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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Druckluftschaum
für die
Brandbekämpfung
und Dekontamination gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 8.
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Die
Druckluftschaumerzeugung in der eingangs erwähnten Art ist bekannt. Wenn
hier von der Druckluftschaumerzeugung mit Druckluft gesprochen wird,
sollen unter dem Begriff Druckluft selbstverständlich immer auch löschfähige Druckgase
verstanden werden. Die Brandbekämpfung
und die Dekontamination von Objekten mit Druckluftschaum hat sich
in vielen Einsatzfällen
bewährt.
Um den Druckluftschaum entsprechend der jeweiligen Brandart oder
der Art der Kontaminierung möglichst
optimal und effektiv und mit geringer Umweltbelastung einsetzen
zu können,
werden konfektionierte anwendungsspezifische Mischungen aus Schaumbildnern und
bestimmten Zusätzen
bereitgestellt. Die Herstellung und Bereitstellung derartiger Mischungen
ist insofern eingeschränkt,
als die Schaumbildner mit bestimmten, auf die jeweilige Brandart
oder Dekontamination abgestimmten Zusätzen in der Vorratslösung oftmals
schwer oder nicht mischbar sind, die Mischungen eine hohe Viskosität aufweisen
oder zum Verklumpen neigen und daher schwierig zu fördern sind
bzw. sich nicht gleichmäßig und
fein in dem Druckwasserstrom bzw. dem fertigen Schaum verteilen
und daher auch nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Abgesehen
von den Schwierigkeiten bei der Herstellung bzw. Bereitstellung
und Verarbeitung von Mischungen mit den verschiedensten Zusätzen ist
es auch nicht möglich
am jeweiligen Einsatzort und für
den jeweiligen Anwendungsfall eine Vielzahl von Gemischen oder selbst
nur eine Mischung aus ein und denselben Komponenten, aber in unterschiedlicher
Zusammensetzung bereitzuhalten, um beispielsweise mit einem variablen
Anteil an Zusätzen
eine optimale Brandbekämpfung
zu ermöglichen.
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Zum
Stand der Technik wird auf die folgenden Druckschriften verwiesen:
Bei
der in der
US 2 630 183 beschriebenen
Vorrichtung zur Ausbildung und zum Ausbringen einer Schaummischung
für die
Brandbekämpfung
wird in einen Druckwasserstrahl ein Schaumbildner, Luft und ein
weiteres Fluid gesaugt, die sich als zylindrische Hülsen um
den Wasserstrahl legen. Mit dieser Vorrichtung wird jedoch kein
Druckluftschaum mit einem brandspezifischen Zusatz bereitgestellt.
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Aus
der
US 2004 0057336
A1 ist eine Vorrichtung zum Erzeugen und Ausgeben eines
Dekontaminationsschaums bekannt, mit der eine Mehrzahl von in verschiedenen
Tanks befindlichen dekontaminierenden Flüssigkeiten in einem bestimmten
Verhältnis
in einem Verteiler gemischt werden kann.
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Bei
der aus der
EP 0 611
143 B1 bekannten Vorrichtung für die Brandbekämpfung mit
einem Löschschaum
wird die Zufuhr des Schaumbildners in Abhängigkeit vom Wasserstrom mit
einer entsprechend gesteuerten Verdrängerpumpe geregelt.
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Die
US 4981178 beschreibt eine
Vorrichtung zur Erzeugung von Druckluftschaum für die Brandbekämpfung,
bei der in einer einzigen Mischkammer Wasser, Schaumbildner und
Druckluft aus jeweils separaten Quellen in eine Mischkammer eingebracht und
dort zusammen mit einem feuerhemmenden Mittel zu Druckluftschaum
vermischt werden.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Druckluftschaumherstellung
anzugeben, das bei nach Art des Brandes oder der Dekontamination
unterschiedlichen Einsatz- und Anwendungsbedingungen in der erzielten
Wirkung und der Menge der eingesetzten Mittel sowie hinsichtlich
der Umweltbelastung eine hohe Effizienz gewährleistet, sowie mit geringem
gerätetechnischen Aufwand
eine Anlage zur Durchführung
des Verfahrens bereitzustellen.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe mit einem Verfahren und einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen
der Ansprüche
1 und 8 gelöst.
Weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
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Der
Grundgedanke der Erfindung besteht mit anderen Worten darin, dass
bei der Druckluftschaumherstellung, das heißt, unmittelbar am Einsatzort,
in einen dem Hauptwasserstrom zugeführten Strom aus einem Schaumbildner
oder unmittelbar in den Hauptwasserstrom mindestens ein jeweils
spezifisches Additiv zugemischt wird, das an die jeweilige Brandart
oder den jeweiligen Dekontaminierungszweck angepasst ist und eine
optimale Wirkung des Druckluftschaums im Hinblick auf eine schnelle
und sichere Brandbekämpfung
oder Dekontamination gewährleistet.
Es wurde gefunden, dass hierzu bereits die Zufuhr jeweils eines
einzigen speziellen Additivs ausreichend ist und dass insbesondere
mit der genau dosierten separaten Einleitung des Additivs in den Schaummittelstrom
eine gute Durchmischung im Schaumbildner und insbesondere eine gleichmäßige, feine
Verteilung im Lösch-
oder Dekontaminationsschaum mit der Folge einer maximalen Wirksamkeit
des Additivs bei geringem Verbrauch und verminderter Umweltbelastung
gewährleistet
ist. Insbesondere können
so unterschiedliche Brandarten und verschiedene und unter schiedlich
kontaminierte Objekte wirksam bekämpft bzw. dekontaminiert werden.
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In
vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Additiv
zunächst
in einen Hilfs- und Treibwasserstrom injiziert, und zwar durch Ansaugen
des jeweiligen Additivs nach dem Wasserstrahlpumpenprinzip, wobei
ein aus dem Hauptwasserstrom für
das Lösch-
oder Dekontaminationsmittel abgesaugter Hilfs- und Treibwasserstrom
durch dieselbe Zumischpumpe erzeugt wird, die auch den Schaumbildner
aus einem Schaumbildnerbehälter
ansaugt. Das Einbringen des Additivs und des Schaumbildners in einen
Wasserstrahl sorgt bereits für
eine gute Vormischung und schließlich für eine gleichmäßige Verteilung
im Hauptwasserstrom.
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In
weiterer Ausbildung der Erfindung erfolgt die Zumischung von Schaumbildner
und Additiv in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, und zwar in Abhängigkeit
von einer Druck- und einer Wasservolumenstromregelung des Hilfs-
und Treibwasserstroms in Verbindung mit der einstellbaren Drehzahl der
Zumischpumpe. Selbstverständlich
ist es möglich,
dass auch nur Schaumbildner oder nur das jeweilige Additiv oder
auch keins von beiden in den Hauptwasserstrom eingebracht wird.
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In
Ausgestaltung des Verfahrens kann anstelle des Additivs mit dem
Hilfs- und Treibwasserstrahl auch ein Frostschutz- oder Spülmittel
in die Anlage eingebracht werden.
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In
weiterer Ausgestaltung kann der Schaumdruck und damit die Qualität des mit
dem Additiv und dem Schaumbildner hergestellten Druckluftschaums auch
durch Modifizierung der Verschäumungsdauer mit
Hilfe einer Ventilanordnung beeinflusst werden.
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Die
erfindungsgemäße Anordnung
zur Durchführung
des Verfahrens umfasst im Falle der Additivzumischung zum Schaumbildner
einen in den Hauptwasserstrom eingebundenen Mischer, in dem der
Hauptwasserstrom mit dem Additiv-Wasser-Schaumbildner-Gemisch
vermischt wird. Zur Vermischung des mit einer Zumischpumpe angesaugten Schaumbildners
mit dem jeweiligen Additiv ist ein Additivbehälter vorgesehen, der mit der
Zumischpumpe in Wirkverbindung steht. Die Zumischpumpe ist zur Bereitstellung
des Hilfs- und Treibwasserstroms über eine
Bypassleitung, an die in Strömungsrichtung
zunächst über einen
Venturi-Zumischer der Additivbehälter
und dann der Schaumbildnerbehälter
angeschlossen sind, mit dem Hauptwasserstrom verbunden. Die Zumischpumpe
wird vorzugsweise mit einem Pneumatikmotor angetrieben, der die
erforderliche Antriebsluft aus dem Hauptluftstrom für die Druckluftverschäumung entnimmt
und der über
einen Luftdruck- und einen Luftvolumenstromregler regelbar ist.
Anstelle des Pneumatikmotors kann auch ein drehzahlgesteuerter Gleichstrommotor
verwendet werden, für
den auch die weiter unten beschriebene Nullpunktverschiebung der
nicht abwürgefesten
Motoren angewendet werden kann. Dem Venturi-Zumischer sind ein Drucksensor
zugeordnet sowie ein Wasserdruckregler vor- und ein Wasservolumenstromregler
nachgeschaltet. Über
die jeweiligen Druckverhältnisse
und Volumenströme
kann über eine
Steuerung der jeweils erforderliche Schaumbildner und Additivanteil
eingestellt werden. Zum Einbringen des Schaumbildner-Additiv-Wassergemisches
in unterschiedlicher Größenordnung
in den Hauptwasserstrom ist der Mischer mit zwei Einspritzdüsen mit
unterschiedlichem k-Wert
versehen.
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Mit
der erfindungsgemäßen Anordnung
können
gemäß dem oben
beschriebenen Verfahren Druckluftschäume bereitgestellt werden,
die entsprechend dem jeweiligen Einsatzfall, das heißt nach
Art des Brandes oder der Dekontamination, mit einem vor Ort in unterschiedlicher
Größenordnung
zugemischten, in dem Schaum gleichmäßig verteilten Additiv versehen
sind und so eine effiziente Brandbekämpfung und Dekontamination
ermöglichen.
Die Anlage ist zudem einfach ausgebildet, da für den Betrieb der Zumischanlage
für Schaumbildner
und Additiv die ohnehin für
die Druckschaumerzeugung notwendigen Energieträger Druckluft und – wasser
eingesetzt werden. Bei jeweils gleichen Schaumbildnern brauchen
nur unterschiedliche Additive bereitgehalten zu werden, die aber – ohne Entmischungs-
oder Verklumpungserscheinungen – fein
und gleichmäßig verteilt
in den Schaumbildner eingemischt und gleichermaßen verteilt auch im Lösch- oder
Dekontaminationsschaum enthalten sind und somit ihre volle Wirkung
entfalten können.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird anhand der Zeichnung, in deren einziger Figur
der prinzipielle Aufbau einer Anlage zur Erzeugung eines Zweikomponentenschaums
mit zwei Schaumerzeugungsstrecken unterschiedlicher Schaumerzeugungsleistung
schematisch dargestellt ist, näher
erläutert.
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Zur Überwachung
und Steuerung der Anlage ist dieser eine mit den anlagenspezifischen
Sensoren und Regelventilen zusammenwirkende speicher-programmierbare
Steuerung 1 mit digitalen und analogen elektrischen Ein-
und Ausgängen
zugeordnet.
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Der
Anlage wird von einer Feuerlöschpumpe oder
einem Druckwasserreservoir (nicht dargestellt) Wasser zugeführt, das über ein
Wasserfilter 2, einen Wasserdruckregler 3, einen
Wasservolumenstromsensor 4 und einen Wasserdrucksensor 5 in
einen Mischer 6 gelangt. In den Mischer 6 münden zwei Einspritzdüsen 7 mit
unterschiedlichem k-Wert, über die
dem Wasservolumenstrom ein Gemisch aus einem handelsüblichen
Schaumbildner (SB) und einer bei un terschiedlichen Bränden oder
Dekontaminierungserfordernissen für den jeweiligen Einsatzfall spezifischen
zweiten Komponente (Add) zugeführt wird.
Der mit den beiden Komponenten (Schaumbildner und Additiv) vermischte
Wasservolumenstrom gelangt über
ein erstes und ein zweites Wasservolumenstrom-Regelventil 8 bzw. 9 in
eine erste bzw. zweite Verschäumungsstrecke 10 und 11,
in der das jeweilige Wassergemisch mit Hilfe von Druckluft aufgeschäumt wird.
Der so erzeugte erste bzw. zweite Druckluftschaum strömt über Schaumdrucksensoren 12 bzw. 13 und
elektro-pneumatisch gesteuerte Ventile 14, 15 bzw. 16, 17,
die mit der Steuerung 1 einen geschlossenen Regelkreis
zur Einstellung der Schaumkonsistenz und damit der jeweiligen Schaumqualität bilden,
zur jeweiligen Schaumauswurfvorrichtung (nicht dargestellt). Die
Zuführung
der Druckluft in die Verschäumungsstrecken 10, 11 erfolgt
von einer Druckluftquelle oder einem Verdichter (nicht dargestellt) über ein
Luftfilter 18, einen Luftdruckregler 19, einen
Luftdrucksensor 20 und der jeweiligen Verschäumungsstrecke 10, 11 jeweils
vorgeschaltete erste und zweite Luftvolumenstrom-Regelventile 21.
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Wie
oben erwähnt,
wird mit dem Mischer 6 in den Wasservolumenstrom ein Schaumbildner
und ein an den jeweiligen Einsatzfall angepasstes Additiv, mit dem
ein bestimmter Brand zielgerichtet und effektiver als bisher bekämpft werden
kann, injiziert. Die Zumischung erfolgt aus einem Schaummittelbehälter 23 und
einem Additiv-Behälter 24,
der vor dem Einsatz mit einem an die Art des Brandes oder der zu
dekontaminierenden Stoffe angepassten und hochwirksamen, jedoch
mit dem Schaumbildner nicht dauerhaft und homogen mischbaren Additiv,
gefüllt
wurde. Der Schaummittelbehälter 23 und
der Additivbehälter 24 sind
an eine aus dem Gesamtwasservolumenstrom hinter dem Wasserfilter 2 abgezweigte
Bypassleitung 25, die am anderen Ende in den Einspritzdüsen 7 des
Mischers 6 endet, ange schlossen. In die Bypassleitung 25 ist
eine Zumischpumpe 26 eingebunden, der in der Bypassleitung 25 ein
Wasserdruckregler 27, ein Venturizumischer 28 und
ein Wasservolumenstromregler 29 vorgeschaltet sind. An
den Venturizumischer 28 ist der Additivbehälter 24 über ein
Ventil 30 angeschlossen, während eine Förderleitung
aus dem Schaumbildnerbehälter 23 vor
der Zumischpumpe 26 unmittelbar in die Bypassleitung 25 mündet. In
den Teil der Bypassleitung 25, der zwischen dem Mischer 7 und
der Zumischpumpe 26 liegt, sind ein Ventil 31 zum
Spülen
und Entlüften der
Zumischpumpe 26 sowie ein Durchflussmessgerät 32 eingebunden.
Die Zumischpumpe 26 wird über einen Pneumatikmotor 33 angetrieben,
der über
einen Luftdruckregler 34 zur Einstellung des Betriebsdruckes
und ein Luftvolumenstromregelventil 35 zur Steuerung der
Motordrehzahl an die Druckluftzufuhr hinter dem Luftfilter 18 angeschlossen
ist.
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Der über die
Bypassleitung 25 zugeführte Schaumbildner
mit Additiv wird in den durch den Mischer 6 geförderten
Wasservolumestrom injiziert. Das Schaumbildner-Additiv-Wasser-Gemisch strömt über das
Wasservolumenstromregelventil 8 und/oder 9 und
die Druckluftschaumerzeuger 10 und/oder 11, in
den über
das Luftvolumenstromregelventil 21 und/oder 22 Druckluft
mit vorgegebenen Druck- und Volumenparametern eingebracht wird.
Die Schaumqualität
des mittels Schaumauswurfvorrichtungen (nicht dargestellt) ausgebrachten
Druckluftschaums hängt
von der Fließgeschwindigkeit
und damit der Verweilzeit des Schaums in der Verschäumungsstrecke 10, 11 ab
und wird über
den von den Schaumdrucksensoren 12, 13 ermittelten
Schaumdruck mit den Ventilen 14, 15 bzw. 16, 17 geregelt
(Schaumdruckregelung).
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Die
Drehzahl des Pneumatikmotors 33 der Zumischpumpe 26 wird über das
Luftvolumenstromregelventil 35 gesteuert.
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Das
Steuersollsignal für
die Motordrehzahl bildet die Steuerung 1 im Zusammenhang
mit der Pumpenkennlinie aus der Sollwertvorgabe für die Schaumbildner/Additiv-Zumischrate und dem
Istwert des Wasservolumenstromsensors 4. In der hier dargestellten
Ausführungsform – ohne Verwendung
eines Volumenstrommessers für
das Schaummittel – wird
mittels des Wasserdrucksensors 5 und des Drucksensors 32 die
Druckdifferenz zwischen dem Ausgangsdruck an der Zumischpumpe 26 und
dem Fließdruck
des Wassers am Eingang des Mischers 6 gemessen. Das Schaumbildner/Additiv-Gemisch wird über die
Einspritzdüsen 7 in
den Wasserstrom injiziert. Die in Abhängigkeit vom Differenzdruck über die
jeweilige Einspritzdüse 7 durch
diese fließenden Volumenströme sind
als Parametertabelle in der Steuerung 1 gespeichert. Über den
Weg der Sollwertvorgaben im Vergleich zu dem mit dem Wasservolumenstromsensor 4 ermittelten
Wasservolumenstrom, der Drehzahlsteuerung der Zumischpumpe 26,
der oben erwähnten
Druckdifferenzmessung und den in der Steuerung 1 abgelegten
Parametertabellen wird eine druckabhängige Zumischsteuerung des Schaumbildners
und des Additivs realisiert. Zur Gewährleistung möglichst
kleiner Druck-Volumenstrom-Kurven erfolgt die Zumischung von kleineren oder
in bestimmten Grenzen festgelegten Volumenströmen mit einer Einspritzdüse 7 mit
kleinem k-Wert, während
bei größeren Volumenströmen über das Ventil 36 die
zweite Einspritzdüse 7 mit
größerem k-Wert
zugeschaltet wird und damit ein maximaler Volumenstrom zur Zumischung
von Schaumbildner-Additiv-Gemisch
gesichert ist.
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Gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
ist dem jeweiligen Druckluftschaumerzeuger 10, 11 ein
Volumenstromregelventil 8, 9 für das Wasser-Schaumbildner-Additiv-Gemisch sowie ein
Luftvolumenstromregelventil 21, 22 vorgeschaltet,
um – insbesondere
bei der Dekontamination – auch
sehr kleine Volumenströme
bereitstellen zu können.
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Die
Zumischung des Schaumbildners und der weiteren – entsprechend dem jeweiligen
Brand oder der jeweiligen Dekontaminationsaufgabe spezifischen – Komponente
erfolgt mit der Zumischpumpe 26, die – zur Einstellung der Fördermenge – mit dem über das
Luftvolumenstromventil 35 in der Drehzahl regelbaren Pneumatikmotor 33 angetrieben
wird. Über
die an den Hauptwasserstrom angeschlossene Bypassleitung wird mittels
der Zumischpumpe 26 – über den
Wasserdruckregler 27 und den Venturizumischer 28 sowie
den Wasservolumenstromregler 29 – Wasser angesaugt.
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Da
die in der Regel als Druckluftlamellenmotore ausgebildeten Pneumatikmotore
bei einer bestimmten Drehzahl nicht abwürgefest sind, d.h. bei kleinen
Drehzahlen mit hohen Drehmomenten stehen bleiben, so dass einerseits
bei einer Havarie zwar keine mechanischen Zerstörungen zu befürchten sind,
andererseits aber die Zumischpumpen nicht direkt kontinuierlich
vom Stillstand bis zur maximalen Drehzahl angetrieben werden können, wird
in die Bypassleitung an der Saugseite der Zumischpumpe 26 ein
durch den Wasserdruckregler 27 und den Wasservolumenstromregler 29 definierter
Wasservolumenstrom in einer Größe injiziert,
die die Zumischpumpe 26 beim Abwürgedrehmoment bzw. der Abwürgedrehzahl
des Pneumatikmotors 33 fördern würde. Damit der injizierte Wasservolumenstrom
fließen kann,
muss die Zumischpumpe 26 mit der Abwürgedrehzahl drehen. Bei Erhöhung der
Drehzahl wird infolge des begrenzten injizierten Wasservolumenstroms
drehzahlproportional Schaumbildner in der gewünschten – zwischen Null und einem Maximum liegenden – Menge
aus dem Schaummittelbehälter 23 angesaugt.
Durch den injizierten Wasservolumenstrom kann die Zumischpumpe nicht
trockenlaufen und der Ansaugprozess beim Ansaugen des Schaummittels
wird unterstützt.
Sofern kein Additiv als brand- oder dekontaminationsspezifische
zweite Komponente angesaugt werden soll, kann der Hilfswasservolumenstrom
durch Schließen des
Wasservolumenstromreglers 29 abgestellt und das gesamte Fördervolumen
der Zumischpumpe 26 zur Schaummittelförderung genutzt werden. Die
mit der zuvor beschriebenen Anordnung bewirkte Nullpunktverschiebung
des nicht abwürgefesten
Pneumatikmotors 33 kann gleichermaßen für anstelle des Pneumatikmotors
einsetzbare drehzahlgesteuerte Gleichstrommotore genutzt werden.
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Über den
von dem oben erwähnten
Hilfswasserstrom bei einem durch den Wasserdruckregler 27 eingestellten
Druck durchströmten
Venturizumischer 28 wird unter Reduzierung des Differenzdruckes
mit Hilfe des Wasservolumenstromreglers 29 aus dem Additivbehälter 24 bei
geöffnetem
Ventil 30 die dem Schaumbildner im Bedarfsfall zuzumischende
zweite Komponente proportional zum Differenzdruck angesaugt und
mit dem Hilfswasserstrom intensiv vermischt, wenn mittels des Luftvolumenstromregelventils
gleichzeitig die Drehzahl der Zumischpumpe 26 erhöht wird.
Bei erhöhter
Pumpendrehzahl und gleichzeitig konstantem Differenzdruck über den Venturizumischer 28 saugt
die Zumischpumpe 26 gleichzeitig mit dem Hilfswasservolumenstrom
und dem Additiv auch das Schaummittel aus dem Schaummittelbehälter 23 an,
wobei beide Teilströme intensiv
miteinander vermischt werden.
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Dem
Hauptwasserstrom im Mischer 6 kann somit gleichzeitig ein
Schaumbildner und zusätzlich ein
für den
spezifischen Einsatzfall geeignetes Additiv hinzugefügt werden,
so dass mit einem jeweils speziellen Druckluftschaum eine gezielte,
hochwirksame Brandbekämpfung
oder Dekontamination möglich
ist. Der Schaumbildner und das Additiv können in der jeweils erforderlichen
Größenordnung
in einem variablen Verhältnis
gemischt werden. Das Schaummittel und das Additiv können auch
jeweils allein zugemischt werden, und zwar für das Schaummittel in der Größe zwischen
Null und einem auf das Fördervolumen
der Zumisch pumpe 26 bezogenen Maximum und für das Additiv
bis zum 1,6-fachen des durch den Venturizumischer 28 fließenden Hilfs-
und Treibwasserstroms.
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- 1
- Steuerung
- 2
- Wasserfilter
- 3
- Wasserdruckregler
- 4
- Wasservolumenstromsensor
- 5
- Wasserdrucksensor
- 6
- Mischer
- 7
- Einspritzdüsen
- 8
- Erstes
Volumenstromregelventil (Wasser)
- 9
- Zweites
Volumenstromregelventil (Wasser)
- 10
- Erste
Verschäumungsstrecke
- 11
- Zweite
Verschäumungsstrecke
- 12
- Erster
Schaumdrucksensor
- 13
- Zweiter
Schaumdrucksensor
- 14
- Ventil
- 15
- Ventil
- 16
- Ventil
- 17
- Ventil
- 18
- Luftfilter
- 19
- Luftdruckregler
- 20
- Luftdrucksensor
- 21
- Erstes
Luftvolumenstromregelventil
- 22
- Zweites
Luftvolumenstromregelventil
- 23
- Schaumbildnerbehälter
- 24
- Additivbehälter
- 25
- Bypassleitung
- 26
- Zumischpumpe
- 27
- Wasserdruckregler
- 28
- Venturi-Zumischer
- 29
- Wasservolumenstromregler
- 30
- Ventil
- 31
- Ventil
- 32
- Drucksensor
- 33
- Pneumatikmotor
- 34
- Luftdruckregler
- 35
- Luftvolumenstromregelventil
- 36
- Ventil
- 37
- Drucksensor
- Pfeil
A
- Hauptwasserstrom
- Pfeil
B
- Hauptluftstrom
- Pfeil
C
- Hilfs-
und Treibwasserstrom
- Pfeil
D
- Antriebsluftstrom