DE10013752A1 - Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren - Google Patents
Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-AktorenInfo
- Publication number
- DE10013752A1 DE10013752A1 DE10013752A DE10013752A DE10013752A1 DE 10013752 A1 DE10013752 A1 DE 10013752A1 DE 10013752 A DE10013752 A DE 10013752A DE 10013752 A DE10013752 A DE 10013752A DE 10013752 A1 DE10013752 A1 DE 10013752A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- joint
- transmission
- solid
- lever
- toggle lever
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 title claims abstract description 25
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 title claims abstract description 7
- 239000007787 solid Substances 0.000 title claims description 13
- 230000003321 amplification Effects 0.000 title claims description 9
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 title claims description 9
- 210000000629 knee joint Anatomy 0.000 claims description 12
- 210000003127 knee Anatomy 0.000 claims description 5
- 230000036316 preload Effects 0.000 claims description 2
- 210000002310 elbow joint Anatomy 0.000 abstract 2
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 12
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 10
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 8
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 8
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 8
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 4
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 4
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 4
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- 238000005381 potential energy Methods 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 230000002457 bidirectional effect Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000002146 bilateral effect Effects 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000004134 energy conservation Methods 0.000 description 1
- 230000009931 harmful effect Effects 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000010287 polarization Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000010008 shearing Methods 0.000 description 1
- 230000000930 thermomechanical effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02N—ELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H02N2/00—Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction
- H02N2/02—Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction producing linear motion, e.g. actuators; Linear positioners ; Linear motors
- H02N2/04—Constructional details
- H02N2/043—Mechanical transmission means, e.g. for stroke amplification
Landscapes
- Manipulator (AREA)
Abstract
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Stellkraft, Stellweg und Stellarbeit von Festkörper-Aktoren, insbesondere von Piezo-Aktoren und thermomechanischen Aktoren, wesentlich zu vergrößern. Mögliche Anwendungsgebiete der Erfindung umfassen daher alle Anwendungen von Festkörper-Aktoren, einschließlich neuer Anwendungen, die größere Stellarbeiten erfordern, als mit herkömmlicher Festkörper-Aktoren bisher erzielbar waren. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf einen herkömmlichen Festkörper-Aktor 1 eine linear mit dem Stellweg zunehmende Hilfskraft einwirkt, die mittels eines parallel zum Festkörper-Aktor 1 angeordneten Getriebes erzeugt wird, dessen Übersetzung sich stufenlos linear-proportional mit dem Stellweg des Festkörper-Aktors 1 ändert. Das Getriebe besteht aus zwei durch ein Kniegelenk 7 verbundenen Kniehebeln 5, 8. Kniehebel 8 wird in Längsrichtung durch einen in Schubgelenk 10 angeordnete Federtrieb vorgespannt. Durch die weitgehende Linearität zwischen der am Abtriebsglied des Getriebes erzeugten Hilfskraft und dem Stellweg wird die elastische Reaktionskraft des Festkörper-Aktors in solcher Weise kompensiert, dass der Festkörper-Aktor bei maximaler Stellkraft über größere Stellwege betrieben werden kann. Durch die Zuordnung eines Totpunktes der Kniehebel zum Neutralpunkt des Festkörper-Aktors lässt sich auch die Leistung bidirektionaler Festkörper-Aktoren verstärken. Durch die gleichzeitige Vergrößerung von Stellkraft und Stellweg vergrößert ...
Description
Die Erfindung bezieht sich ein Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren,
insbesondere von Piezo-Aktoren. Der Erfindung liegt daher die primäre Aufgabe zugrunde, die
Stellarbeit von Festkörper-Aktoren zu erhöhen.
Es ist allgemein bekannt, daß elektromechanische Festkörper-Aktoren elektromagnetische oder
thermische Energie sowohl nach dem piezoelektrischen, dem elektrostriktiven, dem magneto
striktiven Wirkprinzip in mechanische Dehnung, Scherung oder Biegung umwandeln, während
thermomechanische Festkörper-Aktoren, beispielsweise Bimetall-Aktoren, thermische Energie
in mechanische Energie umwandeln. Dabei wird grundsätzlich angestrebt, mit möglichst klei
nen, leichten und preiswerten Festkörper-Aktoren möglichst große Stellwege, Stellkräfte und
Stellarbeiten zu erzielen. Als Maß für die Leistungsfähigkeit von Festkörper-Aktoren gilt das
Produkt aus Stellkraft und Stellweg. Zur Vereinfachung beziehen sich nachfolgende Beschrei
bungen überwiegend auf piezoelektrische Aktoren, gelten jedoch sinngemäß auch für Festkör
per-Aktoren nach anderen Wirkprinzipien. Ein wesentlicher Nachteil von Festkörper-Aktoren
ist deren geringer Stellweg, der üblicherweise nur wenige Mikrometer beträgt und somit deren
Anwendungsmöglichkeiten erheblich einschränkt. Daher werden für Anwendungen, die große
Stellwege erfordern, häufig Stellwegvergrößerer eingesetzt, die den primären Stellweg eines
Festkörper-Aktors durch mechanische Übersetzung vergrößern. Aus Energieerhaltungs
gründen lässt sich jedoch mit Stellwegvergrößerern die Stellarbeit von Festkörper-Aktoren
prinzipiell nicht erhöhen, weshalb sich die jeweilige Stellkraft immer um den reziproken Faktor
der Stellwegvergrößerung vermindert. Nur wenn es gelingt, die Stellarbeit von Festkörper-
Aktoren zu erhöhen, ließen sich gleichzeitig sowohl Stellkraft als auch Stellweg erhöhen und
dadurch die wirtschaftlich nutzbaren Einsatzmöglichkeiten von Festkörper-Aktoren wesentlich
erweitern.
Ähnliche Aufgabenstellungen und Lösungen werden in den Patentschriften Aktz. 199 12 964.9,
198 23 408.2 und 100 05 477.3 desselben Anmelders genannt. Der technische Fortschritt vor
liegender Erfindung gegenüber vorgenannten Erfindungen besteht im wesentlichen darin, dass
vorliegende Erfindung mit wesentlich geringerem Bauaufwand, geringerem Gewicht und ge
ringeren Herstellungskosten verbunden ist. Ein weiterer Vorteil gegenüber vorgenannten Er
findungen besteht darin, dass sich mit vorliegender Erfindung auch die Leistung bidirektional
wirkender Festkörper-Aktoren verstärken lässt, wie in den Ausführungsbeispielen näher darge
stellt wird.
Bekanntlich ist der Stellweg herkömmlicher Festkörper-Aktoren prinzipiell dadurch begrenzt,
daß die inhärenten elastischen Reaktionskräfte, beispielsweise einer Piezo-Keramik, den in ihr
gleichzeitig erzeugten Polarisationskräften entgegenwirken, wodurch die angestrebte Verrich
tung von Stellarbeit bereits nach kurzem Stellweg weitgehend verhindert und der technischen
Nutzung entzogen wird. Durch die schädliche Wirkung derartiger inhärenter elastischer Reak
tionskräfte wird insbesondere der Stellweg stark begrenzt. Mit handelsüblichen Piezo-Aktoren
lassen sich daher nur Stellwege erzielen, die bis zu etwa 1% ihrer theoretisch erzielbaren
Werte betragen. Der Lösung der Aufgabe liegt erfindungsgemäß der Gedanke zugrunde, daß
sich die Stellarbeit dadurch maßgeblich erhöhen lässt, dass die elastischen Reaktionskräfte
eines Festkörper-Aktors durch eine von Außen einwirkende, vom Stellweg abhängige Hilfskraft
weitgehend kompensiert bzw. neutralisiert werden, wozu eine Getriebevorrichtung erfor
derlich ist, deren Übersetzungsverhältnis sich stufenlos in Abhängigkeit vom Stellweg ändert.
Getriebevorrichtungen dieser Art werden bereits in den eingangs genannten den Patentschriften
Aktz. 199 12 964.9, 198 23 408.2 und 100 05 477.3 beschrieben. In der Patentschrift Aktz.
198 23 408.2 wird darauf verwiesen, dass eine große Zahl potentiell möglicher Getriebevor
richtungen existiert, insbesondere solcher, die eine Gelenkkette enthalten, welche zur Erzeu
gung der geforderten Hilfskraft geeignet sind. In den Patentschriften Aktz. 198 23 408.2 und
100 05 477.3 wird unter anderem drauf hingewiesen, dass grundsätzlich eine möglichst lineare
Abhängigkeit zwischen der von der Getriebevorrichtung erzeugten Hilfskraft und dem Stell
weg des Festkörper-Aktors anzustreben ist, um eine möglichst große Erhöhung der Stellarbeit
eines Festkörper-Aktors zu erzielen. Mit der in Patentschrift Aktz. 198 23 408.2 beschriebe
nen, als Kniehebel-Getriebe ausgeführten Vorrichtung läßt sich jedoch die geforderte Linearität
zwischen Hilfskraft und Stellweg nur in einem begrenzten Stellwegbereich annähern. Ferner ist
es mit der Vorrichtung gemäß Aktz. 198 23 408.2 nicht möglich, bidirektional wirkende Fest
körper-Aktoren zu unterstützen. Vorliegende Erfindung betrifft daher verbesserte Ausfüh
rungsmöglichkeiten eines Getriebes zur Erzeugung einer linear vom Stellweg abhängenden und
bidirektional verfügbaren Hilfskraft.
Das allgemeine physikalische Prinzip der Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren durch
Einwirkung einer Hilfskraft auf den Festkörper-Aktor wurde bereits ausführlich in Patentschrift
Aktz. 100 05 477.3 beschrieben und beruht im wesentlichen auf der Verwirklichung eines be
sonderen, rautenförmig geschlossenen elektromechanischen Kreisprozesses.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1
genannten Merkmale gelöst.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen Fig. 1 bis 4 dargestellt und
werden im folgenden näher beschrieben:
Zur besseren Übersichtlichkeit sind in den Zeichnungen Fig. 1 bis 4 zwei maß
gebliche Bewegungszustände der wesentlichen Bauteile der Festkörper-Aktoren durch unter
schiedliche Strichdarstellungen gekennzeichnet: Der Neutralpunkt eines Festkörper-Aktors
entspricht einem Stellweg δ = 0 bzw. s = 0, während ein typischer ausgelenkter Zustand einem
Steilweg δ bzw. s ≠ 0 entspricht. Der Neutralpunkt ist immer mit durchgezogenem Strich, ein
ausgelenkter Zustand durch gepunkteten Strich dargestellt, so weit dies für das Verständnis der
Erfindung hilfreich ist. Ferner ist zu bemerken, dass den in den Ausführungsbeispielen einge
zeichneten Kniehebelanordnungen ein äußerer und ein innerer Totpunkt bzw. Neutralpunkt
zugeordnet werden kann. Ein Totpunkt ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Drehgelenke
einschliesslich des Kniegelenks auf einer gemeinsamen Verbindungsgeraden liegen. Im äußeren
Totpunkt ist der Abstand der Drehgelenke maximal, im inneren Totpunkt minimal. Nachfol
gend wird die einem Totpunkt des Kniehebels zugeordnete Stellung des Festkörper-Aktors als
Neutralpunkt bezeichnet.
Es zeigt Fig. 1 beispielhaft ein Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs, in Kombination mit einem (bimorphen)
Biegewandler mit den in Bezugszeichenliste 1 genannten wesentlichen Bauteilen und Baugrup
pen.
Ein Biegewandler 1 erzeugt an seinem freien Ende einen Stellweg δ und ist an seinem ruhenden
Ende über ein Festlager 13 in Gestell 12 fest eingespannt. Ein als Drehgelenk 2 ausgeführtes
Abtriebsglied des Biegewandlers 1 ist durch ein Koppelglied 3 mit dem ebenfalls als Drehge
lenk 4 ausgeführten Abtriebsglied des Getriebes zur Leistungsverstärkung verbunden.
Das Getriebe zur Leistungsverstärkung enthält eine aus zwei Kniehebeln 5 und 8 bestehende
Gelenkkette, die durch ein Kniegelenk 7 verbunden ist. Kniehebel 5 ist ferner durch ein Dreh
gelenk 6 mit dem das ruhende Getriebeglied darstellenden Gestell 12 verbunden, während
Kniehebel 8 über ein mit Drehgelenk 9 in Reihe angeordnetes Schubgelenk 10 mit Gestell 12
verbunden ist. Ferner ist in Schubgelenk 10 eine auf Druckkraft vorgespannte Triebfeder 11
mit einem Federweg g angeordnet, die in Kniehebel 8 eine konstante Vorspannkraft in seiner
Längsrichtung r erzeugt. Diese Vorspannkraft wirkt einerseits über Drehgelenk 9 auf Kniehe
bel 8 und andererseits als Reaktionskraft über Schubgelenk 10 auf Gestell 12. Durch die beid
seitige gelenkige Lagerung des Kniehebels 8 ist gewährleistet, dass Kniehebel 8 in jeder Lage
frei von Biegemomenten ist.
Im Neutralpunkt erzeugt Biegewandler 1 weder einen Stellweg δ noch eine Stellkraft. Ein
wesentliches Merkmal des Neutralpunkts ist ferner, dass sich Kniehebel 5 und 8 dabei in ihrer
äußeren Totpunktlage befinden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass Drehgelenke 9 und 4
sowie Kniegelenk 6 auf einer gemeinsamen Verbindungsgeraden liegen und zugleich den
größtmöglichen Abstand zueinander haben. Daraus folgt ferner, dass im Neutralpunkt die
Richtung der in Kniehebel 8 wirkenden Vorspannkraft auf Drehgelenk 6 weist, wodurch ge
währleistet ist, dass in Bezug auf Drehgelenk 6 kein Drehmoment auf Kniehebel 5 einwirkt,
und in Folge im Neutralpunkt keine Abtriebskraft an Drehgelenken 3 und 4 sowie Koppelglied
3 vorliegt.
Bei einer typischen Stellbewegung biegt sich der Biegewandler 1 in solcher Weise aus dem
Neutralpunkt, dass sein als Abtriebsglied wirkendes Drehgelenk 2 bis zu der gestrichelt ge
zeichneten Stellung mit dem Stellweg δ verschoben wird. Durch das gelenkige Koppelglied 3
wird diese Stellbewegung auf Drehgelenk 4 und Kniehebel 5 übertragen, wodurch sich in Folge
Kniehebel 5 mit Drehwinkel α um Drehgelenk 6 dreht. Durch diese Drehung von Kniehebel 5
werden weiterhin Kniegelenk 7 wie eingezeichnet verschoben und die gestrichelt eingezeich
nete Drehung von Kniehebel 8 um den Winkel β erzwungen. Durch die gekoppelte Drehung
der Kniehebel 5 und 8 dreht sich insbesondere auch die Richtung r der in Kniehebel 8 wirken
den Vorspannkraft in solcher Weise, dass ihr ein Drehmoment um Drehgelenk 6 zugeordnet
ist, welches durch das Vektorprodukt aus Vorspannkraft und Abstand a der Wirklinie r zu
Drehgelenk 6 gegeben ist. Durch die Kopplung von Kniehebel 5 mit Kniehebel 8 über Knie
gelenk 7 wirkt das um Drehgelenk 6 erzeugte Drehmoment zunächst auf Kniehebel 5 ein. Aus
dem geforderten Momentengleichgewicht des Kniehebels 5 um Drehgelenk 6 folgt, dass in
dem als Abtriebsglied des Getriebes wirkenden Drehgelenk 4 eine Reaktionskraft entsteht, die
als Abtriebskraft über Koppelglied 3 auf Drehgelenk 2 des Biegewandlers 1 rückwirkt und
dadurch die geforderte, zum Stellweg proportionale Hilfskraft darstellt, welche in Folge Stell
weg δ, Steilkraft und Stellarbeit des Biegewandlers 1 in der gewünschten Weise verstärkt.
Aus der Kinematik der in Fig. 1 dargestellten Gelenkkette mit den Kniehebeln 5 und 8 folgt
ferner, dass sich mit zunehmendem Stellweg δ Drehgelenk 9 innerhalb des Schubgelenks 10 in
solcher Weise verschiebt, dass sich Triebfeder 11 um die Strecke g ausdehnt und mechanische
Arbeit abgibt. Entsprechend wird bei einer Rückstellbewegung mit Umkehrung aller vorge
nannten Einzelbewegungen Triebfeder 11 wieder auf ihren Ausgangswert (g = 0) nachge
spannt. Daraus folgt insbesondere, dass die potentielle Energie der Triebfeder 11 nach Durch
führung einer typischen Stellbewegung mit Rückkehr zum Neutralpunkt erhalten bleibt.
Ferner geht aus Abb. 1 hervor, dass sich die Kniehebel 5 und 8 bezüglich der durch die Tot
punktlage der Gelenke 4, 7 und 9 definierten Symmetrieachse bidirektional aus der Totpunkt
lage heraus bewegen können und daher auch bidirektionale Stellbewegungen des Biegewand
lers 1 verstärken.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verhalten sich insbesondere folgende relevanten Ge
triebeparameter linear-proportionalem zueinander:
- a) Der Stellweg δ des Festkörper-Aktors;
- b) Verschiebung des als Abtriebsglied des Getriebes wirkenden Drehgelenks 4;
- c) Die durch Drehgelenk 4 übertragene Abtriebskraft des Getriebes;
- d) Die Drehwinkel α und β der Kniehebel 5 bzw. 8 in Bezug auf ihre jeweiligen Totpunktla gen;
- e) Der Abstand a der verlängerten Längsachse r von Kniehebel 8 zu Drehgelenk 6;
- f) Das der Vorspannkraft in Kniehebel 8 zugeordnete Drehmoment um Drehgelenk 6;
- g) Das der von Drehgelenk 4 übertragenen Abtriebskraft zugeordnete Drehmoment um Dreh gelenk 6.
Es zeigt Fig. 2 eine andere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung mit den kennzeichnenden
Merkmalen nach Anspruch 2. Bau- oder funktionsgleiche Bauteile sind in Fig. 2 mit denselben
Bezugszeichen belegt wie in Fig. 1, wobei insofern auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen
werden kann. Besondere Bauteile und Baugruppen der Fig. 2 sind dagegen der Bezugszei
chenliste zu Fig. 2 zu entnehmen.
Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich vom Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 1 im wesentlichen nur dadurch, dass anstelle der in Fig. 1 dargestell
ten Kombination von diskretem Drehgelenk 7, Schubgelenk 10 und Triebfeder 11 eine Blattfe
der 31 verwendet wird, welche kombiniert die Funktionen von Drehgelenk 7, Schubgelenk 10
und Triebfeder 11 gemäß Fig. 1 ausübt. Blattfeder 31 ist insbesondere durch ein Festlager 32
an das Gestell 12 und durch Drehgelenk 30 an Kniehebel 8 gebunden. Kinematik und Funktio
nen der aus Kniehebeln 5 und 8 mit Drehgelenken 30 und 4 sowie Kniegelenk 7 bestehenden
Gelenkkette sind die gleichen wie die der in Fig. 1 dargestellten. Offensichtlich bestehen die
besonderen Vorteile dieser Ausführungsmöglichkeit in der verminderten Zahl von Bauteilen, in
dem völligen Fortfall von Spiel und Lagerreibung eines diskreten Schubgelenkes, sowie in
niedrigeren Herstellungskosten.
Es zeigt Fig. 3 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung mit den kennzeichnenden
Merkmalen nach Anspruch 3. Bau- oder funktionsgleiche Bauteile sind in Fig. 3 mit denselben
Bezugszeichen belegt wie in Fig. 1, wobei insofern auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen
werden kann. Besondere Bauteile und Baugruppen der Fig. 3 sind dagegen der Bezugszei
chenliste zu Fig. 3 zu entnehmen.
Die wesentlichen Unterschiede des in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiels zu den voran
gegangenen Ausführungsbeispielen beruhen darauf, dass der Arbeitsbereich der Kniehebel 14
und 16 um ihren inneren Totpunkt verlegt ist. Daraus folgt, dass Kniegelenk 4 gleichzeitig das
Abtriebsglied des Getriebes darstellt und dass der durch Triebfeder 18 auf Zugkraft vorge
spannte Kniehebel 16 länger als Kniehebel 14 ist. Weiterhin ergibt sich aus der Kinematik der
Kniehebel 14 und 16, dass sich Triebfeder 18 mit zunehmendem Stellweg δ unter Abgabe
potentieller Energie verkürzt. Bei abnehmendem Stellweg δ wird Triebfeder 18 unter Rückfüh
rung potentieller Energie wieder auf ihre Ausgangslänge gedehnt.
Es zeigt Fig. 4 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung. Die Bezeichnungen der in
Fig. 4 dargestellten wesentlichen Bauteile und Baugruppen sind der Bezugszeichenliste zu Fig.
4 zu entnehmen.
Es zeigt Fig. 4 einen Längswandler 51 (sog. Translator-Stack) in herkömmlicher Bauweise mit
einer als Abtriebsglied wirkenden Kopfplatte 53, die über Koppelglied 55 und Drehgelenk 56
mit einem Winkelhebel 57 verbunden ist, welcher das Abtriebsglied des Getriebes darstellt.
Winkelhebel 57 ist durch Winkelstück 58 starr mit Kniehebel 59 verbunden und durch das ge
meinsame Drehgelenk 60 an Gestell 52 gebunden. Kniehebel 59 ist durch Kniegelenk 61 mit
Kniehebel 62 verbunden. Kniehebel 62 ist durch ein Schubgelenk 63 unterbrochen und wird
unterhalb des Schubgelenks 63 bis zur gelenkigen Bindung durch Drehgelenk 66 an Boden
platte 70 weitergeführt. In Schubgelenk 63 ist eine Druckfeder 68 in solcher Weise angeordnet,
dass sie über die verschiebbare obere Stützplatte 63 und durch Drehgelenk 61 eine möglichst
konstante, vom Stellweg s unabhängige Vorspannung in Kniehebel 62 erzeugt. Im dargestell
ten Neutralpunkt ist erkennbar, dass Kniegelenk 61 gestreckt ist und die Richtung der in
Kniehebel 62 wirkenden Längskraft durch Drehgelenk 60 verläuft. Dadurch ist gewährleistet,
dass im Neutralpunkt kein Drehmoment auf Kniehebel 59 bzw. Winkelhebel 57 einwirkt. Bei
einer typischen Stellbewegung verschiebt sich die Kopfplatte 53 in der gestrichelt eingezeich
neten Weise um den Stellweg s und überträgt diese Verschiebung durch Koppelglied 55 und
Drehgelenk 56 auf Winkelhebel 57 bzw. Kniehebel 59, die zu einer gemeinsamen Drehung um
Drehgelenk 60 gezwungen werden. Die Drehung von Kniehebel 59 wird weiterhin durch Knie
gelenk 61 auf Kniehebel 62 übertragen, wodurch in Folge eine Drehung von Kniehebel 62 um
Drehgelenk 66 erzwungen wird. Die Drehung von Kniehebel 62 ist gleichzeitig mit einer relati
ven Verschiebung f von Kniehebel 62 in Bezug auf Drehgelenk 66 gekoppelt, die, je nach
Richtung der Stellbewegung, mit einer Dehnung oder Stauchung von Druckfeder 68 unter
Abgabe oder Aufnahme mechanischer Arbeit verbunden ist. Die durch das Koppelglied 55 auf
die Kopfplatte 53 übertragene Hilfskraft resultiert unmittelbar aus dem Momentengleichge
wicht um Drehgelenk 60, welches durch die jeweiligen Einzelmomente der in Kniehebel 62
wirkenden Vorspannkraft und der an Drehgelenk 56 wirkenden Hilfskraft bestimmt wird.
Claims (4)
1. Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren
mit dem Merkmal,
dass sich das Übersetzungsverhältnis des Getriebes weitgehend proportional zum Stellweg des Festkörper-Aktors verhält,
und mit den weiteren Merkmalen,
dass das Abtriebsglied des Getriebes an das Abtriebsglied des Festkörper-Aktors gebunden ist und
dass das Getriebe eine aus mindestens zwei Kniehebeln und einem Kniegelenk bestehende Ge lenkkette mit einem Freiheitsgrad enthält und dass
das Getriebe einen die Getriebeleistung wechselweise erzeugenden und wieder aufnehmenden Federtrieb enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nullpunkt des Stellwegs (δ) einem Totpunkt der Kniehebel zugeordnet ist, indem ein durch ein Drehgelenk (6) mit dem Gestell (12) verbundener Kniehebel (5) einerseits mit dem Ab triebsglied des Festkörper-Aktors (1) und andererseits über ein Kniegelenk (7) mit einem Fe dertrieb in seiner Längsrichtung vorgespannten Kniehebel (8) verbunden ist, welcher mit dem Gestell (12) durch ein Drehgelenk (9) in Reihe mit einem Schubgelenk (10) verbunden ist,
wobei sich insbesondere folgende Getriebeparameter linear-proportional zueinander verhalten:
dass sich das Übersetzungsverhältnis des Getriebes weitgehend proportional zum Stellweg des Festkörper-Aktors verhält,
und mit den weiteren Merkmalen,
dass das Abtriebsglied des Getriebes an das Abtriebsglied des Festkörper-Aktors gebunden ist und
dass das Getriebe eine aus mindestens zwei Kniehebeln und einem Kniegelenk bestehende Ge lenkkette mit einem Freiheitsgrad enthält und dass
das Getriebe einen die Getriebeleistung wechselweise erzeugenden und wieder aufnehmenden Federtrieb enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nullpunkt des Stellwegs (δ) einem Totpunkt der Kniehebel zugeordnet ist, indem ein durch ein Drehgelenk (6) mit dem Gestell (12) verbundener Kniehebel (5) einerseits mit dem Ab triebsglied des Festkörper-Aktors (1) und andererseits über ein Kniegelenk (7) mit einem Fe dertrieb in seiner Längsrichtung vorgespannten Kniehebel (8) verbunden ist, welcher mit dem Gestell (12) durch ein Drehgelenk (9) in Reihe mit einem Schubgelenk (10) verbunden ist,
wobei sich insbesondere folgende Getriebeparameter linear-proportional zueinander verhalten:
- a) Der Stellweg (δ) des Festkörper-Aktors;
- b) Die Verschiebung des Abtriebsglieds des Getriebes;
- c) Die am Abtriebsglied des Getriebes wirkende Abtriebskraft;
- d) Die Drehwinkel (a) und (β) der Kniehebel (5) bzw. (8) in Bezug auf ihre jeweiligen Tot punktlagen;
- e) Der Abstand (α) der verlängerten Längsachse (r) von Kniehebel (8) zu Drehgelenk (6);
- f) Das der Vorspannkraft in Kniehebel (8) zugeordnete Drehmoment um Drehgelenk (6);
- g) Das der Abtriebskraft am Abtriebsglied des Getriebes zugeordnete Drehmoment um Dreh gelenk (6).
2. Getriebe Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, dass das Triebfeder (31) einerseits mit dem Gestell (12) fest verbun
den ist und andererseits in solcher Weise mit einem Kniehebel (8) verbunden ist, dass Triebfe
der (31) die Funktion eines kombinierten Dreh- und Schubgelenks zwischen Kniehebel (8) und
Gestell (12) ausübt.
3. Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren nach Anspruch 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nullpunkt des Stellwegs (δ) mit dem inneren Totpunkt
der Kniehebel (16) und (14) zusammenfällt, indem Drehgelenk (4) als Kniegelenk wirkt und
Kniehebel (16) auf Zugkraft vorgespannt ist.
4. Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren nach Anspruch 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass das ein als Abtriebsglied des Getriebes wirkender Winkel
hebel (57) einerseits mit dem Abtriebsglied des Festkörper-Aktors (51) und andrerseits starr
mit einem Kniehebel (59) verbunden ist, wobei Winkelhebel (57) und Kniehebel (59) durch ein
gemeinsames Drehgelenk (60) an das Gestell (52) gebunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10013752A DE10013752A1 (de) | 2000-03-20 | 2000-03-20 | Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10013752A DE10013752A1 (de) | 2000-03-20 | 2000-03-20 | Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10013752A1 true DE10013752A1 (de) | 2001-10-04 |
Family
ID=7635617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10013752A Withdrawn DE10013752A1 (de) | 2000-03-20 | 2000-03-20 | Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10013752A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10248426A1 (de) * | 2002-10-17 | 2004-05-06 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | Linearschrittmotor |
-
2000
- 2000-03-20 DE DE10013752A patent/DE10013752A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10248426A1 (de) * | 2002-10-17 | 2004-05-06 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | Linearschrittmotor |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102014205280B3 (de) | Trägheitsantrieb | |
| DE60211379T2 (de) | Kupplungsvorrichtung | |
| DE4445642A1 (de) | Piezoaktuatorisches Antriebs- bzw. Verstellelement | |
| EP1244879B1 (de) | Zuspanneinrichtung für radbremsen | |
| DE19747566C1 (de) | Piezoangetriebenes Spannungswellen-Getriebe | |
| EP1752661A1 (de) | Formgedächtnislegierungsdrehaktuator | |
| EP2379388A2 (de) | Elektromechanischer bremskraftverstärker | |
| DE2943142C2 (de) | Schaltvorrichtung für eine mechanisch betätigte Reibungskupplung insbesondere Schraubenantriebe von Wasserfahrzeugen | |
| DE69303178T2 (de) | Bremsmotor mit geringen abmessungen | |
| EP3417177A1 (de) | Hydraulischer aktor, roboterarm, roboterhand und verfahren zum betrieb | |
| EP1666754A2 (de) | Elektrowerkzeug mit Kupplung | |
| EP2066914B1 (de) | Spielfreier antrieb für eine elektromechanische bremsvorrichtung | |
| DE102015004189B3 (de) | Wandler mit einer Wandlermechanik sowie ein Verfahren mit einem solchen Wandler zum Umwandeln einer Translationsbewegung in eine Rotationsbewegung | |
| DE3879088T2 (de) | Kupplungsstange mit kontakt fuer die steuerung des fluges eines luftfahrzeuges. | |
| DE19907483C2 (de) | Beidseitig wirkende Verstellvorrichtung | |
| DE10013752A1 (de) | Getriebe zur Leistungsverstärkung von Festkörper-Aktoren | |
| EP1952043B1 (de) | Elektromechanische bremse mit spielfreier betätigung | |
| EP2329165A1 (de) | Bremse | |
| DE4030901A1 (de) | Vorrichtung zum steuern der antriebsleistung eines fahrzeug-antriebsmotors | |
| EP0881134A2 (de) | Kraftspeicher | |
| DE102016209427B3 (de) | Kupplungsaktuator | |
| EP3844412B1 (de) | Betätigungsmechanismus insbesondere für einen kupplungssteller | |
| DE102010024577B4 (de) | Antriebsvorrichtung | |
| DE102016209431B3 (de) | Kupplungsaktuator | |
| DE102005025297A1 (de) | Feststell-Trommelbremse |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |