DE10009780B4 - Vorrichtung zum Ansteuern eines elektronisch kommutierten Leistungsmotors - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Ansteuern eines an Gleichspannung betriebenen, elektronisch kommutierten Leistungsmotors, mit einer eine Leistungsmasse (PGND) und eine Elektronikmasse (EGND) aufweisenden Ansteuerelektronik (12), deren Leistungsmasse (PGND) über einen niederohmigen Messshunt (22) zur Motorstrommessung mit einer dem Anschluss des Minuspotentials (Ubat–) der Gleichspannung dienenden Masseklemme (Kl. 31) verbunden ist, wobei die Elektronikmasse (EGND) unter Umgehung des Messshunts (22) direkt an der Masseklemme (Kl. 31) fliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (12) auf einer Leiterplatte (11) und die Masseklemme (Kl. 31) an einem zur Leiterplatte (11) führenden Stanzgitter (13) mit gestanzten Leiterbahnen (14) angeordnet ist, dass der Messshunt (22) in einer die Leistungsmasse (PGND) mit der Masseklemme (Kl. 31) verb13) angeordnet ist und zwei Shuntabgriffe (23, 24) aufweist, von denen der zur Leistungsmasse (PGND) hin liegende erste Shuntabgriff (23) über eine Mess-Leiterbahn (142) des Stanzgitters (13) mit einem ersten Messabgriff (25) auf der Leiterplatte (11) und der zur...
Description
- Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Ansteuern eines an Gleichspannung betriebenen, elektronisch kommutierten Leistungsmotors nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Bei solchen Ansteuervorrichtungen weist die Ansteuerelektronik vorzugsweise als MOSFETs ausgebildete Transistor-Endstufen auf, die auf der Niederpotentialseite oder Low-Side der Motorwicklung angeordnet sind, so dass die Wicklungsphasen oder -stränge der Motorwicklung über je eine Transistor-Endstufe mit der Leistungsmasse, auch Powerground (PGND) genannt, der Ansteuerelektronik verbunden sind. Die Elektronikmasse der Ansteuerelektronik, d. h. die Summe aller übrigen Masseanschlüsse der Ansteuerelektronik, auch Electronieground (EGND) genannt, ist mit der Leistungsmasse verbunden. Die Leistungsmasse liegt über einen der Messung des Motorstroms dienenden Messshunt an einer Masseklemme für den Anschluss des Minuspotentials der Gleichspannung, also der Steckermasse des Anschlusssteckers. Während des Taktbetriebs der Transistoren, die mit einer Schaltfrequenz von ca. 23 kHz geschaltet werden, werden hohe Stromspitzen erzeugt, wie sie üblicherweise beim Schalten von Induktivitäten auftreten. Diese Stromspitzen erzeugen einen hochfrequenten Stromrippel auf der Leistungsmasse mit der Schaltfrequenz der Transistoren. Durch die galvanische Verbindung zwischen Leistungsmasse und Elektronikmasse koppelt der hochfrequente Stromrippel auf benachbarte Leiterbahnen bzw. Schaltungsteile über und wird über die Anschlussleitungen des Motors abgestrahlt. Die Störabstrahlung im Langwellen- und Mittelwellenfrequenzbereich ist dadurch unzulässig hoch.
- Aus der
EP 0 332 057 A1 ist eine Vorrichtung gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1 zum Ansteuern eines an Gleichspannung betriebenen, elektronisch kommutierten Leistungsmotors bekannt. Die Vorrichtung weist eine eine Leistungsmasse und eine Elektronikmasse aufweisenden Ansteuerelektronik auf, deren Leistungsmasse über einen niederohmigen Messshunt zur Motorstrommessung mit einer dem Anschluss des Minuspotentials der Gleichspannung dienenden Masseklemme verbunden ist, wobei die Elektronikmasse unter Umgehung des Messshunts direkt an der Masseklemme liegt. - Die
DE 197 56 186 C1 und dieDE 197 40 938 A1 betreffen überdies einen Stator für einen insbesondere bürstenlosen Elektromotor, welcher einen Statorkörper mit einer vorbestimmten Anzahl von Statorzähnen zur Aufnahme von Statorwicklungen aufweist, wobei der Statorkörper einen Grundkörper aus magnetisierbarem Material umfasst, welcher zumindest in den Bereichen der Statarzähne, in welchen die Statorwicklungen aufnehmbar oder aufgenommen sind, eine Isolierschicht aufweist. Jede Statorwicklung ist mit einem steuerbaren elektronischen Schalter verbunden, der beispielsweise als Leistungs-FET ausgebildet sein kann und der mit seinem Steuereingang mit einer Motorsteuereinheit verbunden ist. Die Motorsteuereinheit ist auf einer Platine angeordnet, die als Kombination eines umspritzten Stanzgitters (für hohe Stromstärken) und einer gedruckten Leiterplatte (für niedrige Stromstärken) ausgebildet ist. - Vorteile der Erfindung
- Die erfindungsgemäße Ansteuervorrichtung für elektronisch kommutierte Leistungsmotoren hat den Vorteil, dass die Ansteuerelektronik auf einer Leiterplatte und die Masseklemme an einem zur Leiterplatte führenden Stanzgitter mit gestanzten Leiterbahnen angeordnet sind. Der Messshunt ist in einer die Leistungsmasse mit der Masseklemme verbindenden Masse-Leiterbahn angeordnet und weist zwei Shuntabgriffe auf, von denen der zur Leistungsmasse hin liegende Shuntabgriff über eine Mess-Leiterbahn mit einem ersten Messabgriff auf der Leiterplatte und der zur Masseklemme hin liegende zweite Shuntabgriff über eine zweite Mess-Lelterbahn mit einem zweiten Messabgriff auf der Leiterplatte verbunden ist, der direkt auf die Elektronikmasse der Ansteuerlektronik kontaktiert ist. Durch diese konstruktive Ausgestaltung der Erfindung wird der zur Motorstrommessung vorhandene zweite Messabgriff, der über die Mess-Leiterbahn mit der Masseklemme verbunden ist, als niederohmige Masseversorgungsleitung für die Elektronikmasse der Ansteuerelektronik mitbenutzt, so dass letztere direkt mit der Steckermasse des Anschlusssteckers verbunden ist. Die Direktverbindung zur Masseklemme, in der Fahrzeugelektrik üblicherweise mit Kl.
31 bezeichnet, erfordert somit keinen zusätzlichen Verdrahtungsaufwand und vermeidet höhere Fertigungskosten und zusätzlichen Bauraumbedarf. - Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Patentanspruch 1 angegebenen Vorrichtung möglich.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Leistungsmasse auf zwei auf der Leiterplatte angeordnete Kontaktpunkte aufgeteilt, die über eine Leiterbahn des Stanzgitters miteinander verbunden sind. Die miteinander verbundenen Anschlüsse eines jeden Paars von Transistoren sind an einem der beiden Kontaktpunkte angeschlossen. Durch diese schaltungstechnische Maßnahme ist die auf der Leiterplatte vorhandene Leistungsmasse auf zwei örtlich sehr kleine Kontaktpunkte beschränkt, so dass von diesen Kontaktpunkten kaum Störstrahlungen auf die anderen elektronischen Bauteile oder elektrischen Verbindungsbahnen auf der Leiterplatte ausgehen.
- Zeichnung
- Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 ein Schaltbild einer Vorrichtung zum Ansteuern eines elektronisch kommutierten Leistungsmotors, -
2 eine schematisierte Darstellung der geometrischen Ausführung der Ansteuervorrichtung in1 . - Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- Die in
1 im Schaltbild und in2 schematisiert in ihrer geometrischen Ausführungsform dargestellte Vorrichtung zum Ansteuern eines an Gleichspannung betriebenen, elektronisch kommutierten Leistungsmotors umfasst eine Leiterplatte11 , auf der eine Ansteuerelektronik12 untergebracht ist, und ein zur Leiterplatte11 führendes Stanzgitter13 mit gestanzten Leiterbahnen14 , an dem eine Mehrzahl von Anschlussklemmen15 ausgebildet ist, die über die Leiterbahnen14 auf die Leiterplatte11 geführt und dort von der Ansteuerelektronik12 kontaktiert sind. Die Anschlussklemmen15 für den Anschluss- oder Motorstecker, in der Fahrzeugelektrik üblicherweise mit Kl.30 und Kl.31 bezeichnet, werden mit dem Pluspotential (Ubat+) bzw. mit dem Minuspotential (Ubat–) der Gleichspannung belegt. Die Anschlussklemme PWM ist ein Steuereingang, über die der Leistungsmotor in seiner Drehzahl stufenlos geregelt wird. An der Anschlussklemme Kl.15 liegt die Zündung. - Von dem mit der Vorrichtung gesteuerten Leistungsmotor ist lediglich die Motor- oder Ankerwicklung
16 dargestellt, die auf ihrer Niederpotentialseite (Low-Side) auf Anschlussklemmen17 der Leiterplatte11 kontaktiert ist. An jeder Anschlussklemme17 ist ein als Low-Side-Schalter ausgebildeter Transistor20 , hier als MOSFET ausgeführt, mit seinem einen Anschluss201 (Drain) angeschlossen. Die anderen Anschlüsse202 (Source) der Transistoren20 sind miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt über eine später noch beschriebene Leiterbahn141 des Stanzgitters13 . Die Transistoren20 verbinden damit die einzelnen Wicklungsstränge19 bzw. Motorinduktivitäten mit der sog. Leistungsmasse PGND (Powerground). Die Transistoren20 werden von einem Steuermodul21 gesteuert, so dass die einzelnen Wicklungsstränge19 der Motorwicklung16 nacheinander geschaltet werden. Das Steuermodul21 ist mit dem Steuereingang (Klemme PWM) am Stanzgitter13 verbunden. Sowohl das Steuermodul21 als auch weitere, hier nicht dargestellte Elektronikbausteine der Ansteuerelektronik12 besitzen Masseanschlüsse, die in ihrer Gesamtheit die sog. Elektronikmasse EGND (Electronicground) bilden. - Zur Motorsteuerung ist die Messung des Motorstroms erforderlich, wozu ein Messshunt
22 in der die Leistungsmasse PGND mit der Masseklemme Kl.31 verbindenden Masse-Leiterbahn141 angeordnet ist. Der Messshunt22 weist zwei Shuntabgriffe23 und24 auf, die über je eine Mess-Leiterbahn142 mit je einem auf der Leiterplatte11 angeordneten Messabgriff25 bzw.26 verbunden sind. In1 ist die Mess-Leiterbahn142 , die von dem zur Leistungsmasse PGND hin liegenden Shuntabgriff23 zu dem ersten Messabgriff25 führt, mit Ushunt1 bezeichnet und die Mess-Leiterbahn142 , die von dem zur Masseklemme Kl.31 hin liegenden Shuntabgriff24 zu dem zweiten Messabgriff26 führt, mit Ushunt2 bezeichnet. - Um zu vermeiden, dass der von den Transistoren
20 erzeugte hochfrequente Stromrippei, der auf der Leistungsmasse PGND liegt, auf benachbarte Schaltungsteile der Ansteuerelektronik12 abstrahlt, ist die Elektronikmasse EGND der Ansteuerelektronik12 unter Umgehung des Messshunts22 direkt mit der Masseklemme Kl.31 am Stanzgitter13 verbunden. Um zusätzlichen Aufwand zu vermeiden wird die Elektronikmasse EGND direkt auf den zweiten Messabgriff26 kontaktiert und so die Mess-Leiterbahn142 Ushunt2 zum Shuntabgriff24 und damit zur Masseklemme Kl.31 als niederohmige Masseversorgungs-leitung für die Elektronikmasse EGND mitbenutzt. - In
2 ist die räumliche Anordnung von Leiterplatte11 und Stanzgitter13 sowie dessen Kontaktierung auf der Leiterplatte11 schematisch dargestellt. Jeweils ein Paar Transistoren20 ist auf der linken und rechen Seite der Leiterplatte11 angeordnet, und die Leistungsmasse PGND ist auf zwei auf der Leiterplatte11 angeordnete Kontaktpunkte28 und29 aufgeteilt, die über eine Leiterbahn143 des Stanzgitters14 miteinander verbunden sind. In2 ist die von der Leiterplatte11 abgedeckte und daher nicht sichtbare Leiterbahn143 des Stanzgitters14 strichliniert eingezeichnet. Durch diese schaltungstechnische Maßnahme ist die auf der Leiterplatte11 vorhandene Leistungsmasse PGND auf zwei örtlich sehr kleine Kontaktpunkte28 ,29 beschränkt. Zusätzlich sind noch zwei Elektrolytkondensatoren (Elko)27 dargestellt, die jeweils die Anschlussklemme Kl.30 mit den 40 Kontaktpunkten28 und29 der Leistungsmasse PGND verbinden.
Claims (3)
- Vorrichtung zum Ansteuern eines an Gleichspannung betriebenen, elektronisch kommutierten Leistungsmotors, mit einer eine Leistungsmasse (PGND) und eine Elektronikmasse (EGND) aufweisenden Ansteuerelektronik (
12 ), deren Leistungsmasse (PGND) über einen niederohmigen Messshunt (22 ) zur Motorstrommessung mit einer dem Anschluss des Minuspotentials (Ubat–) der Gleichspannung dienenden Masseklemme (Kl.31 ) verbunden ist, wobei die Elektronikmasse (EGND) unter Umgehung des Messshunts (22 ) direkt an der Masseklemme (Kl.31 ) fliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (12 ) auf einer Leiterplatte (11 ) und die Masseklemme (Kl.31 ) an einem zur Leiterplatte (11 ) führenden Stanzgitter (13 ) mit gestanzten Leiterbahnen (14 ) angeordnet ist, dass der Messshunt (22 ) in einer die Leistungsmasse (PGND) mit der Masseklemme (Kl.31 ) verbindenden Masse-Leiterbahn (141 ) des Stanzgitters (13 ) angeordnet ist und zwei Shuntabgriffe (23 ,24 ) aufweist, von denen der zur Leistungsmasse (PGND) hin liegende erste Shuntabgriff (23 ) über eine Mess-Leiterbahn (142 ) des Stanzgitters (13 ) mit einem ersten Messabgriff (25 ) auf der Leiterplatte (11 ) und der zur Masseklemme (Kl.31 ) hin liegende zweite Shuntabgriff (24 ) über eine Mess-Leiterbahn (142 ) des Stanzgitters (13 ) mit einem zweiten Messabgriff (26 ) auf der Leiterplatte (11 ) verbunden ist, und dass die Elektronikmasse (EGND) direkt auf den zweiten Messabgriff (26 ) kontaktiert ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerlektronik (
12 ) auf der Niederpotentialseite (Low-Side) der Motorwicklung (16 ) angeordnete Transistoren (20 ), vorzugsweise MOSFETs, aufweist, deren eine Anschlüsse (201 ) mit je einem Wicklungsstrang (19 ) der Motorwicklung (16 ) und deren andere Anschlüsse (202 ) miteinander verbunden sind, und dass die Leistungsmasse (PGND) von den miteinander verbundenen Anschlüssen (202 ) der Transistoren (20 ) und die Elektronikmasse (EGND) von der Summe aller übrigen Masseanschlüsse der Ansteuerelektronik (12 ) gebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsmasse (PGND) auf zwei auf der Leiterplatte (
11 ) angeordnete Kontaktpunkte (28 ,29 ) aufgeteilt ist, die über eine Leiterbahn (143 ) des Stanzgitters (14 ) miteinander verbunden sind, und dass jeweils die miteinander verbundenen Anschlüsse (202 ) eines Paars von Transistoren (20 ) an einem der Kontaktpunkte (28 ,29 ) angeschlossen sind.
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