DE10021707A1 - Handgeführtes Arbeitsgerät - Google Patents
Handgeführtes ArbeitsgerätInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät mit einem luftgekühlten Verbrennungsmotor (2), der innerhalb eines Gerätegehäuses (3) angeordnet ist, wobei die Kühlluft mittels eines auf der Kurbelwelle (24) des Verbrennungsmotors (2) drehfest gehaltenen Lüfterrades (4) gefördert wird, welches in einer zum Verbrennungsmotor (2) offenen Kühlluftspirale (5) aufgenommen ist. In dem Gerätegehäuse (3) ist ein Lufteinlaß (33) ausgebildet, durch den Umgebungsluft in die Kühlluftspirale (5) ansaugbar ist. DOLLAR A Um die Kühlung des Verbrennungsmotors (2) zu verbessern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, in einem zwischen dem Lüfterrad (4) und dem Verbrennungsmotor (2) liegenden Boden (7) der Kühlluftspirale (5) einen zweiten Kühllufteintritt (8) auszubilden, durch den der Innenraum (6) des Gerätegehäuses (3) mit dem Kühlluft führenden Teil der Kühlluftspirale (5) verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät wie
Motorkettensägen, Freischneidegeräte und dergleichen mit
einem luftgekühlten Verbrennungsmotor, der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bei bekannten Arbeitsgeräten wird das Werkzeug von einem
Verbrennungsmotor angetrieben, der innerhalb eines Geräte
gehäuses angeordnet ist. Zur Förderung der Kühlluft für den
Verbrennungsmotor ist ein Lüfterrad vorgesehen, welches auf
einer Kurbelwelle des Verbrennungsmotors drehfest gehalten
ist und in einer zum Verbrennungsmotor offenen Kühlluftspi
rale dreht.
Die DE 197 52 798 A1 offenbart ein Arbeitsgerät, bei dem im
Betrieb des Motors das rotierende Lüfterrad Umgebungsluft
durch einen Lüfterdeckel in die Kühlluftspirale im Geräte
gehäuse ansaugt. Aus der Kühlluftspirale tritt der Kühl
luftstrom zum Zylinder des Verbrennungsmotors aus und wird
über Auslaßschlitze aus dem Gerätegehäuse abgeführt. Im Bo
den der Kühlluftspirale ist eine Öffnung vorgesehen, an die
ein Verbrennungsluftkanal zu einem Luftfilter des Motors
anschließt. Auf diese Weise wird von dem Kühlluftstrom ein
Teilstrom abgezweigt und als Verbrennungsluft dem Verbren
nungsmotor zugeführt.
Die DE 196 18 669 A1 offenbart ein handgeführtes Arbeitsge
rät, bei dem im Boden der Kühlluftspirale eine Verbren
nungslufteintrittsöffnung angeordnet ist, wobei Verbren
nungsluft aus dem Innenraum des Gerätegehäuses durch die
Eintrittsöffnung gefördert und in einen in Strömungsrich
tung anschließenden Verbrennungsluftkanal zum Motor gelei
tet wird.
Die Gerätegehäuse sind bei handgeführten Arbeitsgeräten
klein und kompakt auszuführen, wodurch erhöhte Temperaturen
des gedrungen aufgebauten Verbrennungsmotors auftreten kön
nen. Insbesondere beim Einsatz von Viertaktmotoren in den
Gerätegehäusen der Arbeitsgeräte ergeben sich trotz äußerer
Luftkühlung deutlich höhere Temperaturen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
gattungsgemäße Arbeitsgerät derart weiterzubilden, daß die
Kühlung des Verbrennungsmotors verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist in dem Boden der Kühlluftspirale ein
zweiter Kühllufteintritt ausgebildet, durch den ein Bereich
des Innenraums des Gerätegehäuses mit dem Kühlluft führen
den Teil der Kühlluftspirale verbunden ist. Dabei werden
zwei Kühlluftströme unabhängig voneinander gefördert und
gemeinsam zur Kühlung des Motors auf den Motorblock gebla
sen. Die kalte Umgebungsluft als Anteil der zum Motor ge
förderten Kühlluft hält die Motortemperatur in dem Bereich
des Zylinderkopfes niedrig. Durch den zweiten Kühlluftein
tritt im Boden der Kühlluftspirale wird vom Motor erwärmte
Luft aus einem Innenraumbereich des Gerätegehäuses abge
führt, so daß auch in den dem Zylinder abgewandten Raumbe
reichen des Gerätegehäuses hier eine Luftbewegung erfolgt.
Der Aufheizung der Luft im Innenraum im Bereich des Ver
brennungsmotors und der umliegenden Bauteile wird so entge
gengewirkt. Zweckmäßig ist der zweite Kühllufteintritt in
den Boden der Kühlluftspirale auf der dem Zylinder abge
wandten Seite der Kurbelwelle angeordnet, so daß Luft aus
dem Raumbereich unterhalb des Kurbelgehäuses des Verbren
nungsmotors abgesaugt wird.
Zweckmäßig wird zur Förderung der Kühlluftströme in axial
entgegengesetzten Richtungen des Lüfterrades das Lüfterrad
auf beiden Stirnseiten mit jeweils einem Saugschaufelkranz
versehen. Die Saugschaufelkränze liegen vorteilhaft durch
eine radiale Trennwand am Lüfterrad getrennt, wodurch die
Saugwirkung auf beiden Stirnseiten des Lüfterrades erhöht
ist. Vorteilhaft weist der dem Verbrennungsmotor abgewandte
erste Saugschaufelkranz eine größere axiale Breite auf als
der dem Verbrennungsmotor zugewandte, innenliegende zweite
Saugschaufelkranz. Der größere Massenanteil des zum Ver
brennungsmotor geförderten Kühlluftstroms wird so durch den
ersten Saugschaufelkranz aus der Umgebung des Arbeitsgerä
tes angesaugt.
Ist das Lüfterrad auf einem das Werkzeug antreibenden Ab
triebszapfen der Kurbelwelle angeordnet, wird eine mit dem
Abtriebszapfen zusammenwirkende Kupplung von dem angesaug
ten Kühlluftstrom bestrichen und gekühlt. Insbesondere im
Rutschbetrieb der Kupplung kann so eine wirkungsvolle Küh
lung der Kupplung gewährleistet werden. Die Kühlluftspirale
ist von einem am Gerätegehäuse gehaltenen Gebläsedeckel ab
gedeckt, in dem Einlaßöffnungen zur Luftansaugung ausge
spart sind, durch die Umgebungsluft in die Kühlluftspirale
eingesaugt wird. Zweckmäßig ist der Gebläsedeckel topfartig
ausgebildet, wobei in seinem Inneren die mit der Kurbel
welle zusammenwirkende Kupplung aufgenommen ist. Die Ein
laßöffnungen sind dabei am Umfang des Gebläsedeckels etwa
auf Höhe der Kupplung angeordnet.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der Teil des
Innenraumes des Gerätegehäuses, der zwischen dem Kurbelge
häuse des Verbrennungsmotors und dem Gerätegehäuse gebildet
ist, mit einer oder mehreren zweiten Eintrittsöffnungen im
Gerätegehäuse strömungsverbunden, wobei der Strömungsweg
von den zweiten Eintrittsöffnungen im Gerätegehäuse zu dem
zweiten Kühllufteintritt im Boden der Kühlluftspirale der
artig geführt ist, daß kühl zu haltende Bauteile in dem Ge
rätegehäuse von der geförderten Kühlluft bestrichen werden.
Die zweiten Eintrittsöffnungen liegen zweckmäßig auf der
abgewandt der Kühlluftspirale liegenden Seite des Verbren
nungsmotors, so daß aus einem anderen Umgebungsbereich des
Arbeitsgerätes Kühlluft gefördert wird als durch den ersten
Kühllufteinlaß auf der Abtriebsseite des Verbrennungsmo
tors.
Der Strömungsweg zu dem zweiten Kühllufteintritt im Boden
der Kühlluftspirale ist zweckmäßig abschnittsweise vom
Kraftstofftank des Verbrennungsmotors begrenzt, der so der
Luftführung dient und durch die angesaugte Umgebungsluft
gekühlt wird. Des weiteren kann zum Ansaugteil des Innen
raumes, der benachbart des Kurbelgehäuses des Motors liegt,
ein Strömungszugang im Bereich des Vergasers des Verbren
nungsmotors vorgesehen sein, um von dort einen den Vergaser
kühlenden Teilstrom der Kühlluft anzusaugen. Zur Luftfüh
rung können im Gerätegehäuse und an der Maschine Zusatz
teile wie Wände oder dgl. vorgesehen sein.
Die zweiten Eintrittsöffnungen zur Förderung von Kühlluft
zu dem zweiten Kühllufteintritt im Boden der Kühlluftspira
le können in einem Starterdeckel angeordnet sein, welcher
einen dem Abtriebszapfen gegenüber liegenden Wellenzapfen
der Kurbelwelle und eine mit diesem Wellenzapfen zusammen
wirkende Starteinrichtung des Verbrennungsmotors aufnimmt.
Auf diese Weise wird eine Erwärmung der Starteinrichtung,
beispielsweise eines Seilzugstarters zur Inbetriebnahme des
Verbrennungsmotors entgegengewirkt. Durch die Kühlung von
Starterdeckel und Startergriff des Seilzugstarters werden
die Temperaturen der von einer Bedienungsperson zu
berührenden Bauteile gering gehalten.
Die Ansaugung der Kühlluft in unabhängigen Teilströmen aus
unterschiedlichen Richtungen hat auch den Vorteil, daß die
Kühlluftförderung unempfindlicher gegen das Zusetzen der
Kühllufteintritte mit Schmutzpartikeln aus der Umgebungs
luft ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an
hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein handgeführtes Schneidegerät,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Antriebseinheit des Frei
schneidegerätes,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Kühlluftspirale,
Fig. 4a, 4b perspektivische Ansichten eines Lüfterrades,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Antriebseinheit,
Fig. 6 eine Ansicht der Hinterseite der Antriebseinheit,
Fig. 7 einen Querschnitt der Antriebseinheit,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht des Starterdeckels.
Das in Fig. 1 gezeigte handgeführte Arbeitsgerät ist ein
Freischneidegerät 1 zum Mähen von Gras oder anderem Boden
bewuchs. Das Freischneidegerät 1 besteht aus einer Füh
rungsstange 11, an der eine Lenkstange 13 etwa orthogonal
befestigt ist. An den Enden der Lenkstange 13 sind Hand
griffe 14 ausgebildet, die zum Führen des Freischneidegerä
tes 1 von einer Bedienungsperson 15 umgriffen sind. Die Be
dienungsperson 15 trägt das handführbare Freischneidegerät
1 mit einem Tragegurt 19.
An dem hinteren Ende der Führungsstange 11 ist eine An
triebseinheit 12 angeordnet, die ein Gerätegehäuse 3 um
faßt, in dem ein Verbrennungsmotor aufgenommen ist. Die
Führungsstange 11 ist als Rohr ausgebildet und nimmt eine
Antriebswelle (Fig. 2) auf, über die der Verbrennungsmotor
ein am vorderen Ende der Führungsstange 11 führbares Rota
tionswerkzeug an. Das Rotationswerkzeug ist im gezeigten
Ausführungsbeispiel ein Messerblatt 10, welches über ein
Winkelgetriebe 18 antreibbar ist und in Pfeilrichtung 17
hin- und hergehend über die zu mähende Fläche geführt wird.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt der Antriebseinheit 12, die
am hinteren Ende der Führungsstange des Freischneidegerätes
angeordnet ist. In dem Gerätegehäuse 3 des Arbeitsgerätes
ist ein Verbrennungsmotor 2 angeordnet, der im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ein luftgekühlter Viertaktmotor ist,
aber auch ein Zweitaktmotor sein kann. Der einzylindrige
Viertaktmotor 2 umfaßt in üblicher Weise einen Zylinder 21,
in dem ein Hubkolben 22 längsbeweglich angeordnet ist und
über einen Kurbeltrieb eine Kurbelwelle 24 rotierend an
treibt. Die Kurbelwelle und die umlaufenden Teile des Kur
beltriebes sind in einem Kurbelgehäuse 50 angeordnet, wel
ches sich an den Zylinder 21 anschließt. Auf der dem Kur
belgehäuse 50 gegenüber liegenden, oberen Seite des Zylin
ders 21 verschließt ein Zylinderkopf 20 den Brennraum, wo
bei in dem Zylinderkopf 20 eine Zündkerze 23 zur Gemisch
zündung aufgenommen ist.
Der Verbrennungsmotor 2 treibt mit seiner Kurbelwelle 24
das Werkzeug des Freischneidegerätes an, wobei eine zum
Werkzeug führende Antriebswelle 16 in der als Rohr ausge
bildeten Führungsstange 11 aufgenommen ist. Von der An
triebswelle 16 ist hier der Einfachheit halber nur der An
schlußstutzen gezeigt. Die Drehbewegung der Kurbelwelle um
die Drehachse 42 wird über eine Fliehkraftkupplung 27 auf
die Antriebswelle 16 übertragen. Die Fliehkörper der Kupp
lung 27 werden von dem Abtriebszapfen 25 der Kurbelwelle 24
mitgenommen und kommen bei ausreichender Motordrehzahl in
Eingriff mit einer die Fliehkörper überdeckenden Kupp
lungsglocke, die drehfest mit der Antriebswelle 16 in der
Führungsstange 11 verbunden ist.
Die Kurbelwelle 24 tritt auf beiden Seiten des Kurbelgehäu
ses 50 mit einem Kurbelzapfen aus. Der Wellenzapfen 26, der
auf der hinteren, der Abtriebsseite des Verbrennungsmotors
2 gegenüber liegenden Seite aus dem Kurbelgehäuse 50 aus
tritt, wirkt mit einer Startervorrichtung 35 zur Inbetrieb
nahme des Arbeitsgerätes zusammen. Die Startervorrichtung
ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Seilzugstarter
35, wobei eine Seilrolle in einem topfartig ausgebildeten
Starterdeckel 31 aufgenommen ist, der an dem Gerätegehäuse
3 der Antriebseinheit 12 befestigt ist. Durch Ziehen des
Handgriffs 36 kann das Zugseil des Seilzugstarters 35 von
der Seilrolle abgewickelt werden und dabei der Wellenzapfen
26 in Drehung gebracht werden.
Der Viertaktmotor 2 wird im Betrieb des Arbeitsgerätes mit
Kühlluft gekühlt, die von einem Lüfterrad 4 angesaugt wird.
Das Lüfterrad 4 ist auf dem Abtriebszapfen 25 der Kurbel
welle drehfest gehalten und zwischen der Kupplung 27 und
dem Kurbelgehäuse 50 angeordnet. Das Lüfterrad 4 ist in ei
ner Kühlluftspirale 5 aufgenommen, welche zum Verbrennungs
motor offen ist. Die Kühlluftspirale 5 (Fig. 3) ist topfar
tig ausgebildet mit einem radial zur Drehachse 42 der Kur
belwelle ausgebildeten Boden 7, an dessen Rand eine Um
fangswand 9 ausgebildet ist, die das Lüfterrad 4 axial
überdeckt. An der Umfangswand 9 wird der Kühlluftstrom zum
Motor 2 geführt. Am Ende der Umfangswand 9 verläßt der
Kühlluftstrom die Kühlluftspirale 5 und wird auf dem Zylin
derkopf 20 des Motors 2 im Bereich der Zündkerze 23 gebla
sen. Die Kühlluft umströmt den von einer Gehäusehaube abge
deckten Zylinderkopf 20 und verläßt das Gerätegehäuse 3
durch ein Auslaßgitter 32 der Haube, welches benachbart dem
Starterdeckel 31 auf der hinteren Seite der Antriebseinheit
12 liegt.
Ein erster Lufteinlaß in die Kühlluftspirale 5 ist durch
einen Gebläsedeckel 30 gebildet, welcher die dem Boden 9
gegenüber liegende Stirnseite der Kühlluftspirale überdeckt
und an dem Gerätegehäuse 3 gehalten ist. Der Gebläsedeckel
30 ist in Form eines trichterförmig erweiterten Topfes aus
gebildet, in dem die Fliehkörperkupplung 27 aufgenommen
ist. Das vordere, zugespitzte Ende des Gebläsedeckels 30
liegt an der Führungsstange 11 an. Am Umfang des Gebläse
deckels 30 sind Öffnungsschlitze 33 (Fig. 5) ausgebildet,
durch die das Lüfterrad 4 Umgebungsluft der Antriebseinheit
12 in die Kühlluftspirale 5 ansaugt. Die Öffnungsschlitze
33 liegen etwa auf Höhe der Kupplung 27, welche so von dem
eintretenden ersten Kühlluftstrom 44 (Fig. 5) kühl gehalten
wird.
Ein zweiter Kühllufteintritt 8 in die Kühlluftspirale 2 ist
im Boden 9 der Kühlluftspirale 5 ausgebildet, wodurch zwei
Kühlluftströme unabhängig voneinander in axial entgegenge
setzten Richtungen in die Kühlluftspirale 5 angesaugt wer
den und gemeinsam auf den Zylinderkopf 20 geblasen werden.
Durch den zweiten Lufteintritt 8 im Boden der Kühlluftspi
rale 5 wird warme Luft aus dem Innenraum des Gerätegehäuses
3 abgeführt. Bei der Luftbewegung im Gerätegehäuse infolge
nachströmender Luft werden die im Gehäuse angeordneten Bau
teile gekühlt. Der zweite Kühllufteintritt 8 ist auf der
dem Motor gegenüber liegenden Seite der Kurbelwelle 24 im
Boden 9 der Kühlluftspirale 5 ausgebildet. Dadurch wird
Kühlluft aus einem Ansaugraum 6 abgeführt, der benachbart
des Kurbelgehäuses 5 von dem Gerätegehäuse 3 begrenzt wird.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Kühllufteintritt 8 im Boden 7 der
Kühlluftspirale 5 benachbart des Kurbelwellenlagers 38 aus
gebildet und erstreckt sich im gezeigten Ausführungsbei
spiel über einen Bogenwinkel von etwa 180° wodurch ein
ausreichender Durchtrittsquerschnitt für den zweiten Luft
eintritt 8 sichergestellt ist.
Das Lüfterrad 4 zur Förderung zweier Kühlluftströme wird
nachstehend anhand der Frontansicht gemäß Fig. 4a und der
Hinteransicht gemäß 4b der dem Boden der Lüfterspirale 5
zugewandten Seite näher beschrieben. Das Lüfterrad 4 trägt
auf beiden Stirnseiten jeweils einen Saugschaufelkranz 39,
40, die durch eine radiale Trennwand 41 getrennt liegen.
Die Trennwand 41 reicht dabei von einer Nabe 43 bis zum Um
fang des Lüfterrades, an dem die Schaufeln der beiden Saug
schaufelkränze 39, 40 enden. Im Ausführungsbeispiel weist
der in Einbaulage des Lüfterrades 4 bezüglich des Verbren
nungsmotors außen liegende Saugschaufelkranz zur Förderung
des ersten Kühlluftstroms durch den Gebläsedeckel 30 eine
größere axiale Breite auf als der zweite Saugschaufelkranz
40, der zur Förderung des zweiten Kühlluftstroms durch den
Eintritt im Boden der Kühlluftspirale 5 vorgesehen ist. Ei
ne andere Dimensionierung der Schaufelkränze kann zweckmä
ßig sein, je nachdem, wie die Volumina der geförderten
Kühlluftströme einzustellen sind. Im Ausführungsbeispiel
wird vom äußeren Schaufelkranz ein größerer Teilstrom des
gesamten vom Lüfterrad geförderten Kühlluftstroms aus küh
ler Umgebungsluft angesaugt und eine wirksame Kühlung des
Zylinderkopfes sichergestellt. Der zweite Saugschaufelkranz
40 stellt eine Luftbewegung im Gerätegehäuse sicher und
vermeidet eine überhöhte Temperatur im Bereich des Kurbel
gehäuses des Motors und der anderen im dem Zylinder abge
wandten Teil des Gerätegehäuses angeordneten Bauteile. Das
Lüfterrad umfaßt zwei diametral gegenüberliegende Schwung
massenstücke 51, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel in
dem zweiten Saugschaufelkranz 40 ausgebildet sind und sich
in Axialrichtung des Lüfterrades über die Trennwand 41 hin
aus in den ersten Saugschaufelkranz 39 erstrecken. In ein
Schwungmassenstück 51 ist ein Zündmagnet 52 eingelassen,
der im Betrieb des Arbeitsgerätes mit einer Magnetzündanla
ge des Verbrennungsmotors zusammenwirkt.
Ber Ansaugraum 6 (Fig. 2), der dem zweiten Kühllufteintritt
8 der Kühlluftspirale 5 zugeordnet ist und benachbart des
Kurbelgehäuses 50 des Verbrennungsmotors 2 ausgebildet ist,
ist mit zweiten Eintrittsöffnungen im Gerätegehäuse 3 strö
mungsverbunden, durch die Luft in das Gerätegehäuse 3 ein
dringt und in den Ansaugraum 6 nachströmt. Wie die Fig. 5
zeigt, wird die in den Ansaugraum nachströmende Kühlluft 45
auf der dem Gebläsedeckel 30 gegenüber liegenden Seite der
Antriebseinheit zugeführt. Das Gebläserad saugt also auf
der vorderen Seite des Gebläsegehäuses 3 durch den Gebläse
deckel 30 den ersten Kühlluftstrom 44 an und auf der gegen
über liegenden Seite den zweiten Kühlluftstrom 45, so daß
unabhängig voneinander Kühlluft aus der Umgebung des Gerä
tegehäuses 3 angesaugt und zum Verbrennungsmotor geführt
wird. Auf diese Weise ist die Gefahr eines Zusetzens der
Luftansaugung des Arbeitsgerätes durch Schmutzpartikel mit
tels zweier getrennter Strömungswege reduziert. Die Ein
trittsöffnungen für den zweiten Kühllufteintritt sind im
gezeigten Ausführungsbeispiel im Starterdeckel 31 ausgebil
det, wobei große Eintrittsquerschnitte erzielt werden, die
eine Senkung der Strömungsgeschwindigkeit der einströmenden
Kühlluft bewirken. Einem Zusetzen der Eintrittsöffnungen
ist so entgegengewirkt.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die hintere Seite der An
triebseinheit, auf der der Starterdeckel 31 am Gehäuse 3
angeordnet ist und das Austrittsgitter 32 für die vom Ver
brennungsmotor 2 abströmende Kühlluft ausgebildet ist. In
dem Starterdeckel 31, der in Fig. 8 als separates Bauteil
perspektivisch dargestellt ist, sind die Eintrittsöffnungen
34 in Umfangsrichtung auf der dem Verbrennungsmotor gegenü
ber liegenden Seite der Drehachse 42 der Kurbelwelle ange
ordnet, so daß ein kurzer Strömungsweg zu dem Ansaugraum
unterhalb des Kurbelgehäuses gegeben ist, aus dem der zwei
te Kühlluftstrom angesaugt wird. Die Eintrittsöffnungen 34
sind an einer topfartigen Auswölbung des Starterdeckels 31
ausgebildet, welche die Seiltrommel des Seilzugstarters
aufnimmt. Von der Seiltrommel 37 wird mittels des hier
nicht dargestellten Handgriffes das Zugseil des Seilzug
starters abgewickelt und der Motor gestartet.
Der Ansaugraum für den zweiten Kühlluftstrom ist zwischen
der Kühlluftspirale 5 und den Eintrittsöffnungen 34 im
Starterdeckel 31 ausgebildet. In der Darstellung der Fig. 6
ist durch die Eintrittsöffnungen 34 der Boden der Kühlluft
spirale 5 sichtbar und durch den Kühllufteintritt im Boden
der Kühlluftspirale ein direkter Strömungsweg zu dem zwei
ten Saugschaufelkranz 40 des Lüfterrades 40 gegeben.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt der Antriebseinheit auf Höhe
des Ansaugraums 6 benachbart des Kurbelgehäuses 50 des Ver
brennungsmotors. Die erfindungsgemäße Förderung eines zwei
ten Kühlluftstroms durch den Kühllufteintritt 8 im Boden 7
der Kühlluftspirale ermöglicht eine effiziente Kühlung wei
terer im Gerätegehäuse aufgenommener Bauteile und Einrich
tungen des Verbrennungsmotors, in dem der Strömungsweg an
gesaugter Kühlluft in den Ansaugraum 6 entlang der zu küh
lenden Bauteile gelegt ist. Im gezeigten Ausführungsbei
spiel ist zusätzlich zu der axialen Einströmung in den An
saugraum 6 durch die Eintrittsöffnungen im Starterdeckel
ein Strömungszugang 49 benachbart eines Vergasers 28 des
Verbrennungsmotors vorgesehen. Der Strömungszugang 49 ist
zwischen dem Vergaser 28 und einem Kraftstofftank 29 ausge
bildet, so daß sowohl der Vergaser 28 als auch der Kraft
stofftank 29 von dem zusätzlich angesaugten Kühlluftstrom
abgekühlt werden. Der Strömungszugang 49 ist durch eine
Schottwand 47 von dem Zylinder des Verbrennungsmotors ge
trennt, so daß der Saugschaufelkranz 40 des Lüfterrades zu
sätzlich zu der Kühlluft durch den Starterdeckel auch durch
den Strömungszugang 49 im Bereich des Kraftstofftanks 29
und des Vergasers 28 ansaugt. Die Schottwand 47 ist im vor
liegenden Ausführungsbeispiel an einem Vergaserflansch 48
ausgebildet, der den Vergaser 28 mit dem Gemischeinlaß des
Verbrennungsmotors verbindet. Durch die Kühlung des Kraft
stofftanks 29 wird der Innendruck des Tanks gesenkt, so daß
beim Öffnen des Tankdeckels kein plötzlicher Druckausgleich
und die damit verbundenen Nachteile auftritt. Im günstigen
Fall kann sogar auf die Anordnung eines Entlüftungsventils
verzichtet werden.
In kompakter Bauweise der Antriebseinheit kann der Kraft
stofftank 29 mit der erfindungsgemäßen Kühlung benachbart
des Kurbelgehäuses angeordnet werden. Durch den Strömungs
zugang 49 wird heiße Luft aus dem Bereich des Vergasers 28
abgesaugt und in der Kühlluftspirale dem Kühlluftstrom bei
gemischt, so daß die Vergaserlauftemperaturen gesenkt sind.
Claims (14)
1. Handgeführtes Arbeitsgerät mit einem luftgekühlten
Verbrennungsmotors (2) zum Antrieb eines Werkzeuges
(10), welcher innerhalb eines Gerätegehäuses (3) ange
ordnet ist, mit einem Lüfterrad (4), welches auf einer
Kurbelwelle (24) des Verbrennungsmotors (2) drehfest
gehalten ist und in einer zum Verbrennungsmotor (2)
offenen Kühlluftspirale (5) aufgenommen ist, wobei in
dem Gerätegehäuse (3) ein Lufteinlaß (33) ausgebildet
ist, durch den Umgebungsluft in die Kühlluftspirale
(5) ansaugbar und zum Verbrennungsmotor (2) förderbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem zwischen dem Lüf
terrad (4) und dem Verbrennungsmotor (2) liegenden Bo
den (7) der Kühlluftspirale (5) ein zweiter Kühlluft
eintritt (8) ausgebildet ist, durch den der Innenraum
(6) des Gerätegehäuses (3) mit dem Kühlluft führenden
Teil der Kühlluftspirale (5) verbunden ist.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kühllufteintritt (8)
auf der dem Zylinder (21) abgewandten Seite der
Kurbelwelle (24) angeordnet ist.
3. Arbeitsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lüfterrad (4) auf bei
den Stirnseiten jeweils einen Saugschaufelkranz (39,
40) trägt.
4. Arbeitsgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Saugschaufelkränze
(39, 40) durch eine radiale Trennwand (41) am Lüfter
rad (4) getrennt liegen.
5. Arbeitsgerät nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch getrennt, daß der bezüglich des Verbrennungs
motors (2) außen liegende erste Saugschaufelkranz (39)
eine größere axiale Breite aufweist als der innen lie
gende zweite Saugschaufelkranz (40).
6. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lüfterrad (4) auf ei
nem das Werkzeug (10) antreibenden Abtriebszapfen (25)
der Kurbelwelle (24) angeordnet ist.
7. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluftspirale (5)
von einem am Gerätegehäuses (3) gehaltenen Gebläse
deckel (30) abgedeckt ist, in den erste Einlaßöffnun
gen (33) zur Luftansaugung ausgespart sind.
8. Arbeitsgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gebläsedeckel (30)
topfartig ausgebildet ist und in seinem Inneren eine
mit der Kurbelwelle (24) zusammenwirkende Kupplung
(27) aufgenommen ist, wobei die ersten Einlaßöffnungen
(33) am Umfang des Gebläsedeckels (30) auf Höhe der
Kupplung (27) angeordnet sind.
9. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen einem Kurbel
gehäuse (50) des Verbrennungsmotors (2) und dem Gerä
tegehäuse (3) gebildeter Ansaugraum (6) im Gerätege
häuse (3) mit einer oder mehreren zweiten Eintritts
öffnungen (34) im Gerätegehäuse (3) strömungsverbunden
ist.
10. Arbeitsgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Eintrittsöff
nungen (34) auf der abgewandt der Kühlluftspirale (5)
liegenden Seite des Verbrennungsmotors (2) liegen.
11. Arbeitsgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Eitnrittsöff
nungen (34) in einem Starterdeckel (31) angeordnet
sind, welcher einen dem Abtriebszapfen (25) gegenüber
liegenden Wellenzapfen (26) der Kurbelwelle (24) und
eine mit diesem Wellenzapfen (26) zusammenwirkende
Starteinrichtung (35) zur Inbetriebnahme des Verbren
nungsmotors (2) aufnimmt.
12. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsweg innerhalb
des Gerätegehäuses (3) zu dem zweiten Kühllufteintritt
(8) im Boden (7) der Kühlluftspirale (5) abschnitts
weise vom Kraftstofftank (29) des Verbrennungsmotors
(2) begrenzt ist.
13. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich eines Vergasers
(28) des Verbrennungsmotors (2) ein Strömungszugang
(49) zum Ansaugraum (6) im Gerätegehäuse (3) vorgese
hen ist.
14. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsmotors (2)
ein Viertaktmotor ist.
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