DE10015632C1 - Sichtscheibe für Raum- oder Etagenheizgeräte - Google Patents
Sichtscheibe für Raum- oder EtagenheizgeräteInfo
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- F24B—DOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
- F24B13/00—Details solely applicable to stoves or ranges burning solid fuels
- F24B13/004—Doors specially adapted for stoves or ranges
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Abstract
Sichtscheiben für Raum- oder Etagenheizgeräte mit offener Flamme, seinen sie als stationäres Sichtfenster oder als Tür ausgebildet, bestehen typischerweise aus transparenter Glaskeramik oder Glas, vorzugsweise Hartglas. Die Sichtscheibe kann dabei flach, d. h. eben, sein, oder mit durchgängigem oder verlaufendem Radius verformt, d. h. gewölbt, sein. Zur Erhöhung der mechanischen Stoßbelastbarkeit und der Erniedrigung der Kontakttemperatur der Sichtscheibe sieht die Erfindung vor, daß die Sichtscheibe (1) schalenartig geformt ist, vorzugsweise kuppelartig nach Art einer Kugelkalotte gewölbt ist. Sie wird dabei vorzugsweise mit Halteelementen (4) eines bajonettartigen Verschlusses mit dem Heizgerät verbunden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sichtscheibe für Raum- oder
Etagenheizgeräte mit offener Flamme, die aus transparenter Glaskeramik oder
temperaturfestem Glas besteht und gewölbt ist.
Raum oder Etagenheizgeräte mit offener Flamme, seien es Festbrennstoff-
Geräte oder mit Gas- oder Flüssigbrennstoff betriebene Geräte, sind
- abgesehen von offenen Kaminanordnungen - in sich abgeschlossene Geräte,
die ein Sichtfenster zum Beobachten der Flamme haben. Typischerweise ist
dabei das Sichtfenster Teil einer Tür, die einen Zugang zu dem Geräteinneren
verschafft, beispielsweise um Festbrennstoff nachzulegen oder Asche
auszuräumen.
Wegen der im Bereich des Sichtfensters herrschenden betrieblichen
Temperaturen werden typischerweise Sichtscheiben aus entsprechend
temperaturfestem Glas oder aus Glaskeramik verwendet, beispielsweise ein
Einscheibensicherheitsglas, das unter der Marke DURAX® sowie eine
Glaskeramik, die unter der Marke ROBAX® bekannt geworden ist. Diese
Sichtscheiben sind in geeigneter Weise mechanisch in dem Heizgerät gehaltert.
Die bekannten Sichtfenster weisen entweder eine flache, ebene Sichtscheibe
oder eine einachsig verformte Sichtscheibe in abgewinkelter Form oder mit
durchgängigem bzw. verlaufendem Radius auf (DE 198 01 079 A1).
Nachteilig bei flachen und winklig verformten Scheiben ist die geringe
Stoßfestigkeit der transparenten Glaskeramik aufgrund der großen Flächen.
Nachteilig bei allen genannten Formen ist die Befestigung, die typischerweise mit
einem Rahmen erfolgt, der über geschraubte Leisten oder Haltewinkel die
umlaufenden Kanten fixiert. Dies bedingt einen erhöhten Montageaufwand. Flache
Sichtscheiben weisen häufig auch eine Verrußung auf. Diese Verrußung wird oft
durch einen Luftvorhang zu vermeiden versucht; dabei entstehen jedoch sehr hohe
Kontakttemperaturen an der Scheibenaußenseite durch den erhöhten
Sauerstoffeintrag.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs bezeichnete Sichtscheibe
so auszubilden, daß sie eine erhöhte Stoßfestigkeit und gegenüber flachen
Sichtscheiben eine niedrigere Kontakttemperatur aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt ausgehend von einer Sichtscheibe für Raum-
oder Etagenheizgeräte mit offener Flamme, die aus transparenter Glaskeramik
oder temperaturfestem Glas besteht und gewölbt ist, gemäß der Erfindung
dadurch, daß die Sichtscheibe kuppelartig geformt ist.
Durch diese kuppelartige Ausbildung der Sichtscheibe, d. h. die mehrachsige
Verformung, wird bei einer Montage der Scheibe mit der Ausstülpung nach außen
mit Vorteil erreicht, daß
- - bei einer Stoßbelastung die angreifenden Kräfte eine unkritische Druckbelastung im Glas-/Glaskeramikkörper auslösen,
- - der Stoß durch die abgerundete Form nach allen Seiten abgleiten kann, und
- - der Abstand der Sichtscheibe zur ofenen Flamme vergrößert wird und damit die Kontakttemperaturen sinken.
Eine optimierte Form ist insoweit gegeben, wenn die kuppelartige Wölbung
eine Kugelkalotte ist. Bei einer solchen Ausbildung ist eine symmetrische
Ableitung der Kräfte gegeben bei günstigem Abstand zur offenen Flamme.
Eine einfache und schnelle Montage/Demontage der Sichtscheibe am Heizgerät
ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung gegeben, wenn am Umfang der
Sichtscheibe Halteelemente eines bajonettartigen Verschlusses zum
Wirkeingriff mit korrespondierenden Halterungen am Heizgerät angebracht
sind. Eine derart ausgebildete Sichtscheibe kann mit den umfänglichen
Halteelementen zunächst zwischen die korrespondierenden Halterungen am
Heizgerät eingesetzt und danach mittels einer Drehbewegung bajonettartig an
dem Heizgerät fixiert werden. Dadurch ist eine schnelle und einfache Montage
möglich.
Als Glas findet vorzugsweise Hartglas, im speziellen ein Borosilikatglas
Anwendung, das ein chemisch resistentes und thermisch beständiges Geräteglas
mit hohen Erweichungstemperaturen und einem sehr kleinen thermischen
Längenausdehnungskoeffizienten ist.
Alternativ kann auch ein thermisch vorgespanntes Kalk-Natron-Glas verwendet
werden, das vergleichbare thermische Eigenschaften hat.
Als Glaskeramikmaterial findet vorzugsweise eine Glaskeramik Anwendung,
die hochtemperaturbeständig bei sehr kleinen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten ist. Eine solche Glaskeramik ist beispielsweise ein
Material, das unter der Marke ROBAX® bekannt geworden ist.
Das temperaturbeständige Glas bzw. die Glaskeramik kann auch unter Erhalt
der Transparenz farbig ausgelegt sein.
Die Sichtscheibe kann auch zur Erhöhung der Funktionalität eine Beschichtung
aus oxidischen, elektrisch-leitfähigen Materialien tragen, insbesondere eine
Infrarotstrahlung reflektierende Schicht.
Die Erfindung sowie die erzielbaren Vorteile werden nunmehr anhand der
Patentzeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 die schalenartig geformte Sichtscheibe nach der Erfindung, und
Fig. 2 in einer Explosionsdarstellung eine Möglichkeit des Einbaues der
erfindungsgemäßen Sichtscheibe in ein Heizgerät.
Die Fig. 1 zeigt eine Sichtscheibe 1 für (nicht dargestellte) Raum- oder
Etagenheizgeräte mit offener Flamme, wie Kamine, Öfen und dergleichen, die
aus transparenter Glaskeramik oder temperaturfestem Glas, vorzugsweise
Hartglas besteht, und die schalenartig geformt ist. Die Ausstülpung der
Sichtscheibe 1 ist nach außen, d. h. in den Raum hinein (nach rechts) gerichtet,
wogegen die offene Seite der Schale der Flamme zugewandt ist.
Durch die Wölbung der schalenförmigen Sichtscheibe können bei einer
Stoßbelastung die von außen angreifenden Kräfte 3 mit Vorteil nur eine
unkritische Druckbelastung im Glas-/Glaskeramikkörper auslösen, da der Stoß
durch die abgerundete Schalenform nach allen Seiten abgleiten kann. Ferner ist
der Abstand der Sichtscheibe 1 im überwiegenden Bereich relativ groß, so daß
die Kontakttemperaturen an der Sichtscheibe relativ niedrig sind.
Diese Effekte treten dann noch deutlicher hervor, wenn die Sichtscheibe 1
kuppelartig, insbesondere in Form einer Kugelkalotte, gewölbt ist, weil dann
bei optimalem Abstand zur offenen Flamme eine symmetrische Ableitung der
Kräfte gegeben ist.
Die Sichtscheibe mit der Wandstärke 2 besteht vorzugsweise aus
temperaturbeständigem Glas, vorzugsweise aus Hartglas oder Glaskeramik mit
einem entsprechenden geringen thermischen Ausdehnungskoefizienten. Gemäß
der Norm DIN 1259, Teil 1, ist unter Hartglas ein chemisch restistentes und
thermisch beständiges Geräteglas mit hohen Erweichungstemperaturen und
einem thermischen Längenausdehnungskoeffizienten α < 6 . 10-6 K-1 zu
verstehen. Ein solches Hartglas ist typischerweise Borosilikatglas.
Unter Glaskeramik ist gemäß dieser Norm ein anorganisches Schmelzprodukt
mit Zusätzen von Keimbildnern zu verstehen, das beim Abkühlen zunächst zu
Glas erstarrt, jedoch durch eine anschließende gesteuerte thermische
Behandlung in verschiedenen Phasen auskristallisiert. Für dieses Glaskeramik-
Produkt ist fast ausnahmslos ein minimaler thermischer
Längenausdehnungskoeffzient charakteristisch.
Auch kann ein thermisch vorgespanntes Kalk-Natronglas Verwendung finden,
das gut verformbar und besonders beständig gegenüber Temperaturschocks und
mechanischen Belastungen ist.
Sichtscheiben aus Glas, insbesondere aus Hartglas besitzen dabei vorzugsweise
eine kratzfeste Beschichtung, beispielsweise in Form von Dekoren.
Als Glaskeramikmaterial findet vorzugsweise eine feuerfeste Glaskeramik
Anwendung, die unter der Marke ROBAX® bekannt geworden ist. Zur
Erweiterung der Funktionalität ist dabei die Sichtscheibe aus Glaskeramik
ebenfalls beschichtet. So wird beispielsweise durch Aufbringen oxidischer,
elektrisch leitfähiger Schichten der infrarote Strahlungsanteil weitgehend
reflektiert, d. h. die Wärmestrahlung und damit die Kontakttemperatur
reduziert, wobei die hohe Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich, d. h. die
visuelle Transparenz, gewährleistet bleibt.
Auch kann eine farbige Glaskeramik unter Erhalt der visuellen Transparenz
verwendet werden.
Die Wandstärke 2 der Sichtscheibe liegt typischerweise im Bereich von 4 bis 6 mm.
Für die Anbringung der Sichtscheibe 1 an dem Raum- oder Etagenheizgerät
stehen dem Fachmann eine Reihe von konstruktiven Möglichkeiten zur
Verfügung, auch abhängig davon, ob die Sichtscheibe als stationäres
Sichtfenster oder als Tür ausgebildet ist. So können vielseitige Profil- und
Rahmenkonstruktionen zur Befestigung der Sichtscheibe Anwendung finden,
wobei auch die rauchdichte Verbindung beachtet werden muß, beispielsweise
durch Verwendung von Silikon-, Glasfaser- oder Mineralfaserdichtungen.
Die Verbindung der Sichtscheibe aus Hartglas oder Glaskeramik zu
metallischen Teilen kann dabei durch Kleben, Klemmen oder Schrauben
erfolgen.
In den Fig. 1 und 2 ist in einem Ausführungsbeispiel eine Konstruktion
angedeutet, die mit Vorteil eine einfache und schnelle Montage/Demontage der
Sichtscheibe an einem Heizgerät 6, das einen Türrahmen 5 aufweist, erlaubt.
Diese Konstruktion ist nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildet und
weist eine Reihe von am Umfang der Sichtscheibe 1 befestigten Halteelementen
4 zum Wirkeingriff mit korrespondierenden Halterungen am Türrahmen 5 des
Heizgerätes auf. Die Sichtscheibe 1 kann dann mit den umfänglichen
Halteelementen 4 zunächst zwischen die korrespondierenden Halterungen am
Türrahmen des Heizgerätes eingesetzt und danach mittels einer Drehbewegung
bajonettartig an dem Türrahmen des Heizgerätes fixiert werden. Dadurch ist
eine einfache und schnelle Montage möglich.
Claims (7)
1. Sichtscheibe (1) für Raum- oder Etagenheizgeräte mit offener Flamme, die
aus transparenter Glaskeramik oder temperaturfestem Glas besteht und
gewölbt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtscheibe (1)
kuppelartig gewölbt ist.
2. Sichtscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
kuppelartige Wölbung eine Kugelkalotte ist.
3. Sichtscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am
Umfang der Sichtscheibe (1) Halteelemente (4) eines bajonettartigen
Verschlusses zum Wirkeingriff mit korrespondierenden Halterungen am
Heizgerät angebracht sind.
4. Sichtscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Glas ein Hartglas, vorzugsweise ein Borosilikatglas ist.
5. Sichtscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Glas ein thermisch vorgespanntes Kalk-Natron-Glas ist.
6. Sichtscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sichtscheibe (1) eine Beschichtung aus oxidischen, elektrisch-leitfähigen
Materialien trägt.
7. Sichtscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Glaskeramik farbig ist.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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2000
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- 2000-12-28 EP EP00128597A patent/EP1139026A3/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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| EP1139026A3 (de) | 2002-01-23 |
| EP1139026A2 (de) | 2001-10-04 |
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Legal Events
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Free format text: GROS, OLIVER, 55494 RHEINBOELLEN, DE SCHNABEL, ROLAND, DR., 65719 HOFHEIM, DE GOETZ, HELGA, 55262 HEIDESHEIM, DE SCHOENBERGER, KLAUS, 55127 MAINZ, DE |
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