DE10021085C1 - Refresh-Ansteuerschaltung für einen DRAM - Google Patents
Refresh-Ansteuerschaltung für einen DRAMInfo
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Abstract
Eine Refresh-Ansteuerschaltung zum Zuführen von Refresh-Signalen an eine Speichereinrichtung weist einen Refresh-Signalgenerator zum Erzeugen einer kontinuierlichen Abfolge von Refresh-Signalen mit einer Frequenz auf, die mit sinkender Temperatur abnimmt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Refresh-Ansteuerschaltung zum Zu
führen von Refresh-Signalen an eine Speichervorrichtung mit
einem Refresh-Signalgenerator zum Erzeugen einer kontinuier
lichen Abfolge von Refresh-Signalen mit einer vorbestimmten
Frequenz.
Bei dynamischen Schreib/Lesespeichern mit wahlfreiem Zugriff
(DRAM) ist es erforderlich, die in den Speicherzellen abge
legten Informationen in zyklischen Abständen aufzufrischen.
Da in den DRAM-Speicherzellen die Informationen als Kondensa
torladungen gespeichert werden und sich die Kondensatoren je
doch durch Leckageströme, insbesondere bei hohen Temperatu
ren, selber entladen, müssen die Speicherladungen der Konden
satoren immer wieder erneuert werden.
Das Wiederauffrischen der Speicherinhalte der Zellenmatrix im
DRAM wird durch eine interne Refresh-Ansteuerung im allgemei
nen zeilenweise durchgeführt. Dazu wird mit Hilfe eines Re
fresh-Signalgenerators eine kontinuierliche Abfolge von Re
fresh-Signalen mit einer vorbestimmten Frequenz erzeugt, die
an die Speicherzellen angelegt werden. Bei modernen Speicher
bausteinen sind dabei Refresh-Zyklen von mindestens 4.096 Re
fresh-Operationen pro 64 ms (Refresh-Rate 4 k/64 ms) üblich.
Die Anzahl der Refresh-Operationen muss so gewählt werden,
dass auch bei der hohen Betriebstemperatur des den DRAM ent
haltenden Computer und den sich damit ergebenden großen Lec
kageströmen der Kondensatoren, diese Kondensatoren im DRAM
regelmäßig nachgeladen werden. Die Refresh-Vorgänge führen
deshalb zu einer hohen Stromaufnahme der Speicherbausteine
und verkürzen so insbesondere die Betriebsdauer von akku-
bzw. batteriebetriebenen Computern.
Aus der US 5278796 ist eine Refresh-Ansteuerschaltung mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt. Bei die
ser Ansteuerschaltung wird die Refresh-Frequenz in diskreten
Schritten an die jeweilige Betriebstemperatur im DRAM ange
passt, um insbesondere den Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb
zu senken. Aus der US 5539703 ist ein weiterer Refresh-
Signalgenerator für einen DRAM bekannt, bei dem die Refresh-
Frequenz abhängig von der jeweiligen Betriebsspannung einge
stellt wird, um den Stromverbrauch im DRAM im Stand-by-
Betrieb zu senken.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Stromverbrauch
von dynamischen Schreib/Lesespeichern mit wahlfreiem Zugriff
zu vermindern.
Diese Aufgabe wird durch eine Refresh-Ansteuerschaltung nach An
spruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den ab
hängigen Ansprüchen angegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Refresh-Ansteuerschaltung zum Zuführen
von Refresh-Signalen an eine Speichervorrichtung wird ein Re
fresh-Signalgenerator zum Erzeugen einer kontinuierlichen Ab
folge von Refresh-Signalen so ausgelegt, dass die Frequenz
der erzeugten Refresh-Signale mit abnehmender Temperatur ab
nimmt.
Durch diese Auslegung der Refresh-Ansteuerschaltung wird die
Anzahl der Refresh-Zyklen bei abnehmender Temperatur in den
Speicherbausteinen, d. h. dann, wenn die Speicherbausteine im
Computer vom Vollast-Betrieb in den Standby-Betrieb überge
hen, vermindert. Die Reduzierung der Refresh-Zyklen wiederum
sorgt für eine wesentliche Reduzierung des Stromverbrauchs
der DRAMs. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei akku- bzw.
batteriebetriebenen Computern mit DRAMs, bei denen die ver
minderte Leistungsaufnahme der DRAMs im Standby-Betrieb durch
Reduzieren der Refresh-Zyklenzahl der Kondensatoren der DRAMs
eine wesentliche Verlängerung der maximalen Betriebsdauer der
Computer ermöglicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Refresh-
Signalgenerator dabei so ausgelegt, dass bei einer Tempera
turabsenkung von ca. 100°C die Frequenz der Refresh-Signale
halbiert wird. Hierdurch wird sowohl ein zuverlässiges Nach
laden der Kondensatoren in den DRAM-Speicherzellen gewährlei
stet und zugleich für eine optimale Reduzierung des Stromver
brauchs der Zellenmatrix gesorgt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Re
fresh-Signalgenerator ein spannungsgesteuerter Oszillator,
wobei als Steuerspannung die Anodenspannung einer Diode ein
gesetzt wird, die mit zunehmender Temperatur der Diode ab
nimmt. Diese Ausführung der Refresh-Ansteuerschaltung ermög
licht es, einen optimalen Temperaturgang der Frequenz des Re
fresh-Zyklus der Kondensatoren im DRAM einzustellen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Blockdarstellung der Struktur eines dynamischen
Schreib-Lesespeichers mit wahlfreiem Zugriff und integrierter
Refresh-Logik;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform eines erfin
dungsgemäßen Refresh-Signalgenerators;
Fig. 3 ein Schaltbild eines Teils einer temperaturabhängigen
Spannungsquelle für einen spannungsgesteuerten Oszillators;
und
Fig. 4 ein Schaltbild einer Ausführungsform eines spannungs
gesteuerten Oszillators zum Erzeugen von Refresh-Signalen.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines DRAMs, wobei Bezugs
zeichen 1 eine im DRAM integrierte Refresh-Ansteuerung, Be
zugszeichen 2 einen Zeilendecodierer zum Decodieren von
Adressleitung A0-A4, Bezugszeichen 3 eine Datensteuerung, Be
zugszeichen 4 einen Spalten-Ein/Ausgangskreis, Bezugszeichen
5 einen Spaltendecodierer zum Decodieren der über Adresslei
ten A5-A9 zugeführten Signale und Bezugszeichen 6 eine Zel
lenmatrix wiedergibt. Bezugszeichen 7 bezeichnet einen
Schreib/Lesebus, der in Verbindung mit den an der Datensteue
rung 3 anliegenden Daten in Abhängigkeit von einem
Schreib/Lesesignal R/W und einem Baustein-Auswahlsignal CS
ein Schreiben in eine bzw. über den Spalten-Ein/Ausgangskreis
ein Lesen aus der Zellenmatrix 6 durchführt. Diese Zellenma
trix 6 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus 32
Zeilen und 32 Spalten, was einem dynamischen Speicher mit ei
ner Kapazität von einem kBit (1.024 × 1 Bit) entspricht.
Das Wiederauffrischen der Speicherinhalte der Zellenmatrix 6
wird von der internen Refresh-Ansteuerung 1 zeilenweise
durchgeführt. Dazu wird von einem Signalgenerator 11 in der
Refresh-Ansteuerung 1 ein Refresh-Taktsignal über ein UND-
Glied 12 an eine Refresh-Steuerschaltung 13 angelegt, wobei
ein Wiederauffrischen nur dann ausgeführt wird, wenn die Zel
lenmatrix 6 nicht angesprochen wird und damit am UND-Glied 12
zusätzlich ein invertiertes Baustein-Auswahlsignal (CS = 1)
anliegt. Die Refresh-Zyklen müssen somit immer in den Be
fehlstrom an die Bausteine der Zellenmatrix 6 eingefügt wer
den, wobei im allgemeinen eine Refresh-Rate von 4 k/64 ms
verwendet wird.
Eine solche hohe Zyklusrate ist erforderlich, um zu verhin
dern, dass die in den Bausteinen der Zellenmatrix 6 gespei
cherten Informationen, die als Kondensatorladungen vorliegen,
aufgrund von Leckageströmen verloren gehen. Diese Leckage
ströme treten insbesondere dann auf, wenn der Computer, in
dem das Speichermodul eingesetzt wird, sich im Volllastbe
trieb befindet. Die vielen Datenoperationen im Computer, ins
besondere auch die Schreib- und Lesevorgänge in bzw. aus der
Zellenmatrix 6 sorgen nämlich durch die dabei auftretenden
elektrischen Ströme für eine hohe Temperatur im Computer und
damit im Speichermodul, was zu erhöhten Leckageströmen und
damit einer schnelleren Entladung der Kondensatoren führt.
Die Refresh-Rate des DRAMs muss deshalb so eingestellt sein,
dass auch bei der maximalen Betriebstemperatur im Computer
eine rechtzeitige Auffrischung der Kondensatoren im DRAM er
folgt, so dass keine Speicherinhalte verlorengehen.
Im Standby-Betrieb des Computers dagegen, also dann, wenn der
Computer weitgehend abgeschalten ist und keine Datenoperatio
nen mehr ausgeführt werden, sinkt die Temperatur im Computer
und damit im Speichermodul ab. Bei dieser gegenüber der Voll
last-Betriebstemperatur verringerten Standby-
Betriebstemperatur nehmen auch die Leckageströme der Konden
satoren im DRAM ab, so dass die Zeit zum Nachladen der Kon
densatoren, um die Speicherinformationen zu erhalten, verlän
gert werden kann.
Gemäß der Erfindung weist deshalb der Refresh-Signalgenerator
11 im DRAM einen Temperaturgang auf, bei dem mit abnehmender
Temperatur die Taktrate der Refresh-Signale kleiner wird. Der
Refresh-Signalgenerator 11 ist vorzugsweise so ausgelegt,
dass die Frequenz der Refresh-Signale, die über das UND-Glied
12 an die Refresh-Steuerschaltung 13 angelegt werden, bei einer Temperaturabnahme von 100°C hal
biert wird. Der Temperaturgang des Refresh-Signalgenerators
11 wird dabei vorzugsweise so gewählt, dass die Refresh-
Signalfrequenz stärker als linear mit der Temperatur abnimmt,
da auch die Leckageströme im Kondensator stärker als linear
mit abnehmender Temperatur fallen. Durch die Reduzierung der
Refresh-Zyklen im Standby-Betrieb, also dann, wenn die Tempe
ratur im Computer absinkt, wird der Stromverbrauch für die
Refresh-Vorgänge im DRAM wesentlich reduziert. Dieser vermin
derte Stromverbrauch wiederum ermöglicht eine deutlich ver
längerte Betriebsdauer von akku- oder batteriegesteuerten
Computern, also insbesondere von transportablen Geräten.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform des Refresh-
Signalgenerators 11 mit Temperaturgang. Der Refresh-
Signalgenerator 11 weist einen spannungsgesteuerten Oszilla
tor 110 auf, der eine Komparatorschaltung z. B. in Form einer
Schmitt-Triggerschaltung umfasst. Der spannungsgesteuerte Os
zillator 110 wird mit einer positiven Steuerspannung +Ub und
einer negativen Steuerspannung -Ub geschaltet. Am spannungs
gesteuerten Oszillator 110 liegt eine Eingangsspannung Ue an,
die durch Rückkopplung vorzugsweise der Ausgangsspannung Ua
des spannungsgesteuerten Oszillators 110 entspricht. Diese
Eingangsspannung Ue wird von einer Integratorschaltung im
spannungsgesteuerten Oszillator 110 aufintegriert. Erreicht
die aufintegrierte Spannung dann einen positiven bzw. negati
ven Triggerpegel des spannungsgesteuerten Oszillators 110 ab
hängig davon, in welche Richtung die aufintegrierte Spannung
läuft, wechselt die Ausgangsspannung Ua des spannungsgesteu
erten Oszillators 110 augenblicklich ihre Vorzeichen. Dadurch
läuft dann die auf den Eingang rückgekoppelte und im Integra
tor aufintegrierte Spannung in die umgekehrte Richtung bis,
der andere Triggerpegel erreicht ist. Am Ausgang des span
nungsgesteuerten Oszillators ergibt sich so eine Rechteck
spannung, wobei die Frequenz der Rechteckschwingung von der
Anstiegszeit des Integrators im spannungsgesteuerten Oszilla
tors 110, die von den Steuerspannungswerten +Ub bzw. -Ub ab
hängt, bestimmt wird.
Diese Steuerspannungswerte werden von einer Spannungsquelle
111 geliefert, wobei die am spannungsgesteuerten Oszillator
110 angelegten Spannungswerte temperaturabhängig sind. Be
zugszeichen 113 und 114 bezeichnen einen ersten und einen
zweiten Operationsverstärker der Spannungsquelle 111. Bezugs
zeichen 115, 116 und 117 entsprechen ersten, zweiten und
dritten Widerständen in der Spannungsquelle und Bezugszeichen
118 einer Diode. Der erste Operationsverstärker 113 der Span
nungsquelle 111 liefert dem spannungsgesteuerten Oszillator
110 die positive Steuerspannung +Ub. Hierzu steht am nicht-
invertierten Eingang des ersten Operationsverstärkers 113 ei
ne durch den ersten Widerstand 115 und die Diode 118 bestimm
te Spannung an. Am invertierten Eingang des Operationsver
stärkers 113 dagegen ist eine durch den zweiten Widerstand
116 und dem dritten Widerstand 117 bestimmte Referenzspannung
angelegt.
Damit der zweite Operationsverstärker 114 die negative Steu
erspannung -Ub an den spannungsgesteuerten Oszillator 111
liefert, ist am nicht-invertierten Eingang des zweiten Operationsverstärkers
114 die aus dem ersten Widerstand 115 und
der Diode 118 bestimmte Spannung und am invertierten Eingang
die durch den zweiten Widerstand 116 und den dritten Wider
stand 117 bestimmte Referenzspannung angelegt. Die beiden O
perationsverstärker 113, 114 verstärken die Differenz zwi
schen der durch den ersten Widerstand 115 und die Diode 118
vorgegebenen Spannung und der Referenzspannung, die durch die
beiden Widerstände 116 und 117 festgelegt ist. Der Verstär
kungsfaktor kann dabei auf die für den spannungsgesteuerten
Oszillator 110 erforderlichen Triggerspannungswerten einge
stellt werden.
Die von den beiden Operationsverstärkern 113, 114 gelieferten
Ausgangsspannungen, die als Steuerspannungen für den span
nungsgesteuerten Oszillator 111 dienen, werden von der Ano
denspannung der Diode 118 bestimmt. Die von der Diode 118 ge
lieferte Anodenspannung ist jedoch temperaturabhängig, wobei
die Anodenspannung mit steigender Temperatur absinkt. Die
Temperatur in der Diode 118 hängt wiederum wesentlich von der
Temperatur im Speichermodul und damit im Computer ab, so dass
die Anodenspannung der Diode 118 beim Übergang von der Voll
last-Betriebstemperatur zur Standby-Betriebstemperatur an
steigt. Damit nehmen die von den Operationsverstärkern 113,
114 gelieferten Spannungspegel an den spannungsgesteuerten
Oszillator 110, die die Anstiegszeit des Integrators bestim
men, zu. Dies führt wiederum dazu, dass die Frequenz, mit der
der spannungsgesteuerte Oszillator 101 umschaltet, kleiner
wird und damit die Refresh-Zyklen der Speichermatrix, die
durch diese Frequenz bestimmt werden, verlängert werden.
Fig. 3 zeigt im Detail eine mögliche Ausführungsform einer
temperaturabhängigen Spannungsquelle. Bei dieser temperatur
abhängigen Spannungsquelle entsprechen Bezugszeichen 201 bis
205 ersten bis fünften Widerständen, Bezugszeichen 206 und
207 ersten und zweiten selbstsperrenden p-Mosfets, Bezugszei
chen 208 bis 210 ersten bis dritten selbstsperrenden
n-Mosfets und Bezugszeichen 211 eine Diode. Die Verstärker
schaltung in der Spannungsquelle setzt sich aus zwei Strom
zweigen zusammen, wobei der erste Stromzweig eine Reihen
schaltung aus dem ersten p-Mosfet 206 und dem ersten n-Mosfet
208 aufweist und der zweite Stromkreis eine Reihenschaltung
aus dem zweiten p-Mosfet 207 und dem zweiten n-Mosfet 209
aufweist. Diese Stromzweige sind wiederum mit dem dritten n-
Mosfet 210 in Reihe geschaltet.
Am Gate des ersten n-Mosfets 208 liegt eine temperaturabhän
gige Eingangsspannung Ue an. Diese temperaturabhängige Ein
gangsspannung Ue wird durch einen Spannungsteiler bestehend
aus dem ersten Widerstand 201 und der Diode 211 bestimmt, wo
bei sich die Temperaturabhängigkeit der Eingangsspannung aus
der Temperaturabhängigkeit der Anodenspannung der Diode 211
ergibt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Diode
211 eine n-Kanal-Fetdiode.
Am Gate des zweiten n-Mosfets 209 liegt die Referenzspannung
Ur an, die durch einen Spannungsteiler bestimmt wird, der
sich aus dem vierten und fünften Widerstand 204, 205 zusam
mensetzt. Die Referenzspannung Ur liegt weiterhin auch an den
beiden Gates des ersten p-Mosfets 206 und des zweiten p-
Mosfets 207 an. Diese beiden p-Mosfets 206, 207 bilden so ei
ne Spiegelstromquelle, die für einen konstanten Strom in den
beiden Stromzweigen der Verstärkerschaltung sorgen. Am drit
ten n-Mosfet 210 liegt eine weitere Steuerspannung Us an, die
den Arbeitspunkt und die Anstiegszeit der Verstärkerschaltung
festlegt.
Die Ausgangsspannung Ua der Verstärkerschaltung wird am er
sten Stromzweig zwischen dem ersten p-Mosfet 206 und dem er
sten n-Mosfet 208 abgegriffen. Diese Ausgangsspannung Ua ent
spricht der Differenz zwischen der Eingangsspannung Ue und
der Referenzspannung Ur, wobei eine Spannungsverstärkung auf
tritt, die im wesentlichen durch den zweiten Widerstand 202
und dem dritten Widerstand 203 festgelegt werden. Der zweite
Widerstand 202 bestimmt dabei die auf den Eingang des ersten
n-Mosfets 208 rückgekoppelte Spannung und der dritte Wider
stand 203 die in den zweiten Stromzweig zwischen dem zweiten
p-Mosfet 207 und dem zweiten n-Mosfet 209 eingekoppelte Span
nung. Mit der gezeigten Schaltung lässt sich durch geeignete
Wahl insbesondere des zweiten und dritten Widerstandes 202,
203 eine Spannungsverstärkung über einen weiten Bereich ein
stellen. Die in Fig. 3 gezeigte Spannungsquelle stellt eine
n-Source mit einer niedrigen Ausgangsspannung dar, wobei mit
einem Anstieg der Temperatur in der Diode 211 auch die Aus
gangsspannung ansteigt, d. h. ein positiver Temperaturgang
gegeben ist. Dieser Spannungsanstieg mit der Temperatur wird
wiederum in einem spannungsgesteuertem Oszillator, wie er in
Fig. 4 gezeigt ist, in eine kleinere Frequenz eines Refresh-
Signals umgesetzt.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform des spannungsge
steuerten Oszillators handelt es sich um einen Ringoszillator
der mit einer hohen Spannung (p-Source) und einer niedrigen
Spannung (n-Source) gesteuert wird. Die niedrige Spannung
kann dabei von einer temperaturabhängigen Spannungsquelle mit
einem positiven Temperaturgang geliefert werden, wie sie in
Fig. 3 gezeigt ist. Die hohe Spannung kann durch eine Span
nungsquelle vorgegeben werden, die im wesentlichen einen ähn
lichen Aufbau wie die in Fig. 3 gezeigte Spannungsquelle be
sitzt, wobei jedoch hier die Referenzspannung Ur an den er
sten n-Mosfet 208 im ersten Stromzweig der Verstärkerschal
tung und die temperaturabhängige Eingangsspannung Ue an den
zweiten n-Mosfet 209 im zweiten Stromzweig der Verstärker
schaltung angelegt wird. Hierdurch wird ein negativer Tempe
raturgang der Ausgangsspannung erzielt.
Der in Fig. 4 gezeigte Ringoszillator ist eine Kaskaden
schaltung mit sieben in Reihe geschalteten Oszillatorzweigen,
wobei Bezugszeichen 301 bis 307 selbstsperrenden p-Mosfets
entspricht, die durch die hohe Spannung, die an den Gates
dieser Schalt-Mosfets angelegt werden, geschaltet werden.
Analog werden von der an den Ringoszillator angelegte niedri
ge Spannung mit Bezugszeichen 308 bis 315 gekennzeichnete
selbstsperrende n-Mosfets geschaltet. Jeder p-Schalt-Mosfet
ist mit einem weiteren selbstsperrendem p-Mosfet in Reihe ge
schaltet, die durch Bezugszeichen 316 bis 322 gekennzeichnet
sind. Entsprechend ist jeder n-Schalt-Mosfet 308 bis 314 mit
einem weiteren selbstsperrenden n-Mosfet in Reihe geschaltet,
die durch Bezugszeichen 323 bis 329 in Fig. 4 gekennzeichnet
sind. Jeder Oszillatorzweig besteht so aus einer Reihenschal
tung aus einem p-Schalt-Mosfet einem p-Schwingkreis-Mosfet
einem n-Schwingkreis-Mosfet und einem n-Schalt-Mosfet. Die
Gates des p-Schalt-Mosfet und des n-Schalt-Mosfet sind dabei
immer zusammengekoppelt, wobei parallel zu den Gates jeweils
Kondensatoren angeordnet sind, die in Fig. 4 mit Bezugszei
chen 330 bis 335 gekennzeichnet sind.
Die einzelnen Oszillatorzweige sind weiterhin miteinander
verkoppelt, wobei die Sources der p-Schalt-Mosfets 301 bis
307 sowie die Sources der n-Schalt-Mosfets 308 bis 315 mit
einander verbunden sind. Am Gate des ersten p-Schwingkreis-
Mosfet 316 bzw. des ersten n-Schwingkreis-Mosfets 323 liegt
weiterhin als Eingangsspannung Ue zusätzlich die Ausgangs
spannung Ua des Ringoszillators an, die zwischen den Drains
des siebten p-Schaltkreis-Mosfets 322 und des siebten
n-Schaltkreis-Mosfets 329 abgegriffen wird. Die Drains des
ersten p-Schaltkreis-Mosfets 316 und des ersten n-Schalt
kreis-Mosfets 321 sind wiederum mit den Gates der Schalt
kreis-Mosfets im zweiten Oszillatorkreis und diese wiederum
rät denen im dritten usw. bis zum siebten in Reihe geschal
tet.
Mit der in Fig. 4 dargestellte Oszillatorschaltung wird, ei
ne Rechteckschwingung der Ausgangsspannung erzeugt, bei der
die Frequenz durch die angelegte hohe Spannung und die ange
legte niedrige Spannung bestimmt werden. Diese Spannungen be
stimmen dem Stromfluss über die p-Schalt-Mosfets 301 bis 307
bzw. n-Schalt-Mosfets 308 bis 315 und damit die Anstiegszeit
der Kondensatoren 330 bis 335. Diese Anstiegszeit wiederum
legt die Zeit fest, die benötigt wird, bis einer der Trig
gerpegel erreicht wird, wodurch sich das Vorzeichen der Aus
gangsspannung umkehrt. Dadurch entsteht eine rechteckförmige
Schwingung, die zwischen den Triggerpegeln hin und her läuft
und deren Frequenz durch die hohe bzw. niedrige Steuerspan
nung bestimmt wird.
Claims (3)
1. Refresh-Ansteuerschaltung zum Zuführen von Refresh-Signalen an
eine Speichervorrichtung (6) mit einem Refresh-
Signalgenerator (11) zum Erzeugen einer kontinuierlichen
Abfolge von Refresh-Signalen mit einer vorbestimmten
Frequenz, wobei der Refresh-Signalgenerator (11) so aus
gelegt ist, dass die Frequenz der erzeugten Refresh-
Signale mit sinkender Temperatur in der Speichervorrich
tung (6) abnimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Refresh-Signalgenerator (11) ein spannungsgesteuer
ter Oszillator ist, wobei die angelegten Steuerspannun
gen durch die temperaturabhängige Anodenspannung einer
Diode (118) bestimmt werden.
2. Refresh-Ansteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die temperaturabhängige Anodenspannung
der Diode (118) mit Hilfe von Differenzverstärkern (103,
104) um einen Faktor 2-10 verstärkt wird.
3. Refresh-Ansteuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Refresh-Signalgenerator (11) so
ausgelegt ist, dass sich bei einer Temperaturabnahme von
ca. 100°C die Frequenz der Refresh-Signale mindestens
halbieren.
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