DE10019610A1 - Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen Filterzelle - Google Patents
Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen FilterzelleInfo
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- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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- B03C3/66—Applications of electricity supply techniques
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen Filterzelle (1), wobei die Filterzelle (1) abgebaut und insbesondere die Lamellen (23) mittels beispielsweise Ultraschall gereinigt werden und sodann die Filterzelle wieder eingebaut wird, wobei die Filterzelle (1) vor ihren Einbau in ihre Ausgangsposition in eine Prüfvorrichtung eingesetzt und die Lamellen (23) auf elektrischen Überschlag hin geprüft werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen einer
elektrostatischen Filterzelle, wobei die Filterzelle
abgebaut und insbesondere die Lamellen mittels
beispielsweise Ultraschall gereinigt werden und sodann die
Filterzelle wieder eingebaut wird, sowie eine Vorrichtung
zum Prüfen dieser elektrostatischen Filterzelle nach deren
Reinigung und vor deren Wiedereinbau.
Elektrostatische Filterzellen gibt es in vielfacher Form
und Ausführung. Sie dienen vor allem dazu, die Luft über
Arbeitsmaschinen in Hallen zu reinigen. Die Reinigung
bezieht sich auf Luftverschmutzung jeder Art,
beispielsweise auf Öl, Nebel, Schweißrauch, Emulsionen,
Stäube, Weichmacher- und Bitumen-Dämpfe, Trennmittel,
Kunststoffrauche od. dgl.. Hierzu besteht eine
entsprechende Filterzelle meist aus einem Metallvorfilter,
durch den gröbere Bestandteile aus der Luft ausgefiltert
werden. Auf diesen Vorfilter folgt der eigentliche
Ionisationsfilter bzw. die Kollektorzelle, die in der Regel
aus einer Vielzahl von Lamellen besteht, die unter
Hochspannung gesetzt sind. An diesen Lamellen setzt sich
die Luftverschmutzung ab.
Auf die Kollektorzelle folgt meist ein Metallfilter als
Nachfilter und darauf ein Ventilator, welcher die Luft
durch die Vor- und Nachfilter und die Kollektorzelle
ansaugt und nach hinten ausbläst.
Derartige Filterzellen hängen meist unter der Decke von
Hallen und müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Hierzu
werden sie von der Decke abgenommen und in ein
Ultraschallareinigungsbad gegeben. Nach dem Reinigen werden
sie wieder in ihrer Gebrauchslage aufgehängt. Wird dann die
Filterzelle wieder unter Strom gesetzt, so stellt sich
häufig heraus, dass der Abstand zwischen den einzelnen
Lamellen bei der Reinigung verändert wurde, wodurch es
häufig zu Störungen, insbesondere zur Stromüberschlägen
zwischen den Lamellen kommt. Dasselbe geschieht auch, wenn
die Verschmutzung nicht gänzlich beseitigt wurde bzw. wenn
die Isolatoren zwischen den Lamellen Haarrisse aufweisen.
In diesen Fällen muss entweder die Filterzelle wieder
abgenommen oder aber der Abstand der Lamellen an Ort und
Stelle in Deckenhöhe gerichtet werden. Dies birgt
erhebliche Gefahren in sich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung der o. g. Art zu entwickeln,
mit denen dieser Nachteil vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass die Filterzelle vor
ihrem Einbau in ihrer Ausgangsposition in eine
Prüfvorrichtung eingesetzt und die Lamellen auf
elektrischen Überschlag hin geprüft werden.
Das bedeutet, dass die Prüfung des korrekten Abstandes
zwischen den Lamellen nicht erst dann erfolgt, wenn sich
die Filterzelle bereits wieder in ihrer Gebrauchslage
befindet, sondern die Prüfung erfolgt noch unten in der
Halle, wo ein Ausrichten der Lamellen für den Monteuer
leichter und gefahrloser möglich ist.
Eine entsprechende Vorrichtung zur Durchführung dieser
Prüfung weist eine Prüfkabine zur Aufnahme der Filterzelle
auf und besitzt zumindest eine Hochspannungsgleichrichter
diode mit Anschlüssen an die Filterzelle. Die Prüfkabine
ist allseits geschlossen, so dass ein Berührungsschutz beim
Prüfen gegeben ist. Allerdings ist zumindest eine
Seitenwand durchsichtig, so dass die Lamellen in der
Filterzelle beobachtet werden können. Es kann so genau
erkannt werden, an welchen Lamellen ein elektrischer
Überschlag stattfindet, was bedeutet, dass bei diesen
Lamellen der Abstand nicht mehr stimmt. Der Monteur kann
kann ohne Schwierigkeit den Abstand dieser Lamellen wieder
richten.
Zum Einsetzen der Filterzelle in die Prüfkabine ist
zumindest eine Seitenwand der Prüfkabine öffenbar. In einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird diese
Seitenwand seitlich in entsprechenden Nuten an
Seitenpfosten geführt, so dass sie nach oben aufschiebbar
ist. Hierdurch wird wenig zusätzlicher Raum in Anspruch
genommen.
Mit dem Aufschieben der Seitenwand nach oben klappt auch
ein Teil des Deckels auf, wobei die Seitenwand mit diesem
Teil des Deckels über ein Gelenk oder Scharnier verbunden
ist. Die ganze Bewegung der Seitenwand beim Öffnen
geschieht gegen die Kraft von Rückstellelementen, so dass
nach Loslassen der Seitenwand diese wieder in ihre
Schliesslage zurückfällt.
In der Prüfkabine selbst sind Führungsschienen zum Führen
der Filterzelle und entsprechende Stromanschlüsse an die
Hochspannungsgleichrichterdiode vorgesehen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer
erfindungsgemässen Vorrichtung zum Prüfen einer
elektrostatischen Filterzelle nach deren Reinigung und vor
dem Wiedereinbau;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Prüfvorrichtung
gemäss Fig. 1 bei geöffneter Seitenwand;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Prüfvorrichtung gemäss Fig.
1 mit eingesetzter Filterzelle;
Fig. 4 eine Frontansicht der Prüfvorrichtung mit
eingesetzter Filterzelle;
Fig. 5 eine Frontansicht der Prüfvorrichtung mit
geöffneter Seitenwand kurz vor der Herausnahme der
Filterzelle.
Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Prüfen einer in den
Fig. 3 bis 5 gezeigten Filterzelle 1 weist ein
Rahmengstell 2 mit Seitenpfosten 3.1 bis 3.4 auf. An ihrem
unteren Ende besitzen die Seitenpfosten 3.1 bis 3.4 Rollen
4, mit denen die gesamte Vorrichtung auf einem Boden bewegt
werden kann. Im oberen Teil halten die Seitenpfosten 3.1
bis 3.4 eine Prüfkabine 5. Diese Prüfkabine 5 besitzt einen
Boden 6, einen Deckel 7 sowie Seitenwände 8, 9, 10 und 11.
Die Seitenwände 8, 9, 10 und 11 und bevorzugt auch der
Deckel 7 sind durchsichtig ausgebildet, d. h., ihre grösste
Fläche ist mit Glas belegt. Hierdurch ist die Prüfkabine
von allen Seiten einsehbar.
Auf dem Boden 6 sind, wie insbesondere in Fig. 2
ersichtlich, Schienen 12.1 und 12.2 vorgesehen, welche der
Führung der Filterzelle 1 beim Einsetzen und Herausnehmen
dienen.
Ebenfalls in Fig. 2 erkennbar ist, dass die Seitenwand 8
geöffnet werden kann. Hierzu ist an der Seitenwand 8 ein
Griff 13 vorgesehen. Ferner ist die Seitenwand 8 über nicht
näher gezeigte Führungsrollen in Nuten 14 in den
Seitenpfosten 3.1 und 3.4 geführt.
Beim Aufschieben der Seitenwand 8 nach oben nimmt die
Seitenwand 8 auch einen Teil 15 des Deckels 7 mit, wobei
die Seitenwand 8 über ein Gelenk 16 mit diesem Teil 15 des
Deckels verbunden ist. Das Teil 15 ist wiederum über ein
weiteres Gelenk bzw. Scharnier 17 mit einem restlichen Teil
18 des Deckels 7 verbunden, welches in seiner waagrechten
Lage verbleibt. Unterhalb dieses restlichen Teils 18 sind
seitlich zwei Rückstellelemente 19.1 und 19.2 erkennbar,
über welchen ein Zug auf das Teil 15 des Deckels 7 ausgeübt
wird, so dass hierdurch die Seitenwand 8 wieder in ihre
Schliesslage gebracht wird.
Unterhalb des Bodens 6 ist ein Tableau 20 für die Steuerung
der Prüfvorrichtung zu erkennen. Über dieses Tableau 20
wird beispielsweise auch die sich unterhalb des Bodens 6
befindliche Hochspannungsgleichrichterdiode gesteuert und
eine Steuerspannung über Zuleitungen 21.1 und 21.2 auf die
Filterzelle aufgebracht. Hierzu werden die Zuleitungen 21.1
und 21.2 an die entsprechenden Anschlussleisten 22.1 und
22.2 angeschlossen.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
Nach dem Reinigen der Filterzelle 1 wird die
Prüfvorrichtung in die Nähe dieser Filterzelle 1 oder die
Filterzelle 1 zu der Prüfvorrichtung gebracht. Die
Seitenwand 8 wird, wie in Fig. 2 gezeigt, nach oben
geschoben, so dass der Zugang zu der Prüfkabine 5 frei
wird. Nunmehr wird die Filterzelle 1 durch den offenen
Zugang in die Prüfkabine 5 eingeschoben, wobei sie durch
die Schienen 12.1 und 12.2 geführt wird. Danach werden die
Zuleitungen 21.1 und 21.2 an die Anschlussleisten 22.1 und
22.2 angeschlossen und die Seitenwand 8 wieder geschlossen.
Durch die Seitenwand 11 kann, wie in Fig. 4 gezeigt, die
Filterzelle 1 beobachtet werden. Die Beobachtung betrifft
vor allem die Lamellen 23 und die Isolatoren in der
Filterzelle 1 und vor allem, ob hier ein Stromüberschlag
stattfindet. In diesem Fall müssen die Abstände zwischen
den Lamellen 23 wieder geändert oder die Isolatoren ersetzt
werden und zwar solange, bis kein Stromüberschlag mehr
stattfindet.
Nunmehr wird die Seitenwand, wie in Fig. 5 gezeigt, wieder
geöffnet und die Filterzelle 1 aus der Prüfvorrichtung
genommen und an ihrer Gebrauchslage eingebaut.
1
Filterzelle
2
Rahmengestell
3
Seitenpfosten
4
Rollen
5
Prüfkabine
6
Boden
7
Deckel
8
Seitenwand
9
Seitenwand
10
Seitenwand
13
Seitenwand
14
Schienen
15
Griff
14
Nut
15
Teil
16
Gelenk
17
Scharnier
18
restlieger Teil
19
Rückstellelemente
20
Tableau
21
Zuleitung
22
Anschlußleiste
23
Lamelle
Claims (11)
1. Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen
Filterzelle (1), wobei die Filterzelle (1) abgebaut und
insbesondere die Lamellen (23) mittels beispielsweise
Ultraschall gereinigt werden und sodann die Filterzelle
wieder eingebaut wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Filterzelle (1) vor ihrem Einbau in ihre
Ausgangsposition in eine Prüfvorrichtung eingesetzt und die
Lamellen (23) auf elektrischen Überschlag hin geprüft
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Prüfvorrichtung der Abstand der Lamellen (23)
zueinander korrigiert und/oder Isolatoren zwischen den
Lamellen ausgetauscht werden.
3. Vorrichtung zum Prüfen einer elektrostatischen
Filterzelle (1) nach deren Reinigung und vor deren
Wiedereinbau, dadurch gekennzeichnet, dass eine Prüfkabine
(5) zur Aufnahme der Filterzelle (1) vorgesehen und dieser
zumindest eine Hochspannungsgleichrichterdiode mit
Anschlüssen (21.1, 21.2) an die Filterzelle (1) zugeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Prüfkabine (5) allseits geschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Prüfkabine (5) zumindest eine durchsichtige Wand
(8-11) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwände (8-11) der Prüfkabine (5)
durchsichtig sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest eine Seitenwand (8) der
Prüfkabine (5) öffenbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die öffenbare Seitenwand (8) seitlich in Nuten (14) an
Seitenpfosten (3.1, 2.4) führbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Rand der Seitenwand (8) gelenkig mit einem
Teil (15) eines Deckels (7) der Prüfkabine (5) verbunden
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der mit der Seitenwand (8) gelenkig verbundene Teil
(15) des Deckels gegen die Kraft von Rückstellelementen
(19.1, 19.2) aufklappbar ist.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Boden (6) der
Prüfkabine (5) Führungsschienen (12.1, 12.2) zum Führen der
Filterzelle (1) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000119610 DE10019610C2 (de) | 2000-04-19 | 2000-04-19 | Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen Filterzelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000119610 DE10019610C2 (de) | 2000-04-19 | 2000-04-19 | Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen Filterzelle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10019610A1 true DE10019610A1 (de) | 2001-10-31 |
| DE10019610C2 DE10019610C2 (de) | 2002-04-18 |
Family
ID=7639461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000119610 Expired - Fee Related DE10019610C2 (de) | 2000-04-19 | 2000-04-19 | Verfahren zum Reinigen einer elektrostatischen Filterzelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10019610C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3843798A1 (de) * | 1988-12-24 | 1990-07-05 | Pohl Hans Christoph | Verfahren und anlage zur regeneration von filterelementen |
| US5820660A (en) * | 1997-07-29 | 1998-10-13 | Ko; Li-Sheng | Air cleaner having improved dust collector |
| DE19751984A1 (de) * | 1997-11-24 | 1999-05-27 | Abb Research Ltd | Verfahren zum Reinigen einer Abscheideelektrode eines Elektrofilters |
-
2000
- 2000-04-19 DE DE2000119610 patent/DE10019610C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19751984A1 (de) * | 1997-11-24 | 1999-05-27 | Abb Research Ltd | Verfahren zum Reinigen einer Abscheideelektrode eines Elektrofilters |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10019610C2 (de) | 2002-04-18 |
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