DE10015388C2 - Rotationskolbenverbrennungsmotor - Google Patents
RotationskolbenverbrennungsmotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rotationskolbenverbrennungsmotor mit zumindest zwei jeweils als
Zahnrad ausgebildeten Rotationskolben, die unterschiedliche Durchmesser auf
weisen, rechtwinkelachsig in einem sie jeweils beidseitig und auf ihrem Umfang
abdichtenden Gehäuse drehbar gelagert sind und an einer Stelle in gleitendem,
sich gegenseitig abdichtenden Zahneingriff miteinander stehen, wobei die Einzel
kolben bildenden Zähne jeweils unter 45° angestellt sind und leicht schrauben
flächenförmig gestaltete Flanken aufweisen, die Zahnzwischenräume eine genau
der Zahnform entsprechende Innenkontur aufweisen, und in den Gehäusewan
dungen Ansaug- und Auspufföffnungen vorgesehen sind.
Eine derartige Ausführungsform lässt sich der US-PS 2,674,982 entnehmen.
Vorgesehen sind hier lediglich zwei Rotationskolben, von denen der mit dem klei
neren Durchmesser lediglich eine Ventilfunktion sowie das Ansaugen und die
Kompression übernimmt, während die Takte Arbeit und Auspuff über den Rotati
onskolben größeren Durchmessers erfolgen.
Die US-PS 3,862,623 offenbart eine Rotationskolbenmaschine mit einem einen
größeren Durchmesser aufweisenden Rotationskolben, der auf seiner äußeren
Mantelfläche zwei axial voneinander beabstandete Verzahnungsbereiche auf
weist, in die jeweils vier über den Außenumfang verteilt rechtwinkelachsig ange
ordnete Rotationskolben kleineren Durchmessers eingreifen. Der eine Verzah
nungsbereich umfasst eine Kraftstoffzufuhrleitung, der andere Verzahnungsbe
reich eine Auspuffleitung. Zwischen jedem Abschnitt der Brennstoffzufuhrleitung
und einem Abschnitt der Auspuffleitung erstrecken sich durch den Rotationskol
ben größeren Durchmessers Bohrungen, deren Eintrittsöffnung neben einer vor
laufenden Zahnflanke der Brennstoffzufuhrleitung im Bereich von deren höchsten
Brennstoffkompression liegt, während der Austritt jeder Bohrung in den Brennka
nal führt. Zwischen die beiden genannten Verzahnungsbereiche ragt in radialer
Richtung ein kreisringförmiger Ventilsteg, der über seinen Umfang verteilt mehre
re Ventildurchgangsbohrungen aufweist, die eine Brennstoffströmungsverbindung
zwischen der Brennstoffleitung und der Auspuffleitung herstellen können. Wäh
rend der Drehung des Rotationskolbens größeren Durchmessers dienen die ge
nannten Ventilbohrungen in dem Ventilsteg zum Schließen der im Rotationskol
ben vorgesehenen Bohrungen, nachdem durch diese der Brennstoff durchgeleitet
wurde. Dadurch wird ein Zündungs-Rückschlag in die Kraftstoffzufuhrleitung
verhindert, wenn die Kraftstoffzündung in jedem Zündungsbereich des Zündungs-
und Brennkanals erfolgt. Der Rotationskolben größeren Durchmessers weist fer
ner eine Vielzahl von Auspuffbohrungen auf, die jeweils mit einem entsprechen
den Abschnitt des Brennkanals kommunizieren, damit das Abgas in die Abgaslei
tung gelangen kann. Dabei ergibt sich u. a. als nachteilig, dass aufgrund der ho
hen im jeweiligen Zahneingriff bestehenden Differenzgeschwindigkeit eine zu
verlässige Flächendichtung nicht möglich erscheint.
Die vorbekannten Lösungen basieren auf dem üblichen System der Brennge
mischvorbereitung mit nachfolgendem Verbrennungsvorgang. Systembedingt
nachteilig ist hierbei die kurze Zeit, die für die Vorbereitung des Brennstoffgemi
sches und für dessen Verbrennung zur Verfügung steht. Zusätzliche Nachteile
erbringen die meist erforderlichen Ventilsteuerungen. Als Nachteile ergeben sich
eine unvollständige Kraftstoffverbrennung und damit schädliche Abgase. Zur
Verlängerung der für die Gemischvorbereitung und -verbrennung zur Verfügung
stehenden Zeit erfolgt häufig eine Mischung des Kraftstoffes mit Luft in einem
Vergaser, also weit vor der Verbrennungskammer, oder aber - bei Kraftstoffinjek
tion - im Ansaugkanal.
Bei den bisher bekanntgewordenen Lösungen werden jeweils möglichst große
Brennräume angestrebt, was jedoch systembedingte Nachteile hervorruft. Die
vorliegende Erfindung geht daher von der Erkenntnis aus, dass Kleinstmotoren
das beste Leistungsverhältnis aufweisen und bessere Verbrennungsbedingungen
ermöglichen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Rotationskolbenverbrennungsmotor
zu entwickeln, der die Vorteile eines Kleinstmotors aufweist, also eine möglichst
vollständige Kraftstoffverbrennung zulässt und den Ausstoß schädlicher Abgase
verringert.
Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Rotationskolbenverbrennungsmotor wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß durch folgende Merkmale gelöst:
- a) die Zahnzwischenräume der zumindest zwei Rotationskolben bilden Aufbe reitungs-, Verdichtungs- und Arbeitskammern;
- b) jedem Zahn ist eine im Rotationskolben vorgesehene, eine Verbrennungs kammer bildende Durchgangsbohrung zugeordnet, die in den sich gegen überliegenden Rotationskolben-Kreisflächen ausmündet und hier von sich gegenüberliegenden, einen Rotationskolben sandwichartig zwischen sich einschließenden Gehäusewandungen über einen bestimmten Drehwinkel bereich abdichtend verschlossen gehalten ist;
- c) vor dem Zahneingriff ist in den genannten Gehäusewandungen für jeden Rotationskolben jeweils ein erster Verbindungskanal vorgesehen, der den an ihm vorbei drehenden Zahnzwischenraum mit einer Durchgangsbohrung strömungstechnisch verbindet und diese mit verdichteter Luft bzw. Kraft stoffgemisch füllt;
- d) hinter dem Zahneingriff ist in den genannten Gehäusewandungen für jeden Rotationskolben jeweils ein zweiter Verbindungskanal vorgesehen, der die an ihm vorbei drehende Durchgangsbohrung mit einem der nachfolgenden Zahnzwischenräume strömungstechnisch verbindet, in den hinein die Fül lung der Durchgangsbohrung expandiert;
- e) jeweils vor und hinter dem Zahneingriff sind eine Auspufföffnung sowie eine dieser gegenüberliegende, mit einer Luft- oder Kraftstoffgemisch- Zufuhr verbundene Ansaugöffnung vorgesehen, die mit dem jeweils vorbei drehenden Zahnzwischenraum nacheinander strömungstechnisch verbun den sind.
Erfindungsgemäß wird somit die Gemischaufbereitung zeitlich und
räumlich von den bisher in Verbrennungsmotoren üblichen Abläufen
getrennt, indem ein "Aufbereitungstakt" geschaffen wird. Er
reicht wird dies mit einer Anordnung von nacheinander arbeiten
den Verbrennungskammern in einem Drehkolben. Während eines Ver
dichtungstaktes in einem Zahnzwischenraum wird das verdichtete
Medium in eine ebenfalls im Rotationskolben vorgesehene Verbren
nungskammer gepresst, die nachfolgend für den vorstehend genann
ten "Aufbereitungstakt" geschlossen bleibt. Der notwendige Druck
für den nachfolgenden Arbeitshub stammt aber aus der im Rota
tionskolben vorlaufenden Verbrennungskammer, in der der gesamte
Aufbereitungsvorgang sowie die Verbrennung gerade abgeschlossen
sind. Die in dem Rotationskolben vorgesehenen Verbrennungskam
mern gelangen nacheinander über im Motorgehäuse ausgeformte Ka
näle mit Arbeitsvolumina in Verbindung, die durch die Zahnzwi
schenräume gebildet sind.
Erfindungsgemäß werden somit viele sehr kleine Verbrennungsräume
geschaffen; gleichzeitig erhält man ausreichend Zeit und Raum
für die Brenngemischaufbereitung und ihre Verbrennung. Erzielt
werden dadurch eine bessere Energieausbeutung und eine Verringe
rung des Schadstoffausstoßes. In konstruktiver Hinsicht erweist
es sich als vorteilhaft, dass der erfindungsgemäße Rotationskol
benmotor ohne Kurbelwelle, Pleuel und Ventile auskommt.
Für den Betrieb des erfindungsgemäßen Rotationskolbenverbrennungsmotors eig
nen sich beliebige Kraftstoffe, insbesondere Wasserstoff oder
Alkohol, oder Kraftstoffgemische wie z. B. Naphtha mit Wasser.
Hierfür ist es vorteilhaft, wenn die die Verbrennungskammern
bildenden Durchgangsbohrungen mit Katalysatoren oder Einsätzen
für flammenlose Verbrennung ausgestattet sind. Bei Verwendung
von Wasserstoff kann mit Wassereinspritzung gearbeitet werden,
während sich bei einem Naphtha/Wasser-Gemisch ein Nickeleinsatz
eignet.
Der erfindungsgemäße Rotationskolbenverbrennungsmotor eignet sich nicht nur
als Flugzeug-, Schiffs- oder Automotor sondern auch für Stromge
neratoren.
Zur Bildung der einzelnen Taktfolgen ist es zweckmäßig, wenn die
Ansaugöffnung die gegenüberliegende Auspufföffnung über eine
Teil-Winkelbreite überdeckt. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn
sich die Ansaugöffnung über die Winkelbreite von mehr als einem
Zahnzwischenraum erstreckt.
Zur Verlängerung der Standzeit ist es vorteilhaft, wenn die die
Verbrennungskammern bildenden Durchgangsbohrungen und gegebenen
falls auch die zweiten Verbindungskanäle mit einer wärmeisolie
renden Schicht ausgekleidet sind.
Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand eines Ausführungs
beispieles näher erläutert.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 in schematischer perspektivischer Darstellung ein
den Abtrieb eines Rotationskolbenverbrennungsmotors bildendes
Innenzahnrad 1, das mehrere jeweils mit einer
Außenverzahnung versehene Rotationskolben kleine
ren Durchmessers umschließt, die alle in einem
nur teilweise angedeuteten Motorgehäuse gelagert
sind;
Fig. 2 in Innenansicht und zum Teil im Schnitt den Be
reich eines Zahneingriffs zwischen dem Innenzahn
rad und einem mit einer Außenverzahnung versehe
nen Rotationskolben;
Fig. 3 die Ansicht gemäß Fig. 2 in schaubildlicher Dar
stellung;
Fig. 4, 6 und 8 die auf die Darstellung gemäß Fig. 2 folgenden
drei Takte des Arbeitsablaufes;
Fig. 5, 7 und 9 die jeweils schaubildliche Darstellung der
Fig. 4, 6 und 8 und
Fig. 10 und 11 Darstellungen gemäß den Fig. 6 und 7 mit ge
ändertem Verlauf der Durchgangsbohrungen.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung unter Weglassung ei
ner Gehäuseabdeckung die drehbeweglichen Teile eines Rotations
kolbenmotors mit Innenverbrennung.
Der Abtrieb des Motors wird durch einen als Innenzahnrad 1 aus
gebildeten Rotationskolben gebildet, der auch eine Außenverzah
nung 2 aufweist zur Drehbeaufschlagung eines dem Motor nachge
schalteten, in der Zeichnung nicht näher dargestellten Getrie
bes. Das Innenzahnrad 1 ist in einem nur schematisch angedeute
ten Gehäuseteil 3 um eine Achse 4 drehbar gelagert. In diesem
Gehäuseteil 3 sind Einschnitte 5 vorgesehen, in die jeweils ein
mit einer Außenverzahnung 6 versehener Rotationskolben 7 einge
setzt ist, der einen kleineren Durchmesser aufweist als das In
nenzahnrad 1, wobei alle Rotationskolben mit dem Innenzahnrad 1
jeweils im Zahneingriff 8 stehen und mit ihren Drehachsen 9 in
der etwa durch den dargestellten Gehäuseteil 3 gebildeten Durch
messer-Symmetrieebene des Innenzahnrades 1 liegen. Jede dieser
Drehachsen 9 liegt somit rechtwinkelachsig zu der Achse 4 des
Innenzahnrades 1.
Die Innenzähne 10 des Innenzahnrades 1 sowie die Außenzähne 11
der Rotationskolben 7 sind jeweils unter 45° angestellt, weisen
leicht schraubenflächenförmig gestaltete Flanken auf und bilden
jeweils Einzelkolben, die bei Drehung der Rotationskolben 1, 7
in die Zahnzwischenräume 12 des jeweils zugeordneten Rotations
kolbens gleitend eintauchen, die eine genau der Form der Innen-
bzw. Außenzähne 10, 11 entsprechende Innenkontur aufweisen und
Aufbereitungs- bzw. Verdichtungskammern bilden. Die Zahnflanken
sind über ihre jeweilige radiale Höhe gerade, in axialer Rich
tung aber etwas schraubenförmig verdreht ausgebildet.
Jedem Zahn 10, 11 ist eine im Rotationskolben 1, 7 vorgesehene,
eine Verbrennungskammer bildende Durchgangsbohrung 13 zugeord
net, die in den sich gegenüberliegenden Rotationskolben-Kreis
flächen 1a, 7a ausmündet und hier von sich gegenüberliegenden,
einen Rotationskolben 1, 7 sandwichartig zwischen sich ein
schließenden Gehäusewandungen 14, 15 bzw. 16, 17 über einen be
stimmten Drehwinkelbereich abdichtend verschlossen gehalten ist
(siehe z. B. Fig. 2). In der in den Fig. 10 und 11 darge
stellten, nur hinsichtlich des Verlaufs der Durchgangsbohrung 13
abgewandelten Ausführungsform verbindet die schräg verlaufende
Durchgangsborhung 13 einen Zahnzwischenraum 12 mit dem jeweils
zweiten nachfolgenden Zahnzwischenraum.
Vor jedem Zahneingriff 8 ist in den Gehäusewandungen 14, 16 für
die in den Fig. 2 bis 9 dargestellten Rotationskolben 1, 7
jeweils ein erster Verbindungskanal 18 vorgesehen, der den an
ihm vorbei drehenden Zahnzwischenraum 12 mit einer Durchgangs
bohrung 13 strömungstechnisch verbindet und diese mit verdichte
ter Luft bzw. verdichtetem Kraftstoffgemisch füllt. Hinter dem
Zahneingriff 8 ist in den Gehäusewandungen 15, 17 für jeden der
beiden Rotationskolben 1, 7 jeweils ein zweiter Verbindungskanal
19 vorgesehen, der die an ihm vorbei drehende Durchgangsbohrung
13 mit einem der nachfolgenden Zahnzwischenräume 12 strömungs
technisch verbindet, in den hinein die Füllung der Durchgangs
bohrung 13 expandiert.
In den Gehäusewandungen 14, 16 sind jeweils vor und hinter dem
dargestellten Zahneingriff 8 eine Auspufföffnung 20 vorgesehen,
denen in den Gehäusewandungen 15, 17 jeweils eine mit einer (in
der Zeichnung nicht näher dargestellten) Luft- oder Kraftstoff
gemisch-Zufuhr verbundene Ansaugöffnung 21 so gegenüberliegt,
dass die Auspufföffnung 20 und die zugeordnete Ansaugöffnung 21
nacheinander mit dem jeweils vorbeidrehenden Zahnzwischenraum 12
strömungstechnisch verbunden werden. Dabei kann die Ansaugöff
nung 21 die gegenüberliegende Auspufföffnung 20 über nur einen
Teil-Winkelbereich a überdecken. Die Ansaugöffnung 21 erstreckt
sich über die Winkelbreite b zweier aufeinanderfolgender Zahn
zwischenräume 12.
In den Fig. 2 bis 9 geben die Pfeile 22 die Drehrichtung des
Innenzahnrades 1 und die Pfeile 23 die Drehrichtung des in die
sen Figuren dargestellten Rotationskolbens 7 im Bereich des dar
gestellten Zahneingriffs 8 an.
Bei der Positionsdarstellung gemäß Fig. 2 wurde der rechts au
ßen dargestellte Zahnzwischenraum 12 des Innenzahnrades 1 be
reits von dem unter leichtem Überdruck stehenden Verbrennungs
abgas entleert (siehe Pfeil "Auspuff") und über die Ansaugöff
nung 21 bereits wieder mit Verbrennungsluft oder einem Kraft
stoffgemisch zumindest teilweise befüllt (siehe den Pfeil "An
saug"), wobei der vorlaufende Zahnzwischenraum 12 über die An
saugöffnung 21 noch weiter mit Verbrennungsluft bzw. einem
Kraftstoffgemisch versorgt wird. Der in Fig. 2 von rechts gese
hen dritte Zahnzwischenraum 12 wird zunehmend einer Verdichtung
unterworfen, die bei der in Fig. 2 dargestellten Position 1/4,
in Fig. 4 2/4 und in Fig. 6 3/4 beträgt. Fig. 8 zeigt für
diesen Zahnzwischenraum 12 das Verdichtungsende, also die Maxi
malverdichtung. Der Zahnzwischenraum 12 des Innenzahnrades 1,
der bereits weitgehend den Bereich des Zahneingriffs 8 verlassen
hat, leistet bei der Position gemäß Fig. 2 3/4 Arbeit, während
bei der nachfolgenden, in Fig. 4 dargestellten Position bereits
das Arbeitsende erreicht ist. Fig. 6 zeigt dann für den nach
folgenden, aus dem Zahneingriffsbereich 8 austretenden Zahnzwi
schenraum 1/4 Arbeit und in Fig. 8 2/4 Arbeit. Dabei lässt
Fig. 6 erkennen, dass die sich vor dem Zahneingriff 8 befindli
che Durchgangsbohrung 13 in strömungstechnische Verbindung kommt
mit dem in der Gehäusewandung 14 angedeuteten ersten Verbin
dungskanal 18, über den die Befüllung der Durchgangsbohrung 13
aus dem vorlaufenden Zahnzwischenraum 12 erfolgt. In gleicher
Weise zeigt Fig. 6, dass die sich links vom Zahneingriff 8 be
findliche Durchgangsbohrung 13 über den zweiten, in der Gehäuse
wandung 15 vorgesehenen Verbindungskanal 19 in den gerade aus
dem Zahneingriffsbereich austretenden Zahnzwischenraum hinein
entspannt und dabei Arbeit leistet.
Analog sind die Verhältnisse hinsichtlich des Rotationskolbens
7, für den Fig. 2 für den vor dem Zahneingriff 8 befindlichen
Zahnzwischenraum eine Verdichtung 3/4 und für den gerade aus dem
Zahneingriff 8 austretenden Zahnzwischenraum eine Arbeit 1/4
angibt. Fig. 4 zeigt für den unteren Zahnzwischenraum das Ende
der Verdichtung und für den oberen Zahnzwischenraum 2/4 Arbeit.
Gemäß Fig. 6 ergibt sich für den unteren nachfolgenden Zahnzwi
schenraum eine Verdichtung von 1/4 und für den oberen Zahnzwi
schenraum eine Arbeit von 3/4; bei dem in Fig. 8 dargestellten
folgenden Takt erfolgt in dem unteren Zahnzwischenraum eine Ver
dichtung von 2/4, während für den oberen, vollständig aus dem
Zahneingriffsbereich ausgetretenen Zahnzwischenraum das Arbeits
ende angegeben ist.
Der Arbeitsablauf erfolgt somit in einem modifizierten 5-Takt-
Verfahren
1. Takt: Auspuff
2. Takt: Ansaugen (wobei Auspuffund Ansaugen - wie bei einem Zweitaktmotor - dynamisch in einem Vorgang erfolgen können)
3. Takt: Verdichtung
4. Takt: Verdampfung (Gemischaufbereitung und Verbren nungseinleitung)
5. Takt: Arbeit.
1. Takt: Auspuff
2. Takt: Ansaugen (wobei Auspuffund Ansaugen - wie bei einem Zweitaktmotor - dynamisch in einem Vorgang erfolgen können)
3. Takt: Verdichtung
4. Takt: Verdampfung (Gemischaufbereitung und Verbren nungseinleitung)
5. Takt: Arbeit.
Verdichtete Luft oder ein verdichtetes Kraftstoffgemisch wird
erfindungsgemäß ventillos über ein "Fenster" (erster Verbin
dungskanal 18) in eine rotierende Verbrennungskammer (Durch
gangsbohrung 13) gedrückt, wo das aufbereitete Kraftstoffgemisch
verbrannt und dann ventillos wiederum über ein "Fenster" (zwei
ter Verbindungskanal 19) in ein rotierendes Arbeitsvolumen
(Zahnzwischenraum 12) verschoben wird. Dabei kann die Einleitung
der Verbrennung ohne oder aber mit Hilfe von Zünd- oder Glühker
zen erfolgen.
Claims (8)
1. Rotationskolbenverbrennungsmotor mit zumindest zwei jeweils als Zahnrad ausgebilde
ten Rotationskolben (1, 7), die unterschiedliche Durchmesser aufweisen,
rechtwinkelachsig in einem sie jeweils beidseitig und auf ihrem Umfang
abdichtenden Gehäuse (3, 14, 15, 16, 17) drehbar gelagert sind und an
einer Stelle in gleitendem, sich gegenseitig abdichtenden Zahneingriff (8)
miteinander stehen, wobei die Einzelkolben bildenden Zähne (10, 11) je
weils unter 45° angestellt sind und leicht schraubenflächenförmig gestal
tete Flanken aufweisen, die Zahnzwischenräume (12) eine genau der
Zahnform entsprechende Innenkontur aufweisen, und in den Gehäusewan
dungen (14, 16 und 15, 17) Ansaug- und Auspufföffnungen (21, 20) vor
gesehen sind,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) die Zahnzwischenräume (12) der zumindest zwei Rotationskolben (1, 7) bilden Aufbereitungs-, Verdichtungs- und Arbeitskammern;
- b) jedem Zahn (10, 11) ist eine im Rotationskolben (1, 7) vorgesehene, eine Verbrennungskammer bildende Durchgangsbohrung (13) zuge ordnet, die in den sich gegenüberliegenden Rotationskolben- Kreisflächen (1a, 7a) ausmündet und hier von sich gegenüberliegen den, einen Rotationskolben (1, 7) sandwichartig zwischen sich ein schließenden Gehäusewandungen (14, 15, 16, 17) über einen be stimmten Drehwinkelbereich abdichtend verschlossen gehalten ist;
- c) vor dem Zahneingriff (8) ist in den genannten Gehäusewandungen (14, 16) für jeden Rotationskolben (1, 7) jeweils ein erster Verbin dungskanal (18) vorgesehen, der den an ihm vorbei drehenden Zahnzwischenraum (12) mit einer Durchgangsbohrung (13) strö mungstechnisch verbindet und diese mit verdichteter Luft bzw. Kraftstoffgemisch füllt;
- d) hinter dem Zahneingriff (8) ist in den genannten Gehäusewandungen (15, 17) für jeden Rotationskolben (1, 7) jeweils ein zweiter Verbin dungskanal (19) vorgesehen, der die an ihm vorbei drehende Durch gangsbohrung (13) mit einem der nachfolgenden Zahnzwischenräu me (12) strömungstechnisch verbindet, in den hinein die Füllung der Durchgangsbohrung (13) expandiert;
- e) jeweils vor und hinter dem Zahneingriff (8) sind eine Auspufföffnung (20) sowie eine dieser gegenüberliegende, mit einer Luft- oder Kraft stoffgemisch-Zufuhr verbundene Ansaugöffnung (21) vorgesehen, die mit dem jeweils vorbei drehenden Zahnzwischenraum (12) nach einander strömungstechnisch verbunden sind.
2. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Ansaugöffnung (21) die gegenüberliegende Aus
pufföffnung (20) über eine Teil-Winkelbreite (a) überdeckt.
3. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass sich die Ansaugöffnung (21) über die
Winkelbreite (b) von mehr als einem Zahnzwischenraum (12)
erstreckt.
4. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die die Verbrennungskammern bildenden
Durchgangsbohrungen (13) mit einer wärmeisolierenden
Schicht ausgekleidet sind.
5. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, dass auch die zweiten Verbindungskanäle (19) mit einer
wärmeisolierenden Schicht ausgekleidet sind.
6. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die die Verbrennungskam
mern bildenden Durchgangsbohrungen (13) mit Katalysatoren
oder Einsätzen für flammenlose Verbrennung ausgestattet
sind.
7. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rotationskolben als
Innenzahnrad (1) großen Durchmessers ausgebildet ist und
mehrere, jeweils mit einer Außenverzahnung (6) versehene
Rotationskolben (7) kleineren Durchmessers umschließt, die
jeweils im Zahneingriff (8) mit dem Innenzahnrad (1) stehen
und mit ihren Drehachsen (9) in der Durchmesser-Symmetrie
ebene des Innenzahnrades (1) liegen, das den Motorabtrieb
bildet.
8. Rotationskolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, dass das Innenzahnrad (1) auch eine Außenverzahnung
(2) aufweist zur Drehbeaufschlagung eines dem Motor nach
geschalteten Getriebes.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: DIRO KONSTRUKTIONS GMBH & CO. KG, 38471 RUEHEN, DE |
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