DE10021471A1 - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus AbfallmaterialienInfo
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Abstract
Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden hochverdichteter Ballen aus Abfallmaterialien in einer Ballenpresse, bei dem mindestens ein Bindedraht in einer oder mehreren parallel zueinanderliegenden Abbindeebenen während der einzelnen Presshübe bereits an den entstehenden Ballen angelegt werden und nach Ballenfertigstellung einer von zwei seitwärts zum Presskanal geführten Bindedrähte quer hinter dem fertigen Ballen entlang zur benachbarten Seite soweit hindurchgeschoben wird, bis die Bindedrähte eine Trennposition erreichen und dann folgend die entstandenen Drahtbereiche jeweils dort miteinander verdrillt werden, wobei die entstandenen Drahtbereiche jeweils erst angedrillt, dann voneinander getrennt und abschließend fertig verdrillt werden, wobei vorzugsweise das Andrillen und das Fertigverdrillen mit unterschiedlichen Drehmomenten erfolgt, wobei das Drehmoment für das Andrillen vorzugsweise geringer ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie auf eine
Vorrichtung zur Verfahrensdurchführung und findet
Anwendung zum Verschnüren von vorzugsweise in sogenannten
Kanalballenpressen gepressten Ballen aus
Abfallmaterialien, vorzugsweise für die Umreifung
sogenannter hochverdichteter Ballen.
Aus dem Stand der Technik sind Verfahren und
Vorrichtungen zum selbsttätigen Umschnüren von in
besagten Abfallpressen gepressten Ballen bekannt, wobei
es zwei grundsätzliche Konstruktionsprinzipien für die
Vorrichtungen gibt. Bei dem ersten Konstruktionsprinzip
ist dem oder den Verdrillhaken eine separate
Abschereinrichtung zugeordnet, die jedoch mit Elementen
der Verdrilleinrichtung funktionsgekoppelt sein kann.
Nach dem zweiten Konstruktionsprinzip ist vorgesehen,
dass Teile einer Abschereinrichtung für einen Bindedraht,
insbesondere eine der Schneidbacken, selbiger an einem
der drehbaren Verdrillhaken angeordnet ist, und sich
somit beim Drehen des Verdrillhakens ständig mitbewegt.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung nach dem ersten
Konstruktionsprinzip ist auch aus der DE 22 45 109 A1
bekannt. Die einer Ballenpresse zugeordnete
Verdrilleinrichtung enthält eine Anzahl von
Verdrillhaken, die je einen V-förmigen Schlitz enthalten,
so dass durch die Drehung der Hakenteile der Bindedrähte
für das Verdrillen erfasst werden. Während das gepresste,
zu umschnürende Material durch den Pressstempel in
gepresstem Zustand gehalten wird, werden die seitlich des
Presskastens auf Rollen bevorrateten Bindedrähte von
einer Durchschubvorrichtung, insbesondere durch deren
Nadeln, quer zur Pressrichtung von einer Seite des
Presskastens zur anderen Seite des Presskastens, zur
Verdrilleinrichtung hin geschoben, so dass sogenannte,
schlaufenbildende Drahtenden entstehen, die im
Wirkungsbereich der Verdrillhaken und der Abschereinheit
liegen. Verfahrensmäßig ist bei dieser bekannten Lösung
vorgesehen, dass durch eine Drehung der Verdrillhaken um
mehrere vollständige Umdrehungen jeweils ein
entsprechender Abschnitt der beiden nebeneinander
liegenden Bindedrähte miteinander verdrillt werden.
Insbesondere ist vorgesehen, dass etwa zeitgleich mit dem
Beginn der Umdrehung der Verdrillhaken die
Abschereinrichtung betätigt wird, so dass während des
Verdrillens der Bindedrähte schon und gleichzeitig die
Abschereinheit betätigt wird. Diese Abschereinheit wirkt
mit einer Zeitverzögerungseinrichtung zusammen, so dass
vor dem Trennen der Bindedrähte die Verdrillhaken
mindestens eine oder mehrere Umdrehungen vollziehen. Nach
vollständiger Verdrillung werden die Verdrillhaken
rückwärts gedreht, bis die verdrillten Enden der
Bindedrähte aus dem V-förmigen Schlitz der Verdrillhaken
herausgleiten.
Eine Vorrichtung nach dem zweiten Konstruktionsprinzip
ist in der DE 34 06 515 C2 offenbart. Auch bei dieser
Lösung werden die Bindedrähte, die während des
Pressvorganges seitwärts in den Presskanal geführt werden
und außerhalb des Presskastens beidseits bevorratet sind,
für den Umreifungs- und Verdrillvorgang durch eine
Durchschubeinheit, die hier als Zugeinheit ausgebildet
ist, quer zur Pressrichtung durch den Presskasten
hindurchgezogen und einer seitwärts oder oberhalb des
Presskastens angeordneten Verdrilleinrichtung zugeführt.
Speziell ist bei dieser Lösung vorgesehen, dass eine
Scherbacke des Schermessers an einem sich drehenden
Verdrillhaken angeordnet ist und das dazu gehörige
Gegenmesser an der Konsole, in welcher der betreffende
Verdrillhaken gelagert ist. Weiterentwicklungen zu dieser
Vorrichtung zum Umschnüren von Ballen werden durch die
DE 36 06 303 A1 und die DE 196 20 535 A1 offenbart.
Diese Weiterentwicklungen sollen bewirken, dass die auf
der Abscherseite der Verdrilleinrichtung durch die
besagte Abschermethode gebildeten kurzen Drahtenden nicht
während des weiteren Verdrillens aus dem betreffenden
Verdrillhaken herausrutschen. Jedem dieser Verdrillhaken
ist, in Abschereinrichtung gesehen, ein Körper zur
Abwinkelung der durch das Abscheren gebildeten Drahtenden
zugeordnet. Durch diese Abwinkelung der Drahtenden soll
erreicht werden, dass während der weiteren
Verdrillbewegung selbige nicht aus dem betreffenden
Verdrillhaken rutschen können.
Die voranstehend genannten Druckschriften offenbaren
zudem, dass das Verdrillen besagter Drahtabenden nicht
ganz ohne Problematik ist. Insbesondere die beiden
Weiterentwicklungen gemäß der DE 36 06 303 A1 und
DE 196 20 535 A1 zu dem zweiten Konstruktionsprinzip
bekunden, dass das Festhalten der frei gewordenen
Drahtenden in den Verdrillhaken während des weiteren
Verdrillens ein defiziles Problem ist. Das Abwinkeln der
besagten kurzen Drahtenden an dem einen Verdrillhaken
bringt zwar höhere Sicherheit gegen Herausgleiten der
Drahtenden aus dem Verdrillhaken. Jedoch ist dieses
Abwinkeln mit dem Nachteil behaftet, dass die Endbereiche
der Bindedrähte während des Verdrillvorganges in axialer
Richtung festgelegt sind, hier kein axiales Spiel
erlauben und somit die Bindedrähte und die Verdrillhaken
samt deren Antriebsvorrichtung zusätzlich mechanisch auf
Zug und/oder Biegung belasten werden.
Bei der genannten Verschnüreinrichtung nach der
DE 22 45 190 A1, gemäß dem ersten Konstruktionsprinzip,
wird der zu verdrillende Draht als auch Bauteile der
Verschnürvorrichtung nicht so stark auf Zug belastet wie
bei den genannten Umschnürungseinrichtungen gemäß dem
zweiten Konstruktionsprinzip, jedoch treten auch hierin
den Bindedrahtabschnitten in und in unmittelbarer Nähe
des Verdrillbereiches durch das Verdrillen, bei den noch
nicht getrennten Drahtenden nicht unerhebliche
Zugbelastungen auf, die auf die Verdrillhaken,
insbesondere auf deren V-förmigen Schlitz, und auf den
Bindedraht, in Form von unerwünschter Dehnung, negativ
wirken.
Die Erfindung geht von dem hier als erstes
Konstruktionsprinzip bezeichneten Stand der Technik aus
und lehnt sich dabei insbesondere an ein Verfahren samt
zugehöriger Vorrichtung zum selbsttätigen maschinellen
Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteter
Ballen aus Abfallmaterialien an, durch die
DE 33 46 051 C2 bzw. durch die DE 40 22 324 C2 des
gleichen Anmelders offenbart sind. Dieses bekannte
Verfahren bzw. Vorrichtung arbeiten zwar in der Praxis
bereits seit Jahren mit großem Erfolg und hoher
Sicherheit, bedürfen jedoch, wie sich gezeigt hat, zu
einer weiteren Optimierung aller Bedarfsfälle und
verbesserten Vorsorge gegen eventuelle Betriebsstörungen
noch einiger Verbesserungen in verschiedenen verfahrens-
und vorrichtungsmäßigen Details.
Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ausgehend von einem Verfahren zum selbsttätig
maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpresse
verdichteter Ballen gemäß der
DE 33 46 051 C2 bzw. von einer Vorrichtung zum
selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in
Ballenpressen verdichteter Ballen gemäß der
DE 40 22 324 C2, das Einfangen, Halten, Verdrillen sowie
das Trennen der Bindedrähte weiter zu verbessern, wobei
möglichst die mechanische Belastung von Bauteilen der
Verdrilleinheit/-station verringert sowie insbesondere
Baugruppen bzw. Teile dieser Vorrichtung kostengünstiger
gestaltet sein sollen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein
Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 sowie
durch eine Vorrichtung gemäß den in der Beschreibung
genannten Merkmalen; die nachgeordneten Patentansprüche 2
bis 10 sowie die Beschreibung offenbaren Weiterungen und
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Der Gegenstand der Erfindung zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass die verfahrensmäßig vorgesehenen
Merkmale durch ihr kombinatorisches Zusammenwirken in
relativ kurzer Zeit und mit verringerter Belastung für
den Bindedraht und Bauteilen der Verdrilleinrichtung eine
sichere Verdrillung des den gepressten Ballen
zusammenhaltenden Bindedrahtes ermöglichen.
So ist bei dem Verfahren zum selbsttätig maschinellen
Umreifen und Abbinden von in einer Ballenpresse
gepresster, insbesondere hochverdichteter Ballen, mittels
mindestens eines Bindedrahtes in einer oder mehreren
parallel zueinander liegenden Abbindeebenen, vorgesehen,
dass in jeder Abbindeebene zunächst stets eines der
sogenannten Drahtenden quer über die Press-Bahn gespannt
ist, auf der das zu verdichtende Material bewegt und zu
einem Ballen zusammengepresst wird und wobei zu beiden
Seiten dieser Press-Bahn aus entsprechenden
Vorratsstationen Bindedraht absatzweise bis zur
Ballenfertigstellung nachgezogen, dann einer der
Bindedrähte quer hinter dem fertigen Ballen entlang zur
benachbarten Seite soweit hindurchgeschoben wird, bis die
Bindedrähte eine Trennposition in einer an einer, der
gegenüberliegenden Außenseite des Presskastens
angeordneten Verdrillstation erreichen, und in der Folge
die entstandenen Drahtbereiche jeweils miteinander
verdrillt werden. In spezieller neuer Art ist dabei
vorgesehen, dass die entstandenen Drahtbereiche jeweils
erst angedrillt werden, sodann die sich drehenden
Verdrillscheiben stillgesetzt werden, wobei gleichzeitig
oder unmittelbar darauf folgend in jeder Verdrillebene
eine Schereinheit den zwischen zwei verdrillten
Abschnitten liegenden Drahtbereich durchtrennt und
anschließend die zeitweise nicht angetriebenen
Verdrillscheiben zum Beenden des Verdrillvorganges
- Fertigdrillen - wieder in Drehbewegung versetzt werden,
bis die entsprechende Anzahl von Verdrillumdrehungen
erreicht ist.
Eine Weiterung des Verfahrens sieht vor, dass nach dem
Erreichen der notwendigen Anzahl von Verdrillumdrehungen
die Verdrillscheiben kurzzeitig rückwärts laufen, bis die
verdrillten Drahtenden den in den Verdrillscheiben
angeordneten Einfang- und Halteschlitz verlassen haben.
Eine andere Weiterung des Verfahrens sieht vor, dass die
Verdrillscheiben während des Fertigverdrillens so lange
drehen, bis die betreffenden verdrillten Drahtendbereiche
aus dem Einfang- und Halteschlitz der Verdrillscheiben
herausgleiten.
Im speziellen eine andere Weiterung des neuen Verfahrens
sieht vor, dass während der ersten Phase des Verdrillens,
dem Andrillen, die Verdrillscheiben mit einem geringeren
Drehmoment als beim Fertigverdrillen angetrieben werden,
für das Durchtrennen der betreffenden Drahtbereiche die
Verdrillscheiben funktionsmäßig von deren Antrieb
abgekoppelt werden und nach dem Durchtrennen der besagten
Drahtbereiche die wieder mit deren Antrieb funktionsmäßig
gekoppelten Verdrillscheiben mit dem vollen Drehmoment
des Verdrillscheibenantriebes weitergedreht
- Fertigverdrillt - werden. Bei diesem neuen
Verfahrensablauf ist insbesondere vorgesehen, dass die
Verdrillscheiben während des Andrillens mit einem
verringertem Drehmoment angetrieben werden, welches
zwischen 0,1 und 90% des vollen Drehmomentes des
Antriebes der Verdrillscheiben liegt, vorzugsweise im
Bereich von 10 bis 60% des maximal verfügbaren besagten
Drehmomentes.
Zur Steuerung der einzelnen aufeinanderfolgenden und des
gesamten Verfahrensablaufes ist entsprechende
Steuerungstechnik vorgesehen, wobei insbesondere in neuer
Gestaltung für die Positionsabfrage druckfeste,
signalgebende Näherungsschalter an entsprechender Stelle
vorgesehen sind. Für den Antrieb der für die Verdrillung
benötigten Bauteile wird vorzugsweise ein Hydraulikmotor
eingesetzt, wobei den Antriebselementen für die
Drillfinger, die jeweils eine Verdrillscheibe tragen,
Druckbegrenzungsventile zugeordnet sind, über welche das
jeweils auf den betreffenden Drillfinger geleitete
Drehmoment steuerbar ist.
Bei dem neuen Verfahren ist nach einer anderen Weiterung
zudem noch vorgesehen, dass der bzw. die Bindedrähte in
jeder Abbindeebene einzeln und durch mechanisch nicht
miteinander zwangsverbundene Durchschubeinheiten, die
zumindest aus einem Zylinder, einer Kolbenstange und
einem Drahtführungskopf besteht, in eine verdrillseitige
liegende Trennposition gefahren werden, sowie bei
Erreichen dieser Trennposition jeweils von einem, an den
besagten Durchschubeinheiten befindlichen Impulsgebern,
welche vorzugsweise druckempfindliche Sensoren sind, ein
Impuls für den Arbeitsbeginn des Verdrillens ausgeht,
wobei die folgende Kombination zeitlich oder taktmäßig
aufeinander folgender bzw. zumindest teilweise
überlagernder Arbeitsgänge gegeben ist:
- a) Die Drillfinger drehen etwa um eine viertel bis eine, vorzugsweise um ca. eine dreiviertel Umdrehung und heben dabei die angedrillten Drahtbereiche in seitlicher Richtung von den Führungsrollen ab;
- b) danach werden die angedrillten Abbindedrähte zwischen den Drahtbereichen, der sich im Bereich zwischen den beiden Führungsrollen befindet, getrennt;
- c) danach werden die erst angedrillten Drahtbereiche weitergedrillt, bis die eigentliche Verdrillung vollendet ist;
- d) nach Abschluss der Verdrillung fahren die besagten Durchschubeinheiten in ihre auf der gegenüberliegenden Presskastenaußenseite befindlichen Ausgangsstellung zurück, im Bedarfsfall erfolgt eine Rückwärtsdrehung der Verdrillscheiben.
Die Verdrillstation selbst oder die Drillfinger können
bei Bedarf auch aus der Arbeitsposition "Verdrillen" in
eine von der Presskastenaußenseite weiter entfernten
Position zurückgezogen oder in eine seitliche Position,
einzeln oder als ganzes, geschwenkt werden.
Eine vorteilhafte Weiterung sieht zudem noch vor, dass
für das Durchtrennen der betreffenden
Bindedrahtabschnitte zwischen den beiden angedrillten
Drahtbereichen jeweils eine Schereinheit eingesetzt wird,
wobei die Schereinheiten vorzugsweise durch einen
gemeinsamen Antrieb betätigt werden und wobei
vorzugsweise dieser Antrieb zugleich der Hydraulikmotor
für den Antrieb der Verdrillfinger oder ein Teilmotor von
diesem Haupt-Hydraulikmotor sein kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines schematisch
in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert; es zeigen dabei im einzelnen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf eine horizontale
Ballenpresse, mit Querschnitt durch deren
Pressschacht;
Fig. 2 die gegenüber Fig. 1 vergrößerte Ansicht
einer in einer der Abbindeebenen angeordneten
Verdrilleinheit einer Verdrillstation in
Draufsicht, mit teils geschnittenen Bauteilen;
Fig. 3a
und 3b eine auszugsweise Ansicht aus Fig. 2 mit Blick
von rechts nach links auf den in
Schneid-/Verdrillposition befindlichen
Drahtführungskopf nebst Drillfinger und
Fig. 4 Details der hier verwendeten Trenneinheit.
Aus der Darstellung in der Fig. 1 ist zunächst einmal
der generelle Grundaufbau und Anordnung der
Abbindevorrichtung an einer Ballenpresse zu erkennen.
Hierbei sind vor allem die für das Überführen der
Abbindedrähte 4, 5 von den Seitenwandungen des
Pressschachtes 1 in den Bereich der Drillfinger 11 je
Abbindeebene E1, E2, E3 vorzugsweise einzelne und
mechanisch nicht miteinander gekoppelte, vorzugsweise
hydraulisch bewegte, aus einem Zylinder 6 und einer
Kolbenstange 7 bestehenden Durchschubeinheiten 15 außen
1a am Pressschacht 1 angeordnet, wobei jede der
Kolbenstangen 7 sowie der an ihrem freien, aus dem
Hydraulikzylinder 6 herausragenden Ende vorgesehene
Stangenkopf 7a in deren 7, 7a ausgefahrener Endstellung
über nicht dargestellte Führungen im Presskolben 2 in an
sich bekannter Weise zentriert ist.
Das freie Ende jedes Stangenkopfes 7a weist zudem in
weiterhin bekannter Art einen endwärts weisenden
Drahtführungskopf 8 auf, der zur Lagerung von je zwei
Führungsrollen FR gabelförmig, endwärts weg ragende Arme
8a besitzt, die eine zwischen den Führungsrollen FR
liegende Gabelnute 8b bilden.
Der Kernpunkt der Erfindung ist das neugestaltete,
mehrphasige Verdrill- und Trennverfahren, bei dem
unterschiedliche Drehmomente in den einzelnen
Verdrillphasen an den Drillelementen 11, 11a, 11b, 11c
anliegen.
Vorrichtungsmäßig ist insbesondere die neue Trenneinheit
zu nennen, die vorzugsweise als Schereinheit 17
ausgebildet ist, sowie der Einsatz von druckfesten
Endschaltern als Impulsgeber für die Durchschubeinheiten
15, für die Verdrillstationen mit deren einzelnen
Baueinheiten sowie den Baueinheiten der Trenneinheiten.
Zudem ist noch bedeutsam, dass insbesondere die Antriebe
für die Verdrilleinheiten der Verdrillstationen
Fluidmotore mit vorzugsweiser stufenloser
Drehmomenteinstellung eingesetzt werden.
Vorteilhaft ist der Einsatz eines zentralen
Hydraulikmotors, von dem aus Teilmotore oder die
betreffenden, zu bewegenden Bauteile der
Verdrilleinheiten der Verdrillstation und der
Durchschubeinheiten angetrieben werden. Die Steuerung der
bewegbaren Einheiten erfolgt vorzugsweise mit der ohnehin
vorhandenen Maschinensteuerungseinheit über ein SPS-
Steuerungssystem. Auf die Darstellung der
Steuerungstechnik an sich sowie der eingesetzten
druckfesten, signalgebenden Näherungsschalter wurde in
den Figuren generell verzichtet, da diese in bekannter
Art und Weise an den betreffenden Stellen in
zweckdienlicher Art angeordnet sind.
In der Fig. 2, ist in Draufsicht und mit teilweise
geschnittenen Bauteilen, eine an einem Rahmen 10 einer
nicht weiter bezeichneten Verdrillstation mittels Trägern
16 gelagerte Verdrilleinheit gezeigt, wobei die Träger 16
an einer Antriebseinheit 13 angreifen. In der
Antriebseinheit 13 sind jeweils zwei Fingerwellen 12
gelagert, die presskastenseitig aus der Antriebseinheit
13 herausragen und an ihrem abgekröpften vorderen Teil,
den Drillfingern 11, stirnseitig je eine Verdrillscheibe
11a halten. Mittig zwischen den Fingerwellen 12
angeordnet, ragt eine Trenneinheit, die hier speziell als
Schereinheit 17 ausgebildet ist, von der Antriebseinheit
13 aus in den Zwischenraum zwischen den beiden
Drillfingern 11 hinein. Von links, also dem Pressschacht
1 der Ballenpresse aus kommend, ist die Kolbenstange 7
mitsamt ihrem Drahtführungskopf 8 und den daran
angeordneten Führungsrollen FR bis zu einer Trennposition
TP in den Zwischenraum zwischen den beiden Drillfingern
11 eingeschoben. Der zwischen den beiden Führungsrollen
FR befindliche Abschnitt der Bindedrähte 4 und 5 ragt in
das durch das feste Scherenblatt 18 und das bewegliche
Scherenblatt 19 der Schereinheit 17 gebildete Maul
hinein. In dieser Position verbleibt diese
Durchschubeinheit 15 vom Anfang bis zum Ende des
Verdrillvorganges. Der jeweils zwischen den Leitrollen 14
der Kolbenstange 7 und den Führungsrollen FR geführte
Abschnitt der Bindedrähte 4b, 5b bzw. 4a, 5a wird während
der Drehung der jeweiligen Verdrillscheibe 11a verdrillt.
Für die Betätigung der Schereinheit 17 ist das eine Ende
des beweglichen Scherenblattes 19 mit einer Hubeinheit 20
verbunden.
In der hier, in der Fig. 2 gezeigten Ausführung sind die
Fingerwellen 12 der Drillfinger 11 im Korpus von jeweils
einem Übertragungselement 12a gehaltert. In dieser
Ausführung sind diese Übertragungselemente spezielle
Zahnräder, die von einer nicht dargestellten
Hydraulikantriebseinheit angetrieben werden. Da diese
Antriebselemente an sich bekannt sind, wurde hier auf
eine weitergehende Darstellung dieser Elemente
verzichtet.
In der Fig. 3a als auch in der Fig. 3b ist ausgehend
von der Fig. 2 der Blick auf den Drahtführungskopf 8
sowie auf die jeweils seitwärts von diesem 8 während des
Verdrillvorganges positionierte Verdrillscheibe 11a
gezeigt.
In der Fig. 3a greift der Haken 11b noch nicht über die
Drahtabschnitte 4a, 5a bzw. 4b, 5b der von dem
Drahtführungskopf 8 für das Verdrillen positionierten
Bindedrähte 4 und 5.
Sich in Drehrichtung DR bewegend, also von außen nach
innen, greift der jeweilige Haken 11b der Verdrillscheibe
11a hinter den betreffenden Drahtbereich 4a, 5a bzw. 4b,
5b und zieht diesen von ihrer Ausgangslage nach außen hin
weg, so dass die betreffenden Drahtbereiche in den Spalt
11c der jeweiligen Drillscheibe 11a hineingezogen und von
diesem Spalt 11c während des Verdrillens festgehalten
werden.
In der Fig. 4 ist die Lage des mit dem Drahtführungskopf
8 positionierten Bindedrähte 4 und 5 im Scherenmaul
gezeigt.
Zwecks übersichtlicher Darstellung sind nur die wichtigen
einzelnen Bauteile der Durchschubeinheit 15 und der
Schereinheit 17 gezeigt und, soweit für das Verständnis
notwendig, mit Bezugsziffern versehen. Bereits
voranstehend in ihrer Anordnung und Funktion beschriebene
Bauteile werden folgend nicht noch einmal erläutert.
Durch Bewegung der Hubeinheit 20, die über ein Lager 21
mit einem um einen Gelenkbolzen 22 bewegbaren Schenkel
des beweglichen Scherenblattes 19 verbunden ist, wird die
Trennbewegung zum Trennen der Bindedrähte 4 und 5
vollzogen. Die Hubeinheit 20 bewegt sich dafür in
Hubrichtung HR nach unten, so dass die gestrichelt
dargestellte Position des Scherenblattes 19 erreicht
wird.
Folgend wird der Funktionsablauf für das Verdrillen der
Bindedrähte für einen gepressten Ballen mit der in den
Figuren dargestellten Vorrichtung nochmals kurz
geschildert.
Der mit einer Pressplatte versehene Presskolben 2 der
Ballenpresse hält den auf ein vorgegebenes Maß fertig
gepressten Ballen von Abfallmaterial im Pressschacht 1 in
einer vorgegebenen Position.
Durch die Maschinensteuerung angesteuert fahren die
Durchschubeinheiten 15 in Vorschubrichtung VR zur auf der
anderen Seite des Presskastens befindlichen
Verdrillstation und nehmen mit ihren im Drahtführungskopf
8 angeordneten Führungsrollen FR und Leitrollen 14 die
Bindedrähte 4 und 5 so weit mit, bis der zwischen den
Führungsrollen FR befindliche Drahtbereich die in der
Fig. 2 gezeigte Trennposition TP erreicht hat.
Ein signalgebender Näherungsschalter meldet die erreichte
Position der Maschinensteuerung. Daraufhin wird die
Antriebseinheit für die Verdrillscheiben gestartet,
welche hier vorzugsweise als Hydraulikmotor ausgelegt
ist. Die Verdrillscheiben 11a antreibenden Drillfinger
11, deren Fingerwellen 12 in der Antriebseinheit 13
gehalten sind, werden mit vermindertem Drehmoment
angefahren, bis etwa eine halbe bis zu einer vollen
Umdrehung der Verdrillscheibe 11a erfolgt ist.
Rechtzeitig vor Erreichen der vorgegebenen Drehposition
der Verdrillscheibe 11a, maximal eine Umdrehung, wird der
Antrieb für die Drillfinger 11 abgeschaltet. Dies erfolgt
vorzugsweise über Druckbegrenzungsventile, die
entsprechend dem für das Andrillen vorgegebenen
Drehmoment den Antrieb der Drillfinger abschalten. Bei
Erreichen dieser Position erfolgt ein Steuersignal an die
der Schereneinheit 17 zugeordneten Hubeinheit 20, wodurch
das bewegliche Scherenblatt 19 der Schereinheit 17
betätigt und die beiden Bindedrähte 4 und 5 im
betreffenden Drahtbereich getrennt werden. Die
Signalgebung an die Hubeinheit 20 kann jedoch auch über
einen Zeitschalter erfolgen.
Sobald der mit der Hubeinheit 20 verbundene Schenkel des
beweglichen Scherenblattes 19 seine Endposition beim
Schervorgang erreicht, erfolgt ein Signal an die
Antriebseinheit der Drillfinger 11, die die Drillfinger
11 mit samt der daran befindlichen Verdrillscheibe 11a
wieder in Drehbewegung versetzt, so dass die Verdrillung
- Fertigverdrillung - der Drahtbereiche 4a, 5a bzw. 4b,
5b abgeschlossen werden kann. Dies ist vorzugsweise nach
etwa 6 bis 8 Verdrillungen erreicht. Ein entsprechender
Sensor, der hier die Umdrehungen zählt, sendet ein Signal
an die Maschinensteuerung, worauf der Antrieb der
Drillfinger 11 wird abgeschalten wird, die
Durchschubeinheiten 15 werden wieder in ihre Ausgangslage
bewegt. Bei Erreichen selbiger erfolgt ein Signal an die
Maschinensteuerung, welche dann wiederum die
Antriebseinheit 13 der Verdrilleinheit derart ansteuert,
dass die Verdrillscheiben 11a in umgekehrter Drehrichtung
laufen bis die verdrillten Drahtbereiche 4a, 5a und 4b,
5b aus dem jeweiligen Spalt 11c der Verdrillscheibe 11a
gleiten. Nach erfolgter Drahtauslösung wird das
bewegliche Scherenblatt 19 der Schereinheit 17 wieder in
seine Ausgangsstellung bewegt.
Bei einer anderen hier nicht dargestellten Ausführung
sind die in der Fig. 3a gezeigten Verdrillscheiben 11a
umgekehrt angeordnet, also so, dass der jeweilige Haken
11b jeder Verdrillscheibe 11a nach unten zeigt. Die
Drehrichtung ist dann genau entgegengesetzt der in Fig.
3a angezeigten Drehrichtung DR, die Haken würden also von
unten nach oben fahren. An der funktionellen Wirkung der
Verdrillscheiben 11a ändert sich dadurch jedoch nichts.
Die Anwendung dieses hier nicht weiter gezeigten
Ausführungsbeispieles wird von Fall zu Fall vorgenommen,
insbesondere wenn es die Gesamtkonzeption der
Ballenpresse erfordern sollte.
Alle in der voranstehenden Beschreibung erwähnten sowie
die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale
sind weitere Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie
nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in
den Ansprüchen erwähnt sind.
1
Pressschacht (einer Horizontal-Ballenpresse)
1
a Außenwandungen
2
Presskolben (mit der Pressplatte)
2
b Öffnungsspalte
3
Rahmen (Zuführseite der Durchschubeinheiten)
4
Bindedraht (vorschubseitig)
4
a Drahtbereich (ballenseitig)
4
b Drahtbereich (vorratsstationsseitig, für den
neuen Ballen)
5
Bindedraht (Verdrillseitig)
5
a Drahtbereich (ballenseitig)
5
b Drahtbereich (vorratsstationsseitig, für den
neuen Ballen)
6
Zylinder
7
Kolbenstange
7
a Stangenkopf
8
Drahtführungskopf
8
a Arme
8
b Gabelnute
9
Drahtumlenkrollen
10
Rahmen (verdrillseitig)
11
Drillfinger
11
a Verdrillscheibe
11
b Haken
11
c Spalt
11
d Drehkreis von Pos.
11
12
Fingerwellen
12
a Übertragungselemente (z. B. Zahnräder)
13
Antriebseinheiten
14
Leitrollen
15
Durchschubeinheiten
16
Träger
17
Schereinheit
18
Scherenblatt, fest
19
Scherenblatt, beweglich
20
Hubeinheit
21
Lager
22
Gelenkbolzen
E1, E2. . . Abbindeebenen
DR Drehrichtung
HR Hubrichtungen
VR Vorschubrichtung von Pos.
E1, E2. . . Abbindeebenen
DR Drehrichtung
HR Hubrichtungen
VR Vorschubrichtung von Pos.
7
FR Führungsrollen
TP Trennposition
TP Trennposition
Claims (10)
1. Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und
Abbinden von in Ballenpressen verdichteter Ballen aus
Abfallmaterialien mittels mindestens eines Bindedrahtes
(4, 5) in einer oder mehreren parallel zueinander
liegenden Abbindeebenen (E1, E2, E3), wobei in jeder
Abbindeebene zunächst stets eines der Drahtenden (4 bzw.
5) quer über die Pressbahn (1) gespannt ist, auf der das
zu verdichtende Material bewegt und zu einem Ballen
zusammengepresst wird und wobei zu beiden Seiten (1a, 3
und 1a, 10) dieser Pressbahn (1) aus entsprechenden
Vorratsstationen Bindedraht (4, 5) absatzweise bis zur
Ballenfertigstellung nachgezogen, dann einer der
Bindedrähte (4) quer hinter dem fertigen Ballen entlang
zur benachbarten Seite (1a, 10) soweit hindurch geschoben
wird, bis die Bindedrähte (4, 5) eine Trennposition (TP)
erreichen, und in der Folge die entstandenen
Drahtbereiche (4a, 5a und 4b, 5b) jeweils miteinander
verdrillt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die entstandenen Drahtbereiche (4a, 5a und 4b, 5b)
jeweils erst angedrillt, sodann die sich drehenden
Verdrillscheiben stillgesetzt werden, wobei gleichzeitig
oder unmittelbar darauf folgend in jeder Verdrillebene
eine Schereinheit den zwischen zwei verdrillten
Abschnitten liegenden Drahtbereich durchtrennt und
anschließend die zeitweise nicht angetriebenen
Verdrillscheiben zum Beenden des Verdrillvorganges -
Fertigverdrillen - wieder in Drehbewegung versetzt
werden, bis die entsprechende Anzahl von
Verdrillumdrehungen erreicht ist.
2. Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und
Abbinden von in Ballenpressen verdichteter Ballen aus
Abfallmaterialien mittels mindestens eines Bindedrahtes
(4, 5) in einer oder mehreren parallel zueinander
liegenden Abbindeebenen (E1, E2, E3), wobei in jeder
Abbindeebene zunächst stets eines der Drahtenden (4 bzw.
5) quer über die Pressbahn (1) gespannt ist, auf der das
zu verdichtende Material bewegt und zu einem Ballen
zusammengepresst wird und wobei zu beiden Seiten (1a, 3
und 1a, 10) dieser Pressbahn (1) aus entsprechenden
Vorratsstationen Bindedraht (4, 5) absatzweise bis zur
Ballenfertigstellung nachgezogen, dann einer der
Bindedrähte (4) quer hinter dem fertigen Ballen entlang
zur benachbarten Seite (1a, 10) soweit hindurch geschoben
wird, bis die Bindedrähte (4, 5) eine Trennposition (TP)
erreichen, und in der Folge die entstandenen
Drahtbereiche (4a, 5a und 4b, 5b) jeweils miteinander
verdrillt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass während der ersten Phase des Verdrillens, dem
Andrillen, die Verdrillscheiben mit einem geringerem
Drehmoment als beim Fertigverdrillen angetrieben werden,
für das Durchtrennen der betreffenden Drahtbereiche die
Verdrillscheiben funktionsmäßig von deren Antrieb
abgekoppelt werden und nach dem Durchtrennen der besagten
Drahtbereiche die wieder mit deren Antrieb funktionsmäßig
gekoppelten Verdrillscheiben mit dem vollen Drehmoment
des Verdrillscheibenantriebes weiter gedreht
- Fertigverdrillt - werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Andrillen mit vermindertem Drehmoment und das
Fertigverdrillen mit vollem Drehmoment der
Antriebseinheit für die Drillfinger (11) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Andrillen mit einem verringerten Drehmoment
erfolgt, welches zwischen 0,1 und 90% des verfügbaren
Drehmomentes des Antriebes für die Drillfinger (11)
liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Andrillen mit einem verringerten Drehmoment
erfolgt, welches im Bereich von 10 bis 60% des maximal
verfügbaren Drehmomentes des Antriebes für die
Fingerwellen (12) liegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennen der Bindedrähte (4, 5) durch Scherung
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bindedrähte in der Trennposition (TP) jeweils
durch eine Schereinheit (17, 18, 19) für das Andrillen
positioniert werden.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bzw. die Bindedrähte (4, 5) in jeder
Abbindeebene (E1, E2, E3) einzeln und durch mechanisch
nicht miteinander zwangsverbundene Durchschubeinheiten
[15, Zylinder (6), Kolbenstange (7), Drahtführungskopf
(8)] in eine Trennposition (TP) gefahren werden, sowie
bei Erreichen dieser Trennposition (TP) jeweils von einem
an besagten Durchschubeinheiten (15) befindlichen
Impulsgeber ein Impuls für den Arbeitsbeginn des
Verdrillens ausgeht, wobei die folgende Kombination
zeitlich oder taktmäßig aufeinander folgender bzw.
zumindest teilweise überlagernder Arbeitsgänge gegeben
ist:
- a) Die Drillfinger (11) drehen um vorzugsweise eine Dreiviertelumdrehung und heben dabei die angedrillten Drahtbereiche (4a, 5a und 4b, 5b) in seitlicher Richtung von den Führungsrollen ab;
- b) danach werden die angedrillten Abbindedrähte (4, 5) zwischen den Drahtbereichen (4a, 5a und 4b, 5b), der sich im Bereich zwischen den bei den Führungsrollen befindet, durchtrennt;
- c) danach werden die angedrillten Drahtbereiche (4a, 5a und 4b, 5b) weitergedrillt bis die eigentliche Verdrillung vollendet ist;
- d) nach Abschluss der Verdrillung fahren die besagten Durchschubeinheiten (15) in ihre Ausgangsstellung zurück, ebenso die Drillfinger.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Erreichender notwendigen Anzahl von
Verdrillumdrehungen die Verdrillscheiben kurzzeitig
rückwärts laufen bis die verdrillten Drahtenden den in
den Verdrillscheiben angeordneten Einfang- und
Halteschlitz verlassen haben.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdrillscheiben während des Fertigverdrillens
so lange drehen, bis die betreffenden verdrillten
Drahtendbereiche aus dem Einfang- und Halteschlitz der
Verdrillscheiben herausgleiten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10021471A DE10021471A1 (de) | 1999-05-04 | 2000-05-04 | Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19920584 | 1999-05-04 | ||
| DE10021471A DE10021471A1 (de) | 1999-05-04 | 2000-05-04 | Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10021471A1 true DE10021471A1 (de) | 2000-11-23 |
Family
ID=7906999
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10021471A Withdrawn DE10021471A1 (de) | 1999-05-04 | 2000-05-04 | Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien |
| DE50007659T Expired - Lifetime DE50007659D1 (de) | 1999-05-04 | 2000-05-04 | Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50007659T Expired - Lifetime DE50007659D1 (de) | 1999-05-04 | 2000-05-04 | Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden von in Ballenpressen verdichteten Ballen aus Abfallmaterialien |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1052172B1 (de) |
| DE (2) | DE10021471A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1785351A1 (de) * | 2005-11-09 | 2007-05-16 | Machinefabriek Bollegraaf Appingedam B.V. | Verfahren, Vorrichtung und Verdriller um Endteile eines ballenumschlingenden Drahts zusammenzubinden |
| US7690402B2 (en) | 2005-09-11 | 2010-04-06 | Machinefabriek Bollegraaf Appingedam B.V. | Method, an implement and a twister for tying together end portions of wire material extending around a bale |
| DE202012004276U1 (de) | 2012-05-02 | 2013-08-06 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
| DE102012008554A1 (de) | 2012-05-02 | 2013-11-07 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3789751A (en) * | 1971-09-15 | 1974-02-05 | C Burford | Bale tying device |
| FR2372732A1 (fr) * | 1976-12-06 | 1978-06-30 | Ghesquiere Robert | Appareil de ligature automatique pour presse a balles |
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-
2000
- 2000-05-04 DE DE10021471A patent/DE10021471A1/de not_active Withdrawn
- 2000-05-04 DE DE50007659T patent/DE50007659D1/de not_active Expired - Lifetime
- 2000-05-04 EP EP00109569A patent/EP1052172B1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE202012004276U1 (de) | 2012-05-02 | 2013-08-06 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
| EP2660160A2 (de) | 2012-05-02 | 2013-11-06 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
| DE102012008554A1 (de) | 2012-05-02 | 2013-11-07 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
| DE202013012192U1 (de) | 2012-05-02 | 2015-10-28 | Hermann Schwelling | Kanalballenpresse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50007659D1 (de) | 2004-10-14 |
| EP1052172A3 (de) | 2002-11-27 |
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| EP1052172A2 (de) | 2000-11-15 |
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