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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verbrennungszustands-Detektionsgerät für einen
Verbrennungsmotor, und das Gerät
ist zum Detektieren des Verbrennungszustands einer Luft/Kraftstoff-Mitschung
in einem Zylinder oder in Zylindern des Motors entworfen, und zwar
durch Detektieren eines Ionenstroms, der bei Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Gemisches auftritt.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verbrennungszustands-Detektionsgerät für den Verbrennungsmotor,
das mit einer Funktion oder Einrichtung zum Schätzen der Fälle der Nichterzeugung oder
des Verschwindens eines Verbrennungssignals ausgestattet ist, und
zwar auf der Grundlage des Ionenstroms.
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Für
ein besseres Verständnis
des der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Konzepts werden
Hintergrundtechniken hiervon zunächst
in einem gewissen Detail betrachtet.
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Die 5A zeigt
ein Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Anordnung einer
bisher bekannten oder eines üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgerät für einen Verbrennungsmotor (der
hiernach einfach als Motor bezeichnet wird), und das Gerät ist zum
Detektieren eines Verbrennungszustands in einem Motorzylinder oder
in Zylindern entworfen, und zwar auf der Grundlage eines bei Verbrennung
eines Luft/Kraftstoff-Gemisches erzeugten Ionenstroms. Unter Bezug
auf die Figur bezeichnet das Bezugszeichen 1 eine Zündspule
mit einer Primärwicklung 1 mit
einem Hochspannungsende, das mit einer positiven Elektrode einer
Energieversorgungsquelle 3 verbunden ist, beispielsweise einer
bordeigenen Batterie, während
das Niederspannungsende der Primärwicklung 11 mit
einer Kollektorelektrode eines Leistungstransistors 2 verbunden
ist, der als Schaltelement zum An/Abschalten eines über die
Primärwicklung 11 fließenden Primärstroms
dient. Eine Emitterelektrode des Leistungstransistors ist mit Massepotential
verbunden. Andererseits weist eine Sekundärwicklung 12 der Zündspule 1 ein
Hochspannungsende auf, das mit einer Elektrode einer Zündkerze 4 verbunden
ist, die in einem Zylinder des Motors angeordnet ist, wohingehend
ein Niederspannungsende der Sekundärwicklung 12 mit einer
Vorspannschaltung 5 verbunden ist, die zum Anlegen einer
Vorspannung positiver Polarität
an die Zündkerze 4 über einen
Verdrahtungsleiter entworfen ist.
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Ferner bezeichnet unter Bezug auf
die 5A das Bezugszeichen 6 einen
Ionenstrom-Detektionsschaltkreis, der zum Detektieren – mittels
der Vorspannungschaltung 5 – eines Ionenstroms entworfen
ist, der bei Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Gemisches auftritt
und über
einen Zwischenelektrodenabstand der Zündkerze 4 fließt, um hierdurch
den Ionenstrom in ein Spannungsignal umzusetzen. Insbesondere ist
der Ionenstrom-Detektionsschaltkreis 6 in der Form einer üblichen
Stromspiegelschaltung implementiert, die durch eine Serienverbindung
der Transistoren Q1a und Q1b gebildet ist, sowie ein Transistor
Q2, der parallel zwischen der positiven Spannungsquelle (d.h., der
Spannungsquelle für
Plus oder der positiven Polarität)
+V und Massepotential angeschlossen ist. Ein Widerstand R ist zwischen
dem Massepotential und dem Kollektor des Transistors Q3 eingefügt. Ein
Strom analog dem Ionenstrom fließt durch den Widerstand R1
zum Erzielen einer Spannungsumsetzung, wodurch ein Ionenstrom-Detektionsspannungssignal
(auf das im folgenden als Ionenstrom-Detektionssignal Bezug genommen
wird) X2 erzeugt wird.
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Das Ionenstrom-Detektionssignal X2
wird einer Entscheidungsschaltung 7 zugeführt, die
zum Umformen des durch den Ionenstrom-Detektionschaltkreis 6 detektieren
Ionenstrom-Detektionssignal X2 in ein Pulssignal entworfen ist,
das anschließend einer
Verarbeitung unterzogen wird, zum Entscheiden des Auftretens einer
Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Gemisches, und als Ergbnis hiervon
wird ein pulsförmiges
Entscheidungssignal X3 von der Entscheidungsschaltung 7 ausgegeben,
damit es einer ECU (elektronischen Steuereinheit) 10 zugeführt wird.
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Insbesondere zum Umformen des sich
aufgrund der oben erwähnten
Spannungsumsetzung ergebenden Ionenstrom-Detektionssignals X2 in ein Pulssignal
enthält
die Entscheidungsschaltung 7 eine Komparatorschaltung,
bestehend aus einem Komparator CP1 zum Vergleichen des Pegels des
Ionenstrom-Detektionssignals X2 mit einer Referenzspannung Vth4,
eine Integrierschaltung, bestehend aus einem Widerstand R2 und einem
Kondensator C2 zum Eliminieren von Rauschanteilen N1 und N2, die dem
von dem Komparator CP1 ausgegebenen pulsförmigen Ionenstrom überlagert
sind, und eine Verzögerungsschaltung,
bestehend aus einem Komparator CP2. Übrigens ist zu erwähnen, dass
ein mit dem Ausgangsanschluß des
Komparators CP2 verbundener Hochziehwiderstand R3 zum Hochziehen
des Ausgangsspannungspegels hiervon dient.
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Nun erfolgt unter Bezug auf ein in 5B gezeigtes Signalformdiagramm
eine Beschreibung der Betriebsschritte des üblichen Verbrennungszustands-Detektionsgeräts im Zusammenhang
mit einer normalen Verbrennung, einem ersten Typ eines Ereignis
ohne Verbrennung (z.B., aufgrund des Nichtvorliegens einer Kraftstoffzuführung) und
eines zweiten Typs eines Ereignis ohne Verbrennung (z.B., aufgrund
eines Fehlers beim Erzeugen einer Hochspannung zum Zünden).
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1. Normale
Verbrennung
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Bei einem Ansteigen des an der Basis
des Leistungstransistors 2 anliegenden Zündsignals
X1 unter Steuerung durch die ECU-Einheit 10 wird
der durch die Primärwicklung 11 der
Zündspule 1 fließende Strom
unterbrochen, und als Ergebnis hiervon wird eine Hochspannung E
bei der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 induziert,
wodurch das Stattfinden einer Funkenentladung in einem Zwischenelektrodenspalt
der Zündkerze 4 bewirkt
wird.
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Der Ionenstrom, der aufgrund der
Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Gemisches in dem Motorzylinder mit
der Zündkerze
erzeugt wird, wird bei der Ionenstrom-Detektorschaltung 6 über die
Vorspannschaltung 5 eingegeben, zum Durchführen der Strom/Spannungsumsetzung
in der Stromspiegelschaltung, wodurch das Ionenstrom-Detektionssignal X2
von der Ionenstrom-Detektorschaltung 6 ausgegeben wird.
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In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass
das von der Schaltung 6 ausgegebene Ionenstrom-Detektionssignal
X2 zusätzlich
zu der inhärenten
Ionenstrom-Komponente aufgrund der Verwendung des Luft/Kraftstoff-Gemisches
eine Rauschkomponente N1 enthält,
die bei einem Anstieg des Zündsignals
erzeugt wird, sowie die Rauschkomponente N2, die bei einem Abschluß oder bei
einem Erlöschen
der Zündentladung
auftritt. Demnach sind diese Rauschkomponenten N1 und N2 vor der
Ausgabe des Entscheidungssignals X2 zum Entscheiden des Verbrennungsereignis
auf der Grundlage des Ionenstroms zu eliminieren.
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Demnach wird vor dem Eliminieren
der Rauschkomponenten N1 und N2 über
die Verzögerungsschaltung
das Ionenstrom-Detektionssignal
X2 bei dem Komparator CP1 eingegeben, der die Komparatorschaltung
zum Vergleichen der Pegel der Signalkomponenten des Ionenstrom-Detektionssignals X2
mit der Referenzspannung Vth4 bildet. Da jede der Rauschkomponenten
N1 und N2 inhärent
in der Form eines nadel- bzw. impulsförmigen Signals vorliegt, werden
diese Komponenten in Pulse geformt, die jeweils eine extrem kurze
Zeitdauer aufweisen.
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Selbst dann, wenn die pulsartigen
Rauschanteile N1 und N2 bei der CR Integrierschaltung zum Bilden
eines Teils der Verzögerungsschaltung eingegeben
werden, um hierdurch die Ladespannung des Kondensators C2 bis zu
oder über
die Referenzspannung Vth5 – voreingestellt
bei dem Komparator CP2 – anzuheben,
nehmen die pulsartigen Rauschanteile N1 und N2 einen niedrigen Pegel
an, bevor die Ladespannung des Kondensators C2 die Referenzspannung
Vth5 erreicht, da die Zeitdauer der Rauschanteile kurz gegenüber der
CR-Zeitkonstante
ist. Demnach wird kein Entscheidungssignal von dem Komparator CP2
im Ansprechen auf die Rauschanteile N1 und N2 ausgegeben.
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Andererseits wird dann, wenn die
dem Pulsformungsbetrieb unterzogene Ionenstromkomponente bei der
Integrierschaltung eingegeben wird, der Kondensator C2 zu einem
Pegel geladen, der gleich der Referenzspannung Vth5 oder größer als
diese ist, und zwar nach dem Verstreichen einer vorgegebenen Zeit,
da die Zeitdauer der pulsförmigen
Ionenstromkomponente größer ist
als die CR Zeitkonstante, und das Ergebnis hiervon nimmt die Ausgangsgröße des Komparators
CP2 einen hohen Wert an, wodurch das Entscheidungssignal X3 ausgegeben wird,
zum Anzeigen der Tatsache, dass die Verbrennung normal stattgefunden
hat, d.h. eine normale Verbrennung vorliegt.
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In diesem Zusammenhang wird die Zeit,
die erforderlich ist, damit die Ladespannung des Kondensators C2
die Referenzspannung Vth5 übersteigt, lediglich
aus Gründen
der Einfachheit der Beschreibung als Maskierungsperiode definiert.
Dann lassen sich die Rauschanteile, die bei Ansteigen des Ionenstroms
und bei Abschluß oder
Auslöschen
der Funkenentladung auftreten, während
der Maskierungsperiode eliminieren.
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2. Ereignis
ohne Verbrennung wegen fehlender Kraftstoffzuführung
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Fehlt die Kraftstoffzuführung, d.h.
wenn die Luft/Kraftstoff-Mischung
nicht normal in den Motor der Zylinder geladen wird, so kann der
Ionenstrom aufgrund der Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Gemisches
nicht normal fließen.
Selbstverständlich
treten bei Anstieg des Zündsignals
X1 sowie bei Auslöschen
der in den Zwischenelektrodenspalt der Zündkerze 4 auftretenden
Funkenentladung die Rauschkomponenten N1 und N2 auf, die als Ionenstrom- Detektionssignal
X2 ausgegeben wurden. Jedoch läßt sich
das Entscheidungssignal X3, das diesen Rauschkomponenten zuordbar
wäre, nicht
erzeugen, da die Rauschkomponenten N1 und N2 durch die zuvor im
Zusammenhang mit der normalen Verbrennung beschriebene Verzögerungsschaltung
eliminiert sind.
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3. Ereignis der nicht
normalen Verbrennung aufgrund eines Fehlers beim Erzeugen des Sekundärspannung
durch die Zündspule.
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Wie sich leicht anhand der vorangehenden Beschreibung
erkennen läßt, lassen
sich weder die Rauschkomponente N1 aufgrund der Erzeugung (des Ansteigens)
des Zündsignals
X1 noch die Rauschkomponente N2 bei Auslöschen der Funkentladung erzeugen,
wenn nicht die Hochspannung in der Sekundärwicklung der Zündspule
induziert wird, z.B. aufgrund des Unterbrechens der Primärwicklung hiervon.
Demnach wird das Entscheidungssignal X3 nicht ausgegeben.
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Wie anhand der vorangehenden Ausführungen
zu erkennen ist, ist es mit dem üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgerät mit der oben beschriebenen
Struktur sicher möglich,
die Verbrennungsereignisse zu detektieren, d.h. das Verbrennen oder
Nicht-Verbrennen der Luft/Kraftstoff-Mischung in dem/den Zylinder(n)
des Verbrennungsmotors. Jedoch ist es nicht möglich, den Grund für das Auftreten des
Ereignis ohne Verbrennung unterscheidend zu bestimmen oder zu identifizieren.
In anderen Worten, sind zusätzliche
Detektionsvorrichtungen oder Einrichtungen zu Spezifizieren des
Grunds für
das Auftreten des Ereignis ohne Verbrennung bereitzustellen, was
jedoch zu einer Zunahme und einem Overhead für die Herstellungskosten führt, einschließlich der
Verarbeitungszeit, wodurch Probleme entstehen.
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Im Stand der Technik wird teilweise
auf die Detektion des Grundes für
das Auftreten des Ereignisses ohne Verbrennung eingegangen.
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US
4,003,248 , beschreibt ein Gerät zum Detektieren fehlerhafter
Verbrennungen in einer internen Verbrennungsmaschine, wobei die
Verbrennung von Gasmischungen in Ionisierung derselben resultiert,
was in dem Raum zwischen den Elektroden in der Zündkerze, durch Anlegen einer
Spannung, auftritt. Dem gemäß kennzeichnet
das Vorhandensein oder die Abwesenheit dieses Stroms, ob eine Zündung vorliegt.
Zwei Komparatoren vergleichen ein Signal dieses Stroms mit zwei
Referenzspannungen und geben jeweils ein Signal aus, wenn die Spannung über dem
entsprechenden Referenzwert liegt, durch diese Signale lassen sich
Rückschlüsse auf
die Verbrennung und das Verhalten des Systems ziehen.
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DE 43 05 185 A1 , beschreibt eine Steuervorrichtung
für Brennkraftmaschinen
mit einer Zündspulen-Diagnosefunktion,
in der eine Motorsteuervorrichtung beschrieben wird, welche das
Auftreten eines nicht normalen Zustands in der Zündspule mit hoher Verlässlichkeit
ermitteln kann. Der Zustand der Zündspule, kann auf der Grundlage
eines ermittelten Ionenstromsignals erfolgen, durch einen Vergleich mit
einem Bezugswert für
einen Ursprungsermittlungspegel und einem Bezugswert zur Ermittlung
eines Maximalwerts des eigentlichen Ionenstromwerts I. Diese Bezugswertvergleiche
werden nacheinander abgearbeitet und entsprechende Signale ausgegeben
die dann zwischengespeichert werden.
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Im Lichte des vorangehenden Stands
der Technik besteht ein technisches Problem der vorliegenden Erfindung
in dem Bereitstellen eines Verbrennungszustands-Detektionsgerät, das Detektieren
eines Auftretens oder eines Nicht-Auftretens von Verbrennungsereignissen
mit verbesserter Genauigkeit realisiert, unter Vermeidung eines
ungünstigen Einflusses externer
Rauschgrößen und
den Grund für
das Auftreten des Ereignisses ohne Verbrennung zu einem frühen Zeitpunkt
detektiert und spezifiziert.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird diese Aufgabe durch ein Verbrennungszustands-Detektionsgerät für einen
Verbrennungsmotor mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Hiernach enthält das Gerät eine Zündkerze zum Erzeugen einer
Funkenentladung bei Anlegen einer Hochspannung, die durch eine Zündspule
in Ansprechen auf ein Zündsignal
erzeugt wird, um hierdurch eine Luft/Kraftstoff-Mischung in einem
Zylinder des Verbrennungsmotors zu zünden, sowie eine Ionenstrom-Detektionsvorrichtung
zum Detektieren eines Ionenstroms als Ionenstrom-Detektionssignale gemäß einem
Umfang an Ionen, die in dem Zylinder unmittelbar nach dem Verbrennen
der Luft/Kraftstoff-Mischung erzeugt werden, eine Signaldetektionsvorrichtung,
die zum Vergleich des von der Ionenstrom-Detektionsvorrichtung ausgegebenen
Ionenstrom-Detektionssignal
mit einer ersten Referenzspannung entworfen ist, um hierdurch ein
erstes Entscheidungssignal auszugeben, bei Vergleich des Ionenstrom-Detektionssignals
mit einer zweiten Referenzspannung, um hierdurch ein zweites Entscheidungssignal
auszugeben, bei Ungültigsetzen
der Ausgangsgröße des zweiten
Entscheidungssignals während
einer vorgegebenen Zeitperiode, ausgehend von einem Zeitpunkt, zu
dem der Vergleich des Ionenstrom-Detektionssignals mit der zweiten
Referenzspannung gestartet wird, sowie ferner eine Schätzvorrichtung
zum Schätzen
eines Grunds für das
Nichterzeugen eines Verbrennungssignals auf der Grundlage der ausgegebenen
Statusinformationen für
das erste Entscheidungssignal und das zweite Entscheidungssignal,
wobei die Signaldetektionsvorrichtung aus einer ersten Detektionseinheit
besteht, zum Detektieren von Rauschsignalanteilen auf der Grundlage
des Vergleichsergebnis für
das Ionenstrom-Detektionssignal mit der ersten Referenzspannung,
sowie einer zweiten Detektionseinheit zum Detektieren einer Ionenstromkomponente
aufgrund der Verbrennung der Luft/Kraftstoff-Mischung auf der Grundlage
des Ergebnis des Vergleichs des Ionenstrom-Detektionssignal mit
der zweiten Referenzspannung, die niedriger als die erste Referenzspannung
festgelegt ist.
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Durch die Ausbildung des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts für den oben
beschriebenen Motor lässt
sich eine vorteilhafte Wirkung dahingehend erzielen, dass sich der
Grund für
das Ereignis ohne Verbrennung zu einem früheren Zeitpunkt detektieren
lässt und
sich das Detektieren eines Auftretens oder Nicht-Auftretens von
Verbrennungsereignissen mit verbesserter Genauigkeit und Zuverlässigkeit
realisieren lässt,
unter Vermeidung eines ungünstigen
Einflusses externer Rauschgrößen und dergleichen.
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Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung kann die Schätzvorrichtung
so entworfen sein, dass sie eine vorgegebene Zeitperiode festlegt,
die sich von einem Zeitpunkt erstreckt, zu dem die Ausgabe des ersten
Entscheidungssignals nach dem Zünden
der Luft/Kraftstoff-Mischung
startet, als Detektionsperiode für
das erste Entscheidungssignal, während
eine vorgegebene Periode ausgehend von einem Zeitpunkt, zu dem die
Detektionsperiode für
das erste Entscheidungssignal abgeschlossen ist, als Detektionsperiode
für das
zweite Entscheidungssignal so festgelegt wird, dass sich das erste
und zweite Entscheidungssignal unterschiedlich zueinander detektieren
lassen.
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Durch unterschiedliches Detektieren
des ersten und zweiten Entscheidungssignals lassen sich die Signale
zum Spezifizieren des/der Grund/Gründe für das Nichtauftreten des Verbrennungereignis
stabil mit hoher Zuverlässigkeit
detektieren, was einen anderen Vorteil darstellt.
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Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung kann die Schätzvorrichtung
so entworfen sein, dass sie eine Signaldetektions-Warteperiode während einer
vorgegebenen Zeitperiode festlegt, die unmittelbar auf das Unterbrechen
des Zündsignals
folgt.
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Aufgrund der oben erwähnten Anordnung lassen
sich die Signale zum Spezifizieren des Grunds/der Gründe für das Nichtauftreten
des Verbrennungsereignis stabil detektieren, was einen weiteren
Vorteil darstellt.
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Bei einer zusätzlichen, anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist eine Schätzvorrichtung
so entworfen, dass sie Rauschkomponentensignale lediglich während einer
Ausgabeperiode des Zündsignals
ausgibt.
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Mit der oben beschriebenen Anordnung
läßt sich
das Festlegen des Zeitablaufs für
die Ausgabe der Rauschkomponentensignale in erheblichem Umfang vereinfachen,
was einen zusätzlichen
anderen Vorteil darstellt.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung kann die Schätzvorrichtung so
entworfen sein, dass sie eine Detektionsperiode für die Rauschkomponentensignale
so einschränkt, dass
sie innerhalb der Ausgabeperiode für das Zündsignal liegen.
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Mit dem oben erwähnten Aufbau läßt sich das
Einstellen des Zeitablaufs bzw. der Synchronisierung zum Detektieren
der Rauschkomponentensignale gleichermaßen vereinfachen, was einen
anderen Vorteil darstellt.
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Bei einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung können
die Ionenstrom-Detektionsvorrichtung und die Signaldetektionsvorrichtung
in die Zündspule
eingebaut sein.
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Mit der oben beschriebenen Anordnung
läßt sich
der Austausch oder das Umrüsten
eines relevanten Teils/relevanter Teile oder einer relevanten Einrichtung/relevanter
Einrichtungen zum Handhaben des Nicht-Verbrennungsereignis (d.h.,
des Nichtauftretens des Verbrennungsereignis) vereinfachen.
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Die obigen und andere technischen
Probleme, Merkmale und zugeordnete Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich einfach durch Lektüre
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die lediglich
beispielhaft erfolgt, im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung.
Im Verlauf der Beschreibung erfolgt ein Bezug auf die Zeichnung;
es zeigen:
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1A ein
Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Konfiguration eines
Verbrennungszustands-Detektionsgerät für einen
Verbrennungsmotor gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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1B ein
Signalformdiagramm zum Darstellen der Betriebsabläufe des
in 1A gezeigten Verbrennungszustands-Detektionsgerät im Zusammenhang
mit einer normalen Verbrennung, einem Nicht-Verbrennungsereignis
eines ersten Typs aufgrund eines Fehlers eines Kraftstoffzuführ-Verbrennungssystems
und eines Nicht-Verbrennungsereignis
eines zweiten Typs aufgrund eines Defekts oder Fehlers eines Zündsteuersystems;
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2A ein
Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Struktur eines Verbrennungszustands-Detektionsgeräts für einen
Verbrennungsmotor gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2B ein
Signalformdiagramm zum Darstellen der Betriebsschritte in dem in 2A gezeigten Verbrennungszustands-Detektionsgerät im Zusammenhang
mit einer normalen Verbrennung, einem Nicht-Verbrennungsereignis
eines ersten Typs aufgrund eines Defekts oder Fehlers in dem Kraftstoffzuführ-Verbrennungssystem
und eines Nicht-Verbrennungsereignis eines zweiten Typs aufgrund
eines Defekts oder Fehlers in dem Zündsteuersystem;
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3 eine
Ansicht zum Darstellen von tabellarischen Beziehungen zwischen dem
Vorliegen/Nichtvorliegen von Signalen für das Fehlentscheiden und der
Gründe
für das
Auftreten eines Nicht-Verbrennungsereignis;
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4 eine
Ansicht ähnlich
zu der 3 im Zusammenhang
mit dem Verbrennungszustands-Detektionsgerät, bei dem eine Verbrennungszustands-Detektorschaltung
in einer Zündspule
aufgenommen ist;
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5A ein
Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Anordnung eines üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgeräts für einen
Verbrennungsmotor; und
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5B ein
Signalformdiagramm zum Darstellen der Betriebsschritte eines üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgeräts.
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Die vorliegende Erfindung wird detailliert
im Zusammenhang mit dem beschrieben, was momentan als bevorzugte
oder typische Ausführungsformen hiervon
angesehen wird, und zwar unter Bezug auf die Zeichnung. In der folgenden
Beschreibung bezeichnen gleiche Bezugsbuchstaben oder -zeichen gleiche
oder zugeordnete Teile über
alle Ansichten hinweg.
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Die 1A zeigt
ein Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Konfiguration
des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts für einen Verbrennungsmotor gemäß einer
ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. In der Figur bezeichnen gleiche Bezugszeichen
wie die in der 5 benützten Komponenten,
die ähnlich
oder äquivalent
zu den hier zuvor unter Bezug auf die 5 beschriebenen sind.
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Nun bezeichnen unter Bezug auf die 1A das Bezugszeichen 6A eine
Ionenstrom-Detektionsschaltung gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ionenstrom-Detektorschaltung 6A ist zusätzlich ein
Transistor Q3 vorgesehen, mit einer Basiselektrode, die mit derjenigen
des Transistors Q2 verbunden ist, derart, dass der Kollektor des Transistors
Q3 mit einem Widerstand R11 geerdet ist, wohingehend der Emitter
des Transistors Q3 mit einer Spannungsquelle positiver Polarität (V) verbunden
ist. Wie anhand der Figur ersichtlich, wird die Ionenstrom-Detektorschaltung 6A in
der Form einer Stromspiegelschaltung realisiert. Der Widerstand R11
dient als Strom-Spannungs-Umsetzelement zum
Umsetzen des hierüber
fließenden
Ionenstroms in ein Ionenstrom-Detektionssignal (das im folgenden als
das Ionenstrom-Detektionssignal bezeichnet wird) X2a .
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Das Bezugszeichen 7A bezeichnet
eine erste Entscheidungsschaltung mit einem Komparator CP3 zum Vergleichen
des Pegels des Ionenstrom-Detektionssignals X2a mit einer Referenzspannung
Vth1, um hierdurch das Ionenstrom-Detektionssignal X2a in ein Pulssignal
zu formen, das als erstes Entscheidungssignal X3 ausgegeben wird.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der bei einem Zündbetrieb
erzeugte Rauschstrom normalerweise in der Größenordnung von mehreren hundert
Mikroampere liegt, und demnach nimmt der Rauschstrom einen größeren Wert
an, als der Ionenstrom, der bei einer Verbrennung der Luft/Kraftstoff-Mischung
in dem Motorzylinder auftritt. Unter derartigen Umständen wird
die Referenzspannung Vth1 zu einem höheren Pegel als derjenige der
Referenzspannung Vth2 gesetzt, die hier nachfolgend unter Berücksichtigung
der Tatsache beschrieben wird, dass die erste Entscheidungsschaltung 7A ohne Maskierungsschaltung
ein Pulssignal in Ansprechen auf insignifikante Signale ausgeben
kann, beispielsweise externes Rauschen, das im Zusammenhang mit
dem Zünden
oder mit dem Verbrennungsbetrieb erzeug wird. Demnach wird gemäß dem Prinzip
der vorliegenden Erfindung, wie es in der vorliegenden Ausführungsform
umgesetzt ist, die Referenzspannung Vth1 für den Komparator CP3 höher gesetzt
als nicht nur die Referenzspannung Vth2, sondern auch der Spannungspegel
des kleinen Signals wie dem externen Rauschen und dergleichen, im
Hinblick auf das Unterdrücken
der fehlerhaften Ausgabe der ersten Entscheidungsschaltung 7A.
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In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass
eine Entscheidungsschaltung mit der Struktur ähnlich zu der Entscheidungsschaltung 7 des üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgeräts (vgl. 5A) auch in dem Verbrennungszustands-Detektionsgerät gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der
Erfindung eingesetzt wird. Ein Bezug auf diese Entscheidungsschaltung
erfolgt als zweite Entscheidungsschaltung, und sie wird durch das
Bezugszeichen 7B bezeichnet. Ferner erfolgt ein Bezug auf
das von der zweiten Entscheidungsschaltung 7B auf der Grundlage
des Ionenstrom-Detektionssignal X2 ausgegebenen Entscheidungsignal
als zweites Entscheidungssignal X4, und zwar lediglich aus Gründen der
Einfachheit der Beschreibung.
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Unter erneuter Bezugnahme auf die 1A bezeichnet das Bezugszeichen 9 eine
logische ODER-Schaltung mit Eingängen,
die mit den Ausgängen
der ersten Entscheidungsschaltung 7A und der zweiten Entscheidungsschaltung 7B verbunden sind,
zum Erzielen einer logischen ODER-Verknüpfung des ersten Entscheidungssignals
X3 und des zweiten Entscheidungssignals X4, um hierdurch ein Ausgangssignal
X5 auszugeben, das anschließend der
ECU-Einheit 10 zugeführt
wird. Übrigens
ist die erste Entscheidungsschaltung 7A des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
der Erfindung so entworfen, daß sie
intakt die Ausgangsgröße der Komparatorschaltung
ausgibt, ohne dass diese über
die Verzögerungsschaltung
geführt
wird. Demnach werden die Rauschkomponenten N1 und N2 sowie die Ionenstromkomponente,
die jeweils durch den Komparator CP3 in Pulssignale geformt werden,
von der ersten Entscheidungsschaltung 7A ausgegeben.
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Nun erfolgt unter Bezug auf das in 1B gezeigte Signalformdiagramm
eine Beschreibung der Betriebsschritte des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts gemäß der ersten
Ausführungsform der
Erfindung im Zusammenhang mit einer normalen Verbrennung, einem
Nicht-Verbrennungsereignis eines ersten Typs aufgrund eines Defekts
oder Fehlers eines Kraftstoffzuführ-Verbrennungssystems
und eines Nicht-Verbrennungsereignis
eines zweiten Typs aufgrund eines Defekts oder Fehlers eines Zündsteuersystems.
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Übrigens
ist der Betrieb der zweite Entscheidungsschaltung 7B ähnlich zu
demjenigen der hier zuvor unter Bezug auf die 5A im Zusammenhang mit dem üblichen
Verbrennungszustands-Detektionsgerät beschriebenen
Entscheidungsschaltung. Demnach ist eine wiederholte Beschreibung der
zweiten Entscheidungsschaltung 7B nicht erforderlich.
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1. Normale
Verbrennung
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Bei Verbrennung des Luft/Kraftstoff-Verhältnis in
dem Motorzylinder in Folge zu dem Anlegen des Zündsignals X1 wird lediglich
die pulsförmige
Ionenstromkomponente von der zweiten Entscheidungsschaltung 7B als
zweites Entscheidungssignal X4 ausgegeben, und die Rauschkomponenten N1 und
N2 sind eliminiert. Das zweite Entscheidungssignal X4 liegt an einem
der Eingangsanschlüsse
der ODER-Schaltung 9 an.
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Andererseits wird von der ersten
Entscheidungsschaltung 7A das erste Entscheidungssignal X3
ausgegeben, das aus der pulsgeformten Ionenstromkomponente und dem
ebenso in Pulse geformten Rauschkomponente N1 und N2 besteht. Das
erste Entscheidungssignal X3 liegt dann an dem anderen Eingangsanschluß der ODER-Schaltung 9 an. Als
Ergebnis hiervon wird als Ausgangssignal X5 von der ODER-Schaltung 9 ein
logisches Summensignal ausgegeben, das aus dem von der ersten Entscheidungsschaltung 7A zugeführten ersten
Entscheidungssignal X3 und dem von der zweiten Entscheidungsschaltung 7B zugeführten zweiten
Entscheidungssignal X4 in zeitserieller Sequenz besteht. Das Ausgangssignal
X5 der ODER-Schaltung 9 wird anschließend bei der ECU-Einheit 10 eingegeben.
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Bei Empfang des Ausgangssignals X5
detektiert die ECU-Einheit 10 die ersten und zweiten Entscheidungssignal
X3 und X4 während
einer ersten Entscheidungssignal-Detektionsperiode, die in einer
Weise festgelegt ist, die nachfolgend beschrieben ist, um hierdurch
eine Entscheidung dahingehend zu treffen, dass die Verbrennung normal
stattgefunden hat.
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Unter Bezug auf die 1B ist der Zeitpunkt T1, zu dem das Zündsignal
X1 abgeschaltet wird (d.h. die hintere oder abfallende Flanke des
Zündsignals
X1, als der Detektionsstartzeitpunkt für das erste Entscheidungssignal
X3 definiert. Eine Zeitperiode T3 gemäß dem Verstreichen iner vorgegebenen
Zeitperiode L1 von dem Ausgabestartzeitpunkt T2 des ersten Entscheidungssignals
X3 ist als der Detektionsendzeitpunkt für das erste Entscheidungssignal X3
definiert. Der Zeitpunkt T3 ist als Detektionsstartzeitpunkt für das zweite
Entscheidungssignal X4 definiert ist. Ferner ist der Zeitpunkt gemäß dem Verstreichen
einer vorgegebenen Zeitperiode L2 von dem Detektionsendzeitpunkt
T3 als der Detektionsendzeitpunkt T4 für das zweite Entscheidungssignal X4
definiert.
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In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass
eine Detektions-Warte-
bzw. -Ruheperiode vorgesehen ist, und zwar aufgrund der Tatsache,
dass die Möglichkeit
entstehen kann, daß ein
Zündrauschen,
das den Zündvorgang
in dem anderen/den anderen Zylinder(n) zuschaltbar ist, unmittelbar
nach dem Unterbrechen des Zündsignals
für den
nun betrachteten Zylinder in dem Fall überlagert ist, in dem das gleichzeitige
Zündschema
angewandt wird, und während
dieser unterbleibt der Signaldetektionsbetrieb während einer vorgegebenen Zeitperiode
L3, die von der Unterbrechung des Zündsignals X1 ausgehend beginnt
(d.h., dem Abschalten des Leistungstransistors 2).
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2. Nicht-Verbrennungsereignis
aufgrund eines Fehlers des Kraftstoffversorgungs/Verbrennungssystems.
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Tritt bei dem Kraftstoffversorgungs/Verbrennungssystem
des Motors irgendein Fehler auf, so wird der Ionenstrom aufgrund
der Kraftstoffverbrennung nicht erzeugt. Demnach tritt keine Ionenstromkomponente
bei dem Ionenstrom-Detektionssignalen X2a und X2 auf. Jedoch kann
in dem Ionenstrom-Detektionssignalen
X2a und X2 die bei Anstieg des Zündsignals
X1 erzeugte Rauschkomponente N1 und die bei Abschluß oder Auslöschen der
Funkentladung erzeugte Rauschkomponente N2 auftreten. Als Ergebnis
hiervon werden die Rauschkomponenten N1 und N2, die in dem Ionenstrom-Detektionssignal
X2a enthalten sind und dem Pulsformungsbetrieb des Komparators CP3
unterzogen werden, von der ersten Entscheidungsschaltung 7A als
erstes Entscheidungssignal X3 ausgegeben, das anschließend bei
einem Eingang der ODER-Schaltung 9 anliegt. Im Gegensatz
hierzu sind die Rauschkomponente N1 und N2 in dem Ionenstrom-Detektionssignal
X2 durch die Verzögerungsschaltung
in der zweiten Entscheidungsschaltung 7B eliminiert. Demnach enthält das an
dem anderen Eingang der ODER-Schaltung 9 anliegende zweite
Entscheidungssignal X4 keine Rauschkomponenten. Demnach wird das
Ausgangssignal X5 zum Anzeigen der Rauschkomponenten N1 und N2 von
der ODER-Schaltung 9 für die Eingabe
bei der ECU-Einheit 10 ausgegeben.
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Die ECU-Einheit 10 detektiert
das erste und zweite Entscheidungssignal X3 und X4 während der ersten
Entscheidungssignal-Detektionsperiode, die – wie zuvor erwähnt – synchron
zu der abfallenden Flanke (hinteren Flanke) des Zündsignals
X1 festgelegt ist. In diesem Fall wird das Signal während der ersten
Detektionsperiode für
das erste Entscheidungssignal X3 detektiert, während kein Signal während der
zweiten Detektionsperiode für
das zweite Entscheidungssignal X4 detektiert wird. Demnach kann
eine Entscheidung dahingehend erfolgen, dass das Nicht-Verbrennungsereignis
einen Fehler in dem Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystem zuschaltbar
ist.
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Als typisches Beispiel für die Fehler
in dem Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystem
kann eine Unterbrechung (ein Zwischenspul- und Kurzschlußfehler)
bei der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 erwähnt werden,
sowie eine Unterbrechung des Hochspannungsleiters oder der Hochspannungsschnur, die
zum Verbinden der Zündkerze 4 und
der Sekundärwicklung 12 der
Zündkerze 4 verwendet
werden, das Auftreten eines Schwelzustands in der Zündkerze 4,
ferner eines Kraftstoffeinspritzfehlers aufgrund des Defekts des
Kraftstoffzuführsystems,
z.B. des Kraftstoffeinspritzers und/oder dergleichen, wie sich anhand
der in 3 gezeigten Tabelle
erkennen läßt.
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3. Nicht-Verbrennungsereignis
aufgrund des Fehlers in dem Zündsteuersystem.
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Findet keine Zündung oder Verbrennung aufgrund
der Unterbrechung der Primärwicklung 11 der Zündspule 1 statt,
so übt
das der Eingangsschaltung der Primärwicklung 11 der Zündspule 1 zugeführte Zündsignal
X1 keinen Einfluß auf
die Ausgangsschaltung einschließlich
der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 aus.
Demnach tritt kein Ausgangssignal X5 auf, das bei der ECU-Einheit 10 einzugeben ist.
Als Ergebnis hiervon detektiert die ECU-Einheit 10 kein
Signal irgendeiner Signifikanz während
der ersten Detektionsperiode für
das erste Entscheidungssignal X3 und der zweiten Detektionsperiode für das zweite
Entscheidungssignal X4. Demnach erfolgt die Entscheidung dahingehend,
dass das Auftreten des Nicht-Verbrennungsereignis auf irgendeinen
Fehler in dem Zündsteuersystem
zurückzuführen ist.
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Als typisches Beispiel für einen
der Fehler in den Zündsteuersystem
kann das Nichterzeugen des Zündsignals
aufgrund eines Fehlers in der ECU-Einheit 10 erwähnt werden,
sowie das Unterbrechen des Zündsignalleiters,
ein Defekt des Leistungstransistors 2 zum An/Abschalten
der Stromzufuhr zu der Zündspule 1 in
Ansprechen auf das Zündsignal,
eine Unterbrechung der Primärwicklung
der Zündspule 1, eine Unterbrechung
des Ionenstromleiters, das Erzeugen eines Ausgangssignals von dem
nicht gezeigte Verbrennungszustandsdetektor oder dergleichen.
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In dem Fall des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts für den Verbrennungsmotor
gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung lassen sich die Nicht-Verbrennungsereignisse und die
Fehler, die zum Auftreten eines derartigen Nicht-Verbrennungsereignis führen, unterschiedlich
entscheiden oder festlegen, und zwar auf der Grundlage der Detektion
des ersten und zweiten Entscheidungssignal X3 und X4 auf der Grundlage
der Rauschkomponente N1, die zu dem Entladeendzeitpunkt erzeugt
wird, und des im Zusammenhang mit der Verbrennung erzeugten Ionenstroms.
Das Verbrennungszustands-Detektionsgerät gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist so entworfen, dass sich die normale
Verbrennung und der/die Fehler, die zu dem Nicht-Verbrennungsereignis
führen,
unterschiedlich bestimmen oder festlegen lassen, auf der Grundlage
des ersten Entscheidungssignal X3A, das bei einem Anstieg des Zündsignals X1
erzeugt wird, und den im Zusammenhang mit der Verbrennung erzeugen
Ionenstrom.
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Die 2A zeigt
ein Schaltbild zum schematischen Darstellen einer Struktur des Verbrennungszustands-Detektionsgerät für den Verbrennungsmotor
gemäß der zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In der 2A sind
Komponenten ähnlich
oder äquivalent
zu den hier zuvor unter Bezug auf die 1A beschriebenen
anhand ähnlicher Bezugszeichen
bezeichnet. Die zweite Ausführungsform
der Erfindung unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform
im Hinblick auf die Tatsache, dass eine UND-Schaltung 112 für die logische
UND-Verknüpfung
vorgesehen ist, und zwar von der Ausgangsgröße des Komparators CP3 zum
Bilden eines Teils der ersten Entscheidungsschaltung 7A und
des Zündsignals
X1, das über
einen Puffer 111 eingegeben wird, und dass die ODER-Schaltung 9 so
verbunden ist, dass sie das von der UND-Schaltung 112 ausgegebene erste
Entscheidungssignal X3A und das von der zweiten Entscheidungsschaltung 7B ausgegebene
zweite Entscheidungssignal X4 einer logischen ODER-Verknüpfung unterzieht.
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Nun erfolgt unter Bezug auf das in 2B gezeigte Signalformdiagramm
eine Beschreibung der Betriebsschritte des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts gemäß der zweiten
Ausführungsform der
Erfindung im Zusammenhang mit der normalen Verbrennung, des Nicht-Verbrennungsereignis
vom ersten Typ aufgrund eines Defekts oder Fehlers des Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystems
und des Nicht-Verbrennungsereignis
vom zweiten Typ aufgrund eines Defekts oder Fehlers des Zündsteuersystems. Übrigens
sind die Fehler des Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystems sowie
die Fehler des Zündsystems
im wesentlichen dieselben, wie die hier zuvor im Zusammenhang mit
der ersten Ausführungsform
der Erfindung beschriebenen. Weiterhin sind die Betriebsabläufe der
ersten und zweiten Entscheidungsschaltung 7A und 7B ähnlich zu
denjenigen des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts gemäß der ersten
Ausführungsform.
Demnach ist eine wiederholte Beschreibung hiervon nicht erforderlich.
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1. Normale
Verbrennung
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Solange die normale Verbrennung in
dem Motorzylinder stattfindet, werden die Rauschkomponente N1 und
N2 und der im Zusammenhang mit der Verbrennung erzeugte Ionenstrom
als Ionenstrom-Detektionssignal X2 detektiert. Demnach wird das erste
Entscheidungssignal X3 bei einem der Eingangsanschlüsse der
UND-Schaltung 112 von dem Komparator CP3 eingegeben, wie
im Fall des Verbrennungszustands-Detektionsgeräts gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung. Andererseits wird bei dem anderen Eingangsanschluß der UND-Schaltung 112 über den
Puffer 111 das Zündsignal
X1 eingegeben. Demnach gibt die UND-Schaltung 112 das erste
Entscheidungssignal X2A aus, das sich anhand der Pulsformung der
bei einem Anstieg des Zündsignals
X1 synchron zu dem Anlegen des Zündsignals
X1 erzeugten Rauschkomponente X1 ergibt. Das erste Entscheidungssignal
X3A liegt an einem der Eingangsanschlüsse der ODER-Schaltung 9 an.
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Andererseits liegt an dem anderen
Eingangsanschluß der
ODER-Schaltung 9 das
zweite Entscheidungssignal X4 an. Demnach wird die logische ODER-Summe
des ersten Entscheidungssignals X3A und des zweiten Entscheidungssignal
X4 von der ODER-Schaltung 9 als
Analogsignal X5 ausgegeben, das anschließend der ECU-Einheit 10 zugeführt wird.
Hierdurch wird dann entschieden, dass die normale Verbrennung stattgefunden
hat, und das Signal gemäß dem zweiten
Entscheidungssignal X4 nach dem Verstreichen einer vorgegebenen
Zeit ausgehend von dem Zeitpunkt detektiert wird, zu dem das erste
Entscheidungssignal X3A synchron mit dem Anlegen des Zündsignals
X1 detektiert wird.
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2. Nicht-Verbrennungsereignis
aufgrund eines Fehlers in dem Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystem.
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Tritt das Nicht-Verbrennungsereignis
aufgrund des Nichtvorliegens der Kraftstofferzeugung auf, so kann
kein Ionenstrom über
den Zwischenelektrodenspalt der Zündkerze fließen. Demnach
wird das zweite Entscheidungssignal X4 nicht erzeugt. Da jedoch
die bei Anliegen des Zündsignals
X1 erzeugte Rauschkomponente N1 ausgegeben wird, wird das erste
Entscheidungssignal X3A der ODER-Schaltung 9 von der UND-Schaltung 112 synchron
zu dem Anstieg des Zündsignals
X1 zugeführt,
und als Ergebnis hiervon wird das erste Entscheidungssignal X3A
von der ODER-Schaltung 9 als Ausgangssignal X5 ausgegeben,
das anschließend
der ECU-Einheit 10 zugeführt wird.
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Demnach wird dann, wenn lediglich
das synchron zu dem Anstieg des Zündsignals X1 erzeugte Signal
(d.h, das Ausgangssignal X5) durch die ECU-Einheit 10 detektiert
wird, entschieden, dass das Nicht-Verbrennungsereignis aufgrund
eines Fehlers in dem Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystem aufgetreten
ist.
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3. Nicht-Verbrennungsereignis
aufgrund eines Fehlers in dem Zündsteuersystem.
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Es wird beispielhaft davon ausgegangen, dass
kein Zünden
oder Feuern aufgrund der Unterbrechung der Primärwicklung 11 der Zündspule 1 auftritt.
In diesem Fall übt
das bei der Eingangsschaltung der Primärwicklung 11 der Zündspule 1 anliegende
Zündsignal
X1 keinen Einfluß auf
die Ausgangsschaltung aus, die in Zuordnung zu der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 vorgesehen
ist. Demnach wird das Ausgangssignal X5 nicht der ECU-Einheit 10 zugeführt.
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In diesem Fall wird weder das erste
Entscheidungssignal X3A und der Anwendung des Zündsignal X1 noch das zweite
Entscheidungssignal X4 aufgrund der Verbrennung detektiert, und
demnach erfolgt eine Entscheidung dahingehend, dass das Nicht-Verbrennungsereignis
dem Nichtauftreten der Hochspannung parallel zu der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 zuschaltbar
ist, was bedeutet, dass bei dem Zündsystem ein Fehler vorliegt.
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Das Nichtvorliegen des Analogsignals
während
der Detektionsperiode des zweiten Entscheidungssignals X4 zeigt
das Auftreten einer Nicht-Verbrennung an. In diesem Fall läßt sich
der Typ des Fehlers unterscheidend in Übereinstimmung mit der Tatsache
identifizieren, ob das erste Entscheidungssignal X3 ausgegeben wird
oder nicht, wie in der in 4 gezeigten
Tabelle zusammengefaßt.
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Insbesondere dann, wenn das erste
Entscheidungssignal X3 ausgegeben wird, bedeutet dies, dass die
hohe Sekundärspannung
für das
Zünden
oder das Feuern erzeugt wird. Demnach läßt sich als Fehler der Zwischenschicht-Kurzschlußfehler
der Sekundärwicklung 12 der
Zündspule 1 schätzen, sowie
das Unterbrechen der Hochspannungsleitung, das Schwelen der Zündkerze 4,
irgendein Defekt des Kraftstoffzuführ/Verbrennungssystems oder dergleichen.
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Bei dem Verbrennungszustands-Detektionsgerät, bei dem
der Verbrennungszustandsdetektor, bestehend aus der ersten und zweiten
Entscheidungsschaltung 7a und 7B, in die Zündspule 1 eingebaut
ist, zeigt das Nichtvorliegen des ersten Entscheidungssignal X3A
an, dass irgendein Fehler in der ECU-Einheit 10, dem Zündsignalleiter
oder der Zündspule 1 auftritt,
wie sich anhand von 4 erkennen
läßt.
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In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass
dann, wenn das erste Entscheidungssignal X3A nicht von der UND-Schaltung 112 ausgegeben
wird, sich die Fehlerdiagnose für
die ECU-Einheit 10 und den Zündsignalleiter durch Überwachung
des Zündsignals mit
der ECU-Einheit 10 durchführen läßt. Zeit diese Diagnos keine
Anormalität
des Zündsignals,
so läßt sich
unterscheidend feststellen, dass bei der Zündspule 1 ein Fehler
vorliegt.
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Viele Modifikationen und Variationen
der vorliegenden Erfindung sind im Licht der vorangehenden technischen
Lehre möglich.
Es ist demnach zu erkennen, dass sich innerhalb des Schutzbereichs die
angefügten
Patentansprüche
die Erfindung praktisch anders als hier spezifisch beschrieben umsetzen
läßt.