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DE10023835A1 - System und Verfahren zur Bereitstellung einer Mehrfachladezündung - Google Patents

System und Verfahren zur Bereitstellung einer Mehrfachladezündung

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DE10023835A1
DE10023835A1 DE10023835A DE10023835A DE10023835A1 DE 10023835 A1 DE10023835 A1 DE 10023835A1 DE 10023835 A DE10023835 A DE 10023835A DE 10023835 A DE10023835 A DE 10023835A DE 10023835 A1 DE10023835 A1 DE 10023835A1
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DE
Germany
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path
ignition circuit
timing signal
energy storage
electronic ignition
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DE10023835A
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James A Boyer
Norman H Bracken
Raymond O Butler
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Borgwarner US Technologies LLC
Original Assignee
Delphi Technologies Inc
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Bereitstellung einer Mehrfachladezündung. Das Verfahren und das System sind vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie zumindest einige der Mehrfachladeereignisse des Systems und des Verfahrens auf eine stromabhängige Weise auslösen. Vorzugsweise können existierende Antriebsstrangsteuereinheiten (PTCU) mit dem System und dem Verfahren ohne Bedarf für andere Signale als das Zeitgebungssignal (z. B. EST-Impuls) aus der PTCU verwendet werden. Das Verfahren umfaßt, daß eine induktive Energiespeicherung geladen wird, indem ein elektrischer Strom durch eine Primärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist, ein Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entladen wird, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der induktiven Energiespeichervorrichtung entladen wird, und der Weg wiederholt geschlossen und wieder geöffnet wird, um die induktive Energiespeichervorrichtung wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen, wobei das Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist. Das Mehrfachladezündsystem umfaßt eine induktive Energiespeichervorrichtung und eine elektronische Zündschaltung. Die induktive ...

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum Be­ reitstellen einer Mehrfachladezündung und insbesondere ein Verfahren und ein System, die derart ausgebildet sind, daß sie zumindest manche der Mehrfachladeereignisse des Systems und Verfahrens auf eine strom­ abhängige Weise auslösen, und die ferner derart ausgebildet sind, daß sie die Abfolge eines Wiederaufladens und teilweisen Entladens der indukti­ ven Energiespeichervorrichtung des Zündsystems auf der Grundlage eines Zeitgebungssignals und ohne andere, den Kurbelwinkel anzeigende Signale zu erfordern, beenden.
Im allgemeinen stoppt ein verteilerloses Zündsystem mit wiederholtem Funken den Zündstrom vor dem vollständigen Entladen der magnetischen Energie in der Zündspule, die die Zündkerze versorgt. Während des Stopps wird die Zündspule wieder aufgeladen, so daß ein zusätzlicher Funken an der Zündkerze erzeugt werden kann. Die vorliegende Erfin­ dung betrifft ein System und ein Verfahren zum Zünden eines brennbaren gasförmigen Gemisches, insbesondere eines Gemisches aus Benzindampf und Luft, in der Brennkammer eines Verbrennungsmotors, der eine Zündkerze verwendet.
Die Zündung eines Kraftstoff-Luft-Gemisches in der Brennkammer eines Verbrennungsmotors (ICE) wird durch eine Zündkerze vorgenommen, bei der bewirkt wird, daß ein Hochspannungsfunken, der beispielsweise durch ein Entladen eines Kondensators oder einer Spule erzeugt wird, sich über einen Zünd- oder Funkenspalt der Zündkerze hinweg entlädt. Der Kondensator oder irgendeine andere Energiespeichervorrichtung, wie eine Zündspule selbst, wird mit Energie geladen, und in einem vorbe­ stimmten Moment, der von einem Computer gesteuert werden kann, ent­ lädt sich der Kondensator oder die andere Energiespeichervorrichtung, wodurch bewirkt wird, daß der Funken am Funkenspalt überspringt. Der Funkenspalt zündet das brennbare Gemisch innerhalb der Brennkammer des ICE.
Die zeitliche Abstimmung des Funkens in Relation zur brennbaren Fül­ lung und der Position eines Kolbens in dem ICE, die gewöhnlich in bezug auf die Position des oberen Totpunktes (OT) des Kolbens genommen wird, ist wichtig. Gewöhnlich wird bewirkt, daß der Funkenübersprung zu ei­ nem vorbestimmten Moment vor der OT-Position des Kolbens auftritt, so daß das Gemisch brennen wird und gerade bei und nachdem der Kolben die OT-Position erreicht hat, Energie abgeben wird. Um einen maximalen Wirkungsgrad aus dem Verbrennungsvorgang zu erhalten, ist es wichtig, daß das Gemisch so schnell wie möglich innerhalb der Brennkammer ver­ brennt und sich ein Frontbereich der Verbrennung oder Flamme des brennbaren Gemisches so schnell wie möglich ausbreitet.
Die elektrische Entladung, die am Funkenspalt der Zündkerze unter der Steuerung des zugeordneten Zündsystems auftritt, ist unglücklicherweise kein klar analysierbares Vorkommnis oder Ereignis, wie beipielsweise ein elektrischer Rechteckwellenimpuls oder desgleichen, der die Entladung steuert. Rudolf Maly vom Institut für Physikalische Elektronik, Universität Stuttgart, hat in zahlreichen Schriften darauf hingewiesen, daß, wenn sich der Funken bildet, drei Phasen unterschieden werden können, nämlich (1) die Durchschlagphase, (2) die Lichtbogenphase und (3) die Glühphase.
Die Energie, die in den verschiedenen Phasen übertragen wird, differiert stark. Die Bildung der jeweiligen Phasen hängt bis zu einem gewissen Maß von der Geometrie der Zündelektroden sowie von der mit diesen verbun­ den, zugehörigen Schaltung ab. Wenn das Zündsystem einen Hochspan­ nungsimpuls an die Zündelektroden liefert, wird dann zuerst, nachdem die Durchschlagspannung überschritten worden ist, ein elektrisch leiten­ der Plasmaweg resultieren. Die Ströme, die über den Weg zwischen den. Elektroden fließen, können sehr hoch sein. Dies tritt während der Phase (1), d. h., der Durchschlagphase, auf, wenn die Spannung von sehr hohen Spannungen (Kilovolt) auf Spannungen abfällt, die weniger als 10% der Spitze betragen.
Die nächste Phase ist die Lichtbogenphase, deren Bildung und Verlauf zu einem gewissen Grad von der Schaltung abhängt, der die Zündkerze zuge­ ordnet ist. Die Lichtbogenphase bewirkt, daß Strom in dem zuvor erzeug­ ten Plasmaweg fließt. Die Spannung zwischen den Elektroden kann ver­ gleichsweise niedrig sein, oder der zu Beginn der zweiten oder Lichtbogen­ phase fließende Strom kann hoch sein. Wenn der Strom während der Lichtbogenphase unter eine Übergangsschwelle abfällt, wird der Lichtbo­ gen zu einer gewöhnlich folgenden dritten oder Glühphase degenerieren. Der Strom während der dritten oder Glühphase fährt fort, den Medien in dem Spalt Wärmeenergie zuzuführen, obwohl während der relativ langen Zeitdauer bis zu den Elektroden viel verloren geht. Während der Glühpha­ se liegt die Spannung über dem Wert der Lichtbogenphasenspannung.
Die Zündkerze wird während der jeweiligen Phasen unterschiedlich bean­ sprucht. In der Durchschlagphase ist die Wärmebelastung der Zündkerze gering. In der Lichtbogenphase ist die Wärmebelastung hoch, und Wärme, die den Zündelektroden der Zündkerze zugeführt wird, führt zu dem all­ gemein bekannten Abtrag und zu einer Verschlechterung der Zündkerze. Während der Glühentladung findet wegen der niedrigen Stromdichten und Ströme (< 100 ma), die ausgehalten werden können, relativ wenig Abtrag statt.
Die Lastzustände an einem Ottomotor resultieren in unterschiedlichen Zuständen der brennbaren Gemische in der Brennkammer. Bei Vollast­ betrieb ist das Gemisch fett und der Grad der Füllung der Brennkammer ist hoch. Die Zündung eines derartigen Gemisches wirft keine wesentli­ chen Probleme auf. Eine beschleunigte Übertragung von Energie ist eben­ falls nicht notwendigerweise erwünscht. Wenn jedoch der ICE bei niedri­ ger Last arbeitet oder im Leerlaufzustand oder auch im Motorbrems­ zustand, fällt die Temperatur innerhalb der Brennkammer schnell ab, und der Druck fällt ebenfalls ab. Das Gemisch ist mager und der Grad der Füllung der Brennkammer des ICE ist niedrig. Es treten Inhomogenitäten des Gemisches auf, und folglich kann die Zündung des bereits mageren und möglicherweise inhomogenen und unzureichend gefüllten Gemisches Probleme hervorrufen.
Es sind Zündsysteme bekannt, die eine Abfolge von Funkendurchschlägen bereitstellen, um eine Zündung des brennbaren Gemisches in einem ICE sicherzustellen. Es ist beispielsweise bekannt, die Zusammensetzung des brennbaren Kraftstoff-Luft-Gemisches zu erfassen, und die Anzahl von Funkenübersprüngen oder Durchschlägen an den Zündelektroden oder der Zündkerze als eine Funktion des Verhältnisses des Kraftstoffes zur Luft in dem brennbaren Kraftstoff-Luft-Gemisch zu steuern.
Das US-Patent Nr. 4 653 459 von Herden lehrt eine Motorsteuerung unter Verwendung des Zusammenhanges der Anzahl von Funkendurchschlägen mit der Zusammensetzung des dem Motor zugeführten Kraftstoff-Luft- Gemisches. Es sind jedoch speziell konstruierte Zündkerzen erforderlich, um die Durchschlagphase auszudehnen. Außerdem können die Impulse mit höherer Energie dieser Durchschlagfunken zu unerwünschten HFI- Emissionen (Hochfrequenzinterferenz-Emissionen) führen.
Um zu vermeiden, die Bauteile der Zündung umkonfigurieren zu müssen, schlägt US-Patent Nr. 5 014 676 von Boyer vor, herkömmliche induktive Entladungsbauteile, vorzugsweise in einer verteilerlosen Ausgestaltung, mit wiederholter Zündung zu verwenden, und schlägt ferner vor, die Ein/Aus-Steuerung für diesen Modus von einem Hauptmotorsteuerungs­ computer in Verbindung zu bringen. Durch Abschneiden der Länge jeder Glühentladung, um Energie zurückzugewinnen, die sonst für die Zünd­ kerzenelektroden verloren gehen würde, und eine Anzahl von frischen Zündquellen in einem turbulenten Gemisch bereitzustellen, indem wie­ derholt der gleiche Zündkerzenspalt gezündet wird, gibt es gemäß dem '676-Patent eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zündung eines mageren Gemisches.
Während die in dem '676-Patent offenbarte Anordnung in vielen Situatio­ nen annehmbar ist, kann sie tatsächliche Zustandsänderungen innerhalb der Brennkammer nach dem ersten Funken nicht angemessen kompen­ sieren. Sobald die '676-Anordnung auf der Grundlage der Betriebszustän­ de des Motors bestimmt, daß das Zünden wiederholt vorgesehen wird, sind die Ereignisse, die das Anlegen von Energie auslösen, das einen der Funken erzeugen soll, vorwiegend auf Zeit beruhende Ereignisse. Das heißt, jeder Versuch, einen Funken in der wiederholten Abfolge zu erzeu­ gen, wird zu festgelegten Zeitpunkten ausgelöst und beendet. Während die festgelegten Zeitpunkte sich von einem Versuch zum nächsten unter­ scheiden, sind sie voreingestellt und verändern sich nicht, um tatsächli­ che Schwankungen der Energiemenge zu kompensieren, die erforderlich ist, um die Energiespeichervorrichtung (z. B. die Zündspule) für das näch­ ste Erzeugen eines Funkens wieder aufzuladen. Die voreingestellten Zeit­ werte ändern sich auch nicht, um tatsächliche Schwankungen der Ener­ giemenge zu kompensieren, die von jedem Funken im Anschluß an den ersten dissipiert wird. Wenn diese tatsächlichen Schwankungen signifi­ kant sind, was aufgrund von Zustandsänderungen innerhalb der Brenn­ kammer nicht ungewöhnlich ist, liefert die in dem '676-Patent offenbarte Anordnung keine idealen Zündeigenschaften.
Die Zustandsänderungen innerhalb der Brennkammer (z. B., ob es einen Zustand mit starker Strömung oder einen Zustand mit geringer Strömung in der Brennkammer gibt) können bewirken, daß die Energiemenge, die von einem Zündereignis im Anschluß an den anfänglichen Funken dissi­ piert wird, um etwa eine Größenordnung schwankt. Bei Zuständen mit geringer Strömung können beispielsweise nur etwa 200-300 Volt notwen­ dig sein, um einen Funken nach dem anfänglichen Funken aufrechtzuer­ halten. Insbesondere verbleibt das Medium zwischen den Elektroden der Zündkerze ionisiert und erleichtert deshalb das Neuzünden der Zündker­ ze. Unter Bedingungen mit starker Strömung können im Gegensatz dazu wegen des Mangels an Ionisation zwischen den Elektroden der Zündkerze 2000 Volt notwendig sein, um den gleichen Funken in der Abfolge auf­ rechtzuerhalten. Es kann folglich eine Schwankung von 10 : 1 der Menge dissipierter Energie und somit der von der Spule benötigten Energiemenge geben, um sicherzustellen, daß ein Funken aufrechterhalten wird. Derart große Schwankungen bedeuten, daß, wenn die Entladungsauslösezeit aufgrund der fehlerhaften Annahme voreingestellt worden ist, daß die Brennkammerzustände nur eine geringe Energiemenge benötigen werden, um den Funken zu zünden, die Menge an Zeit, die zum Wiederaufladen zugewiesen wird, zu kurz sein kann, um den gewünschten Funken auf­ rechtzuerhalten (z. B. bei Bedingungen mit starker Strömung). Wenn im Gegensatz dazu die Entladungsauslösezeit auf der Grundlage der entge­ gengesetzten fehlerhaften Annahme voreingestellt wird, nämlich, daß die Brennkammerzustände eine große Energiemenge benötigen werden, um den Funken zu zünden, kann dann die Zeit, die dem Wiederaufladen zu­ gewiesen wird, länger sein als es notwendig ist, wodurch die Zeit zwischen aufeinanderfolgenden Funken übermäßig verlängert wird und/oder die Spule überladen wird. In jedem Fall würde das Zündsystem kein ideales Leistungsvermögen besitzen.
Selbst wenn die voreingestellten Zeiten auf der Grundlage der Annahme bestimmt werden, daß die Zustände innerhalb der Brennkammer im we­ sentlichen im mittleren Bereich zwischen denjenigen, die eine große Ener­ giemenge benötigen, und denjenigen, die wenig Energie benötigen, bleiben werden, verhindert die Größe von möglichen Schwankungen des Energie­ bedarfs (d. h., das vorstehend erwähnte Verhältnis von 10 : 1), daß dieser Ansatz das Potential für ein ungeeignetes Leistungsvermögen vollständig beseitigt.
Es gibt folglich in der Technik einen Bedarf für ein Mehrfachladezündsy­ stem, das in der Lage ist, die Vorteile, die zur wiederholten Funkenerzeu­ gung gehören, zu liefern, während Schwankungen der Dissipation und Wiederaufladeenergie von einem Funkenereignis zum nächsten in jeder wiederholten Funkenerzeugungsabfolge angemessen kompensiert werden. In dieser Hinsicht gibt es in der Technik einen Bedarf für ein Mehrfachla­ dezündsystem, bei dem die Entladeereignisse auf der Grundlage der Ener­ giemenge ausgelöst werden, die in der Spule des Zündsystems gespeichert ist.
Während das US-Patent Nr. 5 462 036 von Kugler et. al. Entladeereignisse liefert, die auf der Grundlage der Energiemenge in einer Primärwicklung ausgelöst werden, erfordert die von Kugler et. al. offenbarte Vorrichtung mehr als ein Eingangssignal (z. B. Drehzahl n, Druck p, Versorgungsspan­ nung Up, Temperatur T und desgleichen). Diese Signale werden von der Vorrichtung von Kugler et. al. dazu verwendet, neben anderen Dingen den Zündzeitpunkt ZZP zu bestimmen. Da die Vorrichtung von Kugler et. al. nicht auf ein einziges Zeitgebungssignal (z. B. ein EST-Signal) von einer PTCU anspricht, sondern vielmehr auf eine Vielzahl von Eingangssignalen, wird sie im allgemeinen als Ersatz für existierende PTCU angewandt.
Der Ersatz oder die Modifikation von existierenden PTCU ist jedoch nicht notwendigerweise erwünscht oder praktikabel. Die Herstellung von existie­ renden PTCU ist über die vielen Herstellungsdurchläufe der PTCU wesent­ lich verfeinert worden. Die Verwendung von existierenden PTCU neigt ebenfalls dazu, die Werkzeugbestückungszeit und Produktionskosten zu minimieren. Da zusätzlich existierende PTCU in tatsächlichen Fahrzeugen verwendet und getestet worden sind und aufgrund der Ergebnisse derarti­ ger Verwendung über wesentliche Zeiträume verfeinert worden sind, ist es im allgemeinen erwünscht, Vorteil aus deren nachgewiesener Zuverlässig­ keit zu ziehen, indem ein Zündsystem geschaffen wird, das existierende PTCU verwendet und wenig, wenn überhaupt, mehr hinzufügt, als not­ wendig ist, um existierende PTCU in die Lage zu versetzen, eine Mehr­ fachladezündung bereitzustellen. In dieser Hinsicht gibt es im allgemeinen einen Bedarf für ein Mehrfachladezündsystem und -verfahren, die derart ausgebildet sind, daß sie die Abfolge des Wiederaufladens und teilweisen Entladens der induktiven Energiespeichervorrichtung auf der Grundlage des Zeitgebungssignals (z. B. des EST-Signals) von einer existierenden PTCU beenden. Da Einsparungen bei der Herstellung erzielt werden, in­ dem die Eingänge in irgendeine zusätzliche Mehrfachladeschaltung mini­ miert werden, existiert ein Bedarf für Mehrfachladezündsysteme und -ver­ fahren, die ausgeführt werden können, ohne andere Eingangssignale als das Zeitgebungssignal zu erfordern (z. B. ohne Signale zu erfordern, die beispielsweise den Kurbelwinkel anzeigen).
Es ist ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung, die vorstehenden Proble­ me zu überwinden und zumindest eines der vorstehend erwähnten Erfor­ dernisse zu erfüllen, indem ein Mehrfachladezündsystem und -verfahren geschaffen werden, die derart ausgebildet sind, daß sie wiederholte Fun­ ken unter Verwendung einer induktiven Entladung bereitstellen, ohne die Notwendigkeit für besondere Zündkerzenausgestaltungen oder einen ka­ pazitiven Entladungsenergiespeicher und auf eine Weise, die Schwankun­ gen der Dissipation und Wiederaufladeenergie von einem Zündereignis zum nächsten in jeder wiederholten Funkenerzeugungsabfolge kompen­ siert.
Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Mehrfachladezünd­ system zu schaffen, bei dem zumindest manche der Entladeereignisse auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst werden, die in dem induktiven Speicherbauteil des Zündsystems gespeichert ist.
Es ist zudem ein Ziel der vorliegenden Erfindung, das Mehrfachladezünd­ system bereitzustellen, bei dem zumindest einige der Entladeereignisse auf der Grundlage des Stroms ausgelöst werden, der durch die Primär­ wicklung des induktiven Speicherbauteils des Zündsystems fließt.
Es ist außerdem ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Mehr­ fachladezündsystem und -verfahren zu schaffen, die derart ausgebildet sind, daß sie die Abfolge eines Wiederaufladens und teilweisen Entladens der induktiven Energiespeichervorrichtung auf der Grundlage eines Zeit­ gebungssignals (z. B. von einer existierenden PTCU, wie ein EST-Signal) und ohne andere den Kurbelwinkel anzeigende Signale zu erfordern zu be­ enden.
Um diese und andere Ziele zu erreichen, stellt die vorliegende Erfindung ein Mehrfachladezündsystem zum Anschluß an eine Zündkerze eines Ver­ brennungsmotors bereit. Das Mehrfachladezündsystem umfaßt eine in­ duktive Energiespeichervorrichtung und eine elektronische Zündschal­ tung. Die induktive Energiespeichervorrichtung weist Primär- und Sekun­ därseiten auf, die induktiv aneinander gekoppelt sind. Die elektronische Zündschaltung ist an die Primärseite angeschlossen und derart ausgebil­ det, daß sie ein Zeitgebungssignal empfängt, das anzeigt, wann das Zün­ den der Zündkerze beginnen soll. Die elektronische Zündschaltung spricht auf das Zeitgebungssignal an, indem sie die induktive Energiespeichervor­ richtung dadurch lädt, daß ein elektrischer Strom durch die Primärseite fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in der indukti­ ven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist. Die elektronische Zünd­ schaltung ist ferner derart ausgebildet, daß sie einen Teil der vorbe­ stimmten Energiemenge durch die Sekundärseite hindurch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stroms durch die Primärseite hindurch bei Er­ reichen der vorbestimmten Energiemenge in der induktiven Energiespei­ chervorrichtung geöffnet wird. Die elektronische Zündschaltung ist ferner derart ausgebildet, daß sie wiederholt diesen Weg schließt und diesen Weg wieder öffnet, um die induktive Energiespeichervorrichtung wiederaufzu­ laden bzw. teilweise zu entladen. Die elektronische Zündschaltung ist der­ art eingerichtet, daß das Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervor­ richtung gespeichert ist.
Die elektronische Zündschaltung umfaßt ferner vorzugsweise einen Schalter, der mit dem vorstehend erwähnten Stromweg verbunden und derart ausgebildet ist, daß er selektiv den Weg öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg fließt, auf eine vorbestimmte Schwelle ansteigt, bei der die induktive Energie, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung ge­ speichert ist, der vorbestimmten Energiemenge entspricht.
Die elektronische Zündschaltung kann ferner eine Zeitgebungsschaltung umfassen, die derart ausgebildet ist, daß sie ein Zeitablaufsignal liefert, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Öffnen des Schalters verstri­ chen ist. Dieser Schalter kann in dieser Hinsicht ferner auf das Zeitab­ laufsignal ansprechen und kann derart ausgebildet sein, daß er den Weg bei Empfang des Zeitablaufsignals schließt, um ein Wiederaufladen der induktiven Energiespeichervorrichtung zu bewirken.
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Mehrfachladezündsystem in ei­ nem Verbrennungsmotor bereit. Der Motor weist eine Zeitgebungssteuer­ einheit, eine Vielzahl von Brennkammern und zumindest eine Zündkerze in jeder Brennkammer auf. Das Mehrfachladezündsystem ist mit jeder Zündkerze und ebenfalls mit der Zeitgebungssteuereinheit verbunden. Das Mehrfachladezündsystem umfaßt eine induktive Energiespeichervor­ richtung für jede Brennkammer und eine elektronische Zündschaltung. Jede induktive Energiespeichervorrichtung weist Primär- und Sekundär­ seiten auf, die induktiv aneinander gekoppelt sind. Die elektronische Zündschaltung ist mit der Primärseite jeder induktiven Energiespeicher­ vorrichtung verbunden und derart ausgebildet, daß sie von der Zeitge­ bungssteuereinheit ein Zeitgebungssignal empfängt, das anzeigt, wann das Zünden jeder Zündkerze beginnen soll. Die elektronische Zündschal­ tung spricht ferner auf das Zeitgebungssignal an, indem eine jeweilige Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen dadurch auf­ geladen wird, daß ein elektrischer Strom durch die Primärseite derselben fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser ge­ speichert ist. Die elektronische Zündschaltung ist ferner derart ausgebil­ det, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekun­ därseite der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespeichervor­ richtungen hindurch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stroms durch die Primärseite bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der jeweiligen der induktiven Energiespeichervorrichtungen geöffnet wird. Die elektronische Zündschaltung ist ferner derart ausgebildet, daß sie wiederholt den Weg schließt und wieder öffnet, um die jeweilige Vorrich­ tung der induktiven Energiespeichervorrichtungen wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen. Die elektronische Zündschaltung ist derart ausge­ bildet, daß sie nacheinander in einer vorbestimmten Zündreihenfolge kennzeichnet, welche der induktiven Energiespeichervorrichtungen die jeweilige Vorrichtung bildet. Die elektronische Zündschaltung ist ebenfalls derart eingerichtet, daß ein Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervor­ richtung gespeichert ist.
Durch die vorliegende Erfindung wird auch ein Verfahren zum Bereitstel­ len einer Mehrfachladezündung für einen Verbrennungsmotor geschaffen. Das Verfahren umfaßt die Schritte, daß eine induktive Energiespeicher­ vorrichtung aufgeladen wird, indem ein elektrischer Strom durch eine Primärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist, daß ein Teil der vorbestimmten Energiemenge durch eine Sekundär­ seite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entladen wird, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite bei Errei­ chen der vorbestimmten Energiemenge in der induktiven Energiespeicher­ vorrichtung geöffnet wird, und wiederholt der Weg geschlossen und wieder geöffnet wird, um jeweils die induktive Energiespeichervorrichtung wie­ deraufzuladen bzw. teilweise zu entladen, wobei das Wiederöffnen des We­ ges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induk­ tiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist.
Der Schritt des wiederholten Schließens und Wiederöffnens des Weges umfaßt vorzugsweise den Schritt, daß vor jeder Wiederholung des Schlie­ ßens und Wiederöffnens bestimmt wird, ob eine nächste Wiederholung, wenn diese ausgeführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Se­ kundärseite hindurch zu entladen, es erfordern würde, die nächste Wie­ derholung über eine vorbestimmte gewünschte Zünddauer hinaus auszu­ dehnen, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist. Zusätzlich umfaßt das Verfahren vorzugsweise den Schritt, daß der Weg für eine Zeitdauer geöffnet wird, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Se­ kundärseite hindurch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß sich die nächste Wiederholung über die vorbestimmte Sollzünddauer hinaus er­ strecken würde.
Durch die vorliegende Erfindung wird auch ein Verbrennungsmotor mit einer Zeitgebungsteuereinheit, einer Vielzahl von Brennkammern und zu­ mindest einer Zündkerze in jeder Brennkammer bereitgestellt, wobei ein Mehrfachladezündsystem mit jeder Zündkerze und auch mit der Zeitge­ bungssteuereinheit verbunden ist. Das Mehrfachladezündsystem umfaßt eine induktive Energiespeichervorrichtung für jede Brennkammer und ei­ ne elektronische Zündschaltung für jede Brennkammer. Jede induktive Energiespeichervorrichtung weist Primär- und Sekundärseiten auf, die in­ duktiv aneinander gekoppelt sind. Jede elektronische Zündschaltung ist mit einer jeweiligen Primärseite einer jeweiligen induktiven Energiespei­ chervorrichtung verbunden und ist derart ausgebildet, daß sie von der Zeitgebungssteuereinheit ein jeweiliges Zeitgebungssignal empfängt, das anzeigt, wann ein Zünden einer jeweiligen Zündkerze beginnen soll. Jede elektronische Zündschaltung spricht auf ihr jeweiliges Zeitgebungssignal an, indem sie ihre jeweilige induktive Energiespeichervorrichtung dadurch auflädt, daß ein elektrischer Strom durch die Primärseite derselben hin­ durch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist. Jede elektronische Zündschaltung ist ferner derart ausge­ bildet, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Se­ kundärseite ihrer jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung hin­ durch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primär­ seite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der je­ weiligen induktiven Energiespeichervorrichtung geöffnet wird. Jede elek­ tronische Zündschaltung ist ferner derart ausgebildet, daß sie wiederholt den Weg schließt und wieder öffnet, um ihre jeweilige induktive Energie­ speichervorrichtung wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen. Jede elektronische Zündschaltung ist ferner derart eingerichtet, daß ein Wie­ deröffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist. Die Zündschaltung ist ferner derart ausgebildet, daß sie die Abfolge des Wie­ deraufladens und teilweisen Entladens der induktiven Energiespeichervor­ richtung auf der Grundlage des jeweiligen Zeitgebungssignals und ohne andere den Kurbelwinkel anzeigende Signale zu erfordern beendet.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand der Zeichnung be­ schrieben.
In dieser ist:
Fig. 1 ein Zeitablaufdiagramm eines Mehrfachladeverfahrens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfin­ dung,
Fig. 2 ein Blockdiagramm eines Mehrfachladezündsystems gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Er­ findung,
Fig. 3 ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform des in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 ein schematisches Diagramm eines EPROM und eines Teils seiner zugeordneten Schaltung bei einer beispielhaften Aus­ führungsform des Mehrfachlade-Controllers, der in Fig. 3 ver­ anschaulicht ist,
Fig. 5 ein schematisches Diagramm eines Mehrfachladedauer-Rech­ ners und -Zählers bei der beispielhaften Ausführungsform,
Fig. 6 ein schematisches Diagramm einer Spannungsversorgungs­ schaltung bei der beispielhaften Ausführungsform,
Fig. 7 ein schematisches Diagramm einer Schnittstelle bei der bei­ spielhaften Ausführungsform,
Fig. 8 ein schematisches Diagramm, das eine beispielhafte Ausfüh­ rungsform des in Fig. 3 veranschaulichten Treiber-Arrays zeigt,
Fig. 9 ein Flußdiagramm eines Programms, das der EPROM in Fig. 4 ausführt, gemäß der beispielhaften Ausführungsform,
Fig. 10 ein Zeitablaufdiagramm einer alternativen Ausführungsform des Mehrfachladeverfahrens gemäß der vorliegenden Erfin­ dung,
Fig. 11 ein schematisches Diagramm, das eine beispielhafte elektroni­ sche Schaltung zeigt, die derart ausgebildet ist, daß sie den Stromfluß gemäß dem Zeitablaufdiagramm von Fig. 10 steuert,
Fig. 12 ein schematisches Diagramm, das ein alternatives Ausfüh­ rungsbeispiel der in Fig. 11 veranschaulichten Schaltung zeigt,
Fig. 13 ein Zeitablaufdiagramm, das eine weitere alternative Ausfüh­ rungsform des Mehrfachladeverfahrens gemäß der vorliegen­ den Erfindung zeigt,
Fig. 14 eine graphische Darstellung, die den Prozentsatz des Gesamt­ energiespeichergehaltes in einer Zündspule über dem Prozent­ satz der Zeit zeigt, die erforderlich ist, um die Spule auf diesen Energiepegel aufzuladen,
Fig. 15 eine graphische Darstellung, die den Prozentsatz der Gesamt­ energie, die von einer Zündspule entladen wird, über dem Pro­ zentsatz einer vollen Funkendauer zeigt,
Fig. 16 eine graphische Darstellung der Energie, die von verschiede­ nen Zündsystemen geliefert wird, als Funktion der Motordreh­ zahl (RPM), und
Fig. 17 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Mehrfachladezündsy­ stems, das mehrere elektronische Zündschaltkreise für Moto­ ren mit mehreren Brennkammern aufweist.
Die bevorzugten Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden in Zusammenhang mit einem Verbrennungsmotor mit einer bestimmten Anzahl an Zylindern beschrieben. Es ist jedoch zu verstehen, daß die Er­ findung auf Motoren mit irgendeiner Anzahl von Zylindern sowie auf Mo­ toren mit nichtzylindrischen Brennkammern (z. B. Umlaufmotoren) ange­ wandt werden kann.
Fig. 1 ist ein Zeitablaufdiagramm eines Mehrfachladeverfahrens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. EST in Fig. 1 bezeichnet ein Zeitgebungssignal, das von einer Antriebsstrangsteu­ ereinheit (PTCU) vieler Serienfahrzeuge erzeugt wird. Das EST-Signal gibt an, wann das nächste Zünden einer Zündkerze beginnen soll. Typischer­ weise wird für jedes Zünden ein EST-Impuls geliefert. Somit wird in einem Achtzylinder-Viertakt-Motor beispielsweise jedes Paar Umdrehungen des Motors zu 8 EST-Impulsen der in Fig. 1 veranschaulichten Art führen. Die EST-Impulse sind zeitlich getrennt und werden dazu verwendet, ein Zündereignis in einer oder mehreren der Brennkammern gemäß einer vorbestimmten Zündreihenfolge auszulösen.
Typischerweise ist die PTCU derart programmiert, daß sie jeden EST- impuls mit einer vorbestimmten Impulsbreite (oder Dauer) liefert, die die Ladezeit einer Zündspule oder einer anderen Zündenergiespeichervor­ richtung steuern soll. Der EST-Impuls steigt an (oder zeigt auf andere Weise einen ersten Übergang), wenn die PTCU bestimmt, daß das Laden der Spule beginnen sollte, und fällt ab (oder zeigt auf andere Weise einen zweiten Übergang), wenn die PTCU bestimmt, daß die Zündung des Kraft­ stoff-Luft-Gemisches in der jeweiligen Brennkammer beginnen sollte. Die typische PTCU löst deshalb jeden Funken unter Verwendung der nachei­ lenden Flanke (oder Übergangs) des EST-Impulses aus.
Statt herkömmliche PTCU zu modifizieren, verwendet eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vielmehr die gleichen EST- Impulse, liefert jedoch in Ansprechen auf diese ein Mehrfachladen und mehrfache Funken.
Die mehrfachen Funken werden über eine Zeitdauer erzeugt, während der es erwünscht ist, daß ein Funken in der jeweiligen Brennkammer vorhan­ den ist. Es ist empirisch bestimmt worden, daß für die meisten Verbren­ nungsmotoren diese Zeitdauer der Zeit entspricht, die es dauert, damit der Motor um ungefähr 10 bis 30 Grad dreht, und besonders bevorzugt ungefähr 20 Grad Motordrehung. Diese Zeitdauer schwankt als Funktion der Motordrehzahl. Bei höheren Motordrehzahlen ist die Sollfunkendauer kürzer, weil es eine kürzere Zeit dauert, damit der Motor um die ge­ wünschte Gradzahl rotiert (z. B. um ungefähr 20 Grad).
Das DSD-Zeitablaufmuster in Fig. 1 bezeichnet die Sollfunkendauer. Ins­ besondere beginnt das DSD-Zeitablaufmuster, wenn der EST-Impuls ab­ fällt. Die Sollfunkendauer DSD endet, nachdem der Motor sich um die Sollgradzahl gedreht hat. Fig. 1 zeigt auch die annähernden primärseiti­ gen und sekundärseitigen elektrischen Ströme PI und SI in den Primär- und Sekundärseiten (z. B. Wicklungen) einer induktiven Energiespeicher­ vorrichtung (z. B. einer Zündspule) gemäß der bevorzugten Ausführungs­ form der vorliegenden Erfindung.
Im besonderen wird der anfängliche Anstieg R im Primärstrom PI durch den Anstieg im EST-Impuls ausgelöst. Die Rate, mit der der Primärstrom PI ansteigt, ist eine Funktion der über die Primärseite hinweg angelegten Spannung sowie der Induktivität der Zündspule. Diese Rate ist ziemlich vorhersagbar. Somit kann eine Zündspule mit einer Charakteristik verse­ hen werden, die es ihr ermöglicht, eine vorbestimmte Energiemenge in An­ sprechen auf das Anlegen einer vorbestimmten Spannung für eine vorbe­ stimmte Zeitdauer über ihre Primärseite hinweg induktiv zu speichern. Die Energie wird in der Form eines progressiv ansteigenden Magnetfeldes gespeichert, das durch den progressiv ansteigenden Primärstrom PI er­ zeugt wird. Indem die Spule derart entworfen wird, daß die vorbestimmte Zeitdauer mit der Impulsbreite des EST-Impulses zusammenfällt, ist es möglich, daß die Spule zuverlässig eine Sollhochspannung (z. B. 35000 Volt) über die Sekundärseite hinweg (d. h. die Zündkerzenseite der Spule) in Ansprechen auf eine abrupte Beendigung (die durch den fallenden EST- Impulsausgelöst wird) mit einer viel kleineren Spannung liefern kann, nachdem diese viel kleinere Spannung über die Primärseite hinweg für die Dauer des EST-Impulses angelegt worden ist. Die Sollhochspannung reicht aus, um den Widerstand über den Zündkerzenspalt hinweg zu überwinden, und liefert deshalb einen Funken über den Spalt hinweg. Der Funken ist in Fig. 1 durch den ersten plötzlichen Anstieg SR im Sekun­ därstrom SI wiedergegeben. Somit können ein anfängliches auf Zeit beru­ hendes Anlegen und abruptes Beenden von Energie über die Primärseite hinweg zuverlässig einen Anfangssollstromfluß durch die Sekundärseite der Spule hindurch und durch den Zündkerzenspalt hindurch liefern.
In der Mehrfachladeumgebung der bevorzugten Ausführungsform wird es jedoch nicht gestattet, daß sich die induktiv gespeicherte Energie voll­ ständig vor dem nächsten Anlegen von Energie an die Primärseite entlädt. Stattdessen wird das Entladen von Energie durch die Sekundärseite (der sekundärseitige Stromfluß SI durch die Zündkerze) hindurch beendet, in­ dem wieder Primärstrom PI angelegt wird, vorzugsweise innerhalb unge­ fähr der halben Zeit, die ein vollständiges Entladen der Zündspule gedau­ ert hätte (d. h., für einen vollständigen Zusammenbruch des Magnetfeldes in der Spule). Dies lädt die Zündspule und entlädt Energie aus der Zünd­ spule durch den Zündkerzenspalt unter Verwendung des wirksamsten Teils des Lade- und Entladezyklus auf eine vorteilhafte Weise.
Die Zustände innerhalb der Brennkammer können signifikant schwanken, wie es oben gezeigt wurde. Derartige Schwankungen haben einen signifi­ kanten Einfluß auf die durch den Funken dissipierte Energiemenge. Es ist deshalb schwierig, zuverlässig vorherzusagen, wie lange das nächste Anle­ gen von Energie an die Primärseite andauern sollte, damit es zu einer Speicherung der vorbestimmten Energiemenge führt. Wie es oben angege­ ben ist, kann es eine Schwankung von 10 : 1 der durch den Funken dissi­ pierten Energiemenge geben. Ein Wiederanlegen der Energie an die Pri­ märseite, das strikt auf Zeit beruht, könnte daher zu einem unzureichen­ den Wiederaufladezyklus, zu Überladen oder zu einer ungünstigen Verzö­ gerung der Lieferung des nächsten Funkens führen.
Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung löst deshalb das Wiederöffnen des Stromweges durch die Primärseite auf eine auf Strom beruhende Weise aus. Wie es in Fig. 1 gezeigt ist, wird der Weg durch die Primärseite hindurch verschlossen, nachdem er für eine vorbe­ stimmte Zeitdauer T geöffnet worden ist. Dies bewirkt, daß der Primär­ strom PI allmählich von einem Ausgangsstromwert CV aus ansteigt. Ins­ besondere ist die vorbestimmte Zeitdauer T nicht lang genug, um irgen­ detwas in der Nähe eines vollständigen Entladens der Spule zu liefern, und folglich ist der Ausgangsstromwert CV signifikant größer als Null. Die vorbestimmte Zeitdauer T ist vorzugsweise derart gewählt, daß sie nicht mehr als die Hälfte der Zeit beträgt, die erforderlich ist, um ein im wesent­ lichen vollständiges Entladen zu erreichen. Die Spulenkonstruktion und die damit in Beziehung stehenden Variablen sind vorzugsweise derart ge­ wählt, daß die vorbestimmte Zeitdauer ungefähr 0,15 bis 0,25 Millisekun­ den und insbesondere bevorzugt zwischen ungefähr 0,15 und 0,2 Millise­ kunden beträgt.
Die Ausdrücke "Schließen" und "Öffnen", wenn sie in bezug auf den Weg für elektrischen Strom verwendet werden, sollen mit der Verwendung der­ artiger Ausdrücke in der Elektrotechnik in Einklang stehen. Somit ge­ stattet ein "geschlossener" Weg einen Stromfluß, wohingegen ein "offener" Weg einen Stromfluß durch den offenen Teil des Weges verhindert.
Wenn der Primärstrom PI eine vorbestimmte Schwelle IT erreicht, wird der Weg durch die Primärseite hindurch wieder geöffnet. Es ist bevorzugt, daß die vorbestimmte Schwelle IT zwischen ungefähr 5-17 Ampere und insbe­ sondere bevorzugt zwischen 7 und 15 Ampere festgelegt ist. Der besondere Amperewert ist derart gewählt, daß das zusammenbrechende Magnetfeld um die Primärseite herum die Sollhochspannung über die Sekundärseite hinweg induktiv erzeugt. Diese Hochspannung (z. B. 35000 Volt) ist ge­ nug, um den Widerstand über den Zündkerzenspalt hinweg ungeachtet der Zustände innerhalb der Brennkammer zuverlässig zu überwinden. Da dies wiederholt wird, werden zuverlässig mehrere Funken über den Zünd­ kerzenspalt hinweg erzeugt. Dies wird durch die wiederholten Anstiege des Sekundärstroms PI auf den Spitzenwert PV gefolgt durch Abfälle auf Zwi­ schenwert IV über die vorbestimmte Zeitdauer T bewiesen. Da das Fehlen einer Gesamtentladung den Wirkungsgrad des Lade- und Entladezyklus erhöht, kann die anwachsende Zeit, während der ein Funken vorhanden ist, optimiert werden. Dies gestaltet wiederum den Verbrennungsprozeß innerhalb der Brennkammer zuverlässiger.
Während es möglich ist, die Wiederholungen des Schließens und Wieder­ öffnens des Stromweges durch die Primärseite hindurch zu beenden, in­ dem zugelassen wird, daß sich die Spule vollständig entlädt, wenn be­ stimmt wird, daß der Motor sich um eine vorbestimmte Gradzahl (z. B. 20 Grad) gedreht hat, könnte eine derartige Anordnung zu einem Zünden nach der Sollfunkendauer DSD führen. Wenn beispielsweise der Weg durch die Primärseite unmittelbar vor dem Ende der Sollfunkendauer (DSD) geschlossen wird, würde das Laden der Spule nicht enden, bis die vorbestimmte Stromschwelle IT eine gewisse Zeit danach erreicht wird. Das vollständige Entladen der Spule würde deshalb signifikant später als das Ende der Sollfunkendauer (DSP) auftreten.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt deshalb den Schritt, das vor jeder Wiederholung des Schließens und Wie­ deröffnens des Stromweges durch die Primärseite hindurch bestimmt wird, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie ausgeführt wird, so daß sich die Energie in der Spule vollständig durch die Sekundärseite hin­ durch entlädt, es erfordern würde, daß sich die nächste Wiederholung über die Sollfunkendauer DSD hinaus erstreckt. Wenn diese Bestimmung ein bestätigendes Ergebnis ergibt, wird das gegenwärtige Wiederöffnen des Stromweges durch die Primärseite hindurch für eine Zeitdauer durchge­ führt, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge vollstän­ dig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird. Das abschließende Entladen der Spule tritt deshalb mehr gleichzeitig mit dem Ende der Soll­ funkendauer (DSD) auf.
Da die Sollfunkendauer (DSD) in Zeiteinheiten (im Gegensatz zu Gradein­ heiten der Motordrehung) als Funktion der Motordrehzahl schwankt, sollte die vorstehende Bestimmung ungeachtet der Dauer des letzten Wie­ derauflade- und Entladezyklus nicht allein auf einer konstanten (vorein­ gestellten) Funkendauerzeit beruhen. Sie sollte auch nicht allein auf einer konstanten "voreingestellten" Mehrfachladezeit beruhen (d. h., eine andere, sich niemals ändernde Dauer der vorstehend erwähnten Wiederholungen, als die Wiederholung, die zu einem vollständigen Entladen der Spule führt). Stattdessen sollten die Mehrfachladedauer, die in Fig. 1 als MCD bezeichnet ist, und die Sollfunkendauer (DSD) so eingestellt werden, wie die Motordrehzahl schwankt.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform wird deshalb Information hin­ sichtlich der Zeit, die die letzten beiden EST-Impulse trennt, um einen Faktor herunterskaliert, der der Sollgradzahl der Motordrehung ent­ spricht, über die die Anwesenheit des Funkens erwünscht ist, und diese herunterskalierte Zeit wird dazu verwendet, die gegenwärtige Mehrfachla­ dedauer MCD vorherzusagen. Dieser Aspekt der bevorzugten Ausfüh­ rungsform zieht Nutzen aus der Tatsache, daß die Motordrehzahl vom Zünden des einen Zylinders zum nächsten nicht signifikant schwanken wird. Die vorausgehende Zeit zwischen den EST-Impulsen ist deshalb eine gute Angabe der Zeit, die es dauert, damit der Motor sich um die vorbe­ stimmte Gradzahl (z. B. ungefähr 20 Grad) dreht.
Der Skalierwert selbst hängt von der vorbestimmten Gradzahl der Mo­ tordrehung ab. Wenn jede Brennkammer (oder Zylinder) ihren eigenen EST-Impuls enthält, und die Zeit zwischen derartigen individualisierten EST-Impulsen verwendet wird, ist dann der Skalierwert einfach die vorbe­ stimmte Gradzahl dividiert durch 720 (die Gradzahl der Motordrehung zwischen aufeinanderfolgenden EST-Impulsen für einen Zylinder). Der Skalierfaktor für 20 Grad Motordrehung beträgt deshalb 1/36.
Wenn im Gegensatz dazu die Zeit zwischen aufeinanderfolgenden EST- Impulsen zwischen den EST-Impulsen, die das Zünden von nicht nur den gleichen, sondern unterschiedlichen Brennkammern steuert, gemessen wird, wird dann der Skalierwert auch von der Brennkammerzahl (oder Zy­ linderzahl) abhängen. Im besonderen wird der Skalierwert die Gradzahl mal der Zylinderzahl dividiert durch 720 sein. Somit wird für einen Acht­ zylindermotor beispielsweise der Skalierfaktor 20 mal 8 dividiert durch 720 (oder 2/9) betragen.
Da manche PTCU nacheinander die EST-Impulse für alle Brennkammern (oder Zylinder) auf der gleichen EST-Leitung anlegen, zeigt die folgende Tabelle die Gradzahl der Motordrehung, die den angegebenen Skalierfak­ toren für herkömmliche 4-Zylinder-, 6-Zylinder- und 8-Zylinder-Motoren zugeordnet ist:
Die Skalierung der Zeit zwischen EST-Impulsen liefert dadurch eine zu­ verlässige Vorhersage der tatsächlichen Zünddauer in Zeiteinheiten, die erforderlich ist, um ein Zünden während der vorbestimmten Gradzahl der Motordrehung (z. B. ungefähr 20 Grad) zu liefern. Diese Vorhersage der tatsächlichen Zündzeit kann dann dazu verwendet werden, das Ende der Mehrfachladedauer MCD zu bestimmen. Diese Bestimmung kann insbe­ sondere unter Verwendung von Information im Hinblick darauf vorge­ nommen werden, wie lange der abschließende "Wiederaufladen- und Voll­ ständiges-Entladen"-Zyklus in einem unmittelbar vorhergehenden Zünd­ zyklus dauerte. Diese Information liefert eine zuverlässige Vorhersage da­ von, wie lange der anstehende abschließende "Wiederaufladen- und Voll­ ständiges-Entladen"-Zyklus dauern wird. Daher wird die Dauer des vor­ hergehenden abschließenden Wiederaufladen- und Vollständiges-Entla­ den-Zyklus von der vorhergesagten Dauer des Funkens in Zeiteinheiten, die bestimmt wurde, indem die Zeit zwischen EST-Impulsen skaliert wur­ de, subtrahiert (oder mit negativen Vorzeichen versehen und addiert).
Am Ende der vorhergesagten Mehrfachladedauer MCD wird verhindert, daß der Stromweg durch die Primärseite der Zündspule hindurch Teilent­ ladungen durchführt. Insbesondere wird, sobald die vorbestimmte Strom­ schwelle IT erreicht ist, der Weg durch die Primärseite hindurch geöffnet, jedoch nicht innerhalb der Zeitdauer T wieder geschlossen. Der abschlie­ ßende Wiederauflade- und Entlade-Zyklus führt deshalb zu einem voll­ ständigen Entladen der Energie in der Spule. Insbesondere endet diese abschließende Wiederauflade- und Entladeabfolge sehr nahe am Ende der Sollfunkendauer DSD und somit sehr nahe am Ende des Sollausmaßes der Motordrehung. Die Spulenkonstruktion und damit in Beziehung ste­ henden Variablen sind vorzugsweise derart gewählt, daß ein vollständiges Entladen der Spule ungefähr 0,5 Millisekunden dauert.
Während Fig. 1 eine einzige Zündabfolge zeigt, die während eines Arbeits­ taktes in einer Brennkammer auftritt, ist festzustellen, daß die veran­ schaulichte Zündabfolge für jeden Arbeitstakt der gleichen Brennkammer sowie die Arbeitstakte von irgendwelchen anderen Brennkammern wie­ derholt werden kann. Die EST-Impulse, die die verschiedenen Zündabfol­ gen auslösen, können parallel für jede einzelne Brennkammer oder alter­ nativ nacheinander auf der gleichen EST-Leitung geliefert werden. Die se­ quentielle Ausgestaltung kann beispielsweise ausgeführt werden, indem ein geeignetes Verteilungsmittel vorgesehen wird, das in der Lage ist, je­ den EST-Impuls oder die dadurch ausgelöste Energie auf die geeignete(n) Brennkammer(n) zu verteilen, die diesem besonderen EST-Impuls zuge­ ordnet ist/ sind.
Fig. 2 veranschaulicht ein beispielhaftes Mehrfachladezündsystem 20, das in der Lage ist, die vorstehende bevorzugte Ausführungsform der vorlie­ genden Erfindung durchzuführen. System 20 umfaßt eine induktive Ener­ giespeichervorrichtung 22 und eine elektronische Zündschaltung 24. Das Mehrfachladezündsystem 20 kann mit einer Zündkerze 26 eines Verbren­ nungsmotors verbunden sein. Die induktive Energiespeichervorrichtung 22 des Systems 20 weist Primär- und Sekundärseiten 28, 30 auf, die in­ duktiv aneinander gekoppelt sind. Da die induktive Energiespeichervor­ richtung 22 typischerweise eine Zündspule umfassen wird, werden die Primär- und Sekundärseiten typischerweise durch die Wicklungen der Zündspule definiert sein.
Die elektronische Zündschaltung 24 ist mit der Primärseite 28 verbunden. Sie ist derart ausgebildet, daß sie ein Zeitgebungssignal 32 empfängt (z. B., EST-Impulse von der PTCU 34), die anzeigen, wann ein Zünden der Zünd­ kerze 26 beginnen soll, und auf dieses Zeitgebungssignal anspricht, indem die induktive Energiespeichervorrichtung 22 geladen wird. In dem Fall ei­ ner Zündspule wird das Laden erreicht, indem ein elektrischer Strom durch die Primärwicklung hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbe­ stimmte Energiemenge in der Zündspule gespeichert ist (z. B. bis eine vor­ bestimmte Menge an Stromfluß durch die Primärwicklung hindurch her­ gestellt ist).
Die elektronische Zündschaltung 24 ist ferner derart ausgebildet, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite 30 hindurch entlädt, indem der Weg des elektrischen Stromes durch die Pri­ märseite 28 hindurch geöffnet wird. Insbesondere wird der Stromweg durch die Primärseite 28 hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Ener­ giemenge in der induktiven Energiespeichervorrichtung 22 geöffnet. Dies kann von der elektronischen Zündschaltung 24 auf der Grundlage des Zeitgebungssignals 32 bestimmt werden. Das Zeitgebungssignal 32 (z. B. der EST-Impuls) wird, wie es oben angegeben ist, typischerweise zwei Übergänge für jeden Arbeitstakt zeigen. Der erste Übergang kennzeichnet, wann ein Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung 22 beginnen soll, wohingegen der zweite Übergang zeitlich von dem ersten Übergang beabstandet ist, so daß, wenn ein Laden der induktiven Energiespeicher­ vorrichtung 22 in Ansprechen auf den ersten Übergang beginnt, der zweite Übergang in einem Moment auftreten wird, wenn die vorbestimmte Ener­ giemenge in der induktiven Energiespeicherevorrichtung 22 angesammelt worden ist. Der Weg durch die Primärseite 28 hindurch wird deshalb an­ fänglich durch die elektronische Zündschaltung 24 in Ansprechen auf den zweiten Übergang geöffnet.
Die Fähigkeit, ein Zeitgebungssignal zu liefern, das zuverlässig dieser La­ dezeit entspricht, wird durch die Vorhersagbarkeit der Ladezeit während des anfänglichen Ladeprozesses erleichtert. Insbesondere beginnt der an­ fängliche Ladeprozeß von einem Nullenergiezustand (z. B. Stromfluß von Null) in der Spule. Es gibt folglich wenig, wenn überhaupt, Unsicherheit hinsichtlich dessen, wie lange es dauern wird, um die vorbestimmte Ener­ giemenge in der induktiven Energiespeichervorrichtung 22 anzusammeln.
Die elektronische Zündschaltung 24 ist deshalb derart ausgebildet, daß sie auf den zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal 32 anspricht (z. B. die nacheilende Flanke des EST-Impulses), indem der Stromweg durch die Primärseite 28 hindurch geöffnet wird, und zugelassen wird, daß die Energie teilweise durch die Sekundärseite 30 hindurch entladen wird. Da­ durch, daß diese Teilentladung vorgesehen wird, hält die elektronische Zündschaltung 24 vorzugsweise den Weg für nicht mehr als die Hälfte der Zeit offen, die erforderlich ist, damit das Magnetfeld in der Zündspule voll­ ständig zusammenbricht. Wie es oben angegeben ist, stellt dies sicher, daß die anfängliche Teilentladung unter Verwendung von nur dem wirk­ samsten Teil des vollständigen Entladeprozesses durchgeführt wird.
Die elektronische Zündschaltung 24. ist auch derart ausgebildet, daß sie den Weg wiederholt schließt und wieder öffnet, um die induktive Energie­ speichervorrichtung 22 wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen. Je­ des Wiederöffnen des Weges des elektrischen Stromes durch die Primär­ seite 28 hindurch durch die elektronische Zündschaltung 24 wird vor­ zugsweise auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst, die in der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung 22 gespeichert ist. Da diese Ener­ giemenge proportional zur Strommenge ist, die durch die Primärseite 28 hindurchfließt, kann die elektronische Zündschaltung 24 das auf Energie beruhende Auslösen erreichen, indem sie den Weg in Ansprechen auf das Detektieren einer vorbestimmten Strommenge, die durch die Primärseite 28 hindurchfließt, wieder öffnet. Die vorbestimmte Strommenge ist vor­ zugsweise ein Stromwert zwischen 5 und 17 Ampere, bevorzugt zwischen 5 und 15 Ampere und insbesondere bevorzugt zwischen 5 und 10 Ampere.
Während eine Stromdetektion beschrieben worden ist, ist einzusehen, daß eine Spannungsdetektion auch bis zu dem Ausmaß verwendet werden kann, indem die detektierte Spannung Strom anzeigt. Die Spannung über einen Widerstand hinweg, durch den der Strom fließt, gibt beispielsweise den Wert des Stromes an, der durch den Widerstand hindurchfließt. Die­ ser Zusammenhang, der gemeinhin als ohmsches Gesetz bezeichnet wird, ist V = IR (wobei V die Spannung ist, I der Strom ist und R der Widerstand ist).
Während jeder Iteration des sich wiederholenden Schließen- und Wieder­ öffnen-Zyklus wird der Weg durch die elektronische Zündschaltung 24 hindurch für eine vorbestimmte Zeitdauer, vorzugsweise zwischen unge­ fähr 0,15 und 0,2 Millisekunden, geöffnet. Diese Zeitdauer T stellt die Zeit dar, während der die induktive Energiespeichervorrichtung 22 genug Energie durch ihre Sekundärseite 30 hindurch teilweise entlädt, um einen Funken an der Zündkerze 26 zu erzeugen. Vorzugsweise ist die vorbe­ stimmte Zeitdauer auch derart gewählt, daß der Weg für nicht mehr als die Hälfte der Zeit offen ist, die es dauern würde, damit die gesamte vorbe­ stimmte Energiemenge durch die Sekundärseite 30 hindurch vollständig entladen wird. Dies gilt für alle Wiederholungen mit der Ausnahme der letzten in der Mehrfachladeabfolge.
Wenn der Weg für die letzte Wiederholung in einer Sollfunkendauer offen ist, hält die elektronische Zündschaltung 24 den Weg lange genug offen, damit die gesamte Energie in der induktiven Energiespeichervorrichtung 22 sich durch die Sekundärseite 30 hindurch entlädt. Die abschließende Wiederholung entlädt deshalb die Energiespeichervorrichtung 22 vollstän­ dig.
Insbesondere kann die elektronische Zündschaltung 24 derart ausgebildet sein, daß sie vor jeder Wiederholung eines Schließen- und Wiederöffnen- Zyklus bestimmt, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie ausgeführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbestimmte Ener­ giemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite 30 hin­ durch zu entladen, es erfordern würde, daß die nächste Wiederholung sich über die vorbestimmte Sollfunkendauer DSD hinaus erstreckt. Auf der Grundlage des Ergebnisses dieser Bestimmung steuert die elektroni­ sche Zündschaltung 24, wie lange der Weg offen bleiben wird. Insbesonde­ re ist die elektronische Zündschaltung 24 derart ausgebildet, daß sie den Weg für eine Zeitdauer öffnet, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge jedesmal dann im wesentlichen vollständig durch die Se­ kundärseite 30 hindurch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß die nächste Wiederholung sich über die vorbestimmte Sollfunkendauer DSD hinaus erstrecken würde.
Die elektronische Zündschaltung 24 ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie diese Bestimmung im Hinblick auf die nächste Wiederholung auf der Grundlage davon vornimmt, wie lange es dauerte, einen vorhergehen­ den Zyklus des Schließens des Weges, des Öffnens des Weges und des Offenhaltens des Weges über eine Zeit, die lang genug ist, damit die vor­ bestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekun­ därseite 30 hindurch entladen wird, abzuschließen. Der vorhergehende Zyklus, auf dem diese Bestimmung beruht, kann der gleichen oder einer verschiedenen Brennkammer zugeordnet sein.
Die elektronische Zündschaltung 24 selbst kann unter Verwendung vieler Kombinationen von analoger Schaltung, Hardware, Firmware und/oder Software ausgeführt werden. Derartige Kombinationen können program­ miert oder auf andere Weise konfiguriert werden, um die vorstehend er­ wähnten Funktionen durchzuführen.
Eine beispielhafte Anordnung für einen Motor mit mehreren Brennkam­ mern umfaßt eine Zündspule für jede Brennkammer und einen einzigen elektronischen Zündschaltkreis, der in der Lage ist, die oben beschriebe­ nen Funktionen in Verbindung mit der elektronischen Zündschaltung 24 bereitzustellen.
Fig. 3 veranschaulicht eine beispielhafte Ausführungsform einer derarti­ gen Anordnung. Die beispielhafte Ausführungsform ist für einen Vier- Zylinder-Motor vorgesehen. Ein Fachmann hätte jedoch kein Problem, die Lehren in der folgenden Beschreibung der beispielhaften Ausführungs­ form auf Motoren mit einer unterschiedlichen Zahl von Zylindern oder Brennkammern auszudehnen.
Das beispielhafte Mehrfachladezündsystem 50 in Fig. 3 umfaßt einen EST-Separator 52, einen Mehrfachlade-Controller 54, der ausgebildet ist, um die oben beschriebenen Funktionen in Verbindung mit der elektroni­ schen Zündschaltung 24 durchzuführen, und ein Treiber-Array 56. Der EST-Separator 52 ist in Fig. 3 enthalten, weil angenommen wird, daß die PTCU alle EST-Impulse nacheinander auf der gleichen EST-Leitung liefert. Wenn stattdessen die EST-Impulse parallel oder auf andere Weise geliefert werden und bereits für jede Brennkammer oder Gruppe von diesen ge­ trennt worden sind, kann der EST-Separator 52 beseitigt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel ist jede Brennkammer mit ihrer eigenen Spule 58 und ihrer eigenen Zündkerze 60 versehen. Vorzugsweise ist jede Spule 58 eine Ion-Sense-Spule. Das Treiber-Array 56 ist mit den Spulen 58 verbunden und steuert das Anlegen von Strom durch deren Primär­ wicklungen. Insbesondere stellt das Treiber-Array 56 diese Steuerung in Ansprechen auf Signale von dem EST-Separator 52 und dem Mehrfachla­ de-Controller 54 bereit. Die Signale von dem EST-Separator 52 bestim­ men, welche der Spulen 58 aktiv ist, und die Signale von dem Mehrfach­ lade-Controller 54 steuern, wie lange jede Spule 58 aktiviert ist.
Der EST-Separator 52 stellt vier Ausgangsleitungen 62 für das Treiber- Array 56 bereit. Jede Ausgangsleitung 62 transportiert den EST-Impuls für eine der Brennkammern. Der EST-Separator 52 nimmt deshalb den ersten EST-Impuls von der PTCU und schickt ihn die erste Ausgangslei­ tung 62 hinunter; er nimmt den zweiten EST-Impuls von der PTCU und überträgt ihn die zweite Ausgangsleitung 62 hinunter, usw. Die getrenn­ ten EST-Impulse werden auch an den Mehrfachlade-Controller 54 ange­ legt, bei dem sie miteinander verODERt werden. Alternativ können die EST-Impulse von der PTCU direkt an den Mehrfachlade-Controller 54 an­ gelegt werden.
Der Mehrfachlade-Controller 54 empfängt vorzugsweise Rückkopplungs­ signale 66 von den Primärseiten der Spulen S8, die anzeigen, wann jedes Zündereignis beendet ist. Zusätzlich wird dem Mehrfachlade-Controller 54 ein I-Erfassungssignal 68 geliefert, um anzuzeigen, wieviel Strom durch die Primärseite von irgendeiner aktivierten Spule 58 hindurchfließt.
Der Mehrfachlade-Controller 54 kann unter Verwendung vieler unter­ schiedlicher Schaltkreise ausgeführt sein. Eine bevorzugte Ausführungs­ form des Mehrfachlade-Controllers 54 umfaßt jedoch eine Zustandsma­ schine, die programmiert oder auf andere Weise geeignet konfiguriert ist, um die oben in bezug auf die Fig. 1 und 2 beschriebenen Funktionen aus­ zuführen. Ein geeignet programmierter EPROM (elektrisch programmier­ barer Festwertspeicher) kann beispielsweise als die Zustandsmaschine verwendet werden. Der Mehrfachlade-Controller 54 kann auch unter Ver­ wendung einer geeignet programmierten ASIC (anwendungsspezifische integrierte Schaltung) ausgeführt sein.
Die Fig. 4-7 veranschaulichen eine beispielhafte, auf einem EPROM beru­ hende Ausführungsform des Mehrfachlade-Controllers 54, wohingegen Fig. 8 ein beispielhaftes Treiber-Array 56 zur Verwendung in Verbindung mit der beispielhaften, auf einem EPROM beruhenden Ausführungsform veranschaulicht. Genauer veranschaulicht Fig. 4 einen geeignet program­ mierten EPROM 100 und einiges von seiner zugeordneten Schaltung. Fig. 5 veranschaulicht einen Mehrfachladedauer-Rechner und -Zähler, den der EPROM 100 dazu verwendet, zu bestimmen, wann die Mehrfachladedauer endet. Fig. 6 veranschaulicht eine Spannungsversorgungsschaltung für die auf dem EPROM beruhende Ausführung. Fig. 7 veranschaulicht eine Schnittstelle der auf dem EPROM beruhenden Ausführungsform.
Die Schnittstelle in Fig. 7 ist derart ausgebildet, daß sie den EPROM 100 mit Eingangssignalen versorgt, die anzeigen, ob der Funken an der Zünd­ kerze ausgegangen ist (d. h. ein Signal FUNKEN AUS), ob der Strom durch eine Primärwicklung eine vorbestimmte minimale Amperezahl (z. B. 15 Ampere) überschritten hat (d. h., ein Signal MINIMALSTROM ERREICHT), und ob der Strom durch die Primärwicklung hindurch eine vorbestimmte maximale Amperezahl (z. B. 20) überschritten hat (d. h. ein Signal MAXIMALSTROM ERREICHT).
Die folgende Tabelle bringt die Bezugszeichen der verschiedenen Logik­ bauelemente in den Fig. 4-8 mit den allgemein bekannten Zahlenbezeich­ nungen von bestimmten beispielhaften, integrierten Chips (IC) in Bezie­ hung, die dazu verwendet werden können, derartige Bauelemente zu im­ plementieren. Die Zahlenbezeichnungen stimmen mit den von National Semiconductor Corporation, einem Lieferanten derartiger IC, veröffent­ lichten Bezeichnungen überein. Die folgende Tabelle gibt auch an, welche Pins der jeweiligen IC an Masse angeschlossen sind, welche an eine +5-V- Gleichspannung angeschlossen sind, und welche an eine +14-V-Gleich­ spannung angeschlossen sind. Die anderen relevanten Pinanschlüsse sind in den Fig. 5-8 unter Verwendung der Pinbezeichnungen gezeigt, die in der Technik für jeden der beispielhaften IC allgemein bekannt sind:
Der EPROM 100 umfaßt zwölf Adreßanschlüsse A0-A11 und vier Aus­ gangsanschlüsse O4-O7. Auf den Adreßanschluß A5 werden die ver­ ODERten EST-Impulse von dem EST-Separator 52 aufgeschaltet. Dies ermöglicht es dem EPROM 100, zu detektieren, wann der EST-Impuls Übergänge von high nach low oder von low nach high erfährt.
Der EPROM 100 ist derart programmiert, daß er als Zustandsmaschine arbeitet. Abhängig vom Zustand der Signale an den Adreßanschlüssen A0-A11 geht der EPROM 100 von einem Zustand zum nächsten über, wobei jeder Zustand durch eine Binärzahl repräsentiert ist, die der EPROM 100 an den Ausgangsanschlüssen O4-O7 setzt.
Auf die Adreßanschlüsse A0-A4 werden ein Signal FUNKEN AUS, ein Si­ gnal HIGH, WENN MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE, ein Signal FUN­ KENDAUER ZU ENDE, das Signal MAXIMALSTROM ERREICHT und bzw. das Signal MINIMALSTROM ERREICHT aufgeschaltet. Auf die Adreßan­ schlüsse A6 und A7 werden ein Signal MAXIMALLADEZEIT bzw. ein Si­ gnal NULL-MARKIERUNG aufgeschaltet.
Die Ausgangsanschlüsse O4-O7 sind mit den jeweiligen Datenanschlüssen D0-D4 einer Kippstufe 114 verbunden. Die entsprechenden Ausgänge Q0-Q3 von der Kippstufe 114 werden als Eingänge in die jeweiligen Adreßan­ schlüsse A8-A11 rückgekoppelt. Die Kippstufe 114 hält den Zustand der Zustandsmaschine für eine vorbestimmte Zeitdauer.
Mit den Ausgängen Q0-Q3 der Kippstufe 114 ist der BCD-Dezimal-Deco­ dierer 130 verbunden. Der Decodierer 130 empfängt den Binärcode, der den gegenwärtigen Zustand darstellt, und liefert in Ansprechen darauf ein High-Signal auf einem seiner Ausgänge Q1-Q9. Jedes High-Signal wird dann dazu verwendet, ein Ereignis oder einen Betrieb auszulösen, der von dem besonderen Zustand vorgeschrieben wird. Diese High-Signale arbei­ ten deshalb als Steuersignale für den Zündungsprozeß, der von der bei­ spielhaften Ausführungsform ausgeführt wird. Da einige der Steuersignale in mehr als einem Zustand erforderlich sind, werden manche der Ausgän­ ge Q1-Q9 aus dem Decodierer 130 unter Verwendung von ODER-Gattern von dem vorstehend erwähnten Vierfach-ODER-Gatter 132 logisch ver- ODERt.
Die beispielhafte Ausführungsform umfaßt auch einen Taktimpulsgene­ rator 150. Der Taktimpulsgenerator 150 umfaßt eine Primärstufe 152 und eine Sekundärstufe 154. Die Primärstufe 152 umfaßt einen 1-MHz- Oszillator, die Inverter 119 und herkömmliche Signalaufbereitungswider­ stände R1, R2 und Kondensatoren C1, C2. Die Widerstände R1 und R2 weisen jeweils Widerstände von ungefähr 2,2 MOhm bzw. 1 kOhm auf. Jeder der Kondensatoren C1, C2 weist ei 91573 00070 552 001000280000000200012000285919146200040 0002010023835 00004 91454ne Kapazität von ungefähr 47 pFarad auf. Das Taktsignal, das von der Primärstufe 152 ausgegeben wird, wird an den Taktanschluß der Kippstufe 114 angelegt. Es wird auch an die Sekundärstufe 154 angelegt.
Die Sekundärstufe 154 spricht auf das Taktsignal an, das von der Primär­ stufe 152 ausgegeben wird, und umfaßt Frequenzteilungselemente, die derart ausgebildet sind, daß sie ein 100-kHz-Taktsignal und ein 5 Millise­ kunden Taktsignal in Ansprechen auf das Taktsignal liefern, das von der Primärstufe 152 ausgegeben wird. Die Frequenzteilungselemente sind unter Verwendung der vorstehend erwähnten Doppel-Synchron- Aufwärtszähler 118 und 133 vorgesehen.
Das 100-kHz-Taktsignal wird auf einen Funkendauer-Zähler 160 aufge­ schaltet. Der Funkendauer-Zähler 160 bestimmt, wieviel Zeit zwischen dem Öffnen des Stromweges durch die Primärwicklung hindurch bei Be­ ginn einer Teilentladung und beim Schließen des gleichen Weges am Ende einer Teilentladung verstreichen wird. Dies entspricht der vorstehend er­ wähnten vorbestimmten Zeitdauer T.
Der Funkendauer-Zähler 160 ist ein Zwei-Stellen-Zähler, der durch die Kombination aus den einzelnen Binär-Aufwärts-/Abwärts-Zählern 115 und 116 und dem NAND-Gatter 112 definiert ist. Eine geeignete Anord­ nung von Schaltern und Pull-Down-Widerständen SR ist an den Vorein­ stellungsanschlüssen P0-P3 jedes Zählers 115, 116 vorgesehen. Die Schalter können dazu verwendet werden, eine voreingestellte niedrigst­ wertige Stelle (least Significant digit) und eine voreingestellte, höchstwertige Stelle (most significant digit) zu liefern. Die Kombination der niedrigst- und höchstwerigen Stellen definiert den Ausgangspunkt des Zählbetrie­ bes, der von dem Funkendauer-Zähler 160 durchgeführt wird. Dieser Ausgangspunkt ist derart gewählt, daß, nachdem das Zählen beginnt, es eine vorbestimmte Zeitdauer T für den Zähler 115 dauert, ein Übertrags­ signal an seinem Übertragsanschluß zu erzeugen. Da das Zählen durch den Funkendauer-Zähler 160 beginnt, sobald der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch geöffnet ist, dient das Übertragssignal als das vorstehend erwähnte Signal FUNKENDAUER ZU ENDE. Es wird deshalb an den A2-Adreßanschluß des EPROM 100 angelegt. Das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE zeigt dadurch dem EPROM 100 an, wann die vorbestimmte Zeitdauer T seit dem Öffnen des Stromweges durch die Pri­ märwicklung hindurch verstrichen ist.
Die Schalter sind vorzugsweise Drehschalter, DIP-Schalter oder derglei­ chen. Durch selektives Setzen der Schalter, die die niedrigst- und höchst­ wertigen Stellen bestimmen, ist es möglich, die vorbestimmte Zeitdauer T einzustellen, die durch den Funkendauer-Zähler 160 bereitgestellt wird. Somit können Änderungen der Systemkonstruktion sowie Schwankungen in der Energiemenge, die während jeder der Teilentladungen der Spule entladen wird, durch die beispielhafte Ausführungsform auf herkömmli­ che Weise aufgenommen werden.
Fig. 4 ist auch ein EINSCHALT-Rücksetzungsschaltkreis 170 veranschau­ licht. Der EINSCHALT-Rücksetzungsschaltkreis 170 umfaßt einen RC- Schaltkreis 172, der mit dem Eingang des vorstehend erwähnten Puffers 117 verbunden ist. Der RC-Schaltkreis 172 umfaßt einen Widerstand R3, der einen Widerstand von ungefähr 150 kOhm aufweist, und einen Kon­ densator C3 mit einer Kapazität von ungefähr 0,1 Farad. Der EINSCHALT- Rücksetzungsschaltkreis 170 ist derart konfiguriert, daß er jedesmal dann ein Rücksetzsignal liefert, wenn zu Beginn die Energieversorgung des Sy­ stems zugeschaltet wird.
Fig. 4 veranschaulicht auch den 12-Stufen-Binärzähler 131. Der Zähler 131 begrenzt die Ladezeit der Spule. Insbesondere liefert der Zähler 131 das vorstehend erwähnte Signal MAXIMALLADEZEIT für den EPROM 100, wenn der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch für eine maxi­ male Zeitdauer geschlossen worden ist. Wenn dies auftritt, spricht der EPROM 100 durch Schalten in einen Zustand an, bei dem der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch offen ist. Dies bewirkt wiederum, daß die Energie in der Spule zumindest teilweise durch die geeignete Zündker­ ze entladen wird.
Die vorbestimmte Zeitdauer wird darüber bestimmt, welcher Ausgang (Q1, Q2 . . . oder Q14) von dem Zähler 131 mit dem A6-Adreßanschluß des EPROMS 100 verbunden ist. Je höher die Q-Zahl des Anschlusses, desto länger die Zeitdauer. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Q9- Ausgangsanschluß des Zählers 131 mit dem A6-Adreßanschluß verbun­ den, um eine maximale Ladezeit von ungefähr 2,5 Millisekunden bereitzu­ stellen.
Der Zähler 131 wird automatisch durch den Kehrwert des Signals LADEN SPULE zurückgesetzt. Insbesondere tritt das Signal LADEN SPULE durch den invertierenden Puffer 117 hindurch, wird von dem Puffer 117 inver­ tiert, und die resultierende invertierte Version des Signals LADEN SPULE wird an den Rücksetzanschluß des Zählers 131 angelegt. Der Zähler 131 wird deshalb jedesmal dann automatisch zurückgesetzt, wenn die Spule nicht geladen wird.
Fig. 5 veranschaulicht den Mehrfachladedauer-Rechner 180 und den Mehrfachladedauer-Zähler 182. Wie es oben angegeben ist, werden der Mehrfachladedauer-Rechner 180 und der Mehrfachladedauer-Zähler 182 von dem EPROM 100 dazu verwendet, zu bestimmen, wann die Mehr­ fachladedauer endet.
Der Mehrfachladedauer-Rechner 180 umfaßt vorzugsweise eine Zähl­ wertskaliervorrichtung 184, einen Abschlußzyklus-Zähler 186 und einen Berechnungs-Zähler 188. Die Zählwertskaliervorrichtung 184 umfaßt die BCD-Raten-Multiplizierer 102, 103 und den programmierbaren Teile- durch-N-Binärzähler 104.
Jeder der BCD-Raten-Multiplizierer 102, 103 und der programmierbare Teile-durch-N-Binärzähler 104 ist mit einem Satz von Pull-Down-Wider­ ständen und Schaltern SR (z. B. Drehschalter, DIP-Schalter und derglei­ chen) verbunden. Die Schalter werden selektiv angeordnet, um einen ge­ wünschten Zahlencode an die Eingänge der jeweiligen Multiplizierer 102, 103 und des Zählers 104 zu liefern.
Der Zahlencode an den Eingängen in die Multiplizierer 102, 103 bestimmt den Skalierfaktor, der von den Multiplizierern 102, 103 geliefert wird. Der Skalierfaktor beträgt 0,XY, wobei X (die niedrigstwertige Stelle) durch den Zahlencode am Eingang in den Multiplizierer 102 bestimmt ist, und Y (die höchstwertige Stelle) durch den Zahlencode am Eingang in den Multipli­ zierer 103 bestimmt ist. Die Multiplizierer 102, 103 empfangen das 100- kHz-Taktsignal und skalieren die Taktrate durch den angegebenen Ska­ lierfaktor. Beispielhafte Beziehungen zwischen dem Skalierfaktor und den Graden der Motordrehung sind in der obigen Tabelle angegeben.
Für eine Sollfunkendauer von 20 Grad beträgt beispielsweise der Skalier­ faktor 0,11 für einen 4-Zylinder-Motor, 0,17 für einen 6-Zylinder-Motor und 0,22 für einen 8-Zylinder-Motor. Somit würde für das 6-Zylinder- Beispiel der Zahlencode an dem Multiplizierer 102 1 betragen, und der Zahlencode an dem Multiplizierer 103 würde 7 betragen.
Der programmierbare Teile-durch-N-Binärzähler 104 weist jedesmal dann einen auf 1 gesetzten Eingang auf, wenn alle EST-Impulse (d. h., die EST- Impulse für alle Zylinder) dem beispielhaften Mehrfachlade-Controller 54 geliefert und verODERt werden, während er die Zeit zwischen derartigen EST-Impulsen zählt und die Funkendauer auf der Grundlage dieser Zäh­ lung bestimmt. Dies ist der Fall, weil der Skalierfaktor in der obigen Ta­ belle annimmt, daß alle EST-Impulse bei der Durchführung der Bestim­ mung der Funkendauer verwendet werden. Die Taktrate, die von den Multiplizierern 102, 103 geliefert wird, erfordert deshalb keine Frequenz­ korrektur, wenn alle EST-Impulse verwendet werden.
In Situationen, in denen es keinen Wunsch gibt, den Mehrfachladedauer- Rechner 180 an unterschiedliche Zahlen von Brennkammern anpaßbar zu gestalten, kann der geeignete Skalierfaktor aus der vorstehenden Tabelle in die Multiplizierer 102, 103 geladen und der Zähler 104 beseitigt wer­ den.
Wenn es gewünscht wird, die EST-Impulse von weniger als allen Zylindern zu verwenden, kann dann eine entsprechende Korrektur in der Taktrate erreicht werden, indem der Eingang in den Zähler 104 verändert wird. Wenn beispielsweise die EST-Impulse von nur einem Zylinder in einem 4- Zylinder-Motor von dem Mehrfachlade-Controller 54 verwendet werden, um die vorstehend erwähnte Bestimmung vorzunehmen, kann der Ein­ gang des Zählers 104 auf eine binäre vier (0100) gesetzt werden, wodurch die Taktrate am "O"-Ausgang des Zählers 104 durch vier geteilt wird. Dies kompensiert vorteilhaft die längere Zeit zwischen den aufeinanderfolgen­ den EST-Impulsen. Im Zusammenhang mit 6-Zylinder-Motoren und 8- Zylinder-Motoren können jeweils Eingangscodes von binär sechs (0110) bzw. binär acht (1000) verwendet werden, um die gleiche Art von Korrek­ tur der Taktrate vorzunehmen.
Der Zähler 104 liefert dadurch einen zweckmäßigen Weg eines Anpassens des Mehrfachlade-Controllers 54 an Änderungen darin, wie der EST- Impuls bereitgestellt wird und wieviele Zylinder der besondere Motor auf­ weist. Die Multiplizierer 102, 103 liefern gleichermaßen eine zweckmäßige Weise eines Festlegens der Gradzahl der Motordrehung pro Funkendauer, wobei diese Einstellung geeignet verändert werden kann, indem lediglich die Eingänge in die Multiplizierer 102, 103 verändert werden und dadurch der Skalierfaktor eingestellt wird. Die Zählwertskaliervorrichtung 184 macht daher den Mehrfachlade-Controller 54 an viele unterschiedliche Motor- und PTCU-Ausgestaltungen universell anpaßbar.
Die Taktrate, die von dem Berechnungs-Zähler dafür verwendet wird, wird von der Zählwertskaliervorrichtung 184 geeignet skaliert. Zusätzlich wird dem Berechnungs-Zähler 188 von dem Abschlußzyklus-Zähler 186 eine negative Zahl geliefert. Diese negative Zahl entspricht der Zeit, die es dau­ erte (LETZTES WIEDERAUFLADEN + VOLLSTÄNDIGES ENTLADEN in Fig. 1), damit die Spule am Ende einer vorhergehenden Zündabfolge der gleichen oder einer verschiedenen Zündkerze wiederaufgeladen und voll­ ständig entladen wurde. Der Abschlußzyklus-Zähler 186 bestimmt diese negative Zahl durch Zählen der Taktimpulse, die bei der Anwesenheit des Signals FREIGEBEN ZÄHLER LETZTER ZYKLUS während des vorherge­ henden Wiederaufladen- und Vollständiges-Entladen-Zyklus auftraten.
Der Berechnungs-Zähler 188 zählt deshalb von der negativen Zahl (die in Ansprechen auf das Signal VOREINSTELLEN MEHRFACHLADEDAUER- RECHNER voreingestellt wird) mit der Rate aufwärts, die von der Zähl­ wertskaliervorrichtung 184 bestimmt wird. Das Ergebnis dieses Zählens wird in den Mehrfachladedauer-Zähler 182 in Ansprechen auf das Signal LADEN MEHRFACHLADEDAUER-ZÄHLER geladen. Der Mehrfachlade­ dauer-Zähler 182 wird deshalb mit einer Zahl voreingestellt, die der geeig­ net herunterskalierten Zeit zwischen EST-Impulsen (d. h., gemäß der Gradzahl der Motordrehung, während der ein Zünden auftreten soll, ska­ liert) minus der Zeit, die es dauert, damit die Spule wiederaufgeladen und dann vollständig entladen wird, entspricht. Die Zeit, die durch diese vor­ eingestellte Zahl dargestellt wird, entspricht somit einer Vorhersage der Mehrfachladedauer MCD, die in Fig. 1 gezeigt ist. Diese Vorhersage ist re­ lativ genau, weil sie auf der tatsächlichen Zeit beruht, die während einer vorhergehenden Abfolge eines Mehrfachladens und dann eines vollständi­ gen Entladens verstreicht, wobei sich die verstrichene Zeit von einer Zündabfolge zur nächsten nicht wesentlich ändert.
Um sicherzustellen, daß die wiederholten Schließungen und Wiederöff­ nungen des Stromweges nicht ausgeführt werden, wenn der Berechnungs- Zähler 188 beim Bestimmen der gegenwärtigen Zahl im Mehrfachladedau­ er-Zähler 182 keinen Zählwert von zumindest null erreichen konnte, ist der "NULL"-Anschluß des Berechnungs-Zählers 188 mit dem S-Anschluß des Flip-Flops 134 verbunden. Der Q-Anschluß des Flip-Flops 134 ist mit dem A7-Adreßanschluß des EPROM 100 verbunden. Dem EPROM 100 wird dadurch das vorstehend erwähnte Signal NULL-MARKIERUNG gelie­ fert, und er ist in der Lage, aus diesem Signal zu bestimmen, ob das Zäh­ len durch den Berechnungs-Zähler 188 zumindest null erreicht hatte (d. h., ob der Zählwert eine nicht-negative Zahl erreicht hatte). Wenn das Zählen nicht null erreicht hatte, schließt der EPROM 100 das wiederholte Schließen und Wiederöffnen des Stromweges durch die Primärwicklung hindurch aus, das sonst auf der Grundlage der Mehrfachladedauerperi­ ode, die aus einem nicht null erreichenden Zählwert abgeleitet wird, feh­ lerhaft durchgeführt worden wäre.
Um ein Rücksetzen des Signals NULL-MARKIERUNG zu gestatten, wird auf den R-Anschluß des Flip-Flops 134 ein Signal RÜCKSETZEN NULL- MARKIERUNG aufgeschaltet, das von dem Decodierer 130 jedesmal dann auf high gesteuert wird, wenn der entsprechende Rücksetzcode von dem EPROM 100 an seinen Ausgangsanschlüssen O4-O7 geliefert wird.
Normalerweise fährt das Zählen durch den Mehrfachladedauer-Zähler 182 in Ansprechen auf das 100-kHz-Taktsignal fort, bis das Ende der Mehr­ fachladedauer MCD (in Fig. 1 gezeigt) erreicht ist. Am Ende der Mehr­ fachladedauerzählung bewirkt der Mehrfachladedauer-Zähler 182, daß das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE auf high geht. Dies zeigt wiederum dem EPROM 100 an, daß das Ende der Sollfunkendauer nahe ist und daß keine weiteren Teilentladungen der relevanten Spule auftreten sollen und daß kein Wiederaufladen der Spule begonnen werden soll (ob­ wohl ein Wiederaufladen fortfahren kann, wenn es bereits gestartet ist). Der EPROM 100 schaltet somit in den Zustand, der das nächste Entladen der Spule derart lenkt, daß es ein vollständiges Entladen und kein teilwei­ ses Entladen ist. Insbesondere wird nun der Stromweg, der wiederholt bei der vorbestimmten Stromschwelle IT geschlossen und für nur die vorbe­ stimmte Zeitdauer T wieder geöffnet worden ist, nachdem die vorbe­ stimmte Stromschwelle IT erreicht worden ist, offen gehalten, um ein voll­ ständiges Entladen der relevanten Spule zu erleichtern. Das vollständige Entladen wird natürlich länger als die vorbestimmte Zeitdauer T dauern.
Der resultierende Betrieb liefert einen engen Zusammenhang zwischen der Sollfunkendauer in Grad Motordrehung und der tatsächlichen Funken­ dauer in Grad Motordrehung. Im besonderen liefert das Skalieren der Zeit zwischen EST-Impulsen eine zuverlässige Voraussage der tatsächlichen Zünddauer in Einheiten der Zeit, die erforderlich ist, um ein Funken wäh­ rend der vorbestimmten Gradzahl der Motordrehung (z. B. ungefähr 20 Grad) zu liefern. Diese Vorhersage der tatsächlichen Zündzeit wird dann dazu verwendet, das Ende der Mehrfachladedauer MCD zu bestimmen. Diese Bestimmung wird im besonderen unter Verwendung von Informati­ on im Hinblick darauf vorgenommen, wie lange der abschließende "Wie­ deraufladen- und Vollständiges-Entladen"-Zyklus in einem unmittelbar vorhergehenden Zündzyklus dauerte. Diese Information liefert wiederum eine zuverlässige Vorhersage davon, wie lange der eintretende abschlie­ ßende "Wiederaufladen- und Vollständiges-Entladen"-Zyklus dauern wird. Somit wird die Dauer des vorhergehenden abschließenden Wiederaufla­ den- und Vollständiges-Entladen-Zyklus von der vorhergesagten Dauer des Funkens in Zeiteinheiten, die bestimmt wurde, indem die Zeit (oder Anzahl von Taktimpulsen) zwischen den EST-Impulsen skaliert wurde, subtrahiert (oder mit einem negativen Vorzeichen versehen und addiert). Am Ende der vorhergesagten Mehrfachladedauer MCD wird deshalb ver­ hindert, daß der Stromweg durch die Primärseite der Zündspule hindurch Teilentladungen durchführt. Sobald die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht worden ist, wird insbesondere der Weg durch die Primärseite hin­ durch geöffnet, schließt aber nicht innerhalb der Zeitdauer T wieder. Der abschließende Wiederaufladen- und Entladen-Zyklus resultiert deshalb in einem vollständigen Entladen der Energie in der Spule. Insbesondere en­ det diese abschließende Wiederauflade- und Entladeabfolge sehr nahe am Ende der Sollfunkendauer DSD und somit sehr nahe am Ende des Soll­ werts der Motordrehung.
In den meisten Situationen ist es ungeachtet der Motordrehzahl nicht er­ wünscht, daß die Funkendauer über eine vorbestimmte maximale Zeit­ dauer hinaus fortfährt. Dementsprechend kann ein Mehrfachlademaxi­ malzeit-Zähler 190 vorgesehen sein, um automatisch zu bewirken, daß das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE, ungeachtet des Zählwerts, der von dem Mehrfachladedauer-Zähler 182 erreicht wird, auf high geht. Eine beispielhafte Maximalzeit für die Funkendauer beträgt ungefähr 5 Millisekunden. Diese Maximalzeit wird typischerweise nur bei sehr niedri­ gen Motordrehzahlen, wie während des Anlassens des Motors, ins Spiel kommen.
Bei dem beispielhaften Mehrfachlade-Controller 54 dient der Binär-Auf­ wärts/Abwärts-Zähler 108 als ein Teil des Mehrfachlademaximalzeit-Zäh­ lers 190. Insbesondere werden die Pull-Down-Widerstände und Schalter SR an den Voreinstellungseingängen P1-P3 des Zählers 108 auf einen vorbestimmten Wert gesetzt, der in Ansprechen auf das 5-Millisekunden- Taktsignal am Taktanschluß CK bewirkt, daß das Signal MEHRFACHLA­ DEDAUER ZU ENDE auf high geht, wenn die vorbestimmte maximale Zeitdauer verstrichen ist. Insbesondere wird das Signal LADEN MEHR­ FACHLADEDAUER-ZÄHLER auf den PE-Anschluß des Zählers 108 aufge­ schaltet. Der Zähler 108 wird deshalb automatisch zusammen mit dem Mehrfachladedauer-Zähler 182 voreingestellt.
Während bei der vorhergehenden beispielhaften Ausführungsform eine auf einem Zähler beruhende Anordnung offenbart ist, ist zu verstehen, daß alternative Ausführungsformen vorgesehen sein können, in denen die Funktionen, die durch die vorstehenden Zähler ausgeführt werden, durch Analogintegratoren anstelle von Zählern durchgeführt werden. Dies wäre besonders in Zusammenhang mit einer alternativen analogen Ausfüh­ rungsform der vorstehenden beispielhaften Ausführungsform erwünscht.
Fig. 6 veranschaulicht einen bevorzugten Spannungsversorgungsschalt­ kreis 195, der einen positiven Spannungsregler mit drei Anschlüssen 128, eine 14-Volt-Zenerdiode 200 und drei Filterkondensatoren C4, C5, C6 umfaßt. Die Kondensatoren C4-C6 weisen Kapazitäten von ungefähr 0,1 Farad, 10 Mikrofarad bzw. 10 Mikrofarad auf. Der Spannungsversor­ gungsschaltkreis 195 ist derart ausgebildet, daß er relativ stabile Span­ nungsquellen bei den gewünschten 5-Volt- und 14-Volt-Pegeln bereitstellt.
Wie es oben angedeutet ist, veranschaulicht Fig. 7 eine Schnittstelle 210 der beispielhaften, auf einem EPROM beruhenden Ausführungsform. Die Schnittstelle in Fig. 7 ist derart ausgebildet, daß sie dem EPROM 100 das Signal FUNKEN AUS, das Signal MINIMALSTROM ERREICHT und das Si­ gnal MAXIMALSTROM ERREICHT liefert.
Die Schnittstelle 210 umfaßt einen Stromerfassungswiderstand (z. B. 0,05 Ohm) ISR. Der Stromerfassungswiderstand ISR ist zwischen Masse und die Schalter (z. B. IGBT, die später beschrieben werden) geschaltet, die se­ lektiv den Stromweg durch die Primärwicklungen der Spulen hindurch vervollständigen. Der Strom, der durch die Primärwicklungen hindurch­ fließt, muß deshalb durch den Stromerfassungswiderstand ISR hindurch­ treten. Der Stromerfassungswiderstand ISR liefert somit eine Spannung, die den Stromwert anzeigt, der jedesmal dann durch die aktive Primär­ wicklung fließt, wenn einer der Schalter geschlossen ist.
Es ist ein geeignetes Widerstandsnetz vorgesehen, um die den Strom an­ zeigende Spannung von dem Stromerfassungswiderstand ISR in Span­ nungen mit einer annehmbaren Größe an den nicht-invertierenden Ein­ gangsanschlüssen von oberen zwei Komparatoren 129 in Fig. 7 zu teilen. Das Widerstandsnetz umfaßt Widerstände R4-R9, von denen einige derart angeordnet sind, daß sie eine Rückkopplung aus dem Ausgang der oberen beiden Komparatoren 129 liefern. Beispielhafte Widerstände der Wider­ stände R4-R9 sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Zusätzlich ist jeder der invertierenden Eingänge der Komparatoren 129 in Fig. 7 an eine jeweilige Referenzspannung angeschlossen. Die Referenz­ spannungen werden mit einer geeigneten Größe durch eine 5 V-Span­ nungsquelle, eine Zenerdiode ZD1 (die eine geregelte Spannung von un­ gefähr 3,6 Volt liefert) und einem Netz aus Spannungsteilerwiderständen R10-R16 und Potentiometern POT1, POT2, POT3 bereitgestellt. Die Poten­ tiometer POT1-POT3 sind vorzugsweise 100-Ohm-Potentiometer und sind derart eingestellt, daß sie die Referenzspannungen mit einer geeigneten Größe bereitstellen. Beispielhafte Widerstände für die Widerstände R10-R16 sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Der Ausgang des obersten Komparators 129 in Fig. 7 ist mit dem A4- Adreßanschluß des EPROM 100 verbunden. Wenn die den Strom anzei­ gende Spannung des Stromerfassungswiderstandes ISR anzeigt, daß der Strom durch die Primärwicklung hindurch die vorbestimmte Strom­ schwelle IT (z. B. 15 Ampere) erreicht hat, bewirken die Spannungen an den jeweiligen Eingangsanschlüssen des obersten Komparators 129 in Fig. 7 einen Übergang im Ausgangssignal (d. h., im Signal MINIMALSTROM ERREICHT) dieses besonderen Komparators 129, wobei dieser Übergang an den A4-Adreßanschluß des EPROM 100 angelegt wird. Der EPROM 100 detektiert dadurch, wann der Strompegel durch die Primärwicklung hindurch die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht.
Ähnlich ist der Ausgangsanschluß des mittleren Komparators 129 in Fig. 7 mit dem A3-Adreßanschluß des EPROM 100 verbunden. Wenn die den Strom anzeigende Spannung des Stromerfassungssensors ISR anzeigt, daß der Strom durch die Primärwicklung hindurch einen vorbestimmten maximalen Fehlerstrom (z. B. 20 Ampere) erreicht hat, bewirken die Span­ nungen an den jeweiligen Eingangsanschlüssen des mittleren Kompara­ tors 129 in Fig. 7 einen Übergang im Ausgangssignal (d. h. im Signal MAXIMALSTROM ERREICHT) dieses besonderen Komparators 129, wobei dieser Übergang an den A3-Adreßanschluß des EPROM 100 angelegt wird. Der EPROM 100 detektiert dadurch, wann der Stromfluß durch die Pri­ märwicklung hindurch den vorbestimmten maximalen Fehlerstrom er­ reicht.
Der nicht invertierende Eingangsanschluß des untersten Komparators 129 in Fig. 7 ist indirekt über ein Signalaufbereitungsnetz 215 aus Wider­ ständen R17-R19 und einem Kondensator C7 an eine gleichgerichtete Spannung von dem negativen Anschluß jeder Spule angeschlossen. Die Gleichrichtung wird durch ein Dioden-Array 220 geschaffen. Die Wider­ stände R17-R19 weisen beispielhaft Widerstände von ungefähr 900 Ohm (1%), 100 Ohm (1%) bzw. 5 kOhm auf. Der Kondensator C7 weist eine bei­ spielhafte Kapazität von ungefähr 0,01 Farad auf.
Der Ausgang von dem untersten Komparator 129 in Fig. 7 ist über einen Widerstand R21 (z. B. ein 3-kOhm-Widerstand) an die 5-V-Spannungsquelle angeschlossen. Zusätzlich wird eine Rückkopplung aus dem Ausgang des untersten Komparators 129 bereitgestellt, indem ein Widerstand R22 (z. B. ein 1-MOhm-Widerstand) zwischen die Ausgangs- und nicht-invertieren­ den Eingangsanschlüsse des untersten Komparators 129 geschaltet wird. Die resultierende Konfiguration des Dioden-Arrays 220 und des Signal­ aufbereitungsnetzes 215 bewirkt, daß der unterste Komparator 129 in Fig. 7 ein Signal FUNKEN AUS erzeugt, das jedesmal dann auf low geht, wenn ein Entladen von Energie über den Zündkerzenspalt hinweg beendet ist.
Anhand von Fig. 8 wird eine bevorzugte Ausführungsform des Treiber- Arrays 56 beschrieben. Die bevorzugte Ausführungsform umfaßt die vor­ stehend erwähnten Schalter in den Primärwicklungswegen, wobei die Schalter unter Verwendung des Bezugszeichens 230 bezeichnet sind. Ein Schalter 230 ist für jede Primärwicklung vorgesehen und mit dem negati­ ven Anschluß dieser Primärwicklung verbunden. Zwischen alle Schalter 230 und der elektrischen Masse ist der vorstehend erwähnte Stromerfas­ sungswiderstand ISR geschaltet.
Die Schalter 230 sind vorzugsweise unter Verwendung von IGBT (Bipolar­ transistoren mit isoliertem Gate) ausgeführt, wie sie in Fig. 8 gezeigt sind. Das Gate jedes IGBT-Schalters 230 ist mit dem Ausgang eines jeweiligen nicht-invertierenden Puffers 126 oder 127 verbunden. Jeder nicht-inver­ tierende Puffer 126 oder 127 wird von dem Ausgang eines UND-Gatters (von Vierfach-UND-Gatter 124 oder 125) angesteuert. Jedes UND-Gatter 124, 125 besitzt einen Eingang, auf den das Signal LADEN SPULE aufge­ schaltet wird, und einen weiteren Eingang, der mit dem D-Anschluß eines Flip-Flops 120, 121, 122 oder 123 verbunden ist. Auf den S-Anschluß je­ des Flip-Flops 120-123 wird ein jeweiliges Signal der getrennten EST- Signale 62 von dem EST-Separator 52 aufgeschaltet. Auf den CL-An­ schluß jedes Flip-Flops 120-123 wird im Gegensatz dazu ein Signal aufge­ schaltet, das jedesmal dann auf high geht, wenn irgendeines der getrenn­ ten EST-Signale 62 auf high liegt. Jedes Flip-Flop 120-123 steuert deshalb seinen Ausgang in Ansprechen darauf auf high, daß sein jeweiliges EST- Signal auf high liegt, und hält seinen Ausgang high, bis ein anderes EST- Signal auf high geht. Das Array aus Flip-Flops 120-123 dient deshalb als Kippstufe, die anzeigt, welcher der EST-Impulse zuletzt angelegt war.
Die bevorzugte Ausführungsform des Treiber-Arrays 56 gibt somit ein Schließen von nur dem Schalter/den Schaltern 230 frei, der/die den letz­ ten der getrennten EST-Impulse zugeordnet ist/sind. Die anderen Schalter 230 können nicht geschlossen werden. Die Tatsache, daß ein besonderer Schalter 230 dem jüngsten EST-Impuls zugeordnet ist, bedeutet jedoch nicht, daß dieser besondere Schalter 230 während der gesamten Zeitdau­ er, bevor ein anderer EST-Impuls angelegt wird, geschlossen bleiben wird. Wegen der VerUNDungs-Funktion, die von den UND-Gattern 124, 125 ausgeführt wird, wird im Gegenteil der "freigegebene" eine Schalter oder die "freigegebene" Gruppe von Schalten 230 nur schließen, wenn das Si­ gnal LADEN SPULE anzeigt, daß er (oder sie) schließen soll (sollen). Des­ halb fließt Strom durch die Primärwicklungen hindurch nur in der Spu­ le/den Spulen, die dem letzten EST-Impuls entsprechen und nur während das Signal LADEN SPULE auf high liegt.
Wie es in Fig. 8 veranschaulicht ist, wird das Signal, das auf high geht, wenn irgendeines der getrennten EST-Signale 62 auf high geht, erzeugt, indem auf die Eingänge des invertierenden ODER-Gatters 119 jeweilige Signale der getrennten EST-Signale 62 aufgeschaltet werden, und indem der Ausgang des invertierenden ODER-Gatters 119 mit dem invertieren­ den Puffer 117 verbunden wird.
Die bevorzugte Ausführungsform des in Fig. 8 gezeigten Treiber-Arrays 56 kann vorteilhaft mit bis zu acht unterschiedlichen Brennkammern ver­ wendet werden, die zu unterschiedlichen Zeiten zünden. Sie kann auch mit weniger Brennkammern verwendet werden. Der in den Fig. 4-7 ge­ zeigte Mehrfachlade-Controller 54 ist beispielsweise zur Verwendung im Zusammenhang mit einem 4-Zylinder-Motor ausgebildet. Dieser gleiche Mehrfachlade-Controller 54 ist mit dem beispielhaften Treiber-Array 56 in Fig. 8 kompatibel und kann tatsächlich unter Verwendung von ungefähr der halben Schaltung, die in Fig. 8 veranschaulicht ist, arbeiten. Um das in Fig. 8 veranschaulichte Treiber-Array 56 zusammen mit dem beispiel­ haften Mehrfachlade-Controller 54 zu verwenden, werden nur vier der Flip-Flops 120-123, vier der UND-Gatter 124, 125, vier der nicht-invertie­ renden Puffer 126, 127 und vier der IGBT-Schalter 230 verwendet. Insbe­ sondere werden die vier getrennten EST-Signale 62 jeweils auf vier der S- Anschlüsse der jeweiligen vier Flip-Flops 120-123 aufgeschaltet, und die vier Spulen 58 werden jeweils auf die entsprechenden vier der jeweiligen IGBT-Schalter 230 aufgeschaltet. Das Signal LADEN SPULE wird dann an die vier UND-Gatter 124 oder 125 angelegt, die mit Ausgängen von den vier Flip-Flops 120, 121, 122 oder 123 verbunden sind. Infolgedessen steuert das beispielhafte Treiber-Array 56 selektiv, ob Strom durch die Primärwicklung der Spule 58, die durch den jüngsten EST-Impuls ausge­ wählt wird, hindurchfließen kann, und führt diese selektive Steuerung auf eine Weise abhängig davon aus, ob das Signal LADEN SPULE von dem Mehrfachlade-Controller 54 auf high liegt. Der EPROM 100 steuert somit über das Signal LADEN SPULE die Zündabfolge in jeder Brennkammer, so daß sie im wesentlichen auftritt, wie sie in Fig. 1 veranschaulicht ist.
Fig. 9 ist ein Flußdiagramm des Programms, das der EPROM 100 aus­ führt. In Fig. 9 sind die Bezugszeichen, die die verschiedenen Zustände der Zustandsmaschine bezeichnen, die von dem EPROM 100 verkörpert ist, in der Form von XXXX-N vorgesehen, wobei die "XXXX" "1" und "0" sind, die eine Vier-Bit-Binärdarstellung des Zustandes bilden, und wobei "N" die Dezimalzahl ist, die mit diesem Zustand identifiziert wird. Die Vier- Bit-Binärzahl erscheint an den Ausgangsanschlüssen O4-O7 des EPROM 100, wenn der EPROM 100 in dem durch die Binärzahl in Fig. 9 repräsen­ tierten Zustand ist.
Fig. 9 umfaßt auch eine Adreßanschlußbezeichnung (z. B. A0, A1, . . .A7) in jedem Entscheidungsblock. Jede Adreßanschlußbezeichnung gibt an, wel­ cher Adreßanschluß den EPROM 100 mit der Information versorgt, die dieser bei der Herstellung der Bestimmung verwendet, die durch diesen Entscheidungsblock repräsentiert wird.
Zu Beginn, im Zustand 1000-8, wartet der EPROM 100 darauf, daß das EST-Signal auf low geht. Er bewerkstelligt dies, indem er seinen A5- Adreßanschluß überwacht. Sobald das EST-Signal low ist, schaltet der EPROM 100 in Zustand 0000-0 um und wartet darauf, daß das EST- Signal wieder auf high geht. Er bewerkstelligt dies, indem er fortfährt, sei­ nen A5-Adreßanschluß zu überwachen.
Wenn das EST-Signal auf high geht, spricht der EPROM 100 an, indem er in den Zustand 0001-1 umschaltet. Im Zustand 0001-1 weist der EPROM 100 den Q1-Ausgang von dem Decodierer 130 an, auf high zu gehen, und bewirkt dadurch, daß das Signal LADEN SPULE auf high geht. In Anspre­ chen darauf schließt das Treiber-Array 56 den geeigneten Schalter der IGBT-Schalter 230, und der Stromfluß beginnt, durch die zugeordnete Primärwicklung hindurch zuzunehmen. Somit beginnt das Laden der ge­ eigneten Spule. Indem darauf gewartet wird (im Zustand 1000-8), daß das EST-Signal auf low geht, bevor die aktivierte Spule geladen wird, stellt der EPROM 100 vorteilhaft sicher, daß das Laden nur in Ansprechen auf ei­ nen vollständigen EST-Impuls anstatt auf einen Teil-EST-Impuls auftreten wird.
Im Zustand 0001-1 überwacht der EPROM 100 seine A6- und A3-Adreß­ anschlüsse, während das Laden der Spule fortfährt. Wenn das Signal MAXIMALLADEZEIT oder das Signal MAXIMALSTROM ERREICHT an den jeweiligen A6- oder A3-Adreßanschlüssen des EPROM 100 auf high geht, während die Spule aufgeladen wird, spricht der EPROM an, indem er in Zustand 0011-3 umschaltet. Wenn die Signale an den A6- und A3-Adreß­ anschlüssen auf low bleiben, prüft der EPROM 100 an seinem A4-Adreß­ anschluß auf das Signal MINIMALSTROM ERREICHT, um zu bestimmen, ob die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht worden ist. Wenn die vor­ bestimmte Stromschwelle IT nicht erreicht worden ist, fährt das Laden der Spule fort, und der EPROM 100 fährt fort, seine A6-, A3- und A4-Adreß­ anschlüsse zu überwachen. Wenn jedoch das Signal MINIMALSTROM ERREICHT anzeigt, daß die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht wor­ den ist, wartet der EPROM 100 darauf, daß das EST-Signal auf low geht. Insbesondere überwacht der EPROM seinen A5-Adreßanschluß auf die nacheilende Flanke des EST-Impulses. Wenn das EST-Signal auf low geht, spricht der EPROM 100 an, indem er in Zustand 0011-3 umschaltet.
Im Zustand 0011-3 beginnt das erste Entladen der ausgewählten Spule 58 durch die jeweilige Zündkerze 60. Insbesondere legt der EPROM 100 den "0011"-Code an seine Ausgangsanschlüsse O4-O7 an, wobei der Code dann durch die Kippstufe 114 aufgeschaltet und an den Decodierer 130 angelegt wird. Der Decodierer 130 spricht an, indem er seinen Q3-Aus­ gang auf high steuert und er seine anderen Ausgänge (Q0-Q2, Q4, Q5, Q7 und Q9) auf low steuert. Dies bewirkt, daß das Signal LADEN MEHR­ FACHLADEDAUER-ZÄHLER auf high geht. Da der Q5-Ausgang von dem Decodierer 130 low ist, ist zusätzlich das Signal LADEN SPULE abwesend, wodurch bewirkt wird, daß sich der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch öffnet. Zustand 0011-3 bewirkt somit, daß die erste Funken­ entladung beginnt, und bewirkt, daß der Wert am Ausgang von dem Be­ rechnungs-Zähler 188 in den Mehrfachladedauer-Zähler 182 als ein Vor­ einstellungswert geladen wird.
Der EPROM 100 schaltet dann in Zustand 0010-2 um. Im Zustand 0010-2 werden das Signal VOREINSTELLEN FUNKENDAUER-ZÄHLER und das Signal VOREINSTELLEN MEHRFACHLADEDAUER-RECHNER auf high gesetzt. Der Funkendauer-Zähler 160 spricht auf dieses High-Signal an, indem der Wert, der die vorbestimmte Zeitdauer T anzeigt, als ein Vorein­ stellungswert geladen wird. Ebenso spricht der Mehrfachladedauer-Rech­ ner 180 auf das Signal VOREINSTELLEN MEHRFACHLADEDAUER- RECHNER an, indem der Berechnungs-Zähler 188 mit der vorstehend er­ wähnten negativen Zahl aus dem Abschlußzyklus-Zähler 186 voreinge­ stellt wird.
Der EPROM 100 prüft dann seinen A7-Adreßanschluß, um zu bestimmen, ob das Signal NULL-MARKIERUNG durch das Flip-Flop 134 gesetzt wor­ den ist. Wenn das Signal NULL-MARKIERUNG nicht gesetzt worden ist, kehrt der EPROM 100 zu Schritt 1000-8 zurück und wartet auf den näch­ sten EST-Impuls. Wenn das Signal NULL-MARKIERUNG gesetzt worden ist, wodurch angezeigt wird, daß ein nicht-negativer Wert von dem Be­ rechnungs-Zähler 188 erreicht worden ist, spricht der EPROM 100 an, in­ dem er in den Zustand 1001-2 umschaltet. Im Zustand 1001-2 bewirkt der EPROM 100, daß der Q9-Ausgang des Decodierers 130 auf high geht. Da der Q9-Ausgang des Decodierers 130 mit dem R-Anschluß des Flip- Flops 134 verbunden ist, wird das Signal NULL-MARKIERUNG infolge des Zustandes 1001-2 zurückgesetzt.
Der EPROM 100 schaltet dann in Zustand 0110-6 um. Im Zustand 0110-6 fährt die Spule fort, sich zu entladen, während das Signal FUNKEN­ DAUER ZU ENDE an dem A2-Adreßanschluß des EPROM 100 überwacht wird. Wenn das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE auf low abfällt, wodurch angezeigt wird, daß die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist, prüft der EPROM 100 seinen A1-Adreßanschluß, um zu bestimmen, ob das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE auf high gegangen ist. Wenn das Si­ gnal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE auf high gegangen ist, spricht der EPROM 100 dadurch an, daß er in den Zustand 1000-8 umschaltet und auf einen anderen EST-Impuls wartet (z. B. ein EST-Impuls, der der nächsten Brennkammer oder dem nächsten Zylinder in der Zündreihen­ folge entspricht), indem er seinen A5-Adreßanschluß überwacht.
Wenn das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE an dem A2-Adreß­ anschluß low bleibt, wenn das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE auf low geht, wodurch angezeigt wird, daß die vorhergesagte Mehrfachladedauer nicht verstrichen ist, spricht der EPROM 100 an, indem er in den Zustand 0111-7 umschaltet. Im Zustand 0111-7 wird der Abschlußzyklus-Zähler 186 von dem EPROM 100 zurückgesetzt. Insbesondere bewirkt der EPROM 100, daß der Q7-Ausgangsanschluß des Decodierers 130 auf high geht. Dieses auf high liegende Signal RÜCKSETZEN ABSCHLUSSZYKLUS­ ZÄHLER am Q7-Ausgangsanschluß des Decodierers 130 wird wiederum an den R-Anschluß des Binärzählers 101 angelegt und bewirkt, daß der Zähler 101 zurückgesetzt wird.
Der EPROM 100 schaltet als nächstes in den Zustand 0101-5 um. Im Zu­ stand 0101-5 bewirkt der EPROM 100, daß der Q5-Ausgang des Decodie­ rers 130 auf high geht. Dies wiederum bewirkt, daß das Signal LADEN SPULE, das Signal FREIGEBEN ABSCHLUSSZYKLUS-ZÄHLER und das Signal VOREINSTELLEN FUNKENDAUER-ZÄHLER alle auf high gehen. Deshalb beginnt das Wiederaufladen der Spule, ebenso wie das Zählen durch den Abschlußzyklus-Zähler 186. Da das vorhergehende Entladen durch die vorbestimmte Zeitdauer T begrenzt war, beginnt das Wieder­ aufladen aus einem teilweise entladenen Zustand. Das Signal VOREIN­ STELLEN FUNKENDAUER-ZÄHLER bewirkt, daß der Funkendauer-Zähler 160 mit dem Wert geladen wird, der der vorbestimmten Zeitdauer T ent­ spricht.
Während das Laden der Spule in Zustand 0101-5 fortfährt, überwacht der EPROM 100 seine A6- und A4-Adreßanschlüsse, um zu bestimmen, ob das Signal MAXIMALLADEZEIT oder das Signal MINIMALSTROM ER­ REICHT jeweils auf high gegangen sind. Der EPROM 100 fährt fort, die Spule aufzuladen und bleibt in Zustand 0101-5, so lange sowohl das Signal MAXIMALLADEZEIT als auch das Signal MINIMALSTROM ERREICHT low bleiben.
Wenn entweder das Signal MAXIMALLADEZEIT oder das Signal MINIMAL­ STROM ERREICHT auf high gehen, schaltet der EPROM 100 in Zustand 0100-4 um. In Zustand 0100-4 bewirkt der EPROM 100, daß nur der Q4- Ausgangsanschluß des Decodierers 130 auf high geht. Der auf high lie­ gende Q4-Ausgang bewirkt, daß das Signal FREIGEBEN ABSCHLUSS­ ZYKLUS-ZÄHLER auf high geht, wodurch bewirkt wird, daß der Abschluß­ zyklus-Zähler 186 wieder zu zählen beginnt. Insofern der Q4-Anschluß des Decodierers 130 der einzige High-Ausgang von dem Decodierer 130 in Zustand 0100-4 ist, geht das Signal LADEN SPULE auf low, wodurch be­ wirkt wird, daß die aktivierte Spule 58 beginnt, sich durch ihre jeweilige Zündkerze 60 hindurch zu entladen. Ein derartiges Entladen bewirkt, daß sich ein Funken an der entsprechenden Zündkerze 60 entwickelt. Der EPROM 100 überwacht während dieses Funkenerzeugungsprozesses in Zustand 0100-4 seinen A2-Adreßanschluß, um zu bestimmen, wann das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE auf low geht.
Nachdem der Funkendauer-Zähler 160 für die vorbestimmte Zeitdauer T zählt, geht das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE auf low. Auf der Grund­ lage des Signals FUNKENDAUER ZU ENDE an seinem A2-Adreßanschluß ist deshalb der EPROM 100 in der Lage, zu detektieren, wann die vorbe­ stimmte Zeitdauer T verstrichen ist. Wenn die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist, bestimmt der EPROM 100, ob die Mehrfachladedauer vor­ über ist, indem er seinen A1-Adreßanschluß prüft. Der A1-Adreßanschluß des EPROM 100 empfängt das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE. Das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE geht auf high, wenn die Mehrfachladedauer gemäß dem Mehrfachladedauer-Zähler 182 oder ge­ mäß dem Mehrfachlademaximalzeit-Zähler 190 vorüber ist.
Wenn das Signal MEHRFACHLADEDAUER ZU ENDE am A1-Adreßan­ schluß auf low liegt, wenn das Signal FUNKENDAUER ZU ENDE am A2- Adreßanschluß auf low geht, spricht der EPROM 100 an, indem er in Zu­ stand 0111-7 zurückkehrt und wieder durch die Zustände 0101-5 und 0100-4 hindurch fortfährt. Dieser Prozeß des Hindurchgehens durch die Zustände 0111-7, 0101-5 und 0100-4 wird von dem EPROM 100 wieder­ holt, um ein Mehrfachladen der aktivierten Spule 58 und ein Mehrfach­ zünden an der entsprechenden Zündkerze 60 zu schaffen. Die Wiederho­ lungen fahren fort, bis das Signal MEHRFACHLADEDAUER während einer Iteration des Zustandes 0100-4 auf high geht.
Wenn das Signal MEHRFACHLADEDAUER in Zustand 0100-4 auf high liegt, bleibt der EPROM 100 in Zustand 0100-4 (d. h. mit dem deaktivier­ ten Signal LADEN SPULE, um ein Wiederaufladen zu verhindern und ein vollständiges Entladen der Spule zu gestatten), bis das Signal FUNKEN AUS am A0-Adreßanschluß des EPROM 100 auf low geht, wodurch ange­ zeigt wird, daß die Spule vollständig entladen worden ist (d. h., der Funken aus ist). Nur dann kehrt der EPROM in den Zustand 1000-8 aus dem Zu­ stand 0100-4 zurück.
Da der Übergang aus dem Zustand 0100-4 in den Zustand 1000-8 be­ wirkt, daß das Signal FREIGEBEN ABSCHLUSSZYKLUS-ZÄHLER auf low geht, stoppt der Abschlußzyklus-Zähler 186 das Zählen und verbleibt den vorstehend erwähnten negativen Wert haltend, der der Dauer des ab­ schließenden Wiederaufladen- und Vollständiges-Entladen-Zyklus ent­ spricht.
Im Zustand 1000-8 wartet der EPROM 100 auf den nächsten EST-Impuls und wiederholt den in Fig. 9 gezeigten Prozeß für den nächsten EST- Impuls. Da das Treiber-Array 56 in Ansprechen auf den nächsten EST- Impuls automatisch von einer aktiven Spule zur nächsten umschaltet, bewirkt der nächste EST-Impuls, daß der Prozeß von Fig. 9 unter Verwen­ dung einer unterschiedlichen Spule 58 und Zündkerze 60 in der Zündrei­ henfolge des Motors ausgeführt wird. Dieser Gesamtprozeß des Anwen­ dens des in Fig. 9 gezeigten Prozesses auf eine Kombination aus einer Spule 58 und einer Zündkerze 60 und dann eines Umschaltens zur näch­ sten und des Wiederholen des Prozesses mit der nächsten Kombination wird wieder und wieder gemäß der besonderen Motorzündreihenfolge wie­ derholt.
Insbesondere bestimmt die in den Fig. 4-9 veranschaulichte beispielhafte Anordnung, wann die Spule am Ende der letzten Entladung vollständig entladen worden ist, sowie wann die vorbestimmte Energiemenge in der Spule gespeichert worden ist, nicht indem die Hochspannungssekundär­ seite der Spulen überwacht wird, sondern vielmehr indem die Primärseite jeder Spule überwacht wird. Dies beseitigt vorteilhafterweise die Notwen­ digkeit auf Bauelemente zur Hochspannungsüberwachung sowie die zu­ sätzlichen Kosten und/oder Raumanforderungen, die dazu gehören.
Ein weiterer Vorteil des in den Fig. 3-9 veranschaulichten Ausführungs­ beispiels ist, daß es vollständig mit existierenden PTCU kompatibel ist, die aufeinanderfolgende EST-Impulse liefern, wobei jeder EST-Impuls eine zeitliche Breite aufweist, die die Ladezeit vor dem anfänglichen Funken bestimmt, sowie eine nacheilende Flanke, die dafür entworfen ist, das Funkenereignis auszulösen.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf ein solches Ausführungs­ beispiel begrenzt. Im Gegensatz dazu kann das Mehrfachladesystem der vorliegenden Erfindung derart eingerichtet werden, daß es auf unter­ schiedliche Arten von PTCU anspricht, einschließlich diejenigen, die zeit­ lich breitere EST-Impulse liefern (z. B., die so lang andauern, wie die beab­ sichtigte Dauer der Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge für das Zün­ den jeder Kammer ist) oder diejenigen, die zwei EST-Impulse für jede Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge liefern (z. B., ein erster EST- Impuls mit einer Dauer, die der anfänglichen Ladezeit der Spule ent­ spricht und getrennt vom Beginn des nächsten EST-Impulses um eine Zeitdauer, die der anfänglichen Teilentladezeit der Spule entspricht, wobei der zweite EST-Impuls eine Dauer aufweist, die dem entspricht, wie lang die Zyklen des Wiederaufladens und teilweisen Entladens fortgesetzt wer­ den sollen).
Fig. 10 ist ein Zeitablaufdiagramm, das den EST-Impuls, den Primär­ wicklungsstrom PI, die Spannung über die Zündkerze hinweg (über die Sekundärwicklung hinweg) VSEC, und den Sekundärwicklungsstrom SI alle in Verbindung mit einem Verfahren und einem System veranschau­ licht, das die Breite des EST-Impulses dazu verwendet, zu bestimmen, wie
lang die Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge dauern wird, und das auch die steigende Flanke des EST-Impulses dazu verwendet, das anfäng­ liche Laden der Spule auszulösen.
Gemäß diesem alternativen Verfahren löst der EST-Impuls das anfängli­ che Laden der Spule aus. Dieses Laden fährt fort, bis die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht ist, an welchem Punkt der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch geöffnet wird. Deshalb beginnt das Entladen der Spule durch die Sekundärseite hindurch und fährt für die vorbestimmte Zeitdauer T fort. Die vorbestimmte Zeitdauer T, wie sie oben angegeben ist, ist Lang genug, damit nur ein Teil der Energie in der Spule entladen wird. Am Ende der vorbestimmten Zeitdauer T wird der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch wieder geschlossen, um ein Wiederaufladen der Spule zu bewirken. Dieses Wiederaufladen fährt fort, bis die vorbe­ stimmte Stromschwelle IT durch die Primärwicklung hindurch erreicht wird, zu welchem Zeitpunkt die Primärwicklung wieder geöffnet wird, um ein weiteres teilweises Entladen zu erreichen. Dieser Prozeß des wieder­ holten Wiederöffnens des Primärstromweges in Ansprechen darauf, daß die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht ist, und des Schließens der­ selben zu der vorbestimmten Zeitdauer T danach, fährt solange fort, wie der EST-Impuls auf high bleibt. Nachdem der EST-Impuls abfällt, wird je­ doch verhindert, daß der Stromweg durch die Primärwicklung hindurch geschlossen wird. Der Mehrfachladeprozeß endet daher annähernd dann, wenn der EST-Impuls abfällt.
Da das Öffnendes Primärstromweges, um die Teilentladung zu bewirken, auf eine stromabhängige Weise ausgelöst wird, und nicht auf eine strikt auf der Zeit beruhenden Weise, stellt dieses alternative Verfahren auch vorteilhaft sicher, daß die richtige Energiemenge in der Spule gespeichert ist, bevor die nächste Teilentladung beginnt. Dies steigert wiederum die Funkenzuverlässigkeit, und es wird verhindert, daß Schwankungen der Brennkammerzustände (z. B. Änderungen der Strömung) irgendeinen si­ gnifikant negativen Einfluß auf diese Zuverlässigkeit besitzen.
Fig. 11 zeigt eine beispielhafte elektronische Zündschaltung 300, die der­ art ausgebildet ist, daß sie den Stromfluß durch den Sekundärweg hin­ durch auf die durch das Zeitablaufdiagramm von Fig. 10 angegebene Wei­ se steuert. Da die Schaltung 300 relativ einfach auszuführen ist und sehr wenig Raum benötigt, kann jede Zündkerze 310 mit einer Spule 320 und einer elektronischen Zündschaltung 300 versehen sein. Jede Brennkam­ mer kann deshalb ihre eigene unabhängige Schaltung 300 und ihre eigene Spule 320 aufweisen. Die beispielhafte Spule 320 in Fig. 10 weist eine Primärwicklungsinduktivität von ungefähr 0,85 mH, eine Sekundärwick­ lungsinduktivität von ungefähr 2,9 H, einen Primärwicklungswiderstand von ungefähr 0,15 Ohm und einen Sekundärwicklungswiderstand von ungefähr 2500 Ohm auf. Die folgende Tabelle beschreibt beispielhaft Ei­ genschaften der in Fig. 11 veranschaulichten Schaltkreisbauelemente:
Jede elektronische Zündschaltung 300 umfaßt einen Stromwegschalter TR1 (z. B. einen IGBT), einen auf EST ansprechenden Transistor TR6, ei­ nen Stromsteuerschaltkreis 340 und einen Entladezeitgliedschaltkreis 350. Der Schalter TR1 ist mit dem Stromweg 302 verbunden und steuert dadurch direkt den Stromfluß durch die Primärwicklung 322 der Spule 320 hindurch.
Insbesondere ist der Schalter TR1 derart ausgebildet, daß er den Strom­ weg 302 selektiv öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg 302 hin­ durchfließt, auf die vorbestimmte Stromschwelle IT ansteigt. Wie es oben angegeben ist, wird die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht, wenn die in der Spule 320 gespeicherte induktive Energie der vorbestimmten Ener­ giemenge entspricht. Der Schalter TR1 öffnet deshalb, wenn die vor­ bestimmte Energiemenge in der Spule 320 gespeichert ist.
Damit der Schalter TR1 auf die vorbestimmte Stromschwelle IT anspricht, wird dessen Öffnen durch den Stromsteuerschaltkreis 340 gesteuert. Der beispielhafte Stromsteuerschaltkreis 340 umfaßt den Transistor TR5, die Widerstände R25, R26, R32 und das Potentiometer R31. Der Widerstand des Potentiometers R31 ist derart eingestellt, daß der Stromsteuerschalt­ kreis 340 bewirkt, daß der Schalter TR1 öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg 302 hindurchfließt, auf die vorbestimmte Stromschwelle IT an­ steigt. Es können unterschiedliche vorbestimmte Stromschwellen IT vor­ gesehen werden, indem lediglich der Widerstand des Potentiometers R31 verändert wird.
Zwischen den Stromsteuerschaltkreis 340 und das Gate des Schalters TR1 ist der Entladezeitgliedschaltkreis 350 geschaltet. Der Entladezeit­ gliedschaltkreis 350 ist die Ursache, daß der Schalter TR1 innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer T schließt, nachdem er von dem Stromsteuer­ schaltkreis 340 geöffnet worden ist. Der Entladezeitgliedschaltkreis 350 umfaßt das Potentiometer R28, den Kondensator C8 und die Transistoren TR3, TR4. Die Kombination aus dem Potentiometer R28 und dem Konden­ sator C8 stellt einen RC-Schaltkreis bereit. Der RC-Schaltkreis ist derart abgestimmt, daß er die gewünschte vorbestimmte Zeitdauer T liefert. In­ dem lediglich der Widerstand des Potentiometers R28 eingestellt wird, kann diese vorbestimmte Zeitdauer T verändert werden um sich an Un­ terschiede der Motorkonstruktion und -anforderungen anzupassen.
Der Widerstand des Potentiometers R28 wird deshalb selektiv derart ge­ wählt, daß der RC-Schaltkreis bewirkt, daß der Transistor TR3 den Schalter TR1 bei der vorbestimmten Zeitdauer T schließt, nachdem er von dem Stromsteuerschaltkreis 340 geöffnet worden ist. Der Transistor TR3 liefert in dieser Hinsicht ein Zeitablaufsignal an den Schalter TR1 (indem dessen Gate auf Masse geschlossen wird), wodurch dem Schalter TR1 an­ gezeigt wird, daß die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist, und daß es Zeit ist, daß der Schalter TR1 schließt, um dadurch das Wiederaufladen der Spule 320 zu bewirken. Ein derartiges Schließen des Schalters TR1, um ein Wiederaufladen zu bewirken, ist jedoch nur möglich, wenn der EST-Impuls an dem auf EST ansprechenden Transistor TR6 vorhanden ist.
Auf den Basisanschluß des auf EST ansprechenden Transistors TR6 wird das EST-Signal aus der PTCU aufgeschaltet. Wenn der EST-Impuls am Basisanschluß des Transistors TR6 fehlt, schafft der Transistor TR6 über seine anderen Anschlüsse hinweg einen Zustand eines offenen Stromkrei­ ses. Daher erscheint eine positive Spannung am Basisanschluß des Tran­ sistors TR2. In Ansprechen auf diese positive Spannung schließt der Tran­ sistor TR2 das Gate des Schalters TR1 auf Masse, um den Stromfluß durch die Primärwicklung 322 der Spule 320 hindurch ungeachtet des Zustandes des Transistors TR3 zu verhindern. Die beispielhafte elektroni­ sche Zündschaltung 300 ist somit derart ausgebildet, daß sie auf einen End- oder Anschlußteil des EST-Impulses anspricht, indem ein Wiederöff­ nen des Stromweges 302 ausgeschlossen wird, so lange das EST-Signal abwesend bleibt.
Wenn im Gegensatz dazu der EST-Impuls am Basisanschluß des Transi­ stors TR6 vorhanden ist, wird durch die anderen Anschlüsse des auf EST ansprechenden Transistors TR6 der Zustand eines geschlossenen Strom­ kreises geschaffen. Dieser Zustand eines geschlossenen Stromkreises be­ wirkt, daß der Basisanschluß des Transistors TR2 auf Masse geschlossen wird und schafft dadurch einen Zustand eines offenen Stromkreises über die anderen Anschlüsse des Transistors TR2 hinweg. Solange dieser Zu­ stand eines offenen Stromkreises bestehen bleibt (d. h. so lange der EST- Impuls vorhanden ist) wird die Spannung, wenn überhaupt, am Gate des Schalters TR1 durch den Zustand des Transistors TR3 gesteuert.
Nun wird eine beispielhafte von der Schaltung 300 durchgeführte Mehr­ fachladeabfolge beschrieben. Vor dem Mehrfachladen liegt das EST-Signal auf low. Der Transistor TR6 hält deshalb den Schalter TR1 offen, indem eine positive Spannung an das Gate des Transistors TR2 angelegt wird, der wiederum das Gate des Schalters TR1 auf Masse schließt. Es ist folg­ lich wenig, wenn überhaupt, Energie in der Spule 320 gespeichert.
Wenn der EST-Impuls erscheint, schließt der Transistor TR6 den Basisan­ schluß des Transistors TR2 auf Masse und gestattet dadurch, daß der Zu­ stand des Schalters TR1 durch den Zustand des Transistors TR3 be­ stimmt wird. Da die positive Spannung an der Basis des Transistors TR4 den Basisanschluß des Transistors TR3 wirksam auf Masse schließt, wird ein offener Stromkreis über die anderen Anschlüsse des Transistors TR3 hiniweg geschaffen. Daher wird eine positive Spannung an das Gate des Schalters TR1 angelegt. In Ansprechen auf diese positive Spannung schließt der Schalter TR1, um den Stromfluß durch den Stromweg 302 und die Primärwicklung 322 der Spule 320 hindurch zu gestatten. Dieser Stromfluß steigt progressiv an, während sich die Spule weiterhin auflädt.
Wenn der Stromfluß durch die Primärwicklung 322 und den Stromweg 302 hindurch auf die vorbestimmte Stromschwelle IT ansteigt, bewirkt die entsprechende Spannung am Basisanschluß des Transistors TR5, daß der Transistor den Schaltkreis über seine anderen Anschlüsse schließt. Die anderen Anschlüsse des Transistors TR5 werden deshalb auf Masse ge­ schlossen. Dieser Vorgang eines Schaltens auf Masse bewirkt, daß der Basisanschluß des Transistors TR4 durch den Kondensator C8 momentan auf Masse geschlossen wird. Die anderen Anschlüsse des Transistors TR4 schaffen deshalb einen Zustand eines offenen Stromkreises, der wiederum gestattet, daß eine positive Spannung am Basisanschluß des Transistors TR3 erscheint. Der Transistor TR3 spricht auf diese positive Spannung an, indem er das Gate des Schalters TR1 auf Masse schließt. Dadurch wird der Stromweg 302 geöffnet, um eine Teilentladung der Spule 320 durch ihre Sekundärwicklung 324 und die Zündkerze 310 hindurch zu bewir­ ken.
Während des Teilentladens bewirkt das Fehlen eines Stromflusses durch den Stromweg 302 hindurch, daß die Spannung am Basisanschluß des Transistors TR5 abfällt. Dieser Abfall der Spannung am Basisanschluß des Transistors TR5 bewirkt, daß seine anderen Anschlüsse wieder einen Zustand eines offenen Stromkreises zeigen. Daher erscheint eine positive Spannung zwischen dem Widerstand R29 und dem Kondensator C8. Die Spannung am Basisanschluß des Transistors TR4 kehrt jedoch nicht so­ fort zu der Spannung zurück, die erforderlich ist, um den Schalter TR1 zu schließen. Stattdessen wird diese durch die Zeitkonstante des RC-Schalt­ kreises (der durch R28 und C8 gebildet ist) verzögert, wobei die Verzöge­ rung der vorbestimmten Zeitdauer T entspricht.
Nach der vorbestimmten Zeitdauer T bewirkt die Spannung am Basisan­ schluß des Transistors TR4, daß seine anderen Anschlüsse einen Zustand eines geschlossenen Stromkreises zeigen. Dies schließt den Basisanschluß des Transistors TR3 wirksam auf Masse und bewirkt dadurch, daß die anderen Anschlüsse des Transistors TR3 einen Zustand eines offenen Stromkreises zeigen. Deshalb erscheint eine positive Spannung am Gate des Schalters TR1. In Ansprechen auf diese positive Spannung schließt der Schalter TR1 den Stromweg 302 durch die Primärwicklung 322 hin­ durch, und die Spule 320 beginnt, sich wieder aufzuladen.
Das Wiederaufladen fährt fort, bis der Transistor TR5 in Ansprechen auf die vorbestimmte Stromschwelle IT wieder in einen Zustand eines ge­ schlossenen Stromkreises umschaltet. Der Prozeß des Öffnens des Schal­ ters TR1, wenn die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht ist, und des Schließens, nachdem die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist, wird so lang wiederholt, wie der EST-Impuls vorhanden bleibt.
Wenn das EST-Signal an der nacheilenden Flanke des EST-Impulses auf low geht, zeigt der Transistor TR6 einen Zustand eines offenen Stromkrei­ ses. Die resultierende positive Spannung am Basisanschluß des Transi­ stors TR2 bewirkt, daß der Transistor TR2 das Gate des Schalters TR1 im wesentlichen auf Masse schließt. Der Schalter TR1 öffnet sich deshalb, um einen Stromfluß durch den Stromweg 302 zu verhindern. Der Spule 320 wird dann gestattet, sich durch ihre Sekundärwicklung 324 und die Zündkerze 310 hindurch vollständig zu entladen. Das Wiederaufladen da­ nach wird nicht begonnen, bis ein weiterer EST-Impuls empfangen wird.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist leicht ersichtlich, daß die Schaltung 300 auf einen ersten Übergang (z. B. den Übergang von low nach high) in dem EST-Signal (oder Zeitgebungssignal) anspricht, der die Schaltung 300 anweist, das Laden der Spule 320 (oder der induktiven Energiespeichervorrichtung) zu beginnen. Die Schaltung 300 beginnt in Ansprechen auf den ersten Übergang das Laden der Spule 320.
Es ist auch leicht ersichtlich, daß die Schaltung 300 auf einen zweiten Übergang (z. B. einen Übergang von high nach low) in dem EST-Signal (oder Zeitgebungssignal) anspricht, der die Schaltung 300 anweist, den Weg 302 zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem EST- Signal offenzuhalten. In Ansprechen auf den zweiten Übergang hält die Schaltung 300 den Stromweg 302 offen, wodurch die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges 302 beendet werden und zuge­ lassen wird, daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen voll­ ständig durch die Sekundärwicklung 324 hindurch entladen wird, zumin­ dest bis ein anschließender Übergang in dem EST-Signal (oder Zeitge­ bungssignal) an die Schaltung 300 angelegt wird.
Da die Schaltung 300 das Wiederaufladen rechtzeitig beginnt, bevor ein vollständiges Entladen erreicht werden kann, indem das Entladen auf die vorbestimmte Zeitdauer T begrenzt wird, wenn der EST-Impuls vorhanden ist, verwendet die Schaltung 300 vorteilhaft den wirksamsten Teil des Wiederaufladen- und Entladen-Zyklus, da sie die Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge bereitstellt.
Die in Fig. 11 veranschaulichte Schaltung 300 kann, während sie im all­ gemeinen effektiv ist, verbessert werden, indem eine Kompensation von Änderungen der Temperatur und der Batteriespannung geschaffen wird. Das System in Fig. 11 umfaßt keine derartige Kompensation, um eine der einfacheren Formen der vorliegenden Erfindung zu demonstrieren.
Fig. 12 veranschaulicht eine alternative Schaltung 400, die in der Lage ist, Schwankungen der Temperatur und der Batteriespannung zu kompensie­ ren. Die folgende Tabelle liefert eine Beschreibung von beispielhaften Bau­ elementen, die dazu verwendet werden können, die in Fig. 12 gezeigte elektronische Zündschaltung 400 auszuführen:
Die in Fig. 12 gezeigte alternative Schaltung 400 ist mit der Primärwick­ lung 422 der Zündspule 420 verbunden. Die Sekundärwicklung 424 der Zündspule 420 ist elektrisch über den Spalt der Zündkerze 430 hinweg angeschlossen.
Die elektronische Zündschaltung 400 umfaßt einen Stromwegschalter TR1 (z. B. einen IGBT), einen auf EST ansprechenden Komparator COMP4, ei­ nen Stromsteuerschaltkreis 440 und einen Entladezeitgliedschaltkreis 450. Der Schalter TR1 ist mit dem Stromweg 402 verbunden und steuert dadurch direkt den Stromfluß durch die Primärwicklung 422 der Spule 420 hindurch. Insbesondere ist der Schalter TR1 derart ausgebildet, daß er den Stromweg 402 selektiv öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg 402 hindurchfließt, auf die vorbestimmte Stromschwelle IT ansteigt.
Damit der Schalter TR1 auf die vorbestimmte Stromschwelle IT anspricht, wird dessen Öffnen durch den Stromsteuerschaltkreis 440 gesteuert. Der beispielhafte Stromsteuerschaltkreis 440 umfaßt den Komparator COMP1, die Widerstände R38, R39, R40, R41, den Stromerfassungswiderstand ISR und das Potentiomter R47. Der Widerstand des Potentiometers R47 ist derart eingestellt, daß der Stromsteuerschaltkreis 440 bewirkt, daß der Schalter TR1 öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg 402 hindurch­ fließt, auf die vorbestimmte Stromschwelle IT ansteigt. Es können unter­ schiedliche vorbestimmte Stromschwellen IT vorgesehen werden, indem lediglich der Widerstand des Potentiometers R47 verändert wird. Der Stromerfassungswiderstand zeigt vorzugsweise einen Spannungsabfall von ungefähr 0,75 Volt, wenn der Stromfluß durch den Stromerfassungswi­ derstand ISR hindurch gleich der vorbestimmten Stromschwelle IT ist.
Zwischen den Stromsteuerschaltkreis 440 und das Gate des Schalters TR1 ist der Entladezeitgliedschaltkreis 450 geschaltet. Der Entladezeit­ gliedschaltkreis 450 ist die Ursache, die bewirkt, daß der Schalter TR1 in­ nerhalb der vorbestimmten Zeitdauer T schließt, nachdem er von dem Stromsteuerschaltkreis 440 geöffnet worden ist. Der Entladezeitglied­ schaltkreis 450 arbeitet vorwiegend als ein "one shot" (stabile Kippstufe). Der Entladezeitgliedschaltkreis 450 umfaßt das Potentiometer R43, den Kondensator C9 und den Komparator COMP2. Die Kombination aus dem Potentiometer R43 und dem Kondensator C9 stellt einen RC-Schaltkreis bereit. Der RC-Schaltkreis ist derart abgestimmt, daß er die gewünschte vorbestimmte Zeitdauer T liefert. Indem lediglich der Widerstand des Po­ tentiometers R43 eingestellt wird, kann die vorbestimmte Zeitdauer T ver­ ändert werden, um sich an Unterschiede der Motorkonstruktion oder -anforderungen anzupassen.
Der Widerstand des Potentiometers R43 wird daher selektiv derart ge­ wählt, daß der RC-Schaltkreis bewirkt, daß der Komparator COMP2 den Schalter TR1 schließt, über den Komparator COMP3, nach der vorbe­ stimmten Zeitdauer T, nachdem er von dem Stromsteuerschaltkreis 440 geöffnet worden ist. In dieser Hinsicht liefert der Komparator COMP2 ein Zeitablaufsignal an den Schalter TR1 über den Komparator COMP3, das dem Schalter TR1 anzeigt, daß die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist und daß es Zeit ist, daß der Schalter TR1 schließt, um dadurch ein Wiederaufladen der Spule 420 zu bewirken. Ein derartiges Schließen des Schalters TR1, um ein Wiederaufladen zu bewirken, ist jedoch nur mög­ lich, wenn der EST-Impuls an dem auf EST ansprechenden Komparator COMP4 vorhanden ist.
Der nicht-invertierende Eingangsanschluß des auf EST ansprechenden Komparators COMP4 ist elektrisch über den Widerstand R49 mit dem EST-Signal aus der PTCU verbunden. Wenn der EST-Impuls am nicht­ invertierenden Eingangsanschluß des Komparators COMP4 fehlt, schaltet der Komparator COMP4 seinen Ausgangsanschluß in den invertierten Zu­ stand um. Dies öffnet den Schalter TR1 wirksam, um den Stromfluß durch die Primärwicklung 422 der Spule 420 hindurch ungeachtet des Ausganges von dem Komparator COMP3 zu verhindern. Die beispielhafte elektronische Zündschaltung 400 ist somit derart ausgebildet, daß sie auf einen Endteil des EST-Impulses anspricht, indem ein Wiederöffnen des Stromweges 402 ausgeschlossen wird, so lang das EST-Signal abwesend bleibt.
Wenn im Gegensatz dazu der EST-Impuls am nicht-invertierenden Ein­ gangsanschluß des Komparators COMP4 vorhanden ist, überläßt der Aus­ gang des Komparators COMP4 die Kontrolle über den Schalter TR1 dem Ausgang des Komparators COMP3.
Nun wird eine beispielhafte von der Schaltung 400 durchgeführte Mehr­ fachladeabfolge beschrieben. Vor dem Mehrfachladen liegt das EST-Signal auf low. Der Komparator COMP3 hält daher seinen Ausgang im invertier­ ten Zustand und verhindert dadurch, daß der Schalter TR1 schließt. Es ist folglich wenig, wenn überhaupt, induktive Energie in der Spule 420 ge­ speichert.
Wenn der EST-Impuls erscheint, gestattet es der Komparator COMP4, daß der Zustand des Schalters TR1 durch den Ausgang von dem Komparator COMP3 bestimmt wird. Da die Spannung über den Stromerfassungswi­ derstand ISR zu Beginn low bleibt, wodurch angezeigt wird, daß der Strom, der durch den Weg 402 hindurchfließt, die vorbestimmte Strom­ schwelle IT nicht erreicht hat, bleibt der Ausgang von dem Komparator COMP1 high, wodurch die Ausgänge von den Komparatoren COMP3, COMP4 ebenfalls auf high gesteuert werden. Der Schalter TR1 spricht auf die auf high liegenden Ausgangssignale an, indem er den Stromweg 402 schließt und zuläßt, daß Strom durch die Primärwicklung 422 hindurch­ fließt. Dieser Stromfluß durch die Spule 420 hindurch nimmt progressiv zu, während die Spule 420 fortfährt, aufzuladen.
Wenn die Spannung über den Stromerfassungswiderstand ISR hinweg an­ zeigt, daß die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht worden ist, bewirkt die entsprechende Spannung am invertierenden Eingang des Komparators COMP1, daß der Ausgang des Komparators COMP1 invertiert wird. Diese Spannungsinvertierung bewirkt einen plötzlichen, jedoch temporären Spannungsabfall am nicht-invertierenden Eingangsanschluß des Kom­ parators COMP2. Die Zeit, die es dauert, damit die Spannung am nicht­ invertierenden Eingangsanschluß des Komparators COMP2 auf einen Pe­ gel zurückkehrt, der höher als die Spannung am invertierenden Eingangs­ anschluß des Komparators COMP2 ist, wird durch die Zeitkonstante des RC-Schaltkreises (R43 und C9) bestimmt. Der Komparator COMP2 spricht auf den temporären Spannungsabfall an, indem er seinen Ausgang inver­ tiert, und bewirkt dadurch, daß der Komparator COMP3 seinen Ausgang invertiert. Der invertierte Ausgang von dem Komparator COMP3 bewirkt, daß der Schalter TR1 öffnet, und bewirkt dadurch, daß die Spule 420 ihre Teilentladung durch die Sekundärwicklung 424 und durch den Spalt der Zündkerze 430 hindurch beginnt.
Da der Widerstand des Potentiometers R43 derart eingestellt ist, daß er eine Zeitkonstante in dem RC-Schaltkreis (R43 und C9) liefert, die der vorbestimmten Zeitdauer T entspricht, kehrt die Spannung am nicht­ invertierenden Eingangsanschluß des Komparators COMP2 am Ende der vorbestimmten Zeitdauer T zu einem Spannungspegel zurück, der aus­ reicht, um den Komparator COMP2 aus dem invertierten Zustand heraus­ zusteuern. Dieser Übergang von dem Komparator COMP2 aus dem inver­ tierten Zustand heraus wird zum nicht-invertierenden Eingangsanschluß des Komparators COMP3 befördert. Der Komparator COMP3 spricht an, indem er aus dem invertierten Zustand herausschaltet. Da dies bewirkt, daß der Schalter TR1 am Ende der vorbestimmten Zeitdauer T schließt, bewirkt der Schaltkreis 400 effektiv, daß ein Wiederaufladen der Spule 420 am Ende der vorbestimmten Zeitdauer T beginnt.
Vor Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer T (d. h., während der Teilentlade­ periode), verhindert die Diode D3, daß der Komparator COMP1 seinen Ausgang zurück in den nicht-invertierten Zustand umschaltet. Tatsäch­ lich bindet die Diode D3 diesen Zurückschaltvorgang an den Ausgangszu­ stand des Komparators COMP2. Nur nachdem der Ausgang des Kompa­ rators COMP2 in den nicht-invertierten Zustand zurückkehrt, gestattet es die Diode D3, daß der Ausgang von dem Komparator COMP1 zurück in seinen nicht-invertierten Zustand umschaltet.
Nach der vorbestimmten Zeitdauer T fährt das Wiederaufladen fort, bis die Spannung am invertierenden Eingang des Komparators COMP1 wieder anzeigt, daß die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht worden ist, und bewirkt, daß der Ausgang des Komparators COMP1 invertiert wird. Der Schalter TR1 öffnet deshalb, und es wird eine weitere Teilentladung für die vorbestimmte Zeitdauer T durchgeführt. Der Prozeß des Öffnens des Schalters TR1, wenn die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht ist, und seines Schließens, nachdem die vorbestimmte Zeitdauer T verstrichen ist, wird so lang wiederholt, wie der EST-Impuls vorhanden bleibt.
Wenn das EST-Signal an der nacheilenden Flanke des EST-Impulses auf low geht, spricht der auf EST ansprechende Komparator COMP4 an, in­ dem er seinen Ausgang in den invertierten Zustand umschaltet. Wie es oben angegeben ist, bewirkt dies, daß der Schalter TR1 offen bleibt und den Stromfluß durch den Stromweg 402 hindurch verhindert. Der Spule 420 wird dann gestattet, sich vollständig durch ihre Sekundärwicklung 424 und die Zündkerze 410 hindurch zu entladen. Das Wiederaufladen danach wird nicht begonnen, bis ein weiterer EST-Impuls empfangen wird.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist leicht ersichtlich, daß die Schaltung 400 auf einen ersten Übergang (z. B. den Übergang von low nach high) in dem EST-Signal (oder Zeitgebungssignal) anspricht, der die Schaltung 400 anweist, ein Laden der Spule 420 (oder der induktiven Energiespeichervorrichtung) zu beginnen. Die Schaltung 400 beginnt in Ansprechen auf den ersten Übergang das Laden der Spule 420.
Es ist auch leicht ersichtlich, daß die Schaltung 400 auf einen zweiten Übergang (z. B. einen Übergang von high nach low) in dem EST-Signal (oder Zeitgebungssignal) anspricht, der die Schaltung 400 anweist, den Weg 402 zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem EST- Signal offenzuhalten. In Ansprechen auf den zweiten Übergang hält die Schaltung 400 den Stromweg 402 offen, wodurch die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges 402 beendet werden und ge­ stattet wird, daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen voll­ ständig durch die Sekundärwicklung 424 hindurch entladen wird, zumin­ dest bis ein anschließender Übergang in dem EST-Signal (oder Zeitge­ bungssignal) an die Schaltung 400 angelegt wird.
Da die Schaltung 400 das Wiederaufladen rechtzeitig beginnt, bevor ein vollständiges Entladen erreicht werden kann, indem das Entladen auf die vorbestimmte Zeitdauer T begrenzt wird, wenn der EST-Impuls vorhanden ist, verwendet die Schaltung 400 vorteilhaft den wirksamsten Teil des Wiederaufladen- und Entladen-Zyklus, da er die Mehrfachlade- und Mehr­ fachzündabfolge bereitstellt.
Sollte der Wunsch der Verwendung existierender EST-Impulse von her­ kömmlichen PTCU nachlassen oder es auf andere Weise gewünscht oder praktisch durchführbar sein, zu modifizieren, wie die PTCU die EST-Im­ pulse liefert, stellt die vorliegende Erfindung auch ein Mehrfachladezünd­ system und -verfahren bereit, das auf zwei aufeinanderfolgende EST- Impulse für jeden Arbeitstakt anspricht.
Nach Fig. 13 löst der erste Impuls 500 der beiden EST-Impulse 500, 502 das anfängliche Laden der Spule aus. Im besonderen bewirkt die voreilen­ de Flanke LE des ersten Impulses 500, daß der Primärstrom PI einge­ schaltet wird (d. h., sie schließt den Schaltkreis durch die Primärwicklung hindurch). Die Dauer des ersten Impulses 500 bestimmt, wie lang der Primärstrom PI an bleibt, und bestimmt daher, wie lang die Spule geladen wird. Diese Dauer entspricht somit der Zeit, die erforderlich ist, um die vorbestimmte Energiemenge in der Spule zu speichern. Nach Fig. 13 nimmt der Strom PI durch die Primärwicklung hindurch progressiv zu, wenn die Spule während des ersten Impulses 500 geladen wird.
Die nacheilende Flanke TE des ersten Impulses 500 löst dann das anfäng­ liche Teilentladen der Spule aus. Insbesondere bewirkt die nacheilende Flanke TE des ersten Impulses 500, daß der Schaltkreis durch die Pri­ märwicklung hindurch öffnet, wodurch der Primärstrom PI beendet wird und eine erste Teilentladung der Spule durch die Sekundärwicklung der Spule hindurch und durch eine mit dieser verbundenen Zündkerze hin­ durch begonnen wird. Die Dauer der ersten Teilentladung wird durch die Zeit zwischen der nacheilenden Flanke TE des ersten Impulses 500 und der voreilenden Flanke LE des zweiten Impulses 502 bestimmt. Durch Steuern der Zeit zwischen den Impulsen 500, 502 ist die PTCU in der La­ ge, selektiv zu bestimmen, wieviel Energie während der ersten Teil­ entladung entladen wird. Die Zeit zwischen der nacheilenden Flanke TE des ersten Impulses 500 und der voreilenden Flanke LE des zweiten Im­ pulses 502 ist vorzugsweise nicht länger als die halbe Zeit, die erforderlich ist, damit sich die Spule vollständig entlädt.
Der zweite Impuls 502 weist ebenfalls eine durch die PTCU bestimmte Dauer auf. Die Dauer des zweiten Impulses 502 entspricht einer Soll­ mehrfachladedauer, während der die Spule wiederholt geladen und teil­ weise entladen wird. Die nacheilende Flanke TE des zweiten Impulses 502 kennzeichnet das Ende der Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge für diesen besonderen Arbeitstakt.
Während der Wiederholungen des Ladens und teilweisen Entladens bleibt die Entladezeit vorzugsweise gleich der Zeit zwischen den ersten und zweiten Impulsen 500, 502 (d. h., der Zeit zwischen der nacheilenden Flanke TE des ersten Impulses 500 und der voreilenden Flanke LE des zweiten Impulses 502). Ein Schließen des Schaltkreises durch die Primär­ wicklung hindurch wird in dieser Hinsicht nach der vorbestimmten Zeit­ dauer T nach dem Öffnen dieses Schaltkreises ausgelöst. Das Öffnen des Schaltkreises durch die Primärwicklung hindurch nach der anfänglichen Teilentladung wird im Gegensatz dazu auf der Grundlage der Strommenge ausgelöst, die durch die Primärwicklung hindurchfließt. Der Schaltkreis wird vorzugsweise geöffnet, wenn der Primärstrom die vorbestimmte Stromschwelle IT erreicht.
Um das in Fig. 13 gezeigte beispielhafte Verfahren auszuführen, ist einzu­ sehen, daß der EST-Separator 52, der Mehrfachlade-Controller 54 und das Treiber-Array 56 modifiziert werden können, um auf die aufeinander­ folgenden Impulse 500, 502 geeignet anzusprechen. Der EPROM 100 in Fig. 4 kann beispielsweise derart programmiert werden, daß er geeignet auf die aufeinanderfolgenden Impulse 500, 502 anspricht, und das Trei­ ber-Array kann modifiziert werden, um ein Schalten zur nächsten Spule- und Zündkerzenkombination nur dann zu bewirken, nachdem beide Im­ pulse 500, 502 empfangen worden sind.
Ein derartiges Zündsystem würde deshalb auf erste, zweite, dritte und vierte Übergänge in einem Zeitgebungssignal (z. B. dem EST-Signal von der geeignet modifizierten PTCU) ansprechen, wobei: 1. der erste Übergang (z. B. die voreilende Flanke LE des ersten Impulses 500) die elektronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der induktiven Energie­ speichervorrichtung (z. B. der Spule) zu beginnen, 2. der zweite Übergang (z. B. die nacheilende Flanke TE des ersten Impulses 500) anzeigt, daß ein Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung für eine Zeitdauer fort­ gefahren ist, die ausreicht, um die vorbestimmte Energiemenge zu errei­ chen, auf die die elektronische Zündschaltung anspricht, indem sie den Weg durch die Primärwicklung hindurch schließt, um eine erste Teilentla­ dung der vorbestimmten Energiemenge zu bewirken, 3. ein dritter Über­ gang (z. B. die voreilende Flanke LE des zweiten Impulses 502) die elektro­ nische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Stromweges durch die Primärwicklung hindurch zu be­ ginnen, um die induktive Energiespeichervorrichtung durch ihre Sekun­ därseite hindurch wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen, und 4. ein vierter Übergang (z. B. die nacheilende Flanke TE des zweiten Impulses 502) die elektronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen zu be­ enden, indem die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
Nach den Fig. 14 und 15 nutzen die vorstehenden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung die wirksamsten Aspekte des Spulenlade- und Entladezyklus aus, indem die Ladezeit während der Mehrfachlade- und Mehrfachzündabfolge auf nicht mehr als die halbe Zeit begrenzt wird, die erforderlich ist, um ein vollständiges Entladen der Spule zu erreichen. Nach Fig. 14 führen die abschließenden 50% der Zeit, die erforderlich ist, um die Spule auf einen vorbestimmten Energiepegel aufzuladen, zu einer Speicherung von annähernd 75% dieser Energie. Gleichermaßen werden nach Fig. 15 annähernd 75% der Energie in der Spule während der ersten Hälfte der Zeit entladen, die erforderlich ist, um ein vollständiges Entladen der Spule zu erreichen.
Fig. 16 zeigt, wie der Mehrfachladeansatz im Vergleich mit anderen Zün­ dungstechniken ist. Im besonderen ist Fig. 16 eine graphische Darstellung der gelieferten Energie als Funktion der Motordrehzahl zu einem Zeit­ punkt im ungünstigsten Fall für eine sogenannte "Ion-Sense-Anwendung" (Null-Grad-Vorverstellung). Aus Fig. 16 ist leicht ersichtlich, daß nur ein mäßiger Boost der Energie unter Verwendung der sogenannten "Ramp- and-Fire-Technik" möglich ist. Um dies zu bewerkstelligen, wird der pri­ märe Durchbruchsstrom von nominal 15 Ampere auf 20 Ampere erhöht. Die Stromzunahme kann jedoch einen IGBT mit höherem Nennwert erfor­ dern.
Der sogennante "Multistrike-Ansatz" ist in der Lage, etwas mehr Energie bei sehr niedrigen Drehzahlen zu liefern, aber mit der Beschränkung, daß die aufeinanderfolgenden Energieimpulse zu spät kommen, um zu dem gewünschten Verbrennungsprozeß beizutragen. Der Mehrfachladeansatz der vorliegenden Erfindung dagegen nimmt Energie mit einer viel schnelle­ ren Rate an und gibt diese mit einer viel schnelleren Rate wieder frei und wirkt vorwiegend auf den Hochleistungsteil der Entladung. Dies neigt wie­ derum dazu, die Flammkernentwicklung frühzeitig zu steigern, während vorteilhaft die lange Dauer für geschichtete Gemische aufrechterhalten bleibt.
Ein Mehrfachladen gestattet auch vorteilhaft, daß die Spule beliebig klein sein kann, auf Kosten eines Betriebes bei höherer Frequenz. Schaltverlu­ ste werden den besseren Ausgleich zwischen Größe und Frequenz her­ stellen. Dieses Konzept ist nicht auf sogenanntes "ion sense" begrenzt. Dies kann wesentlich zu Anstrengungen beitragen, die Spulengröße zu verringern, während die Energie und die Dauer erhöht werden.
Während eine Wechselstromzündung ähnlich wie der Mehrfachladeansatz Leistungsvermögen bereitstellen könnte, bringt diese jenes bei viel höhe­ ren Kosten und unter Verwendung einer komplexeren Schaltung hervor. Eine Wechselstromzündschaltung erfordert beispielsweise eine Energie­ versorgung mit ihren zusätzlichen Bautelementen sowie einen Hochtem­ peratur-Filterkondensator. Derartige Hochtemperatur-Filterkondensatoren können, selbst wenn es sie gibt, sehr teuer sein.
Obwohl die in Fig. 3 veranschaulichte beispielhafte Ausführungsform ei­ nen einzigen Mehrfachlade-Controller 54 aufweist, der alle EST-Impulse empfängt und die gewünschte Zündabfolge auf alle Brennkammern über das Treiber-Array 56 verteilt, versieht ein stärker bevorzugtes Ausfüh­ rungsbeispiel für Motoren mit mehreren Brennkammern jede Brennkam­ mer (oder Gruppe von ähnlich betätigten Brennkammern) mit ihrer eige­ nen elektronischen Zündschaltung 24, die in Ansprechen auf die PTCU 34 (z. B. in Ansprechen auf den EST-Impuls) arbeitet. Das Ansprechvermögen des bevorzugten Systems auf existierende PTCU 34 und EST-Impulse von diesen vermeidet vorteilhaft die Notwendigkeit, die existierenden PTCU umzukonfigurieren, und vermeidet auch die Notwendigkeit, die elektroni­ sche Zündschaltung 24 mit anderen Eingängen als den EST-Impulsen zu versorgen. Während derartige Anordnungen leicht eine Verdoppelung der Bauelemente in der elektronischen Zündschaltung 24 erfordern, lassen sie es vorteilhaft zu, daß jede Mehrfachlade-Zündschaltung 24 unmittelbar neben ihrer jeweiligen Zündkerze angeordnet sein kann. In dieser Hinsicht kann jede elektronische Zündschaltung 24 mit einer "Stiftspule" (pencil coil) an der jeweiligen Zündkerze versehen sein, wodurch die Notwendig­ keit für Hochspannungs-Bauelemente (z. B. eine Hochspannungs-Zünd­ kerzenverkabelung) minimiert oder beseitigt wird, die sich sonst über die Nachbarschaft jeder Zündkerze hinaus erstrecken würde.
In Fig. 17 ist eine beispielhafte Ausführungsform für einen 4-Zylinder- Motor veranschaulicht. Eine existierende PTCU 34 liefert vier EST-Signale (EST1, EST2, EST3, EST4), und zwar eines für jeden Zylinder. Jede Zünd­ kerze 26 ist mit ihrer eigenen elektronischen Zündschaltung 24 und ihrer eigenen induktiven Energiespeichervorrichtung 22 (z. B. Zündspule) verse­ hen. Die elektronische Zündschaltung 24 kann unter Verwendung von ir­ gendeiner der vorstehenden beispielhaften Ausführungsformen mit geeig­ neten Modifikationen ausgeführt sein. Die resultierende Anordnung ver­ meidet die Notwendigkeit für das Treiber-Array 56 und den EST-Separator 52 und reduziert die Anforderungen des Dioden-Arrays 220 in Fig. 7 auf nur eine einzige Diode, die mit der Primärwicklung der jeweiligen indukti­ ven Energiespeichervorrichtung 22 verbunden ist. Jede elektronische Zündschaltung 24 steuert daher ihren jeweiligen Schalter (z. B. einen der IGBT 230, die in Fig. 8 gezeigt sind) über einen Puffer 126 oder 127, um den Primärstrom auf die oben beschriebene Weise in Ansprechen auf den jeweiligen EST-Impuls von der PTCU 34 selektiv anzulegen. Dies kann vorteilhaft ohne die Notwendigkeit für irgendein anderes Eingangssignal bewerkstelligt werden. Es gibt folglich keine Notwendigkeit, die elektroni­ sche Zündschaltung mit einem separaten, den Kurbelwinkel anzeigenden Signal oder irgendeinem anderen Signal für diese Aufgabe zu versehen.
Die in Fig. 17 veranschaulichte 4-Zylinder-Ausführungsform ist lediglich eine Ausführungsbeispiel. Ein Fachmann hätte keine Schwierigkeit, die vorstehenden Lehren auf 6 Zylinder, 8 Zylinder oder andere Anzahlen und Anordnungen von Brennkammern auszudehnen.
Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele können vorteilhaft und unter Verwendung kleiner, billiger Spulen ausgeführt werden, und erfor­ dern keine sehr komplexen elektronischen Bauelemente. Die Verbesse­ rung des Leistungsvermögens, das durch die Ausführungsbeispiele ge­ schaffen wird, ist insbesondere offensichtlich, wenn die Zündkerzen schadhaft sind. Es wird auch einen Betrieb mit Zündkerzen für einen kälteren Wärmebereich möglich, wodurch die Anzahl von erforderlichen Zündkerzenmodellen reduziert wird. Es gibt auch eine merkliche Verbes­ serung bei der Startfähigkeit magerer Gemische.
Die vorliegende Erfindung kann vorteilhaft bei sogenannten Ion-Sense- Anordnungen, Anordnungen unter Verwendung von Benzindirekteinsprit­ zung und 2-Takt-Motoren angewandt werden. Sie stellt auch eine zuver­ lässige Alternative dar, eine Hochenergiespule in der Nähe der Zündkerzen vorzusehen.
Während die vorliegende Erfindung anhand bestimmter bevorzugter Aus­ führungsbeispiele und Ausführungsformen beschrieben worden ist, ist zu verstehen, daß dem Fachmann, an den sich diese Erfindung richtet, zweifellos verschiedene Modifikationen und Veränderungen in den Sinn kommen werden. Beispielsweise können die Anzahl von Zündkerzen und die Dauer jedes Funkens gegenüber den hierin offenbarten verändert wer­ den.
Zusammengefaßt betrifft die Erfindung ein System und ein Verfahren zur Bereitstellung einer Mehrfachladezündung. Das Verfahren und das Sy­ stem sind vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie zumindest einige der Mehrfachladeereignisse des Systems und des Verfahrens auf eine strom­ abhängige Weise auslösen. Vorzugsweise können existierende Antriebs­ strangsteuereinheiten (PTCU) mit dem System und dem Verfahren ohne Bedarf für andere Signale als das Zeitgebungssignal (z. B. EST-Impuls) aus der PTCU verwendet werden. Das Verfahren umfaßt, daß eine induktive Energiespeichervorrichtung geladen wird, indem ein elektrischer Strom durch eine Primärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hin­ durch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist, ein Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Se­ kundärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entladen wird, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hin­ durch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der induktiven Energiespeichervorrichtung entladen wird, und der Weg wiederholt ge­ schlossen und wieder geöffnet wird, um die induktive Energiespeichervor­ richtung wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen, wobei das Wieder­ öffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist. Das Mehr­ fachladezündsystem umfaßt eine induktive Energiespeichervorrichtung und eine elektronische Zündschaltung. Die induktive Energiespeichervor­ richtung weist aneinander gekoppelte Primär- und Sekundärseiten auf. Die elektronische Zündschaltung ist mit der Primärseite verbunden und derart ausgebildet, daß sie das vorstehend erwähnte Verfahren ausführt.

Claims (47)

1. Mehrfachladezündsystem zum Anschluß an eine Zündkerze eines Verbrennungsmotors, umfassend:
eine induktive Energiespeichervorrichtung mit induktiv aneinan­ der gekoppelten Primär- und Sekundärseiten und
eine elektronische Zündschaltung, die mit der Primärseite ver­ bunden und derart ausgebildet ist, daß sie ein Zeitgebungssignal empfängt, das anzeigt, wann ein Zünden der Zündkerze beginnen soll, und die auf das Zeitgebungssignal anspricht, indem sie die in­ duktive Energiespeichervorrichtung dadurch lädt, daß elektrischer Strom durch die Primärseite hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in der induktiven Energiespeichervor­ richtung gespeichert ist,
wobei die elektronische Zündschaltung fer­ ner derart ausgebildet ist, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite hindurch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der induktiven Ener­ giespeichervorrichtung geöffnet wird,
wobei die elektronische Zünd­ schaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie wiederholt den Weg schließt und den Weg erneut öffnet, um die induktive Energiespei­ chervorrichtung wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen,
wobei die elektronische Zündschaltung derart eingerichtet ist, daß sie ein Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge aus­ löst, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist,
wobei die Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie die Abfolge des Wiederaufladens und teilweisen Entladens der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung auf der Grundlage des Zeitge­ bungssignals und ohne andere den Kurbelwinkel anzeigende Signale zu erfordern beendet.
2. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie auf einen Anschlußabschnitt des Zeitgebungssignals anspricht, indem ein Wiederöffnen des Weges bei Abwesenheit des Zeitgebungssignals ausgeschlossen wird.
3. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung ferner einen Schalter umfaßt, der mit dem Weg verbunden und derart ausgebildet ist, daß er den Weg selektiv öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg hindurchfließt, auf eine vorbestimmte Schwelle ansteigt, bei der die induktive Ener­ gie, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist, der vorbestimmten Energiemenge entspricht.
4. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung ferner eine Zeitgebungsschaltung umfaßt, die derart ausgebildet ist, daß sie ein Zeitablaufsignal er­ zeugt, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Öffnen des Schalters verstrichen ist, wobei der Schalter ferner auf das Zeitab­ laufsignal anspricht und derart ausgebildet ist, daß er den Weg bei Empfang des Zeitablaufsignals schließt, um ein Wiederaufladen der induktiven Energiespeichervorrichtung zu bewirken.
5. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Schwelle ein Stromwert zwischen 5 und 15 Am­ pere ist, und daß die vorbestimmte Zeitdauer zwischen ungefähr 0,15 und 0,2 Millisekunden liegt.
6. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter derart eingerichtet ist, daß er ein Schließen des Weges ausschließt, wenn ein Aspekt des Zeitgebungssignals abwesend ist.
7. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie eine Entladezeit, während der der Weg offen ist, auf nicht mehr als die Hälfte der Zeit begrenzt, die es dauern würde, damit die vorbe­ stimmte Energiemenge vollständig durch die Sekundärseite entla­ den wird, mit der Ausnahme, wenn der Weg für eine letzte Wieder­ holung bei einer Sollfunkendauer geöffnet ist, in welchem Fall die elektronische Zündschaltung den Weg lang genug offen hält, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wobei die Sollfunken­ dauer einer Zeit entspricht, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist.
8. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen,
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, um die vorbestimmte Ener­ giemenge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung an­ spricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentla­ dung der vorbestimmten Energiemenge zu bewirken,
einen dritten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen des Schlie­ ßens und Wiederöffnens des Weges zu beginnen, um die induktive Energiespeichervorrichtung durch die Sekundärseite hindurch wie­ deraufzuladen bzw. teilweise zu entladen, und
einen vierten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen zu beenden, indem die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
9. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, das Laden der induktiven Ener­ giespeichervorrichtung zu beginnen, und
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, den Weg zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem Zeitgebungssignal offen zu halten, wodurch die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges beendet werden und zugelassen wird, daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, und
daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie ein Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung in Anspre­ chen auf den ersten Übergang beginnt, und ferner derart ausgebil­ det ist, daß der Weg in Ansprechen auf den zweiten Übergang offen gehalten wird, zumindest bis ein anschließender Übergang in dem Zeitgebungssignal an die elektronische Zündschaltung angelegt wird.
10. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie vor jeder Wiederholung des Schließens und Wiederöffnens bestimmt, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie ausgeführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch zu ent­ laden, es erfordern würde, daß sich die nächste Wiederholung über eine vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstreckt, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist, wobei die elektronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie den Weg für eine Zeitdauer öffnet, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß sich die nächste Wiederholung über die vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstrecken würde.
11. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie die Bestimmung hinsichtlich der nächsten Wiederholung auf der Grundlage davon vornimmt, wie lang es dauerte, einen vorherge­ henden Zyklus abzuschließen von:
Schließen des Weges,
Öffnen des Weges und
Offenhalten des Weges über eine Zeit, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
12. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, ein anfängliches Laden der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen; und
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, die vorbestimmte Energie­ menge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung an­ spricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentla­ dung der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite hindurch zu bewirken.
13. Bei einem Verbrennungsmotor mit einer Zeitgebungssteuereinheit, mehreren Brennkammern und mindestens einer Zündkerze in jeder Brennkammer umfaßt ein an jede Zündkerze angeschlossenes und ebenfalls an die Zeitgebungssteuereinheit angeschlossenes Mehr­ fachladezündsystem:
eine induktive Energiespeichervorrichtung für jede Brennkam­ mer, wobei jede induktive Energiespeichervorrichtung induktiv an­ einander gekoppelte Primär- und Sekundärseiten aufweist, und
eine elektronische Zündschaltung, die mit der Primärseite jeder induktiven Energiespeichervorrichtung verbunden und derart aus­ gebildet ist, daß sie von der Zeitgebungssteuereinheit ein Zeitge­ bungssignal empfängt, das anzeigt, wann ein Zünden jeder Zünd­ kerze beginnen soll,
wobei die elektronische Zündschaltung auf das Zeitgebungssignal anspricht, indem eine jeweilige Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen dadurch geladen wird, daß ein elektrischer Strom durch ihre Primärseite hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespei­ chert ist,
wobei die elektronische Zündschaltung ferner derart aus­ gebildet ist, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen geöffnet wird,
wobei die elektronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie wiederholt der Weg schließt und den Weg erneut öffnet, um die je­ weilige Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen jeweils wiederaufzuladen und teilweise zu entladen,
wobei die elek­ tronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie nacheinan­ der in einer vorbestimmten Zündreihenfolge kennzeichnet, welche der induktiven Energiespeichervorrichtungen die jeweilige Vorrich­ tung bildet,
wobei die elektronische Zündschaltung ferner derart eingerichtet ist, daß sie ein Wiederöffnen des Weges auf der Grund­ lage der Energiemenge auslöst, die in der induktiven Energiespei­ chervorrichtung gespeichert ist,
wobei die Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie die Abfolge des Wiederaufladens und teilweisen Entladens der induktiven Energiespeichervorrichtung auf der Grundlage des Zeitgebungssignals und ohne andere den Kur­ belwinkel anzeigende Signale zu erfordern beendet.
14. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie auf einen Anschlußabschnitt des Zeitgebungssignals anspricht, indem ein Wiederöffnen des Weges bei Abwesenheit des Zeitgebungssignals ausgeschlossen wird.
15. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung ferner einen Schalter umfaßt, der mit jedem Weg verbunden und derart ausgebildet ist, daß er selektiv den Weg öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg hindurchfließt, auf eine vorbestimmte Schwelle ansteigt, bei der die induktive Ener­ gie, die in der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespei­ chervorrichtungen gespeichert ist, der vorbestimmten Energiemenge entspricht.
16. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung ferner eine Zeitgebungsschaltung umfaßt, die derart ausgebildet ist, daß sie ein Zeitablaufsignal lie­ fert, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Öffnen des Schalters verstrichen ist, wobei der Schalter ferner auf das Zeitab­ laufsignal anspricht und derart ausgebildet ist, daß er den Weg bei Empfang des Zeitablaufsignals schließt, um ein Wiederaufladen der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen zu bewirken.
17. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Schwelle ein Stromwert zwischen 5 und 15 Am­ pere ist, und daß die vorbestimmte Zeitdauer zwischen ungefähr 0,15 und 0,2 Millisekunden liegt.
18. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter derart eingerichtet ist, daß er ein Schließen des Weges ausschließt, wenn ein Aspekt des Zeitgebungssignals abwesend ist.
19. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie eine Entladezeit, während der der Weg offen ist, auf nicht mehr als die Hälfte der Zeit begrenzt, die es dauern würde, damit die vorbe­ stimmte Energiemenge vollständig durch die Sekundärseite entla­ den wird, mit der Ausnahme, wenn der Weg für eine letzte Wieder­ holung bei einer Sollfunkendauer geöffnet ist, in welchem Fall die elektronische Zündschaltung den Weg lang genug offen hält, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wobei die Sollfunken­ dauer einer Zeit entspricht, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist.
20. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der jewei­ ligen Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen zu beginnen,
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energie­ speichervorrichtungen für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die aus­ reicht, die vorbestimmte Energiemenge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung anspricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentladung der vorbestimmte Energiemenge zu bewirken,
einen dritten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen des Schlie­ ßens und Wiederöffnens des Weges zu beginnen, um die jeweilige Vorrichtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen durch die Sekundärseite hindurch wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entla­ den, und
einen vierten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen zu beenden, indem die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
21. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, das Laden der jeweiligen Vor­ richtung der induktiven Energiespeichervorrichtungen zu beginnen, und
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, den Weg zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem Zeitgebungssignal offen zu halten, wodurch die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges beendet werden und zugelassen wird, daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, und
daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie ein Laden der jeweiligen Vorrichtung der induktiven Energiespei­ chervorrichtungen in Ansprechen auf den ersten Übergang beginnt, und
ferner derart ausgebildet ist, daß sie den Weg in Ansprechen auf den zweiten Übergang offen hält, zumindest bis ein anschlie­ ßender Übergang in dem Zeitgebungssignal an die elektronische Zündschaltung angelegt wird.
22. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist,
daß sie vor jeder Wiederholung des Schließens und Wiederöffnens bestimmt, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie ausgeführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch zu ent­ laden, es erfordern würde, daß die nächste Wiederholung sich über eine vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstreckt, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist,
daß die elektronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie den Weg für eine Zeitdauer öffnet, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß sich die nächste Wiederholung über die vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstrecken würde.
23. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie die Bestimmung im Hinblick auf die nächste Wiederholung auf der Grundlage davon vornimmt, wie lang es dauerte, um einen vorher­ gehenden Zyklus abzuschließen von:
Schließen des Weges,
Öffnen des Weges und
Offenhalten des Weges über eine Zeit, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
24. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der die elek­ tronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen, und
einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der induktiven Energiespeichervorrichtung für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, die vorbestimmte Energie­ menge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung an­ spricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentla­ dung der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite hindurch zu bewirken.
25. Verfahren zur Bereitstellung einer Mehrfachzündung für einen Ver­ brennungsmotor, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt, daß:
in Ansprechen auf ein Zeitgebungssignal eine induktive Energie­ speichervorrichtung geladen wird, indem ein elektrischer Strom durch eine Primärseite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist,
ein Teil der vorbestimmten Energiemenge durch eine Sekundär­ seite der induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entladen wird, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der in­ duktiven Energiespeichervorrichtung geöffnet wird,
der Weg wiederholt geschlossen und wieder geöffnet wird, um die induktive Energiespeichervorrichtung wiederaufzuladen bzw. teil­ weise zu entladen, wobei das Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge ausgelöst wird, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist, und
der Schritt des wiederholten Schließens und Wiederöffnens auf der Grundlage des Zeitgebungssignals und ohne andere, den Kur­ belwinkel anzeigende Signale zu erfordern beendet wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wiederöffnen des Weges bei Abwesenheit des Zeitgebungssignals ausgeschlossen wird.
27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Wiederöffnen des Weges dadurch ausgelöst wird, daß der Strom, der durch den Weg hindurchfließt, auf eine vorbestimmte Schwelle ansteigt, bei der die induktive Energie, die in der induktiven Ener­ giespeichervorrichtung gespeichert ist, der vorbestimmten Energie­ menge entspricht.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das wiederholte Schließen und Wiederöffnen des Weges in Anspre­ chen auf das Verstreichen einer vorbestimmten Zeitdauer nach Be­ ginn des Ladeschrittes beginnt.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Schwelle ein Stromwert zwischen 5 und 15 Am­ pere ist, und daß die vorbestimmte Zeitdauer zwischen ungefähr 0,15 und 0,2 Millisekunden liegt.
30. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Entladezeit, während der der Weg offen ist, auf nicht mehr als die Hälfte der Zeit begrenzt wird, die es dauern würde, damit die vorbestimmte Energiemenge vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, mit der Ausnahme, wenn der Weg für eine letzte Wiederholung bei einer Sollfunkendauer geöffnet ist,
wenn der Weg für die letzte Wiederholung bei der Sollfunkendau­ er geöffnet ist, der Weg lang genug offen gehalten wird, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, und
die Sollfunkendauer einer Zeit entspricht, während der es er­ wünscht ist, daß ein Funken vorhanden ist.
31. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladeschritt in Ansprechen auf einen ersten Übergang in dem Zeitgebungssignal beginnt,
wobei der Entladeschritt von einem zweiten Übergang in dem Zeitgebungssignal ausgelöst wird, der anzeigt, daß das Laden für ei­ ne Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, um die vorbestimmte Energiemenge zu erreichen,
wobei der Schritt des wiederholten Schließens und Wiederöffnens des Weges von einem dritten Übergang in dem Zeitgebungssignal . ausgelöst wird, und
wobei der Schritt des wiederholten Schließens und Öffnens des Weges in Ansprechen auf einen vierten Übergang in dem Zeitge­ bungssignal beendet wird, indem die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch ent­ laden wird.
32. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ladeschritt von einem ersten Übergang in dem Zeitgebungs­ signal ausgelöst wird, und daß
es den Schritt umfaßt, daß der Weg in Ansprechen auf einen zweiten Übergang in dem Zeitgebungs­ signal zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem Zeitgebungssignal offen gehalten wird, um den Schritt des wieder­ holten Schließens und Wiederöffnens des Weges zu beenden, indem zugelassen wird, daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentli­ chen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
33. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß das wiederholte Schließen und Wiederöffnen des Weges den Schritt umfaßt,
daß vor jeder Wiederholung des Schließens und Wiederöff­ nens bestimmt wird, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie aus­ geführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbe­ stimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Se­ kundärseite hindurch zu entladen, erfordern würde, daß sich die nächste Wiederholung über eine vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstreckt, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der Zündkerze vorhanden ist,
und daß es den Schritt umfaßt, daß der Weg für eine Zeitdauer geöffnet wird, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energie­ menge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hin­ durch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß sich die nächste Wiederholung über die vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus er­ strecken würde.
34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß der Bestimmungsschritt auf der Grundlage davon durchgeführt wird, wie lang es dauerte, einen vorhergehenden Zyklus abzuschlie­ ßen von:
Schließen des Weges und
Offenhalten des Weges über eine Zeit, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
35. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß es ferner den Schritt eines aufeinanderfolgenden Anwendens der Schritte des Ladens, Entladens und wiederholten Schließens und Wiederöffnens auf unterschiedliche induktive Energiespeichervor­ richtungen des Verbrennungsmotors einer vorbestimmten Zünd­ reihenfolge des Verbrennungsmotors folgend umfaßt.
36. Bei einem Verbrennungsmotor mit einer Zeitgebungssteuereinheit, mehreren Brennkammern und zumindest einer Zündkerze in jeder Brennkammer umfaßt ein an jede Zündkerze angeschlossenes und auch an die Zeitgebungssteuereinheit angeschlossenes Mehrfachla­ dezündsystem:
eine induktive Energiespeichervorrichtung für jede Brennkam­ mer, wobei jede induktive Energiespeichervorrichtung induktiv an­ einander gekoppelte Primär- und Sekundärseiten aufweist, und
eine elektronische Zündschaltung für jede Brennkammer,
wobei jede elektronische Zündschaltung mit einer jeweiligen Primärseite einer jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung verbunden und derart ausgebildet ist, daß sie von der Zeitgebungssteuereinheit ein jeweiliges Zeitgebungssignal empfängt, das anzeigt, wann ein Zünden einer jeweiligen Zündkerze beginnen soll,
wobei jede elek­ tronische Zündschaltung auf das jeweilige Zeitgebungssignal an­ spricht, indem ihre jeweilige induktive Energiespeichervorrichtung dadurch geladen wird, daß ein elektrischer Strom durch ihre Pri­ märseite hindurch fließen gelassen wird, bis eine vorbestimmte Energiemenge in dieser gespeichert ist,
wobei jede elektronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie einen Teil der vorbestimmten Energiemenge durch die Sekundärseite ihrer jeweili­ gen induktiven Energiespeichervorrichtung hindurch entlädt, indem ein Weg des elektrischen Stromes durch die Primärseite hindurch bei Erreichen der vorbestimmten Energiemenge in der jeweiligen in­ duktiven Energiespeichervorrichtung geöffnet wird,
wobei jede elek­ tronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie wie­ derholt den Weg schließt und den Weg wieder öffnet, um ihre jewei­ lige induktive Energiespeichervorrichtung wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen,
wobei jede elektronische Zündschaltung fer­ ner derart eingerichtet ist, daß sie ein Wiederöffnen des Weges auf der Grundlage der Energiemenge auslöst, die in der induktiven Energiespeichervorrichtung gespeichert ist,
wobei jede Zündschal­ tung ferner derart ausgebildet ist, daß sie die Abfolge des Wieder­ aufladens und teilweisen Entladens der induktiven Energiespeicher­ vorrichtung auf der Grundlage des jeweiligen Zeitgebungssignals und ohne andere den Kurbelwinkel anzeigende Signale zu erfordern beendet.
37. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie auf einen Anschlußabschnitt des jeweiligen Zeitgebungssignals an­ spricht, indem sie ein Wiederöffnen des Weges bei Abwesenheit des jeweiligen Zeitgebungssignals ausschließt.
38. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung ferner einen Schalter umfaßt, der mit dem Weg verbunden und derart ausgebildet ist, daß er den Weg selektiv öffnet, wenn der Strom, der durch den Weg hindurchfließt, auf eine vorbestimmte Schwelle ansteigt, bei der die induktive Ener­ gie, die in der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung ge­ speichert ist, der vorbestimmten Energiemenge entspricht.
39. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung ferner eine Zeitgebungsschal­ tung umfaßt, die derart ausgebildet ist, daß sie ein Zeitablaufsignal liefert, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Öffnen des Schalters verstrichen ist, wobei der Schalter ferner auf das Zeitab­ laufsignal anspricht und derart ausgebildet ist, daß er den Weg bei Empfang des Zeitablaufsignals schließt, um ein Wiederaufladen der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung zu bewirken.
40. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Schwelle ein Stromwert zwischen 5 und 15 Am­ pere ist, und daß die vorbestimmte Zeitdauer zwischen ungefähr 0,15 und 0,2 Millisekunden liegt.
41. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schalter derart eingerichtet ist, daß er das Schließen des We­ ges ausschließt, wenn ein Aspekt des jeweiligen Zeitgebungssignals abwesend ist.
42. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie ei­ ne Entladezeit, während der der Weg offen ist, auf nicht mehr als die Hälfte der Zeit begrenzt, die es dauern würde, damit die vorbe­ stimmte Energiemenge vollständig durch die Sekundärseite hin­ durch entladen wird, mit der Ausnahme, wenn der Weg für eine letzte Wiederholung bei einer Sollfunkendauer geöffnet ist, in wel­ chem Fall jede elektronische Zündschaltung den Weg lang genug offen hält, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wobei die Sollfunkendauer einer Zeit entspricht, während der es er­ wünscht ist, daß ein Funken an der jeweiligen Zündkerze vorhan­ den ist.
43. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen,
einen zweiten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der jeweiligen induktiven Energiespeicher­ vorrichtung für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, um die vorbestimmte Energiemenge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung anspricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentladung der vorbestimmten Energiemenge zu bewirken,
einen dritten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges zu beginnen, um die je­ weilige induktive Energiespeichervorrichtung durch ihre Sekundär­ seite hindurch jeweils wiederaufzuladen bzw. teilweise zu entladen, und
einen vierten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, die Wiederholungen zu beenden, indem die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
44. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, das Laden der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen, und
einen zweiten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, den Weg zumindest bis zu einem anschließenden Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungs­ signal offen zu halten, wodurch die Wiederholungen des Schließens und Wiederöffnens des Weges beendet werden und zugelassen wird,
daß die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, und
daß jede elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie das Laden der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung in Ansprechen auf den ersten Übergang beginnt, und
ferner derart ausgebildet ist, daß sie den Weg in Ansprechen auf den zweiten Übergang offen hält, zumindest bis ein anschließender Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal an die elektronische Zündschal­ tung angelegt wird.
45. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß
jede elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie vor jeder Wiederholung des Schließens und Wiederöffnens bestimmt, ob eine nächste Wiederholung, wenn sie ausgeführt wird, so daß das Wiederöffnen lang genug ist, um die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch zu ent­ laden, erfordern würde, daß sich die nächste Wiederholung über ei­ ne vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstreckt, während der es erwünscht ist, daß ein Funken an der jeweiligen Zündkerze vorhan­ den ist,
daß die elektronische Zündschaltung ferner derart ausgebildet ist, daß sie den Weg für eine Zeitdauer öffnet, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird, wenn bestimmt wird, daß sich die nächste Wiederholung über die vorbestimmte Sollfunkendauer hinaus erstrecken würde.
46. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung derart ausgebildet ist, daß sie die Bestimmung hinsichtlich der nächsten Wiederholung auf der Grundlage davon vornimmt, wie lang es dauerte, um einen vorher­ gehenden Zyklus abzuschließen von:
Schließen des Weges,
Öffnen des Weges und
Offenhalten des Weges über eine Zeit, die lang genug ist, damit die vorbestimmte Energiemenge im wesentlichen vollständig durch die Sekundärseite hindurch entladen wird.
47. Mehrfachladezündsystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß jede elektronische Zündschaltung anspricht auf:
einen ersten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der die elektronische Zündschaltung anweist, das anfängliche Laden der jeweiligen induktiven Energiespeichervorrichtung zu beginnen, und
einen zweiten Übergang in dem jeweiligen Zeitgebungssignal, der anzeigt, daß das Laden der jeweiligen induktiven Energiespeicher­ vorrichtung für eine Zeitdauer fortgefahren ist, die ausreicht, um die vorbestimmte Energiemenge zu erreichen, auf die die elektronische Zündschaltung anspricht, indem der Weg geschlossen wird, um eine erste Teilentladung der vorbestimmten Energiemenge durch die Se­ kundärseite hindurch zu bewirken.
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