DE10019409C1 - Abgasrückführeinrichtung für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Abgasrückführeinrichtung für BrennkraftmaschinenInfo
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Abstract
Es wird eine Abgasrückführeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem im zentralen Bereich auf den Luftansaugkanal ausmündenden Kanalabschnitt eines Abgasrückführkanals vorgeschlagen, bei dem dem stromab liegenden Mündungsquerschnitt des Kanalabschnittes ein zentraler Prallkegel zur Verbesserung der Vermischung von Frisch- und Abgas zugeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Abgasrückführeinrichtung für Brenn
kraftmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Abgasrückführeinrichtungen der vorgenannten Art sind aus der DE 197 25 668 C1
bekannt, bei der der zentrisch im Luftansaugkanal
verlaufende und auf diesen mündende Kanalabschnitt des Abgas
rückführkanales sich gegen die Mündung düsenförmig verjüngt und
- bei bevorzugter Ausbildung als Ejektor oder Venturidüse - die
Düsenmündung bevorzugt im Bereich einer Querschnittserweiterung
des Luftansaugkanales liegt. Durch diese Maßnahmen soll ein hö
herer Abgasstrom erreicht werden, der die Ansaugluft mitreißt,
wozu insbesondere das Zusammenspiel von düsenartigem Austritt
das Abgasrückführkanales und Verengung des Querschnittes des
Luftansaugkanales aufgrund des durch die Querschnittsverengung
erreichbaren Druckgefälles beitragen soll.
Ein entsprechender Effekt wird auch durch die Anordnung eines
Prallschirmes hinter der Zumischstelle im Luftansaugkanal ange
strebt, wobei der Prallschirm in Ergänzung zur oder anstelle
der Querschnittsverengung vorgesehen werden kann. Die mit die
ser Anordnung des Prallschirmes verbundenen Erwartungen im Hinblick
auf eine Verbesserung der Vermischung von Frischluft und
Abgas haben aber in der Praxis nicht voll befriedigt.
Aufgabengemäß soll durch die Erfindung mit einfachen konstruktiven Mitteln
bei einer hohen Abgasrückführrate eine gute Vermischung von Ab
gas und Frischgas erreicht werden.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale
des Patentanspruchs 1 gelöst, wobei
hierzu eine Ausbildung
des Prallschirmes als ein sich in Durchströmungsrichtung aufweiten
der Prallkegel vorgesehen ist, über den der zugeführte Abgasanteil
gleichmäßig über den Umfang verteilt verlaufend in den Frisch
gasstrom eingeleitet werden kann und wobei in Abhängigkeit von der
Größe des Prallkegels dieser im Bereich seines im Durchmesser
größeren, freien Endes gegenüber dem Luftansaugkanal eine ring
förmige, düsenförmige Durchtrittsöffnung begrenzen kann.
Insbesondere ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, den
Prallkegel zum Mündungsquerschnitt des Abgasrückführkanales
verengend anzuordnen, so dass der Prallkegel bei zentraler Lage
zum Mündungsquerschnitt die radial innere Leitfläche einer den
Mündungsquerschnitt bestimmenden Ringdüse bildet, womit sich
über das gleiche Bauteil, nämlich den Prallkegel, aufeinander
folgend die freien Durchtrittequerschnitte des Abgasrückführka
nales und des Luftansaugkanales bestimmen lassen.
In Ausgestaltung des Abgaskegels kann es zweckmäßig sein, die
sen als Drallkörper auszubilden, sei es durch eine Konturierung
mit spiraligem oder wendelförmigem Verlauf, sei es durch aufge
setzte oder angebrachte stegartige Führungsflächen, bevorzugt
mit entsprechender Luft/Abgas-Führung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Prallkegel als
Blechkegel ausgebildet sein, womit eine Reduzierung der schwin
genden Massen verbunden ist, insbesondere wenn der Prallkegel
mit der ihm zugeordneten zentralen Führungsstange, die inner
halb des auf den Prallkegel ausmündenden Kanalabschnittes des
Gasrückführkanales liegt, eine Einheit bildet, bei der die Füh
rungsstange als dünnwandiges Führungsrohr ausgebildet ist.
Letzteres kann quasi einen Bypass zum Luftansaugkanal bilden,
wenn die als Rohr ausgebildete oder hohl gebohrte Führungsstan
ge stromauf über den Kanalabschnitt des Gasrückführkanales hin
ausgeführt auf den Luftansaugkanal mündet, so dass über die
Führungsstange auch der innere Kegelbereich belüftet wird, was
zu einer besonders guten Kühlung des Prallkegels führt.
Im Hinblick darauf, dass üblicher Weise stromauf der Abgasrück
führung und der Vermischung mit der Ansaugluft die Kurbelgehäu
seentlüftung auf den Luftansaugkanal mündet, ergeben sich fall
weise erhebliche Verschmutzungsprobleme mit der Gefahr des An
backens oder Anklebens von Ölrückständen, die über die Kurbel
gehäuseentlüftung in den Luftansaugkanal gelangen, an heißen
Wandteilen, womit auch der Prallkegel gefährdet ist.
Diese Gefahr wird im Rahmen der Erfindung dadurch vermindert,
dass der Prallkegel quasi eine Ringdüse bildet, wobei der
Prallkegel die Innenwandung und die Wandung des Kanalabschnit
tes im Mündungsbereich die Aussenwandung bildet und wobei der
Prallkegel im Anströmbereich durch die Frischluft durch die ihn
umhüllende Schicht des über ihn strömenden Abgasstromes soweit
geschützt ist, dass das Anbrennen von Ölrückständen zumindest
weitgehend verhindert wird. Insbesondere kann es hierzu zweck
mäßig sein, den Prallkegel in seinem Durchmesser lediglich so
groß zu machen, dass er innerhalb der verlängerten Kontur des
Kanalabschnittes liegt, womit eine Beaufschlagung mit in der
Frischluft enthaltenen Ölpartikeln praktisch ausgeschlossen
ist.
Um eine Verschmutzungsgefahr aufgrund von Wirbelbildung im vom
Prallkegel abgedeckten Überdeckungsbereich auszuschliessen,
kann es im Rahmen der Erfindung auch zweckmäßig sein, die als
Kanal ausgebildete Führungsstange stromauf abzuschliessen und
einen kleinen Abgasanteil auch auf den Innenraum des Kegels zu
führen, wozu die Führungsstange und/oder der Kegel in seinem
der Führungsstange benachbarten Bereich mit entsprechenden Zu
trittsöffnungen für das überströmende Abgas ausgebildet sein
können.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen. Desweiteren wird die Erfindung mit weiteren
Merkmalen an Hand des nachstehenden Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
In dem in der Zeichnung stark schematisiert als Ausführungsbei
spiel gezeigten Ausschnitt aus einer Abgasrückführeinrichtung
für Brennkraftmaschinen ist mit 1 der Luftansaugkanal bezeich
net, und mit 2 die Durchströmungsrichtung des Luftansaugkanales
1. Der Luftansaugkanal 1 ist in nicht näher gezeigter Weise mit
einem Abgasrückführkanal verbunden und die diesbezügliche,
meist als Flanschverbindung gestaltete Anschlussfläche ist mit
3 bezeichnet. Der nicht gezeigte Abgasrückführkanal geht im
Überdeckungsbereich zum Luftansaugkanal 1 bei quer zur Durch
strömungsrichtung 2 des Luftansaugkanales 1 liegendem Verlauf
in einen Kanalabschnitt 4 über, in dem das im Anschlussbereich
3 quer zum Luftansaugkanal 1 zuströmende Abgas umgelenkt und im
wesentlichen auf die Durchströmungsrichtung 2 des Luftansaugka
nales 1 ausgerichtet wird, so dass der Kanalabschnitt 4 als Um
lenkknie einen im wesentlichen parallel zum Luftansaugkanal
auslaufenden Mündungsbereich mit einem Mündungsquerschnitt 5
aufweist, der nach aussen durch die Wandung des Kanalabschnit
tes 4 begrenzt ist, wobei abweichend vom Gezeigten der Kanalab
schnitt 4 gegen den Mündungsquerschnitt 5 auch aufgetulpt sein
kann.
Im Ausführungsbeispiel den Mündungsquerschnitt 5 durchsetzend
ist ein Prallkegel 6 im Bereich des Mündungsquerschnittes 5 an
geordnet, dem eine zentrale, stromauf den Kanalabschnitt 4
durchsetzende Führungsstange 7 zugeordnet ist, die, je nach
Funktion, als Bypass zum Luftansaugkanal 1 stromauf in offener
Verbindung zum Luftansaugkanal 1 steht oder auch stromauf ge
schlossen ausgeführt sein kann. Ist letzteres der Fall, so
kann, was hier nicht weiter gezeigt ist, die Führungsstange 7
bei Ausbildung als Führungskanal, also hohl gebohrt oder als
Rohr ausgebildet, in ihrem innerhalb des Kanalabschnittes 4
liegenden Längsbereich auch durch entsprechende Zuströmöffnun
gen mit Abgas beaufschlagt werden, das dann im Innenbereich des
Prallkegels 6 ausströmt.
Der Prallkegel 6 wird in seinem Kegelwinkel und in seinem
Durchmesser auf den Durchmesser des Kanalabschnittes 4 und des
Luftansaugkanales 1 abgestimmt, wobei eine in der Größenordnung
häufig zweckmäßige Lösung bei einem Kegelwinkel von etwa 90°
liegt.
Über den Prallkegel 6 wird dabei bei einer bevorzugten Ausfüh
rungsform, in der der Prallkegel 6 den Mündungsquerschnitt 5
durchsetzt, zusammen mit der Wandung des Kanalabschnittes 4 ein
Ringquerschnitt begrenzt, so dass sich eine Ringdüse ergibt,
die, in weiterer Ausgestaltung bei entsprechender, nicht darge
stellter Auftulpung der Wandung des Kanalabschnittes 4 im Be
reich des Mündungsquerschnittes 5 im Auslauf auch einen ka
nalartigen Führungsbereich aufweisen kann.
Abweichend vom hier Gezeigten kann der Prallkegel 6 auch kontu
riert sein, so beispielsweise Wellen- oder in Annäherung mean
derförmig konturiert sein, wobei die Konturierung über die Län
ge des Prallkegels 6 auch im Ansatz gewendelt, spiralförmig
oder dergleichen ausgebildet sein kann, so dass sich über den
Prallkegel 6, als zusätzlichen Effekt, auch eine Drallbildung
für das rückgeführte Abgas erreichen lässt, was zur besseren
Vermischung mit der durch den Luftansaugkanal 1 einströmenden
Frischluft führen kann.
Nicht dargestellt ist im Ausführungsbeispiel, dass auf den
Luftansaugkanal 1 üblicher Weise stromauf der Zumischung des
Abgases die Kurbelgehäuseentlüftung der Brennkraftmaschine mün
det, womit sich für die zugeführte Frischluft teilweise eine
Ölbelastung ergibt, die, auch wenn sie geringfügig ist, in Ver
bindung mit der Aufheizung von durch dieses Ölluftgemisch be
aufschlagten Teilen zum Anbacken von Ölresten an diesen Teilen
führen kann. In soweit ist der Prallkegel 6 ein besonders ge
fährdetes Teil, bezüglich dessen es sich als zweckmäßig er
weist, durch den Abgasstrom bei der Überströmung eine abschir
mende Hülle aufzubauen, die ein Auftreffen von Ölpartikel auf
die Oberfläche des Prallkegels 6 zumindest weitgehend verhin
dert. Im Hinblick hierauf kann sich die düsenartige Ausgestal
tung des Mündungsbereiches, wie vorstehend angesprochen, als
besonders zweckmäßig erweisen, wobei je nach Arbeitsverhältnis
sen auch eine Dimensionierung des Prallkegels 6 zweckmäßig sein
kann, bei dem dieser zumindest im wesentlichen nicht über die
den Kanalabschnitt 4 umschliessende Hüllkontur hinausragt.
Im Rahmen der Erfindung kann es aber auch zweckmäßig sein, den
Prallkegel 6 über diese Hüllkontur hinaus zu verlängern und so
quasi eine zusätzliche Ringkanalfunktion zwischen Prallkegel 6
und Innendurchmesser des Luftansaugkanales 4 zu realisieren.
Nicht gezeigt ist im Ausführungsbeispiel die dem Abgasrückführ
kanal üblicherweise zugeordnete Steuerung durch ein Ventil, und
es wird bezüglich dieser so wie sonstiger konstruktiver Details
einer möglichen Ausgestaltung einer Abgasrückführeinrichtung
auf die DE 197 25 668 C1 verwiesen.
Claims (16)
1. Abgasrückführeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem
Luftansaugkanal und einem Gasrückführkanal, der einen im
mittleren Querschnittsbereich des Luftansaugkanales verlaufenden
und richtungsgleich zum Luftansaugkanal durchströmten
Kanalabschnitt aufweist, dessen stromab liegendem Mündungsbereich
ein Prallschirm zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallschirm als ein sich in Strömungsrichtung
aufweitender Prallkegel (6) ausgebildet ist.
2. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) den Mündungsquerschnitt (5) des
Kanalabschnittes (4) verengend angeordnet ist.
3. Abgasrückführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) die radial innere Leitfläche einer den
Mündungsquerschnitt (5) bestimmenden Ringdüse bildet.
4. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) zentral zum Mündungsquerschnitt (5)
angeordnet ist.
5. Abgasrückführeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) axial einstellbar ist.
6. Abgasrückführeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) in seinem Kegelwinkel veränderbar ist.
7. Abgasrückführeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) als Drallkörper ausgebildet ist.
8. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel (6) eine mit Führungskanälen versehene
Mantelfläche aufweist.
9. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskanäle durch von der Aussenseite des
Prallkegels abragende Führungsflächen gebildet sind.
10. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskanäle durch eine wellen- oder rippenförmige
Kontur der Mantelfläche des Prallkegels (6) gebildet sind.
11. Abgasrückführeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskanäle zu axialen Mantellinien der Mantelfläche
des Prellkegels geneigt verlaufen.
12. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskanäle spiral- oder wendelförmig verlaufen.
13. Abgasrückführeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Prallkegel über ein Führungsrohr (7) gehalten ist.
14. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsrohr (7) zentral, insbesondere koaxial zum
Prallkegel angeordnet ist.
15. Abgasrückführeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsrohr (7) hohl ausgebildet ist.
16. Abgasrückführeinrichtung nach einem der Ansprüche 13, 14 oder
15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsrohr einen im Bypass zum Luftansaugkanal den
Kanalabschnitt (4) durchsetzenden Luftführungskanal bildet.
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