DE10016035A1 - Verfahren und Vorschaltgerät zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe versehenen Leuchte - Google Patents
Verfahren und Vorschaltgerät zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe versehenen LeuchteInfo
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- H05B41/2858—Arrangements for protecting lamps or circuits against abnormal operating conditions for protecting the lamp against abnormal operating conditions
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- Discharge-Lamp Control Circuits And Pulse- Feed Circuits (AREA)
- Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Vorschaltgerät für einen Dimmbetrieb einer mit einer Leuchtstofflampe (L) versehenen Leuchte, wobei das Vorschaltgerät bestimmte Lampentypen, vorzugsweise mit einem Lampenspannungsmeßverfahren, automatisch erkennt und diejenigen Betriebsdaten einstellt, die dem erkannten Lampentyp per Betriebsdatenregister zugeordnet sind. Für Lampentypen, die zur Rollentladung neigen, wird ein Verfahren und ein Vorschaltgerät vorgeschlagen, das dem Lampenstrom (I¶L¶) für die Leuchtstofflampe (L) einen Gleichstromanteil (I¶DC¶) zufügt. Für Lampentypen ohne Neigung zur Rollentladung wird eine Heizstromschaltung (HS) vorgeschlagen, die bei einem im weit heruntergedimmten Zustand geringen Lampenstrom (I¶L¶) die Elektrodentemperatur durch einen zusätzlichen Heizstrom (I¶H¶) auf der Emissionstemperatur des Elektrodenemittermaterials hält. Für ein Verfahren und ein Vorschaltgerät, mit dem alle vorgenannten Lampentypen betrieben und gedimmt werden sollen, wird vorgeschlagen, sowohl dem Lampenstrom (I¶L¶) einen Gleichstromanteil (I¶DC¶) zuzufügen als auch im heruntergedimmten Zustand die Elektrode durch eine Heizstromzuschaltung auf der Emissionstemperatur des Elektrodenemittermaterials zu halten.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Vorschaltgerät
für einen Dimmbetrieb einer mit einer Leuchtstofflampe verse
henen Leuchte, wobei das Vorschaltgerät bestimmte Lampentypen,
vorzugsweise mit einem Lampenspannungsmeßverfahren, automa
tisch erkennt und diejenigen Betriebsdaten einstellt, die dem
momentan in der Leuchte befindlichen Lampentyp per Betriebs
datenregister zugeordnet sind.
Aus der WO 97/24017 ist ein elektronisches Vorschaltgerät
bekannt, mit dem eine oder mehrere Leuchtstoflampen eines
Lampentyps betrieben und gedimmt werden können.
Generell können je nach Grad der Dimmung einer Leuchtstoff
lampe im wesentlichen zwei technische Probleme auftreten. Ein
Problem stellt die sogenannte Rollentladung oder Streifen
bildung (engl.: striation) einer Leuchtstofflampe dar. Diese
erscheint dann, wenn der gelieferte hochfrequente Lampenstrom
in dem Entladungskörper der Leuchtstofflampe unterschiedliche
Ladungsdichten verursacht. In dem Entladungskörper bilden sich
aufeinanderfolgende Zonen mit wechselnder Ladungsdichte, die
auf der Oberfläche des Entladungskörpers in Form von unter
schiedlich gefärbten Streifen oder Ringen sichtbar sind. Die
Lichtabstrahlung der Leuchtstofflampe ist ungleichmäßig und
kann wechseln. Dies wird von Benutzern als störend empfunden.
Eine Rollentladung tritt bei vielen Lampentypen dann zunehmend
auf, wenn sich die Betriebsdaten der zugeführten hochfrequen
ten Versorgungsenergie von denjenigen Nennbetriebsdaten entfernen,
die von dem Lampenhersteller für den verwendeten Lam
pentyp empfohlenen werden. Es muß jedoch auch erwähnt werden,
dass es Kategorien von Lampentypen gibt, die kaum zu Rollent
ladung neigen, und andere, die bei bestimmten Betriebsdaten
selbst bei den empfohlenen Nennbetriebsdaten zu einer Rollent
ladung neigen.
Ein weiteres Problem besteht dann, wenn eine besonders geringe
Lichtabstrahlung und hierfür ein entsprechend geringer Lampen
strom einzustellen ist. Der einzustellende Lampenstrom kann so
gering sein, dass die damit erreichte Elektrodentemperatur
unter die Emissionstemperatur des Elektrodenemittermaterials
sinkt, bei der die Elektrode noch ausreichend Elektronen frei
setzen kann. Die Leuchtstofflampe strahlt in diesem Betriebs
zustand das Licht ebenfalls sehr ungleichmäßig ab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
ein Vorschaltgerät zu schaffen, mit dem eine Mehrzahl bestimm
ter automatisch erkennbarer Lampentypen unter optimierten
Bedingungen betrieben und gedimmt werden können.
Für das geschilderte technische Problem werden mehrere Lösun
gen vorgeschlagen. Welche Lösung zu bevorzugen ist hängt davon
ab, welche Kategorie beziehungsweise welche Kategorien von
Lampentypen mit dem Verfahren beziehungsweise dem Vorschaltge
rät betrieben und gedimmt werden sollen.
Für den Fall, dass solche Lampentypen von Leuchtstofflampen
betrieben und gedimmt werden sollen, die bei den hersteller
seits empfohlenen Nennbetriebsdaten zur Rollentladung neigen,
wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Dimmen einer
mit einer Leuchtstofflampe versehenen Leuchte mit einem Vor
schaltgerät, das ein Betriebsdatenregister und eine Steue
rungselektronik mit einer Schnittstelle für ein Dimmsignal
aufweist, wobei bestimmte Lampentypen, vorzugsweise mit einem
Lampenspannungsmeßverfahren, automatisch erkannt und danach
diejenigen Betriebsdaten einstellt werden, die dem erkannten
Lampentyp per Betriebsdatenregister zugeordnet sind, wobei
jeder Elektrode der Leuchtstofflampe ein Lampenstrom zugelei
tet wird, der sich aus einem Wechselstromanteil und einem
Gleichstromanteil zusammensetzt, und wobei für jeden erkenn
baren Lampentyp je ein Gleichstromanteil in dem Betriebsdaten
register gespeichert ist und die Steuerungselektronik zur
Dimmung einer Leuchtstofflampe den per Betriebsdatenregister
zuordneten Gleichstromanteil einstellt oder zu jedem erkenn
baren Lampentyp entweder für unterschiedliche Dimmstellungen
eine gestufte Reihe von Gleichstromanteilen oder für einen
Dimmbereich eine dimmungsabhängige Gleichstromkennlinie für
den Gleichstromanteil in dem Betriebsdatenregister gespeichert
ist und die Steuerungselektronik zur Dimmung einer Leucht
stofflampe einen Gleichstromanteil einstellt, der per Be
triebsdatenregister in Abhängigkeit von Lampentyp und Dimm
signal zugeordnet ist. Durch die variable Anpassung des
Gleichstromanteils kann eine Rollentladung für diese Kategorie
von Lampentypen sicher verhindert werden. Das Verfahren eignet
sich insbesondere dann, wenn keine sehr geringen Lichtausbeu
ten einstellbar sein müssen, und keine Gefahr besteht, dass
durch einen zu geringen Lampenstrom die Emissionstemperatur
des Elektrodenemittermaterials unterschritten wird.
Sollen andererseits Lampentypen mit geringer Neigung zur Rol
lentladung betrieben und bis zu einer sehr geringen Licht
abstrahlung gedimmt werden können, dann empfiehlt es sich eine
Maßnahme zu ergreifen, mit der die Elektrodentemperatur auch
bei geringem Lampenstrom auf der Emissionstemperatur des Elek
trodenemittermaterials gehalten werden kann. Dies wird er
reicht mit einem Verfahren zum Dimmen einer mit einer Leucht
stofflampe versehenen Leuchte mit einem Vorschaltgerät, das
ein Betriebsdatenregister und eine Steuerungselektronik mit
einer Schnittstelle für ein Dimmsignal aufweist, wobei be
stimmte Lampentypen, vorzugsweise mit einem Lampenspannugsmeß
verfahren, automatisch erkannt und danach diejenigen Betriebs
daten einstellt werden, die dem erkannten Lampentyp per Be
triebsdatenregister zugeordnet sind, wobei jeder Elektrode der
Leuchtstofflampe ein Heizstrom und ein Lampenstrom zugeleitet
werden, die sich zu einem Gesamtstrom summieren, und wobei zu
jedem erkennbaren Lampentyp entweder für unterschiedliche
Dimmstellungen eine gestufte Reihe von Heizströmen oder für
einen Dimmbereich eine dimmungsabhängige Heizstromkennlinie in
dem Betriebsdatenregister gespeichert ist und die Steuerungs
elektronik zur Dimmung einer Leuchtstofflampe einen Heizstrom
einstellt, der per Betriebsdatenregister in Abhängigkeit von
Lampentyp und Dimmsignal zugeordnet ist.
Handelt es sich bei den zu dimmenden Lampentypen sowohl um
solche, die kaum zu Rollentladung neigen als auch um solche,
die bei den empfohlenen Nennbetriebsdaten zu einer erheblichen
Rollentladung neigen, dann wird das zugrundeliegende tech
nische Problem mit einem Verfahren gelöst, das von dem Verfah
ren gemäß Anspruch 1 Gebrauch macht, womit durch eine anteili
ge Gleichstromzuführung eine Rollentladung der Leuchtstoff
lampe verhindern wird, und zusätzlich gemäß Anspruch 3 ein per
Betriebsdatenregister zugeordneter Heizstrom eingestellt wird,
der bei heruntergedimmtem Lampenstrom das Unterschreiten der
Emissionstemperatur des Elektrodenemittermaterials der Leucht
stofflampe verhindert. Zu den Verfahrensschritten des An
spruchs 1 werden also die Verfahrensschritte des Anspruchs 3
hinzugenommen, nach denen jeder Elektrode der Leuchtstofflampe
ein Heizstrom zugeleitet wird, der sich mit dem Lampenstrom zu
einem Gesamtstrom summiert, wobei zu jedem erkennbaren Lampen
typ entweder für unterschiedliche Dimmstellungen eine gestufte
Reihe von Heizströmen oder für einen Dimmbereich eine dim
mungsabhängige Heizstromkennlinie in dem Betriebsdatenregister
gespeichert ist und die Steuerungselektronik zur Dimmung einer
Leuchtstofflampe einen Heizstrom einstellt, der per Betriebs
datenregister in Abhängigkeit von Lampentyp und Dimmsignal
zugeordnet ist.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung derjenigen Verfahren,
welche eine per Betriebsdatenregister zugeordnete Heizstrom
einstellung vorsehen, wird bei einer Änderung des Lampenstroms
durch Dimmung der Leuchtstofflampe der Heizstrom derart ange
paßt, dass der Gesamtstrom konstant bleibt.
Günstigerweise wird als konstanter Gesamtstrom der Lampennenn
strom des Lampentyps der erkannten Leuchtstofflampe vorgege
ben, weil damit die Belastung der Lampe den empfohlenen Nenn
betriebsdaten am nächsten kommt und ein guter Kompromiß zwi
schen Lebensdauer und Lichtausbeute zu erwarten ist.
Zweckmäßig weist die Steuerungselektronik eine Meßeinrichtung
für den Lampenstrom, einen Stromkomparator sowie eine regel
bare Heizstromquelle auf, wobei der Stromkomparator eine
Stromdifferenz zwischen einem über eine Elektrode der Leucht
stofflampe fließenden Gesamtstrom und dem gemessenen Lampen
strom bildet und die Stromdifferenz der Heizstromquelle als
Regelgröße für den einzustellenden Heizstrom zugeführt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 wird ein Vor
schaltgerät zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe verse
henen Leuchte mit einem Betriebsdatenregister, einer Steue
rungselektronik mit einer Schnittstelle für ein Dimmsignal,
einer Lampenspannungsmeßeinrichtung, mit der die verwendbaren
Lampentypen automatisch erkennbar sind, und einer einstell
baren Gleichstromschaltung mit der ein Gleichstromanteil des
Lampenstroms veränderbar ist, vorgeschlagen. Für die Schnitt
stelle des Dimmsignals wird beispielsweise der Spannungsbe
reich 1 bis 10 Volt verwendet. Die Einstellung des Dimmsignals
wird über einen externen Dimmer geregelt.
Einfacherweise weist die einstellbare Gleichstromschaltung
eine Diode auf, der in Durchflußrichtung reihenförmig ein
erster Widerstand und ein erster Schalter nachgeschaltet sind
und parallel zu diesen ein zweiter Widerstand und ein zweiter
Schalter reihenförmig nachgeschaltet sind. Mit dieser Anord
nung von Widerständen und Schaltern können vier unterschiedli
che Niveaus für den Gleichstromanteil des Lampenstroms einge
stellt werden. Hierfür werden die Schalterstellungen der bei
den Schalter variiert. Ein erstes Gleichstromniveau ergibt
sich, wenn beide Schalter geöffnet sind. Ein zweites, wenn
Schalter eins geschlossen und Schalter zwei geöffnet ist. Ein
drittes, wenn Schalter eins geöffnet und Schalter zwei geschlossen
ist. Und ein viertes, wenn beide Schalter geschlos
sen sind.
Alternativ kann die einstellbare Gleichstromschaltung eine
Diode aufweisen, der in Durchflußrichtung eine einstellbare
Stromquelle nachgeschaltet ist.
Eine weitere Alternative sieht vor, dass die einstellbare
Gleichstromschaltung eine Diode aufweist, der in Durchfluß
richtung reihenförmig ein Feldeffekttransistor und ein Wider
stand nachgeschaltet sind.
Bei einer anderen Alternative deren einstellbare Gleichstrom
schaltung eine Diode aufweist, sind in Durchflußrichtung der
Diode reihenförmig ein Bipolartransistor und ein Widerstand
nachgeschaltet.
Handelt es sich bei den zu dimmenden Lampentypen sowohl um
solche, die nicht zu Rollentladung neigen als auch um solche,
die zu einer erheblichen Rollentladung neigen, wird ein Vor
schaltgerät vorgeschlagen, mit dem zusätzlich zu einer Gleich
stromschaltung eine Heizstromschaltung vorgesehen ist. Die
Steuerungselektronik des Vorschaltgeräts ist dann mit einer
Meßeinrichtung für den Lampenstrom, einem Stromkomparator und
einer Heizstromquelle versehen. Mit dem Stromkomparator wird
eine Stromdifferenz zwischen dem über eine Elektrode der
Leuchtstofflampe fließenden Gesamtstrom und dem von der Meß
einrichtung gemessenen Lampenstrom gebildet. Diese Stromdiffe
renz wird dann der Heizstromquelle als Regelgröße für den
einzustellenden Heizstrom zugeführt.
Günstig ist es, wenn die Meßeinrichtung für den Lampenstrom
eine Induktionsschleife aufweist. Einfacherweise umschlingt
die Induktionsschleife die Elektrodenzuführungen.
Der Einfachheit halber weist der Stromkomparator einen Opera
tionsverstärker auf, an dessen n-Eingang der Lampenstrom und
an dessen p-Eingang der Gesamtstrom angelegt ist, wobei die
Stromdifferenz zwischen dem Gesamtstrom und dem Lampenstrom
das Ausgangssignal des Operationsverstärkers bildet, das der
Heizstromschaltung zugeführt ist.
Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung dargestellt
und anhand der einzelnen Figuren detailliert beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 die Stromverteilung bei einem Vorschaltgerät mit einer
Gleichstromzuführung zum Betrieb von Lampentypen, die
zu einer Rollentladung neigen,
Fig. 2 die Stromverteilung bei einem Vorschaltgerät mit einer
Heizstromzuführung zum Betrieb von Lampentypen, die
nicht zu einer Rollentladung neigen,
Fig. 3 die Stromverteilung für ein Vorschaltgerät mit einer
Gleichstromzuführung und einer Heizstromzuführung zum
Betrieb sowohl von Lampentypen, die zu einer Rollent
ladung neigen als auch von Lampentypen, die nicht zu
einer Rollentladung neigen,
Fig. 4 eine hochfrequenter Wechselstrom, dem ein Gleichstrom
überlagert ist,
Fig. 5 eine variable Gleichstromschaltung zur Anpassung des
Gleichstromanteils des Lampenstroms an den Lampentyp
und ggf. an die Einstellung eines Dimmers,
Fig. 6 eine alternative Gleichstromschaltung,
Fig. 7 eine alternative Gleichstromschaltung,
Fig. 8 eine alternative Gleichstromschaltung,
Fig. 9 eine Heizstromschaltung zur Anpassung des Heizstroms,
Fig. 10 eine alternative Ausführungsform eines Vorschaltgeräts
mit einer Heizstromzuführung zum Betrieb von Lampenty
pen, die nicht zu einer Rollentladung neigen,
Fig. 11 die Realisierung der Einschaltdauer und Ausschaltdauer
eines Schalterelements T als breitenmodulierte Impuls
signale.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Teilen der elek
tronischen Schaltungen eines Vorschaltgeräts schematisch dar
gestellt.
In den Fig. 1 bis 3 sind prinzipielle Stromverteilungen
zwischen unterschiedlichen Ausführungsformen eines Vorschalt
geräts und einer zu betreibenden Leuchtstofflampe L darge
stellt.
Fig. 1 ist ein Teil eines Vorschaltgeräts für eine Kategorie
von Lampentypen, die zu einer Rollentladung neigen. Zur Ver
hinderung der Rollentladung wird dem Lampenstrom IL über eine
Gleichstromschaltung GS ein Gleichstromanteil IDC zugeführt,
mit dem eine Rollentladung sicher verhindert wird. Außerdem
wird der Leuchtstofflampe L einen Wechselstromanteil IAC zu
geführt. Es ergibt sich ein Gesamtstrom IG = IAC + IDC.
Fig. 2 ist ein Teil eines Vorschaltgeräts für eine Kategorie
von Lampentypen, die nicht zur Rollentladung neigen. Für diese
ist eine Gleichstromschaltung verzichtbar. Damit die Leucht
stofflampen L bis auf eine geringe Lichtabstrahlung herunter
gedimmt werden können, ist aber eine Heizstromschaltung HS
vorgesehen, mit der die Elektrodentemperatur auch bei geringem
Lampenstrom IL auf der Emissionstemperatur des Elektroden
emittermaterials gehalten werden kann, bei der noch ausreichend
Emittermaterial freigesetzt wird. Es ergibt sich ein Gesamt
strom IG = IH + IL.
Fig. 3 ist ein Teil eines Vorschaltgeräts für Lampentypen, die
zur Rollentladung neigen und gleichzeitig für solche, die
nicht zur Rollentladung neigen. Daher ist sowohl eine Gleich
stromschaltung GS als auch eine Heizstromschaltung HS vor
gesehen. Die Gleichstromschaltung GS und die Heizstromschal
tung HS sind parallelgeschaltet. Es gelten die Gleichung
IG = IH + IL und die Gleichung IG = IAC + IDC + IH.
Fig. 4 ist ein Koordinatensystem in dem der zeitliche Verlauf
eines hochfrequenten Wechselstroms IAD und eines Gleichstroman
teils IDC eingetragen sind. Der Wechselstrom IAD ist die Überla
gerung des reinen Wechselstromanteils IAC (hier nicht eingetra
gen) und des Gleichstromanteils IDC.
Anhand der Fig. 4 wird die Funktion der alternativen Gleich
stromschaltungen verständlich, die in den Fig. 5 bis 8
dargestellt sind. Jede der Gleichstromschaltungen der Fig.
5 bis 8 weist eine zur Leuchtstofflampe L parallelgeschaltete
Impedanz P auf. Letztere weist jeweils eine Diode D und eine
der Diode D nachgeschaltete Verstelleinrichtung V auf, mit der
der Gleichstromanteil IDC in Stufen oder stufenlos verstellbar
ist.
Während einer negativen Halbwelle des Wechselstroms IAC fließt
dieser ausschließlich durch die Leuchtstofflampe L, weil die
Diode D der parallel geschalteten Impedanz P in dieser Strom
richtung sperrt. Während einer positiven Halbwelle wird ein
Teil des Wechselstroms IAC über die Impedanz P abgezweigt. Der
Anteil des über die Impedanz P abgezweigten Gleichstromanteils
IDC hängt von der Einstellung der Verstelleinrichtung V ab.
In Fig. 5 handelt es sich um eine Gleichstromschaltung GS,
deren Verstelleinrichtung V zwei parallelgeschaltete Zweige Z1
und Z2 aufweist, wobei in Durchflußrichtung der Diode D in dem
Zweig Z1 ein Widerstand R1 sowie ein Schalter S1 nachgeschal
tet sind und in dem Zweig Z2 ein Widerstand R2 mit einem vom
Widerstands R1 verschiedenen Widerstandswert sowie ein Schal
ter S2 nachgeschaltet sind. Mit dieser Konstruktion können
vier unterschiedliche Niveaus für den Gleichstromanteil IDC des
Lampenstroms IL eingestellt werden. Dazu werden die Schalterstellungen
der beiden Schalter S1 und S2 variiert. Ein erstes
Gleichstromniveau ergibt sich, wenn beide Schalter S1 und S2
geöffnet sind. Ein zweites, wenn Schalter S1 geschlossen und
Schalter S2 geöffnet ist. Ein drittes, wenn Schalter S1 geöff
net und Schalter S2 geschlossen ist. Und ein viertes, wenn
beide Schalter S1 und S2 geschlossen sind.
Die Gleichstromschaltung GS gemäß Fig. 6 unterscheidet sich
von Fig. 5 nur durch die Verstelleinrichtung V. Bei dieser ist
der Diode D eine einstellbare Stromquelle S nachgeschaltet,
über die der Gleichstromanteils IDC stufenlos eingestellt wer
den kann.
Die Verstelleinrichtung V der Gleichstromschaltung GS gemäß
Fig. 7 weist als Alternative einen Feldeffekttransistor Q auf,
der über eine an ihn angelegte Steuerspannung UE eine Ver
stellung des Gleichstromanteils IDC des Lampenstroms IL be
wirkt. Außerdem ist dem Feldeffekttransistor Q einen Wider
stand R in Reihe nachgeschaltet.
Eine weitere Alternative ist die Verstelleinrichtung der
Gleichstromschaltung GS gemäß Fig. 8, bei der ein Bipolar
transistor B zum Einsatz kommt, der ebenfalls über eine an ihn
angelegte Steuerspannung UE eine Verstellung des Gleich
stromanteils IDC des Lampenstroms IL bewirkt. Außerdem ist dem
Bipolartransistor B ein Widerstand R in Reihe nachgeschaltet.
Schließlich ist in Fig. 9 eine Ausführungsform einer Heiz
stromschaltung HS dargestellt, die einen Teil der Steuerungs
elektronik des Vorschaltgeräts bildet. Diese weist eine Meß
einrichtung M für den Lampenstrom IL auf. Die Meßeinrichtung M
ist mit einer Induktionsschleife IS versehen, die die Elek
trodenzuführungen umschlingt. Außerdem weist die Steuerungs
elektronik einen Stromkomparator K sowie eine regelbare Heiz
stromquelle HT auf. Mit dem Stromkomparator K wird eine Strom
differenz zwischen dem über die Elektrode E1 der Leuchtstoff
lampe L fließenden Gesamtstrom IG und dem von der Meßeinrich
tung M gemessenen Lampenstrom IL gebildet. Diese Stromdifferenz
wird dann der Heizstromquelle HT als Regelgröße für den
einzustellenden Heizstrom IH zugeführt. Der Stromkomparator K
weist einen Operationsverstärker OP auf, an dessen n-Eingang
der Lampenstrom IL und an dessen p-Eingang der Gesamtstrom IG
angelegt ist, wobei die Stromdifferenz zwischen dem Gesamt
strom IL und dem Lampenstrom IL das Ausgangssignal A des Opera
tionsverstärkers OP bildet, das der Heizstromquelle HT als
Regelgröße zugeführt wird.
Fig. 10 zeigt auschnittsweise eine alternative Konstruktion
eines Vorschaltgeräts mit einer Gleichstromzuführung und einer
Heizstromzuführung zum Betrieb sowohl von Lampentypen, die zu
einer Rollentladung neigen als auch von Lampentypen, die nicht
zu einer Rollentladung neigen. Es ist eine gemeinsame Steuer
schaltung ST für die Heiz- und Gleichstromsteuerung vorgese
hen, mit der ein periodisches Öffnen und Schließen eines elek
tronischen Schalterelements T, beispielsweise eines Feldef
fekttransistors, gesteuert wird. Das Schalterelement T ist
parallel zur Leuchtstofflampe L geschaltet und mit je einer
Zuführung der beiden Elektroden der Leuchtstofflampe L verbun
den.
Zum einen werden mit der Steuerschaltung ST zwecks Dimmen der
Leuchtstofflampe L die Amplitude und/oder die Frequenz eines
Wechselrichters (nicht dargestellt) des Vorschaltgeräts vari
iert. Zum anderen erfolgt eine Heizstromeinstellung durch
periodisches Ein- und Ausschalten des Schalterelements T mit
einer Frequenz, die der doppelten Frequenz des Wechselrichters
entspricht oder größer ist als diese.
Fig. 11 stellt dar, wie mit der Steuerschaltung ST die Ein
schaltdauer und die Ausschaltdauer des Schalterelements T als
breitenmodulierte Impulssignale realisiert werden. Die Aus
schaltdauer des Schalterelements T während einer positiven
Halbwelle und die Ausschaltdauer des Schalterelements T wäh
rend einer negativen Halbwelle des vom Wechselrichter zuge
führten Stroms weisen vorzugsweise gleiche Pulsbreiten t1 und
t3 auf. Auf diese Weise werden die Elektroden während einer
positiven Halbwelle und einer negativen Halbwelle des Wechsel
richterstroms gleichmäßig geheizt.
Die Pulsbreite t2 für den eingeschalteten Zustand des Schal
terelements T während einer positiven Halbwelle unterscheidet
sich vorzugsweise aber von der Pulsbreite t4 für den einge
schalteten Zustand während einer negativen Halbwelle des Wech
selrichterstroms. Über die Pulsbreiten t2 und t4 wird die Größe
und das Vorzeichen des Gleichstromanteils gesteuert. Wenn die
Pulsbreite t2 geringer ist als die Pulsbreite t4, verschiebt
der Gleichstromanteil den Wechselrichterstrom ins Negative.
Ist die Pulsbreite t4 geringer als die Pulsbreite t2, ver
schiebt der Gleichstromanteil den Wechselrichterstrom ins
Positive.
A Ausgangssignal
B Bipolartransistor
C Kondensator
D Diode
E1 Elektrode
GS Gleichstromschaltung
HS Heizstromschaltung
HT Heizstromquelle
IAC
B Bipolartransistor
C Kondensator
D Diode
E1 Elektrode
GS Gleichstromschaltung
HS Heizstromschaltung
HT Heizstromquelle
IAC
Wechselstromanteil
IAD
IAD
überlagerter Wechselstrom
IDC
IDC
Gleichstromanteil
IG
IG
Gesamtstrom
IH
IH
Heizstrom
IL
IL
Lampenstrom
IS Induktionsschleife
K Stromkomparator
L Leuchtstofflampe
M Meßeinrichtung
OP Operationsverstärker
P Impedanz
Q Feldefeekttransistor
R Widerstand
R1 Widerstand
R2 Widerstand
S Stromquelle
S1 Schalter
S2 Schalter
ST Steuerschaltung
T Schalterelement
t1
IS Induktionsschleife
K Stromkomparator
L Leuchtstofflampe
M Meßeinrichtung
OP Operationsverstärker
P Impedanz
Q Feldefeekttransistor
R Widerstand
R1 Widerstand
R2 Widerstand
S Stromquelle
S1 Schalter
S2 Schalter
ST Steuerschaltung
T Schalterelement
t1
Pulsbreite
t2
t2
Pulsbreite
t3
t3
Pulsbreite
t4
t4
Pulsbreite
UE
UE
Steuerspannung
V Verstelleinrichtung
Z1 Zweig
Z2 Zweig
V Verstelleinrichtung
Z1 Zweig
Z2 Zweig
Claims (14)
1. Verfahren zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe (L)
versehenen Leuchte mit einem Vorschaltgerät, das ein Be
triebsdatenregister und eine Steuerungselektronik mit
einer Schnittstelle für ein Dimmsignal aufweist, wobei
bestimmte Lampentypen, vorzugsweise mit einem Lampenspan
nungsmeßverfahren, automatisch erkannt und danach diejeni
gen Betriebsdaten einstellt werden, die dem erkannten
Lampentyp per Betriebsdatenregister zugeordnet sind, wobei
jeder Elektrode der Leuchtstofflampe (L) ein Lampenstrom
(IL) zugeleitet wird, der sich aus einem Wechselstroman
teil (IAC) und einem Gleichstromanteil (IDC) zusammensetzt,
und wobei für jeden erkennbaren Lampentyp je ein
Gleichstromanteil (IDC) in dem Betriebsdatenregister ge
speichert ist und die Steuerungselektronik zur Dimmung
einer Leuchtstofflampe (L) den per Betriebsdatenregister
zuordneten Gleichstromanteil (IDC) einstellt oder zu jedem
erkennbaren Lampentyp entweder für unterschiedliche Dimm
stellungen eine gestufte Reihe von Gleichstromanteilen
(IDC) oder für einen Dimmbereich eine dimmungsabhängige
Gleichstromkennlinie für den Gleichstromanteil (IDC) in dem
Betriebsdatenregister gespeichert ist und die Steuerungs
elektronik zur Dimmung einer Leuchtstofflampe (L) einen
Gleichstromanteil (IDC) einstellt, der per Betriebsdaten
register in Abhängigkeit von Lampentyp und Dimmsignal
zugeordnet ist.
2. Verfahren zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe (L)
versehenen Leuchte mit einem Vorschaltgerät, das ein Be
triebsdatenregister und eine Steuerungselektronik mit
einer Schnittstelle für ein Dimmsignal aufweist, wobei
bestimmte Lampentypen, vorzugsweise mit einem Lampenspan
nugsmeßverfahren, automatisch erkannt und danach diejeni
gen Betriebsdaten einstellt werden, die dem erkannten
Lampentyp per Betriebsdatenregister zugeordnet sind, wobei
jeder Elektrode (E1) der Leuchtstofflampe (L) ein Heiz
strom (IH) und ein Lampenstrom (IL) zugeleitet werden, die
sich zu einem Gesamtstrom (IG) summieren, und wobei zu
jedem erkennbaren Lampentyp entweder für unterschiedliche
Dimmstellungen eine gestufte Reihe von Heizströmen (IH)
oder für einen Dimmbereich eine dimmungsabhängige Heiz
stromkennlinie in dem Betriebsdatenregister gespeichert
ist und die Steuerungselektronik zur Dimmung einer Leucht
stofflampe (L) einen Heizstrom (IH) einstellt, der per
Betriebsdatenregister in Abhängigkeit von Lampentyp und
Dimmsignal zugeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass jeder Elektrode der Leuchtstofflampe
(L) ein Heizstrom (IH) zugeleitet wird, der sich mit dem
Lampenstrom (IL) zu einem Gesamtstrom (IG) summiert, wobei
zu jedem erkennbaren Lampentyp entweder für unterschiedli
che Dimmstellungen eine gestufte Reihe von Heizströmen
(IH) oder für einen Dimmbereich eine dimmungsabhängige
Heizstromkennlinie in dem Betriebsdatenregister gespei
chert ist und die Steuerungselektronik zur Dimmung einer
Leuchtstofflampe (L) einen Heizstrom (IH) einstellt, der
per Betriebsdatenregister in Abhängigkeit von Lampentyp
und Dimmsignal zugeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass bei einer Änderung des
Lampenstroms (IL) durch Dimmung der Leuchtstofflampe (L)
der Heizstrom (IH) derart angepaßt wird, dass der Gesamt
strom (IG) konstant bleibt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass als konstanter Gesamtstrom (IG) der
Lampennennstrom der erkannten Leuchtstofflampe (L) vor
gegeben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuerungselektronik
eine Meßeinrichtung (M) für den Lampenstrom (IL), einen
Stromkomparator (K) sowie eine regelbare Heizstromquelle
(HT) aufweist, wobei der Stromkomparator (K) eine Strom
differenz zwischen einem über eine Elektrode (E1) der
Leuchtstofflampe (L) fließenden Gesamtstrom (IG) und dem
gemessenen Lampenstrom (IL) bildet und die Stromdifferenz
der Heizstromquelle (HT) als Regelgröße für den einzustel
lenden Heizstrom (IH) zugeführt wird.
7. Vorschaltgerät zum Dimmen einer mit einer Leuchtstofflampe
(L) versehenen Leuchte mit einem Betriebsdatenregister,
einer Steuerungselektronik mit einer Schnittstelle für ein
Dimmsignal, einer Lampenspannungsmeßeinrichtung, mit der
die verwendbaren Lampentypen automatisch erkennbar sind,
und einer einstellbaren Gleichstromschaltung (GS) mit der
ein Gleichstromanteil (IDC) des Lampenstroms (IL) veränder
bar ist.
8. Vorschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass die einstellbare Gleich
stromschaltung (GS) eine Diode (D) aufweist, der in Durch
flußrichtung reihenförmig ein erster Widerstand (R1) und
ein erster Schalter (S1) nachgeschaltet sind und parallel
zu diesen ein zweiter Widerstand (R2) und ein zweiter
Schalter (S2) reihenförmig nachgeschaltet sind.
9. Vorschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass die einstellbare Gleich
stromschaltung (GS) eine Diode (D) aufweist, der in Durch
flußrichtung eine einstellbare Stromquelle (S) nachge
schaltet ist.
10. Vorschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass die einstellbare Gleich
stromschaltung (GS) eine Diode (D) aufweist, der in Durch
flußrichtung reihenförmig ein Feldeffekttransistor (Q) und
ein Widerstand (R) nachgeschaltet sind.
11. Vorschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass die einstellbare Gleich
stromschaltung (GS) eine Diode (D) aufweist, der in Durch
flußrichtung reihenförmig ein Bipolartransistor (B) und
ein Widerstand (R) nachgeschaltet sind.
12. Vorschaltgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 11, da
durch gekennzeichnet, dass die Steue
rungselektronik mit einer Meßeinrichtung (M) für den Lam
penstrom (IL) einem Stromkomparator (K) und einer Heiz
stromschaltung (HS) versehen ist.
13. Vorschaltgerät nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Meßeinrichtung (M) für
den Lampenstrom (IL) eine Induktionsmeßschleife (IS) auf
weist.
14. Vorschaltgerät nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, dass der Stromkomparator (K)
einen Operationsverstärker (OP) aufweist, an dessen n-
Eingang der Lampenstrom (IL) und an dessen p-Eingang der
Gesamtstrom (IG) angelegt ist, wobei die Stromdifferenz
zwischen Gesamtstrom (IG) und Lampenstrom (IL) ein Aus
gangssignal (A) bildet, das der Heizstromschaltung (HS)
zugeführt ist.
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