DE10021504A1 - Kontaktlinsenaufsetzhilfe für weiche Kontaktlinsen - Google Patents
Kontaktlinsenaufsetzhilfe für weiche KontaktlinsenInfo
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Abstract
In der Augenoptik werden zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten des menschlichen Auges unter anderem die, sehr gut verträglichen, weichen (hydrophilen) Kontaktlinsen eingesetzt. Für diese existierte bisher jedoch nur die Technik des Aufsetzens von Hand auf das Auge, weil kein geeignetes technisches Hilfsmittel zur Verfügung stand. DOLLAR A Die Kontaktlinsenaufsetzhilfe besitzt eine ringförmige Aufnahmefläche (A) welche gegenüber der Fingerkuppe (D) den Umklappeffekt der Linse (C) und ein Herunterfallen dieser verhindert und somit ein hygienisches, einfacheres und nun ausschließlich vor senkrecht stehenden Spiegeln mögliches, Aufsetzen der Linsen möglich macht. Die Aufsteckhülse (B) ermöglicht das Aufstecken der Kontaktlinsenhilfe auf den Finger, welcher vorher die Kontaktlinse (C) halten mußte. DOLLAR A Die Erfindung ermöglicht ein exaktes, sicheres und hygienisches Aufsetzen weicher Kontaktlinsen und vermeidet die bekannten Nachteile und Schwierigkeiten beim Aufsetzen mit den blosen Fingern. Außerdem ist ein berührungsloses Spülen der Augenkontaktfläche (E) der Linse (C), kurz vor dem Aufsetzen möglich.
Description
Es ist bekannt, daß es in der Augenoptik für das Aufsetzen sogenannter
"Harter Kontaktlinsen" ein Hilfsmittel in Form eines Saugers gibt, wel
cher das Aufsetzen der Linse auf sein Auge für den Kontaktlinsenträger
erleichtern soll.
Dieser Sauger ist allerdings für das Aufsetzen weicher (hydrophiler)
Kontaktlinsen, auf Grund ihrer weichen, leicht zu beschädigenden Be
schaffenheit, nicht geeignet.
Somit ist nach dem heutigen Stand der Technik, sowohl bei Augenärzten
als auch bei Augenoptikern, nur das Aufsetzen der Linsen von Hand üb
lich, welches mit erheblichen Nachteilen und Schwierigkeiten bei der
Handhabung behaftet ist.
Der für den Kontaktlinsenträger tägliche Arbeitsschritt des Aufsetzens
der Linse auf das Auge, erfordert viel Fingerfertigkeit, welche mit
teilweise erheblichen Zeitaufwand verbunden ist, bis die Technik vom
Linsenträger voll beherrscht wird.
Die Schwierigkeit besteht zum Einen darin, daß die Kontaktlinse auf der
vorgewölbten Seite gerade soviel Feuchtigkeit besitzen muß, um an der
Fingerkuppe zu haften, aber sich beim Auftreffen auf den Augapfel sich
sofort vom Finger lösen muß, um sich auf der Augenoberfläche anzulegen.
Häufig geschieht es dabei, daß die Linse sich in ihrer Wölbung umklappt
und dadurch, daß sie am Finger anklebt, nicht mehr ins Auge gelangen
kann. Aus hygienischen Gründen ist es dann erforderlich die Linse erneut
in ihre Flüssigkeit einzutauchen und die ganze Prozedur, mit dem Troc
kentupfen und Aufsetzen auf die Fingerspitze, von vorn zu beginnen.
So ist es nicht verwunderlich, daß insbesondere bei Anfängern die Kon
taktlinse auf Ablehnung stößt, weil die erforderliche Mühe beim Aufsetzen
gescheut wird.
Die im Patentanspruch 1 aufgeführte Erfindung soll den Fingerkontakt mit
der gereinigten Linse vor dem Aufsetzen verhindern und das Aufsetzen der
Linse, direkt mit dem Finger, vollkommen ersetzen.
Mit der dadurch verbesserten Hygiene der Linsenoberfläche können Verun
reinigungen (z. B. Fussel), welche vom Auge sofort als Fremdkörper wahrge
nommen werden, nahezu ausgeschlossen werden.
Das Problem des Umklappens und Ansaugens der Linse und der richtigen
Feuchtigkeit der Linsenoberfläche, zur Gewährleistung der Haftung am
Finger, wird mit der Ausgestaltung der Kontaktfläche (A) nach Patentan
spruch 2 gelöst. Dies wird dadurch erreicht, daß die Linsenkontaktflä
che nicht wie beim Finger in der Mitte der Linse an nur einem Berüh
rungspunkt liegt, sondern durch die Ringform (A) am gesamten Außenrand
der Linse (C) aufliegt, und dadurch eine Formveränderung der Linse wä
rend des Aufsetzens unterbunden wird. Somit hat der Benutzer dieses Ge
rätes die Möglichkeit sich beim Aufsetzen der Linse vollkommen darauf
zu konzentrieren, die Augenlieder auseinanderzuziehen und dabei den Au
genzwinker-Reflex zu unterdrücken. Zudem kann er durch die sehr offen
gestaltete Bauform des Gerätes, die Linse mit den eigenen Augen besser
erkennen, um sie an der richtigen Stelle, im Zentrum des Augapfels, zu
platzieren.
Die Gestaltung der Linsenkontaktfläche (A) nach Patentanspruch 2, in
Ringform, bringt darüberhinaus einen weiteren entscheidenden Vorteil
gegenüber der bisher üblichen Methode:
Die durch die Ringfarm (A) erreichte, größere Kontaktfläche erlaubt ei ne soweit verbesserte Haftung am Gerät, daß die Linse (C), selbst nach völligem Umdrehen des Gerätes, nicht herunterfällt. Dies bringt den Vor teil daß das Aufsetzen der Linse jetzt auch von ungeübten Benutzern je derzeit am senkrecht stehenden Spiegel, wie er in jedem Bad vorhanden ist, durchgeführt werden kann. Ein waagerecht auf dem Tisch liegender Spiegel, wie beim Augenarzt oder Optiker, ist nicht mehr erforderlich.
Die durch die Ringfarm (A) erreichte, größere Kontaktfläche erlaubt ei ne soweit verbesserte Haftung am Gerät, daß die Linse (C), selbst nach völligem Umdrehen des Gerätes, nicht herunterfällt. Dies bringt den Vor teil daß das Aufsetzen der Linse jetzt auch von ungeübten Benutzern je derzeit am senkrecht stehenden Spiegel, wie er in jedem Bad vorhanden ist, durchgeführt werden kann. Ein waagerecht auf dem Tisch liegender Spiegel, wie beim Augenarzt oder Optiker, ist nicht mehr erforderlich.
Eine weitere vorteilhafte Gestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch
3 angegeben. Sie besteht darin, daß das Gerät, ähnlich einem Fingerhut
(B), auf den Finger (D) gesteckt wird, auf welchen, nach der herkömmlichen
Methode, die Linse (C) aufgelegt wurde. Hier haben wir, durch die einsei
tig offene Bauform jedoch die Möglichkeit, mit einem entsprechenden
Werkzeug, den Durchmesser der Hülse (B) auf die jeweilige Fingergröße
des Benutzers einzustellen. Die dadurch erreichte Handhabung des Gerätes
erlaubt es, mit den gleichen Fingern, wie bei der bisher angewandten Me
thode, die Augenlieder beim Aufsetzen auseinanderzuziehen. Somit braucht
auch ein Benutzer der die herkömmliche Methode beherrscht, auf die hygi
enischen Vorteile der Erfindung nicht zu verzichten, denn ein Umgewöhnen
auf eine andere Handhabung ist nicht erforderlich.
Abschließend sollen hier noch die entscheidenden Vorteile bezüglich der
Linsenhygiene erklärt werden, indem die Arbeitsschritte beschrieben wer
den, welche vor dem Aufstecken des Gerätes auf den Finger durchzuführen
sind:
Das Gerät ist auf eine waagerechte Unterlage mit dem Ring (A) nach oben zu stellen (Abb. 1). Mit einer Pinzette, wie sie der Optiker bzw. Augenarzt benutzt, wird die Kontaktlinse (C) aus der Aufbewahrungsflüs sigkeit genommen und mit der offenen Seite nach oben auf den Kontaktring (A) gelegt. Bei Bedarf können jetzt noch eventuell vorhandene Unreinhei ten auf der Linse mit der Kontaktlinsen-Kombilösung abgespült werden, indem die Linse (C) mit Flüssigkeit gefüllt wird und danach durch Umdre hen des Gerätes ausgegossen wird. Nach dem Ausgießen besitzt die spätere Augenkontaktfläche (E) der Linse (C) genau den richtigen Feuchtegehalt um, nach dem Aufsetzen auf das Auge, schwimmend seine ideale Lage auf dem Augapfel zu finden.
Das Gerät ist auf eine waagerechte Unterlage mit dem Ring (A) nach oben zu stellen (Abb. 1). Mit einer Pinzette, wie sie der Optiker bzw. Augenarzt benutzt, wird die Kontaktlinse (C) aus der Aufbewahrungsflüs sigkeit genommen und mit der offenen Seite nach oben auf den Kontaktring (A) gelegt. Bei Bedarf können jetzt noch eventuell vorhandene Unreinhei ten auf der Linse mit der Kontaktlinsen-Kombilösung abgespült werden, indem die Linse (C) mit Flüssigkeit gefüllt wird und danach durch Umdre hen des Gerätes ausgegossen wird. Nach dem Ausgießen besitzt die spätere Augenkontaktfläche (E) der Linse (C) genau den richtigen Feuchtegehalt um, nach dem Aufsetzen auf das Auge, schwimmend seine ideale Lage auf dem Augapfel zu finden.
Die Erfindung nach Patentanspruch 1 ist vom Anmelder aus den Werkstoffen
Kupfer (für die Fingerhülse (B)) und Edelstahl (für den Kontaktring (A))
hergestellt worden und wird seit einigen Monaten erfolgreich von ihm an
gewendet. Eine Ausführung gänzlich aus Edelstahl wäre möglich und wün
schenswert. Es wäre möglich die Kontaktlinsenaufsetzhilfe in großen
Stückzahlen herzustellen. Dies könnte, durch die leichte Handhabbarkeit
des Gerätes, einem breiten Kreis von Brillenträgern, das Tragen von Kon
taktlinsen attraktiv machen, mit den bekannten Vorteilen gegenüber einer
Brille bzw. gegenüber den bestehenden Risiken bei operativen Augenkor
rekturen (z. B. Lasik).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen 1 bis 4
in verschiedenen Perspektiven dargestellt:
Es zeigen:
Fig. 1 Vorderansicht (stehend);
Fig. 2 Draufsicht von oben (stehend);
Fig. 3 Rückansicht (liegend) aus Richtung des einzusteckenden Fingers;
Fig. 4 perspektivische Ansicht, schräg von vorn in zweifacher Vergrö
ßerung (Maßstab M = 2 : 1) mit Finger (D) und Kontaktlinse (C).
Die Abbildungen Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 sind in
Originalgröße dargestellt.
Claims (3)
1. Kontaktlinsenaufsetzhilfe zum Aufsetzen weicher (hydrophiler)
Kontaktlinsen auf das menschliche Auge,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie das Aufsetzen weicher Kontaktlinsen mit den bloßen
Fingern ersetzt.
2. Kontaktlinsenaufsetzhilfe nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Auflagefläche (Kontaktfläche) für die aufzusetzende
Linse besitzt, welche den Umklappeffekt der Linse, beim Aufsetzen,
verhindert.
3. Kontaktlinsenaufsetzhilfe nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie auf den Finger aufgesteckt werden kann, mittels einer im
Durchmesser auf die jeweilige Fingergröße einstellbaren Hülse.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE20009440U DE20009440U1 (de) | 2000-05-03 | 2000-05-03 | Kontaktlinsenaufsetzhilfe für weiche Kontaktlinsen |
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Publications (1)
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| DE10021504A1 true DE10021504A1 (de) | 2001-11-08 |
Family
ID=7640623
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000121504 Pending DE10021504A1 (de) | 2000-05-03 | 2000-05-03 | Kontaktlinsenaufsetzhilfe für weiche Kontaktlinsen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE10021504A1 (de) |
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2000
- 2000-05-03 DE DE2000121504 patent/DE10021504A1/de active Pending
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