DE10010141C1 - Mischkammer zur Erzeugung von Druckluftschaum für Löschanlagen - Google Patents
Mischkammer zur Erzeugung von Druckluftschaum für LöschanlagenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Mischkammer zur Erzeugung von Druckluftschaum für Löschanlagen zur Brandbekämpfung mit einem Drucklufteinlass, einem Löschmitteleinlass und einem Druckluftschaumauslass, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Mischkammer eine sich zum Druckluftschaumauslass hin verjüngende Kontur aufweist. Die Erfindung betrifft zudem eine Feuerlöschvorrichtung mit einem Löschmittelbehälter, einer Anschlussvorrichtung zum Anschluss an eine Druckluftquelle und eine Mischkammer der vorstehend erläuterten Art.
Description
Die Erfindung betrifft eine Mischkammer zur Erzeugung von
Druckluftschaum für Löschanlagen zur Brandbekämpfung mit
einem Drucklufteinlass, einem Löschmitteleinlass und
einem Druckluftschaumauslass.
Löschschaum wird bei der Brandbekämpfung brennbarer
flüssiger und fester Stoffe eingesetzt. Hierbei wird ein
Gemisch aus Wasser und einem Schaummittel mittels
Druckluft aufbereitet. Aus dem Stand der Technik sind
unterschiedliche Systeme bekannt. So kann beispielsweise
ein Gemisch aus Wasser und Schaummittel durch eine
Kreiselpumpe durch ein Schaumstrahlrohr befördert werden,
wobei die Schaumerzeugung unmittelbar an dem
Schaumstrahlrohr durch unterdruckbedingte Zumischung der
Umgebungsluft erfolgt. Aus der U.S.-Patentschrift
5,255,747 ist es bekannt, anstelle der Zumischung der
Umgebungsluft durch Unterdruck eine Druckluftzumischung
vorzusehen. In diesem Fall wird die zur Verschäumung
erforderliche Luftmenge über einen Druckluftkompressor
zugeführt. Die Schaumqualität wird hierdurch erheblich
verbessert, die in der DIN 14272 geforderte
Wasserhalbzeit deutlich übertroffen und die Wurfweite des
mit Druckluftschaum erzeugten Löschmittelstrahls erhöht.
Die aus der U.S.-Patentschrift 5,255,747 bekannte
Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass eine motorisch
angetriebene Kreiselpumpe und ein Druckluft-Kompressor
bereit gestellt werden müssen.
Aus der U.S.-Patentschrift 5,881,817 ist eine
Löschvorrichtung bekannt, bei der der Druckluftschaum
ohne maschinelle Förderung, beispielsweise durch eine
Kreiselpumpe, gefördert wird. Hierzu wird ein aus einer
Druckluftquelle bereit gestellter Druckluftstrom
aufgeteilt, wobei ein Teil in einen Löschmittelbehälter
und ein anderer Teil in eine Mischkammer geleitet wird.
In dem Löschmittelbehälter befindet sich das Gemisch aus
Wasser und Löschmittel, das durch den Druckluftteilstrom
in die Mischkammer gefördert wird. In der Mischkammer
wird durch die Beimischung des zweiten Druckluftstroms
eine Vermischung des Schaummittels mit dem Wasser zu
Löschschaum bewirkt. Die aus der U.S.-Patentschrift
5,881,817 bekannte Löschkammer weist eine zylindrische
Innenkontur auf, bei der an einem Ende das Gemisch aus
Löschmittel und Wasser zugeführt, die Druckluft unter
einem Winkel von 68° zur Mittelachse der zylindrischen
Innenkontur eingespeist und das verschäumte Löschmittel
am anderen Ende der zylindrischen Innenkontur austritt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mischkammer zur
Erzeugung von Druckluftschaum für Löschanlagen zur
Brandbekämpfung bereit zu stellen, bei der besonders
effizient eine optimale Schaumqualität bereit gestellt
werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Mischkammer zur Erzeugung
von Druckluftschaum für Löschanlagen zur Brandbekämpfung
mit einem Drucklufteinlass, einem Löschmitteleinlass und
einem Druckluftschaumauslass bereit gestellt, bei der die
Mischkammer eine sich zum Druckluftschaumauslass hin
verjüngende Innenkontur aufweist. Durch den
Löschmitteleinlass tritt das vorzugsweise aus einem
Schaummittel und Wasser bestehende Löschmittel in die
Druckkammer ein. Durch den Drucklufteinlass tritt von
einer Druckluftquelle bereit gestellte Druckluft in die
Mischkammer ein. In der Mischkammer verschäumt das
Gemisch aus Wasser und Schaummittel aufgrund der
Druckluftzuführung und tritt als Löschschaum aus dem
Druckluftschaumauslass aus. Die Verschäumung ist durch
die sich zum Druckluftschaumauslass hin verjüngende
Innenkontur besonders effizient. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Innenkontur der Mischkammer bewirkt
eine intensive Verwirbelung, insbesondere eine Rotation,
welche den Mischprozess fördert.
Aufgrund des hervorragenden Wirkungsgrads der
Verschäumung in der erfindungsgemäßen Mischkammer ist es
möglich, besonders kompakte Feuerlöschvorrichtungen
bereit zu stellen. Die Druckluftvorratsbehälter können
sehr klein gewählt werden oder es können bereits
vorhandene Drucklufterzeugungsanlagen verwendet werden,
die mobil oder stationär für andere Verwendungszwecke
bereit gestellt sind.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
die Innenkontur der Mischkammer im wesentlichen
kegelförmig, der Drucklufteinlass und der
Löschmitteleinlass münden in den Boden der kegelförmigen
Innenkontur ein und der Druckluftschaumauslass ist im
Bereich der Spitze der kegelförmigen Innenkontur
angeordnet. Andere Geometrien, die bewirken, dass sich
die Mischkammer zum Druckluftschaumauslass hin verjüngt,
beispielsweise die Form einer Halbkugel, sind ebenfalls
möglich.
Der Drucklufteinlass und der Löschmitteleinlass münden
vorzugsweise im wesentlichen parallel zueinander in die
Mischkammer ein. Mit anderen Worten, die Leitungen für
die in die Mischkammer einströmende Druckluft sowie für
das Löschmittel verlaufen, zumindest unmittelbar vor
Eintritt in die Mischkammer, parallel zueinander.
Das Verhältnis des Innendurchmessers des
Drucklufteinlasses bzw. der diesbezüglichen
Druckluftleitung und des Innendurchmessers des
Löschmitteleinlasses bzw. der entsprechenden
Löschmittelleitungen beträgt vorzugsweise 1 : 3. Der
Innendurchmesser des Druckluftschaumauslasses ist
vorzugsweise gleich dem Innendurchmesser des
Löschmitteleinlasses.
Die Mischkammer ist vorzugsweise aus Werkstoffen wie
Kunststoff, Messing oder Aluminium gefertigt, d. h. aus
solchen Materialien, die gegenüber dem eingesetzten
Schaummittel korrosionsbeständig sind.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
hinter dem Druckluftschaumauslass ein Verschäumungsregler
vorgesehen, der dazu dient, wahlweise einen Störkörper in
dem freien Querschnitt des Druckluftschaumauslasses
bereit zu stellen. Mittels des Verschäumungsreglers kann
die Schaumqualität beeinflusst werden. Für die Bekämpfung
von Vollbränden, d. h. dann, wenn die gesamte Oberfläche
eines brennbaren Stoffes brennt, ist ein hoher
Wasseranteil im Schaum erforderlich. Durch die
Verdampfung des Wassers wird der Verbrennungsreaktion
Energie entzogen. Nach Eintreten der Löschwirkung, d. h.
nach dem Zusammenfallen der Flammenerscheinung, sind
Nachlöscharbeiten erforderlich. Hierzu ist ein
feinporiger, cremeartiger Schaum mit geringem
Wasseranteil erforderlich. Ein derart trockener Schaum
weist eine hohe Wasserhalbzeit auf und fördert die
Durchfeuchtung von Kohlenstoff-Oberflächen. Der geringere
Wasseranteil im Schaum führt zudem zu einer Verlängerung
der Standzeit des Löschmittelbehälters. Es kann gegenüber
dem nassen Schaum fünfmal so lange Löschmittel abgegeben
werden.
Der Verschäumungsregler gemäß dieser bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ermöglicht somit eine
einfache Beeinflussung der Schaumqualität. Befindet sich
der Verschäumungsregler in der Stellung, in der der
Druckluftschaumauslass voll geöffnet ist, ergibt sich ein
relativ nasser Schaum mit einem relativ hohen
Wasseranteil, der eine große Wurfweite ermöglicht und
sich besonders für fortgeschrittene, intensive Brände
eignet. Wird, beispielsweise nach Eintreten der
Löschwirkung und zum Durchführen von Nachlöscharbeiten,
ein Störkörper durch Betätigung des Verschäumungsreglers
in den freien Querschnitt des Luftdruckschaumauslasses
geschoben, ergibt sich ein trockener Schaum mit einem
geringeren Wasseranteil. Die Wurfweite wird hierdurch
zwar verringert, es ergibt sich jedoch durch die höhere
Standzeit des Schaums eine erhöhte Penetrationswirkung.
Die Penetration durch das Löschwasser verhindert bei
angebrannten festen Stoffen eine Rückzündung und hemmt
zudem die Entzündbarkeit unverbrannter Stoffe. Die durch
den geringeren Wasseranteil erhöhte Betriebszeit des
Löschgerätes ist besonders für die im Verhältnis zur
Vollbrandbekämpfung aufwendigeren Nachlöscharbeiten von
Bedeutung.
Der erfindungsgemäße Verschäumungsregler ist bei
beliebigen Mischkammern verwendbar.
Der Störkörper ist vorzugsweise ein Sperrelement mit
einer Vielzahl von separaten Durchtrittspassagen. In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der
Störkörper aus Sintermetall gefertigt. Sintermetall
eignet sich besonders zur Erzeugung homogener
Schaumblasenstrukturen. Flüssigkeiten mit geringer
Oberflächenspannung werden durch die Poren des
gesinterten Metalls gepresst und bilden dann sehr kleine
Schaumblasen. Je kleiner die Schaumblasen sind, desto
größer ist die Oberfläche der Flüssigkeit. Das damit
erreichte günstige Verhältnis Masse zu Oberfläche des
Wassers erhöht den Wirkungsgrad der Verdampfung und
verbessert damit das Löschvermögen.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Mischkammer
ermöglicht eine raum- und gewichtsoptimierte
Feuerlöschvorrichtung, die keine maschinelle
Fördereinrichtung benötigt und insbesondere als
nachrüstbare Lösung für verschiedene Anwendungsfälle
ausgelegt sein kann. Mögliche Einsatzzwecke sind unter
anderem Lastkraftwagen, Schiffe und U-Boote sowie
Werkstätten und Betriebe. Bei Transportfahrzeugen treten
nicht selten Brände auf, die insbesondere dann ein
erhebliches Gefahrenpotential aufweisen, wenn diese
Brände in Tunneln auftreten. Auf dem Fahrzeug mitgeführte
bekannte Kleinlöschgeräte, die überwiegend Pulverlöscher
sind, sind nicht in der Lage, ein fortgeschrittenes
Schadenfeuer zu löschen. Mit Löschpulver kann keine
ausreichende Kühlwirkung erzeugt werden und der
Löschmittelvorrat ist beispielsweise für einen
Reifenbrand nicht ausreichend. Mit der erfindungsgemäßen
Feuerlöschvorrichtung ist es möglich, auch Brände zu
beherrschen, die über das Entstehungsstadium bereits
hinaus gegangen sind. Lastkraftwagen sind mit Druckluft-
Bremsanlagen ausgerüstet. Die Druckluft-Kompressoren von
Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von
beispielsweise 16.000 kg sind ausreichend leistungsfähig,
um eine Mischkammer der hier in Rede stehenden Art
betreiben zu können. Weitere Anwendungsgebiete sind
Gefahrguttransporte, insbesondere bei Tunnelfahrten,
Militärkonvois und Radpanzer. Auch Fahrzeuge und
Arbeitsmaschinen der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft
und des Bergbaus lassen sich mit der erfindungsgemäßen
Feuerlöschvorrichtung effizienter absichern, sofern diese
Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen über ausreichend
leistungsfähige Druckluft-Kompressoren verfügen.
Schiffe und U-Boote sind ebenfalls mit
Druckerzeugungsanlagen ausgestattet. Auch bei derartigen
Wasserfahrzeugen ist somit die Absicherung durch ein
effizientes Löschsystem mit geringer Einbaugröße von
Vorteil. Eine Nachrüstung mit der erfindungsgemäßen
Feuerlöschvorrichtung ist jederzeit möglich.
Schließlich werden auch in den meisten gewerblichen
Betrieben Druckluftsteuerungen und Druckluftwerkzeuge
eingesetzt. Die üblicherweise verwendeten Druckluft-
Kompressoranlagen sind hinsichtlich der
Luftvolumenleistung für die erfindungsgemäße
Feuerlöschvorrichtung ausreichend dimensioniert. Gerade
in kunststoffverarbeitenden Betrieben, in denen
Thermoplaste verarbeitet werden, die nur mit
Schaumlöschverfahren gelöscht werden können, ist eine
brandschutztechnische Absicherung mit der
erfindungsgemäßen Feuerlöschvorrichtung auf einfache Art
und Weise möglich.
Die erfindungsgemäße Feuerlöschvorrichtung weist eine
geringe Einbaugröße auf, ist jederzeit nachrüstbar und
einfach montierbar, weist lediglich ein geringes Gewicht
auf, da nur der Löschmittelvorrat vorhanden sein muss,
nicht aber ein separater Druckluftspeicher, ist
wesentlich wirkungsvoller als normales Wasser, besonders
bei Kunststoff- und Flüssigkeitsbränden, und vermeidet
zudem Wasserschäden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugtet
Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den beigefügten
Figuren weiter erläutert, in denen
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Feuerlöschvorrichtung ist,
Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung
einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Mischkammer mit einem Verschäumungsregler ist,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung einer zweiten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mischkammer mit
Verschäumungsregler ist und
Fig. 4 eine Schnittdarstellung längs der Linie A-A in
Fig. 2 ist.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Feuerlöschvorrichtung mit
einem Löschmittelbehälter 1, einer Mischkammer 10 und
einem absperrbaren Strahlrohr 20. Der Löschmittelbehälter
1 ist dazu ausgelegt, Wasser und ein Schaummittel
aufzunehmen. Der Löschmittelbehälter 1 ist mit der
Mischkammer 10 über eine Löschmittelleitung 2 verbunden.
Die Löschmittelleitung 2 besteht aus einem
handelsüblichen, formbeständigen Druckschlauch und
kommuniziert über einen Löschmitteleinlass 11 mit dem
Inneren der Mischkammer 10.
Eine nicht näher dargestellte Druckluftquelle 30, die
beispielsweise ein mit Druckluft gefüllter Behälter oder
ein motorbetriebener Kompressor sein kann, ist über eine
erste Druckluftleitung 31 mit der Mischkammer 10 und über
eine zweite Druckluftleitung 32 mit dem
Löschmittelbehälter 1 verbunden. Die Druckluftleitungen
31 und 32 können handelsübliche, vorzugsweise
formbeständige Druckleitungen sein, die mit
handelsüblichen Schnellkupplungs-Verbindungen versehen
sind. Die erste Druckluftleitung 31 kommuniziert über
einen Drucklufteinlass 12 mit dem Inneren der Mischkammer
10.
Das Strahlrohr 20, das über ein Absperrorgan verfügen
kann und innen vorzugsweise glatt ist, da zusätzliche
Störkörper an dieser Stelle die Schaumblasenstrukturen
wieder zerstören würden, ist über eine herkömmliche
Schlauchleitung 33 mit der Mischkammer verbunden. Die
Schlauchleitung 33 kommuniziert über einen
Druckluftschaumauslass 13 mit der Mischkammer.
Eine erste Ausführungsform der Mischkammer 10 ist in
Fig. 2 schematisch in einer perspektivischen, teilweise
aufgeschnittenen Darstellung gezeigt. Bei dieser
Ausführungsform der Mischkammer 10 ist die Innenkontur
halbkugelförmig ausgeführt, wobei der Löschmitteleinlass
11 und der Drucklufteinlass 12 an der flachen Seite der
Halbkugel und der Druckluftschaumauslass 13 gegenüber der
flachen Seite der Halbkugel an deren Zenit angeordnet
ist.
Ein Verschäumungsregler 40 ist integral mit der
Mischkammer 10 ausgebildet. Die Strömungsrichtung des aus
Wasser und Schaummittel bestehenden Löschmittels in der
Löschmittelleitung 2 und des Löschschaums in der
Schlauchleitung 33 sind in Fig. 1 durch Pfeile
angedeutet. Ein Umschaltelement 41 des
Verschäumungsreglers 40 ist senkrecht zur
Strömungsrichtung des Löschschaums verschiebbar.
Fig. 3 zeigt im Schnitt eine andere Ausführungsform der
Mischkammer 10. Bei dieser Ausführungsform ist die
Innenkontur der Mischkammer kegelförmig ausgelegt, wobei
der Löschmitteleinlass 11 und der Drucklufteinlass 12 an
der stumpfen Kegelseite und der Druckluftschaumauslass 13
an der Kegelspitze angeordnet sind. Der
Löschmitteleinlass 11 liegt dem Druckluftschaumauslass 13
direkt gegenüber. Der Durchmesser des
Druckluftschaumauslasses 13 ist gleich dem Durchmesser
des Löschmitteleinlasses 11. Der Drucklufteinlass 12 und
der Löschmitteleinlass 11 beziehungsweise die unmittelbar
hiervor angeordneten entsprechenden Leitungsabschnitte
verlaufen parallel zueinander. Der Durchmesser des
Löschmitteleinlasses 11 ist dreimal so groß wie der
Durchmesser des Drucklufteinlasses 12.
Beträgt beispielsweise der Durchmesser der
Löschmittelleitung 2 sowie des Löschmitteleinlasses 11
6 mm, so beträgt der Durchmesser der ersten
Druckluftleitung 31 und des Drucklufteinlasses 12
2 mm. Für den Betrieb der hier beschriebenen
Feuerlöschvorrichtung mit einem Druckluft-Kompressor
eines Lastkraftwagens hat sich ein Innendurchmesser von
12 mm für die Löschmittelleitung 2 sowie den
Löschmitteleinlass 11 und von 4 mm für die erste
Druckluftleitung 31 und den Drucklufteinlass 12 als
geeignet erwiesen.
Fig. 3 zeigt ebenfalls das Umschaltelement 41 des
Verschäumungsreglers 40.
Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung durch den
Verschäumungsregler 40 und das Umschaltelement 41. In der
in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigten Stellung des
Umschaltelements 41 wird der Querschnitt des
Druckluftschaumauslasses gänzlich freigegeben. In dieser
Stellung des Verschäumungsreglers wird beim Betrieb der
Feuerlöschvorrichtung ein relativ nasser Schaum erzeugt,
der durch seinen relativ hohen Wasseranteil eine große
Wurfweite hat und sich besonders für fortgeschrittene,
intensive Brände eignet. Wenn das Umschaltelement 41 in
Fig. 3 beziehungsweise Fig. 4 nach links verschöben wird,
gelangt ein Störkörper 42 in den freien Querschnitt des
Druckluftschaumauslasses. In dieser Stellung wird beim
Betrieb der Feuerlöschvorrichtung ein relativ trockener
Schaum mit einem geringeren Wasseranteil erzeugt, welcher
für Nachlöscharbeiten zweckmäßiger ist.
Der Störkörper 42 besteht vorzugsweise aus Sintermetall.
Das Umschaltelement 41 ist in einer entsprechend
ausgebildeten Bohrung des Verschäumungsreglers 40
gelagert und kann senkrecht zur Durchströmrichtung des
Löschschaums verschoben werden, wobei es die beiden zuvor
erwähnten definierten Stellungen einnehmen kann.
Im folgenden werden die Funktion und der Betrieb der
Feuerlöschvorrichtung, der Mischkammer 10 und des
Verschäumungsreglers 40 beschrieben.
Eine nicht näher dargestellte Anschlussvorrichtung wird
mit der Druckluftquelle 30 verbunden. Über die zweite
Druckluftleitung 32 strömt ein Teilstrom der durch die
Druckluftquelle 30 bereitgestellten Druckluft in den
Löschmittelbehälter 1 und drückt das aus Wasser und einem
Schaummittel bestehende Löschmittel durch die
Löschmittelleitung 2 und den Löschmitteleinlass 11 in die
Mischkammer 10. Der verbleibende Teilstrom der
Druckluftquelle 30 strömt durch die erste
Druckluftleitung 31 und den Drucklufteinlass 12 in die
Mischkammer 10 und bewirkt, insbesondere infolge einer
Rotationsbewegung, eine intensive Verwirbelung des
Löschmittels, welche zu einer Schaumbildung führt. Das
verschäumte Löschmittel tritt als Löschschaum durch den
Druckluftschaumauslass 13 aus der Mischkammer aus. Wenn
sich das Umschaltelement 41 des Verschäumungsreglers 40
in der Stellung für nassen Schaum befindet, in der der
Durchtrittsquerschnitt in vollem Umfang freigegeben wird,
tritt der Löschschaum durch die Schlauchleitung 33 und
das Strahlrohr 20 ins Freie.
Bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem als
Druckluftquelle 30 ein im Handel verfügbarer
Druckluftkompressor eines Lastkraftwagens verwendet
wurde, der Innendurchmesser der Löschmittelleitung 2 und
des Druckluftschaumauslasses 13 12 mm und der Durchmesser
der ersten Druckluftleitung 31 sowie des
Drucklufteinlasses 12 4 mm betrug, konnte mit einer
Schlauchleitung von 10 m Länge eine Wurfweite von ca. 12 m
erreicht werden. Der Wasseranteil bei einem nassen
Schaum betrug hierbei ca. 30 l/min.
Es versteht sich für den Fachmann, dass die Größe der
Bohrungen sowie die Druckverhältnisse den
Volumendurchsatz bestimmen. Bei der Verwendung eines
Druckluftbehälters ist der Druckluftvorrat so zu
bemessen, dass er für den Ausstoß des gesamten
Löschmittelvorrates ausreicht. Bei der Verwendung einer
Drucklufterzeugungsanlage kann davon ausgegangen werden,
dass ausreichende Druckluft kontinuierlich bereitgestellt
werden kann. Je nach Einsatzzweck kann der
Luftvolumenstrom ca. 6 l/sec bei 8 bis 10 Bar Druck
betragen. Bei kleineren Anlagen ist ein geringerer
Luftvolumenstrom bei gleichen Drücken möglich.
Der vorstehend erläuterte Betrieb der Löschvorrichtung
eignet sich insbesondere zur Vollbrandbekämpfung. Für die
anschließenden Nachlöscharbeiten wird das Umschaltelement
41 in dem Verschäumungsregler 40 so verschoben, dass das
Störelement 42 in den Leitungsquerschnitt hinter den
Druckluftschaumauslass 13 eintritt. Hierdurch werden die
Schaumqualität, der Wassergehalt des Löschschaums und die
Zeit der Löschmittelabgabe beeinflusst. Es wird ein
feinporiger, cremeartiger Schaum mit geringem
Wasseranteil erzeugt. Durch den geringen Wasseranteil
wird die Betriebszeit der Feuerlöschvorrichtung
verlängert. Gegenüber der Stellung für nassen Schaum kann
in der Stellung für trockenen Schaum die Zeit der
Löschmittelabgabe verfünffacht werden.
Claims (12)
1. Mischkammer zur Erzeugung von Druckluftschaum für
Löschanlagen zur Brandbekämpfung,
- - mit einem Drucklufteinlass (12),
- - mit einem Löschmitteleinlass (11) und
- - mit einem Druckluftschaumauslass (13),
- - dass die Mischkammer (10) eine sich zum Druckluftschaumauslass (13) hin verjüngende Innenkontur aufweist.
2. Mischkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenkontur der Mischkammer (10) im wesentlichen
kegelförmig ist, der Drucklufteinlass (12) und der
Löschmitteleinlass (11) in den Boden der kegelförmigen
Innenkontur einmünden und der Druckluftschaumauslass (13) im
Bereich der Spitze der kegelförmigen Innenkontur
angeordnet ist.
3. Mischkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drucklufteinlass (12) und der
Löschmitteleinlass (11) im wesentlichen parallel
zueinander in die Mischkammer (10) einmünden.
4. Mischkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drucklufteinlass (12) und der
Löschmitteleinlass (11) ein Verhältnis der Innendurchmesser
zueinander von 1 : 3 aufweisen.
5. Mischkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des
Löschmitteleinlasses (11) gleich dem Innendurchmesser des
Druckluftschaumauslasses (13) ist.
6. Mischkammer nach einem der vorstehenden Anspruche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (10) aus
Kunststoff, Messing oder Aluminium gefertigt ist.
7. Mischkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem
Druckluftschaumauslass (13) ein Verschäumungsregler (40) vorgesehen
ist, der dazu dient, wahlweise einen Störkörper (42) in dem
freien Querschnitt des Druckluftschaumauslasses (13) bereit zu
stellen.
8. Mischkammer (10) nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verschäumungsregler (40) ein
hinter dem Druckluftschaumauslass (13) quer zur
Durchtrittsrichtung des Druckluftschaums verschiebbar
angeordnetes Umschaltelement (41) aufweist, das je nach
Stellung wahlweise den freien Querschnitt einer sich an
den Druckluftschaumauslass (13) anschließenden Leitung
freigibt oder einen Störkörper (42) in dem Leitungsquerschnitt
bereitstellt.
9. Mischkammer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der Störkörper (42) ein Sperrelement
mit einer Vielzahl von Durchtritten ist.
10. Mischkammer nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Störkörper (42) aus Sintermetall
gefertigt ist.
11. Mischkammer nach Anspruch 7, 8, 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verschäumungsregler (40) und die
Mischkammer (10) als integrales Bauteil ausgeführt sind.
12. Feuerlöschvorrichtung mit, einem Löschmittelbehälter
(1), einer Anschlussvorrichtung zum Anschluss an eine
Druckluftquelle und einer Mischkammer (10) nach einem der
Ansprüche 1 bis 11.
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