Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases zu einem Patien
ten unter Überdruck, sowie ein Verfahren zur Steuerung einer derartigen Vorrich
tung.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art finden insbesondere Anwendung bei der
Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen. Abweichend von den im allge
meinen nur kurzzeitig beispielsweise zur Zufuhr eines Anästhesiegases im Kranken
haus - insbesondere OP-Bereich verwendeten Beatmungsgeräten wird bei Schlafthe
rapie-Beatmungsgeräten angestrebt, das Atemgas in einer Weise zuzuführen die
seitens des Patienten nicht nur im Wachzustand subjektiv als angenehm empfunden
wird sondern auch im Schlafzustand unter physiologischen Gesichtspunkten günstig
ist.
Unter den für den Langzeiteinsatz d. h unter den für den Einsatz über viele Jahre
hinweg vorgesehenen Schlaftherapie-Beatmungsgeräten finden sich Geräte durch
welche das Atemgas beispielsweise Umgebungsluft ggf. unabhängig von der At
mung des Patienten mit einem vorgegebenen Beatmungsdruck über einen Beat
mungsschlauch einer Atemmaske zugeführt wird. Alternativ hierzu finden auch Gerä
te Anwendung bei welchen der Beatmungsdruck während einer Expirationsphase
des Patienten abgesenkt und während einer sich zyklisch anschließenden Inspirati
onsphase auf einen vorgegebenen Druckpegel erhöht wird.
Bei Beatmungsgeräten wird üblicherweise der Beatmungsdruck über eine Regelein
richtung geregelt. Hierzu kann wie beispielsweise aus DE 37 32 475 A1 oder FR 2 663 547 bekannt der durch das Beatmungsgerät erzeugte Beatmungsdruck durch
einen bis an den Patienten herangeführten Kontrollschlauch gemessen werden. Bei
der Verwendung von Beatmungsmasken werden derartige Kontrollschläuche übli
cherweise in den Beatmungsschlauch eingeschoben und münden unmittelbar in die
Atemmaske.
Im Bereich der Atemmaske ist bei derartigen Geräten eine Atemgasauslaßöffnung
ausgebildet, durch welche sowohl während der Inspirationsphase als auch während
der Expirationsphase ein vorgegebener Gasstrom abfließen kann. Hierdurch wird bei
ständiger Nachfuhr von Atemgas ein hinreichender Austausch des Atemgases in
dem Beatmungsschlauch erreicht. Je nach Auslegung der Atemgasauslaßöffnung
erfolgt eine entsprechend intensive Spülung des während der Expirationsphase in
den Atemschlauch hinein exhalierten Atemgases.
Bei der Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, das über das Beatmungsgerät zugeführte Frischgas zu befeuchten. Hierzu
kann das angesaugte Frischgas über ein stromabwärts einer Fördereinrichtung, bei
spielsweise einer Turbine, angeordnetes Wasserbad geleitet werden. Insbesondere
bei derartigen Geräten besteht jedoch das Problem eines u. U erheblichen Kon
denseintrags sowohl in den Beatmungsschlauch als auch in den Kontrollschlauch
wodurch die Erfassung des Druckes in der Atemmaske beeinträchtigt und der Strö
mungswiderstand des Atemschlauches erhöht wird.
Anstelle des Kontrollschlauches ist es möglich wie beispielsweise gemäß EP 0 288 903 A2
vorgeschlagen einen elektronischen Druckwandler unmittelbar an der Atem
maske anzubringen und den erfaßten Druck über eine Datenleitung an die geräte
seitig vorgesehene Regeleinrichtung weiterzugeben. Diese Meßanordnung ist jedoch
vergleichsweise teuer und in der Wartung aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein für die Therapie schlafbezogener At
mungsstörungen vorgesehenes Beatmungsgerät zu schaffen das sich durch eine
hohe Funktionszuverlässigkeit sowie eine hinsichtlich des Atemgaswechsels verbes
serte physiologische Verträglichkeit auszeichnet.
Hinsichtlich der Vorrichtung zur Zufuhr des Atemgases wird diese Aufgabe erfin
dungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den in Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich den Beatmungsdruck in einem ver
gleichsweise geringen Toleranzbereich mit hoher Dynamik einem vorgegebenen
Sollwert entsprechend einzustellen. Auf den bislang erforderlichen in den Beat
mungsschlauch eingeschobenen und in den Bereich der Maske geführten Kontroll
schlauch kann bedarfsweise vollständig verzichtet werden. Hierdurch wird zum ei
nen eine größere effektive Querschnittsfläche des Beatmungsschlauches sowie eine
Verringerung der im maskenseitigen Ende des Beatmungsschlauches mit dem exha
lierten Atemgas in Kontakt tretenden Schlauchflächen erreicht. Der Beatmungs
schlauch kann auf vergleichsweise einfache Weise gereinigt werden. Ferner besteht
in erheblich geringerem Maße das Problem, daß sich der bislang erforderliche Kon
trollschlauch innerhalb einer längeren Schlafphase des Patienten zusetzt. Durch die
Verringerung des Strömungswiderstandes des Beatmungsschlauches aufgrund der
größeren und strömungstechnisch günstigeren Strömungsquerschnittsfläche wird
auch eine bessere Exhalationscharakteristik erreicht, da das Atemgas während der
Exhalation unter einem geringeren Widerstand in den Beatmungsschlauch zurückge
führt werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt eine vorzugsweise durch eine Turbine
gebildete Einrichtung zur Förderung des Atemgases sowie eine durch einen elektro
nischen und vorzugsweise programmierbaren Schaltkreis gebildete Steuerungsein
richtung zur Steuerung der Förderung des Atemgases.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist stromab
wärts der Turbine eine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen durch welche das
Atemgas mit Wasser und ggf. geeigneten Wirkstoffen befrachtet werden kann.
Die Förderung des Atemgases zu der Atemmaske erfolgt unter Verwendung einer
flexiblen Beatmungsschlauchleitung die gemäß einer besonders bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung mehrteilig ausgebildet ist.
In diese Beatmungsschlauchleitung ist in vorteilhafter Weise eine Einrichtung zur
Ableitung etwaig sich in der Beatmungsschlauchleitung bildenden Kondensats vor
gesehen. Diese Einrichtung kann durch ein Diaphragma beispielsweise aus einem
porösen Material oder auch durch wenigstens eine kleinere Bohrung gebildet sein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt eine Druckerfassungseinrichtung zur Er
zeugung eines Drucksignales für die Steuerungseinrichtung, wobei
die Druckerfassungseinrichtung den Druck im Bereich des Beatmungsschlauches an
einer Meßstelle erfaßt die von einem maskenseitigen Schlauchende stromaufwärts
beabstandet ist. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich ein gleichmäßiges
und von nicht repräsentativen Oberwellen weitgehend befreites Drucksignal zu er
zeugen. Aufgrund des Abstandes der Meßstelle von der Atemmaske besteht zudem
in erheblich geringerem Maße das Problem, daß Meßwerterfassung durch Konden
sat oder Auswurf beeinträchtigt wird.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich
zwischen der Meßstelle und dem maskenseitigen Schlauchende eine Ausgleichs
strecke deren Länge wenigstens dem 9-fachen Innendurchmesser des Beatmungs
schlauches entspricht. Hierdurch wird mittels des der Atemmaske vorgelagerten
Ausgleichsraumes eine hinreichend gleichmäßige Meßwerterfassung erreicht. Die
Länge der Ausgleichsstrecke kann für Personen mit großem Lungenvolumen oder
Neigung zu Auswurf vergrößert werden. Insbesondere bei der Zufuhr stark befeuch
teten Atemgases oder zur noch weiteren Verringerung des Atmungswiderstendes ist
es möglich die Meßstelle unmittelbar in den Anfangsbereich der Beatmungs
schlauchleitung zu legen.
Die Meßstelle ist mit Vorteil stromabwärts einer in der Befeuchtungseinrichtung ge
bildeten Befeuchtungszone angeordnet. Hierdurch wird es möglich durch die Be
feuchtungseinrichtung hervorgerufenen Störeinflüsse weitgehend zu kompensieren.
Beispielsweise kann die Meßstelle in einem Anschlußkrümmer oder einem Deckele
lement eines Befeuchtungsbehälters angeordnet sein. Die Meßstelle ist mit Vorteil
derart gewählt, daß nur der statische Druck an dieser Stelle gemessen wird. Durch
zusätzliche Erfassung des absoluten Druckes oder des dynamischen Druckes ist es
möglich zusätzlich den momentanen Volumenstrom zu erfassen. Ferner ist es mög
lich, den momentanen Volumenstrom anhand der seitens der Turbine bezogenen
Leistung oder der Drehzahl der Turbine unter Berücksichtigung des Turbinenkenn
feldes zu ermitteln.
Die Meßstelle wird in vorteilhafter Weise durch den Ort der Mündung einer in die
Beatmungsschlauchleitung mündenden Meßleitung bestimmt. Hierbei ist die Meß
stelle vorzugsweise in einem sich zwischen der Beatmungsschlauchleitung und der
Befeuchtungszone erstreckenden Atemgas-Leitungsabschnitt angeordnet.
Eine besonders preisgünstig realisierbare Ausführungsform der Erfindung ist hierbei
dadurch gegeben, daß die Meßstelle sich Inneren der Beatmungsschlauchleitung
befindet.
Eine im Hinblick auf eine besonders präzise Steuerung der Atemgaszufuhr vorteilhaf
te Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gegeben, daß die Steuereinrichtung
eine Recheneinrichtung umfaßt die das Übertragungsverhalten des Abschnittes der
Beatmungsschlauchleitung zwischen der Meßstelle und dem maskenseitigen Ende
der Schlauchleitung in Abhängigkeit von dem momentanen Atemgasstrom berück
sichtigt. Das Übertragungsverhalten der Beatmungsschlauchleitung kann durch ein
Kennfeld oder eine beispielsweise durch mehrere Stützpunkte definierte Funktion auf
einem Speicherelement gespeichert sein.
Die Meßleitung ist in vorteilhafter Weise durch einen innerhalb der Beatmungs
schlauchleitung geführten Schlauch gebildet, wobei dessen Länge innerhalb der
Beatmungsschlauchleitung um mehr als das 9-fache des Innendurchmessers der
Beatmungsschlauchleitung kürzer ist als die Beatmungsschlauchleitung. Hierdurch
wird auf einfache Weise erreicht, daß die Meßstelle hinreichend weit von der Maske
beabstandet ist. Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Abstand der Meßstelle von
der Atemmaske kann im Wege der Nachrüstung durch Aufstecken eines Zwi
schenelementes zwischen Atemmaske und Beatmungsschlauchleitung erreicht wer
den. Ein derartiges Zwischenelement kann auf einfache Weise gereinigt werden.
Eine im Hinblick auf eine besonders günstige Handhabung und Pflege der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch
gegeben, daß die Meßleitung mit einem Muffenelement gekoppelt ist, das mit einem
geräteseitigen Endabschnitt der Beatmungsschlauchleitung verbindbar ist. In vorteil
hafter Weise kann hierbei durch Abziehen des Muffenelementes auch die Meß-
Schlauchleitung aus der Beatmungsschlauchleitung herausgezogen werden. Auf
fertigungs- und wartungstechnisch günstige Weise kann die Meßleitung über das
Muffenelement aus dem Atemgaszufuhrweg herausgeführt werden.
Hinsichtlich eines Verfahrens zur Steuerung der Zufuhr eines Atemgases zu einer
Atemmaske wird die eingangs angegebene, der Erfindung zugrundeliegende Aufga
be erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Schritten Fördern des Atemgases
mittels einer Turbine, Befeuchten des Atemgases mittels Durchleiten des Atemgases
durch eine Befeuchtungszone, Leiten des befeuchteten Atemgases durch eine Be
atmungsschlauchleitung zu einer Atemmaske, Messen des Druckes an einer Meß
stelle stromaufwärts der Atemmaske die stromabwärts der Befeuchtungszone ange
ordnet ist und von dem maskenseitigen Ende der Beatmungsschlauchleitung um
mehr als das 9-fache des Innendurchmessers der Beatmungsschlauchleitung beab
standet ist sowie Einstellen der Drehzahl oder Förderleistung der Turbine auf
Grundlage des erfaßten Druckes, gelöst. Hierdurch wird es wie vorangehend zur er
findungsgemäßen Vorrichtung beschrieben möglich eine für den zu beatmenden Pa
tienten günstigere Beatmungscharakteristik zu erreichen.
Insbesondere in Kombination mit dem angegebenen Verfahren aber auch unabhän
gig davon ist es gemäß einem weiteren Lösungsgedanken der Erfindung in vorteil
hafter Weise möglich ein Atemgas zu einer Atemmaske mittels einer über eine
Atemgasleitungseinrichtung angeschlossenen Turbine zuzuführen, wobei der mo
mentane Atemgasstrom ermittelt wird und auf Grundlage des momentanen Atem
gasstromes der erwartete Druckabfall entlang der Atemgasleitungseinrichtung zwi
schen Turbine und Atemmaske errechnet wird und die Drehzahl oder die Förderlei
stung der Turbine unter Berücksichtigung des erwarteten Druckabfalls derart einge
stellt wird, daß der Druck im inneren der Atemmaske einen vorgegebenen Soll-
Druckpegel erreicht.
Der Soll-Druckpegel ist in vorteilhafter Weise nicht statisch sondern alterniert wäh
rend eines Atemzyklus entsprechend einem vorgewählten zeitlichen Verlauf. Der
zeitliche Verlauf des Soll-Druckpegels ist gemäß einer besonders bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung auf den Momentanzustand einer atmenden Person ab
gestimmt.
Eine besonders vorteilhafte Abstimmung des zeitlichen Verlaufes des Beatmungs
druckes zur Zufuhr eines Atemgases zu einer Atemmaske mittels einer über eine
Atemgasleitungseinrichtung angeschlossenen Turbine kann auch dadurch erreicht
werden, daß der zeitliche Verlauf des Soll-Druckpegels auf die momentane Gehirn
aktivität der atmenden Person abgestimmt wird.
Hierzu ist es gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
möglich, Mittel vorzusehen durch welche der zeitliche Verlauf des Soll-Druckpegels
im Einklang mit dem ermittelten Schlafprofil bestimmt wird.
Die Gehirnaktivität kann vorzugsweise durch am Körper, insbesondere am Kopf der
beatmeten Person angebrachte Mittel insbes. Elektroden erfaßt werden.
Eine besonders günstige und auch zur Anwendung im häuslichen Bereich günstige
Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gegeben, daß die Gehirnaktivität unter
Verwendung einer auf der Stirn der atmenden Person angebrachten Elektrode erfaßt
wird. Eine derartige Elektrode kann beispielsweise in der Form eines Klebestreifens
auf einfache Weise angebracht werden.
Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Erfindung in Verbindung mit der
Zeichnung. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Zufuhr eines
Atemgases gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung;
Fig. 2 eine vereinfachte Prinzipdarstellung einer Vorrichtung zur Zufuhr eines Atem
gases gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
Fig. 3 ein Diagramm zur Erläuterung des steuerungsseitig berücksichtigten Übertra
gungsverhaltens der Ausgleichsstrecke a
Fig. 4 eine vereinfachte perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausfüh
rungsform der Erfindung mit einem Atemschlauchsystem dessen geräteseitige
Schlauchanschlußstruktur mehrteilig ausgebildet ist.
Die gemäß Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases umfaßt eine
in einem Gehäuse 1 aufgenommene hier durch eine Turbine (nicht sichtbar) gebilde
te Atemgasfördereinrichtung. Das durch die Turbine über einen Einlaßbereich 2 an
gesaugte Atemgas wird durch in dem Gehäuse 1 ausgebildete Kanäle zu einer Be
feuchtungseinrichtung geführt, die ebenfalls in dem Gehäuse 1 aufgenommen ist.
Die Befeuchtungseinrichtung umfaßt einen Flüssigkeitsbehälter 3 der zum Nachfül
len oder Reinigen aus dem Gehäuse 1 entnommen werden kann. Die in dem Flüs
sigkeitsbehälter 3 aufgenommene Flüssigkeit ist über eine Heizeinrichtung erwärm
bar. Die Heizeinrichtung ist bei der gezeigten Vorrichtung durch eine Mikrowellen-
Heizeinrichtung gebildet. Der Flüssigkeitsbehälter 3 ist aus einem transparenten
Glas- oder Kunststoffwerkstoff gefertigt. Das durch die Turbine geförderte Atemgas
gelangt über eine obere Öffnung des Flüssigkeitsbehälters in diesen hinein und
nimmt hierbei Feuchtigkeit auf. Das befeuchtete Atemgas gelangt anschließend in
einen Auslaßstutzen auf welchen ein Beatmungsschlauch 4 aufgesteckt ist.
Der Beatmungsschlauch 4 ist aus einem flexiblen Material gebildet und mit einer Spi
raleinlage versehen. Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist der Beatmungs
schlauch 4 zweiteilig aus zwei in etwa gleich langen Hälften ausgebildet und über
eine Verbindungsmuffe 5 zusammengefügt.
Der Beatmungsschlauch 4 ist mit einer Meßleitung 6 versehen die sich teils inner
halb, teils außerhalb desselben erstreckt. Die Durchführung der Meßleitung 6 nach
Innen in den Beatmungsschlauch 4 erfolgt hier über die Verbindungsmuffe 5. Über
die genannte Verbindungsmuffe 5 ist die Meßleitung 6 derart innerhalb des Beat
mungsschlauches 4 fixiert, daß das vordere Ende e in einem Abstand a stromauf
wärts von dem vorderen Ende E des Beatmungsschlauches beabstandet ist. Der
Abstand a zwischen den beiden Enden e, E ist derart bemessen, daß zwischen der
durch das Ende e der Meßleitung definierten Meßstelle und der hier durch das Be
zugszeichen 7 gekennzeichneten Atemmaske ein Ausgleichsraum Q gebildet ist
dessen Volumen wenigstens 9 . D . A beträgt, wobei D der Innendurchmesser des
Beatmungsschlauches und A die Querschnittsfläche desselben ist. Durch Abziehen
der Verbindungsmuffe 5 kann die Meßleitung 6 auf einfache Weise aus dem Beat
mungsschlauch 4 herausgezogen werden.
Die Meßleitung 6 ist im Bereich des Endes e innerhalb des Beatmungsschlauches 4
zentriert. Hierzu ist ein hier nur angedeutet dargestelltes Zentrierelement 8 vorgese
hen das drei sternartig angeordnete Fußelemente aufweist die im Querschnitt
stromlinienförmig ausgebildet sind. Die aus der Verbindungsmuffe herausgeführte
Meßleitung 6 ist durch mehrere Halteklammern 9 an dem Beatmungsschlauch 4 be
festigt. Geräteseitig ist die Meßleitung 6 über einen an dem Beatmungsschlauch 4
befestigten Anschlußstecker 10 mit einem seitens des Gehäuses 1 vorgesehenen
Meßanschluß gekoppelt.
Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform mit langem (zweiteiligen) Beat
mungsschlauch 4 ist es auch möglich die Verbindungsmuffe 5 unmittelbar auf den
befeuchterseitig vorgesehenen Auslaßstutzen aufzusetzen und die hierzu vorzugs
weise verkürzte Meßleitung entsprechend anzuschließen.
Die über die Meßleitung am stromaufseitigen Anfang des Ausgleichsraumes Q ge
messenen Druckpegel werden durch eine in dem Gehäuse 1 angeordnete Rech
nereinrichtung unter Berücksichtigung des momentanen Atemgasvolumenstromes
verarbeitet.
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung vereinfacht dargestellt. Bei
der gezeigten Ausführungsform befindet sich die Meßstelle unmittelbar am Ausgang
des hier insgesamt durch das Bezugszeichen 11 gekennzeichneten Befeuchters und
somit in einem stromabwärts einer Befeuchtungszone liegenden Abschnitt. Der Be
feuchter 11 umfaßt neben dem Flüssigkeitsbehälter 3 eine Einrichtung 12 zur spi
ralartigen Verwirbelung des zugeführten Atemgases. Hierdurch wird eine intensivere
Befeuchtung des Atemgases und eine nochmals verbesserte Auslöschung der turbi
nenseitig erzeugten Geräusche erreicht. Die Meßstelle ist über die Meßleitung 4 mit
einem Drucksensor p gekoppelt welcher wiederum an einen A/D Wandler 13 ange
schlossen ist. Der A/D Wandler 13 ist mit einer Steuerungseinrichtung 14 verbunden.
Diese Steuerungseinrichtung verarbeitet eine Vielzahl von Eingangsgrößen wie bei
spielsweise die über einen Drehzahlsensor ermittelte Turbinendrehzahl ggf. auch
den Leistungsbezug des Antriebsmotors der Turbine 15. Auf den bei der ersten Aus
führungsform innerhalb des Beatmungsschlauches 4 geführten Meßleitungsab
schnitt wird bei dieser Ausführungsform vollständig verzichtet wodurch ein beson
ders geringer Atmungswiderstand gegeben ist.
Die gezeigte Steuerungseinrichtung 14 verarbeitet zusätzlich Signale auf Grundlage
elektroenzephalografisch erfaßter Körperpotentiale der zu beatmenden Person.
Hierzu sind lediglich vereinfacht dargestellt ein Zwischenrechner 16 und eine daran
angeschlossene zur Selbstapplikation vorgesehene Elektrode 17.
In Fig. 3 ist schematisch das seitens der Steuerungseinrichtung 14 berücksichtigte
Übertragungsverhalten des Ausgleichsraumes Q dargestellt. Sowohl beim Einatmen,
als auch beim Ausatmen wir der über den Ausgleichsraum Q entstehende Druck
gradient auf Grundlage eines abgespeicherten Kennfeldes bzw. einer gespeicherten
Funktion in Abhängigkeit von dem momentanen Volumenstrom ermittelt.
In Fig. 4 ist ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die im Rahmen der vorangegangenen Beschreibung erläuterten Komponenten sind
hier mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist vor dem zum Anschluß des Atemschlau
ches 4 vorgesehenen Anschlußstecker 10 ein Meßschlauchdurchführungselement
20 vorgesehen über welches die hier als Meßschlauch ausgebildete Meßleitung 6 in
den Beatmungsschlauch 4 eingeführt ist. Das Meßschlauchdurchführungselement
20 ist mit dem entsprechenden Endabschnitt des Beatmungsschlauches 4 in abdich
tender Weise lösbar verbunden. Bei der gezeigten Anordnung wird es möglich, den
Beatmungsschlauch und die Meßleitung als eine Einheit von dem geräteseitigen An
schlußabschnitt abzuziehen und anschließend auf einfache Weise die Meßleitung 6
bzw. den Meßschlauch gemeinsam mit dem Meßschlauchdurchführungselement von
dem Beatmungsschlauch 4 abzuziehen. Das erfindungsgemäß vorgeschlagene
Längenverhältnis von Meßschlauch und Beatmungsschlauch wird in vorteilhafter
Weise durch eine Fixierung des Meßschlauches in dem Meßschlauchdurchführung
selement 20 erreicht. Der Beatmungsschlauch 4 ist hier verkürzt dargestellt. Der aus
dem Beatmungsschlauch herausgeführte Meßschlauch ist im Seitenbereich des Ge
rätes über eine entsprechende Anschlußstruktur mit einem im inneren des Gehäuses
1 vorgesehenen elektrischen Druckwertgeber verbunden. Der Innendurchmesser
des Beatmungsschlauches 4 liegt corzugsweise im Bereich von ca 18 bis 35 mm.
Der Außendurchmesser des Meßschlauches 6 liegt vorzugsweise im Bereich von 4
bis 8 mm.