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DE10018002A1 - Transportband zum Transportieren eines zu verdichtenden Faserverbandes - Google Patents

Transportband zum Transportieren eines zu verdichtenden Faserverbandes

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DE10018002A1
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conveyor belt
threads
fiber structure
woven
coarse
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Gerd Stahlecker
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Abstract

Zum Transportieren eines zu verdichtenden Faserverbandes durch eine besaugte Verdichtungszone einer Spinnmaschine ist ein luftdurchlässig gewebtes Transportband vorgesehen. Dieses soll zum einen durch einen Friktionsantrieb einer Klemmwalze antreibbar sein und zum anderen gleichzeitig über eine stationäre Gleitfläche gleiten. Das Transportband ist aus feinen Fäden so gewebt, dass trotz kleiner Maschenweite ein guter Luftdurchsatz erzielt wird. In gewissen Abständen sind quer zur Transportrichtung des Faserverbandes grobe Fäden eingewebt, deren Beschaffenheit so gewählt ist, dass durch sie die Friktion zwischen einer den Friktionsantrieb bewirkenden Klemmwalze und dem Transportband vergrößert wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein aus feinen Kunststoff-Fäden luftdurchlässig gewebtes Transportband, welches für einen Friktionsantrieb durch eine Klemmwalze und gleichzeitiges Gleiten über eine stationäre Gleitfläche vorgesehen ist, zum Transportieren eines zu verdichtenden Faserverbandes durch eine besaugte Verdichtungszone einer Spinnmaschine, wobei in das Transportband in gewissen Abständen grobe Kunststoff-Fäden quer zur Transportrichtung des Faserverbandes eingewebt sind.
Bei einem bekannten Transportband dieser Art (DE 198 37 182 A1, Fig. 7) sollen die groben Fäden dem Transportband ein versteifendes Skelett geben. In den zwischen den groben Fäden befindlichen Feldern hingegen sollen die feinen Fäden derart verwebt sein, dass sich eine gewünschte feine Perforation mit guter Luftdurchlässigkeit ergibt.
Das bekannte Transportband muss hinsichtlich seiner Oberflächenbeschaffenheit sehr unterschiedlichen Anforderungen genügen. Zum einen soll das Transportband genügend reibungsarm sein, dass es ohne größere Widerstände auf einer stationären Gleitfläche gleitet. Zum anderen soll die der Gleitfläche abgewandte Oberfläche derart gestaltet sein, dass sie für einen Friktionsantrieb geeignet ist.
Die Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Transportband der eingangs genannten Art hinsichtlich eines Friktionsantriebes zu verbessern.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Beschaffenheit der groben Fäden so gewählt ist, dass durch sie die Friktion zwischen der Klemmwalze und dem Transportband vergrößert wird.
Die in das Transportband quer eingewebten groben Fäden dienen jetzt nicht nur, wie beim bekannten Transportband, einer Erhöhung der Steifigkeit in Querrichtung, sondern übernehmen zusätzlich eine weitere Funktion, nämlich dem Transportband auf der der Gleitfläche abgewandten Seite eine solche Oberflächenstrukturierung zu geben, dass eine Klemmwalze das Transportband durch Friktion ohne größeren Schlupf antreiben kann. Selbstverständlich soll dadurch der Gleitwiderstand gegenüber der Gleitfläche nicht unzulässig erhöht werden.
Sowohl die feinen Fäden als auch die groben Fäden sind bevorzugt Filamentfäden aus einem geeigneten Kunststoff, beispielsweise einem Polyamid. Der Durchmesser der feinen Fäden ist dabei so gewählt, dass das Gewebe des Transportbandes trotz möglich enger Maschenweite für einen möglichst hohen Luftdurchsatz geeignet ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Durchmesser der feinen Filamente kleiner ist als die lichte Maschenweite.
Der Durchmesser der groben Fäden, die quer zur Transportrichtung des Faserverbandes verlaufen, sollte wenigstens das Zehnfache des Durchmessers der feinen Fäden betragen. Der Abstand der groben Fäden voneinander sollte die Luftströmung durch das Transportband nicht beeinträchtigen, jedoch im Hinblick auf eine gute Friktionsmitnahme nicht zu gross sein. Der Abstand könnte beispielsweise dem Radius der Klemmwalze entsprechen.
Die Griffigkeit für einen externen Friktionsantrieb lässt sich noch dadurch verbessern, dass die normalerweise ungedrehten groben Fäden zusätzlich mit einer Drehung versehen sind, also hochgedreht sind. Eine weitere Steigerung der Griffigkeit lässt sich dadurch erzielen, dass zwei hochgedrehte Fäden miteinander zu einem Zwirn verbunden sind, wobei natürlich darauf zu achten ist, dass die Gleitfähigkeit gegenüber der Gleitfläche erhalten bleibt.
Mit einem derart gestalteten Transportband kann ein zu verdichtender Faserverband durch eine Verdichtungszone einer Spinnstelle transportiert werden. Das Verdichten eines durch ein Streckwerk verzogenen Faserverbandes dient dem Zweck, die im Faserverband parallel zueinander liegenden Fasern seitlich zusuammenzufassen und den Faserverband so schmal zu machen, dass bei einem anschließenden Einleiten einer Spinndrehung an der durch die Klemmwalze bewirkten Klemmstelle kein Spinndreieck auftritt. Ein nicht verdichteter Faserverband würde in bekannter Weise zu einem Spinndreieck führen, bei welchem außenliegende Fasern nicht in genügendem Maße zur Festigkeit des enstehenden Fadens beitragen. Wenn jedoch durch das Verdichten des Faserverbandes mittels eines Luftstromes das Spinndreieck beseitigt wird, wird der enstehende Faden nach dem Erteilen seiner Spinndrehung reißfester, gleichmäßiger und weniger haarig.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht durch den Bereich einer Verdichtungszone,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf die Verdichtungszone, wobei einige Bauteile weggelassen wurden,
Fig. 3 in stark vergrößertem Maßstab eine Teilansicht der Fig. 2 auf ein entsprechend der Erfindung gewebtes Transportband.
Die Fig. 1 und 2 zeigen im Bereich der Erfindung den Ausschnitt einer Spinnmaschine, insbesondere einer Ringspinnmaschine. Man erkennt den Endbereich eines Streckwerks 1 mit seinem Ausgangswalzenpaar 2 und einem davor angeordneten, aus einem Unterriemchen 3 und einem Oberriemchen 4 bestehenden Riemchenpaar. Das Ausgangswalzenpaar 2 enthält einen in Maschinenlängsrichtung durchlaufenden angetriebenen Unterzylinder 5 sowie eine jeder Spinnstelle zugeordnete Druckwalze 6. Das Ausgangswalzenpaar 2 bildet eine Ausgangsklemmlinie 7 des Streckwerks 1 und beendet die davor liegende Verzugszone.
Im Streckwerk 1 wird in bekannter Weise ein Faserband oder ein Vorgarn 8 in Transportrichtung A hindurchgeführt und dabei bis zur gewünschten Feinheit verzogen. Im Anschluss an die Ausgangsklemmlinie 7 liegt dann ein verstreckter, jedoch noch spinndrehungsfreier Faserverband 9 vor.
Wenn jetzt dem Faserverband 9 sofort seine Spinndrehung erteilt würde, dann würde an der Ausgangsklemmlinie 7 das gefürchtete Spinndreieck entstehen. Aus diesem Grund wird in einer der Verzugszone nachfolgenden Verdichtungszone 10 der verstreckte Faserverband 9 zunächst durch seitliches Zusammenfassen seiner Fasern gebündelt oder verdichtet, so dass bei einem späteren Erteilen der Spinndrehung kein Spinndreieck mehr entsteht.
In der Verdichtungszone 10 befindet sich ein als Hohlprofil ausgebildeter Saugkanal 11, der unter Unterdruck steht und sich über mehrere Spinnstellen erstreckt, wie aus Fig. 2 hervorgeht. Der Saugkanal 11 verläuft bevorzugt über eine Maschinensektion und ist an einer geeignete Stelle mit einem Unterdruckanschluss 12 versehen, der zu einer nicht dargestellten Unterdruckquelle führt.
Im Bereich der Verdichtungszone 10 ist die Außenkontur des Saugkanals 11 als Gleitfläche 13 ausgebildet, über welche ein luftdurchlässiges Transportband 14 gleitend geführt ist. Bei dem Transportband 14 handelt es sich in noch näher zu beschreibender Weise um ein dünnes und engmaschig gewebtes Band, welches den zu verdichtenden Faserverband 9 durch die Verdichtungszone 10 transportiert. Dabei wird der Faserverband 9 an das Transportband 14 angesaugt.
Auf der der Verdichtungszone 10 abgewandten Seite ist das Transportband 14 über ein Spannelement 15 geführt, welches zugleich das Transportband 14 in seitlicher Richtung ausrichtet.
In der Gleitfläche 13 befindet sich ein vom Transportband 14 abgedeckter Saugschlitz 16, der gegenüber der Transportrichtung A leicht schräg verläuft, so dass dem Faserverband 9 während des Verdichtens zusätzlich an einer Kante des Saugschlitzes 16 ein leichter Falschdrall überlagert wird, der die Verdichtungswirkung erhöht.
Das Ende der Verdichtungszone 10 ist durch eine Klemmwalze 17 definiert, die durch Friktion das Transportband 14 antreibt. Die Klemmwalze 17 ist an das Transportband 14 und den Saugkanal 11 angedrückt und bildet eine so genannte Lieferklemmlinie 18, die gegenüber der Spinndrehung derart als Drallstopp wirkt, dass der Faserverband 9 in der Verdichtungszone 10 frei von jeglichem Spinndrall ist. Der Saugschlitz 16 reicht bis an die Lieferklemmlinie 18 heran.
Im Anschluss an die Lieferklemmlinie 18 erhält der entstehende Faden 19 seine Spinndrehung, wobei er in Lieferrichtung B zu einem nicht dargestellten Drallorgan, beispielsweise einer Ringspindel geliefert wird.
Das durch die Klemmwalze 17 durch Friktion angetriebene Transportband 14 gleitet, wie erwähnt, auf einer Gleitfläche 13 des Saugkanals 11. Die Gleitfläche 13 muss, beispielsweise durch eine geeignete Beschichtung, so beschaffen sein, dass dem Transportband 14 ein möglichst geringer Gleitwiderstand entgegengesetzt wird. Auf der anderen Seite müssen sowohl die Oberfläche der Klemmwalze 17 als auch des Transportbandes 14 so beschaffen sein, dass das Transportband 14 möglichst schlupffrei angetrieben wird. Die vorliegene Erfindung befasst sich weniger mit der Gestaltung der Gleitfläche 13 und der Klemmwalze 17, sondern in erster Linie mit der Oberflächenstruktur des Transportbandes 14 zum Erzielen eines geeigneten Friktionsantriebes.
Die eigentliche Erfindung wird nachfolgend in Fig. 3 anhand eines stark vergrößerten Ausschnittes eines Transportbandes 14 näher erläutert. Die Transportrichtung A ist in Fig. 3 dabei mit einem Pfeil angegeben.
Das Transportband 14 ist aus sehr feinen Kunststofffäden 20, bevorzugt Filamentfäden gewebt. Sie bilden sämtliche Fäden in Transportrichtung A und einen großen Teil der Fäden quer dazu. Dabei ist vorgesehen, dass zum Erzeugen eines möglichst homogenen Luftstromes die freie Luftströmungsfläche wenigstens 22% beträgt, die lichte Maschenweite jedoch nicht größer als 0,08 mm ist. Der Durchmesser der feinen Fäden 20 soll bevorzugt kleiner sein als die lichte Maschenweite und vorzugsweise kleiner 0,06 mm.
In nützlichen Abständen in Querrichtung sind in das Transportband 14 grobe Fäden 21 eingewebt, die nicht nur das Transportband 14 in seitlicher Richtung versteifen, sondern deren Beschaffenheit derart gewählt ist, dass durch sie die Friktion zwischen der Klemmwalze 17 und dem Transportband 14 vergrößert wird. Der Durchmesser der groben Fäden 21 soll wenigstens das Zehnfache der feinen Fäden 20 betragen, wobei diese groben Fäden 21 zusätzlich mit einer Drehung versehen sein können. Der Friktionsantrieb lässt sich weiterhin noch dadurch verbessern, dass die groben Fäden 21 als Zwirne zweier hochgedrehter Einzelfäden ausgebildet sind.

Claims (4)

1. Aus feinen Kunststoff-Fäden luftdurchlässig gewebtes Transportband, welches für einen Friktionsantrieb durch eine Klemmwalze und gleichzeitiges Gleiten über eine stationäre Gleitfläche vorgesehen ist, zum Transportieren eines zu verdichtenden Faserverbandes durch eine besaugte Verdichtungszone einer Spinnmaschine, wobei in das Transportband in gewissen Abständen grobe Kunststoff-Fäden quer zur Transportrichtung des Faserverbandes eingewebt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschaffenheit der groben Fäden (21) so gewählt ist, dass durch sie die Friktion zwischen der Klemmwalze (17) und dem Transportband (14) vergrößert wird.
2. Transportband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der groben Fäden (21) wenigstens das Zehnfache des Durchmessers der feinen Fäden (20) beträgt.
3. Transportband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Fäden (21) mit einer Drehung versehen sind.
4. Transportband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Fäden (21) als Zwirne ausgebildet sind.
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