DE10009897A1 - Schaber - Google Patents
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G3/00—Doctors
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schaber für rotierende Walzen in Maschinen zur Herstellung und/oder Veredelung von Faserstoffbahnen (1), insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahnen, bestehend aus einem Schaberbalken (2) mit einem Klingenhalter (3) zur Aufnahme einer axial entlang der Walze (4) verlaufenden Schaberklinge (5), die mit ihrer entgegen der Rotationsrichtung (7) gerichteten Spitze gegen die Mantelfläche der Walze (4) drückbar ist. DOLLAR A Ohne die Führungsfunktion des Schabers wesentlich zu beeinträchtigen, wird dabei das Aufnahmen der abgeschabten Verunreinigungen dadurch ermöglicht, daß auf der der Faserstoffbahn (1) zugewandten Seite des Schabers eine weitestgehend geschlossene Schabstoffsammelbox (8) zur Aufnahme der durch die Schaberklinge (5) von der Mantelfläche der Walze (4) abgeschabten Verunreinigungen angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Schaber für rotierende Walzen in Maschinen zur
Herstellung und/oder Veredelung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-,
Karton- oder Tissuebahnen, bestehend aus einem Schaberbalken mit einem
Klingenhalter zur Aufnahme einer axial entlang der Walze verlaufenden
Schaberklinge, die mit ihrer entgegen der Rotationsrichtung gerichteten Spitze gegen
die Mantelfläche der Walze drückbar ist.
Derartige Schaber sind seit langem bekannt und beispielhaft in der DE 44 09 660 A1
beschrieben. Dabei dient die Schaberklinge in erster Linie dazu, im Betrieb der
Papiermaschine die Mantelfläche einer dem Schaberbalken zugeordneten Walze zu
reinigen, wobei die abgeschabten Verunreinigungen in einer Rinne aufgefangen
werden können.
Darüber hinaus haben diese Schaber jedoch auch die Aufgabe, bei Bahnabrissen die
Bahn von der Walze abzunehmen und in den Maschinenkeller zu leiten sowie zum
Einführen der Faserstoffbahn deren Streifen von der Walze abzunehmen und zu einer
folgenden Einrichtung in Form einer Walze oder eines Bandes zu führen. Dabei erfolgt
insbesondere die Führung des Streifens der Faserstoffbahn mittels Leitblechen und
Blasdüsen.
Die Führungsfunktion des Schabers schließt allerdings die Anordnung einer Rinne
aus, da diese sonst die Faserstoffbahn oder deren Streifen aufnehmen würde.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Möglichkeit zum Auffangen der
abgeschabten Verunreinigungen zu schaffen, ohne die Führungsfunktion des
Schabers wesentlich zu beeinträchtigen.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß auf der, der Faserstoffbahn
zugewandten Seite des Schabers eine weitestgehend geschlossene
Schabstoffsammelbox zur Aufnahme der, durch die Schaberklinge von der
Mantelfläche der Walze abgeschabten Verunreinigungen angeordnet ist. Da die
Schabstoffsammelbox nicht offen wie eine Rinne ausgeführt ist, können die
Faserstoffbahn oder deren Streifen auch problemlos geführt werden. Die
Schabstoffsammelbox sollte die bezüglich der Herstellung einfache Form eines axial
entlang der Walze verlaufenden Hohlkörpers haben, der im Aufnahmebereich für die
abgeschabten Verunreinigungen (Schabstoff) eine Perforation besitzt.
Des weiteren sollte der Aufnahmebereich für die abgeschabten Verunreinigungen als
abnehmbare Sammelboxabdeckung ausgebildet sein. Dies erlaubt die einfache
Leerung der Schabstoffsammelbox sowie die Reinigung des Aufnahmebereiches
durch die Abnahme der Sammelboxabdeckung.
Für die Bildung der Perforation gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, wobei
die Sammelboxabdeckung vorzugsweise aus Kunststoff und/oder Metall ist. Für die
Gewährleistung der Führungsfunktion des Schabers bzw. der Schabstoffsammelbox
und die gleichzeitige Bildung einer möglichst großen, offenen Fläche im
Aufnahmebereich ist es von Vorteil, wenn die Perforation zumindest teilweise von
Bohrungen und/oder von vorzugsweise in und/oder schräg zur Bahnlaufrichtung
verlaufenden Schlitzen und/oder von einem Gitter gebildet wird.
Um die Schabstoffsammelbox als Leitelement für die Faserstoffbahn bei deren Abriß
und/oder eines Streifens davon bei der Überführung zu verbessern, sollte die
Schabstoffsammelbox zusätzliche Leiteinrichtungen vorzugsweise in Form von
Leitblechen und/oder Blasdüsen besitzen.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt:
Fig. 1: einen schematischen Querschnitt durch einen Schaber und
Fig. 2: eine Sammelboxabdeckung 9.
Der in Fig. 1 dargestellte Schaber besteht aus einem, axial entlang der zu
reinigenden Walze 4 verlaufenden Schaberbalken 2. Der Schaberbalken 2 ist relativ
stabil ausgeführt und trägt den eigentlichen Klingenhalter 3, in den die Schaberklinge 5
eingespannt ist. Die Spitze der Schaberklinge 5 ist entgegen der Rotationsrichtung 7
ausgerichtet und wird vom Klingenhalter 3 gegen die Mantelfläche der Walze 4
gedrückt. Die Schaberklinge 5 bildet dabei mit der Mantelfläche der Walze 4 einen
spitzen Winkel.
Zur Aufnahme der, von der Walze 4 abgeschabten Verunreinigungen (Schabstoff) ist
auf der, der Faserstoffbahn 1 zugewandten Seite des Schabers eine weitestgehend
geschlossene Schabstoffsammelbox 8 am Schaberbalken 2 befestigt.
Die Schabstoffsammelbox 8 hat die Form eines axial entlang der Walze 4
verlaufenden Hohlkörpers, der im Aufnahmebereich für die abgeschabten
Verunreinigungen eine Perforation 10 besitzt. Hierbei ist der Aufnahmebereich für die
Verunreinigungen mit einer abnehmbaren, perforierten Sammelboxabdeckung 9 aus
Metall versehen. Die Perforation 10 erlaubt die Aufnahme der Verunreinigungen ohne
wesentliche Beeinträchtigung der Führungsfunktion des Schabers bzw. der
Schabstoffsammelbox 8.
Fig. 2 zeigt hierzu die verschiedenen Möglichkeiten zur Bildung der Perforation 10.
Beispielhaft erfolgt dieses hier über Bohrungen 11 sowie über in Bahnlaufrichtung 14
und schräg dazu verlaufende Schlitze 12, 13. Im Gegensatz zu den durchbrochenen,
geraden Schlitzen 12, werden die schrägen Schlitze 13 von einem Gitter 15 der
Sammelboxabdeckung 9 gebildet. Die Sammelboxabdeckung 9 ist einfach lös- und
abnehmbar, was deren Reinigung sowie die Entleerung der Schabstoffsammelbox 8
erleichtert.
Die Schabstoffsammelbox 8 dient gleichzeitig als Leitelement für die Faserstoffbahn 1
bei deren Abriß und/oder eines Streifens davon bei der Überführung der
Faserstoffbahn 1. Hierzu besitzt sie eine Blasdüse 16, welche die Führung der
Faserstoffbahn 1 bzw. eines Streifens davon zum gegenüberliegenden Band 6
unterstützt.
Claims (8)
1. Schaber für rotierende Walzen in Maschinen zur Herstellung und/oder Veredelung
von Faserstoffbahnen (1), insbesondere Papier-, Karton- ooder Tissuebahnen,
bestehend aus einem Schaberbalken (2) mit einem Klingenhalter (3) zur Aufnahme
einer axial entlang der Walze (4) verlaufenden Schaberklinge (5), die mit ihrer
entgegen der Rotationsrichtung (7) gerichteten Spitze gegen die Mantelfläche der
Walze (4) drückbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
auf der, der Faserstoffbahn (1) zugewandten Seite des Schabers eine
weitestgehend geschlossene Schabstoffsammelbox (8) zur Aufnahme der, durch
die Schaberklinge (5) von der Mantelfläche der Walze (4) abgeschabten
Verunreinigungen, angeordnet ist.
2. Schaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schabstoffsammelbox (8) die Form eines axial entlang der Walze (4)
verlaufenden Hohlkörpers hat, der im Aufnahmebereich für die abgeschabten
Verunreinigungen eine Perforation (10) besitzt.
3. Schaber Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufnahmebereich für die abgeschabten Verunreinigungen als abnehmbare
Sammelboxabdeckung (9) ausgebildet ist.
4. Schaber nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Perforation (10) zumindest teilweise von Bohrungen (11) gebildet wird.
5. Schaber nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Perforation (10) zumindest teilweise von vorzugsweise in (12) und/oder schräg
zur Bahnlaufrichtung (14) verlaufenden Schlitzen gebildet wird.
6. Schaber nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Perforation (10) zumindest teilweise von einem Gitter (15) gebildet wird.
7. Schaber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass
die Schabstoffsammelbox (8) als Leitelement für die Faserstoffbahn (1) bei deren
Abriß und/oder eines Streifens davon bei der Überführung ausgebildet ist.
8. Schaber nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schabstoffsammelbox (8) zusätzliche Leiteinrichtungen vorzugsweise in Form
von Leitblechen und/oder Blasdüsen (16) besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000109897 DE10009897A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Schaber |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000109897 DE10009897A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Schaber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10009897A1 true DE10009897A1 (de) | 2001-09-06 |
Family
ID=7633058
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000109897 Withdrawn DE10009897A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Schaber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10009897A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10326304A1 (de) * | 2003-06-11 | 2005-02-03 | Voith Fabrics Patent Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Tissuebahn |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3121904A (en) * | 1961-04-07 | 1964-02-25 | Vickerys Ltd | Doctors for paper making machines |
| DE3013648A1 (de) * | 1980-04-09 | 1981-10-15 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim | Walze fuer die papierfabrikation |
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-
2000
- 2000-03-01 DE DE2000109897 patent/DE10009897A1/de not_active Withdrawn
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| US8070916B2 (en) | 2003-06-11 | 2011-12-06 | Voith Patent Gmbh | Device for producing a web of tissue |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VOITH PATENT GMBH, 89522 HEIDENHEIM, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |