DE10012740A1 - Kohlehalteranordnung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kohlehalteranordnung bestimmt für Elektromotoren, umfassend einen aus elektrisch isolierendem Material wie Keramik- oder Kunststoffmaterial bestehenden Träger (16) wie Trägerplatte mit zumindest einem von diesem ausgehenden aus Metall bestehenden köcherförmigen Kohlebürstenhalter (16), dessen Innenflächen zumindest abschnittsweise Führungen einer in dem Kohlebürstenhalter axial verschiebbaren Kohlebürste (14) sind, insbesondere bestimmt für eine Schichtkohlebürste. Um eine entsprechende Kohlehalteranordnung kostengünstig herstellen zu können und gleichzeitig sicherzustellen, dass die in dem Kohlebürstenhalter axial verschiebbare Kohlebürste, insbesondere Schichtkohlebürste, hinreichend genau geführt wird, wird vorgeschlagen, dass zumindest zwei gegenüberliegende Innenflächen (30, 32) des Kohlebürstenhalters aus elektrisch isolierendem Material bestehen oder dieses aufweisen oder jeweils mit einer aus elektrisch isolierendem Material bestehenden Abdeckung versehen sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kohlehalteranordnung bestimmt für Elektromotoren,
umfassend einen aus elektrisch isolierendem Material wie Keramik- oder Kunststoffmaterial
bestehenden Träger wie Trägerplatte mit zumindest einem von diesem ausgehenden aus
Metall bestehenden köcherförmigen Kohlebürstenhalter, dessen Innenflächen zumindest ab
schnittsweise Führungen einer in dem Kohlebürstenhalter axial verschiebbaren Kohlebürste
sind, insbesondere bestimmt für eine Schichtkohlenbürste.
Es sind Kohlehalteranordnungen bekannt, die aus einer aus Kunststoff bestehenden Träger
platte bestehen, auf der aus insbesondere Messing bestehende Köcher als Kohlebürstenfüh
rungen befestigt sind. Durch die Wahl des Materials der Kohlebürstenführung ist sicherge
stellt, dass die Kohlebürsten exakt geführt und damit im gewünschten Umfang flächig auf
einem Kommutator oder einem Schleifring aufliegen (EP 0 291 765 A2, EP 0 655 169 B1,
DE 36 29 634 C2).
Für Schichtkohlebürsten sind Kohlehalteranordnungen bekannt, die aus Kunststoff bestehen.
Dabei können die Kohlebürstenführungen aus Kunststoff hergestellt sein, um zu vermeiden,
dass zwischen den durch die Isolierschicht getrennten Kohleriegeln Querströme fließen. Die
Verwendung von aus Kunststoffmaterial bestehenden Kohlebürstenführungen haben jedoch
den Nachteil, dass diese in ihren als Führung dienenden Abschnitten nicht exakt aufeinander
ausgerichtet werden können, so dass nicht sichergestellt ist, dass Kohleriegel im erforder
lichen Umfang flächig auf einem Kollektor aufliegen. Vielmehr ist festzustellen, dass
zeitweise nur eine der Schichten den Kollektor berühren. Hierdurch ändert sich jedoch der
Verschaltungswinkel eines entsprechende Schichtkohlebürsten aufweisenden Motors.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kohlehalteranordnung der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass diese kostengünstig herstellbar ist und
gleichzeitig sicherstellt, dass die in dem Kohlebürstenhalter axial verschiebbare Kohlebürste,
insbesondere Schichtkohlebürste hinreichend genau geführt wird, so dass der erforderliche
Kontakt zu einem Kollektor bzw. zu einem Schleifring gegeben ist. Gleichzeitig sollen bei
der Verwendung von Schichtkohlebürsten Querkurzschlüsse vermieden werden, also ein
Stromfluss zwischen den Kohleriegeln im Bereich ihrer von der Isolierschicht durchsetzten
Längsseiten.
Erfindungsgemäß wird das Problem im Wesentlichen dadurch gelöst, dass zumindest zwei
gegenüberliegende Innenflächen des Kohlebürstenhalters aus elektrisch isolierendem Material
bestehen oder dieses aufweisen oder jeweils mit einer aus elektrisch isolierendem Material
bestehenden Abdeckung versehen sind.
Durch die erfindungsgemäße Lehre kann in einer aus elektrisch isolierendem Material
bestehenden Trägerplatte ein Kohlebürstenhalter aus Metall eingesetzt werden, ohne dass die
Verwendung von einzusetzenden Kohlebürsten eingeschränkt werden muss. Vielmehr besteht
ohne Weiteres die Möglichkeit, in den Kohlebürstenhaltern Schichtkohlebürsten einzusetzen,
ohne dass die Gefahr besteht, dass Querkurzschlüsse im Bereich der Längsseiten der Kohle
bürsten, also zwischen den Kohleriegeln erfolgt, die von einer Isolierschicht getrennt sind.
Dadurch, dass der Kohlebürstenhalter einen aus Metall bestehenden umlaufenden oder im
Wesentlichen umlaufenden Körper aufweist, ist eine exakte Führung gegeben, so dass der
gewünschte Kontakt zwischen der Kohlebürste und einem Kollektor bzw. einem Schleifring
gegeben ist, ohne dass ein unkontrolliertes Verändern des Verschaltungswinkels erfolgt.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Abdeckung ein aus Kunststoffmaterial bestehendes
Streifmaterial einer Breitenerstreckung ist, die gleich oder in etwa gleich der Innenfläche des
Kohlebürstenhalters ist, entlang der sich die Abdeckung erstreckt.
Die Abdeckung selbst kann mit dem Kohlebürstenhalter bzw. der Innenfläche verbunden wie
verklebt sein. Insbesondere ist jedoch vorgesehen, dass die Abdeckung mit dem Kohlebür
stenhalter verschweißt ist, wobei insbesondere Ultraschallschweißen zu bevorzugen ist.
Um ein sicheres Fixieren zu gewährleisten, sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass
die mit der Abdeckung zu versehene Wandung des Kohlebürstenhalters zumindest eine
Aufnahme für in diese eingreifenden kohlebürstenabgewandten Abschnitt der Abdeckung
aufweist. Dabei kann die Aufnahme eine Durchbrechung wie Loch und der in diese ein
greifende Abschnitt ein zylinderförmiger Vorsprung wie Noppen sein. Vorzugsweise weist
die Wandung mehrere Aufnahmen und entsprechend die Abdeckung mehrere Vorsprünge auf.
Ist insbesondere die Wandung des Kohlebürstenhalters elektrisch isolierend ausgebildet bzw.
weist eine aus elektrisch isolierendem Material bestehende Abdeckung auf, entlang der die
Kohlebürste mit ihrer Isolierschicht abstützbar ist, so besteht ohne Weiteres die Möglichkeit,
dass der Kohlebürstenhalter innenflächig vollständig oder nahezu vollständig entsprechend
ausgebildet ist.
Des Weiteren sollte die Wandung und/oder die Abdeckung im Bereich der Isolierschicht eine
Längsaussparung wie Schlitz oder Kanal aufweisen, die parallel zur Isolierschicht verläuft
und sich seitlich außerhalb deren Längsränder erstreckt. Durch diese Maßnahme ergibt sich
der Vorteil, dass durch Abrieb bedingter Kohlebürstenstaub gezielt abgeführt werden kann,
ohne dass die Gefahr besteht, dass durch Staubablagerungen ein Kurzschluss zwischen den
Kohleriegeln einer Schichtkohlebürste auftritt.
Der Kohlebürstenhalter selbst kann aus Messing-Messing-Laminat-Aluminium-Zink bestehen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den
Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -,
sondern auch aus der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Kollektor mit auf dieser abgestützter Kohlebürste,
Fig. 2 eine auseinandergezogene Darstellung eines Kohlebürstenhalters und
Fig. 3-6 Querschnitte prinzipieller Darstellungen von Kohlebürstenhaltern mit in diesen
eingesetzten Schichtkohlebürsten.
In Fig. 1 ist rein prinzipiell ein Kollektor 10 mit Lamellen 12 eines Elektromotors dargestellt,
auf den eine Kohlebürste 14 unter einem gewünschten Verschaltungswinkel abgestützt ist.
Die Kohlebürste 14 wird von einem köcherförmigen Kohlebürstenhalter 16 aus elektrisch
leitendem Material geführt aufgenommen, der seinerseits von einem ebenfalls köcherförmigen
Bürstenhaltergehäuse 18 aus Kunststoffmaterial aufgenommen ist. Anders gestaltete Träger
für Kohlebürstenhalter sind gleichfalls möglich, insbesondere Trägerplatten mit zentraler
Durchbrechung, die von einer Welle eines Elektromotors durchsetzt ist und auf der vorzugs
weise vier Kohlebürstenhalter mit in diesen axial verschiebbar angeordneten Kohlebürsten
angeordnet sind, wie dies aus den EP 0 291 765 A2, EP 0 655 169 B1 oder DE 36 29 634 C2
bekannt ist.
In perspektivischer Darstellung ist in Fig. 2 ein entsprechender Kohlebürstenhalter 16
dargestellt, der in seinen Querwänden 20, 22 sogenannte Federbäuche 24, 26 aufweist, um ein
Federelement wie Schraubenfeder 28 aufzunehmen, die aus Kunststoff oder aus mit Kunst
stoff ummanteltem Metall bestehen kann. Insoweit wird jedoch auf hinlänglich bekannte
Konstruktionen verwiesen.
Der Kohlebürstenhalter 16 ist erfindungsgemäß derart ausgebildet, dass dessen Längsinnen
flächen 30, 32 in ihren mit der Kohlebürste 14 in Kontakt gelangenden Bereichen elektrisch
isoliert ist. Dies kann dadurch erfolgen, dass die Innenflächen 30, 32 mit einer entsprechen
den aus elektrisch isolierendem Material bestehenden Beschichtung versehen oder elektrisch
isolierend ausgebildet sind.
Bevorzugterweise wird jedoch die Innenfläche 30, 32 von einem aus elektrisch isolierendem
Material bestehenden Streifen 34 abgedeckt, wie anhand der Fig. 2 verdeutlich ist. Um ein
sicheres Fixieren zu ermöglichen, weist der Kunststoffstreifen 34 auf seiner kohlebürstenfern
liegenden Fläche 36 abragende noppenartige Vorsprünge 38 auf, die in entsprechende Auf
nahmen wie Löcher 40 in der Seitenwandung 42, 44 des Kohlebürstenträgers 16 eingebracht
sind. Der Streifen 34 kann sodann mit der Innenfläche 30, 32 bzw. der Wandung 42, 44
verklebt oder insbesondere mittels Ultraschall verschweißt werden.
Eine diesbezügliche Konstruktion ist insbesondere für Schichtkohlebürsten 46 geeignet, die
aus über eine Isolierschicht 48 zusammengesetzten Kohleriegeln 50, 52 entsprechend der Fig.
3 bis 6 besteht. Um Querkurzschlüsse zu unterbinden, also einen unmittelbaren Stromfluss
zwischen den Längsflächen 52, 54 und 56, 58 der Kohleriegel 50, 52, die über die Isolier
schicht 48 getrennt sind, stützt sich die Kohlebürste 46 mit ihren entsprechenden Längs
flächen 52, 54, 56, 58 an mit jeweils einer aus elektrisch isolierendem Material bestehenden
Abdeckung 60, 62 der Innenflächen der Längsseitenwandungen 64, 66 eines Kohlebürsten
trägers 68 ab, dessen Aufbau prinzipiell dem der Fig. 1 und 2 entsprechen kann. Dabei
bestehen nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 die Abdeckungen 60, 62 aus elektrisch
isolierendem Streifenmaterial, das mit den Innenflächen der Längswandungen 64, 66 verklebt
oder verschweißt sein kann. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, dass ein Querkurz
schluss zwischen den Kohleriegeln 50, 52 im Bereich ihrer Längsflächen 52, 54, 56, 58
unterbleibt.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 sind die Längswandungen 64, 66 des Kohlebür
stenhalters 68 innenseitig mit einer aus elektrisch isolierendem Material versehenen Beschich
tung 70, 72 abgedeckt, die die gleiche Funktion wie die Streifenelemente 34, 60, 62 der Fig.
1 und 2 ausüben.
Entsprechendes mit noppenartigen Vorsprüngen 38, 74 versehenes Streifenmaterial 34, 76
weist der der Fig. 5 zu entnehmende Kohlebürstenträger 78 auf, wobei die noppenartigen
Vorsprünge 38, 74 entsprechende Löcher 76, 78 der Längsseitenwandungen 64, 66 durch
setzen.
In Fig. 6 ist in vergrößerter Darstellung ein Ausschnitt einer weiteren hervorzuhebenden
Ausführungsform eines Kohlebürstenträgers 80 dargestellt, dessen Längsseitenwandung 82
innenseitig von einer Isolierschicht 84 abgedeckt ist, die entsprechend den zuvor erläuterten
Ausführungsbeispielen durch zum Beispiel Streifenmaterial oder eine Beschichtung ausgebil
det sein kann. Unabhängig hiervon weist die Längsseitenwandung 82 und die Abdeckung 84
im Bereich der Isolierschicht 48 der Schichtkohlebürste 50 eine Schlitz- oder kanalförmige
Aussparung 86 auf, die sich bis hin zu den Kohleriegeln 50, 52 erstreckt. Somit gelangen die
sich an der Isolierschicht 48 unmittelbar angrenzenden Randbereiche der Kohleriegel 50, 52
nicht in Kontakt mit der Abdeckung 84. Hierdurch ist sichergestellt, dass sich durch Abrieb
entstehender Kohlenstaub nicht unmittelbar zwischen den Kohleriegeln 50, 52 ansammeln
und ablagern kann, wodurch andernfalls ein unerwünschter Querkurzschluss auftreten könnte.
Claims (10)
1. Kohlehalteranordnung bestimmt für Elektromotoren umfassend einen aus elektrisch
isolierendem Material wie Kermik- oder Kunststoffmaterial bestehenden Träger (16)
wie Trägerplatte mit zumindest einem von diesem ausgehenden aus Metall bestehen
den köcherförmigen Kohlebürstenhalter (16, 68), dessen Innenflächen zumindest ab
schnittsweise Führungen einer in dem Kohlebürstenhalter axial verschiebbaren Kohle
bürste (14, 46) sind, insbesondere bestimmt für eine Schichtkohlebürste,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei gegenüberliegende Innenflächen (30, 32) des Kohlebürstenhalters
(16, 68) aus elektrisch isolierendem Material bestehen oder dieses aufweisen oder
jeweils mit einer aus elektrisch isolierendem Material bestehenden Abdeckung (34,
60, 62, 70, 72, 76, 84) versehen sind.
2. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckung ein aus Kunststoffmaterial bestehendes Streifenmaterial (34, 76,
82) ist.
3. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Streifenmaterial (34, 76, 82) eine Breitenerstreckung aufweist, die gleich
oder in etwa gleich abzudeckender Innenfläche (30, 32) des Kohlebürstenhalters (16)
ist.
4. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckung (34, 76) mit dem Kohlebürstenhalter (16, 68) bzw. dessen
abzudeckender Wandung (42, 44, 64, 66) verklebt ist.
5. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckung (34, 76) mit der Wandung (42, 44, 64, 66) insbesondere mittels
Ultraschallschweißen verschweißt ist.
6. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (42, 44, 64, 66) zumindest eine Aufnahme (40, 76, 78) für in diese
eingreifenden kohlebürstenabgewandten Abschnitt (38, 74) der Abdeckung (34, 76)
aufweist.
7. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme eine Durchbrechung wie ein Loch (40, 76, 78) und der in diese
eingreifende Abschnitt ein zylinderförmiger Vorsprung wie Noppen (38, 74) ist.
8. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Wandung (42, 44) mehrere Aufnahmen (40) vorhanden sind.
9. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (42, 44, 64, 66) des Kohlebürstenhalters (16, 68) kohlebürstenseitig
elektrisch isolierend ausgebildet ist oder die Abdeckung (34, 76) aufweist, entlang der
die Kohlebürste (56) in Form einer Schichtkohlebürste mit ihrer Isolierschicht (48)
abstützbar ist.
10. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (82) und/oder deren Abdeckung (84) des Kohlebürstenhalters (80)
im Bereich der Isolierschicht (48) eine Längsaussparung wie Schlitz oder Kanal (86)
aufweist, die parallel zu der Isolierschicht verläuft und sich bis außerhalb deren
Längsränder erstreckt.
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