DE10023644A1 - Verbesserter türgekühlter Kessel - Google Patents
Verbesserter türgekühlter KesselInfo
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Abstract
Ein verbesserter Warmwasser- oder Dampfkessel enthält eine Tür (13) mit einem Wasserraum, um die Kühlung des Kessels (1) zu unterstützen. Wasser fließt vom Kessel (1) in die Tür (13) durch die Bodenrohre (7) und (11) auf dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße. Wasser oder Dampf verlässt die Tür (13) durch ein oben angebrachtes Rohr (18) und kehrt in den Kessel (1) durch das Rohr (20) zurück. In einem Heißwasserkessel sichert eine Umwälzpumpe (26) im oberen Rohr (20) den Wasserfluss durch die Tür (13).
Description
Die Erfindung betrifft einen Kessel mit einem wassergekühl
ten Brennraum, mit einer ebenfalls wassergekühlten Tür, in
der sich eine Öffnung für einen Öl- oder Gasgebläsebrenner
befindet.
Ein Heizkessel mit diesen Merkmalen ist in der
DE 40 16 880 Al beschrieben. Dort wird der gesamte Brennraum
gekühlt, nämlich sowohl die Ringwandung, die den Brennraum
zylindrisch umgibt, wie auch die vordere Tür und die hin
tere Stirnwand.
Die DE-AS 15 79 940 beschreibt einen Warmwasserheizkessel
mit einem wasserumspülten Brennraum. Außerdem ist am Tür
ende des Brennraumes ein hohler Rotationskörper vorgesehen,
dessen Durchmesser zur Brennkammertür hin zunimmt. Dadurch
soll eine diffusorartige Ausbildung der Kühlvorrichtung
erreicht werden mit dem Vorteil, eine laminare Strömung der
Heizgase zu erzielen, wodurch die Geräuschentwicklung ver
ringert werden soll. Auch sollen die Heizflächen des Kes
sels gleichmäßiger mit den Brenngasen beaufschlagt werden,
wodurch der Wirkungsgrad des Heizkessels erhöht werden
soll.
DE-U-19 11 608 beschreibt einen Dampfkessel, dessen eine
Stirnwand einen doppelkonisch ausgebildeten Einsatz hat,
dessen doppelt ausgebildete Wandung von Kesselwasser durch
strömt wird. Der Querschnitt des Einsatzes verjüngt sich
also zum Inneren des Kessels. Mit dieser Querschnittsprofi
lierung kann man aber mit Öl- oder Gasgebläsebrennern keine
Brennflamme erzeugen. Diese Konstruktion findet daher in
der Praxis bei Öl- oder Gasfeuerungen keine Anwendung.
US-Patent 6,611,299 zeigt eine wassergekühlte Kesseltür,
wobei das Wasser über den Oberteil der Tür hinein und her
aus gepumpt wird. Solch eine Ausführung entspricht nicht
dem Dampfkessel, weil kein Dampfausgang gegeben ist.
US-Patent 5,168,818 zeigt eine gekühlte Kesseltür, wobei
die kühlende Flüssigkeit von unten in die Tür eintritt und
oben austritt. Die Tür ist als hintere wassergekühlte Um
lenkungskammer für Rauchgas in einem Kessel mit einer unge
kühlten Hinterwand ausgeführt und kann keinen Brenner auf
nehmen. Darüber hinaus ist die Halbkugelform, welche für
eine effektive Funktion der Tür erforderlich ist, für eine
wesentlich größere Länge und Breite des Kessels verantwort
lich, was in den meisten Fällen unerwünscht ist.
Aufgabe der Erfindung ist eine einfache Ausführung eines
Kessels mit wassergekühlter Tür, anwendbar für Rauchrohr-
und Wasserrohr-Dampf- und Heißwasserkessel, wie zuvor be
schrieben.
In Übereinstimmung mit der Erfindung bringen ge
eignete Rohrsätze über und unter dem Kesselgehäuse Wasser
von Kesselkörper zur Tür und leiten den Dampf, welcher in
der Tür entstanden ist, ab. Das Wasser tritt ein und ver
lässt die Tür nach dem Prinzip der verbundenen (kommunizie
renden) Gefäße, auf diese Weise die Konstruktion vereinfa
chend. Anbringung des Brenners an der Tür ist vorgesehen und
eine Abtrennung verhindert, dass das heiße Rauchgas mit dem
Teil der Tür, welcher auf der anderen Seite kein Wasser ent
hält, in Kontakt kommt. Die Türkühlung vergrößert die Kühl
zone im Brennraum des Kessels und reduziert die Außentempe
ratur der Tür. Dies trägt zur verstärkten Wärmeübertragung
und verringerten Wärmeverlusten bei und damit zu einem er
höhten Wirkungsgrad des Kessels. Instandhaltung- und Servi
cekosten werden reduziert, da kein feuerfestes Material für
die Tür benötigt wird.
Fig. 1 ist die Seitenansicht eines Rauchrohr-Dampfkessels
mit gekühlter Tür, eingehüllt in einen wärmeisolierenden
Mantel.
Fig. 2 ist die Vorderansicht einer gekühlten Kesseltür, wo
bei der Isoliermantel entfernt worden ist.
Fig. 3 ist die Seitenansicht der Tür der Fig. 2.
Der Kessel gemäß Fig. 1 ist sowohl für gasförmige als auch
flüssige Brennstoffe geeignet. Kessel 1 steht auf Füßen 4.
Wasserlinie 23 ist auf dem gleichem Niveau im Kessel 1 und
in der Wasserkammer in der Tür 13. Dampf wird im Raum über
der Wasserlinie 23 in der Tür 13 und im Kessel 1 gebildet.
Sowohl die Tür 13 als auch der Kessel 1 sind von einem wär
meisolierendem Mantel 25 umgeben. Die Flamme im Kessel 1
wird durch Öffnung 15 in der Tür 13 beobachtet, der Brenner
ist auf der Montageplatte 14 an der Tür 13 angebracht. Was
serstandanzeiger 16 sind am Kessel 1 und an der Tür 13 ange
ordnet.
Das Rauchgas verlässt den Kessel 1 durch einen Auslass 2 am
Ende des Kessels 1. Im Kessel 1, benachbart zur Tür 13, wird
das Rauchgas in ein Rohrsystem (nicht gezeigt) geleitet, so
wie üblich bei Flammrohrkesseln, zur Weiterleitung an Aus
lass 2. Die quer angebrachte Trennplatte 24, aus hitzebe
ständigem Material gefertigt, verhindert, dass das heiße
Rauchgas in den Raum oberhalb der Wasserlinie 23 eintritt,
so dass das Rauchgas immer in einem Raum ist, welcher durch
Kesselwasser oder Wasser in der Tür 13 gekühlt ist. Wenn zu
gelassen wird, dass das heiße Rauchgas entlang der Innenwand
der Tür 13 über der Wasserlinie 23 fließt, könnte die Tür 13
wegen der verschiedenen Ausdehnungsraten des Türmaterials
beschädigt werden, weil der Dampf im Türraum über der Was
serlinie 23 die Wärme nicht so gut ableiten kann wie Wasser.
Ein Teil des Kesselwassers fließt vom Boden des Kessels 1 in
die Tür 13 durch Bodenrohre 6 und 9, Längsrohr 7, Anschluss
rohr 11 und Rohr 12. Der Fluss erfolgt nach dem Prinzip der
verbundenen Gefäße. Längsrohr 7 transportiert Wasser von
verschiedenen Stellen am Boden des Kessels 1 und kann zu
sätzlich Ablagerungen, welche durch die Bodenrohre 6, 9 und
12 des Kessels 1 und der Tür 13 kommen, sammeln.
Das Wasser in der Tür 13 wird durch Wärme in Dampf umgewan
delt oberhalb der Wasserlinie 23 und verlässt die Tür 13
durch Rohre 18 und 20, um so in den Kessel 1 zurückzukommen.
Wie bekannt kann durch die richtige Auswahl der Rohre hin
sichtlich Durchfluss und Druck verhindert werden, dass es im
Betrieb zu Pfeifgeräuschen kommt. Der am Rohr 20 angebrachte
Verteiler 21 führt den Dampf so, dass er oberhalb der Was
serlinie 23 bleibt. Dies schützt den Dampf aus der Tür 13
vor dem Nasswerden und verhilft ihm, gemeinsam mit dem Kes
seldampf über dem Auslass 22 auszutreten.
Durch die Flansche 10 und 19 in den Rohren ist es möglich,
die Tür 13 zu öffnen, womit es ermöglicht ist, den Türraum
zu reinigen und zu entleeren. Der Flansch 5 am Rohr 7 ermög
licht die Entfernung von Ablagerungen, welche durch die
Rohre 6, 9 und 12 unter dem Kessel 1 und der Tür angesammelt
worden sind. Verbindungen 3 und 8 auf der Unterseite des
Kessels 1 ermöglichen die Entleerung der Ablagerungen von
Rohr 7, Tür 13 und Kessel 1. Mit den Rohren 17 werden Fest
stoffe von der Wasseroberfläche kontinuierlich während des
Betriebes entfernt. Die Türkühlung arbeitet im Sinne der Er
findung ebenso bei einem Heißwasserkessel, wobei das gesamte
System mit Wasser gefüllt ist, sodass es keinen Dampfraum im
Kessel 1 und in der Tür 13 gibt. Trennplatte 24 ist damit
nicht nötig. Die Pumpe 26 ist am Türauslassrohr 20 ange
schlossen, damit das Wasser durch die Tür 13 und zurück in
den Kessel 1 fließt. Das Ventil 27 ermöglicht in dieser Dar
stellung das Öffnen der Tür 13, ohne das gesamte Kesselwas
ser abzuziehen.
Mittels der Türkühlung im Sinne der vorliegenden Erfindung
wird die Kühlzone im Kessel 1 vergrößert, ohne die Kesseldi
mensionen zu verändern. Darüber hinaus werden Wärmeverluste
in die Umgebung durch die Tür 13 verringert, da die Türau
ßentemperatur durch die Kesselwassertemperatur und den Dampf
begrenzt ist. Durch die Türkühlung wird der Einsatz von feu
erfestem Material vermieden. Aus diesem Grund ist der Kessel
1 wirkungsvoller und einfacher zu warten.
Viele Änderungen und Modifikationen der hiermit offenbarten
Struktur bieten sich im Sinne einer modernen Bauweise an. Es
sollte jedoch verstanden sein, dass die vorliegende Offenba
rung sich auf eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
nur zu deren besserem Verständnis dient und keine Beschrän
kung der Erfindung darstellen soll. Alle solche Modifikatio
nen, welche nicht vom Geist der Erfindung abweichen, sollen
in dem Umfang der Patentansprüche eingeschlossen sein.
Claims (10)
1. Ein verbesserter Öl- oder gasbefeuerter Dampfkessel,
bestehend aus:
einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels, einer Tür (13) mit i) einem Wasserraum an dem Außenmantel, die gleichzeitig die Frontplatte des Feuerungsraumes bildet, wenn geschlossen, wobei der Wasserraum eine Wasserlinie (23) aufweist, über der ein Dampfraum angeordnet ist; und mit ii) einer Brenner-Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in dem Dampfkessel, um Heißgas zu erzeugen; einer hitzebeständigen Abtrennung (24) im Feuerungsraum oberhalb des Brenners, die unterhalb der Wasserlinie (23) in der Tür (13) angebracht ist, um auf diese Weise zu verhindern, dass Heißgas an einem Teil der Tür (13) vorbeifließt, welcher kein Wasser enthält; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über zumindest ein Rohr (7) eintritt, welches ein Bodenteil des Dampfkessels mit einem Teil der Tür (13) verbindet; wobei der Kessel (1) zumindest ein Rohr (18) und (20) aufweist, welches ein Oberteil der Tür (13) mit einem Oberteil des Kessels (1)verbindet.
einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels, einer Tür (13) mit i) einem Wasserraum an dem Außenmantel, die gleichzeitig die Frontplatte des Feuerungsraumes bildet, wenn geschlossen, wobei der Wasserraum eine Wasserlinie (23) aufweist, über der ein Dampfraum angeordnet ist; und mit ii) einer Brenner-Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in dem Dampfkessel, um Heißgas zu erzeugen; einer hitzebeständigen Abtrennung (24) im Feuerungsraum oberhalb des Brenners, die unterhalb der Wasserlinie (23) in der Tür (13) angebracht ist, um auf diese Weise zu verhindern, dass Heißgas an einem Teil der Tür (13) vorbeifließt, welcher kein Wasser enthält; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über zumindest ein Rohr (7) eintritt, welches ein Bodenteil des Dampfkessels mit einem Teil der Tür (13) verbindet; wobei der Kessel (1) zumindest ein Rohr (18) und (20) aufweist, welches ein Oberteil der Tür (13) mit einem Oberteil des Kessels (1)verbindet.
2. Kessel nach Anspruch 1, der weiterhin einen
Verteiler (21) aufweist, der an dem Rohr (20) auf dem
Oberteil des Kessels (1) angebracht ist, um jeglichen
Dampf, welcher durch die Erhitzung des Türwassers
entsteht, in eine Zone oberhalb des Wassers im Kessel
(1) zu lenken.
3. Kessel nach Anspruch 1, mit Flanschen (10) und (19)
zwischen den Rohren (7) und (11) und Rohren (18) und
(20), welche die Tür (13) mit dem Kessel (1) verbindet,
um damit die Tür (13) öffenbar zu machen.
4. Kessel nach Anspruch 1, mit weiterhin einem Ventil (27)
in den Rohren (7) und (11), welche den Unterteil des
Kessels (1) mit dem Unterteil der Tür (13) verbinden.
5. Kessel nach Anspruch 1, mit weiterhin einem Längsrohr
(7), welches unterhalb des äußeren Kesselmantels mit
einer Reihe von Bodenrohren (6) und (9) verbunden ist,
auf diese Weise ermöglichend, dass Kesselwasser vom
Kesselboden zum Längsrohr (7) und zu einem
Verbindungsrohr (11) zur wassergekühlten Tür (13)
fließt.
6. Kessel nach Anspruch 5, mit weiterhin einem Flansch (5)
am Ende des Längsrohres (7), um das Entleeren und
Reinigen des Rohres (7) zu ermöglichen.
7. Ein verbesserter Öl- und gasbefeuerter Heißwasserkessel
bestehend aus:
einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels; einer Tür (13) mit einem Wasserraum, welche, wenn geschlossen, die Frontseite des Feuerungsraumes bildet; wobei die Tür (13) eine Brenner- Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in den Dampfkessel aufweist; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über wenigstens ein Rohr (6), (9) eintritt, welches ein Bodenteil des Kessels über ein Längsrohr (7), welches unterhalb des Kessels (1) angebracht ist, mit einem Bodenteil der Tür (13) verbindet; wobei der Heißwasserkessel zumindest ein Rohr (20) aufweist, welches ein Türoberteil mit einem Kesseloberteil verbindet; und einer Umwälzpumpe (26), die in einem Rohr (20) angeordnet ist, welches das Türoberteil mit dem Kesseloberteil verbindet.
einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels; einer Tür (13) mit einem Wasserraum, welche, wenn geschlossen, die Frontseite des Feuerungsraumes bildet; wobei die Tür (13) eine Brenner- Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in den Dampfkessel aufweist; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über wenigstens ein Rohr (6), (9) eintritt, welches ein Bodenteil des Kessels über ein Längsrohr (7), welches unterhalb des Kessels (1) angebracht ist, mit einem Bodenteil der Tür (13) verbindet; wobei der Heißwasserkessel zumindest ein Rohr (20) aufweist, welches ein Türoberteil mit einem Kesseloberteil verbindet; und einer Umwälzpumpe (26), die in einem Rohr (20) angeordnet ist, welches das Türoberteil mit dem Kesseloberteil verbindet.
8. Kessel nach Anspruch 7, mit Flanschen (10) und (19)
zwischen den Rohren (7) und (11) und Rohren (18) und
(20), welche die Tür (13) mit dem Kessel (1) verbinden,
um die Tür (13) öffnen zu können.
9. Kessel nach Anspruch 1 und 7, mit weiterhin einem Ventil
(27) zwischen den Rohren (7) und (11), welches den
Kesselboden mit dem Türboden verbindet, um die Tür (13)
öffnen zu können, ohne den gesamten Kessel (1) entleeren
zu müssen.
10. Kessel nach Anspruch 7 mit, weiterhin einem Flansch (5)
am Ende des Längsrohres (7), um das Rohr (7) entleeren
und reinigen zu können.
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