-
Die Erfindung betrifft ein geschlossenes
Außenfiltersystem
gemäß Anspruch
1.
-
Aquarienfilter gibt es in verschiedenen
Varianten, nämlich
als Innenfilter, Filterkammer und als Außenfilter. Sie alle machen
sich Filterbakterien zunutze, die die abgesonderten Schadstoffe
der Fische abbauen.
-
Alle Filter lassen sich für Reinigungszwecke oder
zum Wechseln des Filtermaterials öffnen.
-
Im Stickstoffkreislauf werden mehrere
Arten von Filterbakterien benötigt.
Man unterscheidet aerobe und anaerobe Bakterien. Die aeroben Bakterien brauchen,
wie der Name schon sagt, Sauerstoff (aerob), die anaeroben Bakterien
ein Milieu, das keinen Sauerstoff enthält (anaerob).
-
Es ist bekannt, dass Aquarienaußenfilter
in ihrem Abbau von Schadstoffen variieren. Anfangs, wenn das Filtermaterial
sauber ist, ist die Durchflußmenge
an Wasser und der damit verbundene Sauerstoffgehalt hoch, daraus
folgt, daß hauptsächlich aerober
Schadstoffabbau betrieben wird.
-
Mit der Verunreinigung des Filtermaterials verringert
sich die Durchflußmenge
des Wassers und der Sauerstoffgehalt des im Filter befindlichen
Wassers sinkt. Nun wird nur noch anaerober Schadstoffabbau bewerkstelligt.
-
Es besteht die Möglichkeit einen Bioreaktor zu
installieren, der den anaeroben Schadstoffabbau bewerkstelligt,
doch wird das eingesetzte Filtermaterial von den Filterbakterien
verzehrt und der Kauf neuen Filtermaterials ist unabdingbar.
-
Faultürme produzieren bei der anaeroben Filterung
Faulgase, die durch einen Aktivkohlefilter absorbiert oder an die
Umluft abgegeben werden, was durch die Geruchsbelästigung
nicht angenehm ist.
-
Sehr gute Ergebnisse bei dem aeroben Schadstoffabbau,
hat man mit dem Rieselfilter erzielt. Das Wasser wird mit Sauerstoff
angereichert und durch aerobe Filterbakterien von. Schadstoffen
gereinigt. Bisher kann der Rieselfilter entweder nur in das Aquarium,
oder in einer offenen Filterkammer eingesetzt werden.
-
Dies ist für einen Aquariumschrank und
für Aquarianer,
die keine Geräte
im Becken haben wollen, ungünstig.
-
Die Vielzahl von Geräten, die
nötig sind,
um bei großem
Fischbesatz, oder Fischen, die viele Schadstoffe produzieren, die
Wasserqualität
und die damit verbundene Filterung zu gewährleisten ist sehr groß.
-
Vereinzelt passen Schläuche nicht
auf die Anschlußstücke von
Geräten
der verschiedenen Hersteller.
-
Auch sind die teilweise langen Schlauchverbindungen,
was die Auslaufsicherheit betrifft, bedingt durch Abrutschen oder
Durchhängen
der Schläuche unsicher.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, ein
Außenfiltersystem
zu schaffen, das kompakter ist, über
eine längere
Standzeit und über
einen höheren
Schadstoffabbau verfügt
als gegenwärtige
Außenfiltersysteme.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
-
Durch die Kombination mehrerer Filtergeräte und dein
Außenrieselfilter
wird das Aquariumwasser optimal gefiltert. Die entstehenden Faulgase
werden aufgefangen und das Außenfiltersystem
kann überall positioniert
werden.
-
Das geschlossene Außenfiltersystem
ist vor allem in den unten aufgeführten Punkten gekennzeichnet:
- – Das
Außenfiltersystem
ist so konzipiert, daß mehrere
Filterkomponenten in einem Filtersystem vereint sind und so den
Schadstoffabbau erhöhen
- – Das
geschlossene Außenfiltersystem
beinhaltet einen Rieselfilter.
- – Der
Frischwasserablauf des Faulturms wird mit der Abluft des Rieselfilters
betrieben (Lufthebeprinzip).
- – Mehrere
Filterkomponenten werden über
einen Injektor betrieben.
- – Die
Faulgase werden aufgefangen und das Faulgasauffangsystem regelt
sich selbständig.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird nach folgend anhand der Zeichnung häher erläutert.
-
In den Zeichnungen ist das geschlossene Außenfiltersystem
für den
aeroben und anaeroben Schadstoffabbau im Aquariumwasser aufgeführt.
-
Es zeigen:
-
1 Draufsicht
des Gesamtsystems
-
2 Vorderansicht
des Gesamtsystems
-
3 Hinteransicht
des Gesamtsystems
-
4 Draufsicht
des Nachfilters
-
5 Draufsicht
des Pumpenfilters
-
6 Seitenansicht
des Nach- und Pumpenfilters
-
7 Draufsicht
des Rieselfilters
-
8 Draufsicht
des Vorfilters
-
9 Seitenansicht
des Riesel- und Vorfilters
-
10 Draufsicht
der 2. Filterkammer des Faulturms
-
11 Draufsicht
der 1. Filterkammer des Faulturms
-
12 Seitenansicht
der 1. und 2. Filterkammer des Faulturms
-
13 Seitenansicht
des Auffangsystems für
Faulgase
-
14 Schemata
-
Vorfilter (1, 2, 8, 9)
-
Die Vorderseite des Vorfilters (D)
kann zur Säuberung
geöffnet
werden.
-
Die Schaumstofffilter in den Schaumstoffkammern
(21) können
dann ohne großen
Aufwand gereinigt werden
-
Das zu reinigende Aquariumwasser
wird über
einen Ansaugschlauch vom Aquarium in den.
-
Vorfilter (D,22) gesaugt.
-
Die gekürzte durchlässige Abstandsplatte (19)
trennt den Wasserstrom und die darin befindlichen großen Schmutzpartikel.
Dies erhöht
die Standzeit.
-
Im Vorfilter (D) wird das Aquariumwasser durch
die senkrecht verlaufenden Schaumstoffkammern (21) von
groben Schmutzpartikeln gereinigt.
-
Durch ihre große Oberfläche wird eine längere Standzeit
gewährleistet.
-
Danach wird ein Teil des Aquariumwassers in
den Pumpenfilter (B) und der andere Teil in den Rieselfilter (C)
geleitet.
-
Pumpenfilter (1, 2, 5, 6)
-
Das Aquariumwasser, welches durch
einen Spalt (20) in den Pumpenfilter gelangt, fließt über eine
Bodenheizung und wird dadurch erwärmt. Danach durchläuft das
Aquariumwasser mehrere Filtertöpfe
(28) und die darin befindlichen Filtermaterialien und wird
dann in das Aquarium zurück
gepumpt (10).
-
Der Deckel des Pumpenfilters (B)
ist abnehmbar (Säuberung).
-
Rieselfilter (1, 2, 7, 9)
-
Der Teil des Aquariumwassers, der
in den Rieselfilter (C) gelangt, durchfließt einen Regulierungsmechanismus
(14), der durch einen Schwimmer (15) reguliert
wird.
-
Steigt der Wasserstand und somit
der Schwimmer (15), so verringert ein Pfropfen, der am Schwimmer
(15) befestigt ist, die Wasserzufuhr vom Vor(D)- zum Rieselfilter
(C,13). Es dringt weniger Aquariumwasser in den Rieselfilter
(C) ein.
-
Sinkt der Wasserspiegel, so sinkt
auch der Schwimmer (15) mit dem Pfropfen; der Zufluß wird vergrößert und
es kann mehr Aquariumwasser in den Rieselfilter (C) eindringen.
-
Dies garantiert einen konstanten
Wasserstand.
-
Ist das Aquariumwasser durch den
Regulierungsmechanismus (14) geflossen, wird es durch ein gelochtes
Röhrensystem
(16a) und (16b) geleitet, welches das Aquariumwasser
gleichmäßig, über die Filtertöpfe (28)
verteilt.
-
Ein auf dem Boden angebrachter Ausströmer (17b),
welcher über
eine Membranpumpe mit Luft versorgt (17a) wird, reichert
den Rieselfilter (C) und das darin zu filternde Aquariumwasser mit
Luft an.
-
Die ausgeströmte Luft steigt entgegen der Fließrichtung
des Aquariumwasser auf.
-
Zusätzlich wird ein großer Teil
des Rieselfilters (C) mit Luft gefüllt und dadurch ein niedriger Wasserstand
bewerkstelligt.
-
Die Luft und der darin enthaltene
Sauerstoff fördern
den aeroben Abbau (aerobe Bakterien) von Schadstoffen.
-
Der Deckel des Rieselfilters (C)
ist zu Reinigungszwecken abnehmbar.
-
Nachfilter (1, 3, 4, 6)
-
Nach dein Rieselfilter (C) gelangt
das Aquariumwasser in den Nachfilter (A). Dort können bei Bedarf mehrere Filtermaterialien
in die Filtertöpfe
(28) eingesetzt werden. Zudem trennt sich das stark mit Luft
angereicherte Aquariumwasser von der Luft.
-
Die Luft wird über den Entlüftungsschlauch (11)
in den Injektor (8) geleitet, wo die Luft mit dem Frischwasser
(10) zum Aquarium abgeführt
wird. Dadurch wird ein Ansammeln der Luft im Nachfilter (A) verhindert.
-
Das nun im Pumpenfilter (B) angelangte Aquariumwasser
durchfließt
einen UV-Filter (5), der Bakterien und Schwebealgen abtötet.
-
Das gefilterte Aquariumwasser wird über einen
Injektor (8) nach dem Injektorprinzip dem Frischwasser
beigefügt.
-
Der Deckel des Nachfilters (A) ist
zu Reinigungszwecken abnehmbar.
-
Faulturm (1, 2, 3,10,11,12)
-
Im Faulturm (E und F) durchfließt das Aquariumwasser
langsam die Filtermedien, in den Filtertöpfen (28).
-
Es herrschen dort anaerobe Zustände, welche
einen anaeroben Abbau (anaerobe Bakterien) von Schadstoffen fördern.
-
Die dabei entstehenden Faulgase werden durch
den abgeschrägten
Deckel in den Faulgasentlüftungsschlauch
(24) geleitet.
-
Der Faulturm wird mit der Abluft
des Rieselfilters betrieben (Lufthebeprinzip) (23).
-
Der Deckel der Faulturmkammern (E
und F) ist zu Reinigungszwecken abnehmbar.
-
Auffangsystem für Faulgase
(13)
-
Die aufsteigenden Faulgase sammeln
sich im Faulgasentlüftungsschlauch
(24), die Trennkammer (H3) unterbricht das Lufthebeprinzip
und verhindert so das Eindringen von Aquariumwasser in den Auffangbehälter für Faulgase
(H7).
-
Ist dieser gefüllt und das produzierte Faulgas füllt den
Faulturm E und F, dann sinkt der darin befindliche Wasserspiegel.
-
Der an dem Deckel angebrachte Schwimmer (25e)
mit Magnet senkt sich ebenfalls, wodurch ein Unterbrecherkontakt
mit elektronischer Einschaltverzögerung
(25a) aktiviert wird.
-
Dieser unterbricht die Stromzufuhr
zur Membranpumpe für
fünf Sekunden.
-
Der nun ansteigende Wasserspiegel öffnet durch
seinen Druck das Rückschlagventil
(H4) und drückt
die Faulgase in den Auffangbehälter
(H7).
-
Nach fünf Sekunden wird die Membranpumpe
wieder aktiviert und die Wasserförderung
ist wieder aktiv.
-
Ist der Auffangbehälter (H7)
voll, so drückt dieser
durch seine Ausdehnung auf einen Kontakt (H8), der eine Warndiode
aufleuchten läßt.
-
Für
das Entleeren werden die Absperrventile (H5) geschlossen, die Kupplung
(H6) geöffnet
und der Auffangbehälter
für Faulgase
(H7) entnommen und im Freien entleert.
-
Dann kann der Auffangbehälter für Faulgase (H7)
wieder montiert und die Absperrventile (H5) geöffnet werden.
-
Damit sich keine Faulgase über dem Schwimmer
(25c) ansammeln, ist eine Öffnung zwischen Faulgasentlüftungsschlauch
(25b) und Schwimmerkammer vorhanden, durch die die Faulgase
abgeführt
werden.
-
Gesamtsystem
-
Es befindet sich ein Absperrventil
am Vorfilter, sowie am Faulturm, womit sich bequem zu Reinigungszwecken
das Aquariumwasser aus dem Filtersystem entfernen läßt. Zur
Säuberung
des Vorfilters, kann die Vorderseite geöffnet werden. Die Entlüftung funktioniert
automatisch.
-
Vorteile
-
Dieses Filtersystem hat eine längere Standzeit,
als gegenwärtige
Außenfiltersysteme.
Es vereint mehrere Filterkomponenten und ist damit kompakter als
Einzelsysteme. Der Schadstoffabbau ist höher als bei jetzigen Filtersystemen.
Es ist durch seine Anordnung effizienter.
-
Der Auffangbehälter für Faulgase (H7) kann nach Entleerung
wieder verwendet werden. Dadurch werden Kosten gespart und Müll vermeidet,
was das System sehr ökologisch
macht.