DE10022775A1 - Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung - Google Patents
Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck der Belüftung und/oder EntwässerungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern, zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung. Hierbei ist der Grundbaustein des Systems ein maßlich standardisierter Flansch mit einem Flanschring und einem mit dem Flanschring einstückig ausgebildeten Rohrstück. Das Rohrstück besitzt einen zum Flanschring hin gerichteten ersten Abschnitt mit einem größeren Innendurchmesser und einen daran anschließend, einen gestuften Übergang bildend, zweiten Abschnitt mit einem kleineren Innendurchmesser. Der erste Abschnitt ist als umlaufende Nut zur Aufnahme eines Dichtrings ausgebildet. Im zweiten Abschnitt am Außenumfang des Rohrs sind mindestens zwei gegenüberliegende Auskragungen mit Einführschräge vorhanden, wobei weiterhin im ersten Abschnitt des Rohrstücks eine nach innen hineinspringende, umlaufende Rastkante angeformt ist, die vorzugsweise eine Teil der Nut bildet. Mit dem zweiten Abschnitt ist eine Verrohrung verbindbar, wobei die Verrohrung eine umlaufende Nut mit Dichtung umfaßt, die außenumfangsseitig auf das Rohrstück aufschieb- und rastend fixierbar ist. Weiterhin umfaßt das System einen Laubfang-Gully oder wahlweise ein Dunstrohr mit Regenschutz und Wetterkappe.
Description
Die Erfindung betrifft ein universelles System zur Durchdrin
gung von Dächern, insbesondere Flachdächern, zum Zweck der
Belüftung und/oder Entwässerung.
Entwässerungsgullys für nicht belüftete Flachdächer gehören zum
Stand der Technik. Bei solchen Gullys wird ein umlaufender
Flansch mit Reduzierstück mechanisch auf einem Stahlblechprofil
befestigt. Oberhalb einer Dampfsperre befindet sich eine oder
mehrere Wärmedämmschichten, die nach oben mit einer Trenn
schicht, z. B. Rohglasvlies, abgedeckt sind. Auf dieser Trenn
schicht ist dann die eigentliche Dachbahn, beispielsweise
Rhenofol (eingetragene Marke der Braas Flachdachsysteme GmbH &
Co. KG) angeordnet. Eine zusätzliche Manschette wird dann mit
einem Gullyflansch verschweißt, der den äußeren Abschluß der
Dachdurchdringung bildet. Der äußere Abschluß des Flansches
nimmt dann einen gitterartigen Laub- oder Kiesfang auf, welcher
zur Reinigung abnehmbar ist. Der äußere Flansch ist also in
diesem erläuterten Beispiel mit einem umlaufenden Ring oder
einer Manschette versehen, die aus dem gleichen Material wie
die eigentliche Dachbahn besteht, um ein sicheres Verschweißen
zu gewährleisten. Der Gully selbst ist mehrteilig aufgebaut und
für jede der Schichten bzw. der notwendigen Dampfsperre
spezifiziert.
Neben der Möglichkeit der mechanischen Befestigung z. B. durch
Schrauben und Dübel sind Gullys bekannt, die dann Verwendung
finden, wenn Dachbahnen verklebt fixiert werden. Auch hierfür
kommen Sonderformen zum Einsatz.
Für Dunstrohraufsätze sind ebenfalls Dachdurchführungen erfor
derlich, wobei der Außenabschluß zur führenden Aufnahme des
Dunstrohrs manschettenartig ausgeführt und mit der Dachbahn
verklebt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Ausführungsformen
je nach Dachaufbau, Dachunterkonstruktion und Dachbahnmaterial
sind eine Vielzahl nur beschränkt standardisierbarer Bauteile
erforderlich mit dem Nachteil eines größeren Aufwands bei der
Lagerhaltung und entsprechenden Problemen dann, wenn bei
spielsweise bei der Altbausanierung zu einem späteren Zeitpunkt
zusätzliche Dämmschichten und eine neue äußere Dachhaut aufzu
bringen ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein universelles System zur
Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck
der Belüftung und/oder Entwässerung anzugeben, welches insge
samt mit einer geringen Teilezahl auskommt und das in konse
quenter Weise ein Baukastenprinzip umsetzt. Die Teile des
Systems sollen vor Ort ohne weiteres für unterschiedliche
Einsatzfälle anwendbar sein, ohne daß die ausführenden Betriebe
und Unternehmen einen aufwendigen Lagerbestand vorhalten
müssen.
Darüber hinaus sollen mit dem neuen universellen System sowohl
die Kosten bei der Herstellung der Systembestandteile als auch
bei der Montage gesenkt werden. Weiterhin soll mit dem System
sowohl bei Neubauten einfach und sicher eine langzeitstabile
abdichtende Dachdurchführung realisierbar sein als auch bei
Altbausanierungen nachträglich die Möglichkeit bestehen,
auftragende Dämmschichten zu installieren und einen oberhalb
der Dämmschicht zu fixierenden Gully oder Entlüftungs-Baugruppe
mit dem vorhandenen Bestand zu verbinden.
Zur Lösung der Aufgabe der Erfindung wird auf ein universelles
System zurückgegriffen, das primär aus mindestens einem maßlich
standardisierten Flansch mit einem Flanschring und einem mit
dem Flanschring einstückig ausgebildeten Rohrstück besteht.
Das Rohrstück besitzt einen zum Flanschring hin gerichteten
ersten Abschnitt mit einem größeren Innendurchmesser und einen
daran anschließend, einen gestuften Übergang bildend, zweiten
Abschnitt. Der zweite Abschnitt weist gegenüber dem ersten
Abschnitt einen kleineren Innendurchmesser auf.
Weiterhin ist der erste Abschnitt als umlaufende Nut zur Auf
nahme eines Dichtrings ausgebildet, wobei im zweiten Abschnitt
am Außenumfang des Rohrstücks mindestens zwei gegenüberliegende
Auskragungen mit Einführschrägen vorhanden sind.
Im ersten Abschnitt des Rohrstücks, d. h. an der Innenseite des
Flanschrings, ist eine nach innen hineinspringende umlaufende
Rastkante angeformt, die vorzugsweise einen Teil der Nut
bildet.
Das System umfaßt weiterhin eine mit dem zweiten Abschnitt
verbindbare Verrohrung, welche eine umlaufende Nut mit Dichtung
besitzt, die außenumfangsseitig auf das Rohrstück des Flansches
aufschieb- und mittels der Auskragungen rastend fixierbar ist.
Insbesondere bei einer verdeckten Montage, bei der der Sitz des
Rohrstücks in der Verrohrung nicht ohne weiteres optisch über
prüft werden kann, bieten die Geräusche beim Einrasten der
gegenüberliegenden Auskragungen mit Einlaufschräge in die
umlaufende Nut eine einfache und wirksame Montagehilfe und
Kontrollmöglichkeit.
Das universelle System ist wahlweise mit einem Laub- oder
Kiesfang-Gully versehen, wobei dieser mehrere umfangsseitig
beabstandete, unten konisch verjüngte Befestigungsteile
besitzt. Die Befestigungsteile weisen einen Rücksprung zum
Verbinden mit der umlaufenden Rastnase des Flansches auf, wobei
das konische Ende in die Dichtringnut des Rohrstücks
zurückspringt. Im vorstehend beschriebenen Fall ist in der
Dichtringnut kein Dichtring befindlich, d. h. diese dient allein
dem Fixieren des Laubfang-Gullys.
Wahlweise kann das System ein Dunstrohr mit Regenschutz- und
Wetterkappe zu Entlüftungszwecken aufweisen, wobei das untere
Ende des Dunstrohrs vom Rohrstück und der dort befindlichen
Dichtung sicher fixiert ist.
Der Flanschring des universellen Flansches besteht vorzugsweise
aus einem mit der umgebenden Dachbahn stoffschlüssig verbind
baren, d. h. hier angepaßten Material, weist aber ansonsten
standardisierte Abmessungen auf.
Im Unterschied zum bekannten Stand der Technik wird nicht von
einem kompletten Gully- oder Dunstrohr-Baugruppensystem ausge
gangen, sondern ein Standard-Flansch ist sowohl mit Mitteln zum
Ausbilden eines Gullys kombinierbar als auch zur Aufnahme eines
Dunstrohrs geeignet. Dadurch, daß lediglich der Flansch quasi
als Wechselflansch materialseitig an die zu verbindende Dach
bahn oder Dachhaut angepaßt werden muß, können die übrigen
Teile des Systems unverändert Verwendung finden.
Bei einer Ausführungsform weist der Flanschring an seiner Ober-
und/oder Unterseite jeweils überstehend einen werkseitig
befestigten Dachbahnabschnitt auf, der mit der üblichen Tech
nologie mit der umgebenden Dachhaut verbunden werden kann, ohne
daß besondere Anforderungen aus technologischer Sicht oder
Sondermaterialien bestehen bzw. zum Einsatz kommen müssen.
In diesem Sinne besteht bei einer nächsten Ausführungsform die
Möglichkeit, an der Oberseite des Flanschrings einen Streifen
aus Dachbahnmaterial einzulassen, so daß eine normale Naht
führung beim Bahnverschweißen gegeben ist.
Speziell für den Einsatz bei der Sanierung von Dächern weist
ein ausgestalteter Flanschring Befestigungsbohrungen oder
-ausnehmungen auf. Anwendungsseitig wird zunächst dieser
spezifizierte Standard-Flanschring über den vorhandenen Gully
oder Flansch mit dem Rohrstück in diesen hineinreichend
fixiert, wobei in an sich bekannter Weise die für die Abdich
tung und Dämmung relevanten Schichten aufgebracht werden. Die
äußere Schicht wird dann mit einem weiteren erfindungsgemäßen
Flansch verbunden, wobei das Rohrstück des weiteren Flansches
unmittelbar und über eine Rohrverlängerung in den darunter
liegenden, zusätzlich aufgebrachten Flansch dichtend eingeführt
ist. Auch hier erweist es sich von Vorteil, daß ein Stecken und
Rasten unter Verwendung der spezifischen Mittel und Merkmale
des Standard-Flansches erfolgen kann.
Eine spezielle Applikation besteht in der Verwendung des
Flansches zum Verbinden und Verlängern von Belüftungs- oder
Entwässerungsrohren, wobei hier der Flanschring an einer Soll
bruchstelle abgetrennt werden kann, so daß der Flansch als
Adapter zum Verbinden einsetzbar ist.
Ein solcher Applikationsfall ist beispielsweise dann gegeben,
wenn durch entsprechende Dämmschichten ein ohne weiteres nicht
zu überbrückender Abstand zwischen dem unterhalb der Dämmung
befindlichen Flansch und dem Außenflansch besteht.
Der Laubfang-Gully besitzt in einer Ausführungsform der Erfin
dung durch Streben verbundene Befestigungsteile, die ein
Einsatzstück aufnehmen können, das formschlüssig mit den
Befestigungsteilen in Kontakt steht. Weiterhin kann an den
Oberseiten der Befestigungsteile eine Haube oder Abdeckplatte
fixiert werden.
Zum Gewährleisten einer ausreichenden und sicheren Abdichtung
kann der Flanschring mit Befestigungsbohrungen, der bevorzugt
bei Sanierungsfällen Anwendung findet, an seiner Unterseite
eine an sich bekannte Dichtbeschichtung, z. B. aus sogenanntem
Streckmetall aufweisen.
Der vorgeschlagene Wechselflansch stellt demnach eine multi
valente Baugruppe dar, die sowohl mit einem Laubfang kombiniert
werden kann, die aber auch geeignet ist, im Inneren Rohre
aufzunehmen oder außenumfangsseitig ein Belüftungs- oder
Entwässerungsrohr zu fixieren.
Die Abmessungen des Flansches sind so gewählt, daß der Innen
durchmesser auf den Außendurchmesser aufzunehmender Rohre und
der Außendurchmesser auf den Innendurchmesser nach unten
führender weiterer Rohre abgestimmt ist.
Die Dachabdichtung kann in einfacher Weise an einen Gully
angeschlossen werden, wobei für jedes Dachbahnenmaterial ein
entsprechender Flansch zur Verfügung steht. Der Flansch selbst
wird durch das erläuterte Zusammenstecken mit dem Gully ver
bunden. Ebenso besteht die Möglichkeit, den Flansch mit einem
Dunstrohr bzw. Kaltdachentlüfter zu verbinden, ohne daß ein
Austausch oder ein anders geartetes Bauteil erforderlich wird.
Weiterhin kann durch den Standard-Flansch nachträglich aus
einem ursprünglich vorgesehenen Gullydurchbruch ein Dunstrohr
oder Kaltdachentlüfter ausgeführt werden.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung des Systems zur Entlüftung;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung des Systems zur Entwässerung;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung eines Wechselflansches gemäß
dem universellen System;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform des
Systems zur Entlüftung mit unterem und oberem Flansch
und dazwischen befindlicher, nicht gezeigter Dämmung;
Fig. 5 eine Zusammenstellungszeichnung analog der Ausfüh
rungsform nach Fig. 4;
Fig. 6 eine Detaildarstellung des Systems zur Entlüftung mit
Zwangsentlüftung durch Ventilator oder Lüfterrad;
Fig. 7 eine Zusammenstellungszeichnung des Systems für die
Entwässerung von Dächern mit höherem Dämmschichtaufbau
und
Fig. 8 eine Detaildarstellung des Systems zur Entwässerung bei
Dachaufbauten mit einer Zwischenschicht relativ gerin
ger Höhe.
Bei dem System gemäß Ausführungsbeispiel kommen Flanschringe 1
zum Einsatz, welche einstückig ausgebildet mit einem Rohrstück
2 versehen sind. Das Rohrstück 2 weist einen zum Flanschring 1
hin gerichteten ersten Abschnitt 3 mit einem größeren Innen
durchmesser und einen daran anschließenden, einen gestuften
Übergang bildenden zweiten Abschnitt 4 auf. Der erste Abschnitt
3 ist als umlaufende Nut 10 zur Aufnahme eines Dichtrings 7
ausgebildet.
Im zweiten Abschnitt 4 des Rohrstücks 2 sind mindestens zwei
gegenüberliegende Auskragungen 5 mit Einführschräge 6 vor
handen. Im ersten Abschnitt 3 des Rohrstücks 2 des Flansches
ist eine nach innen hineinspringende, umlaufende Rastkante 11
angeformt, die vorzugsweise einen Teil der umlaufenden Nut 10
bildet.
Mit dem zweiten Abschnitt 4 des Rohrstücks 2 kann eine Ver
rohrung 8 verbunden werden, welche eine umlaufende Nut 9 eben
falls mit Dichtung umfaßt. Die Nut mit Dichtung ist außen
umfangsseitig auf das Rohrstück 2 aufschieb- und mittels der
Auskragungen 5 rastend fixierbar.
Wahlweise kann nun in die offene Seite des Flansches, z. B. wie
in der Fig. 2 dargestellt, ein Befestigungsteil 12 für einen
Laubfang eingesetzt werden, um eine Dachentwässerung zu bilden.
Am Befestigungsteil 12 sind Rücksprünge 13 vorhanden, wobei die
Befestigungsteile 12 ein konisches Ende 14 besitzen. Der Rück
sprung 13 gestattet ein Verbinden mit der umlaufenden Rastkante
oder Rastnase 11 des Flanschrings 1.
Alternativ kann zum Zwecke der Entlüftung, wie in der Fig. 1
gezeigt, ein Dunstrohr 15 in den offenen Flanschring 1 einge
führt und dichtend mit diesem verbunden werden.
Am Dunstrohr 15 ist ein Regenschutz 16 mit Wetterkappe 17
befestigbar.
Wie in der Fig. 2 dargestellt, wird zwischen dem Rohrstück 2
des Flansches im Bereich der Auskragung 5 mit Einführschräge 6
bezogen auf die Dichtung 18 in der Verrohrung 8 ein sicherer
und straffer Halt erreicht.
Das Hineingleiten der Auskragung 5 in die umlaufende Nut 9 der
Verrohrung 8 erfolgt geräuschbehaftet, was dem Monteur das
Erreichen der gewünschten Position erkennbar macht.
In der Detaildarstellung des Schnitts des Flansches gemäß Fig. 3
wird noch einmal die umlaufende Rastkante 11 sowie die Aus
führung der gegenüberliegenden Auskragungen 5 im Bereich des
Rohrstücks 2 deutlich. Die Innen- und Außendurchmesser des
Rohrstücks 2 bzw. der Öffnung im Flanschring 1 sind auf die
Standardmaße der anzuschließenden Verrohrung bzw. einzu
setzender Befestigungsteile für einen Laubfang abgestimmt.
Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung des Systems zur Entlüftung
mit einem unteren Flansch 24, der mit einer Verrohrung 8 zur
Entlüftung, die zum Gebäudeinneren führt, verbunden ist. Der
Flansch 24 nimmt das untere Ende eines Dunsthaubenrohrs 25 auf,
welches durch einen oberen Flansch 26 geführt ist. Zwischen
unterem und oberen Flansch befindet sich eine nicht gezeigte
Dämmung. Der obere Flansch 26 ist mit einer ebenfalls nicht
gezeigten Dachbahnfolie, z. B. durch Kleben verbunden. Durch die
gegebene höhenmäßige Variabilität des Systems nach Fig. 4
können Dachaufbauten ganz unterschiedlicher Höhe mit wenigen
Standard-Bauteilen mit einer Entlüftung, aber auch Entwäs
serung, wie beispielsweise in der Fig. 7 gezeigt, versehen
werden.
Fig. 5 zeigt eine Zusammenstellungszeichnung analog Fig. 4,
wobei mit dem Bezugszeichen 27 ein Isolierschaumstück zum
Keilverbinden des Flansches 24 mit unterer Verrohrung in einer
Aussparung oder Bohrung des Daches dargestellt ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 weist das System einen
Ventilator 28 zur Zwangsbelüftung auf, welcher von einer
Windfangeinrichtung 29 in Rotationsbewegung versetzt wird.
In ähnlicher Weise, wie die Dachdurchführung zur Entlüftung
gestaltet ist, besteht die Möglichkeit, auch unterschiedlich
hohe Dachaufbauten gemäß Fig. 7 zu entwässern. Der dort
gezeigte untere Flansch 24 kann ein Aufsetzflansch 19 insbe
sondere zur Altdachsanierung sein. Der Aufsetzflansch 19
besitzt einen Flanschring 20, welcher wiederum Befestigungs
bohrungen 21 aufweist. Das Rohrstück 22 des Aufsetzflansches
taucht in eine darunter befindliche Verrohrung ein.
Bei einer weiteren Ausführungsform eines Aufsetzflansches 19
nach Fig. 8 besitzt dieser Aufsetzflansch wiederum eine umlau
fende Nut 23, in die Auskragungen 5 des Rohrstücks 2 eines
oberen Flansches rastend eingreifen. Der Aufsetzflansch 19 nach
Fig. 8 kann von oben auf eine vorhandene Bohrung oder einen
vorhandenen Durchbruch mit darunter liegendem Rohr zentriert
aufgesetzt werden. Anschließend erfolgt das Heranführen einer
ersten Dichtbahn und/oder das Aufbringen einer Dämmschicht.
Oberhalb der Dämmschicht wird dann die endgültige Dachdichtbahn
und der obere Flansch 26 fixiert, wobei nach kompletter Montage
der Laubfang mit Befestigungsteilen 12 rastend eingesetzt wird.
Alles in allem gelingt es mit der Erfindung, ein universelles
System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flach
dächern, zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung anzu
geben, wobei der Grundbaustein des Systems ein maßlich
standardisierter Flansch mit einem Flanschring und einem mit
dem Flanschring einstückig ausgebildeten Rohrstück ist. Mit
Hilfe der zum System gehörenden Elemente können Dachaufbauten
unterschiedlicher Höhe ohne weiteres durchdrungen werden, wobei
sich der Montageaufwand einerseits und der Lagerhaltungsaufwand
andererseits verringert. Auch besteht die Möglichkeit, durch
einen Aufsetzflansch Altdachsanierungen ohne Entfernen bereits
vorhandener Verrohrungen oder Altflansche, was regelmäßig zu
Dichtungsproblemen führt, abzuwickeln.
1
Flanschring
2
Rohrstück
3
erster Abschnitt des Rohrstücks
4
zweiter Abschnitt des Rohrstücks
5
Auskragung
6
Einführschräge der Auskragung
7
Dichtring
8
Verrohrung
9
umlaufende Nut der Verrohrung
10
umlaufende Nut im ersten Abschnitt
3
11
umlaufende Rastkante
12
Befestigungsteile des Laubfangs
13
Rücksprung am Befestigungsteil
14
konisches Ende der Befestigungsteile
12
15
Dunstrohr
16
Regenschutz
17
Wetterkappe
18
Dichtung der Verrohrung
19
Aufsetzflansch insbesondere zur Altdachsanierung
20
Flanschring des Aufsetzflansches
21
Befestigungsbohrungen des Aufsetzflansches
22
Rohrstück des Aufsetzflansches
23
umlaufende Nut des Aufsetzflansches
24
unterer Flansch
25
Dunsthaubenrohr
26
oberer Flansch
27
Isolierstoff-Keilring
28
Ventilator oder Lüfterrad
29
Windfangeinrichtung
Claims (11)
1. Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbe
sondere Flachdächern, zum Zweck der Belüftung und/oder Ent
wässerung, bestehend aus mindestens
- - einem maßlich standardisierten Flansch mit einem Flanschring und einem mit dem Flanschring einstückig ausgebildeten Rohrstück, wobei das Rohrstück einen zum Flanschring hin gerichteten ersten Abschnitt mit einem größeren Innen durchmesser und einen daran anschließend, einen gestuften Übergang bildend, zweiten Abschnitt mit einem kleineren Innendurchmesser aufweist, weiterhin der erste Abschnitt als umlaufende Nut zur Aufnahme eines Dichtrings ausgebildet ist, im zweiten Abschnitt am Außenumfang des Rohrstücks mindestens zwei gegenüberliegenden Auskragungen mit Ein führschräge vorhanden sind und im ersten Abschnitt des Rohrstücks eine nach innen hineinspringende, umlaufende Rastkante angeformt ist, die vorzugsweise einen Teil der Nut bildet;
- - einer mit dem zweiten Abschnitt verbindbaren Verrohrung, welche eine umlaufende Nut mit Dichtung umfaßt, welche außenumfangsseitig auf das Rohrstück aufschieb- und mittels der Auskragungen rastend fixierbar ist;
- - wahlweise einem Laub- oder Kiesfang-Gully mit mehreren umfangsseitig beabstandeten, unten konisch verjüngten Befestigungsteilen, welche einen Rücksprung zum Verbinden mit der umlaufenden Rastnase besitzen, wobei das konische Ende in die Dichtringnut des Rohrstück zurückspringt, oder
- - einem Dunstrohr mit Regenschutz und Wetterkappe, wobei das untere Ende des Dunstrohrs vom Rohrstück und der dort befindlichen Dichtung fixiert ist.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Flanschring aus einem mit der umgebenden Dachbahn stoff
schlüssig verbindbaren Material besteht.
3. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Flanschring an seiner Oberseite und/oder Unterseite jeweils
überstehend einen werkseitig befestigten Dachbahnabschnitt
aufweist.
4. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der Oberseite des Flanschrings ein Streifen aus Dachbahn
material eingelassen ist.
5. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Flanschring als Adapterring mit Befestigungsbohrungen oder
-ausnehmungen ausgebildet ist, wobei im Fall von Dachsanie
rungen mit zusätzlichen Dämmschichten zunächst der Adapter-
Flanschring über dem vorhandenen Gully oder Flansch mit dem
Rohrstück in diesen hineinreichend fixiert wird.
6. System nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
oberhalb der Dämmung ein weiterer standardisierter Flansch mit
der Dachbahn verbunden angeordnet ist, wobei das Rohrstück des
weiteren Flansches unmittelbar oder über eine Rohrverlängerung
in den darunterliegenden Adapterflanschring rastet und dichtend
eingeführt ist.
7. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Laubfang-Gully aus durch Streben verbundenen Befestigungs
teilen, einem Einsatzstück und einer formschlüssig mit den
Befestigungsteilen verbindbaren Haube besteht.
8. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Verwendung eines Flansches mit an einer Sollbruchstelle abge
trenntem Flanschring als Adapter oder Kupplung zum Verbinden
und Verlängern von Belüftungs- oder Entwässerungsrohren.
9. System nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Flanschring mit Befestigungsbohrungen an seiner Unterseite
eine an sich bekannte Dichtbeschichtung aufweist.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieses einen Aufsetzflansch mit Flanschring und Befestigungs
bohrungen aufweist, wobei mit dem Flanschring einstückig
verbunden ein Rohrstück vorgesehen ist, welches sich in
Montageposition nach oben erstreckt, und wobei im Rohrstück
eine umlaufende Nut zur Aufnahme einer durch den Dachaufbau
reichenden Verrohrung oder eines äußeren Flansches eingeformt
ist.
11. System nach Anspruch 10,
gekennzeichnet durch
die Verwendung bei der Sanierung von Altdächern ohne Entfernen
vorhandener Gullys oder Durchdringungen, jedoch mit höherem
Dachaufbau, insbesondere einer zusätzlichen Dämmung.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10022775A DE10022775A1 (de) | 2000-04-14 | 2000-05-10 | Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung |
| EP01109517A EP1146181A1 (de) | 2000-04-14 | 2001-04-17 | Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern, zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10018676 | 2000-04-14 | ||
| DE10022775A DE10022775A1 (de) | 2000-04-14 | 2000-05-10 | Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10022775A1 true DE10022775A1 (de) | 2001-10-25 |
Family
ID=7638842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10022775A Ceased DE10022775A1 (de) | 2000-04-14 | 2000-05-10 | Universelles System zur Durchdringung von Dächern, insbesondere Flachdächern zum Zweck der Belüftung und/oder Entwässerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10022775A1 (de) |
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