke die Anzahl
der Schieberegisterstufen 37 einstellbar. Zum Zu- bzw. Abschalten von Schieberegisterstufen
sind zweckmässigerweise Kreuzschlenenverteil er 39 vorgesehen, von denen einer weiter
unten anhand von Fig. 2 erläutert wird.
-
Die dem Messort der Messeinrichtung 34 zur Erfassung von bei der Herstellung
der Papierrolle gebildeten Klebestellen zugeordnete Schieberegisterstufe weist ebenfalls
einen eigenen Setzeingang auf,
der mit dem Ausgang des der Messeinrichtung
34 nachgeschalteten Impulsformers 35 in Verbindung steht. In der gleichen Weise
besitzen die den Mesorten der Messeinrichtungen 82 und 8 zur n Erfassung der Registerfehler
zugeordneten Schi eberegisterstufen jeweils einen eigenen Setzeingang, der mit dem
Ausgang der betreffenden Schwellwertstufe 132 bzw. 13 in Verbindung steht.
-
n Schliesslich weist auch die dem Messort der Messeinrichtung 21
zur Erfassung von Rakelstreifenmakulatur zugeordnete Schieberegisterstufe einen
eigenen Setzeingang auf, der von dem am Ausgang des Differenzverstärkers 31 auftretenden
Makulatursignal angesteuert wird.
-
Die zum Verschieben des Inhalts des Schieberegisters 36 er-forder-1
eichen Schiebeimpulse werden von einem Schiebeimpul sgenerator 40 erzeugt, der für
jeden hergestellten Druck jeweils einen Schiebeimpuls liefert. Der Schiebeimpulsgenerator
40 weist zweckmässigerweise einen in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der
Papierbahn 4 betätigbaren Tastschalter 41 auf, der bei jeder Vorschubbewegung der
Papierbahn um eine der Länge eines Druckes entsprechenden Wegstrecke kurzzeitig
geschlossen wird und dadurch den Schiebeimpulsgenerator 40 zur Erzeugung eines Schiebeimpulses
veranlasst. Zur Betätigung des Tastschalters 41 wird der vom Formzylinder 6 des
Druckwerkes 51 angetriebene Zylindertaster 12 herangezogen, der den Tastschalter
41 bei jeder Umdrehung des Formzylinders 6 einmal kurzzeitig betätigt.
-
Die vom Schiebeimpul sgenerator 40 gelieferten Schiebeimpulse werden
über eine Schiebeimpulszuleitung 42 den Schiebeimpulseingängen der Schieberegisterstufen
37 des Schieberegisters 36 zugeführt.
-
Damit der Inhalt des Schieberegisters 36 im Bedarfsfalle gelöscht
werden kann, ist eine Löschsignalquelle 43 vorgesehen, die nach Betätigung von Hand,
beispielsweise mittels eines Schalters, ein Löschsignal liefert, das über eine Löschsignalzuleitung
44 an die Löschsignaleingänge der Schieberegisterstufen 37 angelegt wird, wodurch
die Schieberegisterstufen 37 gelöscht, d.h. in den Zustand "0" gebracht werden.
-
Vor Inbetriebnahme der Druckmaschine wird das Schieberegister 36 zweckmässigerweise
gelöscht, so dass sich bei Inbetriebnahme der Druckmaschine sämtliche Schieberegisterstufen
37 im Zustand "O" befinden. Sobald eine der Messeinrichtungen 82, 8, 21, 32 bzw.
34 einen fehlerhaften Druck erfasst, wird die der betreffenden Messeinrichtung zugeordnete
Schieberegisterstufe 37 in den Zustand "1" gesetzt, d.h. der betreffende Druck durch
ein in das Schieberegister eingespeichertes Makulatursignal markiert. Das eingespeicherte
Makulatursignal wird dann im Takt mit der Laufgeschwindigkeit des als Makulatur
erfassten Druckes durch die vom Schiebeimpulsgenerator 40 erzeugten Schiebeimpulse
durch die nachfolgenden Schiebereg i sterstufen hi ndu rchgeschal tet und erscheint
am Ausgang des Schieberegisters, wenn der als Makulatur erfasste zugeordnete Druck
auf dem Auslegeförderer 15 zur Aussortierung durch den Makulaturaussortierer 16
bereitsteht. Das am Ausgang des Schieberegisters 36 auftretende Makulatursignal
aktiviert die Steuerschaltung 38, die dann den Antrieb 18 betätigt, wodurch die
Weiche 17 des Makulaturaussortierers 16 kurzzeitig in Richtung auf den Auslegeförderer
15 vorgeschoben wird und dadurch der als Makulatur erfasste Druck abgezweigt und
dem Makulaturbehälter 19 zugeführt wird.
-
Der in Fig. 2 näher dargestellte Kreuzschienenverteiler 39 ist für
die Überbrückung von bis zu sieben Schieberegisterstufen ausgelegt. Zum wahlweisen
Anschluss des Setzausganges a1 an den Eingang e1 einer der sieben nachfolgenden
Schieberegisterstufen 371 37 37n ist eine Verteilerschiene 45 vorgesehen, die sieben
n hintereinanderliegende Verteilerschalter 461-467 aufweist, die normalerweise geschlossen
sind und bei Einstecken eines Steckerstiftes den Setzausgang a1 der Schieberegisterstufe
37 mit dem 0 Eingang der zugeordneten Schieberegisterstufe verbinden. Falls beispielsweise
in den Verteilerschalter 465 der Steckerstift eingesteckt-ist, steht der Setzausgang
a1 mit dem Setzeingang e1 der Schieberegisterstufe 375 in Verbindung und die zwischen
der Registerstufe 370 und der Registerstufe 375 liegenden Registerstufen 371, '
372' 373 und 374 sind überbrückt.
-
Zweckmässigerweise sind die Kreuzschienenverteil er für die Papierweglängeneinstellung
derart angeordnet, dass sie mittels Lochkarten auf ein vorgegebenes Druckprogramm
eingestellt werden können.
-
Eine Lochkarte für ein vorbestimmtes Druckprogramm legt die durch
einen Steckerstift zu betätigenden Verteilerschalter fest. Die Kreuzschienenverteiler
sind vorzugsweise auf einer Bedienungstafel angeordnet, auf der auch noch Anzeigelampen
für die verschiedenen Messeinrichtungen angeordnet sind, die aufleuchten, wenn die
zugeordnete Messeinrichtung ein Makulatursignal liefert. Auf der Bedienungstafel
kann auch noch der Bedienungsschalter für die Löschsignalquelle 43 sowie ein Hand-Automatik-Schalter
für den Antrieb 18 der Weiche 17 des Makulaturaussortierers 16 installiert sein.
-
Zweckmässigerweise werden auf der Bedienungstafel auch die Einstell
organe zum Einstellen der Ansprechschwelle der Schwellwertstufen 132.. . 13 angeordnet.
-
Die Vorrichtung nach der Erfindung wurde bei einer Tiefdruck-Rotations-Maschine
mit acht Druckwerken eingesetzt und ermöglichte eine vollautomatische Erfassung
und Aussortierung der fehlerhaften Drucke. Zur Nachbildung des Durchlaufes der Drucke
durch die Druckmaschine enthielt das Schieberegister dabei 221 Stufen. Falls eine
Erfassung der Klebemakulatur nicht für erforderlich gehalten wird, können natUrlich
die entsprechenden Messeinrichtungen 32 und 34 weggelassen werden, wodurch sich
die Anzahl der Schieberegisterstufen wesentlich verringert.