DE10022284A1 - Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine - Google Patents
Maschine, insbesondere (Zigaretten-)VerpackungsmaschineInfo
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Abstract
Zum genauen Ausrichten von bewegbaren Organen, Getrieben, Maschinenelementen etc. innerhalb einer Maschine wird so vorgegangen, dass an vorberechneten Positionen Bohrungen angebracht und mit Hilfe von Verbindungsmitteln bewegbare Organe oder Maschinenelemente in der berechneten Relativstellung mechanisch fixiert werden. Wenn alle Organe auf diese Weise positionsgerecht festgesetzt sind, können alle Verbindungsmittel gelöst bzw. beseitigt werden. Die Maschine ist nun insgesamt auf eine vorberechnete Stellung der Organe eingerichtet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine, insbesondere eine (Ziga
retten-)Verpackungsmaschine, mit bewegbaren Aggregaten und Or
ganen, wie Getrieben, Förderern, Faltrevolvern, Speichern etc.,
die in abgestimmter Weise bewegbar sind.
Bei komplexen, leistungsfähigen Fertigungs- oder Verpackungsma
schinen besteht ein besonderes Problem darin, die Vielzahl der
zu bewegenden Organe so aufeinander abzustimmen, dass ein feh
lerfreier, leistungsfähiger Herstellungs- oder Verpackungspro
zess durchführbar ist. Bei Verpackungsmaschinen sind insbeson
dere Förderer, Schieber, Faltrevolver, Speicher (für Zigaret
ten, Verpackungsmaterial und teilweise fertiggestellte Packun
gen) hinsichtlich der Relativstellung exakt aufeinander abzu
stimmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, (Verpackungs-)Maschi
nen, Maschinenteile, Aggregate etc. so auszubilden, dass eine
erleichterte, gleichwohl zuverlässige Einstellung von Organen
und Aggregaten zur abgestimmten Bewegung bzw. Betriebsweise
möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Maschine
bzw. Verpackungsmaschine durch folgende Merkmale gekennzeich
net:
- a) hinsichtlich der Bewegung aufeinander abgestimmte, insbe sondere benachbarte Getriebe, Organe, Aggregate oder Ma schinenelemente sind für die Montage oder für die Demon tage durch mechanische Halte- oder Verbindungsmittel in einer vorgegebenen Relativstellung zueinander fixierbar,
- b) nach der Montage, insbesondere vor der Inbetriebnahme, sind die Verbindungsmittel entfernbar bzw. lösbar.
Insbesondere werden erfindungsgemäß drehbare Organe oder Ma
schinenelemente in einer vorberechneten, exakten Relativstel
lung zu feststehenden, nicht bewegbaren Teilen der Maschine ge
bracht und in dieser Stellung fixiert. Hierzu werden Verbin
dungsmittel angebracht, vorzugsweise Steckorgane, zum Beispiel
Stifte, die in fluchtende Bohrungen einsetzbar sind. Alternativ
können kraftschlüssige Verbindungen, zum Beispiel Klemmverbin
dungen, die Fixierung bewirken.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise so durchge
führt, dass Maschineneinheiten, zum Beispiel Getriebe, Aggre
gate etc., separat, also außerhalb des Verbunds mit der Ma
schine, hinsichtlich der bewegbaren Organe und Maschinenele
mente justiert, fixiert und das so komplett ausgerichtete
Aggregat, Getriebe etc. in die Maschine eingesetzt wird. Nach
der Justierung und Montage aller Maschineneinheiten werden die
Verriegelungsorgane gelöst bzw. beseitigt. Damit ist dann die
komplette Maschine auf eine einheitliche Relativstellung der
Organe und Maschinenelemente justiert.
Eine weitere Besonderheit der Erfindung besteht darin, die Ma
schine in getrieblich voneinander abkoppelbare Maschinenab
schnitte bzw. Maschineneinheiten zu unterteilen. Die Kupplungen
befinden sich im Bereich von Haupt- und Nebenwellen, die ihrer
seits in Wellenabschnitte unterteilt sind. Die Justierung wird
dabei abschnittsweise durchgeführt, nämlich in funktioneller
Reihenfolge der durch die Wellenabschnitte vorgegebenen Maschi
nenabschnitte. Ist ein Abschnitt hinsichtlich der Relativstellungen
der Organe und Maschinenelemente justiert, wird eine
Wellenkupplung angezogen.
Ein weiteres, besonderes Thema ist eine verbesserte Schmierung
von bewegbaren, insbesondere drehbaren Organen und Aggregaten
der (Verpackungs-)Maschine. Erfindungsgemäß ist die Zuführung
eines fließfähigen Schmiermittels, insbesondere von Öl, so ge
löst, dass oberhalb des zu versorgenden Aggregats oder Organs
ein Ölverteiler angeordnet ist, dem Öl über eine Zuführungslei
tung zuführbar und von dem Öl über Verteileröffnung ständig
oder portionsweise durch Eigengewicht, insbesondere durch Trop
fen, den zu versorgenden Bereichen zuführbar ist.
Bei dieser Schmiermittelversorgung entfallen die zu jedem Organ
bzw. Aggregat führenden individuellen Ölleitungen.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung betreffen die
Ausbildung der Aggregate und Organe zur Schaffung von fixierba
ren Relativstellungen sowie Mittel für die Zuführung und Ver
teilung von Öl.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Ausschnitt einer Verpackungsmaschine für Ziga
retten, nämlich im Wesentlichen ein Einschubaggre
gat, in Seitenansicht bzw. im Vertikalschnitt,
Fig. 2 eine Einzelheit eines Getriebegehäuses der Fig. 1 in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt zu der Einzelheit gemäß Fig.
2 in der Schnittebene III-III,
Fig. 4 die Einzelheit gemäß Fig. 1 in Draufsicht bzw. im
Horizontalschnitt in der Schnittebene IV-IV der Fig.
1,
Fig. 5 einen Teilbereich der Einzelheit gemäß Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht bzw. ein Vertikalschnitt des
Aggregats gemäß Fig. 1, Fig. 4 und Fig. 5 in der
(vertikalen) Schnittebene VI-VI der Fig. 4,
Fig. 7 eine weitere Einzelheit der Maschine, nämlich einen
Resolver mit einstellbarer Skala in Ansicht,
Fig. 8 eine Verpackungsmaschine in vereinfachter Draufsicht
mit Einrichtungen zur abschnittweisen Justierung.
Die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele be
ziehen sich auf eine Verpackungsmaschine für die Herstellung
von Zigarettenpackungen des Typs Klappschachtel. Fig. 1 zeigt
einen Ausschnitt eines Faltrevolvers 10, der beispielsweise
nach Maßgabe von US 4 084 393 - jedoch doppelbahnig - ausgebil
det ist. Der tellerförmige, um eine vertikale Achse drehende
Faltrevolver 10 weist zwei unmittelbar nebeneinanderliegende
Taschen 11 auf, in die der Packungsinhalt eingeführt wird, näm
lich jeweils ein Zigarettenblock 12. Innerhalb der Taschen 11
befindet sich bereits ein teilweise gefalteter Zuschnitt 13 zur
Umhüllung des Packungsinhalts, nämlich eines Zigarettenblocks
12.
Die Zigarettenblöcke 12 werden auf einer Förderbahn 14 nachein
ander in Radialrichtung zum Faltrevolver 10 transportiert. Ein
Endlosförderer, nämlich ein Blockförderer 15, besteht aus
(zwei) endlosen Gurten 16, insbesondere Zahnriemen. An diesen
sind Mitnehmer 17 für jeweils einen Zigarettenblock 12 ange
bracht, also hier zwei durch eine Traverse 18 miteinander ver
bundene Mitnehmer 17. Jeder Gurt 16 ist über eine Umlenkrolle
19 geführt. Die beiden nebeneinanderliegenden Umlenkrollen
sitzen auf einer gemeinsamen Welle 20. Im Übrigen ist der
Blockförderer 15 zweckmäßigerweise nach Maßgabe von
DE 199 44 780 ausgebildet.
Die von dem (Block-)Förderer 15 zugeführten Gegenstände, näm
lich Zigarettenblöcke 12, werden auf der plattenförmigen För
derbahn 14 mit Abstand vom Faltrevolver 10 positioniert. Die
Übergabe der Zigarettenblöcke 12 an den Faltrevolver 10 bzw.
der Einschub in die Taschen 11 wird durch einen Einschieber 21
bewirkt. Dieser transportiert den jeweiligen Zigarettenblock 12
entlang der Förderbahn 14 bis zur Endstellung in der jeweiligen
Tasche 11 (gestrichelte Position in Fig. 1). Danach kehrt der
Einschieber 21 in die Ausgangsstellung (Fig. 1, rechts) zurück.
Der Einschieber 21 ist durch ein besonderes Getriebe 22
(EP 0 994 029) bewegbar. Das (Zykloiden-)Getriebe 22 weist ein
im Wesentlichen zylindrisches Getriebegehäuse 23 auf. Innerhalb
dieses feststehenden, äußeren Getriebegehäuses 23 ist ein dreh
bares Teil gelagert, nämlich ein Drehteil 24. Mit diesem ist
ein Kurbelstück 25 verbunden, an dem in achsparalleler Richtung
ein Dreharm 26 für die Betätigung der (zwei) Einschieber 21 be
festigt ist. Durch Drehung des Drehteils 24 und zusätzlicher,
überlagerter Bewegung des Kurbelstücks 25 wird die komplexe Be
wegungsbahn der Mitnehmer bzw. der Einschieber 21 bewirkt.
Der Blockförderer 15 und das Getriebe 22 sind bei dem vorlie
genden Ausführungsbeispiel an einen gemeinsamen Antrieb ange
schlossen, nämlich an eine Hauptwelle 27 bzw. Maschinenwelle.
Mit dieser sind innerhalb der Maschine weitere Getriebe, Förde
rer und sonstigen bewegbaren Organe verbunden.
Die Hauptwelle 27 ist über ein Winkelgetriebe 28 mit einem An
triebsrad bzw. einem Zahnrad verbunden, nämlich einem Hauptrad
29. Dieses sitzt auf einer quer zur Hauptwelle 27 gerichteten
Getriebewelle 30. Das freie, vom Hauptrad 29 abliegende Ende
dieser Getriebewelle 30 ist über eine Kupplung 31 mit der Welle
20 für den Antrieb des Blockförderers 15 verbunden. Die Kupp
lung 31 besteht hier aus zwei Kupplungsscheiben 32, 33, die
durch Bolzen 34 zur Übertragung des Drehmoments miteinander
verbunden sind.
An das Hauptrad 29 schließt auch der Antrieb für den Einschie
ber 21, also für dessen Getriebe 22 an. Über ein Zwischenrad 35
ist das Hauptrad 29 mit einem Getri eberad 36 des Getri ebes 22
verbunden. Das Getrieberad 36 wiederum sitzt auf einer Getrie
bewelle 37, und zwar lösbar über eine Kupplung, nämlich Klemm
kupplung 38.
Mit dem Getrieberad 36 ist weiterhin ein Antrieb für eine
Scheibenwelle 39 verbunden, auf der eine Mehrzahl von Kurven
scheiben angebracht ist. Die Kurvenscheiben dienen zur Steuerung
von anderweitigen Organen, die hier nicht dargestellt
sind.
Die bewegbaren Organe bzw. Getriebe werden auf besondere Weise
mit Schmiermittel, nämlich mit Öl versorgt. In Fig. 1, Fig. 2
und Fig. 3 ist dieses Thema anhand der Schmiermittelversorgung
für das Getriebe 22 dargestellt.
Das Getriebe 22 ist in einem Aufsatzgehäuse 40 untergebracht,
welches Teil eines Teilgehäuses 41 der Maschine ist. Dieses be
steht im Wesentlichen aus parallelen Gehäusewänden, die im Be
reich des Aufsatzgehäuses 40 eine Fortsetzung bzw. nach oben
weisende Erweiterung bilden. In den parallelen Gehäusewänden
des Teilgehäuses 41 sind die Getriebe bzw. Wellen drehbar gela
gert. Das Getriebe 22 ist mit dem außenliegenden Getriebege
häuse 23 fest in zwei parallelen Gehäusewänden angeordnet.
In dem Aufsatzgehäuse 40 bzw. im Teilgehäuse 41 ist oberhalb
des Getriebes 22, und zwar oberhalb der mit Öl zu versorgenden
Organe, ein Verteilungsorgan angeordnet. Dieses besteht hier
aus einer Verteilerplatte 42, die an der Unterseite einer
(oberen) Gehäuseabdeckung 43 angebracht ist (Fig. 2). Das Ver
teilerorgan, nämlich die Verteilerplatte 42, weist nach unten
offene Bohrungen 44 auf, die als Verteileröffnungen für das Öl
dienen. Die Bohrungen 44 sind so positioniert, dass das zum
Beispiel tropfenweise nach unten abgegebene Öl den zu versor
genden Bereich erreicht. Das Öl wird demnach infolge Eigenge
wichts nach dem Verlassen der Verteilerplatte 42 den Schmier
stellen zugeführt. Die Bohrungen 44 sind dabei so bemessen,
dass die individuell erforderliche Ölmenge regelmäßig austritt.
Die Bohrungen 44 werden ständig oder von Zeit zu Zeit mit Öl
versorgt über ein entsprechendes Verteilersystem. Zu diesem
Zweck sind in der Verteilerplatte 42 Kanäle 45 vorgesehen, und
zwar in einer Gestalt und Verteilung, die der erforderlichen
Ölversorgung entspricht. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3
ist ein Hauptkanal und eine Abzweigung vorgesehen. Die Kanäle
45 sind nach oben offene Nuten in der Verteilerplatte 42. Zur
Abdichtung sind die Kanäle 45 auf voller Länge und ringsherum
durch Abdichtungen gesichert, nämlich durch Dichtstreifen 46,
die ebenfalls in die Verteilerplatte 42 zu beiden Seiten der
Kanäle 45 eingelassen sind. Die Dichtung ergibt sich durch An
drücken der Verteilerplatte 42 an die Gehäuseabdeckung 43.
Die Verteilerplatte 42 bzw. das System der Kanäle 45 ist an
eine zentrale Ölversorgung angeschlossen. Eine Zuführleitung 47
führt von einem Ölvorrat zu den Kanälen 45 bzw. zu einem Ende
der Kanäle 45. Die Zuführleitung 47 ist mit einem im unteren
Bereich des Teilgehäuses 41 gebildeten Ölsumpf 48 verbunden. In
diesen wird auch das Überschussöl von den Getrieben etc. zu
rückgel eitet. Dem Ölsumpf 48 wird das Öl über eine Öl pumpe 49
entnommen und dem Versorgungssystem bzw. der Zuführleitung 47
zugefördert. Zusätzliche, individuelle Ölleitungen zu jeder
Schmierstelle entfallen.
Von besonderer Bedeutung sind Maßnahmen und Hilfsmittel zum
Einstellen von Organen, Aggregaten, Maschinenelementen bzw. der
kompletten Maschine. Es geht darum, bei der (Erst-)Montage der
Maschine oder von einzelnen Aggregaten und bei notwendiger Ent
nahme von Aggregaten und Organen am Betriebsort der Maschine
auf einfache Weise eine Einstellung dieser insbesondere mecha
nischen Organe und Aggregate zueinander und auf den Betriebsab
lauf der Maschine zu gewährleisten. Hierfür ist vorgesehen,
dass die beweglichen Organe in der funktionell exakten Rela
tivstellung auf Grund entsprechender Berechnungen fixiert wer
den, bis die Maschine teilweise oder vollständig montiert ist.
Die dargestellten Ausführungs- bzw. Anwendungsbeispiele gehören
überwiegend zu einer Verpackungsmaschine für Klappschachteln in
der Ausführung der US 4 084 393.
Es ist möglich, bestimmte Organe, Aggregate, Getriebe als Ein
heit außerhalb der Verpackungsmaschine zu montieren und hin
sichtlich der berechneten, funktionsgerechten Relativstellung
bewegbarer Teile zueinander zu fixieren.
Ein Beispiel hierfür ist das Getriebe 22. Ein feststehender
Teil und ein zu bewegendes Organ, nämlich das Getriebegehäuse
23 einerseits und der Drehteil 24 andererseits, werden (mecha
nisch) in einer funktionell auf die gesamte Maschine abgestell
ten Relativstellung fixiert. Hierzu dient ein leicht lösbares
Verbindungsorgan, hier eine Lasche 50, die an den Enden jeweils
quergerichtete Steckorgane aufweist, nämlich Stifte 51, 52.
Diese werden in Bohrungen 53 oder Vertiefungen der zu verbin
denden Teile bzw. Organe eingeführt. Die Bohrungen 53 bzw. Ver
tiefungen sind exakt an vorberechneter Position angebracht, so
dass durch Einführen der Verbindung bzw. der Stifte 51, 52
automatisch die exakte Relativstellung zwischen den Teilen 23
und 24 geschaffen ist.
Das Getriebegehäuse 23 ist bei diesem Beispiel mit einem rand
seitigen Flansch 54 versehen, in dessen Bereich die Bohrung 53
für den Stift 51 positioniert ist.
Zu dieser Einheit gehört auch das Getrieberad 36 auf der Ge
triebewelle 37. Das Getrieberad 36 wird ebenfalls in berechne
ter Relativstellung fixiert, und zwar an dem Getriebegehäuse
23. Zu diesem Zweck ist in dem Getriebegehäuse 23 außermittig
eine Bohrung 55 angebracht. Eine korrespondierende Bohrung 56
befindet sich in dem Getrieberad 36. Die Bohrungen 55, 56 wer
den zur Deckung gebracht und ein Fixierungsorgan, nämlich ein
Stift 57 eingeführt.
In dieser Stellung kann nun auch die mit dem Drehteil 24 ver
bundene Getriebewelle 37 in der korrekten Stellung fixiert wer
den, und zwar mit Hilfe der feststellbaren Klemmkupplung 38.
Im Zusammenhang mit dem Getriebe 22 steht die Kurvensteuerung
mit den Kurvenscheiben auf der Scheibenwelle 39. An den Kurven
scheiben anliegende Laufrollen und mit diesen verbundene
Schwenkarme steuern weitere Einschuborgane über quergerichtete
Wellen 74.
Im vorliegenden Falle ist von Interesse, dass mindestens eine
der Kurvenscheiben, nämlich eine randseitige Kurvenscheibe 58
in einer ebenfalls auf Grund von Berechnung ermittelten Rela
tivstellung fixiert wird, mit der Folge, dass die fest auf der
Scheibenwelle 39 angeordneten weiteren Kurvenscheiben ebenfalls
entsprechend positioniert sind. Die Kurvenscheibe 58 ist mit
einer Bohrung 59 versehen, in die ein Stift 60 eingeschoben
wird. Dieser kann von außen, nämlich von außerhalb des
Teilgehäuses 41, in die Steckposition gebracht werden. Eine
äußere Gehäusewand 61 ist an korrespondierender Position mit
einer Durchtrittsöffnung 62 für den Stift 60 versehen.
Das die Kurvenscheiben aufweisende Steuerorgan ist mit dem Ge
triebe 22 verbunden. Auf der Scheibenwelle 39 ist auf der dem
Getriebe 22 zugekehrten Seite eine Übertragungsscheibe 63 ange
bracht. Diese ist über eine hier schematisch dargestellte,
elastische Kupplung mit dem Getrieberad 36 des Getriebes 22
verbunden. Die elastische Kupplung ist im vorliegenden Falle
durch Steckhülsen 64 und Bolzen 65 symbolisch gezeigt. Das Ge
trieberad 36 überträgt so die Antriebsbewegung auf das Getriebe
22 einerseits und auf die Scheibenwelle 39 andererseits.
In gleicher bzw. analoger Weise wird der Antrieb für den Block
förderer 15 montiert und justiert. Die Antriebseinheit für den
Blockförderer 15 bzw. die Kupplung 31 wird ebenfalls mechanisch
in einer berechneten Relativstellung fixiert. Zu diesem Zweck
ist mindestens ein Organ der Kupplung 31, im vorliegenden Falle
beide Kupplungsscheiben 32 und 33, mit einer Bohrung 66 verse
hen. In diese wird ein Stift 67 eingesetzt, der mit einer
außenliegenden Traverse 68 verbunden ist. Ein zweiter mit der
Traverse 68 verbundener Stift 69 tritt in eine Bohrung 70 in
einer Wand des Teilgehäuses 41 ein. Auch diese in Fig. 5 darge
stellte mechanische Verbindung gewährleistet eine exakte Rela
tivstellung des Antriebs für den Blockförderer 15, und zwar be
zogen auf zugeordnete Relativstellungen anderer Getriebe etc.
der Maschine. Die getriebliche Verbindung mit dem Getriebe für
den Antrieb des Blockförderers 15 wird durch das Zwischenrad 35
hergestellt.
Fig. 8 zeigt in Draufsicht eine Verpackungsmaschine für die
Herstellung von (Zigaretten-)Packungen des Typs Klappschachtel.
Eine Besonderheit besteht darin, dass die Maschine in Bereiche
bzw. Maschineneinheiten unterteilt ist. Diese sind getrieblich
bzw. antriebstechnisch miteinander verbunden, können aber hin
sichtlich der beschriebenen Einstellung von Organen, Getrieben
oder Maschinenelementen selbständig bearbeitet und danach an
den Gesamtantrieb der Maschine angeschlossen werden.
Bei dem vorliegenden Beispiel sind Antriebswellen, nämlich die
Hauptwelle 27 sowie mit dieser getrieblich verbundene Nebenwel
len 71, in Wellenabschnitte 72, 73 unterteilt. Jede Maschinen
einheit ist mit einem dieser Wellenabschnitte 72, 73 verbunden.
Die Wellenabschnitte 72, 73 sind durch Kupplungen 74 miteinan
der verbunden. Diese werden jeweils zum Anschluss eines
justierten Maschinenabschnitts an den bereits eingestellten
Teil der Maschine angezogen.
Dabei wird insbesondere so vorgegangen, dass von einer Anfangs-
bzw. "O-Stellung" des Faltrevolvers 10 ausgegangen wird. Sodann
wird eine erste, getrieblich an diesen Faltrevolver 10 an
schließende Maschineneinheit 75 in der beschriebenen Weise
justiert und fixiert. Die betreffende Maschineneinheit 75 ist
über die Nebenwelle 71 mit einem Hauptgetriebe 76 verbunden.
Nach dem Justieren der Maschineneinheit 75 wird die Kupplung 74
der Nebenwelle 71 angezogen.
Es wird sodann eine Maschineneinheit 77 an der Ausgangsseite
des Hauptgetriebes 76 eingestellt. Danach wird die an
schließende Kupplung 74 festgezogen zwischen den Wellenab
schnitten 72 und 73. Es folgen weitere Maschineneinheiten, wo
bei die Maschineneinheit 78 weiter oben im Detail beschrieben
ist.
Wenn am Schluss alle Maschineneinheiten justiert und alle Kupp
lungen 74 angezogen sind, können die Verbindungsmittel zum
Fixieren der bewegbaren Organe gelöst werden. Nunmehr ist die
Gesamtheit der Maschine auf eine vorgegebene Ausgangs- bzw. 0-
Stellung ausgerichtet. Diese kann auf einer Ringskala 79 durch
entsprechendes Drehen derselben angezeigt werden. Die Ringskala
79 ist auf der Hauptwelle 27 positioniert und dreht mit dieser,
so dass während jeder Phase eines Maschinentakts anhand der
Ringskala 79 die Position aller Aggregate, Getriebe und Maschi
nenelemente nachvollzogen werden kann.
Eine genaue Winkelposition ist über einen Resolver bekannter
Bauart über elektrische Signale auf einem Bildschirm darstell
bar. Auch der Resolver 80 ist auf der Hauptwelle 27 angeordnet.
10
Faltrevolver
11
Tasche
12
Zigarettenblock
13
Zuschnitt
14
Förderbahn
15
Blockförderer
16
Gurt
17
Mitnehmer
18
Traverse
19
Umlenkrolle
20
Welle
21
Einschieber
22
Getriebe
23
Getriebegehäuse
24
Drehteil
25
Kurbelstück
26
Dreharm
27
Hauptwelle
28
Winkelgetriebe
29
Hauptrad
30
Getriebewelle
31
Kupplung
32
Kupplungsscheibe
33
Kupplungsscheibe
34
Bolzen
35
Zwischenrad
36
Getrieberad
37
Getriebewelle
38
Klemmkupplung
39
Scheibenwelle
40
Aufsatzgehäuse
41
Teilgehäuse
42
Verteilerplatte
43
Gehäuseabdeckung
44
Bohrung
45
Kanal
46
Dichtstreifen
47
Zuführleitung
48
Ölsumpf
49
Ölpumpe
50
Lasche
51
Stift
52
Stift
53
Bohrung
54
Flansch
55
Bohrung
56
Bohrung
57
Stift
58
Kurvenscheibe
59
Bohrung
60
Stift
61
Gehäusewand
62
Durchtrittsöffnung
63
Übertragungsscheibe
64
Steckhülse
65
Bolzen
66
Bohrung
67
Stift
68
Traverse
69
Stift
70
Bohrung
71
Nebenwelle
72
Wellenabschnitt
73
Wellenabschnitt
74
Kupplung
75
Maschineneinheit
76
Hauptgetriebe
77
Maschineneinheit
78
Maschineneinheit
79
Ringskala
80
Resolver
Claims (11)
1. Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine,
mit Aggregaten und Organen, die mindestens während des Betriebs
zeitweilig oder ständig mit einem fließfähigen Schmiermittel
- Öl- versorgt werden, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb
des zu versorgenden Aggregats oder Organs ein Ölverteiler ange
ordnet ist, dem Öl über eine Zuführleitung (47) zuführbar ist
und von dem Öl über Verteileröffnungen ständig oder portions
weise durch Eigengewicht den zu versorgenden Bereichen zuführ
bar ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
oberhalb der zu versorgenden Aggregate bzw. Organe eine Vertei
lerplatte (42) angeordnet ist, die oberhalb der Schmierstellen
Durchtrittsöffnungen - Bohrungen (44) - aufweist, denen Öl
zuführbar ist und von denen Öl insbesondere tropfenweise nach
unten abgegeben wird.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Bohrungen (44) innerhalb der Verteilerplatte (42) an
Kanäle (45) bzw. an ein Kanalsystem angeschlossen sind und dass
die Kanäle (45) ihrerseits mit der Zuführleitung (47) verbunden
sind.
4. Maschine nach Anspruch 2 oder einem der weiteren Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerplatte (42) mit
nach oben offenen, nutartigen Kanälen (45) an der Unterseite
eines Teils eines Maschinengestells (40, 41) angebracht ist,
insbesondere an einer Gehäuseabdeckung (43), wobei die Kanäle
(45) durch beidseits angeordnete Dichtstreifen (46) abgedichtet
sind.
5. Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine,
mit bewegbaren Aggregaten und Organen, wie Getrieben, Förde
rern, Faltrevolvern, Speichern etc., die in einer aufeinander
abgestimmten Weise bewegbar sind, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
- a) zur Montage bzw. zum Zusammenbau der Maschine oder einzel ner Getriebe, Aggregate etc. sind hinsichtlich der Bewe gung aufeinander abgestimmte Getriebe, Organe, Aggregate, Maschinenelemente etc. durch mechanische Halte- oder Ver bindungsmittel in einer vorgegebenen, auf die Gesamtfunk tion der Maschine abgestimmten Relativstellung zueinander fixierbar,
- b) nach der Montage, insbesondere vor der Inbetriebnahme, sind die Halte- oder Verbindungsmittel entfernbar bzw. lösbar.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
bewegbaren Organe, Aggregate, Getriebeteile, Maschinenelemente
etc. durch Steckorgane in der vorberechneten Relativstellung
fixierbar sind, insbesondere durch Stifte (51, 52; 60; 67, 69),
die in Bohrungen (53; 59; 66, 70) einführbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Stifte, insbesondere je
weils zwei Stifte (51, 52; 67, 69) miteinander verbunden sind,
insbesondere durch Laschen (50) oder Traversen (68), wobei je
weils ein Stift dem feststehenden und der andere Stift dem be
weglichen Organ zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drehbare Organe, Maschi
nenelemente, insbesondere Scheiben, Räder oder dergleichen,
Ausnehmungen oder Bohrungen aufweisen, die in exakter Relativ
stellung mit Ausnehmungen, Bohrungen etc. von feststehenden
Maschinenteilen, insbesondere von Gehäusewänden, korrespondie
ren, derart, dass bei Überdeckung ein Verbindungsorgan, insbe
sondere ein Stift, in beide Bohrungen, Ausnehmungen oder der
gleichen einführbar ist.
9. Maschine nach Anspruch 5 oder einem der weiteren Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass Teile einer Maschine, insbe
sondere Getriebe (22), Aggregate oder dergleichen, außerhalb
der Maschine montierbar und durch mechanische Verbindungsorgane
hinsichtlich der Relativstellung fixierbar sind und dass die
fixierten Getriebe, Aggregate oder dergleichen als Einheit in
die Maschine einsetzbar und durch Kupplungen, insbesondere über
Steckverbindungen, mit anderen Organen, Getrieben innerhalb der
Maschine positionsgenau verbindbar sind.
10. Maschine nach Anspruch 5 oder einem der weiteren Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine bzw. ein Teil
derselben in Maschineneinheiten (75, 77, 78) unterteilt ist,
wobei die Maschineneinheiten (75, 77, 78) hinsichtlich des An
triebs lösbar über Kupplungen (74) miteinander verbunden sind,
derart, dass die Maschineneinheiten (75, 77, 78) nacheinander
in funktioneller Reihenfolge hinsichtlich der bewegbaren Or
gane, Getriebe, Aggregate oder Maschinenelemente justierbar und
fixierbar und dass die eingestellten und festgesetzten Maschi
neneinheiten entsprechend durch Anziehen der Kupplungen (74) an
die bereits eingestellten Maschineneinheiten anschließbar sind.
11. Maschine nach Anspruch 10 oder einem der weiteren Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. jeder Maschinenein
heit (75, 77, 78) ein Wellenabschnitt (72, 73) als Teil der
Hauptwelle (27) bzw. einer Nebenwelle (71) zugeordnet ist und
dass die Wellenabschnitte (72, 73) über Kupplungen (74) mitein
ander verbunden sind, derart, dass nach dem Einstellen und
Festsetzen der Organe einer Maschineneinheit der zugeordnete
Wellenabschnitt (72, 73) mit dem vorangehenden Wellenabschnitt
durch Anziehen der Kupplung fest verbindbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000122284 DE10022284A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000122284 DE10022284A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10022284A1 true DE10022284A1 (de) | 2001-11-29 |
Family
ID=7641128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000122284 Withdrawn DE10022284A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Maschine, insbesondere (Zigaretten-)Verpackungsmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10022284A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007004029A1 (de) * | 2007-01-22 | 2008-07-24 | Focke & Co.(Gmbh & Co. Kg) | Arbeitseinrichtung für Verpackungsmaschinen |
| EP2014557A1 (de) * | 2007-07-13 | 2009-01-14 | Focke & Co. (GmbH & Co.) | Vorrichtung zur Förderung von Produkten in einer Fertigungs- und/oder Verpackungsanlage zur Herstellung und/oder Verpackung von Zigaretten |
-
2000
- 2000-05-09 DE DE2000122284 patent/DE10022284A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007004029A1 (de) * | 2007-01-22 | 2008-07-24 | Focke & Co.(Gmbh & Co. Kg) | Arbeitseinrichtung für Verpackungsmaschinen |
| EP2014557A1 (de) * | 2007-07-13 | 2009-01-14 | Focke & Co. (GmbH & Co.) | Vorrichtung zur Förderung von Produkten in einer Fertigungs- und/oder Verpackungsanlage zur Herstellung und/oder Verpackung von Zigaretten |
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