DE10009751A1 - Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen - Google Patents
Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in PolypropylenInfo
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von mittels Metallocenkatalyse hergestellten Polyolefinwachsen zur Verbessserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die verbesserte Herstellung eines
Färbemittels bestehend aus mindestens einem Farbgeber, welcher sehr fein in
einem schmelzbaren Basismaterial (Matrix) verteilt wird, das bei Raumtemperatur
fest ist, sowie die Verwendung von Polyolefin-Wachsen, die mit Hilfe von
Metallocen-Katalysatoren hergestellt wurden, zur Verbesserung der Dispergierung
des Färbemittels in der Matrix Polypropylen, insbesondere zur Herstellung von
Polypropylenfasern.
Pigment-Präparationen, die zur Färbung von Polyolefinen eingesetzt werden
können, sind bekannt:
DE-B-12 39 093 beschreibt ein Trägermaterial zur Herstellung solcher
Pigmentpräparationen, das aus einem Gemisch aus einem amorphen Ethylen-
Propylen-Block-Copolymer, das eine Viskosität von 5000 bis 300.000 cps bei 150°C
aufweist, und einem niedermolekularen, kristallinen Polypropylen besteht.
In DE-A-26 52 628 wird der Einsatz eines niedermolekularen Polypropylenwachses
mit einer Viskosität von 500 bis 5000 cP bei 170°C beschrieben.
DE-C-42 36 337 beschreibt den Einsatz von Polyacrylat-Estern als
Dispergierhilfsmittel für Pigmente in Kunststoff-Matrices.
US-5 880 193 beschreibt die Verwendung eines amorphen Poly-alpha-olefins
(0-90%), welches im Gemisch mit einem Polyolefin-Wachs (0-90%) und einem
speziellen Polyacrylat (0-50%) eingesetzt wird.
Alle oben aufgeführten Substanzen bzw. Gemische zeigen den Nachteil, dass die
Benetzung, vor allem schwer dispergierbarer organischer Pigmente, wie die der
Chinacridon-Gruppe oder Phthalocyanine, nur unzureichend ist, und damit nur
unzureichend fein in der Polypropylen-Matrix verteilt werden, was vor allem bei der
folgenden Herstellung von Polypropylen-Fasern zu Strangbrüchen durch grobe
Pigmentpartikel führt.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von mittels Metallocenkatalysatoren
hergestellten Polyolefinwachsen zur Verbesserung der Dispergierung von
Pigmenten, besonders organischen Pigmenten in Polypropylen.
Als Polyolefinwachse kommen Homopolymerisate des Ethylens oder des Propylens
oder Copolymerisate aus beiden Olefinen oder Copolymerisate des Ethylens oder
Propylens mit einem oder mehreren weiteren Olefinen in Frage. Als weitere Olefine
werden lineare oder verzweigte Olefine mit 4-18 C-Atomen, vorzugsweise
4-6 C-Atomen, eingesetzt. Beispiele hierfür sind 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen oder
1-Octadecen, weiterhin Styrol. Die Copolymeren bestehen zu 70-99.9, bevorzugt zu
80-99 Gew.-% aus Ethylen oder Propylen. Bevorzugt sind Homopolymere des
Ethylens oder Propylens sowie Copolymere aus Ethylen und Propylen.
Besonders gut geeignet sind Polyolefinwachse mit einem Tropfpunkt zwischen
90 und 165°C, bevorzugt zwischen 100 und 160°C, einer Schmelzviskosität bei
170°C zwischen 5 und 10000 mPa s, bevorzugt zwischen 10 und 5000 mPa s und
einer Dichte bei 20°C zwischen 0,86 und 0,98 g/cm3, bevorzugt zwischen 0,87 und
0,96 g/cm3.
Die Wachse können sowohl als solche als auch in polar modifizierter Form
eingesetzt werden. An sich bekannte Möglichkeiten zur Modifikation sind
beispielsweise die Oxidation mit Luft oder die Pfropfpolymerisation mit polaren
Monomeren, beispielsweise Maleinsäureanhydrid.
Weiterhin besonders geeignet im Sinne der erfindungsgemäßen Verwendung von
Polyolefin-Wachsen zur Herstellung von Masterbatches von Pigmenten in
Polyolefinen sind Polyolefin-Wachse mit einem Zusatz von bis zu 5%
Polyethylenglykol, Molekulargewichtsbereich 10-50000 Dalton, bevorzugt
20-35000 Dalton.
Im hohen Maße weiterhin geeignet zur erfindungsgemäßen Herstellung von
Masterbatches sind Polyolefin-Wachse, gekennzeichnet dadurch, dass sie als Ultra-
Feinstpulver (Partikelgrößenverteilung d90 < 40 µm) eingesetzt werden.
Metallocenkatalysatoren zur Herstellung der Polyolefinwachse sind chirale oder
nichtchirale Übergangsmetallverbindungen der Formel M1Lx. Die
Übergangsmetallverbindung M1Lx enthält mindestens ein Metallzentralatom M1, an
das mindestens ein Π-Ligand, z. B. ein Cyclopentadienylligand gebunden ist.
Darüber hinaus können Substituenten, wie z. B. Halogen-, Alkyl-, Alkoxy- oder
Arylgruppen an das Metallzentralatom M1 gebunden sein. M1 ist bevorzugt ein
Element der III., IV., V. oder VI. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente,
wie Ti, Zr oder Hf. Unter Cyclopentadienylligand sind unsubstituierte
Cyclopentadienylreste und substituierte Cyclopentadienylreste wie
Methylcyclopentadienyl-, Indenyl-, 2-Methylindenyl-, 2-Methyl-4-phenylindenyl-,
Tetrahydroindenyl- oder Octahydrofluorenylreste zu verstehen. Die Π-Liganden
können verbrückt oder unverbrückt sein, wobei einfache und mehrfache
Verbrückungen - auch über Ringsysteme - möglich sind. Die Bezeichnung
Metallocen umfasst auch Verbindungen mit mehr als einem Metallocenfragment,
sogenannte mehrkernige Metallocene. Diese können beliebige Substitutionsmuster
und Verbrückungsvarianten aufweisen. Die einzelnen Metallocenfragmente solcher
mehrkernigen Metallocene können sowohl gleichartig als auch voneinander
verschieden sein. Beispiele für solche mehrkernigen Metallocene sind z. B.
beschrieben in EP-A-632 063.
Beispiele für allgemeine Strukturformeln von Metallocenen sowie für deren
Aktivierung mit einem Cokatalysator sind u. a. in EP-A-571 882 gegeben.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert.
Die Schmelzviskositäten der nachfolgend verwendeten Wachse wurden mit einem
Rotationsviskosimeter entsprechend DGF-M-III 8 (57), die Tropfpunkte
entsprechend DGF-M-III 3 (75) (Normen der Deutschen Gesellschaft für
Fettwissenschaft), die Dichten entsprechend DIN 53479 ermittelt.
Zur Definition der Qualität der Dispergierung eines Pigments in der Polyolefinmatrix
wird in der Folge der Filterwert verwandt, der wie folgt definiert ist:
DF = (pmax - p0)/mpigment.
Der Filterwert nach dieser Definition gibt also das Ausmaß des Druckanstieges
durch Filtration einer bestimmten dispergierten Pigmentmenge wieder, mithin also
das Maß der "Blockierung" des Filters durch undispergiertes oder schlecht
dispergiertes Pigment, bezogen auf die eingesetzte Pigmentmenge.
Bei der Herstellung der beispielsgemäßen Pigmentmasterbatches wird ein
Henschel-Mischer FM 10 eingesetzt, der typischerweise 4 bis 10 Minuten (bei
Raumtemperatur) mit 600 bis 1500 Umdrehungen/min für eine statistische
Verteilung der Einsatzkomponenten sorgt. Die eigentliche Dispergierung
(typischerweise einer in einer iPP-Matrix) findet in einem gleichläufigen
Zweischneckenextruder mit einer Verfahrensteillänge von 30 bis 48 D statt, der mit
einem Temperaturprofil von 30 bis 230°C (Einzug → Düse) arbeitet. Die
Umdrehungszahl liegt zwischen 100 bis 550 Umdrehungen/Minute, es wird mit
einem Durchsatz von 4 bis 30 kg/h gearbeitet.
In der folgenden Tabelle werden die Beispiele nach erfindungsgemäßem Vorgehen,
bzw. ein entsprechendes Vergleichsbeispiel nach dem Stand der Technik,
dargestellt:
Claims (1)
1. Verwendung von mittels Metallocenkatalyse hergestellten Polyolefinwachsen
zur Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000109751 DE10009751A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen |
| PCT/EP2001/001669 WO2001064776A1 (de) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | Verbesserung der dispergierung von pigmenten in polypropylen |
| EP01925331A EP1274773A1 (de) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | Verbesserung der dispergierung von pigmenten in polypropylen |
| JP2001564268A JP2003525329A (ja) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | ポリプロピレン中での顔料の分散を改良する方法 |
| HK03104914.2A HK1052520A1 (zh) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | 顏料在聚丙烯中分散性的改善 |
| CN01805579A CN1406264A (zh) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | 颜料在聚丙烯中分散性的改善 |
| US10/220,076 US20030050381A1 (en) | 2000-03-01 | 2001-02-15 | Dispersion of pigments in polypropylene |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000109751 DE10009751A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10009751A1 true DE10009751A1 (de) | 2001-09-06 |
Family
ID=7632960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000109751 Withdrawn DE10009751A1 (de) | 2000-03-01 | 2000-03-01 | Verbesserung der Dispergierung von Pigmenten in Polypropylen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10009751A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1616901A1 (de) * | 2004-07-12 | 2006-01-18 | Dainichiseika Color & Chemicals Mfg. Co., Ltd. | Färbende Zusammensetzung und Verfahren zu deren Herstellung |
| US8022154B2 (en) | 2008-11-06 | 2011-09-20 | Exxonmobil Chemical Patents Inc. | Ethylene polymers, their production and use |
-
2000
- 2000-03-01 DE DE2000109751 patent/DE10009751A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1616901A1 (de) * | 2004-07-12 | 2006-01-18 | Dainichiseika Color & Chemicals Mfg. Co., Ltd. | Färbende Zusammensetzung und Verfahren zu deren Herstellung |
| US8022154B2 (en) | 2008-11-06 | 2011-09-20 | Exxonmobil Chemical Patents Inc. | Ethylene polymers, their production and use |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |