DE10017744A1 - Freilaufanordnung, insbesondere für ein Leitrad eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers - Google Patents
Freilaufanordnung, insbesondere für ein Leitrad eines hydrodynamischen DrehmomentwandlersInfo
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Abstract
Eine Freilaufanordnung, insbesondere für ein Leitrad eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers, welche Freilaufanordnung (56) eine Relativdrehung zweier Elemente (58, 66) bezüglich einander um eine Drehachse (A) im wesentlichen in nur einer Drehrichtung (P) zulässt, umfasst einen sich in Umfangsrichtung um die Drehachse (A) erstreckenden Sperrelemententräger (80) und wenigstens ein erstes Sperrelemente (82), das an dem Sperrelemententräger (80) getragen ist und sich von diesem in einer ersten Umfangsrichtung und zu einer ersten Seite wegerstreckt, wobei in einem ersten (66) der beiden Elemente (58, 66) wenigstens eine Blockierfläche (86) vorgesehen ist, an welcher das wenigstens eine Sperrelement (82) zum Verhindern einer Relativdrehung zwischen dem ersten Element (66) und dem Sperrelemententräger (80) in einer Relativdrehrichtung zur Anlage kommen kann.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Freilaufanordnung, insbesondere für
ein Leitrad eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers, welche
Freilaufanordnung eine Relativdrehung zweier Elemente bezüglich einander
um eine Drehachse im Wesentlichen in nur einer Drehrichtung zulässt.
Derartige Freilaufanordnungen werden beispielsweise zur Kopplung eines
Leitradaußenbereichs bei hydrodynamischen Drehmomentwandlern mit
einem Stützelement, beispielsweise Stützwelle, eingesetzt. Durch den
Einsatz derartiger Freilaufanordnungen ist sichergestellt, dass das Leitrad
bzw. der die Leitradschaufeln desselben tragende Bereich bezüglich des
Stützelements lediglich in einer Relativdrehrichtung drehbar gehalten ist und
gegen Drehung in der anderen Richtung blockiert ist.
Hierzu ist es beispielsweise aus der WO 91/16553 bekannt, einen eine
Mehrzahl von Klinken aufweisenden Freilauf einzusetzen, wobei diese
Klinken an einem der beiden bezüglich einander drehbaren Elemente
schwenkbar getragen sind und mit einem Sperrabschnitt an Blockierflächen
des anderen Elements anstoßen können, wenn dieses sich in der Sperr
richtung dreht. Weiter ist es bekannt, durch Kugelelemente eine keilartige
Sperrwirkung zu erzeugen, wenn die beiden Elemente sich in der nicht
zulässigen Relativdrehrichtung bezüglich einander verdrehen wollen.
All diese Freilaufanordnungen umfassen eine Vielzahl separater Elemente,
die beim Zusammensetzen separat eingefügt werden müssen und somit
einen hohen Herstellungsaufwand erfordern.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Freilaufanordnung
bereitzustellen, die insbesondere bei einem Leitrad eines hydrodynamischen
Drehmomentwandlers Einsatz finden kann, welche bei einfachem Aufbau
eine zuverlässige Blockierwirkung bereitstellen kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Freilaufanordnung,
insbesondere für ein Leitrad eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers,
welche Freilaufanordnung eine Relativdrehung zweier Elemente bezüglich
einander um eine Drehachse im Wesentlichen in nur einer Drehrichtung
zulässt, umfassend einen sich in Umfangsrichtung um die Drehachse
erstreckenden Sperrelemententräger, wenigstens ein erstes Sperrelement,
das an dem Sperrelemententräger getragen ist und sich von diesem in einer
ersten Umfangsrichtung und zu einer ersten Seite wegerstreckt, wobei in
einem ersten der beiden Elemente wenigstens eine Blockierfläche vor
gesehen ist, an welcher das wenigstens eine Sperrelement zum Verhindern
einer Relativdrehung zwischen dem ersten Element und dem Sperrelemen
tenträger in einer Relativdrehrichtung zur Anlage kommen kann.
Bei der erfindungsgemäßen Freilaufanordnung ist also der wenigstens ein
Sperrelement tragende Sperrelemententräger als eine Baugruppe bereitge
stellt, so dass das separate Einfügen und Halten in einer Einbaulage einer
Vielzahl von separaten Sperr- oder Klinkenelementen nicht mehr erforderlich
ist.
Um auch bezüglich des anderen der beiden Elemente eine entsprechend
zuverlässig wirkende Blockierfunktion bei der erfindungsgemäßen Freilauf
anordnung bereitstellen zu können, umfasst diese ferner wenigstens ein
zweites Sperrelement, das an dem Sperrelemententräger getragen ist und
sich von diesem in einer der ersten Umfangsrichtung im Wesentlichen
entgegengesetzten zweiten Umfangsrichtung und zu einer der ersten Seite
im Wesentlichen entgegengesetzten zweiten Seite wegerstreckt, wobei in
dem zweiten der beiden Elemente wenigstens eine zweite Blockierfläche
vorgesehen ist, an welcher das wenigstens eine zweite Sperrelement zum
Verhindern einer Relativdrehung zwischen dem Sperrelemententräger und
dem zweiten Element in einer Relativdrehrichtung in Anlage ist oder
kommen kann. Dabei ist es dann ferner vorteilhaft, wenn die wenigstens
eine erste Blockierfläche und die wenigstens eine zweite Blockierfläche zum
Zusammenwirken mit dem wenigstens einen ersten Sperrelement bzw. dem
wenigstens einen zweiten Sperrelement in zueinander im Wesentlichen
entgegengesetzten Umfangsrichtungen frei liegen.
Um in Umfangsrichtung eine gleichmäßige Belastungsverteilung bei der
Drehmomentenübertragung bereitstellen zu können, wird vorgeschlagen,
dass an dem Sperrelemententräger in Umfangsrichtung alternierend erste
Sperrelemente und zweite Sperrelemente vorgesehen sind. Ferner ist es
insbesondere auch zum Verhindern einer ungewünschten bzw. undefinierten
Verschiebung des Sperrelemententrägers vorteilhaft, wenn dieser an einem
der beiden Elemente festgelegt ist.
Eine sehr zuverlässige Sperrwirkung kann dadurch erhalten werden, dass
der Sperrelemententräger im Wesentlichen ringartig ausgebildet ist.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Sperrelemententräger im
Wesentlichen zylinderartig oder zylinderabschnittartig ausgebildet ist, und
dass die ersten Sperrelemente sich von dem Sperrelemententräger zu einer
radialen Außenseite hin wegerstrecken. Dabei ist es dann ferner vorteilhaft,
wenn die zweiten Sperrelemente sich von dem Sperrelemententräger zu
einer radialen Innenseite hin wegerstrecken.
Bei einer alternativen Ausgestaltungsform kann vorgesehen sein, dass der
Sperrelemententräger im Wesentlichen ringscheibenartig oder ringscheiben
abschnittartig ausgebildet ist, und dass die ersten Sperrelemente sich von
dem Sperrelemententräger zu einer ersten axialen Seite hin wegerstrecken.
Bei dieser Ausgestaltungsform kann dann erfindungsgemäß weiter
vorgesehen sein, dass die zweiten Sperrelemente sich von dem Sperrele
mententräger zu einer der ersten axialen Seite im Wesentlichen entgegen
gesetzten zweiten axialen Seite hin wegerstrecken.
Um den Aufbau weiter vereinfachen zu können, wird vorgeschlagen, dass
der Sperrelemententräger mit den daran integral ausgebildeten Sperrele
menten aus Blechmaterial gebildet ist. Dabei kann dann weiter vorgesehen
sein, dass das wenigstens eine erste Sperrelement oder/und gegebenenfalls
das wenigstens eine zweite Sperrelement vom Sperrelemententräger zur
ersten Seite hin bzw. zur zweiten Seite hin abgebogen ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen hydrodynamischen Dreh
momentwandler, welcher eine erfindungsgemäße Freilaufanordnung
aufweist, wobei an einem ersten der beiden Elemente in einem radial
äußeren Bereich eine Mehrzahl von Leitradschaufeln getragen ist, und wobei
das zweite der beiden Elemente bezüglich eines Stützelementes drehfest
getragen ist.
Dabei kann dann weiter vorgesehen sein, dass das erste Element an dem
zweiten Element in Achsrichtung oder/und in Radialrichtung drehbar gelagert
ist.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Figuren detailliert beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Teil-Längsschnittansicht eines hydrodynamischen Dreh
momentwandlers;
Fig. 2 eine Detailansicht, welche das Leitrad in Verbindung mit der
Freilaufanordnung zeigt;
Fig. 3 eine Axialansicht der in Fig. 2 dargestellten Freilaufanordnung
in Blickrichtung III in Fig. 2;
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht einer alternativen
Ausgestaltungsform;
Fig. 5 eine Axialansicht des bei der Ausgestaltungsform gemäß Fig.
4 eingesetzten Sperrelemententrägers bzw. der daran vor
gesehenen Sperrelemente.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer hydrodynamischer Drehmomentwandler
allgemein mit 10 bezeichnet. Der Drehmomentwandler 10 umfasst eine
Gehäuseanordnung 12, die wiederum einen Gehäusedeckel 14 und eine mit
diesem im radial äußeren Bereich durch Verschweißen o. dgl. verbundene
Pumpenradschale 16 umfasst. Der Gehäusedeckel 14 ist über eine
Kopplungsanordnung 18 mit einer nicht dargestellten Antriebswelle drehfest
verbunden oder verbindbar, und die Pumpenradschale 16 ist in ihrem radial
inneren Bereich integral mit einer Pumpenradnabe 20 ausgebildet. Ferner
trägt die Pumpenradschale 16 in ihrem radial äußeren Bereich eine Mehrzahl
von Pumpenradschaufeln 22, wobei letztendlich die Pumpenradschale 16
mit der daran integral ausgebildeten Pumpenradnabe 20 und den Pumpen
radschaufeln 22 ein allgemein mit 24 bezeichnetes Pumpenrad bildet. Im
Innenraum des Drehmomentwandlers 10 ist ferner ein Turbinenrad 26
vorgesehen. Dieses umfasst eine Turbinenradschale 28, die in ihrem radial
äußeren Bereich eine Mehrzahl von Turbinenradschaufeln 30 trägt und die
in ihrem radial inneren Bereich mit einer allgemein mit 32 bezeichneten
Turbinenradnabe fest verbunden ist. Die Turbinenradnabe 32 kann mit einer
Abtriebswelle, beispielsweise einer Getriebeeingangswelle zur gemeinsamen
Drehung gekoppelt werden.
Der hydrodynamische Drehmomentwandler 10 umfasst ferner eine allgemein
mit 34 bezeichnete Überbrückungskupplungsanordnung. Diese weist einen
Kupplungskolben 36 auf, der in seinem radial inneren Bereich axial
beweglich auf der nicht dargestellten Abtriebswelle geführt ist und der in
seinem radial äußeren Bereich unter Zwischenlagerung eines Reibbelags 38
o. dgl. gegen eine Gegenreibfläche 40 des Gehäusedeckels 14 pressbar ist.
Des Weiteren ist der Kupplungskolben 36 über eine als Torsionsschwin
gungsdämpfer ausgebildete Kopplungsanordnung 42 mit dem Turbinenrad
26 bzw. einem daran festgelegten Mitnahmeelement 44 fest gekoppelt. Der
Torsionsschwingungsdämpfer kann beispielsweise ein spiralartig ausgebilde
tes Federelement oder einen derartigen Federelementenbereich 46
aufweisen, der in einem radial äußeren ringartigen Kopplungsbereich 48 an
den Kupplungskolben 36 angebunden ist und einem radial inneren ring
artigen Kopplungsbereich 50 an das Mitnahmeelement 44 angebunden ist.
Axial zwischen dem Turbinenrad 26 und dem Pumpenrad 24 liegt ein
allgemein mit 52 bezeichnetes Leitrad. Das Leitrad 52 trägt an seinem radial
äußeren Bereich eine Mehrzahl von Leitradschaufeln 54 und ist über eine
Freilaufanordnung 56 auf einem nicht dargestellten, zur Pumpenradnabe 20
beispielsweise koaxial verlaufenden Stützelement, beispielsweise Stütz
welle, getragen. Durch die Freilaufanordnung 56 ist sichergestellt, dass das
Leitrad 52 mit den daran getragenen Leitradschaufeln 54 lediglich in einer
Drehrichtung frei drehbar, gegen Drehung in der anderen Drehrichtung
jedoch blockiert ist.
Ein Freilaufinnenelement 58 weist in seinem radial inneren, zylindrischen
Bereich eine Verzahnung 60 auf, welche zum drehfesten Eingriff mit dem
nicht dargestellten Stützelement ausgebildet ist und ist ferner über eine
Lagerungsanordnung 62 axial an der Pumpenradschale 16 abgestützt. Das
Leitrad 52 bildet letztendlich mit seinem Körperabschnitt 64 ein Freilauf
außenelement 66, das in seinem radial inneren Bereich über einen Lage
rungsabschnitt 68 am Freilaufinnenelement 58 sowohl axial als auch radial
zentriert bzw. gelagert ist und das über einen weiteren Lagerungsbereich
70, der beispielsweise eine Mehrzahl von Fluidströmungskanälen 72
aufweist, an der Turbinenradnabe 32 axial abgestützt ist. Das Freilaufaußen
element 66 ist in seinem radial inneren Bereich durch eine Mehrzahl von
Versteifungsrippen 77 versteift, welche sich im Wesentlichen zwischen
einem näherungsweise nach radial außen verlaufenden Bereich 78 und dem
in seinem Endbereich sich axial und radial am Freilaufinnenelement 58
abstützenden, den Lagerungsabschnitt 68 tragenden zylindrischen Bereich
79 erstrecken.
Das Freilaufinnenelement 58 und das Freilaufaußenelement 66, d. h. der
Körperbereich 64 des Leitrads 52, weisen einander radial gegenüber
liegende Kopplungsabschnitte 74, 76 auf, über welche in im Folgenden
beschriebener Art und Weise die vorangehend beschriebene Blockierung
gegen Drehung des Leitrads 52 in einer Drehrichtung um die Drehachse A
herum erzeugt wird. Hierzu wird im Folgenden auf die Fig. 2 und 3
verwiesen, welche die relevanten Details vergrößert darstellen.
In den radialen Zwischenraum zwischen den Abschnitten 74, 76 ist ein im
Wesentlichen zylindrisch ausgebildeter, beispielsweise aus Blechmaterial
gebildeter Sperrelemententräger 80 eingesetzt. Dieser erstreckt sich
vorzugsweise in Umfangsrichtung durchgehend als geschlossenes
zylindrisches Ringelement um die Drehachse A herum. An dem Sperrele
mententräger 80 ist in Umfangsrichtung aufeinander folgend eine Mehrzahl
von ersten Sperrelementen 82 vorgesehen, die beispielsweise durch
Einbringen U-förmiger Aussparungen in den Sperrelemententräger 80 und
Abbiegen der sich so ergebenden Zungenelemente nach radial außen
gebildet werden können. In dem Abschnitt 76 des Leitrads 52 bzw. des
Freilaufaußenelementes 66 ist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
aufeinander folgenden Blockiereinkerbungen oder Blockiervertiefungen 84
vorgesehen, die jeweils in einer Umfangsrichtung weisende Blockierflächen
86 aufweisen. Mit in einer Richtung weisenden Fläche sei hier gemeint,
dass beispielsweise der Flächennormalenvektor in diese Richtung gerichtet
ist. An diese Blockierflächen 86 schließt ein Übergangsbereich 88 an,
welcher vom radial äußeren Bereich der Blockierflächen 86 allmählich auf
das Niveau des radial inneren Bereichs führt, während die Blockierflächen
86 einen näherungsweise radialen Sprung in der Umfangsflächenkontur
erzeugen. Man erkennt, dass bei entsprechender Relativpositionierung
zwischen dem Sperrelemententräger 80 und dem Abschnitt 66 des
Freilaufaußenelementes 66 jedes erste Sperrelement 82 in eine ent
sprechende Vertiefung 84 eingreift und zur Anlage an einer zugeordneten
Blockierfläche 86 gelangen kann.
Jeweils zwischen zwei ersten Sperrelementen 82 ist an dem Sperrele
mententräger 80 ein zweites Sperrelement 90 vorgesehen. Die zweiten
Sperrelemente 90 können ebenfalls durch Einbringen beispielsweise U-
förmiger Aussparungen und Abbiegen der sich ergebenden Zungen nach
radial innen gebildet werden. In dem Freilaufinnenelement 58 bzw. dem
Abschnitt 74 desselben ist eine Mehrzahl von Vertiefungen oder Ein
senkungen 92 gebildet, die wiederum Blockierflächen 94 bereitstellen, die
nunmehr jedoch in Umfangsrichtung entgegengesetzt zu den Blockierflächen
86 am Abschnitt 76 gerichtet sind. Auch hier ist ein Übergangsbereich 96
bereitgestellt, der vom radial inneren Endbereich der Blockierflächen 94 nach
radial außen bis auf das Niveau des radial äußeren Bereichs der Blockier
flächen 94 führt. Die zweiten Sperrelemente 90 sind derart positioniert,
dass sie in die Vertiefungen 92, die beispielsweise umformungstechnisch
am Freilaufinnenelement 58 gebildet werden können, eingreifen und mit
ihren freien Endabschnitten an den zugehörigen Blockierflächen 94
anstoßen. Ferner kann, wie bei 98 angedeutet, der Sperrelemententräger 80
an wenigstens einer, vorzugsweise an mehreren Positionen an dem
Freilaufinnenelement 58 beispielsweise durch prägetechnisches Umformen,
Verstemmen oder Festschweißen festgelegt werden, wobei hiermit eine
Festlegung wenigstens zum Verhindern einer Relativumfangsbewegung
zwischen dem Sperrelemententräger 80 und dem Freilaufinnenelement 58,
vorzugsweise jedoch auch zum Erhalt einer axialen Fixierung dieser beiden
Komponenten dient.
Man erkennt, dass in der Darstellung der Fig. 3 dann, wenn auf das
Freilaufaußenelement 66 eine in Richtung eines Pfeils P gerichtete Kraft
ausgeübt wird, das Leitrad 52 sich im Wesentlichen ungehindert bezüglich
des Freilaufinnenelementes 58 verdrehen kann, da die nach radial außen
vorstehenden ersten Sperrelemente 82 an den Übergangsbereichen 88
abgleiten bzw. durch diese verformt werden und entgegen ihrer elastischen
Vorspannung nach innen gebogen werden, bis sie dann in die nächste
Vertiefung 84 einrasten können. Wird jedoch auf das Leitrad 52 eine
entgegen der Richtung P gerichtete Kraft ausgeübt, so gelangen die ersten
Sperrelemente 82 in die in Fig. 3 dargestellte Positionierung, bei welcher sie
durch Anstoßen an den jeweils zugeordneten Blockierflächen 86 eine
Relativdrehung des Abschnitts 76 bezüglich des Sperrelemententrägers 80
blockieren. Da gleichzeitig auch der Sperrelemententräger 80 durch die an
den Blockierflächen 94 sich abstützenden zweiten Sperrelemente 90 an
einer gemeinsamen Drehung mit dem Abschnitt 76 entgegen der Richtung
des Pfeils P gehindert ist, ist somit das Leitrad 52 gegen Drehung entgegen
der Richtung P blockiert.
Aus der vorangehenden Beschreibung erkennt man, dass die erfindungs
gemäße Freilaufanordnung 56 einen äußerst einfachen Aufbau aufweist,
indem im Wesentlichen an dem Freilaufaußenelement 66 und dem
Freilaufinnenelement 58 die entsprechenden Vertiefungen ausgebildet
werden, und indem weiter ein einziges Bauteil, nämlich der integral
ausgebildete und beispielsweise stanztechnisch aus Blechmaterial herge
stellte Sperrelemententräger 80 mit den daran ausgebildeten ersten und
zweiten Sperrelementen 82, 90 in den radialen Zwischenraum zwischen den
beiden Abschnitten 74, 76 eingebracht wird bzw. vor dem Zusammensetzen
des Freilaufaußenelements 66 mit dem Freilaufinnenelement 58 am
Freilaufinnenelement 58 festgelegt wird und mit diesem zusammen dann an
das Freilaufaußenelement 66 heranbewegt wird.
Der Sperrelemententräger 80 kann dabei beispielsweise aus einem
Blechstreifen gebildet werden, der in seinen beiden Endbereichen, nachdem
er in zylindrische Form gebogen worden ist, durch Vernietung oder
Verlötung zu einem zylindrischen Element zusammengefasst wird. Es sei
noch darauf hingewiesen, dass selbstverständlich der Sperrelemententräger
80 auch bezüglich des Freilaufaußenelements 66 festgelegt werden könnte.
Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass das Vorsehen von ersten und
zweiten Sperrelementen 82 bzw. 90 jeweils zur blockierenden Zusammen
wirkung mit dem Freilaufaußenelement 66 bzw. dem Freilaufinnenelement
58 hinsichtlich der Kraftübertragungskapazität bevorzugt ist. Gleichwohl ist
es jedoch auch möglich, beispielsweise nur die ersten Sperrelemente 82
bereitzustellen und die feste Kopplung mit dem Freilaufinnenelement 58
durch Verschweißung oder prägetechnisch herzustellen.
Des Weiteren sei noch darauf hingewiesen, dass im Bereich des Lagerungs
abschnitts 68 beispielsweise ein Lagerungsmaterial auf eines der Bauteile
66, 58 aufgebracht sein kann. Auch kann eines dieser Bauteile oder
wenigstens eines dieser Bauteile aus einem gleitfähigen Werkstoff herge
stellt sein, vorzugsweise das Leitradaußenelement 66, das auch über den
Lagerungsabschnitt 70 in gleitender Weise an der Turbinenradnabe 32
abgestützt ist.
In den Fig. 4 und 5 ist eine alternative Ausgestaltungsart der erfindungs
gemäßen Freilaufanordnung dargestellt. Komponenten, welche vorangehend
beschriebenen Komponenten hinsichtlich Aufbau bzw. Funktion ent
sprechen, sind mit dem gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung eines
Anhangs "a" bezeichnet.
Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausgestaltungsform ist der
Sperrelemententräger 80a als ringscheibenartiges Element ausgebildet, und
die ersten und zweiten Sperrelemente 82a, 90a sind nunmehr in entgegen
gesetzter axialer Richtung und selbstverständlich auch in entgegengesetzter
Umfangsrichtung sich erstreckend ausgebildet. In entsprechender Weise
weisen das Freilaufinnenelement 58a und das Freilaufaußenelement 66a
nunmehr einander axial gegenüber liegende Abschnitte 100a, 102a auf, in
welchen prägetechnisch die Vertiefungen 92a bzw. 84a gebildet sind. Diese
Vertiefungen sind nunmehr jedoch axial offen, so dass die vom Sperrele
mententräger 80a axial abstehenden Sperrelemente 82a, 90a nunmehr axial
in die Vertiefungen 92a bzw. 84a eingreifen können. Ferner erkennt man,
dass am Sperrelemententräger 80a eine Mehrzahl von Ausformungen 104a
gebildet ist, in welche das Freilaufinnenelement 58 mit zugeordneten nach
radial innen greifenden Kopplungsvorsprüngen 106a eingreift, um hier
wiederum eine drehfeste Kopplung zwischen dem Sperrelemententräger 80a
und dem Freilaufinnenelement 58a zu erhalten. Auch bei dieser Ausge
staltungsform liegen die in den Figuren nicht erkennbaren Blockierflächen
wieder derart, dass sie einander entgegengesetzt gerichtet sind, d. h. in
entgegengesetzter Umfangsrichtung zur Zusammenwirkung mit den jeweils
zugeordneten Sperrelementen 82a bzw. 90a freiliegen. Um bei dieser
Ausgestaltungsform vor allem im Sperrbetrieb der Freilaufanordnung 56a die
dabei auftretenden Axialschubkräfte am Leitrad abstützen zu können, kann
ein zusätzliches zwischen den beiden Elementen 66a, 58a wirkendes
Axialabstützelement vorgesehen sein.
Durch die vorliegende Erfindung ist eine Freilaufanordnung bereitgestellt, die
in sehr einfacher Art und Weise hergestellt werden kann, insbesondere
daher, da die einzelnen Sperrelemente nicht mehr als separate mit hoher
Präzision herzustellende Klinken ausgebildet sind, sondern letztendlich als
integrale Bestandteile eines aus Federstahlblech gebildeten Sperrelementen
trägers bereitgestellt werden können. Dies vereinfacht sowohl den
Herstellungsvorgang der Sperrelemente an sich, als auch den Vorgang des
Zusammensetzens eines mit einer derartigen Anordnung ausgebildeten
hydrodynamischen Drehmomentwandlers.
Claims (14)
1. Freilaufanordnung, insbesondere für ein Leitrad eines hydrodynami
schen Drehmomentwandlers, welche Freilaufanordnung (56; 56a)
eine Relativdrehung zweier Elemente (58, 66; 58a, 66a) bezüglich
einander um eine Drehachse (A) im Wesentlichen in nur einer
Drehrichtung (P) zulässt, umfassend:
- 1. einen sich in Umfangsrichtung um die Drehachse (A) er streckenden Sperrelemententräger (80; 80a),
- 2. wenigstens ein erstes Sperrelement (82, 82a), das an dem Sperrelemententräger (80; 80a) getragen ist und sich von diesem in einer ersten Umfangsrichtung und zu einer ersten Seite wegerstreckt, wobei in einem ersten (66; 66a) der beiden Elemente (58, 66; 58a, 66a) wenigstens eine Blockier fläche (86) vorgesehen ist, an welcher das wenigstens eine Sperrelement (82; 82a) zum Verhindern einer Relativdrehung zwischen dem ersten Element (66; 66a) und dem Sperrelemen tenträger (80; 80a) in einer Relativdrehrichtung zur Anlage kommen kann.
2. Freilaufanordnung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch wenigstens ein zweites Sperrelement (90;
90a), das an dem Sperrelemententräger (80; 80a) getragen ist und
sich von diesem in einer der ersten Umfangsrichtung im Wesentlichen
entgegengesetzten zweiten Umfangsrichtung und zu einer der ersten
Seite im Wesentlichen entgegengesetzten zweiten Seite weger
streckt, wobei in dem zweiten (58; 58a) der beiden Elemente (58,
66; 58a, 66a) wenigstens eine zweite Blockierfläche (94) vorgesehen
ist, an welcher das wenigstens eine zweite Sperrelement (90; 90a)
zum Verhindern einer Relativdrehung zwischen dem Sperrelementen
träger (80; 80a) und dem zweiten Element (58; 58a) in einer Relativ
drehrichtung in Anlage ist oder kommen kann.
3. Freilaufanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste Blockier
fläche (86) und die wenigstens eine zweite Blockierfläche (94) zum
Zusammenwirken mit dem wenigstens einen ersten Sperrelement
(82; 82a) beziehungsweise dem wenigstens einen zweiten Sperrele
ment (90; 90a) in zueinander im Wesentlichen entgegengesetzten
Umfangsrichtungen frei liegen.
4. Freilaufanordnung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Sperrelemententräger (80;
80a) in Umfangsrichtung alternierend erste Sperrelemente (82; 82a)
und zweite Sperrelemente (90; 90a) vorgesehen sind.
5. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrelemententräger (80; 80a) an
einem (58; 58a) der beiden Elemente festgelegt ist.
6. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrelemententräger (80; 80a) im
Wesentlichen ringartig ausgebildet ist.
7. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrelemententräger (80) im
Wesentlichen zylinderartig oder zylinderabschnittartig ausgebildet ist,
und dass die ersten Sperrelemente (82) sich von dem Sperrelemen
tenträger (80) zu einer radialen Außenseite hin wegerstrecken.
8. Freilaufanordnung nach Anspruch 2 und Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Sperrelemente (90) sich
von dem Sperrelemententräger (90) zu einer radialen Innenseite hin
wegerstrecken.
9. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrelemententräger (80a) im
Wesentlichen ringscheibenartig oder ringscheibenabschnittartig
ausgebildet ist, und dass die ersten Sperrelemente (82a) sich von
dem Sperrelemententräger (80a) zu einer ersten axialen Seite hin
wegerstrecken.
10. Freilaufanordnung nach Anspruch 2 und Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Sperrelemente (90a) sich
von dem Sperrelemententräger (80a) zu einer der ersten axialen Seite
im Wesentlichen entgegengesetzten zweiten axialen Seite hin weger
strecken.
11. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrelemententräger (80; 80a)
mit den daran integral ausgebildeten Sperrelementen (82, 90; 82a,
90a) aus Blechmaterial gebildet ist.
12. Freilaufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Sperrele
ment (82; 82a) oder/und gegebenenfalls das wenigstens eine zweite
Sperrelement (90; 90a) vom Sperrelemententräger (80; 80a) zur
ersten Seite hin beziehungsweise zur zweiten Seite hin abgebogen
ist.
13. Hydrodynamischer Drehmomentwandler, umfassend eine Freilauf
anordnung (56; 56a) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei an einem ersten (66; 66a) der beiden Elemente (58, 66; 58a,
66a) in einem radial äußeren Bereich eine Mehrzahl von Leitrad
schaufeln (54; 54a) getragen ist, und wobei das zweite (58; 58a) der
beiden Elemente (58, 66; 58a, 66a) bezüglich eines Stützelementes
drehfest getragen ist.
14. Hydrodynamischer Drehmomentwandler nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Element (66; 66a) an dem
zweiten Element (58; 58a) in Achsrichtung oder/und in Radialrichtung
drehbar gelagert ist.
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ZF SACHS AG, 97424 SCHWEINFURT, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Owner name: ZF FRIEDRICHSHAFEN AG, DE Free format text: FORMER OWNER: ZF SACHS AG, 97424 SCHWEINFURT, DE Effective date: 20121030 |
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