DE10021604C2 - Verbundsteinsatz - Google Patents
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- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
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- E01C11/22—Gutters; Kerbs ; Surface drainage of streets, roads or like traffic areas
- E01C11/224—Surface drainage of streets
- E01C11/225—Paving specially adapted for through-the-surfacing drainage, e.g. perforated, porous; Preformed paving elements comprising, or adapted to form, passageways for carrying off drainage
-
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verbundsteinsatz aus
wenigstens einem ersten und einem zweiten Stein zum
Herstellen eines formschlüssigen Steinverbandes für die
Oberflächenbefestigung von Fahrbahnen, Plätzen, Gehwegen und
dergleichen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1.
Aus der DE 37 35 865 C1 ist ein Verbundsteinsatz bekannt,
bei dem ein Achteckstein formschlüssig in einen Zwölfeckstein
faßt. Die in die Oberfläche eines aus diesen Steinen
bestehenden Steinverbandes eingeleiteten Tangentialkräfte,
beispielsweise bei einem Anfahr- oder Bremsvorgang eines
Fahrzeugs, werden auf die Nachbarsteine übertragen. Bei einem
außermittigen Kraftangriff entsteht, bezogen auf die
Steinmitte, die Wirkung eines Drehmoments, die für alle
Pflasterbeläge schädlich ist, da es infolge wechselnder
Torsionsbelastungen allmählich zu einer Lockerung des
Verbandes kommt.
Aus der DE 67 50 419 U1 ist eine Terrassenplatte bekannt,
die in der äußeren Form als Quadrat oder Rechteck ausgebildet
ist und an den vier Ecken elliptische Aussparungen hat, so
daß sich dadurch eine Kreuzform ergibt. Mit einer solchen
Terrassenplatte wird ein besonderer optischer Eindruck
erreicht.
Die DE 78 20 179 U1 offenbart einen Bauelementensatz mit
zwei verschieden geformten Verbundpflastersteinen, wobei ein
erster Pflasterstein Kreuzform hat und in die gebildeten,
kreisförmigen Ausnehmungen ein kreisförmiger Pflasterstein
eingelegt ist.
Aus der DE 299 08 942 U1 ist eine Verbundplatte bekannt,
die an den Seiten Vorsprünge aufweist und die Platten dadurch
ineinandergreifen und miteinander verzahnt sind.
Aus der DE 68 00 397 U1 ist eine weitere Terrassenplatte
bekannt, die an einer Stelle Ausnehmungen aufweist, so daß
dadurch die äußere Form als Quadrat oder Rechteck
unterbrochen wird. Weitere Plattenformen sind aus der DE 74 09 049 U1,
der DE 24 22 133 A1, WO 97/30227 A1, EP 0 573 285 A1,
DE 28 41 261 A1 und DE 44 10 981 A1 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steinsatz
der einleitend genannten Gattung zu schaffen, der zusätzlich
Torsionsbelastungen ohne nachteilige Folgen dauerhaft
aufnehmen kann.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit einem
Verbundsteinsatz mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Ein wichtiger Bestandteil der Erfindung ist, daß die
Umfangskontur des ersten Steines einen von der Kreisform
abweichenden, elliptisch gekrümmten, parabolischen, hyperbolischen oder
ähnlich kegelschnittartigen Verlauf hat und der zweite,
ebene Seitenflächen aufweisende Stein zur Schaffung eines
Formschlusses zwischen
den Steinen eines verlegten Verbandes mit vier konkav gekrümmten
Flächenabschnitten versehen ist. Von der Kreisform abweichende Krümmungen
aneinanderliegender Flächenabschnitte verhindern bereits geringfügigste
Rotationsbewegungen infolge von Torsionskräften. Eine Relativbewegung der
gekrümmten Flächen führt zu einer Klemmung oder Knebelung mit entsprechend
hohen Druckkräften, die aber durch Beton, aus dem die Steine gefertigt sind, gut
aufgenommen werden können.
In Ausbildung des Erfindungsgegenstandes weisen die
konvexen Krümmungskonturen die Form von Kegelschnitten auf.
Erfindungsgemäß ist hierbei die Geometrie der Ellipse. Einsatzfähig sind jedoch auch
Steine mit einer Umfangskontur, die durch einen hyperbolischen oder
parabolischen Krümmungsverlauf bestimmt wird.
Dabei besteht ein Steinsatz aus drei Steinen, von welchen der erste Stein
die konvex gekrümmte Umfangskontur aufweist und die übrigen beiden Steine zur
Schaffung eines Formschlusses jeweils die vier konkav gewölbten
Flächenabschnitte zeigen.
Besonders vorteilhaft ist die Anordnung der konkav gewölbten Flächenabschnitte
im Bereich der Steinecken, wobei die Symmetrieachsen der Wölbungen diagonal
gerichtet sind. Bei der Verwendung von Steinen mit elliptischer Außenkontur
bilden deshalb drei Steine einen Steinsatz, wobei die Steine mit den konkav
gewölbten Flächenabschnitten unterschiedlich groß sind und die konkav
gekrümmten Flächen eines Steins entweder durch den Scheitel an der
Hauptachse oder an der Nebenachse des elliptischen Steins bestimmt sind. Es
ergeben sich bei einem Verband verlegter, erfindungsgemäßer Steine
gegeneinander versetzte Stoßfugen und eine besonders gute, dauerhaft
belastungsfähige Verbindung der Steine.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und
nachstehend erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen ersten Stein mit einer elliptischen Umfangskontur,
Fig. 2 einen zweiten Stein mit ebenen Stoßflächen und vier konkav
gewölbten, diagonal gerichteten Flächenabschnitten, deren Kontur
durch den Krümmungsverlauf am Hauptscheitel im Bereich der
Hauptachse des elliptischen Steins bestimmt wird,
Fig. 3 einen dritten Stein mit ebenen Stoßflächen mit diagonal gerichteten,
konkav gewölbten Flächenabschnitten, die durch die Ellipsen
krümmung des Nebenscheitels im Bereich der Nebenachse des
elliptischen Steins bestimmt werden,
Fig. 4 einen Steinverband aus den Steinen nach den Fig. 1 bis 3,
Fig. 5 einen Ellipsenstein mit Abflachungen oder konkaven Ausnehmungen
an den Ellipsenscheiteln und
Fig. 6 einen Steinverband mit Steinen nach Fig. 5.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Beispiel eines Verbundsteinsatzes
besteht aus einem ersten Stein 1, einem zweiten Stein 2 und einem dritten Stein
3.
Die Umfangskontur 4 des Steins 1 ist elliptisch mit der Hauptachse a und der
Nebenachse b.
Der Stein 2 ist mit vier konkav gewölbten und diagonal gerichteten
Flächenabschnitten 5 versehen, in welche elliptische Steine 1 mit ihren stärkeren
Krümmungen im Bereich ihrer Hauptscheitel greifen. Die zwischen den konkaven
Flächenabschnitten befindlichen, restlichen, ebenen Flächen 6 wirken als
Stoßflächen zwischen den Steinen 2 und 3. Die konkaven Flächenabschnitte 7
des Steins 3 werden durch die Krümmungen des Ellipsensteins 1 im Bereich
seines flacheren Nebenscheitels bestimmt. Die restlichen, ebenen Seitenflächen 8
des Steines 3 gelangen zur Anlage an die Stoßflächen 6 des Steins 2. Durch die
unterschiedlichen Krümmungen zwischen den Haupt- und Nebenscheiteln der
Ellipse ergeben sich unterschiedliche Größen der Steine 2 und 3. Das bietet den
Vorteil versetzter Stoßfugen in einem verlegten Steinverband, wie die Fig. 4
zeigt.
Um einem verlegten Steinverband einen geradlinigen Abschluß zu verschaffen,
sind spiegelbildlich identische Abschlußsteine 11 und 12 mit ebenen
Außenflächen eingesetzt. Diese werden an den Ecken des verlegten
Steinverbandes durch jeweils einen Schlüsselstein 13 ergänzt.
Wie die Fig. 5 zeigt, können die konvex gewölbten Steine 1 mit Abflachungen
oder schwachen, konkav gewölbten Ausnehmungen 20 und 21 versehen sein, um
in einem Steinverband (Fig. 6) Abflußöffnungen 23 zwischen benachbarten
Steinen zu schaffen, so daß auch erhebliche Niederschlagsmengen auf natürliche
Weise im Boden versickern können. Gerade bei großflächigen Steinverbänden
wird dadurch für eine wirksame ökologische Drainage gesorgt.
Der Steinverband ist nicht nur in der Lage, in die Oberfläche eingeleitete,
translatorisch wirkende Tangentialkräfte (in Richtung der geradlinigen Pfeile) auf
die Nachbarsteine zu übertragen und zu verteilen, sondern durch asymmetrische
Kraftangriffe hervorgerufene Rotationstendenzen zu verhindern und in von Beton
gut aufnehmbare Druckkomponenten zu wandeln.
Claims (5)
1. Verbundsteinsatz aus wenigstens einem ersten und einem
zweiten Stein zum Herstellen eines formschlüssigen Stein
verbandes für die Oberflächenbefestigung von Fahrbahnen,
Plätzen, Gehwegen und dergleichen, wobei die Umfangskontur
des ersten Steins (1) einen von der Kreisform abweichenden,
konvex gekrümmten Verlauf (4) hat und der zweite, ebene
Seitenflächen (6, 8) aufweisende Stein (2, 3) zur Schaffung
eines Formschlusses zwischen den Steinen eines verlegten
Verbandes mit entsprechend konkav gekrümmten Flächenabschnitten (5, 7)
versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steinsatz von drei Steinen (1, 2, 3) gebildet ist,
wobei der erste Stein (1) eine elliptische, parabolische, hyperbolische oder ähnlich
kegelschnittartige Umfangskontur
aufweist und die übrigen Steine (2, 3) konkav gewölbte
Flächenabschnitte (5, 7) aufweisen, wobei die konkav
gewölbten Flächen des zweiten Steins (2) durch die
Hauptscheitel im Bereich der Hauptachse (a) und die konkav
gewölbten Flächen des dritten Steins (3) durch die Neben
scheitel im Bereich der Nebenachse (b) des
Steins (1) bestimmt sind.
2. Verbundsteinsatz nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die konkav gewölbten Flächenabschnitte an
den Schnittkanten mit den ebenen Seitenflächen eines Steins
rechte Winkel bilden.
3. Verbundsteinsatz nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die konkav gewölbten Flächen
abschnitte an den Steinecken angeordnet und ihre Symmetrie
achsen diagonal ausgerichtet sind.
4. Verbundsteinsatz nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine mit konvex
gekrümmten Umfangskonturen an ihren Scheitelbereichen mit
Abflachungen oder konkaven Aussparungen (20, 21) zur Bildung
von Wasserabflußöffnungen (Drainageöffnung) versehen sind.
5. Steinverbund, hergestellt mit Verbundsteinsätzen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß er von Abschluß- oder Endsteinen (11, 12) mit äußeren,
ebenen Abschlußflächen und einem Schlüsselstein (13) an jeder
Ecke des Steinverbandes begrenzt wird.
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