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DE10011375A1 - Vorderrad- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad - Google Patents

Vorderrad- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad

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Publication number
DE10011375A1
DE10011375A1 DE10011375A DE10011375A DE10011375A1 DE 10011375 A1 DE10011375 A1 DE 10011375A1 DE 10011375 A DE10011375 A DE 10011375A DE 10011375 A DE10011375 A DE 10011375A DE 10011375 A1 DE10011375 A1 DE 10011375A1
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DE
Germany
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brake
rear wheel
control
front wheel
side actuator
Prior art date
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Granted
Application number
DE10011375A
Other languages
English (en)
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DE10011375B4 (de
Inventor
Takeshi Wakabayashi
Kazuhiko Tani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honda Motor Co Ltd
Original Assignee
Honda Motor Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Honda Motor Co Ltd filed Critical Honda Motor Co Ltd
Publication of DE10011375A1 publication Critical patent/DE10011375A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10011375B4 publication Critical patent/DE10011375B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L3/00Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof
    • B62L3/08Mechanisms specially adapted for braking more than one wheel
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/26Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels
    • B60T8/261Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels specially adapted for use in motorcycles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
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    • B60W30/00Purposes of road vehicle drive control systems not related to the control of a particular sub-unit, e.g. of systems using conjoint control of vehicle sub-units
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Hydraulic Control Valves For Brake Systems (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Abstract

Es soll ein Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem mit einer einfachen Struktur angegeben werden, das eine automatische Bremssteuerung der Vorder- und Hinterräder auf der Basis des Fahrzustands des Kraftrads ausführen kann. DOLLAR A Hierzu wird ein Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad angegeben, bei dem eine Vorderradbremse 11 und eine Hinterradbremse 12, die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad 2 bzw. einem Hinterrad 3 vorgesehen sind. Das Bremssystem umfaßt: einen vorderradseitigen Aktuator 21 zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse 11; einen hinterradseitigen Aktuator 23 zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse 12; ein erstes und ein zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel 5 und 7; ein erstes und ein zweites Betätigungsbetragerfassungsmittel 31, 32 zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels 5 und 7 und ein Steuer/Regelmittel 30 zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel 31 und 32 erfaßter Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator 21 und den hinterradseitigen Aktuator 23 auf der Basis des berechneten Ergebnisses. In diesem Bremssystem führt das Steuer/Regelmittel 30 die Bremssteuerung/-regelung derart durch, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse 11 oder der Hinterradbremse 12 sowie einer ...

Description

Die Erfindung betrifft ein Vorderrad- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, das eine gekoppelte Bremsbetätigung zwischen den Vorderrad- und Hinterradbremsen gestattet.
Die Bremsbetätigung eines Kraftrads erfolgt durch einen am Handgriff vorgesehenen Bremshebel oder Bremsgriff sowie ein an der Fußraste vorgesehenes Bremspedal, und die Vorderradbremse und die Hinterradbremse werden nach Bedarf unabhängig oder gleichzeitig durch Betätigung des Bremsgriffs und des Bremspedals als den Bremsbetätigungsmitteln betätigt.
Beispielsweise offenbart die japanische Patent-Offenlegungsschrift Nr. Hei 7-196068 eine elektronische Steuerung, die teilweise zur Bremsbetätigung genutzt wird. Eine Bremsanlage dieses Beispiels ist in Fig. 10 gezeigt.
Eine Vorderradbremse 02 und eine Hinterradbremse 05 sind jeweils als Hydraulikbremsen ausgeführt, und ein Griff-Hauptzylinder 07 ist an einem Bremsgriff 06 als Betätigungsmittel vorgesehen, und ein Pedalhauptzylinder 012 ist an einem Bremspedal 011 als Betätigungsmittel vorgesehen.
Eine vom Griff-Hauptzylinder 07 kommende Griff-Hydraulikdruckleitung 08 ist mit der Vorderradbremse 02 verbunden, und eine vom Pedalhauptzylinder 012 kommende Pedal-Hydraulikdruckleitung 013 ist mit einem Kanal der 3-Kanal-Hinterradbremse 05 verbunden. Ein von der Pedal- Hydraulikdruckleitung 013 abzweigender Hydraulikdruckkreis 014 ist mit einem Sekundär-Hauptzylinder 010 verbunden, und die Ausgangsseite des Sekundär-Hauptzylinders 010 ist mit den anderen beiden Kanälen der der Hinterradbremse 05 über ein Steuerventil 016 verbunden.
Andererseits umfaßt die Bremsanordnung ein elektronisch gesteuertes Bremssystem, in dem ein Bremsschalter 040, der auf der Basis des Vorhandenseins und Fehlens der Drehbewegung des Bremsgriffs 06 geöffnet und geschlossen wird, an dem Bremsgriff 06 vorgesehen ist, und ein Drucksensor 041 zum Erfassen eines Hydraulikdrucks an der Griff- Hydraulikdruckleitung 08 vorgesehen ist. Eine Steuereinheit 031 bestimmt einen von dem Sekundär-Hauptzylinder 010 zu erzeugenden Hydraulikdruck auf der Basis der Erfassungssignale von dem Bremsschalter 040 und dem Drucksensor 041 und betreibt einen Aktuator 033 über ein Relais 032, um in dem Sekundär-Hauptzylinder 010 einen Hydraulikdruck zu erzeugen.
Im Falle der alleinigen Betätigung des Bremspedals 011 wird nur die Hinterradbremse 05 unabhängig von der Vorderradbremse betätigt.
Im Falle der alleinigen Betätigung des Bremsgriffs 06 oder der gleichzeitigen Betätigung des Bremsgriffs 06 und des Bremspedals 011 betätigt ein Hydraulikdruck des Griff-Hauptzylinders 07 die Vorderradbremse 02, und gleichzeitig wird der Aktuator 033 auf der Basis des Hydraulikdrucks der Griff-Hydraulikdruckleitung 08 betätigt, um einen spezifischen Hydraulikdruck in dem Sekundär-Hauptzylinder 010 zu erzeugen, um hierdurch die Hinterradbremse 05 durch das Steuerventil 016 zu koppeln.
Wenn der Sekundär-Hauptzylinder 010 den Hydraulikdruck des elektronisch gesteuerten Bremssystems aufgrund der Betätigung des Bremsgriffs 06 und auch den Hydraulikdruck der Pedal-Hydraulikdruckleitung 013 aufgrund der Betätigung des Bremspedals 011 erhält, wird die Ausgabe von dem Sekundär-Hauptzylinder 010 größer. Solange daher einer der beiden obigen Arten von Hydraulikdrücken allein in den Sekundär-Hauptzylinder 010 eingeführt wird, kann der jeweils andere nicht zusätzlich in den Sekundär- Hauptzylinder 010 eingegeben werden.
Wenn das Bremspedal 011 allein betätigt wird, wird nur die Hinterradbremse 05 betätigt, d. h. die Vorderradbremse 02 kann nicht - unabhängig vom Fahrzustand des Kraftrads - gekoppelt mit der Hinterradbremse 05 betätigt werden, wodurch es unmöglich ist, eine Bremssteuerung auf der Basis einer idealen Bremskraftverteilungs-Charakteristik durchzuführen.
Insbesondere ist es bei alleiniger Betätigung des Bremspedals 011 unmöglich, die Bremssteuerung zwischen der Einzel-Bremssteuerung und Verbund-Bremssteuerung auf der Basis des Hydraulikdrucks der Hydraulikdruckleitung oder von Information über den Fahrzustand des Kraftrads zu schalten, und es ist ferner unmöglich, die Verteilungscharakteristik der Bremskräfte der Vorder- und Hinterräder auf der Basis des Fahrzustands zu ändern.
Bei dem obigen herkömmlichen Bremssystem gibt es ein weiteres Problem. Da die Pedal-Hydraulikdruckleitung 013 auf ihrem Weg in die Leitungen, die mit der Hinterradbremse 05 und dem Sekundär-Hauptzylinder 010 verbunden sind, verzweit ist, und ferner das Steuerventil 016 zwischen dem Sekundär-Hauptzylinder 010 und der Hinterradbremse 05 angeordnet ist, ist die Teilezahl größer und die Struktur ist kompliziert, und ferner werden die Rohrverlegung und Wartungsarbeiten mühsam.
Ein weiteres Problem bei dem herkömmlichen Bremssystem ist, daß die Verlegung der Rohre durch die komplizierte Struktur beschränkt ist, was die Freiheit bei der Auslegung der Rohre reduziert.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Vorderrad- und Hinterrad- Verbundbremssystem mit einer einfachen Struktur anzugeben, das eine Bremssteuerung/regelung der Vorder- und Hinterräder auf der Basis des Fahrzustands des Kraftrads automatisch durchführen kann.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Vorderrad- und Hinterrad- Verbundbremssystem für ein Kraftrad vorgeschlagen, bei dem eine Vorderradbremse und eine Hinterradbremse, die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad bzw. einem Hinterrad vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse;
einen hinterradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterrad bremse;
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel;
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel zum Erfassen von Betätigungsbeträge des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels; und
ein Steuer/Regelmittel zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator und den hinterradseitigen Aktuator auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuermittel die Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse oder der Hinterradbremse sowie einer Verbund- Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen entsprechend einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbeträgen umgeschaltet wird.
Da die Bremssteuerung/regelung derart erfolgt, daß zwischen der Einzel- Bremssteuerung/regelung und der Verbund-Bremssteuerung/regelung gemäß einer spezifischen Bremskraft-Verteilungscharakteristik auf der Basis der erfaßten Betätigungsbeträge umgeschaltet wird, ist es möglich, die Bremssteuerung/regelung des Vorderrads und des Hinterrads auf der Basis des Fahrzustands des Kraftrads aufgrund der Bremsbetätigung automatisch umzuschalten.
Da das Bremssystem eine einfache Struktur hat, in der der vorderradseitige Aktuator zur Betätigung der Vorderradbremse und der hinterradseitige Aktuator zur Betätigung der Hinterradbremse durch das Steuermittel angetrieben sind, ist es möglich, die Rohrverlegung und Wartungsarbeiten leicht durchzuführen und den Freiheitsgrad bei der Rohrauslegung zu erhöhen.
Bevorzugt führt das Steuermittel die Bremssteuerung/regelung derart durch, daß das Steuermittel die Bremssteuerung/regelung derart durch, daß, wenn eines der ersten und zweiten Bremsbetätigungsmittel betätigt wird, die Einzel-Bremssteuerung durchgeführt wird, bis der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert erreicht, und wenn der erfaßte Betätigungsbetrag den spezifischen Wert überschreitet, von Einzel-Bremssteuerung zur Verbund-Bremssteuerung umgeschaltet wird.
Auch wenn eines der ersten und zweiten Bremsbetätigungsmittel betätigt wird und der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert überschreitet, wird die Einzel-Bremssteuerung in die Verbund- Bremssteuerung umgeschaltet, in der die Vorder- und Hinterradbremsen beide in gegenseitiger Kopplung betätigt werden, ist es möglich, eine glatte und effektive Bremssteuerung auf der Basis des Fahrzustands des Kraftrads aufgrund der Bremsbetätigung zu realisieren.
Bevorzugt führt das Steuermittel die Bremssteuerung/regelung derart durch, daß die Verbund-Bremssteuerung/regelung durchgeführt wird, bis der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert erreicht, und wenn der erfaßte Betätigungsbetrag den spezifischen Wert überschreitet, die Bremsung der Hinterradbremse gelöst wird, um die Verbund- Bremssteuerung in die Einzel-Bremssteuerung nur der Vorderradbremse umzuschalten.
Wenn der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert überschreitet, wird von der Verbund-Bremssteuerung in die Einzel-Bremssteuerung nur der Vorderradbremse umgeschaltet, und demzufolge wird die Bremskraft der Hinterradbremse auf der Basis des Fahrzustands aufgrund der Bremsbetätigung reduziert oder aufgehoben, so daß sich eine Lagesteuerung des Fahrzeugkörpers leicht durchführen läßt.
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Vorderrad- und Hinterrad-Koppel- Bremssystem für ein Kraftrad vorgeschlagen, bei dem eine Vorderradbremse und eine Hinterradbremse die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad bzw. einem Hinterrad vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse;
einen hinterradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse;
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel;
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels; und
ein Steuer/Regelmittel zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator und den hinterradseitigen Aktuator auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuermittel andere Fahrzustandsinformation als die vom ersten und zweiten Bremsbetätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbeträge empfängt und eine Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse oder der Hinterradbremse auf der Basis der Fahrzustandinformation sowie einer Verbund-Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen entsprechend einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandinformation umgeschaltet wird.
Da die Bremssteuerung/regelung derart erfolgt, daß zwischen der Einzel- Bremssteuerung und der Verbund-Bremssteuerung gemäß einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandinformation umgeschaltet wird, läßt sich eine automatische Bremssteuerung/regelung auf der Basis des Fahrzustands automatisch durchführen.
Da das Bremssystem eine einfache Struktur hat, bei der der vorderradseitige Aktuator zur Betätigung der Vorderradbremse und der hinterradseitige Aktuator zur Betätigung der Hinterradbremse durch das Steuermittel angetrieben werden, ist es möglich, die Rohrverlegung und die Wartungsarbeiten leicht durchzuführen und den Freiheitsgrad bei der Rohrauslegung zu erhöhen.
Bevorzugt ist die Fahrzustandsinformation die Fahrzeuggeschwindigkeit.
Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen spezifischen Wert überschreitet, wird von der Einzel-Bremssteuerung in die Verbund-Bremssteuerung umgeschaltet, und demzufolge läßt sich eine glatte und effektive Bremssteuerung auf der Basis der Fahrgeschwindigkeit realisieren.
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Vorderrad- und Hinterrad- Koppelbremssystem für ein Kraftrad vorgeschlagen, bei dem eine Vorderradbremse und eine Hinterradbremse, die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad bzw. einem Hinterrad vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse;
einen hinterradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse;
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel;
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels; und
ein Steuer/Regelmittel zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßter Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator und den hinterradseitigen Aktuator auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuermittel andere Fahrzustandsinformation als die vom ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbeträge erhält und eine Verteilungscharakteristik der auf die Vorderradbremse und die Hinterradbremse ausgeübten Bremskräfte auf der Basis der Fahrzustandsinformation ändert.
Es kann eine Bremssteuerung in Übereinstimmung mit der optimalen Bremskraftverteilungscharakteristik erfolgen, indem die Verteilungscharakteristik der Bremskräfte, die auf die Vorderradbremse und die Hinterradbremse ausgeübt werden, auf der Basis des Fahrzustands des Fahrzeugs geändert wird.
Bevorzugt ist der Fahrzustand ein Schlupfzustand der Vorder- und Hinterräder.
Da das Gewichtsverhältnis zwischen den Vorder- und Hinterteilen des Fahrzeugs auf der Basis der Schlupfrate des Vorderrads und des Hinterrads gewertet oder ermittelt werden kann, ist es möglich, die optimale Verteilungscharakteristik der Bremskräfte, die auf die Vorder- und Hinterradbremsen ausgeübt werden, auf der Basis des Gewichtsverhältnisses zwischen den Vorder- und Hinterteilen des Fahrzeugs festzulegen, und somit eine glatte und effektive Bremssteuerung auf der Basis des Fahrzustands zu realisieren.
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Vorderrad- und Hinterrad-Koppel- Bremssystem für ein Kraftrad vorgeschlagen, bei dem eine Vorderradbremse und eine Hinterradbremse, die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad bzw. einem Hinterrad vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse;
einen hinterradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse;
ein vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel;
ein Betätigungsbetragerfassungsmittel zum Erfassen eines Betätigungsbetrags des Bremsbetätigungsmittels; und
ein Steuermittel zum Empfangen und Berechnen eines vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrags und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen für den vorderradseitigen Aktuator und den hinterradseitigen Aktuator auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuermittel andere Fahrzustandinformation als den vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrag empfängt und eine Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse oder der Hinterradbremse sowie einer Verbund-Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen gemäß einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandsinformation umgeschaltet wird.
Allein die Betätigung nur eines Bremsbetätigungsmittels durch den Fahrer ermöglicht dem Steuermittel, die Bremssteuerung derart durchzuführen, daß zwischen der Einzel-Bremssteuerung und der Verbund-Bremssteuerung gemäß einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandinformation umgeschaltet wird, und daher eine Bremssteuerung der Vorder- und Hinterräder auf der Basis des Fahrzustands automatische durchzuführen. Da der Fahrer das zu betätigende Bremsbetätigungsmittel beliebig wählen kann, ist es möglich, die Belastung des Fahrers zur Bremsbetätigung zu reduzieren.
Da das obige Bremssystem eine einfache Struktur hat, ist es möglich, die Rohrverlegung und Wartungsarbeiten leicht durchzuführen und den Freiheitsgrad bei der Rohrauslegung zu erhöhen.
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Vorderrad- und Hinterrad-Koppel- Bremssystem für ein Kraftrad vorgeschlagen, bei dem eine Vorderradbremse und eine Hinterradbremse, die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad bzw. einem Hinterrad vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse;
einen hinterradseitigen Aktuator zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse;
ein vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel;
ein Betätigungsbetragerfassungsmittel zum Erfassen eines Betätigungsbetrags des Bremsbetätigungsmittels; und
ein Steuermittel zum Empfangen und Berechnen eines vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrags und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen für den vorderradseitigen Aktuator und den hinterradseitigen Aktuator auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuermittel andere Fahrzustandinformation als den vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrag empfängt und eine Bremskraftverteilungscharakteristik von auf die Vorderradbremse und die Hinterradbremse ausgeübten Bremskräften auf der Basis des Fahrzustands ändert.
Allein die Betätigung nur eines Bremsbetätigungsmittels durch den Fahrer ermöglicht dem Steuermittel, eine Verteilungscharakteristik der Bremskräfte der Vorderradbremse und der Hinterradbremse auf der Basis des Fahrzustands eines Fahrzeugs zu ändern und eine Bremssteuerung in Übereinstimmung mit der optimalen Bremskraftverteilungscharakteristik durchzuführen.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Bremsanordnung eines Kraftrads mit einem Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem nach einer ersten Ausführung;
Fig. 2 die Konfiguration der Bremsanordnung von Fig. 1;
Fig. 3 eine Graphik der Verteilungscharakteristik der Bremskräfte, die bei einzelner Betätigung eines Bremspedals auf die Vorder- und Hinterradbremsen ausgeübt werden;
Fig. 4 eine Graphik der Verteilungscharakteristik von Bremskräften, die bei einzelner Betätigung eines Bremsgriffs auf die Vorder- und Hinterradbremsen ausgeübt werden;
Fig. 5 die Konfiguration einer Bremsanordnung eines Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystems nach einer weiteren Ausführung;
Fig. 6 eine Graphik der auf die Vorder- und Hinterradbremsen ausgeübten Bremskräfte in einem Beispiel der Bremssteuerung;
Fig. 7 eine Graphik der Beziehung zwischen der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Vorderradbremskraft in einem Beispiel der Bremssteuerung auf Basis der Fahrgeschwindigkeit;
Fig. 8 eine Graphik der idealen Bremskraftverteilungscharakteristik in einem Beispiel der Bremssteuerung auf Basis der Radschlupfzustände;
Fig. 9 die Konfiguration einer Bremsanordnung eines Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystems nach einer weiteren Ausführung; und
Fig. 10 die Konfiguration einer Bremsanordnung eines herkömmlichen Bremssystems.
Ausführungen der Erfindung werden nun anhand der Fig. 1 bis 6 beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Bremsanordnung eines Kraftrads 1 mit einem Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 10 dieser Ausführung.
Eine hydraulische Vorderradbremse 11 ist an einem Vorderrad 2 vorgesehen, und eine hydraulische Hinterradbremse 12 ist an einem Hinterrad 3 vorgesehen.
Die hier als Scheibenbremse ausgeführte Vorderradbremse 11 umfaßt eine Bremsscheibe 11a und einen Bremssattel 11b, und die hier ebenfalls als Scheibenbremse ausgeführte Hinterradbremse 12 umfaßt eine Bremsscheibe 12a und einen Bremssattel 12b.
An einer rechten Lenkstange 4 ist ein Bremsgriffhebel 5 vorgesehen, und nahe einer rechten Fußraste 6 ist ein Bremspedal 7 vorgesehen.
Der Bremsgriff 5 ist an einem Griff-Hauptzylinder 15 angebracht, und das Bremspedal 7 ist an einem Pedal-Hauptzylinder 17 angebracht.
Das Rohr einer vom Griff-Hauptzylinder 15 kommenden Griff- Hydraulikleitung 16 ist mit dem Bremssattel 11 der Vorderradbremse 11 verbunden, und das Rohr einer vom Pedal-Hauptzylinder 17 kommenden Pedal-Hydraulikleitung 18 ist mit dem Bremssattel 12b der Hinterradbremse 12 verbunden.
Ein elektronisch gesteuerter/geregelter Aktuator 21 ist in der Nähe der Vorderradbremse 11 angeordnet und ist mit dieser Vorderradbremse 11 über ein Rohr einer elektronisch gesteuerten Hydraulikleitung 22 verbunden.
Ähnlich ist ein elektronisch gesteuerter/geregelter Aktuator 23 in der Nähe der Hinterradbremse 12 angeordnet, und ist mit dieser Hinterradbremse 12 über ein Rohr einer elektronisch gesteuerten Hydraulikleitung 24 verbunden.
Die vorderen und hinteren elektronisch gesteuerten Aktuatoren 21 und 23 sind durch eine elektronische Steuereinheit ECU 30 angesteuert, in welche Hydraulikdrücke der Griff-Hydraulikleitung 16 und der Pedal-Hydraulikleitung 18 betreffende Erfassungssignale eingegeben werden.
Information über den Fahrzustand des Kraftrads 1, wie etwa Fahrgeschwindigkeit, Radgeschwindigkeit, Radschlupfzustand, Neigung des Fahrzeugrumpfs etc., werden ebenfalls in die ECU 30 eingegeben.
Die Konfiguration des oben beschriebenen Bremssystems ist in Fig. 2 dargestellt.
An der Griff-Hydraulikleitung 16 ist ein Drucksensor 31 vorgesehen. Der Drucksensor 31 dient zur Erfassung eines in dem Griff-Hauptzylinder 15 erzeugten Betriebsdrucks, wenn der Bremsgriff 5 betätigt wird, und zur Ausgabe des Erfassungssignals an die ECU 30.
An der Pedal-Hydraulikleitung 18 ist in ähnlicher Weise ein Drucksensor 32 vorgesehen. Der Drucksensor 32 dient zur Erfassung eines in dem Pedal- Hauptzylinder 17 erzeugten Betriebsdrucks, wenn das Bremspedal 7 betätigt wird und zur Ausgabe des Erfassungssignals an die ECU 30.
Die Vorderradbremse 11 ist hier eine Dreiöffnungs- bzw. Dreikanalbremse, deren Bremssattel 11b drei Kolben hat, und die Griff-Hydraulikleitung 16 ist mit einem Kanal verbunden, und die elektronisch gesteuerte Hydraulikleitung 22 ist mit den anderen zwei Kanälen verbunden. Ähnlich ist die Hinterradbremse 12 hier eine Dreiöffnungs- bzw. Dreikanalbremse, deren Bremssattel 12b drei Kolben aufweist, und die Pedal-Hydraulikleitung 18 ist mit einem Kanal verbunden, und die elektronisch gesteuerte Hydraulikleitung 24 ist mit den anderen zwei Kanälen verbunden.
Nachfolgend wird der Betrieb des Bremssystems mit der obigen Konfiguration beschrieben.
Wenn bei Betätigung des Bremsgriffs 5 ein vom Drucksensor 31 erfaßter Betriebsdruck der ECU 30 zugeführt wird, führt die ECU 30 entweder eine "Einzel-Bremssteuerung" durch, in der die ECU 30 kein Signal zur Betätigung der Hinterradbremse 12 an den elektronisch gesteuerten Aktuator 23 ausgibt, oder eine "Verbund-Bremssteuerung", in der die ECU 30 ein Signal zum Betrieb der Hinterradbremse 12 an den elektronisch gesteuerten Aktuator 23 ausgibt. Ähnlich, wenn der vom Drucksensor 32 erfaßte Betriebsdruck durch Betätigung des Bremspedals 7 der ECU 30 zugeführt wird, führt die ECU 30 entweder eine "Einzel-Bremssteuerung" durch, in der die ECU 30 kein Signal zum Antrieb der Vorderradbremse 11 an den elektronisch gesteuerten Aktuator 21 ausgibt, oder eine "Verbund- Bremssteuerung", in der die ECU 30 ein Signal zum Antrieb der Vorderradbremse 11 an den elektronisch gesteuerten Aktuator 21 ausgibt.
Die von der ECU 30 ausgeführte Bremssteuerung bei alleiniger Betätigung des Bremspedals 7 wird anhand von Fig. 3 beschrieben. Fig. 3 zeigt graphisch die Verteilungscharakteristik der auf die Vorder- und Hinterradbremsen 11 und 12 ausgeübten Bremskräfte.
In Fig. 3 bezeichnet die Abszisse die Vorderradbremskraft und die Ordinate bezeichnet die Hinterradbremskraft; und eine unterbrochene Kurve bezeichnet eine ideale Bremskraftverteilungscharakteristik.
Wenn das Bremspedal 7 betätigt wird, wird ein Hydraulikdruck von dem Pedal-Hauptzylinder 17 zu der Hinterradbremse 12 über die Pedal- Hydraulikleitung 18 zugeführt, wodurch eine Einzel-Bremssteuerung des Hinterrads durchgeführt wird. Mit zunehmender Betätigungskraft des Bremspedals 7 nimmt hierbei der der Hinterradbremse zugeführte Hydraulikdruck zu, und hierdurch nimmt die Hinterradbremskraft ebenfalls zu.
Wenn der Drucksensor 32 erfaßt, daß der der Hinterradbremse zugeführte Hydraulikdruck einen spezifischen Wert erreicht, steuert die ECU 30 den Betrieb des elektronisch gesteuerten Aktuators 21 so, daß ein Hydraulikdruck der Vorderradbremse 11 zur Bremsung des Vorderrads 2 zugeführt wird, um hierdurch von der Einzel-Bremssteuerung in die Verbund- Bremssteuerung umzuschalten.
Wenn die Einzel-Bremssteuerung in die Verbund-Bremssteuerung umgeschaltet ist, wird die Verteilung der Bremskräfte glattgängig gesteuert, wobei sie leicht zu der idealen Bremskraftverteilungscharakteristik gemäß der unterbrochenen Kurve verschoben wird. Nachdem die Verteilung der Bremskräfte zu der idealen Bremskraftverteilungskurve verschoben ist, erfolgt die Vorderrad- und Hinterrad-Verbundbremssteuerung entlang der idealen Bremskraftverteilungskurve.
Insbesondere, wenn das Bremspedal 7 betätigt wird, wird das Hinterrad 3 zuerst gemäß der Einzel-Bremssteuerung gebremst, und wenn das Bremspedal 7 weiter betätigt wird, d. h. weiter niedergedrückt wird und hierdurch der dem Hinterrad zugeführte Hydraulikdruck den spezifischen Wert überschreitet, die Einzel-Bremssteuerung in die Verbund- Bremssteuerung umgeschaltet, in der das Vorderrad 2 ebenfalls gebremst wird, wodurch die Bremssteuerung auf der Basis der idealen Bremskraftverteilungscharakteristik erfolgen kann.
Im Ergebnis ist es möglich, ein sogenanntes "Bremsnicken" zu reduzieren, bei dem sich durch Bremsbetätigung der Fahrzeugrumpf nach vorne neigt.
Wenn nur der Bremsgriff 5 betätigt wird, erfolgt die Bremssteuerung so wie in Fig. 4 gezeigt.
Insbesondere, wenn der Bremshebel 5 betätigt wird, wird ein Hydraulikdruck der Vorderradbremse 11 über die Griff-Hydraulikdruckleitung 16 zugeführt, wodurch die Einzel-Bremssteuerung des Vorderrads durchgeführt wird. Hierbei nimmt die Vorderradbremskraft mit zunehmender Betätigungskraft des Bremsgriffs 5 zu. Wenn der der Vorderradbremse zugeführte Hydraulikdruck einen spezifischen Wert erreicht, wird der elektronisch gesteuerte Aktuator 23 betrieben, um der Hinterradbremse 12 einen Hydraulikdruck zur Bremsung des Hinterrads 3 zuzuführen, um hierdurch die Einzel-Bremssteuerung in die Verbund-Bremssteuerung umzuschalten.
Wenn die Einzel-Bremssteuerung in die Verbund-Bremssteuerung umgeschaltet ist, wird die Verteilung der Bremskräfte glattgängig gesteuert, wobei sie leicht zu der unterbrochen dargestellten idealen Bremskraftverteilungs-Charakteristikkurve verschoben wird. Nachdem die Verteilung der Bremskräfte zu der idealen Bremskraftverteilungskurve verschoben ist, wird die Vorder- und Hinterrad-Verbund-Bremssteuerung entlang der idealen Bremskraftverteilungskurve automatisch durchgeführt.
Wenn wie oben beschrieben entweder der Bremsgriff 5 oder das Bremspedal 7 betätigt wird, erfolgt die Bremssteuerung durch die ECU 30 derart, daß die Einzel-Bremssteuerung zu der Verbund-Bremssteuerung auf der Basis des der vorderen Bremse oder der hinteren Bremse zugeführten Hydraulikdrucks umgeschaltet wird. Im Ergebnis kann die Bremssteuerung auf der Basis des Fahrzustands des Kraftfahrzeugs automatisch durchgeführt werden.
Ein Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 50 nach einer weiteren Ausführung wird nun anhand von Fig. 5 beschrieben.
Das Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 50 hat im wesentlichen die gleiche Grundkonfiguration wie beim oben beschriebenen Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 10, außer daß die Griff- Hydraulikdruckleitung 16 zur direkten Verbindung des Griff-Hauptzylinders 15 mit der Vorderradbremse 11 und die Pedal-Hydraulikdruckleitung 18 zur direkten Verbindung des Pedal-Hauptzylinders 17 mit der Hinterradbremse 12 in dem obigen Vorder- und Hinterradverbundbremssystem 10 hier in dem Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 50 weggelassen sind.
Daher sind in Fig. 5 jene Teile, die denen in Fig. 2 entsprechen, mit den gleichen Bezugszahlen versehen.
Anders als bei der Konfiguration der obenbeschriebenen Ausführung besitzt die Vorderradbremse 11 einen Zweikanal-Bremssattel 11b.
Wenn der Bremsgriff 5 oder das Bremspedal 7 betätigt wird, wird in dem Griff-Hauptzylinder 15 oder dem Pedal-Hauptzylinder 17 ein Betriebshydraulikdruck erzeugt. Dieser Hydraulikdruck wird von einem Drucksensor 31 oder 32 erfaßt, und ein entsprechendes Erfassungssignal wird der ECU 30 zugeführt.
Die ECU 30 empfängt nicht nur die Erfassungssignale in bezug auf die Betriebshydraulikdrücke von den Drucksensoren 31 und 32, sondern auch Information über den Fahrzustand, wie etwa die Fahrzeuggeschwindigkeit, Radgeschwindigkeit, Radschlupfzustand sowie Neigung des Fahrzeugrumpfs; berechnet die Erfassungssignale und die Fahrzustandsinformation; und gibt Antriebssteuersignale an die elektronisch gesteuerten Aktuatoren 21 und 23 aus, um hierdurch den Betrieb der Vorderradbremse 11 und der Hinterradbremse 12 zu steuern.
Bei dem oben beschriebenen koppelbaren Vorderrad- und Hinterradbremssystem 50 erhalten die Vorderradbremse 11 und die Hinterradbremse 12 nicht direkt die Hydraulikdrücke von den Hauptzylindern 15 und 17, sondern in perfekter Weise elektronisch gesteuert von der ECU 30.
Demzufolge kann die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Bremssteuerung erreicht werden.
Bei dem koppelbaren Vorder- und Hinterradbremssystem 50 kann die Verbund-Bremssteuerung auch zur Einzel-Bremssteuerung umgeschaltet werden. Insbesondere, falls die Verbund-Bremssteuerung entlang der idealen Bremskraftverteilungskurve gemäß Fig. 6 auf der Basis des Arbeitshydraulikdrucks erfolgt und hierbei der Betriebshydraulikdruck erhöht wird, um die Bremskraft zu erhöhen, und hierdurch der Betriebshydraulikdruck einen spezifischen Wert erreicht, kann die Verbund- Bremssteuerung in die Einzel-Bremssteuerung umgeschaltet werden, in der nur das Vorderrad 2 allein durch die Vorderradbremse 11 gebremst wird, indem das Anlegen des Hydraulikdrucks auf die Hinterradbremse 12 gelöst wird, um die Bremsung des Hinterrads 3 zu lösen.
Diese Bremssteuerung zum Lösen der Bremsung des Hinterrads 3 ermöglicht eine einfache Lagesteuerung des Fahrzeugrumpfs.
Bei dem Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 50 kann die Bremssteuerung derart konfiguriert sein, daß entweder die Einzel- Bremssteuerung oder die Verbund-Bremssteuerung auf der Basis der Fahrgeschwindigkeit bestimmt wird. Beispielsweise kann auf der Basis der Graphik von Fig. 7, welche die Beziehung zwischen der Fahrgeschwindigkeit und der Vorderradbremskraft zeigt, die Einzel- Bremssteuerung bei einer Fahrgeschwindigkeit von Vr oder darunter gewählt werden, und die Verbund-Bremssteuerung kann bei einer Fahrgeschwindigkeit von mehr als Vr gewählt werden.
Insbesondere ist es möglich, die Fahrgeschwindigkeit durch Verbund- Bremssteuerung aus hoher Geschwindigkeit heraus effektiv zu verzögern, und die Lenkbarkeit durch die Einzel-Bremssteuerung der Hinterradbremse bei Langsamfahrt zu verbessern.
Das Gewichtsverhältnis, das zwischen den vorderen und hinteren Teilen des Fahrzeugrumpfs wirkt, differiert in Abhängigkeit vom Fahrzustand des Kraftrads, d. h. in Abhängigkeit davon, ob nur ein Fahrer auf dem Fahrersitz fährt oder auch ein Beifahrer auf einem Soziussitz fährt, und variiert in Abhängigkeit vom Fahrzustand, d. h. in Abhängigkeit davon, ob das Kraftrad auf einer ebenen Straße oder einer Gefällestraße fährt. Anders gesagt, die ideale Bremskraftverteilungscharakteristik in der Verbund-Bremssteuerung differiert in Abhängigkeit von der Sitzbelegung und/oder vom Fahrzustand des Kraftrads.
Da das Gewichtsverhältnis zwischen den Vorder- und Hinterteilen des Fahrzeugrumpfs im wesentlichen auch als Schlupfzustände der Vorder- und Hinterräder ausgedrückt werden kann, besteht die Möglichkeit, die Schlupfraten der Vorder- und Hinterräder auf der Basis der Radgeschwindigkeit und der Fahrgeschwindigkeit zu berechnen und die ideale Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der so berechneten Schlupfzustände zu ändern bzw. umzuschalten.
Das Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem 50 kann die Steuerung zum Ändern bzw. Umschalten der idealen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Schlupfzustände der Vorder- und Hinterräder durchführen. Insbesondere kann das Bremssystem 50, wie in Fig. 8 gezeigt, die ideale Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Schlupfzustände der Vorder- und Hinterräder zwischen einer idealen Obergrenz-Bremskraftverteilungskurve Cu und einer idealen Untergrenz-Bremskraftverteilungskurve Cl schalten oder ändern.
Die Bremskraftsteuerung kann weiter verbessert werden, so daß sie entlang der optimalen Bremskraftverteilungscharakteristik erfolgt, durch Ändern bzw. Umschalten der idealen Bremskraftverteilungscharakteristik in der Verbund-Bremssteuerung auf der Basis des Fahrzustands (Schlupfzustände der Vorder- und Hinterräder), wie oben beschrieben.
Jedes der Bremssysteme 10 und 50 umfaßt in den obigen Ausführungen den Bremsgriff 5 und das Bremspedal 7 als vom Fahrer betätigte Bremsbetätigungsmittel. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, nur eines der zwei obigen Bremsbetätigungsmittel vorzusehen und die Bremssteuerung durch das eine Bremsbetätigungsmittel allein durchzuführen.
Nun wird anhand von Fig. 9 ein Vorder- und Hinterrad- Verbundbremssystem 60 nach einer dritten Ausführung beschrieben, in der nur ein Bremsgriff bzw. Hebel als Bremsbetätigungsmittel verwendet wird. In Fig. 9 kann der Betätigungsbetrag des Bremsgriffs 61 durch ein Potentiometer 62 erfaßt werden, und der vom Potentiometer 62 erfaßte Betätigungsbetrag wird direkt einer ECU 30 zugeführt.
Jene Teile, die an der stromabwärtigen Seite von der ECU 30 angeordnet sind, sind die gleichen wie in Fig. 5, und daher sind sie mit den gleichen Bezugszahlen versehen.
Bei der dritten Ausführung kann die Bremssteuerung derart erfolgen, daß entweder die Bremsung des Vorderrads oder die Bremsung des Hinterrads auf der Basis des Fahrzustands gewählt wird, oder entweder die Einzel- Bremssteuerung oder die Verbund-Bremssteuerung auf der Basis des Fahrzustands gewählt wird, beispielsweise einer Fahrzeuggeschwindigkeit. Oder es kann eine Bremssteuerung derart durchgeführt werden, daß die ideale Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Schlupfzustände der Vorder- und Hinterräder geändert wird.
Daher ist es möglich, die Arbeit des Fahrers zur Bremsbetätigung zu reduzieren.
Da die Struktur des Bremssystems 60 einfach ist, lassen sich die Rohrverlegung und die Wartungsarbeiten leicht durchführen und läßt sich der Freiheitsgrad bei der Rohrauslegung erhöhen.

Claims (9)

1. Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, bei dem eine Vorderradbremse (11) und eine Hinterradbremse (12), die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad (2) bzw. einem Hinterrad (3) vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator (21) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse (11);
einen hinterradseitigen Aktuator (23) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse (12);
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel (5, 7);
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (31, 32) zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels (5, 7); und
ein Steuer/Regelmittel (30) zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßter Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator (21) und den hinterradseitigen Aktuator (23) auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuer/Regelmittel (30) die Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse (11) oder der Hinterradbremse (12) sowie einer Verbund-Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen (11, 12) entsprechend einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßten Betätigungsbeträgen umgeschaltet wird.
2. Bremssystem nach Anpruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuer/Regelmittel (30) die Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß, wenn eines der ersten und zweiten Bremsbetätigungsmittel (5, 7) betätigt wird, die Einzel-Bremssteuerung durchgeführt wird, bis der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert erreicht, und wenn der erfaßte Betätigungsbetrag den spezifischen Wert überschreitet, von Einzel-Bremssteuerung zur Verbund-Bremssteuerung umgeschaltet wird.
3. Bremssystem für ein Kraftrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuer/Regelmittel (30) die Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß die Verbund- Bremssteuerung/regelung durchgeführt wird, bis der erfaßte Betätigungsbetrag einen spezifischen Wert erreicht, und wenn der . erfaßte Betätigungsbetrag den spezifischen Wert überschreitet, die Bremsung der Hinterradbremse (12) gelöst wird, um die Verbund- Bremssteuerung in die Einzel-Bremssteuerung nur der Vorderradbremse umzuschalten.
4. Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, bei dem eine Vorderradbremse (11) und eine Hinterradbremse (12), die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad (2) bzw. einem Hinterrad (3) vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator (21) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse (11);
einen hinterradseitigen Aktuator (23) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse (12);
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel (5, 7);
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (31, 32) zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels (5, 7); und
ein Steuer/Regelmittel (30) zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßter Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator (21) und den hinterradseitigen Aktuator (23) auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuer/Regelmittel (30) andere Fahrzustandsinformation als die vom ersten und zweiten Bremsbetätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßten Betätigungsbeträge empfängt und eine Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse (11) oder der Hinterradbremse (12) auf der Basis der Fahrzustandinformation sowie einer Verbund-Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen (11, 12) entsprechend einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandinformation umgeschaltet wird.
5. Bremssystem für ein Kraftrad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzustandinformation eine Fahrgeschwindigkeit ist.
6. Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, bei dem eine Vorderradbremse (11) und eine Hinterradbremse (12), die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad (2) bzw. einem Hinterrad (3) vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator (21) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse (11);
einen hinterradseitigen Aktuator (23) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse (12);
ein erstes und eines zweites vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel (5, 7);
ein erstes und ein zweites Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (31, 32) zum Erfassen von Betätigungsbeträgen des ersten bzw. zweiten Bremsbetätigungsmittels (5, 7); und
ein Steuer/Regelmittel (30) zum Empfangen und Berechnen jeweiliger von dem ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßter Betätigungsbeträge und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen an den vorderradseitigen Aktuator (21) und den hinterradseitigen Aktuator (23) auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuer/Regelmittel (30) andere Fahrzustandsinformation als die vom ersten und zweiten Betätigungsbetragerfassungsmittel (31, 32) erfaßten Betätigungsbeträge erhält und eine Verteilungscharakteristik der auf die Vorderradbremse (11) und die Hinterradbremse (12) ausgeübten Bremskräfte auf der Basis der Fahrzustandsinformation ändert.
7. Bremssystem für ein Kraftrad nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzustand eine Schlupfrate der Vorder- und Hinterräder ist.
8. Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, bei dem eine Vorderradbremse (11) und eine Hinterradbremse (12), die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad (2) bzw. einem Hinterrad (3) vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator (21) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse (11);
einen hinterradseitigen Aktuator (23) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse (12);
ein vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel (61);
ein Betätigungsbetragerfassungsmittel zum Erfassen eines Betätigungsbetrags des Bremsbetätigungsmittels (61); und
ein Steuer/Regelmittel (30) zum Empfangen und Berechnen eines vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrags und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen für den vorderradseitigen Aktuator (21) und den hinterradseitigen Aktuator (23) auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuer/Regelmittel (30) andere Fahrzustandinformation als den vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrag empfängt und eine Bremssteuerung/regelung derart durchführt, daß zwischen einer Einzel-Bremssteuerung zum alleinigen Betrieb entweder der Vorderradbremse (11) oder der Hinterradbremse (12) sowie einer Verbund-Bremssteuerung zum Betrieb der Vorder- und Hinterradbremsen (11, 12) gemäß einer spezifischen Bremskraftverteilungscharakteristik auf der Basis der Fahrzustandsinformation umgeschaltet wird.
9. Vorder- und Hinterrad-Verbundbremssystem für ein Kraftrad, bei dem eine Vorderradbremse (11) und eine Hinterradbremse (12), die jeweils hydraulisch betätigt sind, an einem Vorderrad (2) bzw. einem Hinterrad (3) vorgesehen sind, wobei das Bremssystem umfaßt:
einen vorderradseitigen Aktuator (21) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Vorderradbremse (11);
einen hinterradseitigen Aktuator (23) zum Anlegen von Hydraulikdruck an die Hinterradbremse (12); ein vom Fahrer zu betätigendes Bremsbetätigungsmittel (61);
ein Betätigungsbetragerfassungsmittel zum Erfassen eines Betätigungsbetrags des Bremsbetätigungsmittels (61); und ein Steuer/Regelmittel (30) zum Empfangen und Berechnen eines vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrags und zur Ausgabe von Antriebssteuersignalen für den vorderradseitigen Aktuator (21) und den hinterradseitigen Aktuator (23) auf der Basis des berechneten Ergebnisses;
wobei das Steuer/Regelmittel (30) andere Fahrzustandinformation als den vom Betätigungsbetragerfassungsmittel erfaßten Betätigungsbetrag empfängt und eine Bremskraftverteilungscharakteristik von auf die Vorderradbremse (11) und die Hinterradbremse (12) ausgeübten Bremskräften auf der Basis des Fahrzustands ändert.
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